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Eagles: Hier eine frühe Live-Aufnahme von ›New Kid In Town‹ hören

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Eagles Mitte der 70erIm Oktober 1976 spielten die Eagles ihren Klassiker ›New Kid In Town‹ im The Forum in Los Angeles erstmals live. Die Aufnahme stammt aus der 40th Anniversary Edition von HOTEL CALIFORNIA.

Ende 1976 veröffentlichten die Eagles mit HOTEL CALIFORNIA ihr bekanntestes und erfolgreichstes Album. Kurz bevor es so weit war, spielte die Band im Oktober an drei Abenden im The Forum in Los Angeles.

Dort präsentierte sie Highlights aus ihrer kommenden Platte – darunter die Hitsingle ›New Kid In Town‹. Der Live-Mitschnitt zum Song ist Teil der Deluxe-Ausgabe zum 40. Jubiläum von HOTEL CALIFORNIA, die heute erscheint.

Die Eagles live 1976 mit ›New Kid In Town‹:

The Cherry Dolls – VIVA LOS DOLLS

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Cherry Dolls Viva Los Dolls

Prima Rock aus einer australischen Garage.

Australien ist derzeit ein ausgezeichnetes Pflaster für aufregende Gitarrenmusik, Bands wie Royal Headache oder die DMA’s hauchen Genres wie Punk oder Britpop neues Leben ein. The Cherry Dolls aus Melbourne versuchen das gleiche nun mit dem Garagen-Rock, und bei ›C.O.P. Out‹ gelingt das sofort: Der Track ist dreckig, die Melodie bleibt im Kopf. ›Slave‹ fügt der Mischung ein bisschen
Glamrock zu, zunächst wirkt das Stück im Geiste der Godfathers ein wenig platt, doch dann zeigt sich das wahre Talent der Band: Immer wieder fällt den Australiern zur richtigen Zeit eine gute Arrangement-Idee ein, mal treibt der Beat plötzlich stärker voran, mal gönnt sich der Sänger einen offensichtlich bei den Cramps geliehenen Hall-Effekt. Bei ›Let You Down‹ macht das Miteinander aus abgeklärter Ruhe und drängelndem Lärm Spaß, ›Lemon & Lime‹ ist eine spartanische Ballade über allerhand Getränke, die beweist, dass die Cherry Dolls genügend Humor besitzen, und sich nicht zu ernst zu nehmen – zumal das Stück in das verzweifelte ›Begging You Please‹ überleitet, bei dem die Band ihre leidende Seite zeigt.

7/10

The Cherry Dolls
VIVA LOS DOLLS
GOLDEN ROBOT/SOULFOOD

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder frische Ware aus dem Platten-Presswerk: Heute sind die Prog-Rocker von Yes mit ungehörtem Live-Material am Start, außerdem veröffentlichen die Cherry Dolls, Howe Gelb und Kilbey Kennedy ihre neuen Alben.

2016 spielten Yes auf ihrer Tour ihr gesamtes Werk DRAMA live, nun gibt es den Mitschnitt der besten Konzertmomente auf TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA zu hören.

Hier geht’s zur Review…

Irgendwo in musikalischen Sphären zwischen Psychedelic und Electro schwebt GLOW AND FADE von Kilbey Kennedy:

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Unaufdringliches Piano-Bar-Feeling versprühen Howe Gelb und Lonna Kelly auf FUTURE STANDARDS:

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Mal keinen klassischen Hard-, sondern groovigen Garage Rock haben die Cherry Dolls aus Australien auf VIVA LOS DOLLS im Angebot:

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Whitesnake – THE PURPLE TOUR (LIVE)

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Ein Streifzug durch Coverdales Karriere.

Mit THE PURPLE TOUR (LIVE) folgt zwei Jahre nach dem letzten Studiooutput THE PURPLE ALBUM (2015), das mit David Coverdales besten Songs aus seiner Zeit bei Deep Purple aufwartete, ein schmissiges Tour-Souvenir. Natürlich finden sich neben den Deep-Purple-Klassikern auch einige der wichtigsten Whitesnake-Standards im Aufgebot. In der CD/DVD- beziehungsweise CD/Blu-ray-Version bedeutet das dann 13 Audiotracks plus opulentes audiovisuelles Bonusmaterial. Die Doppel-LP bietet indes ›You Keep On Moving‹ als Dreingabe. Egal, für welche Ausgabe von THE PURPLE TOUR (LIVE) man sich letztendlich entscheidet: Die Spielfreude der aktuellen Whitesnake-Inkarnation steht an erster Stelle. Coverdale, die Gitarristen Reb Beach und Joel Hoekstra, Drummer Tommy Aldridge, Keyboarder Michele Luppi und Bassist Michael Devin liefern eine extrem tighte Vorstellung ab.

7/10

Whitesnake
THE PURPLE TOUR (LIVE)
RHINO/WARNER

Yes – TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA

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YES mit TOPOGRAPHIC DRAMA - LIVE ACROSS AMERICA

Neues Bühnenwerk der Prog-Legende.

Obwohl die Yes-Bestbesetzung mittlerweile ziemlich geschröpft ist – Sänger Jon Anderson und Keyboarder Rick Wakeman haben das Interesse verloren, Bassist Chris Squire starb im Juni 2015 – hat die um die Urmitglieder Steve Howe (Gitarre) und Alan White (Schlagzeug) neu zusammengestellte Gruppe ihren signifikanten Sound bis in die Gegenwart konservieren können. Das liegt natürlich zuvorderst an Jon Davison, dessen helle Stimme der seines berühmten Vorgängers Anderson erstaunlich nahe kommt. So klingt TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA, das bei zwölf Shows im Februar 2017 aufgezeichnet wurde, zeitlos und klassisch. Das Besondere: Erstmals wurde das Album DRAMA (1980) in kompletter Länge live gespielt, angereichert um einige Stücke von TALES FROM TO – POGRAPHIC OCEANS (1973) sowie zwei ihrer größten Hits (›Roundabout‹ & ›Starship Trooper‹). Wer beide Scheiben kennt, ist vermutlich auf so manch kompositorische Länge eingestellt – inklusive Howes exaltiertes Solo-Gegniedel –, aber wer das nicht mag, ist bei Yes sowieso fehl am Platz.

7/10

Yes
TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA
RHINO/WARNER

Kilbey Kennedy – GLOW AND FADE

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Kilbey Kennedy Glow And Fade

Wohlklang im Weltraum: ein Meisterwerk.

Steve Kilbey, Sänger und Songwriter der australischen Psychedelic-Großmeister The Church, ist in der Form seines Lebens. Die Platten seiner Hauptband werden seit einigen Jahren immer besser, immer perfekter kombiniert Kilbey seine melodieselige Ruhe mit der Verspultheit der Arrangements. Weil der Australier mit Langeweile nicht viel anfangen kann, bringt er nun auch sein Duoprojekt mit dem Elektronik-Musiker Martin Kennedy voran – und auch hier gelingt ihm mit dem neuen Album Großartiges: Die Werke unter dem Namen Kilbey Kennedy waren schon immer bezaubernd, GLOW AND FADE legt noch einen drauf: Es wird sich in diesem Jahr kaum ein ähnlich formvollendetes Space-Psychedelic-Werk finden lassen. Die Reise beginnt mit dem Titeltrack, man denkt sofort an Pink Floyd, die Atmosphäre lullt ein, Grundzustand: Comfortably Numb. ›The Game Never Changes‹ läuft dann 16 Minuten, mittendrin bricht die Stimmung, Martin Kenney löst den Wohlklang für ein elektronisches Zwischenspiel auf, doch am Ende findet das Stück zurück in die Umlaufbahn, himmlisches Solo inklusive. ›We Are Still Waiting‹ erinnert dann beinahe an die geschmackssicheren britischen Synthie-Popper Saint Etienne, ›The Story Of Jonah‹ klingt wie eine Zusammenarbeit zwischen den Lounge-Stilisten Air und den Prog-Rockern Marillion – und über all dem schwebt die warme Stimme von Steve Kilbey, die bei jedem Stück zielsicher die eleganteste Melodie findet.

9/10

Kilbey Kennedy
GLOW AND FADE
GOLDEN ROBOT/SOULFOOD

Howe Gelb & Lonna Kelley – FURTHER STANDARDS

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Howe Gelb Future Standards

Musik für verlorene Seelen. Bitte noch einen Cognac… aber den Guten!

Wenn man „Standards“ als jene Songs definiert, die sich im Laufe der Jahr zehnte als unsterbliche Dauerbrenner erwiesen haben und zahllose Male gecovert wurden, dann zeugte der Titel von Howe Gelbs letztjährigem Werk FUTURE STANDARDS zweifellos von Selbstbewusstsein. Im Gespann mit Sängerin Lonna Kelley folgt nach nur wenigen Monaten ein weiteres Werk. Konkret: eine Mischung aus erfreulich intimen Live-Versionen der FUTURE STANDARDS, ergänzt um zwei neue Stücke. Wer Gelb bei Giant Sand als spröden Wüsten-Rocker mit gelegentlichem Hang zu Feedback-Ausbrüchen kennen und schätzen gelernt hat, muss also erneut drastisch umdisponieren, denn sobald die FURTHER STANDARDS laufen, betritt man automatisch gegen zwei Uhr morgens eine plüschige Bar, in der ein paar temporär verlorene Seelen ab hängen, Lonna Kelley entspannt am Piano lehnt und mit angemessenem Bekennerschmelz den Neuzugang ›Presumptuos‹ intoniert. Ist das Rockmusik? Nein. Ist das großartig? Ja, sofern man der Meinung ist, dass die Dramen des Lebens nicht zwangsläufig von jener Sorte Musik begleitet werden müssen, die einem allzu prätentiös Emotionalität vorgaukelt, letztlich aber doch nur von aufdringlicher Berechenbarkeit zeugt. Eine schlichte Instrumentierung, ein kleines Jazz-Gitarrensolo hier und ein wärmespendendes Piano dort reichen völlig.

8/10

Howe Gelb & Lonna Kelley
FURTHER STANDARDS
FIRE RECORDS/CARGO

Detroit

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Im gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Klima der USA scheint Kathryn Bigelows Drama rund um die Rassenunruhen im Detroit des Jahres 1967 so aktuell wie brisant. Damals geriet die Schließung eines Nachtclubs, in dem schwarze Viet­nam-Veteranen gerade ihre Heimkehr feierten, außer Kontrolle, in kürzester Zeit eskalierte der Einsatz der Polizei zu einer offenen Straßenschlacht. Plünderungen und Brandstiftungen führten in Folge dazu, dass sich wenig später Bewohner des Viertels und Nationalgarde gegenüberstanden. Bigelow geht es in ihrem Drama nicht ausschließlich darum, die eskalierenden Ereig­nisse aus den Perspektiven verschiedener Personen darzulegen. Sie will – ebenso wie Christopher Nolan zuletzt auf ähnliche Art in „Dunkirk“ – das Publikum in das Epizentrum der Geschehnisse tranportieren, mitreißen, bewegen, emotionale Distanz abbauen. Dieser Versuch einer besonders intensiven Immersion gelingt aufgrund streckenweise etwas eindimensional geratener Charaktere nicht immer vollauf. Denn „Detroit“ will weit mehr sein, als nur eine Aufarbeitung der Fakten, es will mit der Ausleuchtung der Gesetzmäßigkeiten der vorherrschenden Machtstrukturen einen Beitrag zur gegenwärtigen, entlang jahrzehntelanger Bruchlinien geführten Debatte um „white male power“-Dynamik leisten. Hochgesteckte Ziele, die Bigelow mit „Detroit“ nur zum Teil erfüllen kann. Was der Regisseurin jedoch auf jeden Fall gelingt, ist es den Finger in die offenen, unter Trump teils neu gerissenen Wunden eines virulenten Rassismus zu legen, der die USA immer noch erschüttert. Dass Bigelow dies auf eine filmisch mitreißende und atmosphärisch dichte Art tut, macht „De­­troit“ zum zwar nicht unbedingt angenehmen, dafür aber umso wichtigeren Film. Vor allem deshalb, da er zeigt, wie tief die nur mühsam zugeschütteten gesellschaftlichen Gräben sind, die in den letzten Monaten in den Vereinigten Staaten leider wieder aufgerissen werden.

7/10

Detroit
Concorde/Start: 23.11.