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Start Blog Seite 1162

Can – Klangvisionäre

Photo of CANVieles von dem, was uns New Wave, Progressive Rock, Punk und EBM beschert haben, geht mittelbar und unmittelbar auf die Kölner Sound-Avantgardisten zurück. Immer im Epizentrum des CAN’schen Klangtreibens: Komponist und Arrangeur IRMIN SCHMIDT.

Albumtitel, die so manchem Kenner der Rockmusik den Speichel im Mund zusammenfließen lassen: MONSTER MOVIE, TAGO MAGO, EGE BAMYASI, SOON OVER BABALUMA, LANDED, FLOW MOTION, allesamt Can-Veröffentlichungen und mithin Klassiker deutscher Rockgeschichte. Unbestritten ist, dass die Kölner Klangvisionäre Can zwischen 1968 und (mit Unterbrechung) 1989 einige der bedeutendsten und einflussreichsten Alben der Rockannalen veröffentlicht haben. Im November des vergangenen Jahres wurden sämtliche 13 Originalwerke der Band auf Vinyl wieder-veröffentlicht. Das Erbe einer Gruppe, deren Nachhaltigkeit bis in die Gegenwart hinein unbestritten ist und viele namhafte Nachlass-verwalter gefunden hat. „Ich sah Sonic Youth auf dem Sonar Festival in Barcelona und verstand sofort, weshalb Sonic Youth uns mögen“, erzählt Irmin Schmidt, einer von vier Can-Musikern und als ausgebildeter Komponist und Arrangeur auch einer ihrer wichtigsten Köpfe. „Die Show hat mir sehr gefallen, vor allem die zweite Hälfte des Konzerts, als Sonic Youth ein einstündiges Stück anstimmten und eine ähnliche improvisatorische Experimentierfreudigkeit an den Tag legten, die auch wir bei Can immer als essentiellen Bestandteil unserer Musik angesehen haben. Ich will jetzt nicht so weit gehen und behaupten, dass wir Sonic Youth Can verstanden haben, das wäre pure Arroganz, aber mitunter erkennt man zumindest Teile unserer Handschrift. Das freut mich dann jedes Mal sehr.“
Irmin Schmidt ist Mitte 70. Vor nunmehr 50 Jahren hat er eine umfassende klassische Ausbildung als Pianist, Dirigent und Komponist genossen. Er hat bei Karlheinz Stockhausen und György Sándor Ligeti gelernt und Zeit seines künstlerischen Schaffens klassische Neue Musik mit Rock und Jazz zu einem aufregenden Hybrid zusammengefügt. Seine kompositorischen Fertig-keiten zeigen sich aufgrund seines vorbildhaften Arbeitsethos mittlerweile in unzähligen Werken. Schmidt: „Meine Mutter hat mir früh schon eingebläut: ‚Wenn du Musiker werden willst, gehört dazu ein gerütteltes Maß an Disziplin.’ Ich bin halt Preuße und halte es ganz ähnlich wie Strawinsky: Von 7 Uhr bis 12 Uhr wird komponiert, dann gibt es eine Mittagspause, anschließend kümmert man sich um die Post.“
Schmidt kann nach eigenen Angaben auf Knopfdruck kreativ sein und wird auch deshalb von vielen Fernsehsendern, die es mit Kultur und Bildungsauftrag ernst meinen – also eben nicht RTL, SAT1, PRO7 und ähnliche Konsorten – regelmäßig für Soundtracks und Titelmelodien engagiert. Zu seinen wichtigsten Filmkompositionen gehören die Musiken in „Rote Erde“ und „Messer im Kopf“. Schmidt nennt beide Fernsehproduktionen „Eckpfeiler meines Schaffens, aber dennoch bei weitem nicht alles, was mir als wichtig und gelungen erscheint.“
Legendär ist Schmidt in Rockmusikkreisen insbesondere durch seine Mitgliedschaft bei Can. Can waren der Inbegriff des guten Geschmacks. Will man die Kölner Band und ihr musikalisches Selbstverständnis begreifen, so muss man sich neben der Arbeitsweise und dem daraus resultierenden Produkt immer auch den Anspruch der Musiker Schmidt, Jaki Liebezeit, Michael Karoli und Holger Czukay vor Augen führen. Gitarrist Liebezeit, der im November 2001 an Krebs starb, formulierte seine Vorstellungen etwa in folgender Phantasie: „Mir schwebt vor, eines Tages solche Musik zu machen, die auch von Marsmenschen verstanden wird“. Bassist Holger Czukay umschrieb seine kreativen Visionen mit den Worten: „Irgendwo fügen sich alle Dinge oder alle Geräusche zusammen, zu einer Symphonie. Musik hat etwas mit Geist zu tun, ist eine geistige Sprache.“ Can waren unüberhörbar Intellektuelle, die mit völlig neuen und innovativen Vorstellungen weit mehr verkörperten, als die Rockmusik-Szene bis dato gekannt hatte. Sie artikulierten als Idee die Weiterentwicklung vorhandener musikalischer Strukturen, wollten zukunftsorientierte Klänge machen, gewissermaßen Musik fürs nächste Jahrtausend.

RESULTAT DER APO-GENERATION
Entstanden war die legendäre Formation im Juli 1968, in einer Zeit also, die von großen politischen Unruhen in Europa geprägt war. Ein Jahr zuvor hatte sich in Deutschland die so genannte APO formiert, die Außerparlamentarische Opposition. Ihre Leitfiguren waren Rudi Dutschke, Rainer Langhans und Fritz Teufel. Can passten mit ihrem intellektuellen Ansatz in diese Epoche, sie waren musikalisch anspruchsvoll, akademisch vorgebildet und keineswegs Musiker im lediglich traditionellen Sinne. Ihre elektronischen Filigran-Improvisationen unterlagen stets dem laut Irmin Schmidt selbst auferlegten Anspruch, „allen gesellschaftlichen Zwängen entgegenzuwirken“. Kreatives Domizil der Musiker war über viele Jahre zunächst das Schloss Nörvenich in der Eifel, später dann das bandeigene „Inner Space Studio“ in einem alten Kino, 20 Kilometer außerhalb von Köln. Can waren Tüftler, Experimentalkünstler, die sich von keiner Seite in ihr avantgardistisches Konzept reinreden ließen und jedwede kommerziellen Aspekte stoisch ignorierten. In den ersten fünf Jahren begnügten sie sich zum Schrecken ihrer Schallplattenfirma bei Aufnahmen mit einer alten Zweispur-Bandmaschine des Herstellers Revox. Erst 1974 rüstete man auf ein 16-Spur-Tonband um. Speziell in England avancierten Can schon früh zu absoluten Superstars, viele britische Bands waren unüberhörbar von ihnen inspiriert. Ultravox, Simple Minds und auch David Bowie bekannten sich immer wieder zu Can als großen musikalischem Einfluss.
Es hatte durchaus geniale Züge, wenn Can via Weltempfänger und Morseapparat bei ihren Studioaufnahmen, besonders aber in ihren Konzerten, eine Symbiose aus handgemachter Musik und Kulturen-übergreifenden Radioeinspielungen herstellten. Dabei saß Czukay häufig an einer Morsetaste, über die er Rhythmus und Sequenz beeinflusste, um so quasi mit der ganzen Welt zu kommunizieren und zu musizieren. In dem Song ›Mystery‹ entwickelte er beispielsweise den Rhythmus aus dem Schrittmuster eines Menschen, der eine Treppe hochgeht. Die ersten Gehversuche der avantgardistischen Künstler erwiesen sich allerdings als kommerziell nur schwer vermittelbar.
Ihr in Eigenregie aufgenommenes Debütalbum MONSTER MOVIE war ein finanzielles Desaster. Keine Plattenfirma ließ sich zunächst für die experimentellen Klangcollagen begeistern, in einer Auflage von nur 600 Exemplaren brachten Can deshalb 1969 die Langspielplatte als Privatpressung heraus. Ein Jahr später klappte es dann doch noch mit einem Plattenvertrag, United Artists verpflichtete die Kölner auf mehrere Jahre hinaus. Ihr erster Sänger, der Amerikaner Malcolm Mooney, stand bereits Ende des Jahres kurz vor einem Kollaps und kehrte auf Anraten eines Psychiaters nach Amerika zurück. Dessen Nachfolger, der 21-jährige Japaner Kenji „Damo“ Suzuki, kam auf ähnlichem Wege zu Can, wie seinerzeit viele Newcomerbands ihre Sänger rekrutierten.
Holger Czukay erzählte später: „Ich saß mit Jaki in einem Café in München und sah Damo. Er schrie und betete irgendwie die Sonne an. Ich sagte zu Jaki: ‚Da kommt unser Sänger’. Ich ging zu Damo und fragte ihn: ‚Kannst du heute Abend zum Konzert kommen?’ Er sagte zu und kam direkt auf die Bühne. Es war ein wahnsinniges Konzert, zuerst sang Damo sehr beherrscht, es war alles sehr friedlich, er war sehr konzentriert. Dann sprang er wie ein Samurai-Kämpfer auf. Er nahm das Mikrophon in die Hand und schrie das Publikum an. Das Publikum wurde dermaßen nervös, die Leute fingen an, sich gegenseitig zu schlagen, es gab eine Prügelei und fast alle rannten raus. Es war wirklich ein herrliches Konzert.“
SPOON
Nur selten jedoch trafen die Kölner trotz überragender Fähigkeiten wirklich den Massengeschmack. Ihre Musik funktionierte in einem elitären Kreis ernsthafter Musikliebhaber, die breite Öffentlichkeit indes verstand das künstlerische Anliegen der Gruppe kaum. Und selbst ›Spoon‹, einer ihrer größten Hits, wäre beinahe dem Unverstand seines Auftraggebers zum Opfer gefallen. Denn ›Spoon‹ war als Soundtrack zum Durbridge-Kriminalfilm „Das Messer“ entstanden und eigentlich eine durch die Filmszenen festgelegte Auftragsarbeit. Irmin Schmidt erinnert sich: „Der Film wurde im Winter 1971/72 gedreht. Ich schaute mir die ersten Einstellungen gemeinsam mit dem Regisseur an, besprach mit ihm die Dramaturgie und schrieb mir in Form einer Liste Szene für Szene auf. Im Studio dann erklärte ich – quasi wie ein Märchenerzähler – den Anderen diesen Film. Nach diesen skizzierten Vorgaben schrieben wir den Song. Wir ahnten zunächst natürlich nicht, dass es ein großer Hit werden würde, aber wir fanden den Song schon gleich aufregend und sehr neuartig. Jaki hatte mit einer Rhythmusbox gespielt und sie außerordentlich trickreich eingesetzt. Der Groove ging los wie eine Maschine. Doch der Regisseur mochte das Stück nicht, er fand es zu unkommerziell. Er protestierte, sagte schließlich: ‚Ich distanziere mich von diesem Song!’ Doch Produzent Rohrbach (u.a. Das Boot) mochte ›Spoon‹, fand ihn toll.“ Zu Recht, denn der Durbridge-Krimi zog insgesamt 32 Millionen Zuschauer in den Bann, Can profitierten davon und landeten mit ›Spoon‹ einen Singlehit, der sich weltweit mehr als 200.000 mal verkaufte.

GESEGNETER RHYTHMUS
Innerhalb kürzester Zeit etablierten sich Can in ganz Europa und galten nicht nur bei Insidern als extraordinäre Rockband, die geschickt (aber unbeabsichtigt) Kunst und Kommerz miteinander verschmelzen ließ. Im Februar 1972 gastierte die Gruppe vor 10.000 Zuschauern in der Kölner Stadthalle und fackelte ein mit Laserstrahlen, Akrobaten und Feuerwerkern bestücktes Bühnenspektakel ab. Sechs Wochen später startete die erste Englandtournee. Die britischen Gazetten überschlugen sich vor Begeisterung, fabulierten etwas von „gesegnetem Rhythmus“ und einer sich von britischen und amerikanischen Rockbands wohltuend unterscheidenden Genialität. Ihre damalige Popularität bescherte der Gruppe neben zahlreichen TV-Features auch die Einladung zur bundesdeutschen Fernsehsendung „Pop 75“. Das englische Musikmagazin „Melody Maker“ attestierte Can, „eine der fortschrittlichsten Bands dieses Planeten“ zu sein und lud die Gruppe in die britische TV-Sendung „Old Grey Whistle Test“ ein. Anschließend gab es sogar das Angebot, gemeinsam mit Pink Floyd auf Tournee zu gehen. Doch Can lehnten ab, da sie ihr Programm nicht kürzen wollten. Außerdem hielt vor allem Schmidt nicht sonderlich viel von der britischen Rockszene: „Wir hatten vor allem amerikanische Gruppen zum Vorbild, also James Brown, Sly Stone, Captain Beefheart, Zappa, Velvet Underground, Miles Davis, Jimi Hendrix, aber auch John Milton Cage oder Terry Riley. In England entdeckten wir nur wenig, was uns inspirierte.“
Im Herbst 1976 erschien FLOW MOTION, hierauf zelebrierten Can entgegen früherer, eher anarchistischer Arrangements überraschend eingängige Ton- und Rhythmusstrukturen, mit poppigen Themen im Disco-Beat oder zu Reggae- und Tangotakt. Mit der Singleauskopplung ›I Want More‹ gelang dem Quartett ein Top 20-Singlehit in England. Das gleiche Kunststück wiederholten die Kölner mit einer gleichlautenden Paraphrase von Opernkomponist Jaques Offenbachs ›Can Can‹, zu hören auf dem 78er-Album CAN. Durch den Bassisten Rosko Gee und den Percussionisten Reebop Kwaku Baah, die beide vordem der englischen Kultformation Traffic angehört hatten, bekam die Musik von Can ab 1977 einen deutlich stärker afrikanischen Einschlag. Doch bei den Kölnern begann es erstmals zu kriseln. Czukay wollte statt mit einem traditionellen Instrument lieber stärker mit Radio und Telefon experimentieren und diese Hilfsmittel in die Musik von Can integrieren. „Das Verhältnis zwischen den Musikern und dem Radio ist wirklich magisch“, orakelte er. Doch seine Mitmusiker konnten sich nicht so recht mit dem neuen Medium anfreunden, fühlten sich musikalisch bereits auf einem anderen Pfad.

„BEI UNS VERLIEF ALLES TELEPATHISCH“
Für OUT OF REACH (1978), übrigens ohne Holger Czukay aufgenommen, gab es dann auch erstmals laute Kritik seitens der Medien. Zudem ließen sich die beiden Neuzugänge nicht ins Selbstverständnis der übrigen Mitglieder integrieren. Getrennte Regelungen der Tantiemen waren im Bandgefüge vorher unbekannt gewesen, die Traffic-Profis bestanden jedoch darauf. In all den Jahren begleiteten sowohl nationale wie auch internationale Presseorgane nahezu jedes Album der Band mit uneingeschränkter Begeisterung, attestierten den Kölnern über Jahre immer wieder ihre Ausnahmestellung unter allen europäischen Rock-Acts. Wie beschrieb es Jaki Liebezeit einst so treffend: „Unser Ziel war es immer, mit der Musik die Körper in Bewegung zu bringen. Man muss zu ihr tanzen können.“ Und Karoli ergänzte: „Alles bei uns verlief telepathisch, wir dachten und fühlten quasi synchron.“ Allerdings: In den Verkaufszahlen wirkte sich diese Medienbegeisterung letztendlich nur sehr selten aus. Denn im Verhältnis zu ihrem unbestritten großen Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Popmusik waren Can kommerziell betrachtet überwiegend eher unterrepräsentiert. Ende Mai 1978 gab die Band in Lissabon vor 10.000 Zuhörern ihr vorerst letztes Konzert und pausierte anschließend bis 1986.
Für Keyboarder Irmin Schmidt, der im vergangenen Winter die Compilation VILLA WUNDERBAR mit einer hörenswerten Auswahl an Solo- und Filmarbeiten sowie zwei unveröffentlichten Can-Remixen veröffentlicht hat, ist all dieses weit mehr als nostalgisch verbrämte Vergangenheit, sondern Teil seines einzigartigen Lebenswerks. „Ich bin froh, dass ich 1937 geboren bin, auch wenn wir Anfang der 50er bitterarm waren. Aber ich konnte in Paris Komposition studieren, ich war dabei, als Stockhausen die elektronische Musik für sich entdeckte, ich war dabei, als Rockmusik in den 70ern progressiv wurde. Ich war immer dort, wo gerade etwas Neues passierte.“

Sebastian Bach – GIVE ‚EM HELL

bach, sebastianDie Ex-Skid-Row-Sirene lässt die Hölle los.

Vor 18 Jahren verließ Sebastian Bach die 80er-Helden Skid Row, gemeinsam mit wechselnden Gastmusikern veröffentlicht er seitdem regelmäßig seine eigenen Platten. Für seine sechste Soloscheibe konnte er ganz besonderes Personal gewinnen. Sowohl für den Job am jeweiligen Instrument als auch mit Notenblatt und Stift standen dem Gilmore-Girls-Rocker bei den Arbeiten an GIVE ‚EM HELL Duff McKagan, Steve Stevens und Bobby Jarzombeck zur Seite. Sie alle haben ihre individuellen Spuren auf den zwölf Stücken hinterlassen, zugleich reiht sich das aktuelle Werk geschmeidig an seine Vorgänger.
Mal wirkt Bachs Heavy Metal etwas altbacken (›Temptation‹, ›Push Away‹), mal tauchen frische Elemente, gefolgt von eingängigen Rock-Radio-Melodien (›Harmony‹) auf, mal möchte er mit süßlichen Balladen (›Had Enough‹) punkten. Insgesamt erfinden Bach und seine Gäste nichts Neues, was in diesem Genre aber auch weder nötig noch möglich ist. Außerdem genügt es vollkommen, diese hervorragenden Protagonisten bei dem zu belauschen, was sie am besten können.

Asia – GRAVITAS

asiaKein neuer Klassiker, aber ein gelungenes Studioalbum der AOR-Großmeister.

Man müsste eigentlich zuerst eine gemeinsame Terminologie finden, was man denn unter dem „freshest and punchiest“ Asia-Album seit den 80ern zu verstehen hat. Vollmundig vom Label als grandioses Meisterwerk angekündigt, darf man die Erwartungshaltung zu GRAVITAS nicht ins Astronomische übersteigern, denn diese Band hat noch nie spektakuläre Feuerwerke abgefackelt. Aber: Wie der (Hymnen-)Hase läuft, das wissen die Herren Geoff Downes, Carl Palmer und John Wetton nach weit über 40 Jahren im Musikbusiness. Ihre Kompositionen haben starke Hooks, fabelhafte mehrstimmige Gesänge und eine zuverlässig heimelige Atmosphäre. Konkret: GRAVITAS ist handwarmer Pop Rock, mit moderatem Härtegrad, unauffälliger Gitarrenarbeit und einer Produktion, die einem auch nach durchzechter Nacht nicht sauer auf den Magen schlägt. Apropos Gitarrenarbeit – der neue Klampfer heißt Sam Coulson, hält sich überwiegend dezent zurück, zeigt aber dort, wo gefordert, seine besondere Klasse. Fazit: Einen Klassiker wie ›Heat Of The Moment‹ sucht man auf GRAVITAS erwartungsgemäß vergeblich, dafür erfreut sich das Ohr aber an einer Reihe gelungener AOR-Nummern.

The Arkanes – W.A.R.

The-Arkanes-WARFrühreife Globetrotter.

2007 von dem damals 17-jährigen Sänger/Gitarristen Chris Pate und dem gleichaltrigen Bassisten Lee Dummett gegründet, haben sich The Arkanes in den vergangenen sieben Jahren zu einem absoluten Geheimtipp hochgearbeitet. Kein Wunder, schließlich lässt sich das Liverpooler Quartett nur von den Besten der Besten inspirieren und blickt dabei auch gerne über die eigenen Landesgrenzen hinaus: Das Spektrum reicht von Britpop/-Rock bis zu Alternative Rock und Grunge nordamerikanischer Herkunft. So wirkt ›Onus‹ beispielsweise wie Nirvanas ›Smells Like Teen Spirit‹ in einer Fish-and-Chips-Variante, während Pulp und Alice In Chains gemeinsam als ›Vampyre‹ die Nacht unsicher machen und Oasis, Queens Of The Stone Age sowie Slash die ›Stand Alone Inc.‹ bilden. Die Beatles, Arctic Monkeys, Blur, Muse, White Stripes und Led Zeppelin schauen ebenfalls regelmäßig vorbei und machen diesen W.A.R. zu einem Krieg ohne Verlierer. Einziges Manko: Die Vorbilder schimmern teils zu offensichtlich durch. Auf Album Nummer zwei sollten The Arkanes dementsprechend mehr Eigenhaut zeigen.

Rückblende: Heart ›Crazy On You‹

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Heart PerformingVor 38 Jahren gossen die Wilson-Schwestern Ann und Nancy ihre Gefühle über Liebe  und den fragilen Zustand der Welt in eine Debütsingle, die zum Rock-Evergreen werden sollte.

„Es geht um ein sexuelles Erwachen, aber eigentlich dreht es sich darum, einen Schritt zurückzutreten, um die Welt zu betrachten“, sagt Ann Wilson über ›Crazy On You‹. Anfang 1975 war die ältere der Wilson-Schwestern hoffnungslos verliebt in einen jungen Mann namens Michael Fisher. Er war ein Wehrdienstverweigerer, der in Vancouver in, so Wilson, „einem Tolkien-Haus mit einem großen Bett aus Treibholz“ lebte, und genau dort verbrachten die Liebenden ihre glücklichen Nächte, während sie über das Chaos um sie herum grübelten.
„Die Welt war in den Abgrund gestürzt, die Kultur stand Kopf und alles war überwältigend am Arsch“, erinnert sich Ann. „Bomben, Teufel, der Vietnamkrieg und die Ölkrise. Es war sehr frustrierend, also verpackte ich diesen Frust im Text des Stücks. Ich war in einer sehr engen Beziehung mit Michael. In so einer Situation legt man sich einfach in den Schoss seines Geliebten und sagt: ‚Oh Gott, was machen wir nur mit dieser Welt?‘ Das ist das Gefühl des Songs.“
Ann ging mit dem Text zu ihrer Schwester Nancy. „Ich weiß noch, dass ich eine schlimme Grippe hatte und fast im Delirium war“, so Nancy. „Der Text war so gut, dass er mich in meinem Krankenbett fast ein bisschen aufbaute. Zwei Tage später ging es mir besser und wir fingen an, ihn mit Musik zu verbinden. Wir hörten damals viel Moody Blues. Es gab ein [Moodies-]Stück namens ›Question‹ mit diesem schnellen, feurigen Gitarrenrhythmus. Das war unsere Idee für den Groove. Dann kam [Gitarrist] Roger Fisher mit diesem echt coolen Riff von A-moll auf F und das gab ihm einen wundervolle Dynamik.“
Damals hatten Heart eine starke lokale Fanbase in Vancouver und traten regelmäßig in einem Club namens Lucifer‘s auf. „Da haben wir zum ersten Mal ›Crazy On You‹ gespielt und ich glaube, Teile des Texts habe ich erst dort im Club fertiggeschrieben. Es ist immer gut, da draußen mitten im Geschehen zu schreiben.“
Wie jede junge, hungrige Band wollten Heart einen Plattenvertrag. Aber alle Labels in Kanada sowie ein paar in den USA hatten sie ohne Umschweife abgelehnt – manche sogar zweimal. Schließlich beschlossen sie, auf ein Indie-Label aus Vancouver namens Mushroom zu setzen. Mushroom hatte nicht das Personal und Geld, aber dafür ein eigenes Studio, ausgerüstet, so Ann, mit „tollen Röhrenmikrofonen, 16-Spur-Maschine und dem Mischpult, das in den 60ern bei Muscle Shoals stand.“
Während die Band sich dort einnistete, um ihr klassisches Debüt DREAMBOAT ANNIE aufzunehmen, machte Nancy sich Gedanken, wie man ›Crazy On You‹ noch besser machen könnte. „Ich wollte ein Intro auf der Akustischen verfassen, bevor der Song losgeht“, sagt sie. „Also saß ich ein paar Tage da und versuchte, nur diesen ersten Takt hinzukriegen. Ich wollte, dass er wirklich denkwürdig wird. Das war das Schwerste, einen Anfang zu finden. Aber wenn ich jetzt diese Einleitung spiele, erkennen es sofort alle.“
Als die Basis-Drum/Bass/Gitarrentracks fertig waren, ging Ann in die Gesangskabine. „Das war vor Autotune und Bearbeitungsmöglichkeiten, also warst du wirklich auf dich gestellt, hast gesungen und performt“, sagt sie. „Wenn du den Ton nicht getroffen oder den Text falsch gesungen hast, musstest du aufhören und es noch mal machen. Das war viel Arbeit. Aber als Sängerin hat es deine Konzentration geschärft.“
Sowohl Ann als auch Nancy loben den Beitrag von Produzent Mike Flicker zu der Session. „Er war der Erste, der wirklich etwas hörte in dem, was wir taten“, so Ann. „Er konnte darüber hinwegsehen, dass die Stücke, die wir schrieben, noch nicht ganz fertig waren und eine führende Hand brauchten. Er konnte hören, was daraus werden könnte.“
„Er sah ›Crazy On You‹ als Leinwand, um mehr orchestrale Sequenzen dazuzumalen“, fügt Nancy hinzu. „Er wollte, dass das Lied die Hörer auf eine musikalische Reise mitnimmt mit all den Instrumentalpassagen, die zu dem großen Refrain am Ende führen.“
Nachdem ›Crazy On You‹ als erste Single von Heart gepresst wurde, gingen die Mädels auf Tour und besuchten Radiosender in Kanada und den USA. Frauenbewegung hin oder her, die Musikindustrie war immer noch eine Männerdomäne. „Wir waren zu zweit, wir waren beide Sängerinnen und Songwriterinnen und Bandleaderinnen, also waren wir sehr anders als alle anderen, denen wir begegneten. Es hat eine Weile gedauert, bis wir akzeptiert wurden.“
Als die Single allerdings im Radio zu laufen begann, klingelten die Telefone in Detroit, dann Chicago, dann in den ganzen USA. Zusammen mit ›Magic Man‹ war es der Beginn einer Liebe zu Heart, die bis heute anhält. Beide Stücke sind heute Rock-Klassiker und ›Crazy On You‹ erlebte in den letzten Jahren sogar einen zweiten Frühling dank eines Samples auf Eminems ›Crazy In Love‹ („eine tolle und kreative Verwendung des Songs“, so Ann) und einer Coverversion der Decemberists („wunderschön“, sagt Nancy).
Ann schätzt, dass sie ›Crazy On You‹ „über 16.000 mal“ gesungen hat, seit es zum Hit wurde. „Nach so vielen Darbietungen macht es immer noch Spaß, denn in diesem Lied ist kein Bullshit. Der Text hat immer noch Gewicht, weil ich noch genauso über die Welt denke. Das Lied gab vielen Leuten Hoffnung, denn sie sahen sich die Herausforderungen und Schwierigkeiten in ihrem Leben an und dachten, ‚Die Welt ist wirklich verrückt, aber ich haben diesen Menschen, der mich liebt‘, und darum geht es in diesem Stück. Wenn jemand sagt: ‚Ohne euer Lied ›Crazy On You‹ hätte ich das nicht überstanden‘, ist das so viel wert. Ich kann nicht mal ansatzweise beschreiben, wie ich mich dann fühle. Es macht so absolut glücklich, denn es heißt wohl, dass all die Arbeit und alles, was ich über die Jahre gegeben habe, wirklich etwas bedeuten.“
„Ich denke, die Worte sind zeitlos“, so Nancy. „Es sind dieselben Beobachtungen darüber, was es heißt, ein Mensch in dieser Welt zu sein, und wie all die Sorgen der Welt sich über dir auftürmen können. Aber wenn du jemanden hast, mit dem du das teilen kannst, oder mit dem du flüchten oder durchdrehen kannst, macht es das Leben soviel besser.“

Was bedeutete es, in den 70ern auf einem Independent-Label zu sein? Die Wilson-Schwestern mussten ihre erste Single ›Crazy On You‹ mit geringsten Mitteln promoten, wie Ann erzählt: „Da waren Nancy und ich und dieser freche Promo-Typ von Mushroom Records“, lacht sie. „Er fuhr uns zu Radiosendern und wir trafen die DJs. Shelly sagte dann: ‚Okay, Mädels, ihr wartet im Auto.‘ Dann gab er dem Typen ein Tütchen Koks und eine Telefonnummer, unter der er später eine Nutte bekommen würde, wenn er wollte. So schockierend ist das gar nicht. Das war schon lange so gelaufen. Das Wichtige war doch, dass das Lied im Radio lief, dann konnten die Hörer selber entscheiden, ob es ihnen gefiel.“

Veröffentlicht:
Februar 1976
Höchste Chartposition:
USA: 35
Personal:
Ann Wilson (Gesang, Flöte)
Nancy Wilson (Gesang, akustische Gitarre)
Roger Fisher (E-Gitarre)
Howard Leese (E-Gitarre)
Steve Fossen (Bass)
Kat Hendrikse (Schlagzeug)
Dave Wilson (Schlagzeug)
Rob Deans (Keyboard)
Before Dawn (Backing-Vocals)
Geschrieben von:
Ann und Nancy Wilson
Produziert von:
Mike Flicker
Label:
Mushroom

Anti-Mortem – NEW SOUTHERN

anti-mortemFeuer in der Scheune!

Den Ort Chickasha gibt es tatsächlich. Irgendwo in Oklahoma. Dort steht neben der Farm der Familie Romo eine Scheune. Seit 2008 proben dort Larado und Nevada, die beiden Sprösslinge der Romos. Aufgewachsen mit Classic- und Southern-Rock, aber dann irgendwann auch vom Metal infiziert, haben die Brüder ihre Vorlieben in einen Topf geworfen und dem Southern Metal eine neue Variante hinzugefügt: der aggressive Groove von Pantera, verbunden mit den Melodien von Black Stone Cherry. Das klingt nicht nur auf dem Papier interessant: Songs wie ›Words Of Wisdom‹ oder ›100 % Pure American Rage‹ sind genau für die Ohren gemacht, denen Pantera immer ein wenig zu unmelodisch waren und für die, denen Black Stone Cherry zu sehr in Richtung Nickelback wanderten. Jetzt gibt es die perfekte Symbiose aus beiden Welten, man höre ›I Get Along‹ oder die großartige Halbballade ›Path To Pain‹. Und dabei sind diese feurigen Burschen aus dem Mittleren Westen erst Anfang 20. Schon lange nicht mehr so ein stimmiges, interessantes Debüt gehört.

Alien – ETERNITY

AlienGlatt geschmirgelter AOR aus Schweden.

2010 haben sich die Schweden Alien reformiert, ihr Backkatalog wurde in diesem Zusammenhang wiederveröffentlicht und verkaufte sich recht gut. Alien galten in den 80ern als begabte Hoffnungsträger in Sachen AOR mit mächtig Potenzial, hielten dem Realitätstest aber nicht stand und verschwanden in der Versenkung. Im Zuge der Reformation spielten sie einige Gigs und befanden, wieder soweit zu sein, neues Material aufzunehmen. ETERNITY ist das Resultat, das glatt geschmirgelten, jeglicher Ecken und Kanten beraubten AOR bietet. Bittersüße Melodien, millionenfach gehört. Gitarren, die den Kampf gegen übermächtige Melodien und Keyboards grundsätzlich verlieren und sich nur selten behaupten können wie in ›Burning Heart‹ und ›Wildheart‹. Zwei der wenigen Tracks, bei dem das Wort „Rock“ im Vordergrund steht. Survivor und Streets hört man immer wieder heraus, ohne dass deren qualitative Tiefe erreicht wird. Letztendlich liefern Alien ein Album ohne Überraschungen, das vermutlich nur Die-Hard-AOR-Fans mit einem äußerst puristischen Musikgeschmack gefallen dürfte.

Das letzte Wort: Blackberry Smoke

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Blackberry SmokeDSC_0829Sie hatten ihren Proberaum neben den Black Crowes, deren Sänger gab ihnen ihren Namen. Country-Star Zac Brown nahm sie auf sein Plattenlabel, Lynyrd Skynyrd mehrmals mit auf ihre „Simple Man“-Karibik-Kreuzfahrt. Sänger und Gitarrist Charlie Starr bleibt dennoch gelassen.

Stimmt es wirklich, dass ihr im Schnitt 250 Konzerte im Jahr gebt?
Ja, verrückt, oder? Aber das ist unser Job! Und er macht auch nach 14 Jahren immer noch richtig Spaß. Im Dezember machen wir aber frei, um unsere Familien zu sehen. Ab und zu muss man seine Batterien aufladen. Zumal wir sehr viel „in-house“ machen. Brit (Turner, Schlagzeug) zum Beispiel ist für die Finanzen und für das Artwork zuständig.

Auch in Europa scheint das Konzept von Blackberry Smoke aufzugehen, eure letzte Tour im März war sehr erfolgreich.
Das stimmt. Fast alle Clubs waren ausverkauft, oft mussten wir sogar in größere umziehen. Das hat uns schon ein wenig überrascht. Auch die Reaktionen der Zuschauer waren unglaublich. Speziell in Paris, Glasgow und Berlin hat es sehr viel Spaß gemacht. Europäer sind anders, sie achten mehr auf die Einzelheiten. In Amsterdam hingegen war es genauso wie in Texas, da kamen die Leute, um zu feiern.

Euer letztes Album THE WHIPPOORWILL erschien beim englischen Earache-Label, das nicht unbedingt für Southern Rock, sondern eher für viel härteren Sound bekannt ist. Warum habt ihr euch für den Grindcore-Spezialisten entschieden?
Wir wussten natürlich von der Vorliebe des Labels für extremen Heavy Metal, aber als wir die Verantwortlichen kennengelernt haben, wurden wir eines Besseren belehrt: Sie haben die Rival Sons groß gemacht, und deren Retro Rock liegt schon mehr auf unserer Wellenlänge. Die Jungs und Mädels von Earache sind absolute Musikliebhaber, egal aus welchem Genre. Uns hat diese Einstellung sehr gefallen. Und ich bin auch lieber ein großer Fisch in einem kleinen Teich als umgekehrt.

Mit Blackberry Smoke setzt ihr euch zwischen zwei Stühle: Für Country-Fans seid ihr ein wenig zu rockig, für echte Rocker ein wenig zu soft. Aber ihr habt das bewusst gemacht, oder?
Wenn man alle Einflüsse von uns Fünf zusammenpackt, kommt so etwas dabei heraus. Ich würde das nicht als bewusst bezeichnen. Wir haben eine Schnittmenge, auf die wir uns alle einigen können: Allman Brothers, Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd, Aerosmith, Led Zeppelin… Aber jeder hat auch seine eigenen Vorlieben. Ich stehe sehr auf Bluegrass und traditionellen Country, Brandon (Still, Keyboards) mag Jazz. Wir haben uns niemals selbst limitiert, sondern wollen gute Musik machen. Pop-Country-Hits gehören nicht dazu. Das ist lächerlich. Im Country-Radio in den USA läuft so viel Mist, wie ich ihn in meinen 39 Lebensjahren bisher noch nicht gehört habe. Wie viele Songs über einen Traktor und eine Heckklappe kann es geben? Die Frage ist doch: Will man den schnellen Erfolg und in zehn Jahren vergessen sein oder wenigstens einen einzigen Song schreiben, den man in 20 Jahren noch hören kann?

Schreibst du deshalb gerne Texte, die aus dem üblichen Rahmen herausfallen?
Ich versuche, Geschichten zu erzählen. Natürlich mag jeder einen Party-Song, der einen gut drauf bringt. Aber was bleibt wirklich hängen? Die Texte mit Nachhaltigkeit, mit denen sich die Leute identifizieren können. Weniger Hank Williams, mehr Bob Dylan. Auch Ronnie van Zandt war ein großer Poet. Oder Greg Allman.

Ihr seid schon mit vielen Branchen-Größen getourt. Von wem habt ihr am meisten gelernt?
Von ZZ Top haben wir gelernt, dass man den Show-Faktor nicht vernachlässigen darf. Billy Gibbons hat uns 2009 viel beigebracht. Zac Brown hat uns 2011 die Möglichkeit gegeben, auch vor sehr großen Menschenmengen zu spielen, das war sehr hilfreich. Mit Lynyrd Skynyrds Ricky Medlocke verbindet uns seit 2003 eine richtige Freundschaft. Er stand beim ersten Gig in Dallas neben der Bühne, das war sehr komisch, weil er einer unserer Helden ist. Er mag uns sehr. Wir waren auf allen bisherigen sieben „Simple Man“-Kreuzfahrten dabei, die achte steht im November an. Auf den letzten beiden Kreuzfahrten durften wir dann mit ihm jammen; es gab einen Abend, an dem wir mit ihm Blackfoot-Songs gespielt haben, die er selbst nicht mehr konnte: ›Railroad Man‹, ›Left Turn On A Red Light‹, ›Spendin’ Cabbage‹ und ›Train Train‹. Mittlerweile haben wir sogar einige Songs zusammen geschrieben, die irgendwann einmal herauskommen werden.

Ihr seid auch durch die Biker-Serie „Sons Of Anarchy“ in den USA bekannt geworden. ›Ain’t Much Left Of Me‹ von THE WHIPPOORWILL gehört zum Soundtrack der fünften Staffel.
Wir haben schon mehrmals auf deren Benefizkonzerten in Los Angeles gespielt, das Ganze nennt sich „The Boot Campaign“ und unterstützt verletzte Soldaten. Eine gute Sache.

Was ist als nächstes geplant?
Ende April erscheint ein Doppel-Live-Album mit DVD, dann irgendwann im Sommer gehen wir das neue Studioalbum an. Letztes Mal brauchten wir fünf Tage, vielleicht nehmen wir uns diesmal einen Tag mehr Zeit. Nach Deutschland kommen wir im Oktober zurück. Quasi als Warm-Up für die Skynyrd-Cruise.