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Video der Woche: AC/DC ›Let There Be Rock‹

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Heute hätten wir mit einem der größten Rocker auf seinen 76. Geburtstag anstoßen können – Happy Birthday Bon Scott!

Ronald Belford „Bon“ Scott gehört zu den unvergessenen Fahnenträgern des Rock’n’Roll. In den sechs Jahren, in denen er bei AC/DC am Mikro stand, wurde die Band vom australischen Geheimtipp zum Hallenfüller. Leider ließen ihn sein wilder und selbstzerstörerischer Lebensstil nur 34 Jahre alt werden. Am 19. Februar 1980 wurde er nach einer durchzechten Nacht tot im Auto seines Freundes Alistair Kinnear gefunden…

Bon Scott war der geborene Entertainer, was er auf der Bühne uns in den Videos der Band unter Beweis stellte. Einen seiner wohl schönsten Auftritte hatte er im Clip zu ›Let There Be Rock‹, bei dem er als Pfarrer am Altar der Welt den Rock’n’Roll herbeipredigte:

Guns N‘ Roses: Live im Münchener Olympiastadion (08.07.)

Paradise Munich City

Nachdem die Guns-N‘-Roses-Show in Glasgow am Dienstag sehr spontan abgesagt worden war, zitterten Fans aus und um München bis zur letzten Sekunde, ob sie die Gunners an diesem Abend wohl wirklich live erleben würden. Doch nicht nur der Medizin-, auch der Wettergott scheint an diesem Freitag einen gnädigen Tag zu haben und so brennt nicht nur unerwartet die Sonne vom Himmel, auch der angeschlagene Axl Rose erweist seinem Publikum knappe drei Stunden die Ehre.

Doch lange bevor Guns N‘ Roses ihr Konzert mit ›It’s So Easy‹ eröffnen, stehen Dirty Honey auf der Bühne und versuchen dem europäischen Publikum ihre in den Staaten bereits begehrte Mischung aus Hard und souligem Vintage Rock, der irgendwo zwischen den Rival Sons und Greta Van Fleet anzusiedeln ist, näher zu bringen. Nach einer beschwingten halben Stunde Set und für 17:15 Uhr wirklich überschwänglichem Applaus aus den vordersten Reihen, stürmt schließlich ein energiegeladener Gary Clarke Jr. auf die Bühne und liefert zusammen mit seiner talentierten und sympathischen Band seine genuine Mischung aus Blues, R’n’B, Soul und Jazz punktgenau ab und gleichzeitig auch den Soundtrack für die Nahrungssuche der Autorin, die sich aufgrund ihrer vegetarischen Vorlieben als nicht ganz so einfach gestaltet.

Bisher wurde der Zeitplan penibel genau eingehalten, wenn alles weiterhin so punktgenau läuft, müssten Guns N‘ Roses um 19 Uhr ihre Show beginnen. Dass es dann doch 19:30 Uhr wurde, ist gut verkraftbar, schließlich hatte man sich über den frühen Beginn des Konzertes eh schon gewundert und hat so wenigstens die Chance, einen kleinen Teil des Sets in der ihm gebührenden Dunkelheit bestaunen zu können. Mit Spannung erwartet man vor allem Axl Rose und dessen gesundheitliche und stimmliche Konstitution. Selbiger ist – zumindest im ersten Drittel der Show – angenehm unaufdringlich mit Schmuck und Tand behangen (Axl, steht dir besser, lass das so), springt agil und gut gelaunt über die Bühne und singt – nun ja, wie Axl eben in den letzten Jahren singt. Rose liefert eine solide Performance, die nur bei den CHINESE-DEMOCRACY-Nummern teilweise unerträglich in den Ohren klingelt. Der Velvet-Revolver-Track steht ihm auch nicht so, ansonsten ist er jedoch wirklich gut, auch wenn er sich merklich durch die von seinem jüngeren Ich vorgelegten Stimmfrequenzen quälen muss. Um ihm die nötigen Verschnauf- und Shirt-Wechsel-Pausen hinter der Bühne einzuräumen, singen Duff und Keyboarderin Melissa sowie Dizzy Reed engagiert mit. Die Textsicherheit des Publikums im Front-Of-Stage-Bereich ist ebenfalls hilfreich. Zwischendurch gibt die Band eine coole Version von ›I Wanna Be Your Dog‹ mit Duff am Gesang (sogar Slash singt beim Refrain mit) zum Besten, Slash’s ausufernde Soli tun ihr Übriges, um Rose und seinen angeschlagenen Kehlkopf zu entlasten. Beim upgecycelten ›Absurd‹ merkt man dann, wie gut Axl heute in tieferen Tonlagen zurecht kommt – würden die Gunners endlich ein neues Album aufnehmen, würde es gesanglich wohl größtenteils so klingen. Und das wäre völlig in Ordnung. Natürlich fehlt dem Signature-Rose-Krähen inzwischen die juvenile Leichtigkeit. Ein Schicksal, das fast alle außergewöhnlichen Sänger und Sängerinnen der 70er und 80er Jahre irgendwann ereilt. Ist das schlimm? Nein. Wer übermenschliche Jungbrunnenversprechen von seinen Rockstars fordert, kann die Karten ja auch einfach nicht kaufen. Im Gegensatz zum überaus fitten Duff McKagan und Slash, der sein Zylinder-Alter-Ego auch heute noch perfekt verkörpert, mag Rose stärker gealtert sein. Er hat jedoch auch den Nachteil, dass sein Instrument – anders als bei seinen Kollegen – mit ihm mit altert. Als kleiner Trost an Axl sei gesagt: Slash war auch nicht immer ganz hundertprozentig im Timing. Doch wie meinte mein Nebenmann so schön: „Ist doch scheißegal, so waren Guns N‘ Roses schon immer, sloppy Motherfuckers mit Attitüde.“

Ein schöner Moment des fast dreistündigen Konzerts: Als bei ›Civil War‹ groß die Ukraine-Flagge eingeblendet wurde und selbige auch Axls Shirt zierte. Außerdem ein Highlight: die knappe und doch sympathische Bandvorstellung. Als die Nennung von Slash an der Reihe ist und das Publikum prophylaktisch schon einmal ausflippt, wandert Rose gespielt nachdenklich über die Bühne und tut schelmisch grinsend so, als würde ihm der Name seines weltberühmten Gitarristen nicht einfallen. Schließlich geht ihm doch noch ein Lichtlein auf und sachlich meint er: „Slash“. Das Stadion bebt und Slash kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Um 22:30 Uhr ist das Set nach ›Paradise City‹ vorbei und nach einem kurzen Ärgernis, weil man das Mikrofon, das Axl Rose am Schluss in die Menge geworfen hatte, um nur zwei Meter versäumt hat, wandert man selig mit Abertausenden von Guns-N‘-Roses-Fans gen Heimat.

Dirty Honey: Substanz und Ambition

„Dirty Honey war nur ein Name, mit dem wir in den Anfangstagen der Band mit etwa 1.000 anderen herumgeworfen haben. Erst als Robert Plant in einem Interview mit Howard Stern über sein Nebenprojekt The Honey Drippers sprach, erinnerte ich mich daran, dass da ein ähnlicher dabei war. Als wir uns den noch einmal ansahen, war klar, dass Dirty Honey die beste Wahl war“, erzählt Sänger Marc LaBelle. Und der Nimbus Plant ist tatsächlich im Zusammenhang mit Dirty Honey nicht wegzudenken. Vor allem aufgrund der stimmlichen Parallelen. Ein Vergleich, der für Freude sorgt: „Das ist ein sehr großes Lob und ich liebe Robert Plant, also danke. Für mich gibt es eine Menge anderer Einflüsse wie Chris Cornell, Steven Tyler, James Brown, Bon Scott, Brian Johnson, Bryan Adams … “ Das Geheimnis von Dirty Honey? „Ich glaube wirklich, dass jede erfolgreiche Rockband Mitglieder hat, die absolut essenziell für den Gesamtsound der Band sind, und das ist bei Dirty Honey der Fall. Solange das Spiel und die Performance jedes Mitglieds völlig einzigartig sind, entsteht etwas Neues, egal in welchem Genre. Das ist der Grund, warum wir AC/DC von Led Zeppelin oder Aerosmith von Guns N’ Roses unterscheiden können. All diese Bands spielen einfach nur Rockmusik, aber es ist das, was die Mitglieder jeder Band in diesem Kontext tun, was sie einzigartig macht.“

In der Heimat USA schon groß, wollen es LaBelle und seine Jungs jetzt auch in Europa und hierzulande schaffen und veröffentlichen mit EP/LP 14 Songs. Den Doppelrelease erklärt der Sänger so: „In Amerika wurden die EP und die LP natürlich separat veröffentlicht. Da es unsere erste Tournee in Europa ist, dachten wir, dass es für neue europäische Fans angemessen und günstig wäre, unser gesamtes Werk auf einem Album zu haben.“ Diese Tournee kann sich sehen lassen, Dirty Honey spielen unter anderem im Vorprogramm von Kiss und Guns N’ Roses. „Ich bin mehr als aufgeregt. Wir haben schon früher mit Guns gespielt und Slash hat uns sehr unterstützt. Diese Unterstützung im Hinterkopf zu haben bedeutet viel, wenn man vor 50.000 oder mehr Leuten auftritt.“ Die Frage, ob man denn selber Guns-Potenzial habe, wird selbstbewusst beantwortet: „Es geht wirklich nur um die Musik und darum, ob sie die Leute genauso anspricht, wie APPETITE und USE YOUR ILLUSION mich angesprochen haben. Ich denke, wir klingen und spielen großartig und jeder in der Band ist ein verdammt guter Musiker, also ja, wir könnten so groß werden. Aber das wird nur passieren, wenn die
Musik, die wir machen, ‚amazing‘ ist. Bands, die in Stadien spielen, sind rar gesät, und normalerweise sind es diejenigen, die Platten gemacht haben, von denen jeder auf der Welt schon gehört hat. Wer kennt nicht APPETITE FOR DESTRUCTION, BACK IN BLACK oder EXILE ON MAIN STREET?“ Abwarten und Tee (am besten mit etwas Dirty Honey) trinken ..

Über die Wurzeln des Southern Rock

Um die Wurzeln des Southern Rock zu erkunden, zapfen wir Billy Gibbons’ texanisches Expertenwissen aus erster Hand für ein paar Nachforschungen an.

Jener sich damals, Ende der 60er-Jahre im Süden der USA herauskristallisierende Sound, bettete sich in turbulente gesellschaftliche Verhältnisse. Auf den Südstaaten lastete nach wie vor das Erbe einer Gesellschaft, die nur knapp 100 Jahre zuvor und äußerst widerwillig die Sklaverei offiziell abgeschafft hatte. Erst 1954 hatte der Oberste Gerichtshof außerdem die Rassentrennung an Schulen verboten. Eine auf rassistischen Geisteshaltungen basierende Ungleichbehandlung von Schwarzen Amerikanern in allen Bereichen des alltäglichen Lebens war jedoch weiterhin an der Tagesordnung.

Martin Luther King kämpfte mit seinem „American Dream“ so friedlich wie möglich für die Gleichberechtigung, Aktivisten wie Malcolm X hingegen plädierten für einen Kampf mit allen Mitteln. Zudem wütete in dieser Zeit wieder verstärkt der zutiefst rassistische Ku-Klux-Klan, der in seinen prägnanten Gewändern und unter der Konföderiertenfahne die Vorherrschaft der Weißen verteidigen wollte und sich mit medienwirksamen Symbolen wie brennenden Kreuzen und gewalttätigem Verhalten sowie grausamen Morden in das kollektive Gedächtnis einbrannte. Die Vereinigten Staaten und ihr Süden, der im Krieg zwischen 1861 und 1865 unabhängig unter der Konföderiertenflagge kämpfte, waren ein gespaltenes Land voller Zerwürfnisse und Ungerechtigkeit.

Während seiner Amtsantrittsrede im Jahr 1963 rief George Wallace, Gouverneur von Alabama, noch laut-hals „Rassentrennung heute, Rassentrennung morgen und Rassentrennung für immer!“ und verhinderte nur wenig später persönlich, dass sich zwei afroamerikanische Studenten an der University Of Alabama einschrieben. J. F. Kennedy schickte daraufhin die Nationalgarde nach Alabama, um Wallace an weiteren Aktionen dieser Art zu hindern. Wallace ist auch der Mann, der in Lynyrd Skynyrds Hymne ›Sweet Home Alabama‹ mit den Zeilen „In Birmingham they love the governor, now we all did what we could do“ gemeint ist. Die dazwischen von den Background-Sängerinnen gerufenen Silben „Boo Boo Boo“ könnten als Kritik an Wallace gelesen werden.

In dieser zerrissenen Atmosphäre, in der zahlreiche Künstler versuchten, eine eigene Identität vor dem Hintergrund des blutigen Südstaaten-Erbes zu finden, bildete sich langsam ein neues Genre heraus. Allen voran The Allman Brothers Band um die Brüder Duane und Gregg konnte mit ihrem dritten Livealbum, dem grandiosen AT FILLMORE MORE EAST von 1971, die Schallmauer durchbrechen und einen neuen Sound anstoßen, der wenig später aufgrund der geografischen Verortung als Southern Rock bezeichnet wurde.

Das Album, wie auch die beiden Vorgänger, war bei Capricorn Records erschienen, dem 1969 in Macon, Georgia, von Phil Walden und Frank Fenter gegründeten Label , das einen essenziellen Ankerpunkt in der Geschichte des Southern Rock darstellt. Walden war aufgrund Duane Allmans grandiosen Solos auf Wilson Picketts Version von ›Hey Jude‹, die in den legendären Fame Studios in Muscle Shoals, Alabama, entstand, auf den Ausnahmegitarristen aufmerksam aufmerksam geworden und nahm ihn sofort unter Vertrag. Mit dem hippiesken Aussehen, ihrem Schwarzen Drummer Jai Johanny „Jaimoe“ Johanson und ihrer Passion für ausufernde Jams brachen die Allman Brothers im Gegensatz zu einigen ihrer Nachfolger mit zahlreichen Redneck-Klischees. Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von AT FILLMORE EAST verstarb Duane dann auf tragische Weise im Alter von 24 Jahren an den Folgen eines Motorradunfalls.

Das noch mit ihm eingespielte Album EAT A PEACH erschien 1972, kurz darauf starb auch Bassist Berry Oakley bei einem Motorradunfall, nur wenige Meter entfernt von der Stelle, wo Duane zuvor verunglückt war. In den Folgejahren veröffentlichte The Allman Brothers Band das gefeierte BROTHERS AND SISTERS mit den Hits ›Ramblin‘ Man‹ und ›Jessica‹, sowie wenig später WINE, LOSE OR DRAW. Danach trennte und reformierte sich die Truppe immer mal wieder mit wechselnden Line-ups. Gruppen wie The Marshall Tucker Band, die Cowboys, Stillwater oder Grinderswitch folgten den Allman Brothers Ende der 60er zu Capricorn Records. Somit war der Weg geebnet für eine Bewegung, die neben weiteren Bands wie Blackfoot, den extrovertierten Black Oak Arkansas oder etwas später Molly Hatchet und vor allen mit Lynyrd Skynyrd – deren Debüt PRONOUNCED ’LEH-’NERD ’SKIN-’NERD 1973 erschien – große Stars hervorbrachte.

Billy, welche Bands sind deiner Meinung nach die Prototypen des Southern Rock?

Da gibt es eine Handvoll. Und das ist für mich, ehrlich gesagt, einfach, da mal einen Schritt zur Seite zu gehen und mit dir darüber zu sprechen, denn Texas ist weit weg vom „Deep South“ und auch ganz anders. Wenn du Texas verlässt, fährst du durch Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, Florida, South Carolina. Die vertrautesten Namen wären wohl die Allman Brothers, Marshall Tucker, Lynyrd Skynyrd, 38 Special und ein paar mehr, auf die wir Weihwasser sprenkeln könnten, obwohl sie nicht so bekannt sind. Alles in allem gab es in dieser Szene und diesen Regionen keinen Mangel an Persönlichkeiten. Und bis heute lebt dieser Sound weiter. Auch wenn wir geografisch gesehen sehr weit von einander entfernt waren, teilten wir am Ende doch dieselben musikalischen Inspirationsquellen. Weißt du, die großartige amerikanische Kunstform des Blues lebt im Rock’n’Roll weiter. Was wir heute als Rock’n’Roll bezeichnen, kommt zu 100 % von diesem eher simpel gehaltenen 12-Bar-Blues. Country, Pop, Rock’n’Roll – in all diesen Genres ist der Blues zu finden, ihnen allen sind gewisse Elemente gemein. Alle, die sich für Southern Rock interessieren, sollten ganz einfach Platten hören und tief eintauchen. Das ist echt cool!

Was dachtest du damals über Duane Allmans Gitarrenspiel?

Oh, das war von einem anderen Stern. Das ist echt schwer zu beschreiben, aber es gibt vielleicht ein oder zwei, die das ungefähr so können. Mein guter Freund Warren Haynes folgte ja Allmans Fußstapfen und er erzählte mir mal, dass er viele Komplimente bekommen habe, weil er angeblich den Duane-Allman-Code geknackt hätte. Aber er selbst meinte nur: „Ich bin immer noch so weit davon entfernt, Duane hatte etwas, das niemand anderes hat“.

Erinnerst du dich, wann du den Begriff „Southern Rock“ erstmals gehört hast?

Ja, ich denke, das kam erst lange, nachdem bereits Musik in diesem Stil gemacht worden war. Es gab da diese Bewegung, die man deutlich spüren konnte und man fragte sich: „Wie zur Hölle sollen wir das nennen?“ Als man den Sound dann örtlich festnageln konnte, war der Begriff klar. Somit konnte man wirklich ein sehr entscheidendes Parameter aus diesen Regionen ziehen. Nach dem Motto: „Ach, das ist doch dieses Zeug aus dem Süden. Oh, es ist Rockmusik! Na gut, dann nennen wir es ab jetzt Southern Rock“. Und es machte Sinn.

Journey: FREEDOM

Eine neue Reise wartet!

Als sich Journey-Songwriter Neal Schon in Corona-Quarantäne befand, verbrachte er viele Stunden damit, zu lernen, wie man Keyboards und Loops spielt. Einige dieser Ideen wurden zu Songs, sodass jetzt, elf Jahre nach dem letzten Longplayer, mal wieder ein neues Studiowerk unter die Fans kommt. Mit ›Together We Run‹, zeigt
die Band gleich, dass sie nichts von ihrem Spirit verloren hat. Zudem ist es immer noch erstaunlich, wie es Ausnahmesänger Arnel Pineda schafft, in Sachen Emotion, Betonung, Schwere und Stimmlage mindestens genauso wie einst „The Voice“ Steve Perry zu überzeugen. Die vorab veröffentlichte Single ›You Got The Best Of Me‹ könnte man mit viel Wohlwollen tatsächlich als eine Art punkige Interpretation von ›Any Way You Want It‹ sehen.

Die zweite Auskopplung, ›The Way We Used To Be‹, ist sogar einer der stärksten Songs der Scheibe. Der darauffolgende Mittelpart plätschert dann etwas vor sich hin, bis ›Don’t Go‹ seinem Namen gerecht wird und alles nochmal Fahrt aufnimmt. So kommt FREEDOM mit ›Life Goes On‹ und dem schmeichelhaft-schönen ›Beautiful As You Are‹ zu einem mehr als würdevollen Ende. Gerade der AOR ist meist nicht nur Genre, sondern auch ein Lebensgefühl und Journey wissen auch nach Jahren geschickt damit umzugehen und ihre Zuhörer auf so manch emotionale Reise zu schicken.

8 von 10 Punkten

Journey
FREEDOM
FRONTIERS/SOULFOO

Pink Floyd: THE PIPER AT THE GATES OF DAWN (1967)

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Pink Floyds Debütalbum und das einzige Werk mit dem vollen Fingerabdruck von Ikone Syd Barrett. Vieles klingt wie ein Spiegelbild damaliger Jugendkultur mit ihren drogenvernebelten Universen. Barrett mischt Rock und Psychedelic mit Blues und Folk, zerrt sonderbare Instrumente und Arrangements dicht unter die Oberfläche, um seine mitunter schrulligen Texte an den Mann zu bringen. Der Opener ›Astronomy Domine‹ hat (fast) als einziger PIPER-Track das Zeug zum Klassiker, der Rest hingegen ist naiv bis unbeholfen, aber dennoch ein (erster) wichtiger Schritt der Gruppe.

Nazareth: Gründungsmitglied Manny Charlton gestorben

Pete Agnew hat auf den Social-Media-Seiten von Nazareth bestätigt, dass Manny Charlton gestorben ist. Der Gitarrist war Gründungsmitglied war bis 1990 Teil der Band. Er verstarb am 5. Juli im Alter von 80 Jahren in Texas. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt.

Carlos Santana: Auf Bühne zusammengebrochen

Bei seinem Konzert am 5. Juli in Michigan brach Carlos Santana auf der Bühne zusammen. Der 74 jährige Künstler wurde daraufhin sofort in die Notaufnahme gebracht. Laut Management gehe es Santana aber gut, eine Mischung aus großer Hitze und Dehydrierung solle für den Zusammenbruch gesorgt haben. Als man Carlos von der Bühne trug, soll er seinen Fans schon wieder halbwegs munter zugewunken haben.

Der heutige Gig seiner US-Tour wurde abgesagt. Wie es um die kommenden Shows steht, ist bisher nicht bekannt. Auch wurde noch kein offizielles Statement zu dem Vorfall veröffentlicht.