Die Kanadier ROYAL TUSK veröffentlichen am 26. Oktober ihr zweites Album TUSK II. Bei CLASSIC ROCK gibt es exklusiv das neue Musikvideo zu ›Aftermath‹ zu sehen.
Mit ihrem zweiten Album TUSK II schließen ROYAL TUSK an eine Ära der Rockmusik an, in der Bands nicht als bloße Hitmaschinen zum großen Geldverdienen angesehen wurden, sondern als Kunst noch wichtiger war als Kommerz. Eine Mischung aus Classic Rock, Grunge und Punk ist dabei ihre Formel.
„Ich fühle mich jeden Abend richtig gut, wenn wir raus auf die Bühne gehen, weil wir diese Songs singen und keine Angst davor haben, zu sagen, was wir von ganzem Herzen meinen“, freut sich Frontmann Daniel Carriere. „Ich freue mich darüber. Wir glauben an das, was wir tun und schlagen uns aber nicht auf eine bestimmte Seite. Wir wollen einfach guten Rock’n’Roll hören, gute Gitarren, großartige Drumfills; wahrscheinlich am wichtigsten ist: Ehrlichkeit“.
Eine musikalische Familie: Er ist der Onkel von Sheila E., sein Bruder Pete spielte bei Santana Percussion. Auch wenn er kommerziell kleinere Brötchen backt – Alejandro ist vielleicht der musikalisch Interessanteste des Escovedo-Clans, wie sein neues Album THE CROSSING beweist. Wir gingen auf Tuchfühlung.
Du hast dein neues Album in Italien aufgenommen. Wegen des guten Essens und des guten Weins?
Das hätte ein Grund sein können, wichtiger war für mich aber, dass ich in Italien mit Don Antonio und seiner Band zusammenarbeiten konnte. Ich lernte ihn und seine Truppe vor etwa eineinhalb Jahren kennen, als ich ein Angebot bekam, durch Europa zu touren. Ich hatte die Wahl zwischen zwei englischen und der italienischen Backing-Band. Ich entschied mich für die Italiener.
Was haben Texas und Italien gemeinsam?
Man muss eher sagen: Was haben Mexiko und Italien gemeinsam, schließlich ist Texas besetztes Mexiko. Und da gibt es tatsächlich eine ganze Reihe an Ähnlichkeiten: die Liebe zum Essen und Trinken, die Suche nach Melodie und die Liebe zur Romantik – in der Literatur, der Musik und in Liebesdingen. Keine Frage, ein Ort an dem ich mich sehr wohl fühle.
Im Song ›The Crossing‹ thematisierst du das Thema Einwanderung am Beispiel eines jungen Italieners und eines jungen Mexikaners. Was hat dich zu diesem Song inspiriert?
Mein ganzes künstlerisches Schaffen war schon immer geprägt von der Reise meines Vaters. Als er zwölf Jahre alt war, ging er auf die Suche nach seinen Eltern, die Mexiko verlassen hatten, um in Texas Arbeit zu finden. Basierend auf diesen Erlebnissen haben Don Antonio und ich beschlossen, dass wir daraus eine Geschichte machen – eine Story von zwei kleinen Jungen, die das Amerika suchen, das sie aus Büchern, Filmen und Platten kennen. Was sie finden ist jedoch ein gänzlich anderes Amerika.
„Sie sollten eine Mauer um Trump herum bauen…“
Mit „Einwanderung“ sprichst du gerade das meistdiskutierte Thema in Europa an.
Dessen bin ich mir bewusst. Ich verfolge das Problem in Europa und den USA.
Wo Trump eine Mauer an der mexikanischen Grenze errichten will.
Trumps Mauer ist ein leeres Versprechen an seine Anhänger. Er sagte ja, dass die Mexikaner für die Mauer bezahlen würden, doch die werden einen Teufel tun. Ein leidiges Thema. Sie sollten eine Mauer um Trump herum bauen…
Was kann ein Musiker, ein Künstler gegen die Politik ausrichten?
Das ist eine individuelle Entscheidung. Wenn ein Künstler eine starke Meinung zu politischen oder sozialen Themen hat, hat er auch das Recht, sie zu äußern. Das sehen natürlich nicht alle so. Ich habe oft gehört, dass ich gefälligst singen und mich nicht in politische Dinge einmischen soll. Ich kontere dann meist damit, dass ich sage: Okay, hör dir nur weiter deine Ted-Nugent-Platten an.
Du kommst aus einer musikalischen Familie: Dein Bruder spielte bei Santana Percussion, deine Nichte ist Sheila E.
Stimmt! Aber: Sie spielen ihre Musik, ich meine. Wir unterstützen uns natürlich gegenseitig. Aber ich hatte nie ein großes Interesse an Santana, außer dass eben mein Bruder mitgespielt hat. Ansonsten? Null.
Auf deinem Album tauchen einige illustre Namen auf: James Williamson von den Stooges und Wayne Kramer von MC5. Wie kam es dazu?
Das sind gute, alte Freunde von mir, die cool genug waren mitzumachen.
Taron Egerton als Elton John: Im Frühjahr kommt mit „Rocketman“ ein Biopic über den britischen Popstar in die Kinos.
Der erste Trailer zum Spielfilm „Rocketman“ ist da. Darin ist Schauspieler Taron Egerton (bekannt aus „Eddie the Eagle“) als Elton John zu sehen.
Das Biopic zeige Johns Weg von „seinen Jahren als Wunderkind an der Royal Academy of Music bis zu seiner einflussreichen und andauernden musikalischen Partnerschaft mit Bernie Taupin“, wie es in einer Pressemeldung zum Film heißt.
„Rocketman“ wird voraussichtlich im Mai 2019 im Kino anlaufen.
Zum Tag der Deutschen Einheit hat CLASSIC ROCK die Top Ten zusammenbringender Songs für euch zusammengestellt. Denn: Friedlich an einem Strang zieht sich’s nun mal leichter.
Nr. 10: Selig – ›Kashmir Karma‹ / „Nach der Freiheit beginnt die Zukunft und genau hier fängt sie an“:
Nr. 9. Greta Van Fleet – ›Edge Of Darkness‹ „All my brothers we stand for the peace of the land“:
Nr. 8: Led Zeppelin – ›Friends‹ / „The greatest thing you ever can do now is trade a smile with someone who’s blue now“:
Nr. 7: The Rolling Stones – ›Gimme Shelter‹ / „I tell you love, sister, it’s just a kiss away, it’s just a kiss away“:
Nr. 6: Buffalo Springfield – ›For What It’s Worth‹ / „Paranoia strikes deep, into your life it will creep, it starts when you’re always afraid“:
Nr. 5: George Harrison – ›Give Me Love (Give Me Peace On Earth‹ / „Give me peace on earth, give me light, give me life“:
Nr. 4: The Who – ›Join Together‹ / „There’s a million ways to laugh, every one’s a path, come on and join together with the band“:
Nr. 3: Aerosmith – ›Livin‘ On The Edge‹ / „If you can judge a wise man by the colour of his skin then mister you’re a better man than I“:
Nr. 2: Michael Jackson – ›Black Or White‹ / „But, if you’re thinkin‘ about my baby it don’t matter if you’re black or white“:
Nr. 1: The Beatles – ›All You Need Is Love‹ / „All you need is love, all you need is love, all you need is love, love, love is all you need“:
Von Tom Petty gibt es einen bisher ungehörten Song inklusive neuem Video.
Vor wenigen Tagen wurde AN AMERICAN TREASURE veröffentlicht, eine Sammlung von Demos, bisher unbekannten Songs und Aufnahmen von Tom Petty, die seine Witwe verwaltet hat. Seit gestern gibt es außerdem einen bisher unveröffentlichten Song des vor einem Jahr verstorbenen Großmeisters zu hören.
Das gute Stück heißt ›Gainesville‹ und hätte ursprünglich auf dem 1999er Album ECHO erscheinen sollen, passte laut Petty jedoch nicht zu der darauf eher düsteren Atmosphäre. Das Video mit nostalgischen Ausschnitten aus Pettys Leben wurde von Fotograf Brantley Gutierrez kreiert.
Wer sich bis zum 02.10 sein Ticket sichert, bekommt im Rahmen der Frühbucher-Aktion ein Goodie Bag mit Sziget Cap, Turnbeutel, Sticker, Pins, Patches und einem Strohhalm aus Metall.
Mitten in der pulsierenden ungarischen Metropole Budapest verwandelt sich die Insel Óbuda vom 7. bis zum 13. August in ein riesiges Festivalgelände. Dann ist es wieder Zeit für das Sziget-Festival, bei dem Besucher/innen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammentreffen und gemeinsam sieben Tage durchfeiern.
Ab dem 2. Oktober startet der reguläre Vorverkauf. Ein, drei, fünf und sieben Tageskarten für das Sziget sind jetzt im Angebot. Die Preise für die 5-Tages-Tickets beginnen bei 259,00€. Weitere Informationen und Tickets unter www.szigetfestival.com.
Im kollektiven Musik-Bewusstsein verankert sich zumeist nur Ansprechendes, Gefälliges, Schmuckes und allzu Liebliches. So auch im Falle von Nazareth. Aufs Stichwort erfolgt allzu häufig die stereotype Entgegnung: Ach die, ›Love Hurts‹, stimmt’s? Nazareths monumental kitschige Cover-Version eines Everly-Brothers-Hits im Breitwandformat dürfte tatsächlich die bekannteste Nummer des schottischen Quartetts um Kratzstimme Dan McCafferty sein.
Allerdings dicht gefolgt von Nazareths kongenialer Fassung von Joni Mitchells ›This Flight Tonight‹. Mädchen mochten die Triefballade ›Love Hurts‹, Jungs auch, aber nur deshalb, weil sich der Titel vor allem als Stehblues eignete, um in Tuchfühlung mit dem weiblichen Geschlecht zu kommen. Allerdings zählten die 1968 in Dunfermline gegründeten Nazareth zwar zu den späten, aber auch ziemlich erfolgreichen Nachzüglern des zweiten britischen Blues-Booms. Zumindest zeitweise betrachtete man die Nazarener als Led Zeppelin im Kilt.
Mit den Vorurteilen auf räumt die Komplett-Werkschau LOUD & PROUD SUPER DELUXE BOX, limitiert auf 5.000 Stück – wovon rare 500 Stück handsigniert sind. Zumindest die mit Gitarrenvirtuose Manny Charlton, Bassist Pete Agnew und Schlagzeuger Darrell Sweet komplettierte Urbesetzung verstand sich griffig zwischen Blues, Metal, Pop und Hardrock zu inszenieren. 23 remasterte CD-Studioalben von NAZARETH (1971) bis ROCK’N’ROLL TELEPHONE (2014), zwei Dreifach-CDs (u.a. Singles, EPs, B-Sides, Bonustracks, Rares, Unveröffentlichtes), vier Vinylalben, davon zwei im Doppel-Format inklusive Picture Disc, drei Seven-Inch-Singles, ein 52-seitiges Hardcover-Buch, diverse Memorabilia (Tour-Programme, Poster, Texte) sowie ein Metal-Pin-Badge vereint das Rundum-glücklich-Paket.
Im absoluten Kreativhoch befand sich die Truppe auf den zehn Alben von RAZAMANAZ (1973) bis THE FOOL CIRCLE (1981) – die sollten nun wirklich in keiner gutsortierten Hardrock-Sammlung fehlen.
Zum 50. respektive 30. Jubiläum: CONCERTO FOR GROUP AND ORCHESTRA revisited.
Bevor der Britenfünfer mit dem vierten Studiowerk DEEP PURPLE IN ROCK den seinerzeit harten Progressiv-Zeitgeist von 1970 beschwor, legte Keyboarder Jon Lord mit seiner dreiteiligen Klassik-Suite von rund einer Stunde Länge ein ganz gewaltiges Ei: CONCERTO FOR GROUP AND ORCHESTRA, aufgezeichnet am 24. September 1969 vor TV-Kameras der BBC in der Royal Albert Hall, vereinte die nagelneue Mark-II-Besetzung mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter dem Dirigenten Malcolm Arnold.
30 Jahre später stattete das seit 1984 reformierte und nach Ritchie Blackmores Abgang mit US-Gitarrist Steve Morse komplettierte Mark-II-Line-up der runden Konzertarena am 25. und 26. September erneut einen Besuch ab. Diesmal musste das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Paul Mann sowie mit Gästen wie Sam Brown, Ronnie James Dio, Miller Anderson und Eddie Hardin herhalten, um zum runden Jubiläum aufzuspielen. Als nicht gerade kleines Problem erwies sich, dass die Originalpartitur von Lords CONCERTO FOR GROUP AND ORCHESTRA abhanden gekommen war. Mithilfe von Marco de Goeij, einem Purple-Fan, Musikologen und Komponisten, gelang jedoch die Wiederherstellung dank wochenlanger Tüftelarbeit.
LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL vereint auf fünf LPs das opulente Kammerwerk im Mittelteil sowie zusätzlichem Rahmenprogramm drumherum: Jon Lords jüngster Klassik-Erguss PICTURED WITHIN machte den Auftakt, gefolgt von Auszügen aus Roger Glovers THE BUTTERFLY BALL AND THE GRASSHOPPER’S FEAST, jeweils einem Song aus Glovers & Gillans ACCIDENTALLY ON PURPOSE und Gillans DREAMCATCHER sowie Dixie Dregs’ ›What If‹ von der Steve Morse Band. Deep Purple hauten mit eher rarem wie ›Wring That Neck‹, ›Pictures Of Home‹, ›Ted The Mechanic‹, ›Watching The Sky‹, ›Sometimes I Feel Like Screaming‹ sowie, unvermeidlich, ›Smoke On The Water‹ auf den Putz.
7/10
Deep Purple
LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL
EARMUSIC CLASSICS/EDEL