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Start Blog Seite 1362

Asia – OMEGA

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Asia_cdDie Mainstream-Dinosaurier machen erneut mobil. Und ein weiteres Mal in Urbesetzung!

Handwerklich kann man gestandenen Musikern wie John Wetton (Gesang, Bass), Steve Howe (Gitarre), Geoff Downes (Keyboards) und Carl Palmer (Schlagzeug) natürlich nichts mehr vormachen. Mehr als einmal in der Geschichte der Rockmusik haben sie zudem bewiesen, dass ihr kompositorisches Geschick den Massengeschmack trifft. Die Frage ist nur: Kann das, was 1982 zum weltweit meistverkauften Album des Jahres führte, auch knapp 30 Jahre später noch den Nerv der Zeit treffen? Nun, es scheint, als ob Asia derartige Überlegungen schlichtweg ignoriert hätten. Auf OMEGA schmiedet die Allstar-Truppe genau jenen geschmeidigen Mainstream-Rock, der ihnen bereits in den Achtzigern Stammplätze im Radio garantierte. Die Gitarren dezent im Hintergrund gehalten, die Grooves brav mit halb angezogener Handbremse getrommelt, gibt es hier fein arrangierte Chöre, flächige Keyboards und Melodien, die von Sanftheit und Harmoniebedürfnis zeugen. Das alles klingt ausgesprochen angenehm und genügt sicher auch, um die treue Klientel zu befriedigen. Als Ausrufezeichen oder um neue Märkte zu erschließen, taugt dieses handwarme Werk indes nicht.

Airbourne – NO GUTS. NO GLORY.

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airbourne_cdAC/DC sind zwar origineller, Airbourne dafür deutlich jünger: Man kann also von Punktegleichstand sprechen.

Braucht diese Welt noch eine weitere Light-Version von AC/DC? Nein, natürlich nicht. Gut, dass wir diese Frage schon mal geklärt haben. Was dies mit Airbourne zu tun hat? Auf den ersten Blick eine Menge: Die Band bedient sich ganz ähnlicher Regeln der Rockmusik, stammt ebenfalls aus Australien und ist für einen Laien nur mühsam vom Original zu unterscheiden. Man könnte an dieser Stelle das Kapitel also getrost schließen, dreimal müde gähnen, dankend abwinken und sich wieder anderen Themen widmen. Aber Leute, zu kurz gesprungen! Wer diese Band als bloße Kopisten abtut, verpasst eine Menge handgefertigter Rock-Vitalität. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Campino, Sänger der Toten Hosen, war es, der Airbourne mit der Berücksichtigung im Vorprogramm seiner ›Machmalauter‹-Tournee eine Art Ritterschlag zukommen ließ. Wer von den Hosen als allabendlicher Anheizer akzeptiert wird, muss ein eigenes Format besitzen, bloße Nacheiferer mögen die Düsseldorfer Punkrocker nämlich nicht. Nun sollte man bei No Guts. No Glory, dem zweiten Album von Airbourne, nicht gerade von einem Geniestreich sprechen; das Rad neu erfunden wird hier nämlich ganz gewiss nicht. Aber die Aussies haben Drive und Esprit, sie leben ihre kraftstrotzende Musik mit jeder verschwitzten Körperfaser und teilen mit ihrem Publikum die Begeisterung für simplen Spaß. Natürlich darf man hier auch keine tiefschürfenden Lebensphilosophien erwarten – der Songtitel ›Blond, Bad And Beautiful‹ dokumentiert stellvertretend, dass es hier eher prosaisch denn poetisch zugeht. Aber lieben wir nicht alle zwischendurch mal die pure Lust am Banalen? Genau diese erwartet den Zuhörer auf No Guts. No Glory. Um noch einmal auf den Gedanken vom Anfang zurückzukommen: AC/DC sind origineller, allein schon weil sie diese Musikform erfunden haben. Aber Airbourne punkten eben mit jugendlicher Unbekümmertheit…

AC/DC – IRON MAN 2

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ACDC-Iron man_cdNur etwas für Einsteiger: Quasi-Best-Of unter dem Deckmantel eines Soundtracks.

Eigentlich sind Hitsammlungen ja ein echtes Standardformat: attraktive Einstiegsdrogen für werdende Fans und praktisches Futter für den CD-Player im Auto. Doch AC/DC verweigerten sich bislang erfolgreich allen Plattenfirmenwünschen nach einer Greatest-Hits-Scheibe. Ganz nach dem Motto „Wir sind eine Album-Band, kauft gefälligst unsere Alben“. Einsteiger mussten bislang also auf Live-Platten und -DVDs zurückgreifen, doch der Soundtrack zu IRON MAN 2 schließt nun diese Angebotslücke – wenn auch nicht komplett. Es steht zwar nicht „Best Of“ drauf, zum Repertoire gehören aber viele wichtige Songs, darunter auch Klassiker wie ›Back In Black‹, ›Thunderstruck‹ und ›T.N.T.‹. Für den Anfang nicht schlecht. Der Kenner vermisst unter anderem ›Hell Bells‹, ›Big Gun‹ und ›Hard As A Rock‹, aber der Kenner hat das ja ohnehin schon alles daheim im CD-Regal stehen oder auf der Festplatte abgelegt. Die ausgewählten Songs sind letztendlich eben doch Filmmusik und sollen zuallererst das Geschehen auf der Leinwand untermalen, aufwerten und abrunden. Diesbezüglich gibt es auch nichts an der Auswahl auszusetzen. Zudem wurden sämtliche Tracks noch in akustischer Hinsicht aufgepimpt, so dass sie zeitgemäß durchschlagskräftig aus den Boxen dröhnen.

Song-Roulette: Michael Schenker

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Eigentlich hört die Gitarrenlegende ja „keine Songs, sondern Sounds“, doch diese Favoriten konnten wir Michael Schenker für das CLASSIC ROCK-Roulette dann doch noch entlocken.

Black Sabbath – ›Paranoid‹
Ich liebe Tony Iommis Sound. Jeder Song von Black Sabbath klingt so, als wäre da eine Motorsäge zu hören!
 
 
Led Zeppelin – ›Immigrant Song‹
John Bonham ist für mich einfach einer der besten Musiker aller Zeiten. Was Zeppelin gemacht haben, wird für die nächsten 500 Jahre reichen.
 
 
Cream – ›White Room‹
Cream waren astrein! Es ist schade, dass Eric Clapton dann so einen anderen Weg eingeschlagen hat. Und der Text „In the white room with black curtains“: Schwarz/weiß wie meine Gitarre!
 
 
Deep Purple – ›Child In time‹
Ein Freund und ich hatten von diesem Sänger gehört, der so unglaublich hoch singen sollte. Also gingen wir los und kauften uns DEEP PURPLE IN ROCK.
 
 
The Jeff Beck Group – ›Rock My Plimsoul‹
Rod Stewart und Beck: Was für eine Kombination! Jeff Beck ist ein wahnsinniger Gitarrist. Und was sie da aus ›Rock Me Baby‹ gemacht haben!

Ghost B.C. – IF YOU HAVE GHOST

ghostSchwarze Cover-Messe mit Humor.

Dave Grohls Begeisterung für Ghost B.C. ist kein Geheimnis; für die neue EP der okkulten Priesterriege hat er sogar auf dem Produzentenstuhl Platz genommen. Nicht nur das ist außergewöhnlich: Bei IF YOU HAVE GHOST handelt es sich um die wohl kurioseste und deswegen unterhaltsamste Coversammlung, die es in den letzten Jahren von einer düsteren Rockband zu hören gab – unerreicht geniales „Nosferatu“-Artwork inklusive! Eingebettet in einen weit weniger weichlichen und konturlosen Sound als noch auf dem letzten Album, musizieren sich Ghost B.C. munter durch die Musikhistorie, starten natürlich mit ›If You Have Ghosts‹ von Psychedelic-Gott Roky Erickson und machen die Nummer gleich zu so etwas wie ihrer neuen Bandhymne. Noch besser wird es allerdings bei ›I Am A Marionette‹, einem der weniger bekannten ABBA-Songs, der nicht nur durch seinen Inhalt, sondern auch durch die leicht dissonante Musikführung perfekt zu den geheimnisvollen Schweden passt. Der Army-Of-Lovers-Schinken ›Crucify‹ kommt morbide und schwarzmagisch daher, passt ebenfalls überraschend gut in den hymnischen Rocksound der Band. Übertroffen wird das alles von ›Waiting For The Night‹ (Depeche Mode), das nach der Geisterbehandlung eine Art doomiger Romantik-Schmachtfetzen geworden ist. Eine kuriose Mischung, die man bei allem Kitschpotenztial gehört haben sollte. Ghost B.C. – immer für ein teuflisches Schmunzeln gut.

SAMSARA BLUES EXPERIMENT – KEIN ZUCKERSCHLECKEN

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Samsara bedeutet im Alt-Indischen „endloser Kreislauf von Tod und Wiedergeburt“, aus dem die Religion den Menschen befreien soll. Die indische Kultur ist einer von vielen Einflüssen der Berliner Hippie-Rocker Samsara Blues Experiment, die schweren Blues mit mäanderndem Prog Rock verbinden.

Samsara Blues ExperimentBei genauem Zuhören finden sich die Klänge einer indischen Sitar im Mix von Samsara Blues Experiment. Dazu heißt der erste Song ›Shringara‹: „So bezeichnet man in der hinduistischen Philosophie die Beziehung zwischen Mann und Frau“, informiert Christian Peters. Der 33-Jährige ist Sänger und Gitarrist des Quartetts, dazu verfasst er die Texte und den Großteil der Songs. In den Zeilen von ›Brahmin’s Lament‹ „geht es mich fasziniert“, wie Peters verrät. „Dabei bin ich keinesfalls Hindu, sondern Atheist. Aber ohnehin scheint es mir unmöglich, als Mitteleuropäer in wenigen Jahren zu verstehen, was der Hinduismus bedeutet. Das erfordert Jahrzehnte.“

Das dritte Album der Hauptstädter WAITING FOR THE FLOOD sei „wesentlich positiver ausgefallen“ als der recht pessimistische Vorgänger REVELATION & MYSTERY (2011). Das aktuelle Werk offeriert vier ausgedehnte Werke, die jeweils mehr als zwölf Minuten dauern. Musikalisch nennt Peters die Bands der „Canterbury Szene“ als wichtigen Einfluss, speziell Caravan, Khan und Camel. Wie schon der Name andeutet, ist der Blues das Fundament: „Der Blues ist das Gefühl, was in mir ist. Ich hatte auch mal eine Metalband namens Terraplane, die ein Album gemacht hat. Aber ich fühle mich bluesig und mag besonders die Bands der 70er Jahre“, meint Peters, der seine Bandkollegen 2008 suchte und fand.

Erfreut berichtet er von der wachsenden Popularität, die Samsara Blues Experiment genießen. So waren die Hippie-Rocker zu Gast im WDR-„Rockpalast“. Ihr Gig wurde auf der Live-Scheibe LIVE AT ROCKPALAST festgehalten. „Unsere Szene ist im Kommen, was man an den vielen Black-Sabbath-Revivalbands wie Orchid sehen kann, Kadavar laufen sogar im Radio. Jüngst haben wir auf einem Festival vor 2.000 Leuten gespielt. Wenn wir Headliner sind, kommen in Berlin 500 Besucher.“ In den nächsten Wochen geht der Vierer auf eine 23-Städtetour und durchquert den Kontinent von Südeuropa bis Skandinavien.

„Obwohl wir unser letztes Album über 10.000 mal verkauft haben, verdienen wir mit der Musik kein Geld“, bedauert Peters, der nebenher als Graphikdesigner seinen Lebensunterhalt verdient. „Immerhin zahlen wir nicht drauf, die Band trägt sich, aber sie bedeutet auch sehr viel Arbeit. So verschicke ich das Merchandise selber, sogar aus Australien sind schon Bestellungen gekommen.“ Für den Idealisten ist der Bonus des Musikerlebens „das Reisen und die sozialen Kontakte. Wir sind bis in die USA gekommen. Im Lauf der Zeit haben wir tolle Beziehungen entwickelt, einfach, weil ich in aller Welt Bands angeschrieben habe, ob die nicht Bock hätten, mit uns ein Konzert zu organisieren. Dann sind wir da hingefahren und wurden als Gäste aufgenommen. So bekommst du viel mehr mit von dem Land, als wenn du bloß Tourist wärst.“

Wilde Parties nach den Konzerten sind freilich nicht drin, „das würde mein Körper nicht mitmachen. Unsere Shows dauern zwei Stunden, da muss ich fit sein. Als Frontmann muss ich meine Stimme schonen, die anderen können schon mal feiern, aber ich gehe ins Bett“, sagt der Mann mit dem Mittelscheitel ohne das geringste Bedauern. „Rock’n’Roll ist kein Zuckerschlecken, aber er ist trotzdem unser Leben. Das passt schon.“

DUNCAN EVANS – Alte Farben, neue Bilder

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Dass sich Duncan Evans in den letzten Jahren als Gitarrist der Avantgarde-Black-Metal-Band A Forest Of Stars einen Namen erspielt hat, hört man seinem Einstand als Solist nicht an. Auf LODESTONE wandelt der Brite in erster Linie auf düsteren Akustik-Pfaden und knüpft textlich wie musikalisch an den britischen Folk der späten 60er Jahre an, ohne sich allerdings als traditioneller Fackelträger zu verstehen. Für das spätabendliche Interview mit CLASSIC ROCK hat sich Evans in sein spärlich beleuchtetes Wohnzimmer zurückgezogen, und im Hintergrund läuft leise die Musik der deutschen Jazz-Größe Eberhard Weber.

DuncanEvans_Lodestone_Promo_03Soundmäßig ist LODESTONE ziemlich genau das Gegenteil von A Forest Of Stars. War diese musikalische Kehrtwende von Anfang an beabsichtigt?
Die Idee für ein akustisches Soloprojekt hatte ich schon, lange bevor A Forest Of Stars überhauüt existieren. Erst jetzt war allerdings der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Ich empfinde es als musikalisch sehr befruchtend, sich einer ganzen Reihe unterschiedlicher, eklektischer Stile zu widmen. Die wichtigste Frage ist doch nicht, wie ein Genre heißt, sondern ob die Musik gut ist oder nicht!

Dein Album besticht durch natürliches „Live”-Feeling. War das im Studio schwer zu erreichen?
Die Platte wurde ohne Click-Tracks aufgenommen, und das hatte spürbar Einfluss auf das Gefühl, das die Aufnahmen vermitteln. Das Tempo der Songs variiert dadurch auf, so hoffe ich, natürlich fließende Art und Weise. Ich finde, Musik sollte, wo immer möglich, „atmen“ können und ihr eigenes Tempo, ihren eigenen Groove ohne die Hilfe eines Metronoms finden.

Das Zusammenspiel von akustischen und elektrischen Gitarren verleiht LODESTONE eine sehr markante Klangfarbe. Steckte ein vorgefertigter Plan dahinter?
Ich wollte für das Album einen „akustisch” gefärbten Sound haben, doch im Laufe der Produktion wurde mir klar, dass ich den Songs mit Stromgitarren-Overdubs und einigen weiblichen Backing Vocals noch etwas Licht und Schatten hinzufügen konnte, um sie melodisch und harmonisch interessanter zu gestalten. Die Akustikgitarre sorgt so für das Hauptgerüst der Musik, das von der elektrischen Gitarre durchbrochen wird, wodurch Spannung und Atmosphäre entstehen.

Folk hat in den letzten Jahren in verschiedenen Formen ein Comeback erlebt. Fühlst du dich dem Genre verpflichtet?
Ich zögere, meine Musik „Folk“ zu nennen, weil ich darunter in erster Linie traditionelles Liedgut, und nicht akustisch-basierte Musik generell verstehe. Natürlich greife ich auf viele Folk-Traditionen zurück, aber ich bin kein Folk-Künstler wie etwa Martin Carthy, dessen Hauptinteresse darin zu bestehen scheint, traditionelle Lieder zu überarbeiten und weiterzutragen. Anstatt dieses „Ein neues Bild im alten Rahmen“-Ansatzes geht es mir eher darum, ein völlig neues Bild zu malen, auch wenn ich bisweilen auf die alte Farbpalette zurückgreife.

Wie bist du überhaupt zu dieser Art Musik gekommen?
Mein Interesse erwachte, als ich im Teenageralter akustische Songs auf den Platten von Heavy-Rock-Bands wie Led Zeppelin entdeckte. Als ich zum ersten Mal ›Black Mountain Side‹ hörte, war ich vollkommen baff, dass letztlich nur eine einzelne Akustikgitarre für diesen Sound verantwortlich war. Später fand ich heraus, dass Jimmy Page das Arrangement des Songs von Bert Janschs ›Black Waterside‹ kopiert hatte. Das führte mich zu Janschs Band Pentangle, gemeinsam mit Fairport Convention und Steeleye Span die Speerspitze des British Folk der 60er. Die Fäden begannen zusammenzulaufen, und bald war ich nach Richard Thompson genauso verrückt wie zuvor nach Black Sabbath.

EAT THE GUN – Keine Tricks

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Passend zum Titel besinnen sich Eat The Gun auf STRIPPED TO THE BONE auf ihre Essenz: Das von H-Blockx-Bassist Stephan „Gudze“ Hinz erdig produzierte Viertwerk kommt geradlinig-ballastfrei daher, rückt die metallische Seite der Band in den Hintergrund und ihr Gespür für eingängigen, melodiestarken Alternative Rock der Marke Foo Fighters in den Fokus.

Eat The Gun 2013a„Wir waren an ähnliche Bedingungen wie die Foo Fighters bei ihrem letzten Album gebunden. STRIPPED TO THE BONE produzierten wir quasi gänzlich dort, wo wir auch proben: in einem alten Lagerhaus am Rande unserer Heimatstadt Münster“, berichtet Sänger und Gitarrist Hendrik Wippermann. „Weil wir – anders als Herr Grohl und Co. – mit einem mickrigen Budget arbeiten mussten, waren wir gezwungen, das Beste aus den räumlichen Gegebenheiten herauszuholen, die uns kostenfrei zur Verfügung standen. Das Schlagzeug nahmen wir in einer großen, alten Lagerhalle auf und bauten aus Paletten und Kartons Räume, die unseren klanglichen Vorstellungen entsprachen.“

Zuvor hatte Wippermann erstmals in Eat The Guns elfjähriger Geschichte alle Stücke eines Albums ausschließlich auf einer Akustikgitarre komponiert. Erst im Anschluss arbeitete er die Nummern gemeinsam mit Schlagzeuger Gereon Homann und Bass-Neuzugang Peter Bergmüller aus. „Ich schreibe am liebsten ganz klassisch mit der Westerngitarre, weil für mich Texte und Gesangsmelodien die Basis eines guten Songs ausmachen. So kann ich meine Entwürfe musikalisch am besten auf den Punkt bringen“, verrät Eat The Guns Vordenker. „Ich stelle den Jungs dann meine Ideen bei unseren Sessions vor, und wir fangen an, auszuwählen und an Liedern zu arbeiten. Ich glaube, durch diese Arbeitsweise habe ich weniger klassische Riffs geschrieben. Weil der Schwerpunkt weniger auf der Gitarrenarbeit liegt und die Songs im Vordergrund stehen, fällt das Album insgesamt etwas ‚alternativer‘ aus. Je ausgedünnter und versierter man musikalisch arbeitet, desto mehr Platz haben die einzelnen Instrumente. Dadurch klingt das Endresultat viel intensiver. Wir mögen keine überproduzierten Alben, sondern arbeiten gerne mit dem, was wir haben. So müssen wir live nicht tricksen, und die Leute bekommen genau das, was sie auch auf dem Album hören.“

Von vier Musikern eingespielt, wäre STRIPPED TO THE BONE ausgefallen. Anders ausgedrückt: Auf sicherlich deutlich weniger reduziert Album Nummer vier profitieren Eat The Gun erstmals in großem Maße von ihrer Schrumpfung vom Quartett zum Trio im Jahr 2007. „Ich habe darüber nie nachgedacht, aber die Frage ist gut. Vielleicht ist es uns auf STRIPPED TO THE BONE zum ersten Mal gelungen, unsere Vorstellung des Eat-The-Gun-Sounds so umzusetzen, wie wir es immer wollten“, überlegt Hendrik. „Man findet sein aktuelles Album ja meistens am besten, wobei ich im Kopf schon längst wieder mit neuem Material beschäftigt bin. Unserer Meinung nach spiegelt STRIPPED TO THE BONE die Gruppe so gut wider wie kein anderes Eat-The-Gun-Album zuvor – wobei wir unsere alten Platten nach wie vor sehr mögen. Wir sehen uns eigentlich als Live-Band und stellen immer sehr hohe Ansprüche an uns. Ich habe manchmal schon viel zu tun auf der Bühne, aber das Zusammenspiel als Trio begrenzt uns musikalisch nur im positiven Sinn: Wir lassen gezwungenermaßen alle überflüssigen Elemente weg und versuchen, aus dem, was wir haben, das Maximum herauszuholen.“ Mit Erfolg, wie der Gute-Laune-Garant STRIPPED TO THE BONE beweist.