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The Kinks: Dave Davies schockiert über KI-Kinks-Song

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Dave Davies hat vor kurzem einen KI-generierten Kinks-Song im Internet gefunden. Und war schockiert von dem Lied.

Vor wenigen Tagen ist Dave Davies von den Kinks im Netz auf den KI-generierten Song ›Hop Skip Jump!‹ gestoßen. Der Track wurde von einer Künstlichen Intelligenz auf Basis des Kinks-Katalog erschaffen. Initiiert wurde dieses Song-Projekt von einem Nutzer namens „Leeroy“. Dave Davies zeigte sich empört von der digitalen Wurstelei. Auf dem Nachrichtendienst „X“ schrieb er: „Was zum Teufel soll das sein??? Das Kinks-KI-Cover ist wie eine Horrorshow, es klingt fucking schrecklich!“

Daraufhin löschte der Nutzer, seines Zeichens ein großer Fan der Kinks, den Song und entschuldigte sich bei seinem Idol: „Tut mir leid, Dave; ich bin ein großer Fan, die Kinks sind meine Lieblingsband aller Zeiten. Ich wollte nicht unhöflich sein. Ich habe es heruntergenommen. Hoffentlich gefällt dir mein Cover von Living in a Thin Line‘ besser.“

Mr. Big: Das Beste zum Schluss

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1989, welch ein fantastisches Jahr für Heavy Rock! In Los Angeles gründen Bass-Monster Billy Sheehan und Gitarrenvirtuose Paul Gilbert die famose und schon kurz darauf höchst erfolgreiche Rockkapelle Mr. Big, die nun, rund 35 Jahre später, den Schlussstrich zieht. Zumindest ausgedehnte Tourneen wird es nach der aktuellen „The Big Finish“-Tour definitiv nicht mehr geben. Die Gründe erklärt Sänger Eric Martin, der sich aber zunächst über das neue Studioalbum TEN auslässt. (Text: Chris Grenzer)

Unter welchen Umständen und in welchem Zeitraum entstanden die Lieder für TEN?
Die ersten Gespräche hinsichtlich neuer Stücke fanden letztes Jahr im Januar statt. Davor waren wir alle ziemlich beschäftigt mit anderen Dingen, aber wir schuldeten unserer Plattenfirma noch ein Album. Davon abgesehen wollte ich sehr gerne wieder eine neue Platte aufnehmen, denn ganz ehrlich, mit dem Vorgänger DEFYING GRAVITY war ich nicht wirklich glücklich. Es gab damals viel Zeitdruck, was bei TEN überhaupt nicht der Fall war. Von September bis November flog ich mehrmals nach Portland zu Paul und bastelte mit ihm an den neuen Stücken. Es lief wie am Schnürchen, so gut wie schon lange nicht mehr. Er ist ein wahrer Meister der Motivation und wir hatten schon immer eine enge Verbindung. Aufgenommen haben wir die Platte dann im Dezember 2023.

Bei der Produktion von TEN fällt auf, dass sie knochentrocken, absolut direkt und sehr druckvoll geraten ist.
Ja, das hat in erster Linie unser Produzent Jay Ruston zu verantworten. Er bringt viel Erfahrung mit und hat auch schon für Steel Panther oder The Winery Dogs gearbeitet. Der Sound trägt seine Handschrift. Mir persönlich hat es großen Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten, und ich bin auch absolut zufrieden mit dem Endergebnis.

›Who We Are‹ klingt, als sei es von einer Session eures Debüts oder aus LEAN INTO IT-Zeiten. Das ist großartig, vor allem für eure älteren Fans. Schließt sich nun beim Songwriting der Kreis auf natürliche Weise oder steckt etwas Kalkül dahinter?
Das war absolut keine Absicht, aber ja, ›Who We Are‹ könnte wirklich auf der ersten Mr. Big sein. Der Song geht in Richtung ›Anything For You‹ oder ›Big Love‹, klingt aber deutlich erwachsener, auch was den Text angeht. Es geht um Beziehung, aber im positiven Sinn. Ja, doch, ›Who We Are‹ geht schon sehr in die Tiefe, muss ich sagen.

Allerdings klingt nicht alles auf TEN wie früher, sondern ihr habt mit ›Good Luck Trying‹ etwa auch einen traditionellen Blues-Track par excellence auf dem Album. Kommen da sehr frühe musikalische Einflüsse ans Tageslicht?
Auf jeden Fall, auch von Pauls Seite. Alles, was ich singe, ist mehr oder weniger bluesy. Dazu muss ich etwas ausholen. Als Kind lebte ich einige Jahre in Heidelberg, danach in Italien, denn mein Vater diente in der Armee. Damals hörte ich zum Beispiel die Stones im Radio. Später dann, in Amerika − ich war 16 oder 17 − hörte ich viel Led Zeppelin und Bad Company und dachte plötzlich, es muss doch noch viel mehr andere Musik gegeben haben. Und da lernte ich dann erst Free oder Humble Pie kennen. Paul Rodgers ist halt einfach mein Held, er hat mich sehr stark beeinflusst.

Es ist sehr bedauerlich, aber die Entscheidung, das lange Kapitel Mr. Big nun zu beenden, ist wohl gefallen. Welches sind die Beweggründe, und wird man nach der Tour und der Platte wirklich gar nichts mehr von euch sehen und hören?
Da sprichst du mit dem Richtigen, was Wünsche und Hoffnungen angeht. Ich bin sehr froh über die Entscheidung, keine langen Tourneen mehr durchstehen zu müssen. Es ist mittwerweile echt hart geworden. Das heißt nicht, dass ich mir zukünftig nicht den einen oder anderen Festivalauftritt vorstellen kann. Ganz ehrlich, ich möchte Mr. Big noch nicht komplett ad acta legen. Wobei ich da auch nur für mich persönlich spreche. Jeder von uns hat eigene Gründe und Sichtweisen. Ich hoffe auch nicht, dass TEN unser letztes Album ist, aber wenn du zum Beispiel Billy fragst, spricht er immer von unserem finalen Studiowerk.

Selbstverständlich ist die jetzige Abschiedstour eine äußerst emotionale Geschichte. Was spürst du tief im Inneren während der Konzerte und was kommt von Seiten der Fans bei dir an?
Ich beobachte das Publikum genau. Am Anfang ist es wie bei einem Blind Date, da wird erstmal alles abgecheckt und die Leute machen viel mehr Bilder und Videos als bei früheren Tourneen. Tränen sind auch schon geflossen, das ist klar. Was mir unter die Haut geht, sind manche Lieder von LEAN INTO IT, die wir noch nie live gespielt haben, da wir ja das komplette Album zum Besten geben. ›My Kinda Woman‹ zum Beispiel, das fühlt sich schon fantastisch an.

Woran möchtest du nach Mr. Big am liebsten musikalisch anknüpfen?
Die Zusammenarbeit mit Paul war schon immer so einzigartig, dass ich mir mein nächstes Solowerk mit ihm als Produzent wirklich gut vorstellen kann. Ja, das würde ich mir danach wünschen.

Axel Rudi Pell: KI, Orientalisches und andere neue Ideen

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Ein neues Jahr, ein neues Album von Axel Rudi Pell“, ist man versucht zu sagen. Doch der Bochumer Hardrock-Gitarrenvirtuose präsentiert mit RISEN SYMBOL alles andere als eine Routinearbeit – auch wenn er und seine Band wie gewohnt erstklassig abliefern. Wir sprachen mit dem angesichts der anstehenden Veröffentlichung und der darauf folgenden Tournee im Oktober freudig erregten Musiker über die Entstehung der Disc.

Gratulation zu einem weiteren gelungenen Werk. Weißt du eigentlich, das wievielte es ist? Zählst du mit?
Es ist das 22. Studioalbum. (lacht triumphierend) Das weiß ich aber nur, weil ich vor ein paar Wochen den Pressetext abgenickt habe.

Worin siehst du die größten Unterschiede oder Entwicklungen im Vergleich zum Vorgänger LOST XXIII von 2022?
Vor 20 Jahren oder so habe ich mal irgendwo gelesen: „Kennt man ein ARP-Album, kennt man alle.“ Das hat mich ein wenig gewurmt. Spätestens seitdem versuche ich, bewusst mit jeder Platte etwas anderes zu machen – auch weil es für mich als Künstler immer eine schöne Herausforderung ist. Vor allem jetzt, wo ich schon so viel gemacht habe – da ist die Gefahr, sich zu wiederholen, natürlich da. Diesmal habe ich versucht, mich ein wenig von der klassischen Songstruktur zu lösen. In der Regel läuft das ja so ab: Gitarrenriff, Strophe, Bridge, Refrain, zweite Strophe, Bridge, Refrain, bevor das Solo kommt und es dann bis zum Ende wieder von vorn losgeht. Das habe ich ein wenig aufgebrochen. Zudem habe ich – nicht nur in Bezug auf Schlagzeug und Bass, sondern auch von der Gitarre her – drei, vier, manchmal sogar fünf verschiedene Rhythmen in einem Stück verwendet. Wenn die dann dennoch miteinander harmonieren, ist das sehr interessant. So etwas haben wir bisher noch nicht ausprobiert. Ich hatte großen Spaß daran, die Stücke zu schreiben und zum Funktionieren zu bringen.

Wie entstehen denn ARP-Lieder in der Regel: Du schreibst alles allein, oder?
Ja, im Prinzip schon. Heutzutage hat man ja immer sein Smartphone dabei und kann jederzeit Ideen aufnehmen. Wobei ich unterwegs oder auch zu Hause nie komplette Songs schreibe. Es geht immer nur um einzelne Einfälle für Riffs, Akkorde, Rhythmen oder Melodien, die ich festhalte und erst einmal abspeichere. Das eigentliche Komponieren läuft dann so ab, dass ich in meinem Studio all die Einfälle und Versatzstücke der letzten ein, zwei Jahre durchhöre und schaue, was zusammenpassen könnte. Idee Nummer 17 könnte in Verbindung mit Idee Nummer 365 passen und so weiter. Dann baue ich um diese Teile eine Songstruktur und nehme ein erstes Demo auf. Also Gitarre, Bass, Keyboards und meist auch schon eine Gesangsmelodie. Wenn es sich dabei so anfühlt, als würde etwas fehlen, nehme ich spontan meine Gitarre und schreibe noch einen Part oder zwei.

Deine Gruppe kommt also erst dann dazu, wenn der Track schon komplett steht?
Ja, ich komponiere alle Parts bis auf das Schlagzeug. Das kann ich selbst nicht spielen und ich mag einfach keine Drumcomputer. Das Demo nehme ich zu einem Click-Track auf und lasse dann Bobby (Rondinelli, ehemals bei Rainbow, Black Sabbath u. a.; Anm. d. Aut.) machen, was er ohnehin besser kann als alle anderen. Die restlichen Jungs haben natürlich auch die Freiheit, an ihren Parts zu feilen, aber im Grunde ist alles bereits vorhanden, wenn wir mit den Aufnahmen beginnen.

Wie lange brauchst du, um ein Album wie das neue RISEN SYMBOL zu schreiben?
Die Ideen sammle ich über längere Zeit. Ich habe auch jetzt schon wieder neues Zeug für kommende Platten auf dem Handy drauf. Das zu fertigen Liedern zusammenzubauen, hat diesmal ziemlich genau sechs Wochen gedauert – von Mitte September bis Ende Oktober 2023. Danach geht es dann an die Aufnahmen selbst, im Anschluss wird produziert, gemastert und so weiter. Das ist schon ein ziemlicher Aufwand alles. Es macht mir aber weiterhin großen Spaß, auch weil ich, wie eingangs erklärt, immer wieder neue Dinge ausprobiere.

Apropos neue Dinge: Du hast erstmals auch das Cover-Artwork selbst angefertigt.
Ja, das war ebenfalls ganz schön zeitraubend. Ich will eigentlich niemandem seinen Job wegnehmen, aber die enormen Fortschritte der Künstlichen Intelligenz im Bereich der visuellen Ausdrucksformen haben mich echt inspiriert. Ich hatte eine def initive Vorstellung davon, wie das Cover aussehen sollte, und fing an, mit KI-Programmen zu experimentieren. Ein langer Lernprozess, der gefühlt ewig gedauert hat. Nach dem geschätzt 195. Versuch hatte ich dann aber exakt das Bild, das ich mir in Gedanken vorgestellt hatte. Ziemlich sicher hätte es kein Mensch mit konventionellen Mitteln hinbekommen, meine Idee so perfekt umzusetzen. Es war wirklich nicht einfach, aber das Allerschwierigste an der ganzen Sache war, danach meinem Stammkünstler mitzuteilen, dass er diesmal nicht gebraucht wird. Zum Glück hat er es aber sportlich genommen. Und wer weiß: Bei der nächsten Platte werde ich ja vielleicht wieder auf ihn zurückgreifen.

Was willst du mit dem Motiv denn ausdrücken?
Dass wir uns als Menschheit in einer extrem kritischen Phase befinden. Die Erde brennt sozusagen. Auch im übertragenden Sinn mit all den Kriegen und Unruhen, aber eben auch physisch. Der Planet wird immer heißer, denn das Klima kippt merklich um. Im Zentrum des Bildes hätte auch ein glühender Eiffelturm, der Reichstag, das Weiße Haus oder irgendein anderes bekanntes Gebäude stehen können. Die Pyramide habe ich gewählt, weil sie zu den nordafrikanischen Elementen passt, die in einigen der Songs vorhanden sind. Stimmt. Das ist eine weitere Neuerung gegenüber den Vorgängern.

Was hat dich denn dazu inspiriert, diese für einen Act wie ARP doch eher ungewöhnliche Klang- und Stilfarbe zu integrieren?
Wir haben ein Cover des Led-Zeppelin-Klassikers ›Immigrant Song‹ aufgenommen. Unsere Interpretation ist komplett anders – noch heavier und ganz neu strukturiert. Als ich daran ging, habe ich mir vorab die unterschiedlichen Versionen angehört, die die Band selbst im Lauf der Jahre aufgenommen hat – das Original von ihrem 1970er-Album LED ZEPPELIN III, aber auch andere. Dabei bin ich dann auf eine Version eines weiteren Zep-Klassikers, nämlich ›Kashmir‹, gestoßen, die Plant und Page in den 1990ern für MTV mit marokkanischen und ägyptischen Musikern eingespielt haben. Die hat mich dazu inspiriert, ein wenig orientalisches Flair in einige Lieder einzubauen. Speziell ›Ankhaia‹, das so etwas wie das Herzstück der Platte ist, wäre da zu nennen.

Video der Woche: Van Morrison live mit ›Caravan‹

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Van Morrison wird heute 79 Jahre alt. Wir gratulieren mit dem Video der Woche.

Happy Birthday, Van Morrison. Der am 31. August 1945 in Belfast geborene Künstler wird heute 79 Jahre alt. Zu diesem Anlass blicken wir zurück in das Jahr 1973, auf eine wundervolle Performance von ›Caravan‹, die dann 1974 auf dem Livealbum IT’S TOO LATE TO STOP NOW erschien. Erstmals veröffentlicht wurde der Song im Jahr 1970 auf Morrisons Album MOONDANCE.

Bis heute gilt IT’S TOO LATE TO STOP NOW als eine großartige Liveplatte. Musikjournalist Robert Christgau vom „Creem Magazine“ schrieb damals beispielsweise: „Songs, die sich schlecht anfühlten oder einfach nur lahm waren, haben hier mehr Kraft und Spannung als in ihren Studio-Versionen.“

Aerosmith: Laut Tom Hamilton bisher keine neue Musik in Planung

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In einem jüngsten Interview mit AARP sprach Bassist Tom Hamilton über das Live-Ende von Aerosmith und mögliche Zukunftspläne der Band aus Boston.

In einem Interview mit AARP wurde Aerosmith-Bassist zu möglichen Zukunftsplänen der Band befragt. Hamilton sollte auf einer Skala von 1-10 einordnen, wie groß seine Hoffnung sei, dass Aerosmith trotz Tour-Abstinenz wieder etwas starten würden. Seine Antwort: „Auf der Hoffnungsskala liege ich irgendwo zwischen 7 und 9. Wir werden von nun an keine Touren mehr machen, aber ich werde immer die Hoffnung haben, dass sich andere Gelegenheiten ergeben werden. Es ist nicht das erste Mal, dass schwarze Wolken an unserem Horizont aufziehen – und irgendwie hat es die Sonne geschafft, herauszukommen. Zeit und Hoffnung sind alles, was wir im Moment haben.“

Ob Steven Tyler wieder singen wird oder wie Aerosmith ohne Touren aussehen könnte, davon hat Hamilton noch keine genaue Vorstellung, zeigt sich aber zuversichtlich: „Steven hat eine Art, Herausforderungen wie diese zu meistern. Er hat es schon einmal geschafft. Man kann nie wissen. Wir werden nicht mehr auf Tournee gehen, aber es gibt viele andere Möglichkeiten, Aerosmith zu sein und zu spielen.“

Auf die Frage nach neuer Musik, also dem Nachfolger zum letzten Aerosmith-Album MUSIC FROM ANOTHER DIMENSION! aus dem Jahr 2012, erklärte Hamilton kurz angebunden: „Bislang war noch nicht die Rede von einem neuen Aerosmith-Album.“

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Freitag ist Plattentag. Heute stehen neue Alben in den Regalen, u.a. von Nick Cave & The Bad Seeds, Albert Castiglia, Laurie Anderson, Bonsai Kitten und mehr!

NICK CAVE & THE BAD SEEDS: WILD GOD

„Fiebrig und apokalyptisch zu seinen Anfängen, geprägt von einer tiefen Melancholie ab den frühen 2000ern, die sich auf den letzten beiden Platten in eine wehmütige Tristesse verwandelt hat. Eine spirituelle Verortung, die er auf seinem neuen Album auf eine andere, für Bad-Seeds-Parameter fast verstörende Weise kanalisiert: Lebensfreude und Zuversicht.“

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BONSAI KITTEN: LET IT BURN

„LET IT BURN hat Kraft und Klasse – und eins hätten wir fast vergessen: Cool sind Bonsai Kitten natürlich auch noch.“

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ALBERT CASTIGLIA: RIGHTEOUS SOUL

„Die Platte bietet ein breit gefächertes Menü aus gut bis überschwänglich gut gelaunten Bluesrock-Stücken. Die Meute hatte Spaß, das hört man.“

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LAURI ANDERSON: AMELIA

„Nachdem Laurie Anderson kürzlich mit einem Grammy für ihr Lebenswerk geehrt wurde, widmet sich die 77-jährige Allroundkünstlerin und Witwe von Lou Reed auf ihrem neuen Album nun einer weiteren bewundernswerten Frau: der amerikanischen Luftfahrtpionierin Amelia Earhart, die Ende der 1930er-Jahre auf ihrem Flug um die Welt verscholl.“

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PALAYE ROYALE: DEATH OR GLORY

„Glamrock, Garagen-Sound, ein wenig Punk und ganz viel Power- Pop – im Stil von Palaye Royale ist all das drin und passt wunderbar homogen zusammen.“

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Palaye Royale: DEATH OR GLORY

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Zeitlos altmodischer Pop-Rock. Ein Widerspruch? Nicht bei dieser Band

Glamrock, Garagen-Sound, ein wenig Punk und ganz viel Power- Pop – im Stil von Palaye Royale ist all das drin und passt wunderbar homogen zusammen. Stücke wie ›Just My Type‹ machen einfach Laune – auch weil die Musik der Brüder Remington Leith, Sebastian Danzig und Emerson Barrett so herrlich zeitlos ist. Klar, der Sound der Jungs ist ein wenig „retro“. Ihn auf die 60s, 70s oder 80s festzunageln, fällt aber nicht nur schwer, sondern ist unmöglich. Denn da sind auch noch jede Menge moderne Elemente drin. Das verträumte und doch kraftvolle ›For You‹ könnte aus jeder der letzten sechs Dekaden stammen und hätte dabei nie aus der Zeit gefallen gewirkt. Genauso wenig wie heute. ›Dark Side Of The Silver Spoon‹ wiederum kombiniert Mott-The-Hoople-Feeling mit The-Kinks-Einflüssen sowie einem Sprenkel Westcoast-Rock und kommt trotzdem komplett „heutig“ daher. Toll. Aber wie machen die Burschen das? Am besten selber reinhören und Palaye Royale erforschen. Sie sind es wert!

7 von 10 Punkten

Palaye Royale
DEATH OR GLORY
VIRGIN/UNIVERSAL

Lauri Anderson: AMELIA

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Amelias letzter Flug

Sie ist eine der letzten großen Geschichtenerzählerinnen – ob mit ihren Kunstperformances, ihren Multimedia-Installationen, ihren Filmen und natürlich mit ihrer Musik. Nachdem Laurie Anderson kürzlich mit einem Grammy für ihr Lebenswerk geehrt wurde, widmet sich die 77-jährige Allroundkünstlerin und Witwe von Lou Reed auf ihrem neuen Album nun einer weiteren bewundernswerten Frau: der amerikanischen Luftfahrtpionierin Amelia Earhart, die Ende der 1930er-Jahre auf ihrem Flug um die Welt verscholl. Anhand alter Tagebucheintragungen, archivierter Telegramme und ihrer eigenen Imagination zeichnet Anderson den beschwerlichen Weg der frühen Feministin in 22 aufregenden Kapiteln zwischen Spoken-Word-Parts (›To Circle The World‹, ›Broken Chronometers‹) und atmosphärischen Kopfkino-Scores (›Takeoff‹, ›Crossing The Equator‹) nach. Unterstützt wird sie von hochkarätigen Gästen aus Klassik und Jazz wie dem tschechischen Orchester Filharmonie Brno, dem Avantgarde-Gitarristen Marc Ribot oder Drum-Ikone Kenny Wollesen. Wer Lou Reeds Adaption von Edgar Allan Poes „The Raven“ mochte, wird AMELIA lieben.

8 von 10 Punkten

Laurie Anderson
AMELIA
NONESUCH/WARNER