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Video der Woche: Deep Purple ›Perfect Strangers‹

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Heute jährt sich der Tod von Jon Lord zum zehnten Mal – wir sagen R.I.P. und widmen dem Tastenvirtuosen unser Video der Woche.

Dass es innerhalb von Deep Purple über die Jahrzehnte oft Spannungen gab, ist kein Geheimnis. Ritchie Blackmore verließ die Band schließlich im Frühjahr 1975 aufgrund musikalischer Streitigkeiten und gründete Rainbow – und beendete damals vorerst die Ära der erfolgreichen Mark II-Besetzung.

Glücklicherweise konnten die Musiker ihre Unstimmigkeiten über die Jahre beilegen und taten sich 1984 in der legendären Konstellation wieder zusammen. Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice nahmen zusammen PERFECT STRANGERS auf und schlossen damit an die alten Erfolge der 70er Jahre an.

Der Titeltrack ist übrigens Blackmores Lieblingssong von Deep Purple – obwohl er einer der wenigen Tracks der Band ohne Gitarrensolo ist. Das Video ist eine nostalgische Reise in die 80er Jahre mit gut gelaunten Musikern, die wieder Freude am gemeinsamen Spielen haben:

Nita Strauss: Steigt bei Demi Lovato ein

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Vor wenigen Tagen gab Nita Strauss bekannt, ihr Engagement bei Alice Cooper aufzugeben. Während der König des Schockrock nun Kane Roberts an der Gitarre reaktiviert hat, gab Nita Strauss bekannt, bei Popstar Demi Lovato einzusteigen. Einen ersten Auftritt der beiden gab es gestern schon in der Show „Jimmy Kimmel Live“ zu sehen.

Long Distance Calling: Neues Video zu ›Eraser‹

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Heute erscheint die brandneue Single ›Eraser‹ von Long Distance Calling. Der Song ist der Titeltrack zum gleichnamigen Album der deutschen Instrumental-Band, das am 26.08. erscheint.

Die Platte beschäftigt sich mit der Zerstörung der Natur durch den Menschen. Das über neunminütige neue Video zur Single ›Eraser‹ entstand in Kooperation mit der Naturschutz-Organisation Greenpeace.

…And You Will KnowUs By The Trail Of Dead: XI: BLEED HERE NOW

Künstliche Intelligenz

Trail Of Dead hatten nichts zu tun, ein Traum wird wahr. Nichts als Bücher lesen, mit dem Hund Gassi gehen, wandern in den Hügeln um Austin, zu Hause kochen und Dokumentationen gucken. Musikdokus, die das Gefühl weckten, sich wieder mit dem oft nostalgisch wahrgenommenen Goldenen Zeitalter der Rockmusik
zu verbinden. Damals, vor Autotune, vor Pro Tools, bevor Musik perfekt sein musste, um irgendwo Zugang zu erhalten. Eine vergangene analoge Ära, an die Trail Of Dead wieder anknüpfen wollten. Eine alte Scheune von Freunden in Texas brachte die Lösung, alles konnte, nichts musste. Zwei Schlagzeuge und drei Gitarren-Cabinets wurden permanent in Betrieb gehalten, nur der Platz an der Synthesizer-Wand mit der Leslie-Orgel war vergeben. Leicht haben es Trail Of Dead dem Zuhörer noch nie gemacht – nicht ihr Stil. Und so braucht es auch dieses Mal einige Durchläufe, bis man den zeitweise komplexen Strukturen folgen kann, um sie anschließend umso mehr zu lieben. Das Gros der 22 Tracks wird durch unzählige Interludes zusammen-gehalten, manche Songs driften sanft in lange Improvisationen ab (›Protest Streets‹, ›No Confidence‹), während andere als knallharte, minutenlange Memoranden (›Taken By The Hand‹) daherkommen. In ›Field Songs‹, ›Contra Mundum‹ oder ›Millennium Actress‹ demonstriert das Sextett nachhaltig, wie umwerfend sie herzschmelzende Melodien und elektrisierende Rhythmen (›Water Tower‹) kombinieren können. Moderne Musik muss nicht stumpfsinnig sein und sich einem Genre anpassen, um von Liebhabern geschätzt zu werden.

9 von 10 Punkten

…And You Will Know Us By The Trail Of Dead
XI: BLEED HERE NOW
INSIDE OUT/SONY

Alan Parsons: FROM THE NEW WORLD

Neue Studioscheibe des britischen Ausnahmekünstlers

Diesmal mussten Fans des englischen Musikers/Produzenten Alan Parsons also nicht wieder 15 Jahre warten, bis endlich ein neues Studioalbum vorliegt. Mit vier Platten (zwei Live, zwei Studio) innerhalb von nur drei Jahren befindet sich Parsons zurzeit in einer für ihn ungewohnten Veröffentlichungsflut. Hat die Kreativität des 73-Jährigen darunter gelitten? Mitnichten! Parsons Gespür für atmosphärischen Pop-Rock alter Güte, wie er vor allem in den 80ern Dauerrenner im Radio war, ist ungebrochen. Natürlich klingt auch FROM THE NEW WORLD eher wie aus einer alten Welt stammend, als die Wiesen noch grüner, der Himmel noch blauer und das Leben
noch leichter zu sein schienen. Aber vielleicht ist ein so einschmeichelndes Werk wie dieses in der gegenwärtigen Zeit besonders wichtig – und daher wiederum doch zeitgemäß –, denn in einer Ära konstanter
Unsicherheit ist das Alan Parsons Project ein will- kommener Anker alter Werte und Normen. Übrigens einer mit Querverweisen an die Beatles (u. a. ›The Secret‹ & ›Obstacles‹) und, an anderer Stelle, mit Blues-Superstar Joe Bonamassa als Gastgitarristen (›Give ́Em My Love‹ & ›I Won’t Be Led Astray‹). Es gab in der Tat schon Unangenehmeres als diese sanfte Scheibe.

7 von 10 Punkten

Alan Parsons
FROM THE NEW WORLD
FRONTIERS/SOULFOOD

Larkin Poe: Live beim Jazzopen Stuttgart

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Am 13. Juli spielten Larkin Poe zusammen mit Jamie Cullum beim Jazzopen in Stuttgart. Mit ihrem erdigen Roots-Rock verzauberten die Lovell-Schwestern an einem sonnigen Abend einmal mehr ihr Publikum. Unser Fotograf Frank Witzelmaier war vor Ort und hat die Show der beiden Talente festgehalten:

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Brian May: Ehrendoktorwürde von der University of Hull

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Brian May hat die Ehrendoktorwürde der Wissenschaften von der University of Hull verliehen bekommen. Der Doktor der Astrophysik und Queen-Gitarrist befindet sich gerade auf Tour und nahm die Ehrendoktorwürde deshalb via Videokonferenz entgegen.

In einer kleinen Rede meinte er unter anderem: „Als ich mich 1965 am Imperial College auf die Reise meiner wissenschaftlichen Karriere machte, war mir noch nicht klar, dass ein 40 Jahre andauerndes musikalisches Intervall die Vollendung meines Doktors in Astrophysik bis ins Jahr 2007 hinauszögern würde. Meine Leidenschaft für dieses Thema hat sich über all die Jahre nicht gelegt, genauso wenig wie der Wunsch, meine akademische Laufbahn zu vollenden. Ich hoffe also, diese Geschichte inspiriert euch wenigstens ein bisschen dazu, eure eigenen Reise zu verfolgen, mit euren ganz eigenen Stolpersteinen und trotzdem eure Ziele zu erreichen. Auch wenn man manchmal etwas geduldig sein muss – man kann das erreichen, was man sich vorgenommen hat.“

Tami Neilson: KINGMAKER

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Eigentlich ist Tami Neilsons neues Album, ihr erstes seit CHICKABOOM! von 2020, zweigeteilt – wobei eine
Seite die andere hält. Zunächst sind da Songs wie ›Baby, You’re A Gun‹, ›Careless Woman‹ und ›King Of Country Music‹, die hart daherkommen, in denen gerappt wird, die das haben, was man im Englischen „Swagger“ nennt. Männer, die feministische Einstellungen diskreditieren, die Frauen entweder als „lover“ oder „mother“ sehen, die sich selbst als Opfer der sogenannten Cancel Culture inszenieren – braucht kein Mensch. „Shhhh, Mama’s talkin’“, wie es im gleichnamigen Song heißt. Dagegen stehen schmalzige, sehnende, teils fast
unterwürfige Country-Rockabilly-Balladen wie ›Beyond The Stars‹ (mit Willie Nelson) oder ›I Can Forget‹. Dass diese mit Streichern verzierten, klassizistischen Lieder aber eben gar nicht unterwürfig, sondern selbstbestimmt wirken, liegt am Kontext, in dem sie stehen. Und sie verhindern im Gegenzug, dass das
Album komplett als Pamphlet daherkommt. Hin und wieder, wenn die kanadische Songschreiberin gegen
männliche Unterdrückung, gegen weibliche Stereotype ansingt, denkt man, dass die Realität mittlerweile doch
weiter ist. Andererseits müssen einmal gewonnene Errungenschaften ja immer wieder verteidigt werden,
wie der Streit um das Recht auf Abtreibung in den USA gerade zeigt.


7 von 10 Punkten

Tami Neilson
KINGMAKER
OUTSIDE MUSIC/H’ART

tami neilson kingmaker