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Tommy Lee: Zieht auf der Bühne „blank“

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Vor wenigen Wochen sorgte Mötley-Crüe-Drummer für einen kleinen Internetskandal, weil er ein Nacktfoto von sich auf Instagram postete, auf dem sein Penis unzensiert zu sehen war. Das Foto wurde kurz darauf von der Social-Media-Plattform verbannt.

Während eines Auftritts der aktuellen „The Stadium Tour“ griff Tommy Lee nun diesen Vorfall auf der Bühne wieder auf und erklärte die Entstehung des Bildes. „Folgendes geschah: Ich war verdammt betrunken, knipste einige Bilder von meinem Schwanz und postete sie auf Instagram.“

Dann fragte er das Publikum, ob es seine „Wiener“ (anderes Wort für Penis) sehen wolle. Auf lauten Jubel des Publikums hin griff Tommy Lee also in seine Hose und zog nicht etwa sein Geschlecht, sondern einen Dackel hervor – der auf Englisch auch Wiener Dog heißt.

Whitesnake: Gamechanger LOVEHUNTER

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Bis heute werden David Coverdale & Co. als Band der 80er bezeichnet, doch ihre Sporen verdienten sie sich in den 70ern mit bluesigem Hardrock. Bis 1979 dieser Gamechanger daherkam.

Das provokativ betitelte LOVEHUNTER war der Zweitling von White­snake, jener bluesgetränkten Hardrock-Band, die David Coverdale nach der Auflösung von Deep Purple gegründet hatte. Mit den Gitarristen Bernie Marsden und Mick Moody sowie Bassist Neil Murray und Schlagzeuger David „Duck“ Dowle hatte der Sänger den Grundstein gelegt, bevor sein einstiger Deep-Purple-Kollege Jon Lord während der Aufnahmen zum Debütalbum TROUBLE im Vorjahr dazustieß.


TROUBLE war als Absichtserklärung schon einigermaßen vielversprechend gewesen, doch LOVEHUNTER erreichte dank soliderer Songs und einer deutlich gewachsenen Chemie innerhalb der Band ein völlig anderes Niveau. Für die Aufnahmen in Clearwell Castle, jenem Anwesen aus dem 18. Jahrhundert im Forest of Dean, wo Purple sich auf BURN und STORMBRINGER vorbereitet hatten, hatte man wie schon bei TROUBLE den bevorzugten Purple-Produzenten Martin Birch eingestellt, um im Rolling Stones Mobile die Konsolen zu bedienen. Birch, von Iron Maiden später mit dem Spitznamen „Rektor“ versehen, war ein ernster Mensch, hatte aber durchaus Sinn für Humor. In Clearwell spukte es angeblich und es bereitete ihm großes Vergnügen, unheimliche Geräusche in die Kopfhörer der Band zu speisen, während die Aufnahmegeräte liefen.

Teile des Materials, etwa ›Medicine Man‹, waren schon teilweise geschrieben und einstudiert worden, doch andere Songs entstanden erst vor Ort. Auch ›Walking In The Shadow Of The Blues‹, eine punktgenaue Fusion von Blues, Hardrock und Melodie, gehörte in erstere Kategorie. Es wurde nicht nur zu einem Schlüsselstück aus dem Frühwerk der Band, sondern auch für viele Jahre zu einem ihrer Live-Favoriten. „Yeah, ›Shadow Of The Blues‹ war brandneu in Clearwell, was Seine Majestät enorm erfreute“, sagt Marsden lachend angesichts dieser Erinnerung.


Marsden, der vorgeschlagen hatte, man solle sich an Leon Russells ›Help Me Through The Day‹ versuchen, hatte ›You And Me‹ zunächst für sein eigenes Soloalbum ABOUT TIME TOO vorgesehen, das im selben Jahr erscheinen sollte, doch Coverdale überredete ihn, es für White­snake umzuschreiben. Als großer Beitrag zum Charme der Platte endet diese schließlich mit dem kurzen, prägnanten Rausschmeißer ›We Wish You Well‹, das Konzertbesucher bis heute mit dem klanglichen Äquivalent einer warmen, maskulinen Umarmung nach Hause schickt.


Die Ausflüge in die Single-Charts mit den Originalversionen von ›Fool For Your Loving‹ und ›Here I Go Again‹ – die später beide für die Generation MTV überarbeitet wurden – lagen noch in der Zukunft. Das größte musikalische Thema des Albums war das anzügliche Titelstück, das schon für TROUBLE in Arbeit gewesen und dann verworfen worden war. Mit geschwellter Brust bezeichnete sich der Frontmann auf ›Lovehunter‹ als „back-door man“ und verkündete: „ I’ve taken everything I could, but I’ve given all I can“. Und er versprach: „Give you all my loving, and use my tail on you“.


Schon mit den Flachlegen-und-abhauen-Texten des Vorgängeralbums hatte Coverdale die PC-Brigaden erzürnt, doch LOVE­HUNTER, dessen Cover eine nackte Frau zeigte, die auf einer riesigen Schlange saß, war in etwa so subtil wie ein fliegender Dampfhammer. Das Motiv stammte aus der Feder des bekannten Fantasy-Künstlers Chris Achilleos, dessen Werke u.a. auch in Herrenmagazinen wie „Men Only“ zu sehen waren. „So sind wir auf ihn aufmerksam geworden“, sagt Marsden heute mit einem Lächeln.

„Irgendjemand hatte eine dieser Zeitschriften, allerdings war dort ein Drachen von ihm abgebildet.“
Coverdale gab später zu, dass das Artwork von LOVEHUNTER eine spontane Reaktion auf all jene gewesen war, die gegen solche Darstellungen protestierten, und mit dem erklärten Ziel entwickelt wurde, „sie einfach noch mehr aufzuregen“. Das gelang auf jeden Fall.


Während der Medienkampagne zu TROUBLE hatte Coverdale zum Thema Sexismus mit mehreren Journalisten die Schwerter gekreuzt, darunter Robbi Millar von „Sounds“. Diesmal schickte „Sounds“ einen männlichen Autor, Phil Sutcliffe, doch das Ergebnis war das gleiche. Marsden, der bei jenem Interview ebenfalls dabei war, hatte sich immerhin veranlasst gesehen, darüber nachzudenken: „Das Cover ist sexistisch, das muss ich zugeben. Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht. Ich weiß es nicht“.


Coverdale zeigte hingegen keine Reue. „Wir leben die männliche Fantasie aus, als Pfau herumzustolzieren“, bestand er gegenüber Sutcliffe. „Wir spielen Cock-Rock. Wir baden in Andeutungen. In den USA ist das Cover wegen Sexismus verboten und das Album wird in einer braunen Papierhülle verkauft“, fuhr er fort und redete sich in Rage: „Ich schlug aufgeklebte Höschen für den heißen Feger auf dem Bild vor, aber sie glaubten wohl, dass das die Sache nur noch schlimmer machen würde.“

The Rolling Stones: Neue 4K-Version des Videos zu ›We Love You‹

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1967 veröffentlichten die Rolling Stones ihre Single ›We Love You‹ zusammen mit einem Promotions-Video. Jetzt haben die Stones eine neue, hochauflösende 4K-Version des Clips veröffentlicht.

Da zur damaligen Zeit gerade ein mit viel medialer Aufmerksamkeit verbundener Prozess um die Rolling Stones wegen Drogenbesitzes (nach einer Razzia in Keith Richards Anwesen in West Wittering, Sussex) am Laufen war, sind am Anfang des Lieds passenderweise eine zuschlagende Zellentür und sich entfernende Schritte zu hören.

High Fidelity: Hannoveraner Americana

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Wenn eine Band wie der beste Musikfilm aller Zeiten heißt und nach dem Soundtrack des anderen besten Musikfilms aller Zeiten klingt, sind Fragen angebracht. Vor allem, wenn besagte Band aus Hannover stammt und dabei amerikanischer klingt als manche „echte“ Americana-Band. Tatsächlich wäre die Musik des High-Fidelity-Debütalbums COME RAIN OR SHINE gut in „Almost Famous“ aufgehoben. Aber auch als Soundtrack für atmosphärisches Kopfkino taugt sie sehr gut.

Das Longplay-Debüt von Thomas Wisniewski, Moritz Haak, Nils Meyer und Sven Braun ist keineswegs auch ihr Studio-Debüt. Nach einer EP 2018 erschienen 2019 und 2020 fünf Singles als Wegbereiter für das Album. Dass es aller Wahrscheinlichkeit nach zum Trotz während einer Pandemie-Hochphase im „Institut für Wohlklangforschung“ Hannover entstanden ist, ist Folge einer glücklichen Fügung, wie Thomas Wisniewski erzählt. Der angehende Doktor deutscher Literatur, sonst nicht um starke Worte verlegen, sucht nach der passenden Beschreibung. Es gehe zurück auf einen „magischen Moment“, sagt er schließlich fast verschämt. Nach zwei Monaten des absoluten Stillstands habe man ein Livekonzert gestreamt, noch nicht mal mit viel technischem Aufwand. „Manchmal ist es einfach so, man hat einen ganz okayen Sound … und es passt einfach alles.“

Das sah und fühlte ein Hannoveraner Geschäftsmann im virtuellen Publikum offenbar auch. Er bot an, ein Album zu f inanzieren. Das Vertrauen in ihre Kunst nahmen die vier Anfangsdreißiger als Ansporn, alle Entscheidungen im Hinblick auf größtmögliche Authentizität zu treffen. „Wir haben bis auf den Gesang und ein paar Soli das meiste live eingespielt – einfach, weil man das in der Zeit, aus der unsere Musik stammt, so gemacht hat, weil die Musik leben muss.“ Den Verzicht auf digitale Segnungen der Studiotechnik und den Mehraufwand akribischer Proben habe man gerne in Kauf genommen: „Wer handgemacht sagt, der muss auch von Hand liefern“, lacht er. Ebenso „von Hand“ will man die Scheibe unter die Fans bringen; Hilfe von einer Plattenfirma haben die vier nicht.

So wurde ihnen aber auch nicht reigeredet. „Tatsächlich werde ich oft gefragt, warum ich auf Englisch singe“, sagt Thomas Wisniewski. „Ich habe deutsch-polnische Eltern und bin zweisprachig aufgewachsen“, sagt er, „Englisch kam sehr früh als dritte Sprache hinzu.“ Die bilinguale Erziehung habe ihm geholfen, sich selbstverständlich in einer anderen Sprache auszudrücken. „Außerdem sind meine Texte oft sehr intim.“ Englisch hat einen wunderbaren Sprachfluss beim Singen. Die Sprache des Pop helfe ihm ähnlich wie ein Lyrisches Ich, sich den eigenen Gefühlen zu nähern und sie zu erzählen. „Am Ende fühlt es sich einfach richtig, sehr natürlich an.“ (Text: Christoph Ulrich)

Video der Woche: Rush mit ›Fly By Night‹

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Alles Gute Alex Lifeson! Der Gitarrenmeister von Rush feiert heute seinen 69. Geburtstag.

Zusammen mit seinem Kumpel Geddy Lee gründete Alex 1968 die Band Rush, bei der er bis zu ihrer offiziellen Auflösung 2018 – also 50 Jahre lang – hinter der Gitarre stand. Er prägte die Prog-Rocker nicht nur durch sein virtuoses Gitarrenspiel, sondern auch durch seinen Humor.

Heute gibt es ein Video aus den Anfangsjahren zu sehen. Der Clip von 1975 zeigt das Trio bei der Performance von ›Fly By Night‹, dem Titeltrack ihres gleichnamigen zweiten Albums.

 

The Commoners: Neue Single ›Too Much‹

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Am 4. November veröffentlichen The Commoners ihr neues Album FIND A BETTER WAY. Als Vorgeschmack auf die Platte liefern die kanadischen Roots- und Southern Rocker heute ihre neue Single ›Too Much‹ inklusive Video ab.

„Das neue Album verkörpert authentisch die Rock’n’Roll-, Soul- und Bluesrock-Erfahrung“, so Leadsänger der Band, Chris Medhurst. „Das ist etwas, das wir wirklich zurückbringen wollten. Das sind die Wurzeln. Das ist es, was wir uns anhören.“

„Die Black Crowes sind ein wichtiger Einfluss für uns“, erklärt er weiter. „Derek Trucks, Marcus King, Led Zeppelin und auch die Allman Brothers Band. Das sind die Bands, die wir auf unseren Ärmeln tragen, während wir danach streben, unsere eigene Musik und unseren eigenen Sound zu kreieren.“

Heather Nova: OTHER STORIES

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Ein nachdenklich-atmosphärisches und gerade deshalb so gelungenes Coveralbum

Ganz sparsam lässt sich die Sängerin aus Bermuda hier begleiten. Damit steht OTHER SHORES in klarem Kontrast zu ihrem bis dato aktuellen Album PEARL von 2019, auf dem uns Nova so rockig wie seit den 90ern nicht mehr kam. Wenn sie hier nicht selbst die akustische Gitarre zupft, dann sind es lediglich ein Piano wie
bei Foreigners melancholisch eröffnendem ›Waiting For A Girl Like You‹, oder ein Cello wie bei John Lennons ›Jealous Guy‹. Gerade bei diesen Stücken (sowie bei ›Here Comes Your Man‹ von Pixies) macht nicht nur die ungewohnte Instrumentation, sondern auch die Attitüde Spaß, mit der sie die von Männern geschriebenen und gesungenen Texte zu ihren eigenen macht. Weitere Höhepunkte sind das der Emotionalität der Sting-Vorlage nahe kommende ›Fragile‹, das aufreizend langsame ›Like A Hurricane‹ (Neil Young), das clever zwischen peppig und nachdenklich changierende ›Ever Fallen In Love‹ von The Buzzcocks und das andächtig anmutende, komplett a cappella dargebotene ›Sailing‹ (Sutherland Brothers/Rod Stewart).

7 von 10 Punkten

Heather Nova
OTHER SHORES
OMN LABEL SERVICES/ROUGH TRADE

Long Distance Calling: ERASER

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Instrumentale Exzellenz

Post-Rock, Groove-Prog, experimenteller Jam-Metal – wie auch immer man den Stil der Münsteraner nennen will: Long Distance Calling sind eine Klasse für sich. Und das nun schon seit über eineinhalb Dekaden. Zu Beginn ihrer Karriere noch merklich von Acts wie Tool, Porcupine Tree oder Mogwai beeinflusst, ist davon heutzutage maximal noch in Spurenelementen etwas zu hören. Der Vierer macht sein eigenes Ding. Und das sowohl bei brettharten Groovern als auch in atmosphärisch-nachdenklichen Momenten. Die das neue Werk nach einem kurzen Intro virtuos eröffnenden ›Blades‹ und ›Kamilah‹ sind für diese These zwei hervorragende
Belege. Auch thematisch geht man wieder originelle Wege. Jedes Lied der Platte ist einer der aussterbenden Lebensformen auf unserem Planeten gewidmet – das monumentale ›500 Years‹ etwa dem Grönlandhai, das nervös-zickige ›Blood Honey‹ der Biene oder das zum Ende, passend apokalyptisch anmutende Titelstück uns Menschen. Doch auch ohne dieses Wissen funktioniert ERASER exzellent. Die Stücke sind so emotional, so kraftvoll und immer wieder mit einer erstaunlichen Dynamik ver- sehen, dass der Hörer kaum bemerkt, dass es sich durch die Bank um Instrumentals handelt. Anstelle eines auf den meisten Scheiben der Band für
zumindest ein Stück vorbeischauenden Gastsängers hat man sich dieses Mal nämlich „nur“ Saxofonist Jørgen Munkeby von den Norwegern Shining für ›Sloth‹ dazu geholt.

9 von 10 Punkten

Long Distance Calling
ERASER
EARMUSIC/EDEL