0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 146

Flashback: Willkommen beim „California Jam“

0

Am 6. April 1974 fand der legendäre „California Jam“ statt, ein Festival auf dem Ontario Motor Speed­way bei Los Angeles, das mit einem hochkarätigen Line-up (u.a. Deep Purple, Emerson, Lake & Palmer, Black Sabbath, Rare Earth, die Eagles und mehr) 250.000 Menschen anzog. Und die bekamen für ihre zehn Dollar Eintritt eine wahnwitzige Darbietung, in der Ritchie Blackmores Gitarrenspiel schlichtweg perfekt war, gekrönt von einer Zerstörungs­orgie auf der Bühne.

https://youtube.com/watch?v=URnQzst6Y1U

Die Band trat hier in einer neuen Inkarnation auf, dem sogenannten Mark-III-Line-up mit Frontmann David Coverdale und Bassist/Sänger Glenn Hughes anstelle von Ian Gillan respektive Roger Glover. BURN, das erste Album in dieser Aufstellung, war erst zwei Monate zu­­vor erschienen, und dieses neue Material dominierte die Setlist bei dieser Show.

Eine elektrisierende Version des Titelstücks eröffnete den Auftritt. Blackmore peitschte mit typischer Nonchalance durch die Riffs, Ian Paice trommelte mit beeindruckender Kraft, Jon Lord lieferte die Killer-Keyboards, während Coverdale und Hughes sich bei den Lead-Vocals abwechselten. Es war eine mächtige Chemie, ein Groove, der den neuen Songs innewohnte, vom kraftvollen Blues auf ›Mistreated‹ über Mark-II-Standards wie ›Smoke On The Water‹ bis zu einer Kombination aus beiden mit einer brillant improvisierten Version von ›You Fool No One‹.

Was ebenfalls auffiel, war das völlig unterschiedliche Auf­treten der beiden Neuzugänge. Coverdale, da­­mals spindeldürr, war noch bescheiden. Hughes dagegen, extravagant in einem weißen Satin-Anzug ohne Hemd, war völlig zugekokst – verraten durch das deutlich hörbare Nasehochziehen ins Mikro bei seiner Einleitung zu ›Mistreated‹. Doch egal, wie großspurig Hughes auch gewirkt haben mag: Dies war Blackmores Band und seine Show. Die Power in ›Mis­treated‹, die delikaten De­­tails in ›Space Truckin‘ – bei ihm sah alles so leicht aus. Im Finale dann wurde er seinem unberechenbaren Ruf gerecht, als er Gitarren zertrümmerte, dabei die Linse einer der Kameras demolierte und seine Ver­stärker sprengte.

Gov’t Mule: Neues Album PEACE… LIKE A RIVER

0

Am 16. Juni erscheint PEACE… LIKE A RIVER, das neue Album von Gov’t Mule. Der Nachfolger zu HEAVY LOAD BLUES von 2021 ist die 13. Studioplatte der Southern Rocker um Warren Haynes.

Selbiger zum neuen Werk: „PEACE… LIKE A RIVER ist von der Arrangement-Perspektive her sehr ambitioniert – viele Songs nehmen Umwege, die in der heutigen Pop-Musik-Welt nicht unbedingt gängig sind. Gleichzeitig ist das auch eine Platte, die sich um den Song dreht und stilistisch viele Bereiche abdeckt.“

Eine erste Single mit dem Titel ›Dreaming Out Loud‹:

Titelstory: Nirvana – Das letzte Jahr der Grunge-Legende

0

NirvanaDas letzte Jahr der Grunge-Pioniere Nirvana ist gezeichnet von der körperlichen und seelischen Leidensgeschichte ihres Frontmanns Kurt Cobain, der an seinem Ruhm und der Welt als Ganzer zerbricht. Eine Schrotflinte beendet schließlich am 5. April 1994 nicht nur das Leben eines genialen Musikers, sondern auch die Existenz einer Band, die mit ihrem dritten Album IN UTERO gerade erst ein außergewöhnliches künstlerisches Zeichen gesetzt hatte.

Im Jahr 1993 sind Nirvana die größte Rockband Amerikas. Sie sprechen einer desillusionierten „Slacker“-Generation aus dem Herzen, die sich als Gegenentwurf zu einer von der konservativen Reagan-Ära gezeichneten Gesellschaft versteht. Sie sind die geistigen Anführer einer entfremdeten und frustrierten Jugend. Sie sind vom Underground kometenhaft in den Mainstream emporgestiegen. Sie haben den Grunge hoffähig gemacht, dessen Mix aus Punk und Metal Anfang der 90er als die Vitaminspritze bzw. der Tritt in die Weichteile fungiert, die die Rockmusik so dringend benötigt. Sie haben mit NEVERMIND zwei Jahre zuvor die Spitzenposition der US-Billboard-Charts erklommen und damit keinen Geringeren als Michael Jackson vom Thron gestoßen. Und vor der Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums IN UTERO hält die Musikwelt förmlich den Atem an: Haben Kurt Cobain, Krist Novoselic und Dave Grohl nun ihre Seelen an den MTV-Mainstream verkauft? Oder haben sie ihren ursprünglichen Punk-Geist bewahrt?

Die Antwort erscheint am 13. September 1993 und ist eindeutig: Nirvana bleiben Nirvana, indem sie sich nicht darum scheren, welches Album sie – im Sinne bestmöglicher Eigenvermarktung – hätten machen sollen. Im Gegenteil: Nirvana wollen jene „Mode-Hörer“ loswerden, die sie mit NEVERMIND und vor allem ihrem unerwarteten Smash-Hit ›Smells Like Teen Spirit‹ gewonnen haben. „Das ist eine der positivsten Sachen beim neuen Album“, sagt Cobain damals. „Ich weiß, dass wir diese ganzen Randmillionen nicht mehr haben werden, die die Musik nicht genießen, sondern unsere Band nur aus einem einzigen Grund hören: Um dazu zu ficken.“

Und er weiß, dass das neue Album nicht annähernd so viele Einheiten verkaufen wird wie der Vorgänger. IN UTERO ist ein geplanter kommerzieller Rückschritt der Grunge-Ikonen wider Willen. Der künstlerische Ausdruck einer Band, die sich mit dem, was sie im popkulturellen Zeitgeist geworden ist, nicht wohl fühlt. Ein Album, das die Spreu vom Weizen trennen soll. Und es ist die Spreu, die Nirvana behalten wollen.

„Er hatte ein großes Problem damit, im Rampenlicht zu stehen, und gleichzeitig rannte er so schnell er konnte darauf zu“ (Cobain-Biograf Charles Cross)

Auch wenn die verbliebenen beiden Nirvana-Mitglieder Novoselic und Grohl über 20 Jahre nach NEVERMIND ihren Frieden mit diesem Album finden werden, zeigt die Veröffentlichung von IN UTERO, dass der Vorgänger, der mit etwa 30 Millionen verkauften Einheiten zu einem der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte avanciert ist, wie ein ungeliebtes Kind für Cobain und Co. war, das sie am liebsten ins Waisenheim gesteckt hätten. Weil es sie daran erinnerte, dass sie zur Gallionsfigur eines Systems geworden waren, gegen das sie sich eigentlich hatten auflehnen wollen. „Wir waren soziale Außenseiter und wurden plötzlich zu dieser riesigen Band“, erinnert sich Novoselic. Klar, dass sich das Schuldgefühl, die eigenen Werte verraten zu haben, auf dieses Album projizierte, das Cobain im Nachhinein als zu glatt und eindimensional bezeichnet. Er, der lebenslange Außenseiter, der nie wirklich in die Gesellschaft gepasst hat – ein internationaler Rockstar? DER internationale Rockstar?! Zu dessen Fans nun plötzlich jene zählten, von denen er sich von jeher abzusetzen versucht hat?

Im letzten Jahr der Jahrhundert-Band Nirvana wird klar: Der Mainstream-Erfolg von NEVERMIND hat die drei Musiker und vor allem den labilen Cobain nicht beflügelt, sondern irritiert. „Das alles war erschreckend und hat mir Angst gemacht“, sagt der manisch-depressive Sänger ein Dreivierteljahr vor seinem (Frei-)Tod, der im April 1994 die Musikwelt erschüttern wird. Mehrmals will er zwischen NEVERMIND und IN UTERO die Band auflösen, weil er den Erfolg und das Rampenlicht instinktiv verabscheut. Obwohl er, wie er selbst sagt, von jeher davon geträumt hat, ein kommerzieller Künstler zu werden – der ewige Widerspruch seines Lebens.

„Er hatte ein großes Problem damit, im Rampenlicht zu stehen, und gleichzeitig rannte er so schnell er konnte darauf zu“, beschreibt Cobain-Biograf und Musikjournalist Charles Cross die Zerrissenheit des sensiblen Nirvana-Frontmanns. Gespalten zwischen Narzissmus und Welthass, Genuss und Abscheu seiner eigenen Prominenz, trudelt Cobain im letzten Jahr seines Lebens und somit dem letzten Jahr Nirvanas immer tiefer in einen Schlund aus Verzweiflung, Drogen und Schmerz, den seine Ehe mit Hole-Sängerin Courtney Love und die Geburt ihrer beider Tochter Frances Bean Cobain zwar mildern, aber nie vollständig umkehren können. Immerhin: Mit IN UTERO und vor allem dessen Sound ist die von psychischem wie physischem Schmerz zerfressene Grunge-Ikone happy – endlich hätten sie es geschafft, das zu vertonen, was er von jeher in seinem Kopf gehört habe, sagt er.

So zufrieden das Trio mit seiner Rückkehr zu einem raueren und natürlicheren Sound ist, für den man als Produzent den Ex-Black-Flag-Sänger Steve Albini an Bord geholt hat (um dessen Indie-Kredibilität für den angestrebten Image-Wechsel zu nutzen, wie von einigen Seiten gemunkelt wird?), so unzufrieden zeigt sich mit dem Ergebnis zunächst ihr Label DGC (ein Sublabel von Geffen-Records), dessen Vertreter bewusst komplett vom Aufnahmeprozess ausgeschlossen wurden. Als das Label das fertige Album endlich zu hören bekommt, fallen Worte wie „unhörbar“ – man bezweifelt, dass das Mainstream-Radio Albinis rauen Sound spielen würde.

Tommy Lee: Kuriose „Charity“-Aktion

0

Für Garten-Interessierte mit einem Faible für Mötley Crüe könnte am 15. April ein Traum wahr werden. Dann nämlich kann man zusammen mit Drummer Tommy Lee in Los Angeles einen Gartengestaltungs-Workshop mit dem Schwerpunkt „Bonsai“ besuchen. Klingt komisch, ist es auch.

Aktuell können Gebote bei Ebay abgegeben werden. Derzeit steigern 46 Interessenten mit, das Höchstgebot liegt bei 5150$ und dürfte somit auch bei Van-Halen-Fans für Begeisterungsstürme sorgen. Den Erlös aus der Aktion spendet Tommy Lee an den „California Bonsai Society’s Ben Oki Scholarship Fund.“

Lynyrd Skynyrd: Slash und Billy Gibbons zollen Tribut

0

Bei den Country Music Television Awards am 03. April in Texas wurden Lynyrd Skynyrd mit einer stargespickten All-Star-Performance geehrt. Mit dabei waren u.a. Slash von Guns N‘ Roses, Billy Gibbons von ZZ Top, Paul Rodgers, Mitglieder der Allman Brothers Band und mehr. Zum 50 jährigen Bandbestehen und im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Gary Rossington coverte die hochkarätige Truppe die Skynyrd-Songs ›Simple Man‹ und ›Sweet Home Alabama‹

https://youtube.com/watch?v=yB7ACD-CoDY

.

Tipp: Erik Cohen mit TRUE BLUE

0

Letzten Freitag, am 31. März, erschien TRUE BLUE, das neue Album von Erik Cohen und staubte zahlreiche Lobeshymnen ab. Mit der Überschrift „Deutscher Rock in seiner eigenen Kategorie“ wurde die Platte auch von unserem CLASSIC-ROCK-Autoren positiv betitelt.

„Wer auf authentisch-dreckigen Straßenrock steht, wird mit Nummern à la ›Orion‹ oder dem Titeltrack auch dieses Mal wieder mehr als happy sein. Dazu gibt es jede Menge Zeug zum Mitgrölen. ›Club Pinasse‹ und ›Gelsenkirchene Barock‹ schießen diesbezüglich gleich zu Beginn der Scheibe den Vogel ab. Wer außerdem Post-Punkiges mit scheppernden Verneigungen vor Ideal und/oder Fehlfarben mag, sollte zudem speziell mittels ›Malaria‹ auf seine Kosten kommen. Und dann sind da noch die breitwandigen Großkompositionen ›Reeperbahn‹, ›Diamant‹ und ›Trucker‹, bei denen Cohen und seine Mitmusiker ihre gar nicht mal so heimliche Liebe zum – in ihren eigenen Dimensionen natürlich! – Bombast-Pop ausleben und in denen immer wieder angenehm die Bewunderung des Sängers für Joachim Witt durchschimmert.“ (Oliver Kube)

Das letzte Wort: Sebastian Bach

0

(Archiv: CLASSIC ROCK 04/2012)

Sebastian Bach über Reality-TV und die Freuden und Leiden des Älterwerdens. 

Sebastian Bach ließ sich noch nie lange bitten, um seine Meinung zu äußern. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn seine Karriere ihn zum Musical-Theater (in den Titelrollen als „Jekyll & Hyde“ am Broadway) und ins Fernsehen (mit einer wiederkehrenden Rolle in „Gilmore Girls“ und einer Reihe von Reality-Formaten wie „I Married Sebastian Bach“) geführt hat, so bleibt er im Grunde seines Herzens doch immer noch ein Vollgas- immer-auf-die-Zwölf-Rock’n’Roll-Frontmann. „Scheiße, Mann“, schreit er, „das ist mein Job. Was glaubst du denn, über wessen Haare sie redeten, wenn sie von ‚hair metal‘ sprachen?“

In Presseinfos zu deinen Platten wirst du gerne als „einer der letzten echten Rockstars“ beschrieben. Stimmst du dem zu?
Ach, keine Ahnung. Wenn du davon redest, sich zu prügeln und verhaftet zu werden – klar, das habe ich gemacht und tue es immer noch. Aber, na ja, was ist schon ein Rockstar? Nun, Ozzy ist ein Rockstar, Judas Priest sind Rockstars. Ronnie James Dios bestes Album, das ich am fucking meisten liebe, war sein jüngstes: THE DEVIL YOU KNOW von Heaven And Hell. ›Bible Black‹ war sein fucking bester Song aller Zeiten. Das ist es, was ich will – das immer noch zu machen, wenn ich 65 bin, und immer noch die besten Songs zu schreiben, die ich schreiben kann. Das bedeutet, ein Rockstar zu sein. Es ist die Musik, an die sich die Leute erinnern, nicht der ganze andere Kram.

Du bist nie stehen geblieben und hast gewartet, bis die Welt wieder auf Heavy Metal steht. Du warst auf der Bühne und im Fernsehen. Was hast du daraus gelernt?
Durch „Jekyll & Hyde“ hab ich die ganzen Fernsehsachen bekommen. Jason Flomm, der Skid Row für Atlantic gesignt hatte, hatte mich den Produzenten empfohlen, weil sie einen echten Rock’n’Roller am Broadway haben wollten. Ich bekam dieses Script … Mann, das hat mich echt nervös gemacht. Jason sagte, ich solle mir Hyde als meine ›I Remember You‹ – und Jekyll als meine ›Monkey Busine‹-Stimme vorstellen. Möchte ich das weitermachen? Nee. Das bedeutet mir einen Scheiß. Fernsehen bedeutet einen Scheiß.

Ryuichi Sakamoto: Komponist verstorben

0

Ryuichi Sakamoto ist am 28. März im Alter von 71 Jahren an Krebs verstorben. Das wurde am 02. April auf den Social Media Kanälen des Künstlers aus Tokyo mitgeteilt. Sakamoto war Schauspieler, Produzent, Komponist (auch für Film-Soundtracks) und Pionier im Bereich Electro-Pop, mit seiner Band Yellow Magic Orchestra beeinflusste er den Werdegang elektronischer Musik in Japan maßgeblich.