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Start Blog Seite 1364

Samsara Blues Experiment – WAITING FOR THE FLOOD

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Samsara Blues ExperimentMit einer durchschnittlichen Länge von zwölf Minuten wendet sich der Heavy-Psychedelic Blues der Berliner an Hörer mit Vorliebe für die 70er Jahre. Die Band selbst nennt Britenkapellen wie Camel, Khan und Caravan als Einflüsse, doch es gibt auch Ähnlichkeiten zu Grateful Dead, Quicksilver Messenger Service, Big Brother & The Holding Company sowie zu aktuellen Jam-Bands wie etwa Widespread Panic, Blues Traveller und Phish. 18 Monate haben sich Samsara Blues Experiment für ihr drittes Album Zeit gelassen, der Öffner ›Shringara‹ ist ein schwerer Stoner Rocker, indische Saitenklänge und ein kosmisches Moog-Solo entführen in die Hippie-Zeit. Insgesamt haben Samsara Blues Experiment einen angenehm organischen Sound, ihr Album bietet eine abenteuerliche Reise mit dem Blues als Begleiter.

Miraculous Mule – DEEP FRIED

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Miraculous MuleAls dunkle Devil-At-The-Crossroads-Spirituals oder gefährlichen Roots-Blues könnte man den Stil dieser drei Londoner kennzeichnen. Captain Beefheart, Ry Cooder, Tom Waits, Nick Cave und John Cale sind verwandte Geister dieser schwermutgeplagten Briten. Alle ihre blauen Songs scheinen eine Eisenkugel samt Kette am Fuß zu tragen. Die drei Kumpane von Miraculous Mule stammen aus der Unterschicht, haben irisch-katholische Wurzeln und besuchten die „School of Hard Knocks“. So eine Vergangenheit kann einen zum Dunkel-Blues treiben, der über den zehn Songs liegt wie dicker Nebel am Morgen. Leute mit Depressionen sollten die Finger davon lassen, wer sich gerne in Melancholie suhlt, wird bestens bedient.

Das letzte Wort: Danny Bowes

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Er ist einer der besten britischen Rocksänger: Danny Bowes von Thunder. BACKSTREET SYMPHONY von 1990 gilt als Genre-Geheimtipp. Aber hätte aus Thunder mehr als ein rein europäisches Phänomen werden können? Eine kleine Rückschau.

Walton Castle July 2008 LP photo session.tifLIVE AT DONINGTON erscheint, eine Compilation eurer ersten beiden Auftritte bei den Monsters-Of-Rock- Festivals 1990 und 1992. Welche Erinnerungen kommen da hoch?
Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Nicht dass wir noch genauso aussehen wie damals, aber speziell der erste Auftritt ist noch sehr präsent.

Warum?
Weil wir die erste Band des Tages waren. Unser Debüt war fünf Monate auf dem Markt, wir waren konstant auf Tour, Donington war der Höhepunkt, auf den alles zulief. Aber es gab Probleme. Alle Beteiligten hatten eine Mordsangst, weil das Festival im Jahr zuvor aufgrund der zwei Todesfälle 1988 abgesagt worden war. Es herrschte ein enormer Druck, es gab enorme Sicherheitsbedenken. Außerdem hatte ich meine Stimme verloren und durfte erst auf der Bühne zum ersten mal nach Tagen wieder singen. Zusätzlich teilte uns unser Agent kurz vor dem Gig mit, dass er das Hammersmith Odeon dreimal gebucht hätte. Wir sollten also Gas geben. Er wolle natürlich keinen Druck ausüben. Es lief aber ziemlich gut. Wir sind wie die Verrückten auf der Bühne herumgesprungen, als nach den ersten Tönen klar war, dass meine Stimme hielt. Noch heute sprechen mich Menschen auf der Straße auf diese Show an. Die Hammersmith-Shows waren übrigens innerhalb kurzer Zeit ausverkauft, als sie nach Donington angekündigt wurden.

Was ist eigentlich so besonders an Donington?
Zu der Zeit gab es weltweit kein vergleichbares Festival für Rockmusik. Ich bin mit Terraplane, dem Thunder-Vorgänger, 1982 und 1987 in Reading aufgetreten, aber man kann ein reines Rockfestival nicht mit einem solchen Mix wie dort vergleichen.

Welches war dein erstes Festival als Zuschauer?
Auch Reading, ich war damals 15. Ich fuhr mit Luke, unserem Gitarristen, hin. Am Freitagabend wollten wir Tee kochen, aber Luke schmiss den Campingkocher um und verbrühte meinen Knöchel dermaßen, dass ich ins Krankenhaus musste. Der erste Tag war also nicht so gut… Ich bekam einen Verband und sollte die Wunde trocken halten. Das klappte nicht: Schon am nächsten Tag fiel ich betrunken in das nasse Zelt, der Fuß entzündete sich, die Heilung dauerte schließlich neun Monate. Aber das Festival war super! UFO spielten, Wishbone Ash, Supertramp, Thin Lizzy und Judas Priest. Aber auch Caravan und Joan Armatrading, nur mit ihrer Akustikgitarre. Das war sehr beeindruckend und hat mein Leben nachhaltig geprägt.

Du trittst heute auch ab und zu nur mit Akustikgitarre auf…
Zusammen mit Ben, unserem Keyboarder. Das Ganze ist aber mehr Stand-Up-Comedy als ein richtiges Konzert. Wir erzählen Anekdoten aus unserer Karriere und spielen ein paar Songs. Ab und zu singt meine Tochter Lucy mit.

Wird sie auch Sängerin?
Sie studiert noch, aber sie hat eine gute Stimme. Sie ist übrigens die einzige, die etwas daraus machen will. Die Älteste und mein Sohn sind in anderen Dingen kreativ.

Thunder waren die letzte erfolgreiche Rockband vor dem großen Grunge-Boom.
Das stimmt. Hätten wir ein paar Jahre eher angefangen, wer weiß, was aus uns geworden wäre, besonders in Amerika. Dort hatten wir 1991 eine Tour mit Cinderella und David Lee Roth gebucht, aber die wurde in letzter Sekunde aufgrund mangelnder Ticketverkäufe abgesagt. Stattdessen spielten wir ein paar Konzerte in Kanada und einige im Großraum Los Angeles. Die Reaktionen waren großartig, aber unsere Platte gab es nirgends zu kaufen, denn die Plattenfirma veröffentlichte sie erst 1992. Zum Abschluss der USA-Reise traten wir dann im Oktober auf der fünften Party des US-Magazins Rip im Hollywood Palladium in Los Angeles auf, zusammen mit Nirvana, Pearl Jam, Soundgarden, den Screaming Jets und Spinal Tap. Das war eine komische Veranstaltung, denn die eine Hälfte des Publikums mochte, die andere hasste uns.

Woran hat es deiner Meinung nach gelegen, dass Grunge auf einmal so populär werden konnte?
Weil MTV und die US-Radiosender von einem Tag auf den anderen ihr Format umstellten und den Leuten vorgegaukelt wurde, dass es keine andere Musik mehr gäbe. Dann haben also dieselben Fans, die vorher Achtziger-Rock hörten, Grunge gekauft. Und dann behaupte noch einmal jemand, die Medien besäßen keinen Einfluss.

Ihr spielt in London demnächst mit Mott The Hoople, allerdings nur diesen einen Gig. Warum?
Weil sie uns nur für diesen Gig angefragt haben. Alle anderen Hallen sind kleiner, da brauchten sie uns wahrscheinlich nicht. Und außerdem hätten wir dort auch locker allein spielen können. Aber wir freuen uns darauf. Dann haben wir wenigstens auch einmal in der O2-Arena gespielt, wo ich 2007 leider den Led-Zeppelin-Gig verpasst habe. Dafür haben wir aber 1990 zum Abschluss der Heart-Tournee in der Wembley-Arena mit den Wilson-Schwestern ›Rock And Roll‹ gespielt. Auch das war ein unvergesslicher Moment. Genau wie Donington…

Los Lobos – DISCONNECTED IN NEW YORK CITY

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1383400751_cover40 Jahre sind „Die Wölfe“ aus Los Angeles bereits auf der Straße, kaum einer weiß besser als sie, wie man ein heißes Konzert aufzieht. Dazu haben sie Grammies gewonnen und Platin-Auszeichnungen abgeräumt. Ihr Jubiläums-Livealbum enthält tief empfundenen Blues (›The Neighborhood‹), karibischen Folk (›Chuco’s Cumbia‹), Tex-Mex-Rock (›La Venganza De Los Pelados‹), Latino-Balladen (›Maria Christina‹) und den unvermeidlichen Superhit ›La Bamba‹ als Finale. Fünf Originalmitglieder sind nach wie vor in der Kapelle von Frontmann Dave Hidalgo, die von blauen Noten und gut gelaunten Latino-Grooves bis zu getragenen Sehnsuchtsschluchzern alles drauf hat. Flammende Gitarren und ein krähendes Saxophon trieben dem New Yorker Publikum den Schweiß auf die Stirn. Prädikat: partykompatibel.

The Inspector Cluzo – GASCONHA ROCKS

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inspector cluzoWenn die zwei Gascognier nicht mit Schlagzeug und Gitarre um die Welt düsen, züchten sie Enten, kümmern sich um ihren alternativen Bauernhof und gucken sich Rugbyspiele an. Dazu haben Mathieu Jourdain und Laurent Lacrouts alle Aspekte ihrer Karriere selbst in der Hand: Booking, Management, Plattenproduktion etc. Musikalisch lassen sie auf ihrem vierten Album wieder bärenstarken Bluesrock von der Kette, der Richtung White Stripes, Black Keys und AC/DC guckt. Ihre wuchtigen Songs greifen gerne aktuelle Themen auf, Titel wie ›Move Over Monsanto‹ und ›Garbage Beach‹ zielen auf Naturschutz. Ihr Vollgas-Sound hat ihnen Freunde in aller Welt eingebracht, beim japanischen Fuji Rock zählen sie zu den Stammgästen. Fazit: Live und auf Platte ein Kracher!

The Lone Crows – THE LONE CROWS

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lone crowsHeavy Blues der frischen Sorte feiern diese vier ziemlich jungen Herren aus Minneapolis. Die neun Songs sind ein großer Spaß, weil sie sich aus Quellen aus fünf Jahrzehnten speisen, der britische Blues der 60er taucht genauso auf wie der Bluesrock der 70er sowie Grunge & Alternative der 90er. ›Heard You Call‹ erinnert an frühe Fleetwood Mac, ›Can’t Go Home Again‹ besitzt einen Hang zu Soundgarden, ›You Got Nothing‹ offeriert einen ZZ-Top-Groove. Trotz all der Retro-Elemente klingen Lone Crowes überraschend jugendlich, eine Folge des stürmischen Temperaments, mit dem sie ihr Albumdebüt darbieten.

No Sinner – BOO HOO HOO

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No SinnerKann denn Rocken Sünde sein?

Nein, weshalb der Name dieser Band ganz passend ist. Obwohl die megakurzen Jeans-Hotpants von Fräulein Colleen Rennison, die auch prominent das Cover zieren, in klerikalen Kreisen nur inoffiziell auf Wohlwollen stoßen dürften. Steht die Kanadierin aber am Mikro, ist ihr Outfit sofort Nebensache – in einer Zeit, in der gefühlt alle zwei Monate eine neue, vielversprechende Bluesrockröhre ins Rampenlicht tritt, kann die Endzwanzigerin, die als Schauspielerin schon länger etabliert ist, ohne Weiteres bestehen. Musikalisch zieht ihre Band dabei keine besonders exaltierten Kreise: gut abgehangener Blues eben, garniert mit ein bisschen Gospel-Flavour und natürlich ordentlich knarzendem Oldschool-Rock. Ein bewährtes Rezept, an dem man nichts ändern muss, wenn man so viel Inbrunst und Charakter in die Stimme packen kann. Beth Hart muss darüber zwar noch keinen Schlaf verlieren (und nimmt No Sinner im Dezember sogar als Support mit), doch mit BOO HOO HOO liefert die Dame aus Vancouver eine überzeugende erste Visitenkarte ab.

Noctum – FINAL SACRIFICE

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NoctumWillkommen im Doom-Gruselkabinett.

FINAL SACRIFICE erzählt eine in neun Kapitel/Songs unterteilte Horrorgeschichte. Dementsprechend sinister schreiten Noctum musikalisch ans Werk: Auf den Spuren von Black Sabbath, Pentagram, Candlemass, Count Raven, Witchfinder General, In Solitude und Ghost zimmern die Schweden ein schaurig-schönes Kabinett. Die Fusion aus Doom Rock und Heavy Metal funktionierte bereits auf dem 2010er-Debüt THE SÉANCE und der 2011er-EP THE FIDDLER prächtig. FINAL SACRIFICE katapultiert Noctum auf die nächste Stufe: Die vordergründig simplen, tatsächlich aber äußerst raffinierten Kompositionen fahren noch zügiger in Mark und Bein und vermeiden etwaige Längen gänzlich. Der beste Beweis: Selbst das Instrumental ›Deadly Connection‹ schreit zu keiner Zeit nach der „Vorwärts“-Taste. Und die drumherum positionierten, durchgehend starken Iommi- (›The Revisit‹), Mercyful-Fate- (›Conflagration‹) und sogar The-Hellacopters-Huldigungen (›A Burning Will‹) erst recht nicht…