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Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine

Titelstory: Scorpions

Diese Herren muss man nicht groß vorstellen: Mit über hundert Millionen verkauften Platten, mehr als 5.000 Konzerten und fast 60 Jahren Band-Historie sind die Scorpions eine der großen Konstanten der Rockmusik. Im Mai erscheint mit COLOURS OF ROCK der erste Schub einer umfassenden Retrospektive auf Vinyl. Im CLASSIC ROCK-Titelinterview verraten Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs, wie das damals in den 60er-Jahren in Hannover alles angefangen hat, was es heißt, den Durchbruch in Amerika zu schaffen, und welche Ziele noch bleiben.

Die aktuelle Ausgabe von CLASSIC ROCK jetzt hier versandkostenfrei online bestellen!

Metallica: Männer für alle Jahreszeiten

In ihren 40 Jahren wurden Metallica von einer Kult-Metalband zu kommerziellen Schwergewichten und einem der größten Acts des Planeten. Doch auch jetzt, wo das neue Album 72 SEASONS in den Startlöchern steht, um weltweit die Charts zu stürmen, sind sie immer noch wütend, immer noch unsicher.

Def Leppard: Über ihr neues Album DRASTIC SYMPHONIES

Def Leppard veröffentlichen DRASTIC SYMPHONIES, für das sie einige ihrer Klassiker mit dem
Royal Philharmonic Orchestra neu aufgenommen haben. Sie luden uns in die Abbey Road Studios
ein, um zu erleben, wie das Album Gestalt annahm.

by Ross Halfin

Jethro Tull: Zauberflöte

RÖKFLÖTE, das zweite neue Album von Jethro Tull in zwei Jahren, befasst sich mit Ragnarök, der nordischen Interpretation der Apokalypse. Also unterhielten wir uns mit Ian Anderson natürlich über das Ende der Welt.

Jethro Tull Press 2021

Kansas: Tage der Wiederauferstehung

Nach einer Karriere voller beachtlicher Erfolge – und diverser Line-up-Wechsel und Streitigkeiten – waren Kansas Mitte der 80er fast am Ende. Doch sie nahmen ihren bekanntesten Songtitel beim Wort, rafften sich wieder auf und machten weiter …

Außerdem im Heft: David Crosby, Gary Rossington von Lynyrd Skynyrd, Queensrÿche, Megadeth, L.A. Guns, Axel Rudi Pell, Joe Satriani, King’s X.

Die aktuelle Ausgabe von CLASSIC ROCK jetzt versandkostenfrei online bestellen.

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von High South, Formosa, Andreas Kümmert, Texas Hippie Coalition und mehr!


Metallica: Kirk Hammett verteidigt sein Solo in ›Lux Æterna‹

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Seit Metallica ihr neues Album 72 SEASONS, das am 14. April nun endlich erscheint, mit der ersten Single-Auskopplung ›Lux Æterna‹ angekündigt haben, musste Kirk Hammett viel Kritik für das darin enthaltene Gitarrensolo einstecken.

Zahlreiche Gitarristen posteten Versionen mit eigenen, „verbesserten“ Ideen, die technisch versierter und schwieriger zu spielen sind. Dazu äußerte sich Kirk Hammett nun kürzlich gegenüber „Total Guitar Magazine“ gelassen und relativ gleichgültig.

„Ja, meine Freunde aus der Nachbarschaft könnten verdammt noch eins wahrscheinlich ein besseres Solo spielen als in ›Lux Æterna‹, aber was bringt das? Für mich ist es wichtig, Song-dienlich und im Moment zu spielen. […] Klar könnte ich mir sechs oder sieben mehr-oktavige Arpeggios zusammenschustern, mich jeden Tag hinsetzen, üben und dann sagen: ‚Ui schaut mal, was ich spielen kann!‘. Aber was soll ich damit? So etwas funktioniert in einem Metallica-Song nun mal nicht. […] Das klingt doch wie eine Fingerübung. Ich möchte keine Finger- oder Aufwärmübungen in einem Lied hören!“

Metallica – das Sonderheft: Ab 13. April überall im Handel erhältlich und jetzt online versandkostenfrei bestellbar!

Joe Perry: Neue Single ›Fortunate One‹

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Joe Perry, Gitarrist von Aerosmith, hat eine neue Single mit dem Titel ›Fortunate One‹ veröffentlicht. Der Song stammt von seinem kommenden Album SWEETZERLAND MANIFESTO MK II, einer überarbeiteten Version seiner 2018er Platte SWEETZERLAND MANIFESTO.

Den Leadgesang von ›Fortunate One‹ hat niemand geringeres als Chris Robinson von den Black Crowes übernommen. Perry über die Single: „Ich freue mich darauf, diesen Song zu veröffentlichen. Als die erste Version von SWEETZERLAND MANIFESTO veröffentlicht wurde, war der Song noch gar nicht geschrieben. (Mein Sohn) Tony und ich haben ihn zusammen geschrieben, dann sang mein alter Kumpel Chris von den Black Crowes dazu. Er haute richtig einen raus. Wir fingen in L.A. an, nahmen in London auf, Chris sang dazu und Bang! Besser wird es nicht mehr. Ich bin richtig stolz!“

Auf der neuen Albumversion wird es sechs neue Tracks zu hören geben, außerdem Gastauftritte von Robin Zander (Cheap Trick), Gary Cherone (Extreme), David Johansen (New York Dolls), Robert DeLeo (Stone Temple Pilots) und Terry Reid.

Greta Van Fleet: Neues Album STARCATCHER

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Am 21. Juli erscheint das neue Greta-Van-Fleet-Album STARCATCHER. Thematisch soll die Platte Auf die Dualität zwischen Fantasie und Realität und den Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit ergründen. Als ersten Vorgeschmack hat die junge Nachwuchsband bereits eine Single namens ›Meeting The Master‹ mit sphärischem Grundtenor veröffentlicht. Der Song erinnert an esoterisch anmutende Klangwelten, wie man sie beispielsweise von Robert Plants Soloalbum FATE OF NATIONS in Tracks wie ›Colors Of The Shade‹ oder ›Come Into My Life‹ kennt.

Thunderflix: Neuer Streamingdienst für Rock- und Metalfans

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Kürzlich ist der neue Streaming-Service Thunderflix an den Start gegangen. Die Plattform funktioniert wie Netflix, mit dem Unterschied, dass alle Inhalte im Rock- und Metalbereich angesiedelt. Der Dienst hält Konzertmitschnitte, Filme und Dokumentationen bereit und kostet 6,66$ im Monat. Thunderflix kann aktuell überall, außer in Russland, genutzt werden.

„Thunderflix ist dein offizieller, lizenzierter Streaming-Service für Heavy-Metal-Konzerte, Dokumentationen und Filme“, erklärt Samuel Douek, Gründer von Thunderflix. „Stellt euch Netflix vor, aber gefüllt mit Inhalten aus dem Metal-Bereich!“ Künftig sollen neben offizielen Inhalten von Rock- und Metalbands auch Eigenproduktionen von Thunderflix bereitgestellt werden.

Ghost: Neue EP PHANTOMIME

Am 18. Mai erscheint eine neue Ghost-EP mit dem Titel PHANTOMIME. Darauf covert die schwedische Band um Mastermind Tobias Forge Nummern von Iron Maiden, The Stranglers oder Tina Turner. Einen ersten Vorgeschmack lieferten die theatralischen Okkult-Rocker bereits vor zwei Tagen, thematisch passend am Ostersonntag, mit dem gelungenen Cover von Genesis‘ ›Jesus He Knows Me‹. Das Video mit sexuellen und religionskritischen Inhalten ist mit Altersbeschränkung und kann bei Youtube angesehen werden.

Die Tracklist von PHANTOMIME:

01. See No Evil (Television)
02. Jesus He Knows Me (Genesis)
03. Hanging Around (The Stranglers)
04. Phantom of the Opera (Iron Maiden)
05. We Don’t Need Another Hero (Thunderdome) (Tina Turner)

The Arcs: Musikverrückte unter sich

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So klingt es, wenn sich ausgemachte Musikverrückte ohne kommerzielle Hintergedanken ungeniert und ungezwungen in ihrer Liebe für Vintage-Soul, Old-School-Garagenrock und Space-Age-Pop verlieren: Auf dem neuen Album ELECTROPHONIC CHRONIC taucht das von Dan Auerbach ins Leben gerufene amerikanische All-Star-Ensemble The Arcs ab in eine Welt zwischen plüschiger Psychedelia und rabiatem, R&B-infiziertem Rock. Und ehrt gleichzeitig das Andenken seines schillernden Mitstreiters Richard Swift.

Als Black-Keys-Drummer Patrick Carney 2015 nach einer Schulterverletzung eine Auszeit brauchte, war für seinen Bandkollegen Dan Auerbach schnell klar, dass Herumsitzen und Warten keine Option für ihn ist. Also trommelte er mit Leon Michels, den er von gemeinsamen Produktionen für Lana Del Rey und Dr. John kannte, der Daptone-Rhythmusgruppe Homer Steinweiss und Nick Movshon sowie dem nicht zuletzt für seine Zusammenarbeit mit Damien Jurado berühmten Tausendsassa Richard Swift ein paar alte Freunde und Seelenverwandte zusammen, um gemeinsam und betont kollaborativ auf klangliche Entdeckungsreise zu gehen. In Windeseile spielte man das allenthalben hochgelobte The-Arcs-Debüt YOURS, DREAMILY ein. „An einem Projekt zu arbeiten, das nicht die gleichen Anforderungen hat wie die Black Keys, gibt dir eine gewisse Freiheit“, erklärt Auerbach im CLASSIC-ROCK-Interview. „Es ging ausschließlich darum, unsere gemeinsame Zeit im Studio zu genießen und kreativ zu sein, nur um der Kreativität willen.“ Schon bald spukte deshalb auch die Idee für eine weitere The-Arcs-LP in den Köpfen herum. Die zeitintensive Beschäftigung mit den Brotjobs der Musiker ließ jedoch zunächst nur sporadische Sessions zu, bevor 2018 dann der plötzliche Tod von Swift im Alter von nur 41 Jahren das Projekt zum Stillstand brachte. „Richard war ehrlich – und offen“, sagt Auerbach über seinen verstorbenen Freund. „Er war witzig und ohne Ende kreativ. Er war der Kitt, der The Arcs zusammengehalten hat. Allein durch seine Anwesenheit sorgte er dafür, dass sich jeder in der Band plötzlich viel selbstbewusster fühlte.“

Eine Weile schien die Vollendung des Nachfolgers von YOURS, DREAMILY undenkbar, bis sich Auerbach und Michels während der Pandemie wieder mit den bereits existierenden Aufnahmen beschäftigten. „Zwei Jahre nach Richards Tod begannen Leon und ich, uns alte Arcs-Songs hin und her zu senden“, verrät Auerbach. „Kurz darauf beschlossen wir, ins Studio zu gehen und das zu Ende zu führen, was wir begonnen hatten. Die Arbeit hat uns definitiv geholfen, den Verlust unseres Bruders Swift zu verarbeiten. Das war unsere Art, uns von ihm zu verabschieden.“ Inhaltlich dreht sich auf ELECTROPHONIC CHRONIC viel um Verlust und Bedauern, ohne dass die Texte explizit vom verstorbenen Mitstreiter handeln, denn der Löwenanteil der Lieder entstand bereits zu dessen Lebzeiten. „Es ist schwer zu sagen, wonach wir inhaltlich gesucht haben, aber die Texte haben nach Swifts Tod eine neue Bedeutung bekommen“, erzählt Auerbach. „Bei dieser Musik und vielen Texten ging es um Spontaneität und Improvisation, denn so haben The Arcs funktioniert.“ Dabei ist sich Auerbach bewusst, was für ein Luxus es ist, sich seinem künstlerischen Schaffen so freigeistig und selbstbestimmt widmen zu können. „Ich schätze mich sehr glücklich, genau das tun zu können, wonach mir der Sinn steht“, sagt er abschließend. „In den Black Keys zu sein, erlaubt mir diese Freiheit – und genau das war für mich schon immer das oberste Ziel.“

Laura Cox: Nicht unterzukriegen

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Seit ihrem ersten Videoauftritt auf YouTube im Jahr 2008 hat sich Laura Cox zu einem echten Social-Media-Star entwickelt. Glaubt man den „offiziellen“ Zahlen, so verzeichnete die Künstlerin allein in den ersten zehn Jahren ihrer Karriere mehr als 60 Millionen Internet-Aufrufe, mit 250.000 Abonnenten und 150.000 Likes auf ihrer Facebook-Seite. Diese Erfolge setzen mittlerweile jedoch auch eine regel-mäßige Bühnenpräsenz voraus, will die Musikerin nicht – siehe Titel ihres neuen Albums! – sang- und klanglos untergehen.

Laura, der Titel HEAD ABOVE WATER weist offenbar auf die Entstehungsgeschichte der Scheibe hin, oder?
Ja, das stimmt. Nach dem Ende meiner letzten Tour brauchte ich dringend eine Pause, um Kraft zu tanken und neue Ideen zu entwickeln. Deshalb fuhr ich zum Durchschnaufen und Surfen an die portugiesische Atlantikküste. Ich nahm auch eine Gitarre und ein kleines Aufnahmegerät mit und sammelte dort bereits erste Songideen. Als während des Lockdowns halb Frankreich unter Quarantäne gestellt wurde und mein Geburtstag unmittelbar bevorstand, den ich auf keinen Fall eingeschlossen und allein in meiner Wohnung in Paris verbringen wollte, bin ich erneut nach Portugal gefahren und habe dort die letzten Stücke für die neue Platte geschrieben. Insofern hat der Albumtitel für mich eine doppelte Bedeutung, einerseits als Surferin mit Affinität zu Wasser und Wellen, andererseits als Musikerin, die sich nicht unterkriegen lässt.

Was auf deiner ersten großen Tournee vermutlich nicht ganz einfach war.
Ich habe meine Lektion gelernt und verstanden, dass man sich als Gitarristin und Leadsängerin auf Tournee anders verhalten muss, als es die üblichen Rock’n’Roll-Klischees besagen. Wenn man zehn Tage am Stück das volle Programm singen und spielen will, kann man nicht jeden Abend Party machen.

Sondern?
Nach Konzertende brav mit Wärmflasche und Kamillentee ins Bett gehen! Man kommt von der Bühne, ist durchgeschwitzt und möchte am Merchandise-Stand den Fans Autogramme geben. Doch dort ist es kalt und zugig, und viele Leute husten. So etwas kann nicht ohne gesundheitliche Folgen bleiben. Ich musste mein Verhalten also an das einer alten Oma anpassen.

Man könnte auch sagen: an das einer professionellen Musikerin!
Vermutlich ist es beides, professionell, aber auch ein wenig langweilig.

Langweilig ist dein neues Album dagegen in keiner Weise. HEAD ABOVE WATER dokumentiert sogar eine erstaunliche Entwicklung als Songschreiberin. Ist dies allein auf dein fortschreitendes Alter zurückzuführen?
Nein, nicht nur. Der größte Unterschied zu meinen bisherigen beiden Platten war mein Entschluss, mir in mein Songwriting nicht mehr reinreden zu lassen. Früher wurden alle meine Idee von meinen Mitmusikern in die Mangel genommen, sodass vom Ursprung nur wenig übrigblieb. Diesmal habe ich alles allein geschrieben und mich nicht beirren lassen. Allerdings höre ich mittlerweile auch nicht mehr die gleichen Lieder wie noch vor zehn Jahren. Damals schwebten AC/DC, Guns N’ Roses, Mark Knopfler und Lynyrd Skynyrd über allem. Jetzt sind auch frischere Produktionen von Tyler Bryant & The Shakedown, Blackberry Smoke, den Blues Pills oder Joe Bonamassa hinzugekommen. Um ehrlich zu sein: Ich habe mich an den alten Klassikern ziemlich sattgehört.

Es fällt auf, dass du fast ausnahmslos amerikanische Vorbilder hast. Was ist mit der britischen Rock- und Bluesrock-Szene?
Mir gefällt der amerikanische Ansatz, diese Mischung aus Rock, Southern Rock, Bluegrass und Soul. Diese Mixtur unterschiedlicher Stile liegt mir einfach näher als die Musik der meisten UK-Gruppen.

Von deinen amerikanischen Vorbildern hast du ab 2008 ja auch eine Reihe von Tracks gecovert und sie auf YouTube veröffentlicht. Der Beginn deiner ungewöhnlichen Karriere.
Ich hatte bis dahin vielen YouTubern zuge- schaut und fand, dass es auf der Plattform zu wenig Mädchen gibt, die Gitarre spielen.

Ein anderes Instrument kam für dich daher also nicht infrage?
Nein. Die Gitarre ist das Instrument der Rockmusik. Ganz am Anfang spielte ich vornehmlich Akustikgitarre und sang dazu. Doch mir ging schnell auf, dass ich eigentlich in einer Gruppe sein möchte. 2002 sah ich im Kino den Disney-Film „Freaky Friday“ mit Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan, die in einer Rockband spielt. Damals war YouTube erst seit Kurzem am Markt und bei Weitem noch nicht so bedeutend wie heute. Ich hatte also ziemlich viel Glück, rechtzeitig am Start
zu sein, und bekam deutlich mehr Klicks und Zuschauer als jemals erhofft.

Zuschauer, die dann bei deinen ersten Konzerten allerdings hohe Erwartungen hatten.
Für mich war das nicht einfach, denn ich war es noch nicht gewohnt, in einer Band zu sein und auf andere Musiker hören zu müssen. Mit echten Menschen zusammenzuspielen, ist nun einmal eine völlig andere Dimension, als nur mit Backing-Tracks zu arbeiten. Aber ich habe unglaublich viel daraus gelernt. Die meisten Gitarristen spielen zwei oder drei Jahre und stehen dann bereits auf der Bühne. Bei mir fand das alles erst sehr viel später statt. Natürlich war ich total nervös und auch ziemlich gestresst, da mich so viele Zuschauer schon von YouTube kannten. Zudem konnte ich nicht einschätzen, welche Erwartungen sie an mich hatten.

Wie groß war der Druck auf deinen Schultern?
Riesengroß! Mir ging durch den Kopf: Ich habe Millionen von Views auf meinen YouTube-Seiten. Was ist nun, wenn die Leute von mir enttäuscht sind? Es ist natürlich eine komplett andere Situation, als in seinem Zimmer zu sitzen, ein Solo zu lernen und dann vor der Kamera zu performen. Aber mit jeder weiteren Show wurde ich entspannter und konnte es genießen, in einer Band zu sein und mit den Zuschauern zu kommunizieren.

Allerdings nicht mehr barfuß, wie zu Beginn deiner Bühnenkarriere!
Das musste ich mir leider wieder abgewöhnen. Vor fünf Jahren habe ich es noch gemacht, doch dann erzählten mir immer wieder Leute, wie gefährlich es ist, weil man einen Strom- schlag bekommen kann. Also habe ich mir meine Schuhe wieder angezogen.