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Alice Cooper: Hier den neuen Song ›Paranoiac Personality‹ hören

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alice cooper 2017Alice Cooper ist zurück: Nach sechs Jahren Pause veröffentlicht der Schockrocker im Juli sein neues Album PARANORMAL. Die erste Single gibts schon jetzt.

Für PARANORMAL, mit Produzent Bob Ezrin in Nashville aufgenommen, hat sich Alice Cooper prominente Gäste ins Studio geladen. So sind ZZ Top-Gitarrist Billy Gibbons, U2-Drummer Larry Mullen und Deep Purple-Bassist Roger Glover auf der Platte vertreten.

Doch das ist nicht alles: Auf der Bonus-CD zum Album finden sich zwei neue Songs, die der Sänger mit Gitarrist Michael Bruce, Bassist Dennis Dunaway und Drummer Neal Smith aufgenommen hat, neben dem verstorbenen Glen Buxton die Originalmitglieder der Alice Cooper Band ab den späten 60ern.

Ebenfalls auf der Bonus-CD enthalten sind Liveaufnahmen vom vergangenen Jahr mit Coopers aktueller Band. PARANORMAL erscheint am 28. Juli.

Hier ist Alice Cooper mit seiner neuen Single ›Paranoiac Personality‹:

PARANORMAL-Songliste:
1. Paranormal
2. Dead Flies
3. Fireball
4. Paranoiac Personality
5. Fallen In Love
6. Dynamite Road
7. Private Public Breakdown
8. Holy Water
9. Rats
10. The Sound Of A

Bonus CD

Brandneue Songs mit der Original Alice Cooper-Band
1. Genuine American Girl
2. You And All Of Your Friends

Live in Columbus-Aufnahmen mit der aktuellen Alice Cooper-Band
3. No More Mr. Nice Guy
4. Under My Wheels
5. Billion Dollar Babies
6. Feed My Frankenstein
7. Only Woman Bleed
8. School’s Out

Gov‘t Mule – REVOLUTION COME…REVOLUTION GO

govt muleViva la revolución!

Bereits seit 1949 existiert das Fantasy-Label. Für das bekannteste Aushängeschild, Cree­dence Clearwater Revival und ihren Häuptling John Fogerty, jahrzehntelang ein absolutes Unwort, weil der Label-Eigner Saul Zaentz, der auch gleichzeitig als Manager von CCR fungierte, sich sämtliche Songrechte überschreiben ließ. Für Gov’t Mule ist es das erste Album auf Fantasy, das elfte Studiowerk insgesamt (zählt man den Reggae-Ausläufer MIGHTY HIGH hinzu). Ursprünglich als Spaß-Side-Projekt neben der Stammformation Allman Brothers ins Leben gerufen, haben Mule die Kinderstube längst verlassen und beginnen REVOLUTION folglich auch mit einer dicke-Hose-Nummer wie ›Stone Cold Rage‹. Das gelungene Experiment mit einem Haufen Gastsänger haben Mule auf ihrem letzten Album SHOUT zelebriert, REVOLUTION ist bis auf den Blues ›Burning Point‹, der zu­­sam­­men mit Jimmie „Bruder von Stevie Ray“ Vaughan entstanden ist, ein reines Band­album. ›Drawn That Way‹ startet mit seinem Start-Stop-Riff wie es sonst nur AC/DC können. Die klaren Gewinner auf REVO­LUTION sind jedoch die ruhigen und getragenen Songs wie der soulige Southern-Rocker ›Pressure Under Fire‹, der slow-Blues ›The Man I Want To Be‹, der Gospel ›Traveling Tune‹, das verspielte ›Sarah, Surrender‹, ›Thorns Of Life‹ mit langem Jam-Charakter, der Westcoast-Shuffle ›Dreams & Songs‹ und das überaus ruhig dahinschleichende, von feinen Melodie­bögen durch­­zogene ›Easy Times‹, das viel Platz zum Entspannen lässt. Da fällt es kaum ins Ge­­wicht, dass die letzten paar Raus­schmeißer, mit Ausnahme des Titel­tracks ›Revolution Come, Revolution Go‹, nicht voll überzeugen können. Kommt als CD, als Doppel-CD mit sechs Bonustracks sowie als zweifaches Vinyl.

8/10

Gov‘t Mule
REVOLUTION COME…REVOLUTION GO
FANTASY/UNIVERSAL

Videopremiere: Damn Freaks zeigen Clip zu ›Break The Chains‹

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damn freaksFans von amtlichem 80s-Hardrock sehr zu empfehlen: Die Damn Freaks mit ihrer allerersten Single ›Break The Chains‹.

Am 11. August veröffentlichen die Damn Freaks um Jack Meile, dem Sänger der Tygers Of Pan Tang, ihr Debütalbum DAMN FREAKS. Mit ›Break The Chains‹ gibt es vorab einen der neuen Songs zu hören – samt Video.

„›Break The Chains‹ erinnert mich an den US-Metal der frühen 80er“, erzählt Meile. „Ich war schon immer und bin immer noch ein riesiger Fan von Dokken und Van Halen. Mein Gesang auf dem Song ist definitiv davon beeinflusst.“

Hier sind die Damn Freaks mit ihrem Video zu ›Break The Chains‹:

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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chuck berry 2017Ab heute gibt’s die letzten Alben einer Rock’n’Roll- und einer Countryikone – und zumindest fast eine neue Fleetwood-Mac-Platte. Und Anathema sind ja auch noch da.

Auf CHUCK lässt der verstorbene Chuck Berry ein letztes Mal seinen legendären Gitarrensound erklingen. Hier kommt das nostalgische Video zu ›Big Boys‹:

Hier findet ihr die Review zu CHUCK…

Auch Countrymeister Glen Campbell sagt mit seinem Abschiedsalbum ADIÓS. Neben weiteren Klassikern covert er darauf Fred Neils ›Everybody’s Talkin’‹:

Hier findet ihr die Review zu ADIÓS…

Die beiden Fleetwood-Mac-Kollegen Christine McVie und Lindsey Buckingham haben ein Duett-Album aufgenommen. ›Feel About You‹ ist die erste Single daraus:

Hier findet ihr die Review zu LINDSEY BUCKINGHAM CHRISTINE MCVIE…

Anathema etablieren sich mit THE OPTIMIST als große Geschichten­erzähler der Alternative-Rock-Welt. Hier ist der Clip zu ›Springfield‹:

Hier findet ihr die Review zu THE OPTIMIST…

Glen Campbell – ADIÓS

adios

Jetzt also sagt Glen Campbell ADIÓS. Sechs Jahre nach seiner Alzheimer-Diag­nose verabschiedet sich der große Country-Sänger, Songschreiber und Gitarrist mit dieser zwölf Songs starken CD von seinen Fans. Vor diesem Hintergrund ist das natürlich ein trauriges Adiós. Das allemal. Doch zu Selbstmitleid und Weinerlichkeit hat der 1936 in Ar­­kansas geborene Musiker nie getaugt. Deshalb prägen seinen gut 25 Alben umfassenden Backkatalog vor allem sonnige, positive nicht selten auch romantische Harmonien und Themen – Tracks wie ›Rhinestone Cowboy‹ und ›Wichita Lineman‹. Für ADIÓS hat sich der mehrfache Grammy-Gewinner nach seiner letzten Tour im Jahr 2012 nochmals in ein Studio aufgemacht, um Songs aufzunehmen, die ihm stets am Herzen lagen; die er aber nie in seiner Karriere aufnahm. Titel wie Harry Nilssons ›Everybody‘s Talkin‘‹, das todtraurige ›Funny How Time Slips Away‹, ›Am I All Alone (Or Is It Only Me)‹ aus der Feder von Roger Miller, Bob Dylans Klassiker ›Don‘t Think Twice, It‘s Alright‹ und – als letzte Verbeugung vor seinem Lieblingssongschreiber – drei Jimmy-Webb-Kompositionen, darunter auch der Titelsong. Carl Jackson produzierte dieses außergewöhnliche Vermächtnis mit dem angemessenen Einfühlungsvermögen, Gaststars wie Vince Gill, Willie Nelson und Roger Miller begleiten den blonden Fürsten des melodischen Country auf seiner letzten Etappe. Lebe wohl, Mr. Campbell! Adiós!

Keine Wertung

Glen Campbell
ADIÓS
UNIVERSAL

Chuck Berry – CHUCK

chuck

Abschiedsgruß eines Giganten: Rock‘n‘Roll, Rock‘n‘Roll und nochmal Rock‘n‘Roll.

Als Berry im Oktober vergangenen Jahres seinen 90. Geburtstag feierte, wurde dieses Album angekündigt – sein erstes Werk mit vornehmlich neuem Ma­­­­terial seit 1979. Der Argwohn, sinistre Kräfte würden nach Berrys Ableben im März mal eben eine Cash-Cow melken wollen, ist demnach komplett unbegründet, auch die Be­­fürchtung, dass womöglich an halbfertigen Tracks posthum herumgebastelt wurde, bestätigt sich nicht. CHUCK wurde rechtzeitig fertig und ist genau das Album, mit dem sich dieser Rock‘n‘Roll-Gigant verabschieden wollte.

Es kommt aber noch viel besser: Diese zehn Songs, die in Summe die klassische LP-Spielzeit von 35 Minuten ergeben, klingen beileibe nicht wie das Werk eines 90-jährigen Greises, der zum Abschied müde und mit angezogener Hand­bremse seine Pflicht erfüllt, sondern un­­glaublich vital und auf den Punkt. Nett, dass mit Sohnemann Charles Berry Junior, mit Gary Clark, Tom Morello und Nathaniel Rateliff vier Gastgitarristen mit von der Partie sind, die beiden letztgenannten bei der Single-Auskopplung ›Big Boys‹ – doch wirklich nötig wäre das nicht gewesen. Denn wenn dieser unverkennbare Berry-Senior-Sound erklingt, ob voller Wärme und flüssig-elegant oder eher drahtig-perkussiv, ist CHUCK eigentlich am besten. Den be­­währten Sto­ryteller-Modus (›Dutchman‹) hat er auch immer noch drauf, seinem Hang zu rhythmisch exotischen Humoresken folgt er bei ›3/4 Time (Enchiladas)‹ und ›Jamaica Moon‹. So weit, so gut.

Dass ein Mann dieses reiferen Al­­ters nicht mehr ganz so gut bei Stimme ist, wäre sicher verzeihlich gewesen, doch auch in dieser Hinsicht gibt sich Berry kei­­nerlei Blöße. Man will meinen: Wer mit 90 Jahren noch so klingt, hätte eigentlich auch die 110 schaffen können. Leider kam es anders. Aber wenn die Phrase vom „würdigen Ab­­schied“ jemals ge­­rechtfertigt war, dann genau an dieser Stelle.

8/10

Chuck Berry
CHUCK
DECCA/UNIVERSAL

Anathema – THE OPTIMIST

anathema the optimistÜberwältigendes Rock-Narrativ.

Wenn Anathema ein neues Album aufnehmen, ist das nicht irgendein regelmäßig wiederkehrender Prozess. Das könnte man bei bislang zehn Werken in gut 20 Jahren natürlich vermuten, täte den Liverpoolern aber denkbar großes Unrecht. Nach dem sehr beruhigenden, meditativen und zerbrechlichen WEATHER SYSTEMS ziehen Anathema die In­­tensität auf THE OPTIMIST merklich an, knüpfen visuell und inhaltlich an ihr großes Narrativ A FINE DAY TO EXIT von 2001 an und erzählen die Geschichte des da­­maligen Protagonisten weiter. Das geschieht stürmischer, rockiger und getriebener als zuletzt, bezieht vermehrt elektronische Elemente und Loops in die dringlichen Songs ein. Anathema klingen 2017 so dunkel und hart wie lange nicht, kehren aber dennoch nicht zu ihren Metal-Ursprüngen zurück. Die Härte liegt vielmehr in der überwältigenden Produktion und in den großen Kontrasten zwischen Laut und Leise, die sich wie Wellentäler durch das bemerkenswerte Album ziehen. In Song wie ›Endless Ways‹ und ›Springfield‹ packen Anathema so viel Emotion, Melodie und Dynamik wie andere Rock-Bands auf ein ganzes Album. Mehr denn je folgt das Werk, aber auch jeder einzelne Song einer inhärenten Dramaturgie, die dem Begriff „Kopfkino“ eine ganz neue Bedeutung gibt. THE OPTIMIST etabliert Anathema endgültig als die ganz großen Geschichten­erzähler der Alternative-Rock-Welt.

9/10

Anathema
THE OPTIMIST
KSCOPE/EDEL

The Magpie Salute – THE MAGPIE SALUTE

magpie saluteEntspannung pur.

Geht es um die entspannteste Platte des Jahres, dann dürfte dem ehemaligen Black-Crowes-Gitarristen Rich Robinson und seiner neunköpfigen Band The Magpie Salute der Titel kaum noch zu nehmen sein. Mit Gitarrero Marc Ford, Bassist Sven Pipien und dem leider inzwischen verstorbenen Keyboarder Eddie Harsch sind gleich drei weitere Ex-Crowes-Mitglieder am Start. Dazu gesellen sich unter anderem Sänger John Hogg (vormals bei Hookah Brown), gesegnet mit einer Stimme nicht unähnlich der von Chris Cornell, Drummer Joe Magistro und Tastenmann Matt Slocum aus Robinsons Soloband. Bis auf den neuen Studiosong ›Omission‹ trifft man lauter alte Bekannte. ›Comin‘ Home‹ (ein Remake von Delaney & Bonnie), ›Fearless‹ (von Pink Floyds MEDDLE), ›War Drums‹ von War. Ergänzt um das Traditional ›Ain’t No More Cane‹, das jazzige Instrumental ›Goin‘ Down South‹ (von Pianist Joe Sample), The Faces‘ ›Glad And Sorry‹, Bob Marleys ›Time Will Tell‹ (auch auf dem zweiten Crowes-Album THE SOUTHERN HARMONY AND MUSICAL COMPANION) sowie die beiden Crowes-Originale ›Comin‘ Home‹ und ›Wiser Time‹. Live aufgezeichnet bei den Woodstock Sessions, entwickelt die zehnkarätige Formation eine unglaublich relaxte Spielfreude und huldigt alten Zeiten. Wunderschöne mehrstimmige Harmonien, abgehangener Jam-Band-Sound, fast jeder Song hat Überlänge. Großartig, man kann sich schon jetzt auf die Konzerte im Juli freuen. Das Album erscheint außerdem als Doppel-Vinyl exklusiv über CARGO.

8/10

The Magpie Salute
THE MAGPIE SALUTE
EAGLE ROCK/UNIVERSAL