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Shrapnel Records: Die schnellsten Gitarristen der Welt

Yngwie Malmsteen 100 beste gitarristenIn den 80er Jahren war Shrapnel Records die Heimat der durchgeknalltesten, schnellsten und bisweilen lächerlichsten Gitarristen, die die Welt je erleben durfte. Dies ist die Geschichte der rasantesten Plattenfirma des Planeten.
Text: Jon Weiderhorn

Anfang 1981 veröffentlichte der hoffnungsfrohe Musiker Mike Varney eine Compilation auf seinem frisch gegründeten Label: Shrapnel Records. Sie hieß U.S. METAL GUITAR HEROES und auf ihrem absurden Cover war eine brutale Schlachtszene zu sehen, in der langhaarige Soldaten mit Fenders und Gibsons die Feinde erstachen, verprügelten und vernichteten.

Die Musik auf der Platte war kein bisschen weniger reißerisch und präsentierte eine Reihe unbekannter amerikanischer Bands. Etwa Chumbi, deren Frontmann ein Falsett beherrschte, das Panzerglas zerbröseln ließ. Oder die von der NWOBHM inspirierten Exxe. Oder Rods aus New York, deren selbstbewusster Bluesrock ihnen als einziger Band auf dem Album eine Karriere darüber hinaus bescherte.

Selbst der begnadetste Wahrsager hätte wohl kaum prophezeien können, dass Shrapnel innerhalb von fünf Jahren zu einem der einflussreichsten Labels überhaupt werden, dabei eine neue Gattung von Gitarrenhelden etablieren und den Rocksound der 80er neu definieren würde. Die Männer – und gelegentlich Frauen –, die Varney entdeckte, waren dem Instrument ihrer Wahl in völliger Ergebenheit verfallen und führten die Kunst des Gitarrenspiels in immer luftigere und manchmal wahnwitzigere Höhen.

Man nannte sie „Shredder“, und wer ihre 1000-Noten-pro-Sekunde-Herangehensweise hörte, wusste sofort, warum. Yngwie Malmsteen, Marty Friedman, Paul Gilbert…Namen, die jedem bekannt sind, der sich mit der Gitarrengeschichte der 80er auseinandergesetzt hat, neben zahllosen anderen, die auf ewig in den Sofakissen der Historie versunken sind. „Mike hatte seinen Finger wirklich am Puls der Zeit und kannte alle wichtigen Musiker damals“, sagt Tony MacAlpine, ein Gitarrist und Keyboarder, der sich in den Glanzzeiten des Labels seinen Namen gemacht hatte. „Er konnte mühelos verschiedene Leute zusammenbringen.“

Heutzutage mag der Erfolg von Shrapnel etwas surreal anmuten, doch für ein paar Jahre war es die rasanteste Plattenfirma auf Erden. Mike Varney hatte als Teenager Ende der 70er Jahre mit dem Musikmachen begonnen, erst als Bassist in der Punkgruppe The Nuns und später als Gitarrist bei The Rocky Sullivan Band. Als Letztere 1978 im Vorprogramm von Budgie im Whiskey A Go Go auftraten, war Jefferson-Starship-Sänger Marty Balin im Publikum – und beeindruckt vom 20-jährigen Varney. Innerhalb weniger Tage traten Balins Leute mit ihm in Kontakt, um ihn zu fragen, ob er an dem Musical „Rock Justice“ mitschreiben wolle. Die Show kam gut an, doch das Soundtrack-Album dazu floppte. Mit dem nicht unbeträchtlichen Vorschuss für seine Tätigkeit als Co-Produzent konnte Varney aber sein neues Baby Shrapnel finanzieren.

Mike Varney: Ich wollte heiraten und dachte: Wenn ich einen Plattenvertrag bekomme, muss ich sechs Monate im Jahr diese Frau verlassen, die ich liebe. Wie kann das tun, was ich liebe, und trotzdem hier bleiben? Ich stellte es mir so vor: Ich spiele ziemlich gut Gitarre. Also suche ich zehn Typen, die mit mir den Boden wischen können, und sehe mal, was passiert. Ich hatte das Geld von „Rock Justice“, nahm mir ein Darlehen von meinem Vater und gründete Shrapnel.

Tom Wheeler (Chefredakteur, „Guitar Player“): Anfang der 80er hielt sich die Begeisterung für Heavy Metal in der Redaktion von „Guitar Player“ ziemlich in Grenzen. Also rief Mike seine Kolumne namens „Spotlight“ ins Leben, in der er unbekannte Gitarristen rezensierte. Uns war klar, dass das für ihn ein Weg war, Künstler für Shrapnel zu rekrutieren, und das war ein Problem. Aber ich fand, dass die Vorteile die Nachteile bei Weitem überwogen.

Mike Varney: Ich wollte die Platten von großartigen, unbekannten Gitarristen veröffentlichen. Damals gab es in den meisten Städten eine lokale Musikzeitschrift. Ich rief dann den Redakteur an und sagte: „Hey, ich suche die besten Gitarristen der USA. Gibt es da jemanden in deiner Ecke von Texas?“ Diese Magazine fingen an, umsonst Anzeigen abzudrucken, und ich bekam Demos zugeschickt. Das und die „Spotlight“-Kolumne führte zu den U.S. METAL-Compilations.
Paul Gilbert (Racer X/Sologitarrist): Mike sprach in einem Artikel von seinen U.S. METAL-Alben. Er sagte, er suche weiterhin Leute, und versprach, jedem zu antworten, der ein Tape schickte.

Marty Friedman (Hawaii/Cacophony/Sologitarrist): Ich schickte Mike einfach blind ein Demo. Er mochte es, aber es hatte nicht genug Leadgitarre. Mike sagte: „Spiele so extrem, wie du nur kannst, und schick es mir dann noch mal zurück.“ Also sendete ich eine Version, auf der ich es total übertrieben hatte. Seine Antwort: „Das ist großartig! Ich werde es auf eine Platte packen!“ Und das tat er dann auch.

Video der Woche: Herman Brood mit ›I Love You Like I Love Myself‹

Hermann Brood & His Wild RomanceIn Gedenken an Herman Brood widmen wir dem Musiker, Maler, Schauspieler und Autor das Video dieser Woche.

Heute vor 19 Jahren ist Herman Brood gestorben. In Gedenken an den niederländischen Künstler blicken wir zurück auf das Jahr 1980, als er zusammen mit seiner Band Wild Romance im TV-Format „The Old Grey Whistle Test“ auftrat und die Songs ›I Love You Like I Love Myself‹ und ›Doin‘ It‹ performte.

Herman Brood nahm sich im Jahr 2001 das Leben. Er sprang vom Dach des Amsterdamer Hilton Hotels. In seinem Abschiedsbrief erklärte der langjährige Drogenabhängige, dass ihm sein Leben ohne Drogen nicht mehr sinnvoll erscheint.

TV-Tipp: Pop-Utopia auf Arte

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Pop Utopia DokumentationEin TV-Tipp für diesen Freitagabend: Die Doku Pop-Utopia.

Heute abend ab 21:45 Uhr gibt es auf Arte die zweiteilige Reihe namens „Pop Utopia“ zu sehen. Die Dokumentation beschäftigt sich mit den 1960er und 1970er Jahren, mit den Träumen und Utopien der Hippie-Kultur, mit Martin Luther King und John Lennon, mit Straßenkämpfen und Woodstock.

DMA’s – THE GLOW

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Lieblingsband-Alarm!

Falls jemand die DMA’s bisher verpasst hat: Dies sind drei grobschlächtige Australier, denen man nicht ansieht, dass sie die besten Oasis-Songs aller Zeiten schreiben. Genau die Lieder, die Noel und Liam selbst seit BE HERE NOW nicht mehr hinkriegen. Egal, ob Balladen oder Burner, diese drei aus Sydney hauen sie wie nebenbei raus, in Perfektion.

Weil aber die Bezeichnung „die neuen Oasis“ auf Dauer niemandem reichen sollte, haben DMA’s ihr drittes Album THE GLOW mit Killers- und Madonna-Producer Stuart Price aufgenommen. Der setzt sie mit neonstrahlenden Scheinwerfern in Szene, übertreibt’s aber zum Glück auch nicht mit der Synthpop-Chart-Bürste. So dürfen Gitarren-Britpopsongs wie ›Hello Girlfriend‹ oder ›Stranger‹ Britpopsongs bleiben, während an anderer Stelle (›Life Is A Game Of Changing‹, ›Cobracaine‹) zuckend getanzt werden kann. Ein Mix, der famos funktioniert.

8 von 10 Punkten

DMA’s, THE GLOW, INFECTIOUS/BMG RIGHTS/WARNER

Blues Pills: Neue Single ›Kiss My Past Goodbye‹

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Blues Pills 2020Hier gibt’s die brandneue Singleauskopplung der Blues Pills zu hören.

Nachdem die Blues Pills bereits die Singles ›Proud Woman‹ und ›Low Road‹ ausgekoppelt haben, legen die psychedelischen Blues-Soul-Rocker jetzt mit ›Kiss My Past Goodbye‹ nochmal einen neuen Song nach.

Alle drei Nummern stammen vom kommenden Album HOLY MOLY. Das gute Stück wird am 21. August erscheinen und zeigt die Blues Pills in leicht veränderter Besetzung in Höchstform.

›Kiss My Past Goodbye‹:

Ronnie James Dio: Kleiner großer Mann

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Comeback-König oder angsteinflößender Kontrollfreak? Die Geschichte hinter Dios bahnbrechendem Debütalbum HOLY DIVER zeigt, dass Ronnie James Dio beides war.

Kennst du diesen Ausdruck: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere?“, fragte Ronnie James Dio. „Nun, das ist mir zweimal passiert. Erst schlug mir Ritchie Blackmore die Tür ins Gesicht zu, dann Tony Iommi. Ich beschloss, verdammt noch mal sicherzustellen, dass mir das nie wieder passiert. Und das tat ich, indem ich einfach mein eigenes Ding auf die Beine stellte.“

Es war der Oktober 1984 und Dios Label Phonogram schmiss eine rauschende Party für ihn und seine Band, die auf dem letzten Teil ihrer gigantischen Welttournee in London war. Das erste Dio-Album HOLY DIVER, erschienen im Sommer 1983, war das dritte von drei Allzeit-Albumklassikern gewesen, auf denen er zu hören war. Doch während er auf den ersten beiden – RISING von Rainbow und HEAVEN AND HELL von Black Sabbath – nur der Frontmann der Bands anderer Leute gewesen war, stand HOLY DIVER für Ronnie James Dio und niemand sonst.

Auf der Party war ich nicht sicher, ob ich ihn ansprechen sollte. Ich hatte zuletzt vier Jahre zuvor mit ihm geredet, als ich Black Sabbaths Pressesprecher war. Der Ronnie Dio, den ich kannte, konnte einem ziemlich Angst einjagen. In der Öffentlichkeit war er stets charmant und freundlich, doch hinter den Garderobentüren konnte er ein Stressmonster sein, das Befehle brüllte und Leute anschrie.

Fairerweise muss man sagen, dass es zu der Zeit einige Stressmonster bei Sabbath gab. Tony Iommi und Geezer Butler waren so tief in ihrem eigenen persönlichen Drama versunken, dass Dio das Schiff auf Kurs halten musste – worin er fantastisch war und die Band vor dem endgültigen Abstieg bewahrte. Aber es war eine undankbare Aufgabe und nach zwei Alben schmiss Ronnie das Handtuch. Nun schien er aber ein anderer Mann zu sein. „Ich bin glücklicher als je zuvor“, verriet er. „Ich habe ein völlig neues Leben und eine völlig neue Karriere, in einer Band, die ich als meine besten Freunde ansehe. Ich habe ein wundervolles Leben. Was könnte ich mir mehr wünschen?“

Es schien zu gut, um wahr zu sein. Und das war es auch. Hinter den Kulissen fiel die Band Dio schon auseinander, zerrissen durch finanzielle Streitigkeiten, kreativen Stillstand und die bittere Wahrheit dessen, was passiert, wenn eine Band erfolgreich wird, aber das Gefühl hat, dass nur ein Mitglied die volle Anerkennung dafür bekommt – und das Geld. Und während Timing und Glück ihre Rolle beim Erfolg von HOLY DIVER spielten, das vor fast genau 30 Jahren erschien, waren die Hauptzutaten doch das Verlangen, die Entschlossen- und schiere Verbissenheit des Mannes, der der Band seinen Namen gab.

Wendy Dio sagt, ihr Mann sei immer schon ein Anführer gewesen, sogar als Kind. „Er hatte schon mit zehn eine Band“, sagt sie heute. „Er war ein harter Typ. Ronnie war vielleicht klein, aber er hatte immer die Kontrolle.“ Im Fall seiner Solo-Band war es ein Fall von Notwendigkeit. Als Dio bei Black Sabbath ausstieg, war er kein wohlhabender Mann. Er und Wendy hatten im Mittelklasse-Viertel Tarzana von L.A. ein einstöckiges Haus gekauft, das sie sich mit mehreren Katzen und Hunden teilten. Nun mussten sie eine neue Hypothek darauf aufnehmen, um Dios eigenes Projekt zu finanzieren. „Wir hatten bei Rainbow überhaupt kein Geld verdient“, erinnert sich Wendy. „Mit Sabbath hatten wir ein bisschen Geld eingenommen und kauften das Haus. Aber es war sehr teuer, etwas Neues auf die Beine zu stellen, daher die neue Hypothek. Es war ein Risiko. Aber ich glaubte an ihn. Er glaubte an sich selbst.“

Nach dem Ausstieg bei Sabbath war Wendy Ronnies Managerin geworden. Einander vorgestellt wurden sie 1975 von Ritchie Blackmore, einem Freund von Aynsley Dunbar, dem ersten Ehemann der in Essex geborenen Wendy. Über die nächsten paar Jahre wurden sie unzertrennlich und heirateten 1978. Als Ehefrau hatte Wendy sich um Ronnie gekümmert wie eine Wolfsmutter um ihr Junges. Als Managerin wurde sie zum Kampfhund.

Ronnie hatte Sabbath mit einem weiteren wertvollen Aktivposten verlassen: Schlagzeuger Vinny Appice. Er war während der HEAVEN AND HELL-Tour als Vertretung für den drogenkranken Bill Ward eingesprungen. Als klar wurde, dass Ward nicht zurückkehren würde, blieb Appice für das zweite Sabbath-Album der Dio-Ära, MOB RULES, sowie das folgende Live-Album LIVE EVIL. Die beiden Italo-Amerikaner verstanden sich auf Anhieb. Im Sommer 1982 lud Dio Appice zum Abendessen ein und erzählte ihm von seinen Plänen, Sabbath zu verlassen und seine eigene Band zu gründen. Er fragte Vinny, ob er dabei sein wollte. „Ich sagte: yeah. Fuck yeah!“, so Appice heute. „Ich war nur ein Junge, aber Ronnie war ein toller Anführer. Ich sah ihn wie einen Bruder. Ich liebte auch Tony und Geezer – sie baten mich, zu bleiben, aber es war viel leichter, mit Ronnie zu gehen und etwas Neues anzufangen.“

Die beiden verbrachten die nächsten Wochen damit, in einer kleinen Holzhütte hinter Ronnies Haus zu jammen, Vinny an den Drums, Ronnie am Bass. Er saß auf einem Hocker und sang“, so Appice. „Die Riffs von ›Holy Diver‹ und ein paar andere entstanden da. Und wir nahmen auf Kassetten auf.“
Sie begannen auch ihre Suche nach einem neuen Gitarristen. Einer der ersten Bewerber war Jake E Lee, ein 25-jähriger Heißsporn, der bei den L.A.-Möchtegerns Rough Cutt spielte, deren Managerin Wendy war (Lee behauptete später, das Riff zu ›Don‘t Talk To Strangers‹ geschrieben zu haben, einem von zwei Tracks auf HOLY DIVER, bei denen nur Dio als Autor genannt wird). Aber Ronnie wollte die Band international ausrichten. „Er mochte die Denkweise britischer Musiker“, so Wendy. „Ich glaube, deswegen wollte er britische Mitglieder in der Band.“

Eine Reise nach London, um neue Talente zu entdecken, erwies sich als erfolglos – Dio und Appice sahen sich aus Versehen sogar den Gitarristen einer Reggae-Band an. Stattdessen half Dios alter Bandkollege von Rainbow, Jimmy Bain, das Bild zu vervollständigen. Der 34-Jährige war ein harter Schotte, dessen kleine Statur seine stählerne Verfassung verbarg. Nach seiner Zeit bei Rainbow hatte der Bassist mit dem Ex-Thin-Lizzy-Gitarristen Brian Robertson die Wild Horses gegründet. Bain war gerade bei den letzten Konzerten einer Irlandtour, als er den Anruf von Dio bekam. „Es kam aus heiterem Himmel“, sagt Bain. „Er sagte, dass er Sabbath verlassen hatte und fragte, ob ich einen Gitarristen kannte.“

Enuff Z’Nuff – BRAINWASHED GENERATION

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Das 15. Album der Hair-Powerpop-Veteranen

Seit ihrer Gründung 1984 in Chicago haben Enuff Z’Nuff eine wechselhafte Karriere durchlebt, in der sie als Hair Metal kategorisiert wurden, für Poison eröffneten und von Beavis and Butt-Head auf die Schippe genommen wurden, während sie immer darauf bestanden, der Begriff „Powerpop“ würde besser passen für ihren glammigen Hardrock mit Cheap-Trick-Harmonien, wie man ihn auf ihren bekanntesten Hits ›New Thing‹ und ›Fly High Michelle‹ hören konnte. BRAINWASHED GENERATION ist ihr 15. Album, und auf dem hat, wie schon auf dem positiv aufgenommenen DIAMOND BOY von 2018, das einzige verbliebene Gründungsmitglied, Bassist Chip Z’Nuff, die Position am Mikrophon übernommen. Die Platte zeigt eindrucksvoll, wie aufmüpfige Dauerwellen-Jungspunde mit so viel Würde altern können, wie das für einen Mann mit Witzbrille, blondgefärbter Mähne und glitzerndem Armee-Cap eben möglich ist. Zu ihm gesellen sich hier Schlagzeuger Dan Hill, die Gitarristen Alex Kane und Tony Stoffregen sowie in Form von Gastauftritten auch Ace Frehley, Mike Portnoy und Rick Nielsens trommelnder Sohn Daxx. Die typischen Gesangsharmonien finden sich auch auf BRAINWASHED GENERATION wieder und Z’Nuffs polierter, im Rock verwurzelter Pop nimmt ELO, Glam-Albernheiten und stadionfreundliche Feuerzeugnummern ins Visier, etwa auf ›Fatal Distraction‹, ›I Got My Money Where My Mouth Is‹ und dem krakeelenden ›Drugland Weekend‹. Am effektvollsten wirken Enuff Z’Nuff, wenn Chip sich wie in ›Strangers In My Head‹ mit dem Altern befasst. In diesen klaustrophobischen Zeiten ein seltsam erfrischendes Album.

6 von 10 Punkten

Enuff Z’Nuff, BRAINWASHED GENERATION, FRONTIERS/SOULFOOD

Elvis Costello: Neuer Song ›Hetty O’Hara Confidential‹

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Elvis CostelloHier gibt’s die neue Single von Elvis Costello zu hören.

Vor kurzem hat Elvis Costello eine neue Single veröffentlicht. Die Nummer mit dem Titel ›Hetty O’Hara Confidential‹ handelt laut dem Künstler von „einer Klatschtante, die ihre Zeit überlebt.“

Das Lyric-Video zum Song wurde von Eamon Singer und Arlo McFurlow produziert.