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Pantera: Zakk Wylde wohl bei Reunion an Bord

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Phil Anselmo und Rex Brown haben bekannt gegeben, dass die beiden sich wieder unter der Fahne Pantera zusammentun. Für den verstorbenen Gitarristen Dimebag Darrell und den verstorbenen Drummer Vinnie Paul sollen nun angeblich Zakk Wylde und Anthrax-Drummer Charlie Benante anheuern. Das gab eine bisher nicht benannte Quelle, die der Band sehr nahe stehen soll, gegenüber Billboard zu Protokoll.

Zakk Wylde war ein enger Freund des 2004 auf der Bühne erschossenen Pantera-Gitarristen und ist deswegen, laut vielen Musikerkollegen, eine naheliegende Wahl.

Live-Event: Rockin‘ 1000 spielen ›Paradise City‹

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Die Rockin‘ 1000 haben wieder zugeschlagen und ›Paradise City‹ gecovert. Im Stade De France in Paris spielten 1000 Musiker und Musikerinnen aus 25 Ländern zusammen den Hit von Guns N‘ Roses.

Alice Cooper: Kane Roberts als Ersatz für Nita Strauss

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Über Social Media gab Alice Cooper bekannt, seinen ehemaligen Gitarristen Kane Roberts zu reaktivieren und als Ersatz für Nita Strauss auf die Herbst- und Wintertournee mitzunehmen. Alice dazu schriftlich: „Er bringt noch ein paar mehr Muskeln bei der „Detroit Muscle“-Tour ins Spiel.“

Kane Roberts stieg erstmals 1985 bei Alice Cooper ein und blieb bis 1988. Auf den Alben CONSTRICTOR und RAISE YOUR FIST AND YELL hat er fast jeden Song mitgeschrieben. Kane Roberts wurde nicht nur für seine Fähigkeiten an der Gitarre und seine Signature-Maschinengewehr-Gitarre bekannt, sondern auch für seine gesangliche Flexibilität und seinen Hang zu Bodybuilding.

https://youtube.com/watch?v=d8tslSJRmV8

Mother Mersy: Kein Plan B

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Mother Mersy kommen aus Malmö, der schwedischen Stadt auf der von Kopenhagen aus gesehen anderen
Seite der Öresundbrücke. Sie sind jung, machen aber – und deshalb sind sie relevant für unser Magazin – Rock der alten Schule. Nachzuhören auf ihrem wunderbar lebendigen Debütalbum FROM ABOVE. „Ich war vier, als mein Vater mir im Fernsehen zum ersten Mal die Beatles zeigte“, erinnert sich Drummer und Co-Gründer Erik Gustavsson. „Ich weiß noch, wie begeistert ich von Ringo Starr war. Seitdem wollte ich so sein wie er. Ein Jahr später setzte Dad mich dann vor die Stereoanlage und sagte, dass er glaube, ich sei alt genug, die nächste musikalische Stufe zu erklimmen. Er legte Led Zeppelin auf und es war um mich geschehen. An diesem Tag sagte ich ihm, dass ich Musiker werden wolle. Da kaufte er mir mein erstes Kinderschlagzeug. Seitdem habe
ich nicht mehr zurückgeschaut.“

Sänger Emil Starbrant kann den entscheidenden Moment nicht so genau zurückverfolgen wie der Kollege. Aber er wurde ebenfalls musikalisch von den Eltern geprägt: „Meine Mama und mein Papa haben eine tolle Plattensammlung. Oder eher hatten“, lacht er. „Im Laufe der Zeit habe ich ihnen nämlich mindestens die Hälfte ihrer Vinyls geklaut. David Bowie, Free, Aerosmith, Joni Mitchell, ebenfalls Led Zeppelin und vor allem Queen hatten einen riesigen Einfluss auf mich. Ich nahm bereits als 8-Jähriger Gesangsunterricht und trat dem
Schulchor bei. Ich wollte Rocksänger werden – einen Plan B in Sachen Berufswahl hat es auch für mich nie gegeben.“ Noch in der Grundschule gründete Emil seine erste Band. Als er dann aufs Gymnasium kam, lernte er Erik kennen und überzeugte ihn einzusteigen. „Wenn man es genau nimmt, war das der Beginn von Mother Mersy“, grinst der Frontmann. „Wir haben zwar noch einige Jahre und unzählige Besetzungswechsel gebraucht, bis wir ansatzweise hörbares Zeug zustande brachten, aber wir hatten eine Menge Spaß.“

Vor fünf Jahren brachte die Gruppe dann eine erste 4-Track-EP in Eigenregie heraus, der noch ein paar Singles und schon über 100 Shows in Schweden und Dänemark folgten. So richtig ernst machten sie allerdings erst Anfang 2020. „Die Pandemie brach aus und wir konnten nicht mehr auftreten“, erinnert sich Erik. „Da dachten
wir uns, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, endlich ein Album in Angriff zu nehmen“, ergänzt Emil. Die Jungs möbelten ihre Songs im Proberaum noch einmal richtig auf, konnten den etablierten Soundkutscher Gustav Brunn (Mando Diao, Danko Jones) als Produzenten gewinnen und spielten sie größtenteils live im Studio ein. Die Energie, die auf FROM ABOVE freigesetzt wird, ist erstaunlich und die gute Laune extrem
ansteckend. Wer auf artverwandte Acts wie Rival Sons oder Greta Van Fleet steht, wird viel Spaß an
der Platte haben.

Alice Cooper: Nita Strauss verlässt die Band

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Seit 2014 war Nita Strauss alias „Hurricane Nita“ ein integraler Bestandteil des Sounds und der Bühnenshow von Alice Cooper. Das Gitarrenwunder spielte die letzten acht Jahre an der Seite von Alice, jetzt gab sie auf Social Media bekannt, dass sie aus der Band aussteigt.

Der Wortlaut der 35-Jährigen: „Nach dieser unglaublichen Tour durch Europa, ist es bittersüß, euch mitzuteilen, dass ich der Alice Cooper Band nicht in die kommende Herbst-Tournee folgen werde. Leider werde ich auch die Festival-Termine absagen müssen, die meine Soloband für dieses Jahr geplant hatte. Ich bin nicht schwanger!!! Es gab kein Drama und mein Tour-Jahr ist immer noch sehr voll. Tatsächlich fliege ich, während ich das hier poste, direkt ins nächste Abenteuer und ich werde viel früher wieder auf der Bühne stehen als ihr denkt. Aber dazu mehr an einem anderen Tag. Die letzten acht Jahre waren eine grandiose Erfahrung. Ich könnte Alice und Sheryl Cooper, Shep Gordon, der wundervollen Band, Crew und den Fans nicht mehr dafür danken, dass sie mich so herzlich in ihren Albtraum aufgenommen haben.“

Über die Nachfolge von Nita Strauss wurde von offizieller Seite bisher nichts bekannt gegeben.

Iron Maiden: Live auf den Cannstatter Wasen, Stuttgart (09.07.22)

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Für viele Besucher hat die Anreise zum Konzert von Iron Maiden schon mit erheblichen Problemen begonnen. Nein, dieses mal waren es nicht die Autofahrer, welche die Straßen verstopften, sondern das Problem lag beim öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart. Wegen einer defekten Oberleitung kam der gesamte Schienenverkehr zum Erliegen. Die Bahnen fuhren erst wieder gegen 17:00 Uhr. Zahlreiche Metal-Fans haben zumindest die hörenswerten Vorgruppen Lord Of The Lost und Airbourne verpasst. Diese Bands heizten den bereits eingetroffenen Besuchern ordentlich ein.

Um 21:06 Uhr war es dann soweit: Steve Harris, Bruce Dickinson, Dave Murray, Adrian Smith, Nicko McBrain und Janick Gers betraten die Bühne und das Flaggschiff des British Heavy Metal setzte sich mit Macht in Bewegung. Der Opener ›Senjutsu‹ gefolgt von ›Stratego‹ und ›The Writing On The Wall‹, alles Titel von der neuen Platte, eröffnete das ca. 100 minütige Konzert. Weiter ging es mit einem Klassiker nach dem anderen. ›Revelations‹, ›Bloodbrothers‹, ›Sign Of the Cross‹, ›Fear Of The Dark‹ und ›The Trooper‹, um nur einige zu nennen, mit wechselnder Bühnenaction. Immer wieder tauchte Eddie auf, das chronisch übelgelaunte und gesundheitlich deutlich angeschlagene Band-Maskottchen von Iron Maiden. Bruce Dickinson wechselt bei jedem Song in das passende Outfit.

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Mal erscheint er als Vampir, als britischer Soldat in roter Uniform oder ganz in Schwarz mit venezianischer Maske. Er wirbelt über die Bühne mit Kreuz oder Laterne, unter Feuerfontänen und diversen Pyroeffekten. Mit seinen 64 Jahren ist er noch immer sehr gut bei Stimme, erreicht die ganz hohen Töne jedoch nicht mehr. Sei’s drum! So singt er ›Run To The Hills‹ ein bis zwei Oktaven tiefer, was aber nicht weiter störte, denn umso kräftiger sangen die Fans mit.

Zu ›Aces High‹, der letzte Zugabe dieses mitreißenden Konzerts, schwebt klassischerweise ein englisches Kampfflugzeug aus dem 2. Weltkrieg über die Bühne, angestrahlt von allem, was die Bühnenbeleuchtung hergibt. Pünktlich mit den Schlussakkorden setzte ein leichter Regen ein, der die 45.000 begeisterten Fans mit einer kleinen, feuchten Abkühlung vollkommen zufrieden auf den Heimweg schickt.

(Text und Fotos Frank Witzelmaier)

David Lee Roth: Neue Ballade ›Pointing At The Moon‹

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David Lee Roth meldet sich nach nur wenigen Monaten aus der Rente zurück und veröffentlicht die Ballade ›Pointing At The Moon‹. Ob wie zuletzt oft bei Lee-Roth-Solosongs John 5 am Songwriting beteiligt war, ist bisher nicht geklärt. Ob Diamond Dave vorhat, weitere Lieder zu veröffentlichen und die Rente doch noch etwas nach hinten schieben, ist bisher auch nicht bekannt.

Hole: PRETTY ON THE INSIDE

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Selbst gemessen an dem voller Überraschungen steckenden Jahr 1991 waren nicht viele Menschen bereit für den Hurricane namens Courtney, der erbarmungslos wütete und alles auf den Kopf stellte. Courtney Love, eine personifizierte Naturgewalt, trieb sich schon eine Weile in der West-Coast-Szene herum, hatte mit Kat Bjelland die Band Pagan Baby in Portland gegründet, später dann die Babes In Toyland. Die beiden akquirierten Schlagzeugerin Janis Tanaka und Bassistin Jennifer Finch, die später dann bei den ebenso prägenden L7 einstiegen. Nachdem sie es als Schauspielerin versucht und sich ihr Geld als Stripperin verdient hatte, zog
Love 1988 nach Los Angeles und suchte per Annonce nach einer Band. „Meine Einflüsse sind Big Black, Sonic Youth und Fleetwood Mac.“ Gitarrist Eric Erlandson, Bassistin Jill Emery und Drummerin Caroline Rue vervollständigten das Line-up, die genannten Einflüsse sind auf dem brutalen und einschneidenden Debüt deutlich spürbar. Loves Liebe zu Sonic Youth, der Truppe, die den Weg für so viele Alternative-Bands geebnet hatte, zahlte sich aus, als Kim Gordon zustimmte und PRETTY ON THE INSIDE zusammen mit Gumball-Frontmann Don Fleming co-produzierte. Sie enttäuschte die beiden nicht und entfesselte die Form von roher Energie, die Holes ruppigstes, punkigstes und textlich gesehen aggressivstes Album ausmachten und es dadurch wie Lichtjahre entfernt von dem kalifornischen Pop der späten Malibu-Ära klingen ließ.

Es war absolut kompromisslos. Love schreit sich die Seele aus dem Leib, ist angriffslustig und verletzlich zur selben Zeit. Ihre furchteinflößende, kaputte Stimme zimmerte sie sich mit Whiskey und Kettenrauchen
zusammen – nicht unbedingt gesund, aber es funktionierte – und war so besessen von den Songs, dass sie sich während des Singens die Klamotten vom Körper riss. „Courtney war großartig“, erzählt Fleming seitdem. „Sie war der leidenschaftlichste Mensch, den ich je getroffen habe. Sie wollte das beste Album aller Zeiten machen. Ich mag diese Haltung im Studio.“ Ihr Geheul wurde von Erlandsons gequälten, mahlenden Gitarren unterstützt – absichtlich hässlich und fast schon schmerzhaft beim Anhören. Diese Platte ist organisiertes Chaos par excellence, der perfekte Rahmen, um textlich die weibliche Sexualität in all ihrer unordentlichen, widersprüchlichen Pracht zu erkunden – voller Selbsthass, Trauma und dem gesellschaftlichen Druck, als Frau einfach nur „lieb“ zu sein. ›Teenage Whore‹, überraschenderweise ein kleinerer Hit im UK, zeichnet die Geschichte einer jungen Protagonistin nach, die mit ihrer Mutter kämpft, weil diese sie emotional nicht annehmen konnte. Es ist wunderbar schrecklich und brodelt durch eine toxische Kombination aus Selbsthass und Trotz, wobei unter all diesen Schichten voller Dreck auch Melodien heraushörbar sind. Love köderte ihre Gegner von Tag eins an – auf ›Sassy‹ hört man eine wütende Anrufbeantworter-Nachricht von Inger Lorre von den Nymphs, die sie über ihren fürchterlichen Ruf in Los Angeles informiert.

›Clouds‹ hingegen ist ein nicht mehr wiedererkennbares Cover von ›Both Sides Now‹, einem Song, der durch Joni Mitchells süß-melancholische Version bekannt gemacht und hier in eine Spirale aus Wut und Lärm verdreht wurde. Love selbst bezeichnet PRETTY ON THE INSIDE als „nicht anhörbar“ und meint: „So bin ich eben und ich ziehe auch nicht den Schwanz ein. Ich bezeichne mich selbst als Fo*ze“. Aber dieser abgefuckte Tagebuch- Stil, voller jugendlicher Zweifel und Ängste, machte nicht nur den Weg frei für das leichter rezipierbare LIVE THROUGH THIS, es beeinflusste auch Punks wie Brody Dalle von The Distillers. Bis heute ist es ein Werk voller umwerfender Kraft. Nicht, dass die Sängerin einen Scheißdreck darauf geben würde, was man davon hält.