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The Winery Dogs – UNLEASHED IN JAPAN

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Winery DogsBig in Japan.

Vor zwei Jahren gründeten Gitarrist und Sänger Richie Kotzen, Bassist Billy Sheenan und Schlagzeuger Mike Portnoy ihre Supergroup The Winery Dogs. Ihr Debüt erschien vor einem guten halben Jahr und präsentierte sich mit einem hochwertigen Mix aus Classic-, Progressive- und Hard Rock-Elementen, sowie einer Prise Soul, Jazz und Blues. Da es die drei Herren auch gleich auf die Bühnen der Welt trieb, schnappte man sich in Japan ein Aufnahmegerät und fing die Live-Atmosphäre der Winery Dogs ein. Was ziemlich gut gelang, denn man hört förmlich die Freude am Zusammenspiel der Musiker. Komisch ist der Mangel an Publikums-geräuschen, was jedoch auch an der bekanntermaßen zurückhaltenden Art der Japaner liegen könnte. Gute Stimmung ist auf jeden Fall zu spüren! Als besonderen Bonus enthält diese Live-Platte auch noch das Debütalbum in voller Länge.

Vdelli – LIVE & ON FIRE

tumblr_static_9lhv2lfcuvwgcw40osc4sgoogRecorded live in Western Australia!

So steht es stolz auf der Cover-Rückseite, unter den 14 Stücken, die das Blues-Rock-Trio im „Indian Ocean Hotel“ in Scarborough aufgenommen hat, und zwar Anfang November vergangenen Jahres. Ergänzt um einen viertelstündigen Bonustrack, der klingt, als hätte jemand die länglichen Improvisationen der Allman Brothers Band oder von Quicksilver Messenger Service in Richtung heavy getrimmt. Generell gilt: Die drei Australier rocken beherzt, vor allem das lebhafte Bassspiel von Leigh Miller macht Freude, Sänger und Gitarrist Michael Vdelli klingt mitunter wie David Coverdale 2.0, Schlagzeuger Ric Whittle gibt dem kompakten Treiben das nötige Fundament. Gut: Der raue Sound des Live-Mitschnitts, der zu dieser Art Musik naturgemäß am besten passt. Verbesserungswürdig: Die Dynamik, sei es innerhalb der Songs und erst recht auf die Länge des Albums bezogen. Dennoch: Für Freunde des Genres, die Wah-Wah-Klänge mögen sowie Shuffle und Boogie goutieren, eine solide Wahl.

V.A. – TOO SLOW TO DISCO VOL. 1

Various - Too Slow...Yacht-Pop-Sampler – für die Disse zu langsam, zum Wegwerfen viel zu schade!

Wer kennt nicht stereotype Bilder wie aus einer perfekten TV- Produktwerbung: Endlose Fahrten im Sportcoupé auf den kurvigen Highways von Los Angeles bei stets sonnigem Wetter und samtener Luft zum Anfassen. Albert Hammond vermittelte noch hemdsärmelig in ›It Never Rains In Southern California‹ ebenso einen Eindruck davon wie eine Dekade später Phil Carmen in ›On My Way To L.A.‹ Höher, schneller, weiter! Schöner, bunter, luxuriöser und kostspieliger könnte alternativ das Mantra von TOO SLOW TO DISCO VOL. 1 lauten – eine von Marcus Liesenfeld (DJ Super-markt) zusammengestellte Compilation über ein Genre aus einer noch durch Überfluss geprägten Ära. Von handfesten Rockanhängern mehr oder minder verächtlich Westcoast Pop, Soft Rock, Yacht Pop, Middle Of The Road oder amtlich AOR (Adult Oriented Rock) betitelt. Aus einer Zeit, als der seinerzeit modern Singer/Song-writer bezeichnete Troubadour aus der Hippie-Gegenkultur plötzlich den linken Politdiskurs wegsteckte, das Luxusleben entdeckte und glaubte, er müsse „funky“ Afroamerikanismen in seine Musik integrieren. Möglich machten das junge Manager in den Plattenkonzern wie David Geffen (Asylum, Geffen Records), die Produk-tionsbudgets noch unbegrenzt üppig bemaßen, anstatt elektronische Synthese noch ganze Orchester mit Bläsern und Streichern im Studio auffuhren und denen es schlicht egal war, über wie viele Monate ihr Künstler für ein Album im Studio hantierte. Für den perfekten Auftakt sorgt ›Get It Up For Love‹, durch eine nicht minder famose Version von David Cassidy zu Hitehren gelangt, im Original aber von Ned Doheny, dem im Studio schon mal die kompletten Eagles aushalfen. ›Escape (The Piña Colada Song)‹ oder ›Him‹ dürften die zwar größeren Hits von Multitalent Rupert Holmes sein, dafür federt sein ›Deco Lady‹ aber majestätisch zwischen Philly Soul und Latin Jazz. Kein Geringerer als New-Orleans-Produzentenlegende Allen Toussaint nahm sich des ironischen ›Liverpool Fool‹ vom damals blutjungen Browning Bryant an. Als Harmoniesängerin von Linda Ronstadt und Neil Young kam die 1997 verstorbene Nicolette Larson zu Künstlerehren. ›Lotta Love‹, produziert von Ted Templeman (Montrose, Van Halen) und Mithilfe der Doobie Brothers eingespielt, rotierte seinerzeit auch in Deutschlands Diskotheken. Apropos Doobie Brothers: Auch sie dürfen nicht fehlen, allerdings mit dem mainstreamigen ›Losin’ End‹, als Tom Johnston schon sein Mikrofon an Michael McDonald übergeben hatte. Reichlich blitzblanken Soul und Funk verabreichen Bill und Bob Alessi, eineiige Zwillinge, mit ›Do You Feel It?‹. Als wohl bekannt erweist sich ›Saturday In The Park‹ von Chicago vom 72er Werk CHICAGO V. Fleetwood Macs ›Sugar Daddy‹, komponiert und gesungen von Christine McVie, stammt von jenem selbstbetitelten Werk, als Lindsay Bucking-ham und Stevie Nicks gerade das einstige britische Blues-Flaggschiff zu amerikanisieren begannen. Tony Joe White, ewig unterschätzter Sänger und Komponist, steuert komplett Laid Back ›I’ve Got A Thing About You Baby‹ bei. Space-Age-Jazz-Fusion liefert die Jan Hammer Group mit ›Don’t You Know‹. Schließlich wirkte Hammer, bevor er in die Staaten emigrierte, bei Peter „Raumpatrouille“ Thomas im Studio mit – und gelernt ist schließlich gelernt.

Uriah Heep – OUTSIDER

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Uriah HeepDa qualmen die Boxen.

Dass sich Uriah Heep auch nach über 40 Jahren im Business und mehr als 40 Millionen verkauften Einheiten nicht zum alten Eisen zählen lassen müssen, beweisen sie auf ihrem 24. Studioalbum OUTSIDER. Komplettiert durch Bassist Davey Rimmer, der den verstorbenen Trevor Bolder ersetzt, rocken die Briten bereits mit dem Opener ›The Speed Of Sound‹ alles in Grund und Boden. Auch darüber hinaus enthält die Scheibe überwiegend energetische, frisch klingende Geradeaus-Rocker wie z. B. ›The Law‹, ›Looking At You‹ oder ›Can’t Take That Away‹, die ein ordentliches Tempo aufweisen und dennoch den typischen Uriah-Heep-Hard-Rock-Sound ins Hier und Jetzt transportieren. Die mitreißenden Gitarrenriffs, die so anachronistische wie aufregdne Hammond-Orgel, Bernie Shaws rauchig-melodischer Gesang und das überzeugende Songwriting bilden eine charakteristische Einheit, die für Kurzweil sorgt und den Rezipienten nicht still sitzen lässt. Wer die rockige Seite Uriah Heeps mag und damit leben kann, dass progressive und epische Elemente hier eher unterrepräsentiert sind, darf bedenkenlos zugreifen!

Unisonic – FOR THE KINGDOM EP

UnisonicVorab-EP des kommenden Studioalbums: melodisch, rassig, hörenswert.

Unisonic waren die Melodic-Metal-Überraschung des vorletzten Jahres und legen in diesem Sommer wohltönend nach. Die Band mit ehemaligen/aktuellen Musikern von Pink Cream 69, Gotthard/Krokus, Helloween und Gamma Ray macht sich das unübersehbare Ausdünnen ihrer Szene zunutze und schmirgelt ihre melodischen Uptempo-Metal-Tracks mit Können und traditioneller Ausrichtung. Mittelpunkt des lustvollen Treibens ist natürlich Sänger Michael Kiske, dem man vor 20 Jahren eine weltumspannende Karriere wie Bruce Dickinson prophezeit hatte und der nun erneut verdeutlicht, dass das Nichtzustande-kommen dieses Erfolgsmärchens eine Schande ist. Denn Kiske macht den Unterschied, er ist das Sahnehäubchen bei Unisonic, die Kirschen auf dem Kuchen, wenn er aus guten bis sehr guten Kompositionen absolute Rassenummern macht. FOR THE KINGDOM ist die Vorab-EP zum zweiten Album, das im Sommer erscheint, und featured zwei neue Nummern plus vier bereits bekannte Live-Tracks. Wer wirklich alles von Unisonic braucht sollte hier zuschlagen, wer auf seinen Geldbeutel achten muss wartet besser bis zur Veröffentlichung des Albums.

Walter Trout – THE BLUES CAME CALLIN’

album-hrSchwer gezeichnet, gelingt dem Bluesrocker ein erstaunliches Album.

Die Nachrichten waren nicht gut, zum Zeitpunkt der Plattenkritik wartete Walter Trout auf eine Lebertransplantation in Los Angeles, der einst wohlgenährte Gitarrist hatte 50 Kilo verloren. Immerhin waren per Pledge-Kampagne mehr als die benötigten 125.000 Dollar für die Operation zusammen gekommen. Ungeachtet seiner Krankheit war der 63-Jährige davor noch rastlos auf Tour, schrieb, sang und spielte seine Klampfe. In seinem 25. Jahr als Solo-Act erscheint nun THE BLUES CAME CALLIN’, sein 22. Album. Trout hatte sein Handwerk bei Canned Heat gelernt, spielte anschließend vier Jahre bei John Mayall’s Bluesbreakers und startete 1990 seine Solokarriere. 2013 veröffentlichte er LUTHER’S BLUES, sein Tribut an Luther Allison. Auf seinem neuen Wurf empfängt er mit John Mayall einen „special guest“ der außergewöhnlichen Art. Trout bat ihn darum, am Piano Boogie Woogie zu improvisieren. Mayall ließ die Tasten lodern, hinterher spielten Trout und sein Trio die Rhythmusspur dazu ein. Die restlichen Songs haben das Bluesrock-Feuer, das man von ihm gewohnt ist, Trout spielt eine höchst leidenschaftliche Gitarre mit tollem Vibrato. Angesichts seines Elans würde man nie darauf kommen, dass er von Krankheit gezeichnet war. Ganz offensichtlich besitzt der Blues heilende Kräfte…

Tri State Corner – HOME

18198_0originalDas neue Europa.

Was ist Heimat? Eine Frage, die gerade auf unserem Kontinent, auf dem sich Dutzende Nationalitäten auf kleinstem Raum tummeln, die in der jüngeren Geschichte immer wieder bunt durcheinandergewürfelt, hinter eine Mauer gesperrt oder gegeneinander aufgehetzt wurden, sehr pertinent ist. Denn wo fühlen sich fünf Menschen heimisch, die in NRW ansässig sind, aber deutsche, griechische sowie polnische Wurzeln haben und viel Zeit auf Bühnen in aller Herren Ländern verbringen? Tri State Corner behandeln diese Frage ausführlich auf HOME, das klassischen Rock, traditionellen Metal und moderne Power mit Bouzouki-Klängen und griechischen Gesangsparts zusammenführt. Vor allem in der zweiten Hälfte des Albums laufen sie dabei zu neuer Hochform auf, bemalen die ganz große Leinwand und entwickeln eine Wucht, die von den exotischen Einsprengseln nur noch verstärkt wird. Was vor zwei Jahren Libanons The Kordz so bravourös im Grunge-Rock gelang, gelingt diesem Quintett nun in seinem Bereich, den man gar nicht mehr wirklich kategorisieren will. Na pate sto kaló!

Tesla – SIMPLICITY

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TeslaDas Feuer ist gelöscht. Jetzt heißt es: Achtung, Ohrwurmgefahr!

Sechs Jahre mussten Anhänger der Sacramento-Rocker Tesla auf ein neues Studioalbum des Quintetts warten. Verzögert wurde die Arbeit an SIMPLICITY durch einen Studio-brand und die Interimsscheibe TWISTED WIRES & THE ACOUSTIC SESSIONS. Doch SIMPLICITY klingt, als wäre kaum Zeit vergangen seit dem Vorgänger FOREVER MORE (2008), denn es ist wieder ein typisches Tesla-Album, das alle Trademarks der Hard-Rocker vereint. Dominiert von teils bluesigem, teils akustischem und teils geradeaus rockendem Gitarrenspiel sowie der Reibeisenstimme von Jeff Keith, entwickeln sich viele Stücke schnell zu Ohrwürmern – allen voran ›Flip Side‹, ›Ricochet‹ und der Opener ›MP3‹. SIMPLICITY ist abwechslungsreich, gefühlvoll und von großen Melodien geprägt. Die Produktion klingt nach klassischem Hard Rock, lässt aber auch den nötigen Druck nicht vermissen. So ist das Album weder zeitgemäß noch altbacken, sondern eher zeitlos. Und auch wenn nicht jeder Schuss sitzt, ist SIMPLICITY doch eine überzeugende Scheibe, die sich in der Tesla-Diskografie nicht verstecken muss.