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Alan Parsons: FROM THE NEW WORLD

Neue Studioscheibe des britischen Ausnahmekünstlers

Diesmal mussten Fans des englischen Musikers/Produzenten Alan Parsons also nicht wieder 15 Jahre warten, bis endlich ein neues Studioalbum vorliegt. Mit vier Platten (zwei Live, zwei Studio) innerhalb von nur drei Jahren befindet sich Parsons zurzeit in einer für ihn ungewohnten Veröffentlichungsflut. Hat die Kreativität des 73-Jährigen darunter gelitten? Mitnichten! Parsons Gespür für atmosphärischen Pop-Rock alter Güte, wie er vor allem in den 80ern Dauerrenner im Radio war, ist ungebrochen. Natürlich klingt auch FROM THE NEW WORLD eher wie aus einer alten Welt stammend, als die Wiesen noch grüner, der Himmel noch blauer und das Leben
noch leichter zu sein schienen. Aber vielleicht ist ein so einschmeichelndes Werk wie dieses in der gegenwärtigen Zeit besonders wichtig – und daher wiederum doch zeitgemäß –, denn in einer Ära konstanter
Unsicherheit ist das Alan Parsons Project ein will- kommener Anker alter Werte und Normen. Übrigens einer mit Querverweisen an die Beatles (u. a. ›The Secret‹ & ›Obstacles‹) und, an anderer Stelle, mit Blues-Superstar Joe Bonamassa als Gastgitarristen (›Give ́Em My Love‹ & ›I Won’t Be Led Astray‹). Es gab in der Tat schon Unangenehmeres als diese sanfte Scheibe.

7 von 10 Punkten

Alan Parsons
FROM THE NEW WORLD
FRONTIERS/SOULFOOD

Larkin Poe: Live beim Jazzopen Stuttgart

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Am 13. Juli spielten Larkin Poe zusammen mit Jamie Cullum beim Jazzopen in Stuttgart. Mit ihrem erdigen Roots-Rock verzauberten die Lovell-Schwestern an einem sonnigen Abend einmal mehr ihr Publikum. Unser Fotograf Frank Witzelmaier war vor Ort und hat die Show der beiden Talente festgehalten:

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Brian May: Ehrendoktorwürde von der University of Hull

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Brian May hat die Ehrendoktorwürde der Wissenschaften von der University of Hull verliehen bekommen. Der Doktor der Astrophysik und Queen-Gitarrist befindet sich gerade auf Tour und nahm die Ehrendoktorwürde deshalb via Videokonferenz entgegen.

In einer kleinen Rede meinte er unter anderem: „Als ich mich 1965 am Imperial College auf die Reise meiner wissenschaftlichen Karriere machte, war mir noch nicht klar, dass ein 40 Jahre andauerndes musikalisches Intervall die Vollendung meines Doktors in Astrophysik bis ins Jahr 2007 hinauszögern würde. Meine Leidenschaft für dieses Thema hat sich über all die Jahre nicht gelegt, genauso wenig wie der Wunsch, meine akademische Laufbahn zu vollenden. Ich hoffe also, diese Geschichte inspiriert euch wenigstens ein bisschen dazu, eure eigenen Reise zu verfolgen, mit euren ganz eigenen Stolpersteinen und trotzdem eure Ziele zu erreichen. Auch wenn man manchmal etwas geduldig sein muss – man kann das erreichen, was man sich vorgenommen hat.“

Tami Neilson: KINGMAKER

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Eigentlich ist Tami Neilsons neues Album, ihr erstes seit CHICKABOOM! von 2020, zweigeteilt – wobei eine
Seite die andere hält. Zunächst sind da Songs wie ›Baby, You’re A Gun‹, ›Careless Woman‹ und ›King Of Country Music‹, die hart daherkommen, in denen gerappt wird, die das haben, was man im Englischen „Swagger“ nennt. Männer, die feministische Einstellungen diskreditieren, die Frauen entweder als „lover“ oder „mother“ sehen, die sich selbst als Opfer der sogenannten Cancel Culture inszenieren – braucht kein Mensch. „Shhhh, Mama’s talkin’“, wie es im gleichnamigen Song heißt. Dagegen stehen schmalzige, sehnende, teils fast
unterwürfige Country-Rockabilly-Balladen wie ›Beyond The Stars‹ (mit Willie Nelson) oder ›I Can Forget‹. Dass diese mit Streichern verzierten, klassizistischen Lieder aber eben gar nicht unterwürfig, sondern selbstbestimmt wirken, liegt am Kontext, in dem sie stehen. Und sie verhindern im Gegenzug, dass das
Album komplett als Pamphlet daherkommt. Hin und wieder, wenn die kanadische Songschreiberin gegen
männliche Unterdrückung, gegen weibliche Stereotype ansingt, denkt man, dass die Realität mittlerweile doch
weiter ist. Andererseits müssen einmal gewonnene Errungenschaften ja immer wieder verteidigt werden,
wie der Streit um das Recht auf Abtreibung in den USA gerade zeigt.


7 von 10 Punkten

Tami Neilson
KINGMAKER
OUTSIDE MUSIC/H’ART

tami neilson kingmaker

Pantera: Zakk Wylde wohl bei Reunion an Bord

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Phil Anselmo und Rex Brown haben bekannt gegeben, dass die beiden sich wieder unter der Fahne Pantera zusammentun. Für den verstorbenen Gitarristen Dimebag Darrell und den verstorbenen Drummer Vinnie Paul sollen nun angeblich Zakk Wylde und Anthrax-Drummer Charlie Benante anheuern. Das gab eine bisher nicht benannte Quelle, die der Band sehr nahe stehen soll, gegenüber Billboard zu Protokoll.

Zakk Wylde war ein enger Freund des 2004 auf der Bühne erschossenen Pantera-Gitarristen und ist deswegen, laut vielen Musikerkollegen, eine naheliegende Wahl.

Live-Event: Rockin‘ 1000 spielen ›Paradise City‹

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Die Rockin‘ 1000 haben wieder zugeschlagen und ›Paradise City‹ gecovert. Im Stade De France in Paris spielten 1000 Musiker und Musikerinnen aus 25 Ländern zusammen den Hit von Guns N‘ Roses.

Alice Cooper: Kane Roberts als Ersatz für Nita Strauss

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Über Social Media gab Alice Cooper bekannt, seinen ehemaligen Gitarristen Kane Roberts zu reaktivieren und als Ersatz für Nita Strauss auf die Herbst- und Wintertournee mitzunehmen. Alice dazu schriftlich: „Er bringt noch ein paar mehr Muskeln bei der „Detroit Muscle“-Tour ins Spiel.“

Kane Roberts stieg erstmals 1985 bei Alice Cooper ein und blieb bis 1988. Auf den Alben CONSTRICTOR und RAISE YOUR FIST AND YELL hat er fast jeden Song mitgeschrieben. Kane Roberts wurde nicht nur für seine Fähigkeiten an der Gitarre und seine Signature-Maschinengewehr-Gitarre bekannt, sondern auch für seine gesangliche Flexibilität und seinen Hang zu Bodybuilding.

https://youtube.com/watch?v=d8tslSJRmV8

Mother Mersy: Kein Plan B

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Mother Mersy kommen aus Malmö, der schwedischen Stadt auf der von Kopenhagen aus gesehen anderen
Seite der Öresundbrücke. Sie sind jung, machen aber – und deshalb sind sie relevant für unser Magazin – Rock der alten Schule. Nachzuhören auf ihrem wunderbar lebendigen Debütalbum FROM ABOVE. „Ich war vier, als mein Vater mir im Fernsehen zum ersten Mal die Beatles zeigte“, erinnert sich Drummer und Co-Gründer Erik Gustavsson. „Ich weiß noch, wie begeistert ich von Ringo Starr war. Seitdem wollte ich so sein wie er. Ein Jahr später setzte Dad mich dann vor die Stereoanlage und sagte, dass er glaube, ich sei alt genug, die nächste musikalische Stufe zu erklimmen. Er legte Led Zeppelin auf und es war um mich geschehen. An diesem Tag sagte ich ihm, dass ich Musiker werden wolle. Da kaufte er mir mein erstes Kinderschlagzeug. Seitdem habe
ich nicht mehr zurückgeschaut.“

Sänger Emil Starbrant kann den entscheidenden Moment nicht so genau zurückverfolgen wie der Kollege. Aber er wurde ebenfalls musikalisch von den Eltern geprägt: „Meine Mama und mein Papa haben eine tolle Plattensammlung. Oder eher hatten“, lacht er. „Im Laufe der Zeit habe ich ihnen nämlich mindestens die Hälfte ihrer Vinyls geklaut. David Bowie, Free, Aerosmith, Joni Mitchell, ebenfalls Led Zeppelin und vor allem Queen hatten einen riesigen Einfluss auf mich. Ich nahm bereits als 8-Jähriger Gesangsunterricht und trat dem
Schulchor bei. Ich wollte Rocksänger werden – einen Plan B in Sachen Berufswahl hat es auch für mich nie gegeben.“ Noch in der Grundschule gründete Emil seine erste Band. Als er dann aufs Gymnasium kam, lernte er Erik kennen und überzeugte ihn einzusteigen. „Wenn man es genau nimmt, war das der Beginn von Mother Mersy“, grinst der Frontmann. „Wir haben zwar noch einige Jahre und unzählige Besetzungswechsel gebraucht, bis wir ansatzweise hörbares Zeug zustande brachten, aber wir hatten eine Menge Spaß.“

Vor fünf Jahren brachte die Gruppe dann eine erste 4-Track-EP in Eigenregie heraus, der noch ein paar Singles und schon über 100 Shows in Schweden und Dänemark folgten. So richtig ernst machten sie allerdings erst Anfang 2020. „Die Pandemie brach aus und wir konnten nicht mehr auftreten“, erinnert sich Erik. „Da dachten
wir uns, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, endlich ein Album in Angriff zu nehmen“, ergänzt Emil. Die Jungs möbelten ihre Songs im Proberaum noch einmal richtig auf, konnten den etablierten Soundkutscher Gustav Brunn (Mando Diao, Danko Jones) als Produzenten gewinnen und spielten sie größtenteils live im Studio ein. Die Energie, die auf FROM ABOVE freigesetzt wird, ist erstaunlich und die gute Laune extrem
ansteckend. Wer auf artverwandte Acts wie Rival Sons oder Greta Van Fleet steht, wird viel Spaß an
der Platte haben.