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Out now: Die doppelte Ladung CLASSIC ROCK

Jetzt am Kiosk: die doppelte Ladung CLASSIC ROCK. Einmal mit der regulären Ausgabe, CLASSIC ROCK #119, mit großer Scorpions-Titelstory und einmal mit unserem Sonderheft, das auf 148 Seiten die ganze Geschichte von Metallica beleuchtet!

Jetzt beide Hefte hier versandkostenfrei online bestellen.

CLASSIC ROCK #119:

Mit Titelstory über die Scorpions: Diese Herren muss man nicht groß vorstellen: Mit über hundert Millionen verkauften Platten, mehr als 5.000 Konzerten und fast 60 Jahren Band-Historie sind die Scorpions eine der großen Konstanten der Rockmusik. Im Mai erscheint mit COLOURS OF ROCK der erste Schub einer umfassenden Retrospektive auf Vinyl. Im CLASSIC ROCK-Titelinterview verraten Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs, wie das damals in den 60er-Jahren in Hannover alles angefangen hat, was es heißt, den Durchbruch in Amerika zu schaffen, und welche Ziele noch bleiben.

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CLASSIC ROCK präsentiert: Metallica – das Sonderheft!

Am 14. April erscheint mit 72 SEASONS das elfte Studioalbum dieser außergewöhnlichen Band. Grund genug, ihre beeindruckende Karriere mit zahlreichen Höhen und Tiefen ausführlich zu beleuchten. Auf 148 Seiten blickt CLASSIC ROCK detailliert auf die letzten 40 Jahre zurück, reist von den Anfängen der ehrgeizigen Jungmusiker bis zu ihren aktuellen Erfolgen. Alle Schaffensperioden werden betrachtet. Zeitzeugen und Wegbegleiter kommen ebenso zu Wort wie alle aktuellen und ehemaligen Bandmitglieder. Dabei sprechen sie schonungslos über Ängste, Zwänge, Dämonen, kreative und persönliche Krisen und interne Konflikte. Zusätzlich gibt es einen ausführli- chen Nachruf auf den Ausnahmebassisten Cliff Burton, die Entstehungsgeschichte des Thrash Metal, bombastische Tourstories und alles Wissenswerte zur neuen Platte 72 SEASONS.

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Leider abgesagt: Stewart Copeland live

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Leider müssen die beiden im Juli anstehenden Deutschland-Shows von Police-Drummer Stewart Copeland aus privaten Gründen abgesagt werden. Tickets werden in den Vorverkaufsstellen- in denen Sie gekauft wurden – erstattet.

20.07.2023          Bremen, Seebühne

22.07.2023          Frankfurt, Jahrhunderthalle

Neil Young & The Santa Monica Flyers: SOMEWHERE UNDER THE RAINBOW

Zwei Bootleg-Klassiker – jetzt offiziell erhältlich

Mit seiner „Official Bootleg Series“ tritt Neil Young in Konkurrenz zu Bob Dylan, nach dem Motto: „Mal sehen, wer mehr aus dem Keller zu holen hat!“ Neu zu haben sind nun zwei legendäre Live-Mitschnitte. SOMEWHERE UNDER THE RAINBOW dokumentiert eine Show, die Young im November 1973 im Londoner Rainbow mit Ben Keith, Nils Lofgren, Billy Talbot und Ralph Molina aka The Santa Monica Flyers spielte. Die Aufnahme kursiert in Fankreisen seit Jahren als inoffizielles Bootleg, nun erscheint sie mit Youngs Segen. Wie sich die Truppe mit größtmöglicher individueller Freiheit durch Standards wie ›Tonight’s The Night‹, ›Helpless‹ oder ›Cowgirl In The Sand‹ spielt, ist toll, doch der Sound ist schrottig, was die Aufnahme nur für echte Komplettisten interessant macht. Deutlich besser klingt HIGH FLYIN‘, eine nun ebenfalls offiziell erhältliche Sammlung aus Live- und Sessiontracks der Ducks. Neben Young waren Bob Mosley von Moby Grape, Jeff Blackburn und Johnny Craviotto Teil dieser Band, die sich im Sommer 1977 spontan für Shows rund um Santa Cruz verabredete und dabei Songs der Mitglieder, Coverversionen oder gemeinsam entwickelte Stücke wie das grandiose Westcoast-Surf-Instrumental ›Windward Passage‹ spielte.

SOMEWHERE UNDER THE RAINBOW: 4 von 10 Punkten

HIGH FLYIN‘: 8 von 10 Punkten

Mike Tramp: SONGS OF WHITE LION

Klassiker von White Lion – neu aufgenommen

Über den Sinn oder Unsinn von Veröffentlichung wie SONGS OF WHITE LION zu philosophieren, ist ungefähr so, wie Eulen nach Athen zu tragen. Im Fall von Mike Tramp ist diese LP nach REMEMBERING WHITE LION (1999) bereits die zweite Scheibe dieser Art. Da aktuell in den sozialen Medien beziehungsweise auf News-Seiten viel über Gerüchte zu einer etwaigen Reunion der White-Lion-Originalbesetzung (die Tramp übrigens dementiert und Vito Bratta erwartungsgemäß mit Schweigen quittiert) diskutiert wird, ist es aus geschäftlicher Sicht aber durchaus logisch, ein Produkt wie dieses auf den Markt zu bringen. Gesanglich liefern Mike am Mikro und seine fünfköpfige Studiogruppe an ihren Instrumenten eine mehr als ordentliche Performance ab. Bis auf das etwas träge Arrangement von ›Cry For Freedom‹ oder die melancholische Darbietung von ›Broken Heart‹ liegen die Interpretationen – natürlich ohne die Finesse der fehlenden Bratta-Soli – sehr nahe an den Originalen.

6 von 10 Punkten


Mike Tramp
SONGS OF WHITE LION
FRONTIERS/SOULFOOD

Andreas Kümmert: WORKING CLASS HERO

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Hochkarätiger Bluesrock. Oder rockiger Blues?

Drei Jahre nach dem gelungenen HARLEKIN DREAMS kommt uns der Sänger/Gitarrist mit dem noch überzeugenderen Nachfolger. Mit den 13 Tracks darauf setzt der Unterfranke die Messlatte für das, was für Genre-Künstler in diesem Lande möglich ist, locker ein, zwei Stufen höher. Das, äh, radiotaugliche ›Leave The Radio On‹, der schöne Slow- Blues ›I Don’t Know‹, der knackige Rocker ›In My Bones‹ oder der knarzige Stampfer ›Poor Boy Boogie‹ sind durch die Bank ohrwurmverdächtig und erreichen spielend den Standard hochklassiger US-Produktionen. ›Hard Times‹ und die emotionale Ballade ›Spaceship‹ sind zudem mit clever integrierten Americana-Elementen gewürzt und passen dennoch wunderbar zum Rest des Materials. Obendrein gibt es erstmals auf einem Kümmert-Album endlich seine Interpretation von ›Rocket Man‹ zu hören. Mit der soulig-bluesigen Coverversion des Elton-John- Klassikers ging seine Karriere 2013 so richtig los – als er sie in der Blind Audition zur dritten Staffel von „The Voice Of Germany“ sang.

7 von 10 Punkten

Andreas Kümmert/WORKING CLASS HERO/DRAKKAR/SOULFOOD

Graham Nash: NOW

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Engagiertes, liebevolles Spätwerk der CSN(Y)-Ikone

Graham Nash ist 81, erst im Januar ist sein früherer Freund und CSN(Y)-Bandkollege David Crosby gestorben – es ist also keine Banalität, wenn er im ersten Song seines ersten Albums mit neuen Liedern seit sieben Jahren singt: „Here I am, still living my life, right now.“ Die sägenden Gitarren unterstreichen den Trotz – den Umständen, dem Leben gegenüber –, der in den Lyrics drinsteckt. Der direkt folgende, fidele Folkrock von ›A Better Life‹ („Let’s make a better life, leave it for the kids“) holt einen dann ganz sanft rein in dieses zwar stellenweise kämpferische, aber insgesamt doch optimistische, teils richtiggehend heimelige Spätwerk. Wenn Nash im stampfenden Rocker ›Stand Up‹ davon singt, für die eigenen Überzeugungen einzustehen, klingt er zwar fast so angriffslustig wie Neil Young. Doch der Countryrock-Schieber ›Feels Like Home‹ erzählt um so gemütlicher vom Heimkommen zu den Liebsten („You’re everything I ever wanted, the answer to a prayer“). ›Buddy’s Back‹, eine Hommage an Buddy Holly mitsamt Surf-Gitarren-Rock’n’Roll, ist gleichzeitig ein Blick zurück auf die eigenen Anfänge („We started a band just to have some fun, and we created a sound as we sang as one“). Es endet mit einer Liebeserklärung, in Form einer zarten Klavierballade: „I know what I need to do, when it comes to you.“

8 von 10 Punkten

Graham Nash
NOW
BMG/WARNER

Metallica: 72 SEASONS

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In aller Härte vorgetragen, profund therapeutisch

Müsste man in nur zwei Worten zusammenfassen, was für einen Eindruck 72 SEASONS beim ersten Hören (und es gab vor Albumveröffentlichung tatsächlich nur einen Hördurchgang, in unserem Fall im Büro der Plattenfirma in London) hinterlassen hat, dann wäre das gar nicht mal so besonders schwierig. Keine Ballade! Wirklich, keine einzige. Nicht einmal ansatzweise oder in Gestalt einer Halbballade, die zum Beispiel sanft anfängt und dann brachial endet (oder umgekehrt). Nein, 72 SEASONS bedeutet: zwölf harte, schnelle Songs, mächtig ausgewalzt auf erneut knapp achtzig Minuten Spielzeit. Es ist ohne jeden Zweifel und ohne Abstriche ein Heavy-Metal-Album. Es kommt ohne Schnickschnack und Verblüffendes aus, allerdings heißt das auch: Wer sich Überraschungen erhofft oder erwartet, für die oder für den gibt es auf 72 SEASONS diesbezüglich kaum Befriedigung. Vom Gesamtklangbild her knüpft die erneut von Greg Fidelman produzierte Platte an die Vorgänger HARDWIRED … TO SELF-DESTRUCT (2016) und DEATH MAGNETIC (2008) an.

Auffälligster Unterschied speziell zum letzten Album: Kirk Hammett, der bei HARDWIRED sein Handy mit allen Songideen verbaselt hatte, bekommt nun wieder deutlich mehr Spielzeit, einige seiner Gitarrenriffs sind echte Kirk-Oberklasse. Man nehme nur seinen Beitrag zu ›If Darkness Had A Son‹, der stärksten der drei vorab veröffentlichten Singles – einer der unbestrittenen Albumhöhepunkte überhaupt. Auch Lars hat natürlich seine großen Momente. Auf ›You Must Burn!‹ trommelt er, als hinge sein Leben davon ab, auch ›Crown Of Barbed Wire‹ knallt hochenergetisch und mit aller Dynamik. Erfreulich bissig und räudig klingt auch ›Too Far Gone?‹, während ›Chasing Light‹ bei aller bereits angesprochenen Balladenlosigkeit einem introspektiven Stück am nächsten kommt. Vor allem hier berichtet James Hetfield von seinen problematischen bis traumatischen Kindheits- und Jugenderfahrungen, die der Platte ja gewissermaßen als konzeptionelles Gerüst dienen („72 Seasons“ sind die jeweils vier Jahreszeiten der ersten achtzehn Lebensjahre).

8 von 10 Punkten

Metallica
72 SEASONS
UNIVERSAL

Metallica – das Sonderheft: jetzt überall im Handel erhältlich oder hier versandkostenfrei online bestellbar.

Am 14. April erscheint mit 72 SEASONS nun das elfte Studioalbum dieser außergewöhnlichen Band. Grund genug, ihre beeindruckende Karriere mit zahlreichen Höhen und Tiefen ausführlich zu beleuchten. Auf 148 Seiten blickt CLASSIC ROCK detailliert auf die letzten 40 Jahre zurück, reist von den Anfängen der ehrgeizigen Jungmusiker bis zu ihren aktuellen Erfolgen. Alle Schaffensperioden werden betrachtet. Zeitzeugen und Wegbegleiter kommen ebenso zu Wort wie alle aktuellen und ehemaligen Bandmitglieder. Dabei sprechen sie schonungslos über Ängste, Zwänge, Dämonen, kreative und persönliche Krisen und interne Konflikte. Zusätzlich gibt es einen ausführlichen Nachruf auf den Ausnahmebassisten Cliff Burton, die Entstehungsgeschichte des Thrash Metal, bombastische Tourstories und alles Wissenswerte zur neuen Platte 72 SEASONS

Mit exklusiven Interviews mit Lars Ulrich, Kirk Hammett und Rob Trujillo!

IRON MAIDEN: IRON MAIDEN Track by Track

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In der Form, in der wir Iron Maiden heute kennen, sind sie sechs höchst erfolgreiche Rockstars, die mit einem üppigen Backkatalog bewaffnet in einem Flugzeug um die Welt reisen, das nicht selten von ihrem Frontmann gesteuert wird, und mit einer rivalisierenden US-Band namens Metallica um den Titel des größten Heavy-Metal-Acts des Planeten kämpfen. Vor gut 40 Jahren war das noch anders. Als Steve Harris und der Rest von Maiden im Januar 1980 in die Kingsway Studios in London gingen, um ihr Debütalbum aufzunehmen, war er 23. Zu Beginn dieser neuen Dekade bestand ihre Diskografie aus einer einzigen EP, den selbstfinanzierten SOUNDHOUSE TAPES, und ein Song davon, ›Wrathchild‹, sollte bald auf dem Sampler METAL FOR MUTHAS erscheinen

›PROWLER‹
Steve Harris’ Verachtung für den Punk ist bestens bekannt, doch die rohe Energie des Genres ist auf dem Debüt allseits präsent. Es beginnt mit einem fiesen Stakkato-Riff, und der Opener ›Prowler‹ ist eine effektive Einleitung für das, was folgt. Die DIY-Produktion des Albums gilt generell als Schwachpunkt, doch sie unter-
streicht, dass die Band hier etwas anders operierte als all die anderen. Die einminütige Instrumentalpassage ab 1:24 ist wirklich außergewöhnlich und gibt einen ersten Hinweis auf die Liebe zum Prog, die Harris später gestehen sollte. Und egal, was man davon halten mag: Dem Text, der einen Stalker zu feiern scheint – „Well, you see me crawling through the bushes with it open wide … Can’t you believe your eyes? It’s a beauty, girl“ –, kann man immerhin nicht vorwerfen, die gängigen Metal- Klischees wiederzukäuen.

›REMEMBER TOMORROW‹
Paul Di’Anno steuerte nicht nur großartigen Gesang bei, er war in den Anfangstagen auch ein wichtiger Songwriting-Partner für Steve Harris. Die beiden schrieben ›Remember Tomorrow‹ zusammen, das belegt, wie unkonventionell Maiden dachten. Der Sänger croont die erste Strophe und die Zeile „I shall return from out of the fiiii-rrr-eee!“ geht in ein absolut monströses Riff über. „Okay“, denkt man sich beim Zuhören, „der leise Teil war nur ein Intro“, doch dann lamentiert Di’Anno plötzlich friedvoll „tears for remembrance, and tears for joy“, gefolgt von der willkommenen Rückkehr jenes Riffs. Wenn das Tempo dann wieder anzieht, um in die Stratosphäre zu schießen, bevor die Nummer für ihr feuerzeugwedelndes Finale wieder sanft zur Erde gleitet, bleibt man endgültig mit offener Kinnlade zurück.

›RUNNING FREE‹
Diese Harris/Di’Anno-Co-Komposition ist, wie der Sänger festhält, „ein Rebellions-Song, ein ‚Fick dich, ich werde nicht tun, was du mir sagst’“. Befeuert von Clive Burrs ungewöhnlichem Drumbeat, war die Nummer eine Hymne auf die jugendliche Revolte, die beim Zielpublikum ins Schwarze traf: ein 16-Jähriger „ohne Geld und ohne Glück“.

›PHANTOM OF THE OPERA‹
Der erste von vielen Songs im Repertoire der Band, bei denen Autor Steve Harris von historischen und/oder literarischen Figuren inspiriert wurde. Mit mehr als sieben Minuten ist dies das große Epos auf dem Debüt. Die Hommage an den Roman von Gaston Leroux aus dem Jahr 1910 beginnt mit einem unheimlichen, flinken Gitarrenmotiv, bevor sie mächtig Fahrt aufnimmt, während Di’Anno sich in die Rolle des Wesens wirft, das so lange „versteckt hinter dieser falschen Maske“ gelebt hatte. Der Song mag sich ein bisschen wie Stückwerk anfühlen, doch die Struktur mit verschiedenen Tempi geht darauf zurück, dass Harris die Passagen separat schrieb, bevor er alles zu einem grandiosen Patchwork-Ganzen zusammensetzte.

›TRANSYLVANIA‹
Iron Maiden haben nur eine Handvoll Songs ohne Gesang veröffentlicht, und ›Transylvania‹ war nicht als einer davon geplant. Harris gestand später, dass als sie die Nummer spielten, sie „so gut als Instrumental klang, dass wir uns nie die Mühe machten, einen Text dazu zu schreiben“. Die Musiker haben folglich allen Raum, um zu glänzen, und das Duell zwischen den Gitarren von Dave Murray und Dennis Stratton ist wahrlich beeindruckend, während Clive Burr seine Trommeln mit einem so kraftvollen wie unverwechselbaren Schlag bearbeitet.

›STRANGE WORLD‹
Ein Schlaflied auf IRON MAIDEN? Na ja, der Begriff mag es nicht ganz treffen, aber die leicht bedrohliche Lieblichkeit von ›Strange World‹ steht im krassen Kontrast zum Rest ihres dampfhämmernden Debütwerks. „Living here you’ll never grow old“, verspricht Di’Anno in einer Stimme, die Vögel von den Bäumen locken könnte, während die Gitarren erneut in ihren einzigartigen, harmonisierenden Stimmen singen. Dieser sanfte Moment ist wirklich ergreifend schön.

›CHARLOTTE THE HARLOT‹
Vom Erhabenen zum Lächerlichen. Autoren-Credits von Dave Murray sind auf Maiden-Alben äußerst rar, aber meistens sind sie das Warten wert. Dieses Stück basiert offenbar auf einer wahren Geschichte über eine Prostituierte im Londoner East End. Doch sie diente nicht nur spätpubertärem Vergnügen, sondern beinhaltete auch die Beobachtung, dass Charlotte so viele Männer auf ihr Zimmer mitgenommen hatte, dass sie keine Reue mehr spürte: „You’ve got no feelings, they died long ago“. Die Geschichte sollte dann auf späteren Alben wieder aufgegriffen werden.

›IRON MAIDEN‹
Das Stück, das traditionell jedes Maiden-Konzert abschließt, beendet auch ihr erstes komplettes Album.
Harris hat seither viele weitaus bessere Songs geschrieben, doch die Zeilen „Wherever you are, Iron Maiden’s gonna get you/No matter how far“, mehr als Drohung denn als Versprechen dargeboten, haben sich als prophetisch erwiesen.