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Video der Woche: The Beach Boys ›California Dreamin’‹

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Stolze 80 Jahre wird Al Jardine heute alt. Wir feiern mit dem Gitarristen/Sänger der Beach Boys mit unserem Video der Woche.

Als der in Peru geborene Al Jardine Ende der 50er Jahre Brian Wilson in Kalifornien kennenlernte, hatte er sicher keine Ahnung, dass diese Begegnung sein Leben – und die Musikwelt – nachhaltig prägen sollte. Seit 1961 ist Jardine – mit ein paar kurzen Unterbrechungen – ein Teil der Beach Boys, die er vor allem mit seinem Falsett-Gesang bereichert.

Die Beach Boys schrieben mit dutzenden Songs Musikgeschichte, zollten aber auch vielen Künstlern durch Coverversionen Tribut. ›California Dreamin’‹ – eine sehr gelungene Version des Hits von The Mamas And The Papas – nahmen sie 1986 für ihr Greatest-Hits-Album MADE IN U.S.A. auf. Aktuell erlebt der Song dank der Serie „Stranger Things“ (ebenso wie ›Running Up That Hill‹ von Kate Bush und ›Master Of Puppets‹ von Metallica) ein Revival.

Gilbert O‘ Sullivan: Die Magie der Melodie

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Mit seinen vergangenen zwei Alben hat Gilbert O’Sullivan nach Jahrzehnten den Weg zurück in die Charts gefunden – und das ohne Zugeständnisse an moderne Sounds. Er sei einfach ein Getriebener, weswegen der britische Singer/Songwriter auch seine neue Platte so genannt hat: DRIVEN.

„Was mich antreibt, ist die Liebe zur Musik, zum Songwriting“, erzählt der Künstler, nachdem ihn seine Tochter ans Telefon geholt hat für das Gespräch mit CLASSIC ROCK. „Ich versuche immer, eine gute Melodie und einen
guten Text zu schreiben. Das ist etwas, was ich glücklicherweise nie verloren habe.“ In der Tat sind es diese sofort wiederkennbaren und elegant eingängigen Melodien, die auch DRIVEN auszeichnen und die angenehm an seine 70er-Hits wie ›Clair‹, ›Matrimony‹, ›Get Down‹ oder ›Alone Again (Naturally)‹ erinnern. Dass die Songs dennoch zeitgenössisch – oder besser: zeitlos – klingen, mag auch am neuen Produzenten Andy Wright (Simply Red) gelegen haben, der noch stärker als auf den Vorgängeralben des Sängers einen Live-im-Studio-Ansatz favorisiert hat. „Wir haben extrem wenige Overdubs gemacht, sogar die meisten Gitarrensoli sind live“, betont O’Sullivan. Er habe nichts gegen moderne Produktionsweisen, aber er mache einfach das, was sich für ihn natürlich anfühle. „Für mich ist etwa ein echtes Schlagzeug wichtig, da es oft das gewisse Etwas in die Gleichung einbringt. Bei aktueller Popmusik wie etwa der von Ed Sheeran hört man meistens Drum Machines,
auch das Radio will keine echten Drums mehr“, klagt er. Zudem war es Andy Wright, der den Kontakt zu Mick Hucknall von Simply Red hergestellt hat, der nun beim Song ›Let Bygones Be Bygones‹ mitsingt – ein höchst aktueller Titel darüber, dass man auch andere Standpunkte gelten lassen und nicht eskalieren solle, wie der Ire erläutert.

Geschäftlich ist er indes ein Realist: „Ich bin nun 75 Jahre alt, der Markt für mich ist nicht mehr so groß. Man wird kategorisiert, dass man zu alt oder nicht mehr interessant genug sei.“ Umso mehr freut er sich, dass er zuletzt wieder erfolgreich war, und verweist in dem Zusammenhang auch auf das Geld, das sein Label BMG in die Werbung investiert habe. 2019 war er für Duo-Shows mit seinem Gitarristen in Deutschland, Ende des
Jahres oder 2023 will er zurückkehren, nachdem er gerade Shows in Japan und just davor in den USA gespielt hat. „Ich bin 2018 das erste Mal seit über 30 Jahren wieder in New York aufgetreten. Das war großartig.“ Deswegen denkt er noch lange nicht ans Aufhören. „Mir geht es darum, Dinge nach vorn zu bringen. Ich liebe mein Handwerk und dass ich immer wieder noch eine Platte aufnehmen darf.“ Und er kommt noch einmal auf die Magie einer starken Melodie zurück: „All diese Songs aus dem frühen 20. Jahrhundert von Rodgers/Hammerstein, Cole Porter oder Jerome Kern haben mich inspiriert. Nicht der Klang, aber die Melodien. Genauso war die englische Music-Hall-Tradition ein Einfluss. Das hört man auf dem neuen Album etwa bei ›Don’t Get Under Each Other’s Skin‹. Ich besitze viele CDs mit all diesen frühen Music-Hall-Songs. Man muss die damaligen Arrangements ignorieren, aber eine starke Melodie wird sich immer durchsetzen.“ So findet er auch, dass einige seiner Zeitgenossen wie etwa Paul Simon zwar immer noch großartige Texte schreiben könnten, aber eher auf Sounds setzten anstatt auf Melodien. Deswegen bekräftigt er: „Solange ich noch gute Melodien f inde, gibt es für mich keinen Grund, aufzuhören.“

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Megadeth – THE SICK, THE DYING … AND THE DEAD!

„Album Nummer 16 ist eine Kampfansage in alle Richtungen. An die Kritiker, die in ihm immer noch den gekränkten, neidenden Ex-Metallica-Gitarristen sehen. An böse Zungen, die den 60-Jährigen zum gealterten Thrasher stilisieren, dem langsam die Luft ausgeht. An alle Zweifler und Nörgler…“

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King Buffalo – REGENERATOR

„Das Trio aus Rochester, New York, präsentiert sich auf REGENERATOR mehr denn je als selbstbewusste Band, die ihren Platz im Heavy-Psych-Prog-Kosmos gefunden hat.“

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Mike Tramp – FOR FØRSTE GANG

„Für Tramp ist diese LP jedoch nicht nur sprachlich, sondern auch kompositorisch komplettes Neuland. Mike tauschte nämlich während der Songwritingphase kurzerhand seine geliebten Akustikgitarren gegen ein Piano aus.“

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Blind Guardian – THE GOD MACHINE

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Mike Tramp: FOR FØRSTE GANG

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Muttersprache

FOR FØRSTE GANG ist Mike Tramps erstes dänisches Album in seiner mittlerweile 44-jährigen Karriere. Für Tramp ist diese LP jedoch nicht nur sprachlich, sondern auch kompositorisch komplettes Neuland. Mike tauschte nämlich während der Songwritingphase kurzerhand seine geliebten Akustikgitarren gegen ein Piano aus. Durch diese krasse Änderung seiner angestammten Vorgehensweise sind Stücke entstanden, die sich zwar immer noch zu 100 % nach Mike Tramp anhören, aber einen komplett neuen Ansatz verfolgen. FOR FØRSTE GANG ist poppiger und beschwingter als die letzten Tramp-Solo-Werke. An manchen Stellen geht er dann aber doch seiner Vorliebe für bittersüße und melancholische Melodielinien und Texte (wenn man sich die Lyrics als Nicht-Däne rudimentär übersetzt) der vorangegangenen zwölf Studioscheiben nach. Damit schlägt
der ehemalige White-Lion-Frontmann gekonnt die Brücke zwischen seinem Backkatalog und dem mit
FOR FØRSTE GANG aufgeschlagenen, neuen Kapitel der Tramp-Historie.

7 von 10 Punkten

Mike Tramp
FOR FØRSTE GANG
TARGET RECORDS/SPV

mike tramp for forste gang

Megadeth: THE SICK, THE DYING … AND THE DEAD!

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Mega-Dave kann’s immer noch

Sechs Jahre liegen zwischen THE SICK, THE DYING … AND THE DEAD! und DYSTOPIA. Noch nie verstrich eine so lange Zeit zwischen zwei Megadeth-Alben, doch Dave Mustaine musste erst noch ein paar Hürden überwinden. 2019 wurde bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert, den er glücklicherweise schnell bezwingen konnte. Dann stellte die Corona-Pandemie alles auf den Kopf und erschwerte die Aufnahmen. Lieferengpässe bei Vinyl und Verpackung sorgten schließlich für eine weitere mehrmonatige Verzögerung. Aber Mustaine hat
sich noch nie unterkriegen lassen. Album Nummer 16 ist eine Kampfansage in alle Richtungen. An die Kritiker, die in ihm immer noch den gekränkten, neidenden Ex-Metallica-Gitarristen sehen. An böse Zungen, die den 60-Jährigen zum gealterten Thrasher stilisieren, dem langsam die Luft ausgeht. An alle Zweifler und Nörgler, einfach an alle, die immer noch nicht begriffen haben, dass Mega-Dave – auch wenn er ein streitbarer Charakter sein mag – zu Recht einer der größten Thrash-Metaller der Musikwelt ist. Mit knapp 61 Jahren zaubert er immer noch Riffs hervor, die in Tempo und Virtuosität den meisten Output der Szene erblassen lassen. Die zwölf neuen Tracks zeigen keine Schwächen, lassen den Hörer am Ende beinahe atemlos zurück. Eigentlich sollte man dem Schicksal immer wieder danken, denn ohne Mustaines Zorn und seinem Drang, es allen zu beweisen, hätte es Megadeth in dieser Art und über eine so lange Zeit sicher nie gegeben.

8 von 10 Punkten

Megadeth
THE SICK, THE DYING … AND THE DEAD!
UNIVERSAL

megadeth the sick the dying and the dead

King Buffalo: REGENERATOR

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Drei Teile, ein Ziel

Auch King Buffalo sind von den logistischen Engpässen, die von der Pandemie ausgelöst bzw. verstärkt wurden, nicht verschont geblieben und so erschien REGENERATOR nicht wie die beiden anderen Longplayer ihrer „Pandemie Trilogie“ , THE BURDEN OF RESTLESSNESS und ACHERON, in 2021, sondern kommt erst jetzt, mit etwas über einem halben Jahr Verspätung, in die Regale. Nicht schlimm, das Warten hat sich gelohnt: Der abschließende Teil des Dreiergespanns vollendet den Zyklus zu einem kohärenten, geschlossenen Werk. Das Trio aus Rochester, New York, präsentiert sich auf REGENERATOR mehr denn je als selbstbewusste Band, die ihren Platz im Heavy-Psych-Prog-Kosmos gefunden hat. Vom eröffnenden neuneinhalb Minuten Monster
›Regenerator‹ über das melodiöse ›Mammoth‹ bis zum abschließenden, die Trilogie zusammenfassen-
den ›Firmament‹ ein entschlossenes Statement. (Sam Erhardt)

7 von 10 Punkten

King Buffalo
REGENERATOR
STICKMAN RECORDS/SOULFOOD

king buffalo regenerator

Blind Guardian: THE GOD MACHINE

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Weniger Orchester, mehr Durchschlagskraft

Sieben Jahre haben sich Blind Guardian Zeit für ein neues Studioalbum gelassen – so lange wie noch nie. THE GOD MACHINE markiert eine Abkehr von der orchestralen Seite der Power-Metal-Institution, wie sie noch auf den Vorgänger-Alben BEYOND THE RED MIRROR und LEGACY OF THE DARK LAND vorgeherrscht hatte. Die Band um Sänger Hansi Kürsch orientiert sich verstärkt am Stil der 90er-Jahre, ohne diesen 1:1 zu kopieren. THE GOD MACHINE ist das vielleicht aggressivste und düsterste Album der Krefelder. ›Violent Shadows‹, der härteste Song der Scheibe, bildet mit ›Deliver Us From Evil‹, ›Architects Of Doom‹ und dem Highlight ›Blood Of The Elves‹ eine schlagkräftige Allianz. Packende Thrash-Metal-Riffs und raue Energie stehen verspielten Gitarrensoli, epischen Refrains und melodischen Passagen gegenüber. Kürsch verarbeitet in seinen Texten Themen wie moderne Hexenjagd, Krieg und den Tod seiner Mutter. Natürlich gibt es aber noch die orchestralen Elemente und mächtigen Chöre, die einfach zu Blind Guardian dazugehören. Diese hymnenhafte Seite der Band gipfelt in dem majestätisch-epischen ›Secrets Of The American Gods‹. Den hohen Qualitätsstandard können Stücke wie ›Damnation‹ und ›Life Beyond The Spheres‹ indes nicht halten. Dennoch ist Blind Guardian mit dem von Charlie Bauerfeind produzierten THE GOD MACHINE ein sehr starkes Album gelungen, das es
mit den Meilensteinen der Band durchaus aufnehmen kann. (Matthias Bossaller)

8 von 10 Punkten

Blind Guardian
THE GOD MACHINE
NUCLEAR BLAST/ROUGH TRAD

Brian Johnson: „Ich fühle mich geehrt“

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Beim anstehenden Tribute-Konzert in Gedenken an Taylor Hawkins, wird AC/DC-Sänger Brian Johnson an Bord sein.

In einem Statement meinte Johnson nun vor kurzem, dass er sich sehr geehrt fühlt, Teil dieser Gedenkshow sein zu dürfen. Der Frontmann wörtlich: Taylor war ein wunderbarer Mann, sein Lächeln war legendär, sein Schlagzeugspiel intensiv und brillant und dann konnte er auch noch singen. Wenn wir zusammenfinden, um diesem Mann und seiner Familie die Ehre zu erweisen, tun wir das als Freunde. Wir tun das für ihn, wir tun das mit seiner Band, den Foo Fighters, die ihn stolz machen werden. Ich fühle mich geehrt, Teil davon sein zu dürfen.“

Am 3. September findet das erste der beiden Tribute-Konzerten im Londoner Wembley Stadion statt. Das Event kannt auch im Livestream mitverfolgt werden.