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The Birds Of Satan – THE BIRDS OF SATAN

birds of satanEin Foo Fighter im Alleinflug.

Es sind noch Monate bis zum Release des nächsten FF-Albums, das gerade in LA gemixt wird. Eine Pause, die Drummer Taylor Hawkins für ein Solo-Projekt nutzt. Nach den Coattail Riders und den Coverbands The Cops sowie Chevy Metal, sind es nun The Birds Of Satan, die neben ihm aus Drum-Roadie Wiley Hodgden (Bass/Gesang) sowie Chevy-Metal-Gitarrist Mick Murphy bestehen. Auch Dave Grohl, Pat Smear und Rami Jaffee sind am Start, doch mehr als ein Spaß-Projekt ist das Ganze nicht. Dafür entfernen sich die sieben Songs zu wenig vom angestammten Foo/QOTSA-Umfeld. Sprich: Hawkins & Co. flirten mit Glam, Garagenrock, folkigen Balladen oder glänzen im Opener ›The Ballad Of The Birds Of Satan‹ mit Anleihen bei King Crimson, Rush und Yes. Trotzdem eignet sich das Ganze nur für Hardcore-Fans und Sammler…

Drake Bell – READY, STEADY, GO!

bell, drakeKonkurrenz aus Übersee für Dick Brave: ein Multitalent mit dem gewissen Kniff.

Seit Dekaden kursiert am New Yorker Broadway das Bonmot, das seinen Ursprung beim ohnehin nie um einen Sarkasmus verlegenen Groucho Marx haben soll. Frage: Was kann schlimmer sein, als ein singender Schauspieler? Antwort: Ein schauspielernder Sänger! Drake Bell aus dem kalifornischen Anaheim behauptet sich in beiden Berufssparten. Schon als Kind und Teenager spielte er Rollen in TV und Kinofilmen. Seit 2005 agiert er auch als Vokalist, Gitarrist, Pianist und Komponist mit Hang zur Pop-Nostalgie. Für sein drittes Solowerk kooperiert das 27 Jahre alte Multitalent ausgerechnet mit seinem Jugendidol: Brian Setzer, Gründer von The Stray Cats und Chef des Brian Setzer Orchestras. READY, STEADY, GO! erinnert nicht von Ungefähr in Stil und Intention an die Karrierestationen des umtriebigen Produzenten. Und auch der vermeintliche Kanadier Dick Brave & The Backbeats und The Baseballs blicken – kaum verwunderlich bei der Mucke – hier und da mal um die Ecke. Etliche Pop- und Rock-Klassiker oszillieren authentisch in detailfreudigen Arrangements zwischen Rockabilly, Rock’n’Roll und Big Band Swing. Für perfekte Verblüffung sorgt der Auftakt mit ›Sunny Afternoon‹ von The Kinks. Äußerst funktionsfähig als Coverversionen erweisen sich ›California Man‹ von The Move, ›Crazy Little Thing Called Love‹ von Queen, und ›It’s Still Rock And Roll To Me‹ von Billy Joel – Kunststück, allesamt zeigen ja schon im Original eine gehörige Portion Affinität in Richtung wilde 50er. Noch eindeutiger dürfte die Wahl von ›Runaway Boys‹ und ›I Won’t Stand In Your Way‹ von The Stray Cats sein – da grinst Produzent Brian Setzer nur schelmisch. Zwischen Big Band und Swing von Django Reinhardt empfiehlt sich schließlich das selbstverfasste ›Bitchcraft‹ – tja, was es doch für feine Wortspiele in dieser Welt gibt.

Vargas Blues Band – HEAVY CITY BLUES

Vargas Blues BandGeboren in Spanien, aufgewachsen in Argentinien, ausgebildet in den USA – das Herz von Gitarrist Javier Vargas schlägt gleichermaßen für Flamenco und Blues. Bei HEAVY CITY BLUES hat er sich nun auf Letzteres konzentriert. Begleitet wird er von seiner eigenen Band und Gästen wie Carmine Appice (dr) und Paul Shortino (King Kobra, Rough Cutt, Quiet Riot) am Mikro. Der Opener ›Shake Baby Shake‹ bewegt sich auf den Spuren von Deep Purple, für das stampfende ›Rock’n’Roll Circus‹ ertönt eine heulende Mundharmonika, während im mittelschnellen ›Searching For Love‹ eine feinnervige Hammond B3 stöhnt. Zudem gelingt der Vargas Blues Band eine überraschend peppige Version des goldenen Oldies ›Love Hurts‹. Bandboss Javier Vargas unterfüttert HEAVY CITY BLUES mit einer kräftigen Portion Rock und leichten Latino-Klängen, was der Scheibe ausgezeichnet bekommt.

Pontus Snibb – WRECK OF BLUES

pontusEr mag erst Anfang 30 sein, doch Pontus Snibb hat schon eine Menge erreicht. Als Frontmann seiner Band Bonafide tourt er um die Welt, als Schlagzeuger von Jason & The Scorchers trommelt er Countryrock, daneben ist er ein angesagter Songwriter und hat auch noch seinen Solo-Blues-Act am Start. Mit den Pontus Snibb 3 veröffentlichte er 2012 LOUD AS FEATHERS, inzwischen ist die 3 weg gefallen, als Pontus Snibb schiebt er jetzt WRECK OF BLUES nach. Der Gitarrist und Sänger nickt in Richtung Hendrix, verbeugt sich vor ZZ Top, zieht seinen Hut vor Stevie Ray Vaughan und den drei Kings B.B., Freddie und Albert. Dabei beherrscht der Schwede sämtliche Tricks auf der Klampfe und erweist sich als kerniger Sänger mit rauer Kehle. Auf dieser unterhaltsamen Scheibe liefert Pontus Snibb den Beweis, dass man nicht am Mississippi geboren sein muss, um den Blues aufrichtig fühlen und spielen zu können.

Lucero – TEXAS & TENNESSEE

LuceroDie aktuelle 4-Track-EP kommt als Nachzügler ihres letzten Albums WOMEN & WORK (2012). Lucero sind ständig auf Achse, 150-200 Shows pro Jahr sind bei ihnen die Regel, in deutschen Landen spielten sie jüngst mit Frank Turner & The Sleeping Souls. Das Septett stammt aus Memphis, der Titelsong ›Texas & Tennessee‹ ist ein mittelschneller Schaukelrocker, in dem Frontmann Ben Nichols mit zerknirschter Stimme über das Ende einer Beziehung singt. Das sehnsüchtige ›Union Pacific Line‹ schwärmt von der Zeit, in der die Eisenbahn Reisende nach Hause brachte. ›Breathless Love‹ erinnert an den Blue Eyed Soul eines Van Morrison, ›Other Side Of Lonesome‹ schließlich ist ein Mix aus Alt.Country und Blues, in dem Nichols sein Heimweh besingt. Blues ist hier nur ein Faktor von vielen, dennoch ist er bei dieser Southern Band nicht zu überhören.

Meena Cryle & The Chris Fillmore Band – TELL ME

cover-foto-cc-elke-mayr-„Chris und ich sind wie Jagger & Richards oder Ike & Tina Turner“, sagt Meena Cryle über ihren Partner, den sie seit 20 Jahren kennt. Die beiden Österreicher haben sich Blues, Southern Soul und Rock’n’Roll verschrieben. Sämtliche zwölf Titel ihres dritten Albums stammen aus ihrer Feder und überzeugen mit gutem Händchen für Sound und Stil. Zusammen mit Bassistin Marlene Lachersdorfer und Schlagzeuger Frank Cortez bilden sie eine Gruppe, die sensible Balladen wie ›Tell Me‹ genauso meistert wie rockige Groover a la ›Enough Is Enough‹. Meenas Wehklagen in ›I Beg You‹ ist anrührend, während ›Give It Back‹ rockt & rollt wie in den Anfangstagen des Genres.

The Kenny Wayne Shepherd Band – GOIN’ HOME

shepherd, kenny wayneBereits fünfmal wurde Shepherd für den Grammy nominiert. Der 36-Jährige genießt einen exzellenten Ruf, was sich auch daran zeigt, dass Stephen Stills ihn jüngst in seine Band aufnahm. Auch auf GOIN’ HOME gaben sich Promis die Ehre, Ringo Starr, Warren Haynes, Keb Mo und Kim Wilson kamen zu Hilfe. Das Werk besteht aus zwölf Coversongs von Shepherds Idolen wie B.B. , Albert und Freddie King. Der Ausnahmegitarrist ist ein sensibler Interpret dieser Klassiker, für die ihn seine Groove-Section aus Chris Layton (früher Double Trouble) und Tony Franklin (u.a. The Firm) kongenial begleitet. Gemeinsam frischen sie diese großartigen Songs auf.

The Baseball Project – THE 3RD

baseball projectWie sich zwei Ex-R.E.M.-Mitglieder die Zeit vertreiben.

Seit nunmehr drei Alben zelebriert die eindeutig benannte US-Formation die Faszination für Ball, Handschuh und Schläger. Ein Umstand, der stutzig macht: Ein mehrteiliges Projekt um des Amerikaners liebsten Sport? Auf so eine Idee können nur Künstler kommen, die sich um die tägliche Mühsal des Geldverdienens keine Gedanken mehr machen müssen. Im Team tummeln sich tatsächlich zwei Musikanten mit sattem Konto: Gitarrist Peter Buck und Bassist Mike Mills, beide Ex-Mitglieder von R.E.M. Außerdem wirken noch Schlagzeugerin Linda Pitmon sowie die Vokalisten und Gitarristen Steve Wynn und Scott McCaughey mit. Weniger hemdsärmelig als auf den Vorgängerwerken, empfehlen sich die 18 stilistisch weitschweifigen Songs als unterhaltsam. Forschen Wave-Punk liefern ›From Nails To Thumbtacks‹, ›To The Veterans Committee‹ und ›A Boy Named Cy‹. Wie typische, bis dato aber unveröffentlichte Nummern aus den R.E.M.-Archiven tönen ›13‹ und ›Monument Park‹. Von Psychedelia geprägt zeigt sich ›The Babe‹, im rustikalen Country-Gewand präsentieren sich ›Box Scores‹ und ›The Baseball Card Song‹. Eine gehörige Portion R & B verabreichen schließlich ›They Played Baseball‹ sowie das stark an The Gun Club angelehnte ›¡Hola America!‹.