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Queen: Keine Zeit für Verlierer

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49 Jahre nach ihrem ersten Album sind Queen für viele immer noch die „champions of the world“. Wir blicken auf ihre ersten 15 Jahre zurück, in denen sie sich von hoffnungsvollen Anwärtern zu globalen Superstars entwickelten, einen besorgniserregenden Durchhänger erlebten, um dann Live Aid zu regieren. Es war „no bed of roses, no pleasure cruise“, aber sie haben nie aufgegeben.

„Wenn das die größte Zukunftshoffnung ist, begehen wir den Rock’n’Roll-Selbstmord.“

(Der „Record Mirror“ in den frühen 70ern)

Wembley-Stadion, 13. Juli 1985. Als Freddie Mercury wie ein Dressurpferd auf die Büh­ne des Live-Aid-Festivals galoppierte und mit dem rechten Arm Luft-Kinnhaken an die Menschenmassen vor ihm austeilte, war es eine triumphale Geste – dabei sollten wir nicht vergessen, dass Queen damals einen neuen Tiefpunkt in ihrer Karriere erreicht hatten. Nach ihrer hitzig diskutierten Entscheidung neun Monate zuvor, in Sun City aufzutreten, dem Vorzeige-Resort im rassengetrennten Südafrika – eine direkte Verletzung der UN-Sanktionen, die ihnen eine Strafe seitens der britischen Musikergewerkschaft sowie einen Eintrag auf einer schwarzen Liste der Vereinten Nationen einbrachte –, waren sie die Ausgestoßenen der Pop- und Rockwelt und sozial, musikalisch wie politisch ge­­ächtet

Dass sie in der Presse stets als aufgeblasen, abgehoben und sogar arrogant dargestellt worden waren, war wenig hilfreich. Es war hörbar in ihrer gerissenen, pompösen, majestätischen Musik. Es war sichtbar in ihren Darbietungen, wenn Freddie im Madison Square Garden das Publikum mit Champagner begoss, behauptete, das Ballett massentauglich gemacht zu haben, und erklärte: „Darling, ich triefe nur so vor Geld! Das ist vielleicht vulgär, aber es ist wunderbar.“Doch nichts von alledem hatte die Fans jemals davon abgehalten, Queen zu lieben, ebenso wie sie die britischen Royals lieben: unmissverständlich, unleugbar, ohne jede Scham, komme, was wolle.

Der üble Beigeschmack jener Auftritte im Apartheid-Südafrika schien jedoch nur schwer abzuschütteln zu sein. Bis zu jenem Moment, als Freddie sich an diesem heißen, auf alle Zeiten unvergesslichen Tag im Wembley-Stadion ans Klavier setzte und das so freudvoll ins kollektive Ge­­dächtnis gebrannte Intro von ›Bohemian Rhapsody‹ anstimmte – und alle 72.000 Anwesenden sowie 1,9 Milliarden Menschen an den Fernsehschirmen rund um den Globus förmlich durchdrehten.

Von da an wurde es besser und besser. Beim Übergang zum Intro von ›Radio Ga Ga‹ stolzierte Freddie wieder über die Bühne, mit ro­­tierenden Schultern und zugespitzten Lippen, und seine Augen funkelten, während er diesen phallischen, gekürzten Mikroständer kreisen ließ wie ein Zepter. Sieht man sich heute den YouTube-Clip dieses Auftritts an, erzeugt jener grandiose Moment, in dem die ekstatische Menge in Wembley das synchronisierte Klatschen wie im Video zu ›Radio Ga Ga‹ nachmacht, immer noch wohlige Gänsehaut. Es ist ein Augenblick musikalischer Göttlichkeit. Eine tatsächliche Momentaufnahme der Unsterblichkeit im Rock. Und Freddie wusste es.

Live-Aid-Organisator Bob Geldof sagte es so: „Queen war definitiv die beste Band des Tages. Sie spielten am besten, hatten den besten Sound, holten das meiste aus ihrer Zeit heraus. Es war die perfekte Bühne für Freddie – die ganze Welt. Und er konnte den Pfau geben, der ›We Are The Champions‹ schmettert. Wie viel perfekter hätte es noch werden können?“ Die Antwort: konnte es nicht.

No time for losers – so hatte das Credo von Queen schon immer gelautet. Aber nur in Bezug auf den Ehrgeiz der Bandmitglieder. Wie Brian May mir später er­­klärte: „Das sollte nicht herablassend oder arrogant sein. Als Freddie das schrieb, bezog er es mehr auf sich selbst, um sich selbst anzufeuern. Wenn man ihm sagte: ‚Das kannst du nicht tun! Die werden uns fertigmachen‘, sagte er einfach nur: ‚Doch, das können wir.‘ Und er hatte Recht.“

Angesichts der wenig vielversprechenden Situation, in der Queen 1973 in der Londoner Szene ankamen, hätten die meisten anderen Bands wohl gleich wieder aufgegeben. Da war also Brian, ein nerdiges Superhirn, das sich seine Gitarre aus einem Kaminsims (wie bitte?) selbst gebaut hatte und auf der Bühne gerne Capes und Holzschuhe trug. Dann John Deacon, noch ein Cleverle im Laborkittel, das immer am skeptischsten dreinblickte. Oder wie er es später formulierte: „Ich wusste, dass da etwas war, war aber nicht überzeugt davon“ – was sich erst lang, nachdem Queen zu Stars ge­­worden waren, änderte. Roger Taylor schließlich war der hübsche, blonde Privatschüler aus Cornwall, der Zahnmedizin studiert hatte. Und vorne stand der geniale Farrokh Bulsara – seinen vielen Freunden als Freddie bekannt –, der von einem Jungeninternat aus der Nähe von Mumbai, In­­dien gekommen war. Ein künstlerischer, mode- und Hendrix-besessener, pansexueller Dynamo, der sich nach einer Zeile in einem seiner eigenen Songs Mercury benannt hatte. („Mo­­ther Mercury, look what they’ve done to me“ aus ›The Fairy King‹).

Ein bunter Haufen eingebildeter Lackaffen also – die Kritik bezeichnete sie als noch viel Schlimmeres –, die zu spät zur Glam-Party gekommen waren, aber trotzdem auf Make-up und Satinhosen bestanden, während sie immer noch den schon längst überholten Schrulligkeiten von Led Zeppelin (›Ogre Battle‹, anyone?) huldigten? Der „Record Mirror“ brachte es damals drastisch auf den Punkt: „Wenn das unsere größte Hoffnung für die Zukunft ist, begehen wir gerade Rock’n’Roll-Selbstmord.“

Doch als im Sommer 1973 das selbstbetitelte Debüt von Queen erschien, konnte man nur schwer bestimmen, wo diese zu spät an­­tanzenden Neuankömmlinge hin­gehörten. Bowie hatte gerade Ziggy aufs Altenteil geschickt, Zep hatten schon fünf Alben und Millionen Regenbögen hinter sich, Yes und Genesis hatten das Privatschüler-Prog-Terrain schon für sich abgesteckt, während Rod Stewart und Elton John den Markt für sympathische Haudegen/weise Kneipenbewohner unter sich ausgemacht hatten. Wer brauchte noch eine Bande aus Angebern mit lackierten Fingernägeln und kreischenden Gitarren? In diesem Umfeld erschien das, was Queen zu bieten hatten, ziemlich gekünstelt – und das war 1973 so ziemlich die fieseste Beleidigung, die man einer Band mit dem Ehrgeiz, eine echte Macht unter den albumfokussierten Acts zu werden, entgegenschleudern konnte.

Selbst kleine Erfolgserlebnisse hatten einen üblen Beigeschmack. Als Mike Appleton, der Produzent der Sendung ›The Old Grey Whistle Test‹, einen animierten Clip in Auftrag gab, der in der Show als Begleitung zur Sub-Zep-Rocknummer ›Keep Yourself Alive‹ laufen sollte, gab er zu, dass er keine Ahnung hatte, dass es sich dabei um einen Track von Queen handelte. „Ich hatte in meinem Büro diese White-Label-Platte gefunden ohne einen Namen darauf, und der erste Song darauf gefiel mir.“

Eines konnte allerdings niemand leugnen: Queen waren immer eine groß­­artige Live-Band. In den zwei Jahren, die sie zur Fertigstellung ihres De­­büts benötigten, hatten sie ihre Performance kontinuierlich verbessert. Ihre große Chance erhielten sie dann im Oktober 1973, als sie bei 31 UK-Konzerten für Mott The Hoople eröffnen durften. Man konnte nicht „gekünstelt“ sein und Breitwand-Epen wie ›Father To Son‹ und ›White Queen‹ vom Stapel lassen. Dies war eindeutig eine Band, die wusste, wie man rockt. Aber würden sie sich lange genug den Gegebenheiten anpassen können, um Fuß zu fassen?

Auf jeden Fall mangelte es ihnen nicht an einer großen Klappe. May lachte, als ich ihn an jenes berühmte Zitat von Freddie aus der Zeit vor dem großen Ruhm erinnerte, der sich weigerte, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. „Das ist… ein bisschen ge­­schönt“, kicherte er. „Ich bin tatsächlich sehr oft mit Freddie Bus gefahren. Im Bus Nr. 9, oben links ganz vorne, da saßen Freddie und ich immer und fuhren zu den Trident-Studios [die damals ihren Managern gehörten, den Brüdern Norman und Barry Sheffield], um den beiden in den Hintern zu treten und zu versuchen, sie dazu zu bringen, was auf die Reihe zu kriegen, denn wir hatten viele Jahre das Gefühl, dass nichts in Bewegung kam.“

Diese Jahre endeten 1974, als im März QUEEN II erschien, oder genauer die Hitsingle ›Seven Seas Of Rhye‹. Oder noch genauer ihre spektakuläre Darbietung davon bei „Top Of The Pops“. In jenem Zeitalter vor der Übermacht des Videoclips bedeutete diese wöchentliche Chartshow im britischen Fernsehen einfach alles. Für mich als leicht zu beeindruckender, 15-jähriger Ziggy-Fan war diese Sendung der Ort, an dem Queen Mitte der 70er wirklich lebendig blieben. Eine Szene von ihnen mit weit aufgerissenen Augen, wie sie ›Seven Seas Of Rhye‹ zum Besten geben, war genug für mich, um aus der Handtasche meiner Mutter zehn Pfund zu klauen und mir dann am nächsten Tag in der Pause die Single zu kaufen.

Genauso war es, als sie dort mit ›Killer Queen‹ – der schlichtweg ge­­nialsten Single des gesamten Jahres 1974 – auftraten. Ganz zu schweigen von der Überdosis Adrenalin, als sie nur wenige Wochen später mit ›Now I’m Here‹ auf die Fernsehschirme zurückkehrten. Bei Queen gab es 1974 definitiv nichts von diesem ironischen, „Wir wissen doch, dass ihr ohnehin nur zum Playback so tut“-Nonsens der 80er. Man sehe sich nur den Clip von ›Killer Queen‹ an, wo Freddie mit wärmendem Fell am Hintern mit seinen schwarz lackierten Fingernägeln wedelt, während Brian und John sich in maximal coole Rockstarposen werfen und Ro­­ger das Gesicht verzerrt, während er auf seine Trommeln eindrischt – ge­­faked ist hier rein gar nichts.

Im Rückblick kann man den Rest von Queens Laufbahn leicht als beneidenswert ununterbrochenen Aufstieg betrachten. Man kann denken, dass nach dem Durchbruch mit QUEEN II und der Bestätigung dieses Erfolgs mit SHEER HEART ATTACK, das nur acht Monate später erschien, die siegreiche Formel ein für alle Mal etabliert war. May sorgte für den Hardrock (›Now I’m Here‹), Mercury für den ausgeklügelten Pop (›Killer Queen‹), während Taylor und Deacon als Ringo und George fungierten – der Beilagensalat zum Steak (wenngleich beide in späteren Jahren ihre eigenen wichtigen Hitbeiträge zum Queen-Kanon leisten würden).

Doch Tatsache ist, dass die Band Mitte der 70er-Jahre in einer ziemlich prekären Lage war. Zuhause in Großbritannien waren die vier schon groß, in Europa wurden sie es langsam dank ›Killer Queen‹, und auch in den USA gab es erste Anzeichen eines Durchbruchs, als sowohl ›Killer Queen‹ als auch SHEER HEART AT­­TACK in den jeweiligen Charts Platz zwölf erreicht hatten. Dennoch waren sie immer noch Lohnsklaven, die zur Miete wohnten, abends durch die Clubs tänzelten und am nächsten Morgen kaum ihre Rechnungen bezahlen konnten.



Roger Taylor erinnerte sich später daran, wie sie im Frühling 1975 nach zwei Headliner-Shows im 15.000 Menschen fassenden Budokan in Tokio zurückkehrten und er wieder in seinem winzigen Wohnklo in Richmond ankam: „Wir verdienten damals immer noch 60 Pfund die Woche.“ John Deacon war schon verheiratet und musste um die 2.000 Pfund betteln, die er als Anzahlung für ein Haus benötigte, während die Sheffield-Brüder angeblich Rolls-Royces fuhren. Es musste sich et­­was ändern, und zwar schnell.

Foo Fighters: So sah das Taylor-Hawkins-Tribute-Konzert aus

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Am Samstag, den 03. September, wurde gegen 16:30 Uhr eines der größten Musikevents der jüngsten Zeit eingeläutet. Zu Ehren des im März verstorbenen Taylor Hawkins haben die übrigen Foo Fighters um Bandchef Dave Grohl eine sechsstündige Show im Londoner Wembley Stadion auf die Beine gestellt, um ihrem geliebten Drummer zu gedenken.

Das Line-Up des Tribute-Konzerts war mit Stars gespickt und auch für im Livestream Zusehende eine emotionale Achterbahnhfahrt. Unser Autor Matthias Jost war vor Ort und beschrieb das Event folgendermaßen: „Am Samstag nahmen die Foo Fighters im Wembley Stadium Abschied von ihrem gefallenen Bruder Taylor Hawkins. Die Riege der Gäste, die sich ihnen bei diesem sechsstündigen Musikmarathon anschloss, war ein Gipfeltreffen der Rockelite. Wie oft sieht man Mitglieder von Queen, Led Zeppelin, den Beatles, AC/DC und Rush auf einer Bühne? Die größten Momente dieses hoch emotionalen Abends gehörten aber natürlich zwei Menschen: Dave Grohl und Shane Hawkins. Ein bewegendes Ereignis, das wir so schnell nicht vergessen werden.“

Die emotionalesten Momente:

Schon bei der Eröffnung schießen Dave Grohl Tränen in die Augen und er ringt nach den richtigen Worten.

Bei einer herzerweichenden Performance von ›Times Like These‹ muss Grohl pausieren, um sich wieder zu sammeln und die Tränen in den Griff zu bekommen.

Ergreifend, wie Shane Hawkins, Taylor Hawkins 16 jähriger Sohn, ›My Hero‹ trommelt – und das so grandios, dass man sich sofort an seinen Vater erinnert fühlt.

Die Setlist:

Foo Fighters mit Liam Gallagher
1. Rock ’n‘ Roll Star (Oasis cover)
2. Live Forever (Oasis cover)

Nile Rodgers, Chris Chaney und Omar Hakim
3. Let’s Dance (Davie Bowie-Cover ft. Josh Homme)
4. Modern Love (David Bowie-Cover ft. Gaz Coombes)

Chevy Metal
5. Psycho Killer (Talking Heads-Cover)
6. Children Of The Revolution (T. Rex-Cover ft. Kesha)

Justin Hawkins, Josh Freese and The Coattail Riders
7. Louise
8. Range Rover Bitch
9. It’s Over

Wolfgang Van Halen, Dave Grohl, Justin Hawkins und Josh Freese
10. On Fire (Van Halen-Cover)
11. Hot For Teacher (Van Halen-Cover)

Violet Grohl, Dave Grohl, Alain Johannes, Chris Chaney, Greg Kurstin und Jason Falkner
12 Last Goodbye (Jeff Buckley-Cover)
13. Grace (Jeff Buckley-Cover)

Supergrass
14. Richard III
15. Alright
16. Caught By The Fuzz

Them Crooked Vultures
17. Goodbye Yellow Brick Road (Elton John-C)
18. Gunman
19. Long Slow Goodbye (Queens Of The Stone Age-Cover)

Pretenders ft. Dave Grohl
20. Precious
21. Tattooed Love Boys
22. Brass In Pocket

James Gang
23. Walk Away
24. The Bomber: Closet Queen / Bolero / Cast Your Fate To The Wind
25. Funk #49 (ft. Dave Grohl)

Violet Grohl, Mark Ronson, Chris Chaney und Jason Falkner
26. Valerie (The Zutons-Cover)

Brian Johnson, Lars Ulrich und die Foo Fighters
27. Back In Black
28. Let There Be Rock

Stewart Copeland und die Foo Fighters
29. Next To You
30. Every Little Thing She Does Is Magic

Geddy Lee und Alex Lifeson von Rush
31. 2112 Part 1: Overture (ft Dave Grohl)
32. Working Man (ft Dave Grohl)
33. YYZ (ft Omar Hakim)

Brian May, Roger Taylor, Rufus Taylor und Foo Fighters
34. We Will Rock You (ft Luke Spiller)
35. I’m In Love With My Car
36. Under Pressure (ft Justin Hawkins)
37. Somebody To Love (ft Sam Ryder)
38. Love Of My Life

Foo Fighters
39. Times Like These (ft Josh Freese)
40. All My Life (ft Josh Freese)
41. The Pretender (ft Travis Barker)
42. Monkey Wrench (ft Travis Barker)
43. Learn To Fly (ft Nadi Bushell)
44. These Days (ft Rufus Taylor)
45. Best Of You (ft Rufus Taylor)

Paul McCartney, Chrissie Hynde, Dave Grohl, Omar Hakim und Pat Smear
46. Oh! Darling
47. Helter Skelter

Foo Fighters
48. Aurora (ft Omar Hakim)
49. My Hero (ft Taylor Hawkins‘ son Shane)
50. Everlong

UFO: Konzertabsagen aus Krankheitsgründen

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Die kommenden Shows ihrer anstehenden, verlängerten „Last Orders“-Tour müssen UFO leider absagen. Grund hierfür ist ein Herzinfarkt, den Frontmann Phil Mogg erlitt. Mogg wurde bereits operiert und wartet derzeit auf eine Reha-Maßnahme, die in etwa sechs Wochen beginnen wird.

Ob und wann die Tournee oder zumindest einzelne Shows nachgeholt werden können, ist momentan völlig unklar und unter anderem abhängig von Moggs Gesundungsprozess. Aktuell hat der Arzt komplettes Auftrittsverbot verhängt.

Blackie Lawless im Interview – Die Jagd nach dem perfekten Gig | ungekürzt

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Leicht nervös verlässt man die schützenden Räume der Redaktion. Mit aufmunternden Worten versuchen einen die Kollegen zu beruhigen, doch sie wissen es selbst ganz genau: Die Gerüchte um die Launen des W.A.S.P.-Gründers gestalten sich mannigfaltig und bunt. Dann aber zeigt sich Blackie Lawless im November 2017 vor seiner Show im Münchener Backstage umso höflicher und verzaubert mit einer spontanen Verdopplung der Interviewzeit. In 40 Minuten erklärte Herr Gesetzlos alles über das jüngste REIDOLIZED-Paket anlässlich des 25. Jubiläums von THE CRIMSON IDOL und warum er seit 1992 der perfekten Performance nachjagt.

Wir sind heute hier, um über das ganze REIDOLIZED-Paket zu sprechen. Vor 25 Jahren hast du THE CRIMSON IDOL herausgebracht, wir feiern also ein großes Jubiläum. Die größte Neuigkeit ist wahrscheinlich, dass du endlich den Film veröffentlichst, der ja eigentlich schon 1992 rauskommen hätte sollen…
Naja, das behaupten die Leute zumindest. Der Film ist nie fertig geworden. Alle paar Jahre kamen Leute und haben gefragt: Wann kommt der Film raus? Und ich so: Äh, keine Ahnung, in ein paar Jahren wahrscheinlich. Und dann kommt dieses 25. Jubiläum um die Ecke und man denkt für sich: Wenn wir das jetzt nicht machen, dann machen wir es gar nicht mehr. Ich meine, das ist echt eine kostspielige Angelegenheit. Und das war auch einer der Gründe, warum ich die Sache immer abgeblasen habe.

Wie teuer ist teuer?
Eine halbe Million. Heutzutage ist es wirklich schwierig, ein solches Produkt zu verkaufen. Du wirst dein Geld nie wieder zurückbekommen. Also, seien wir mal ehrlich: Was für eine Motivation steckt dahinter? Die Motivation hinter diesem Film war völlig persönlich: Ich wollte es einfach zu Ende bringen. Ich würde dir gerne von besseren oder nobleren Gründen erzählen als das, aber das ist die Wahrheit. Die Zeit war gekommen und ich wollte das Kapitel endlich abschließen. Das ist alles.

Naja, das hört sich aber nach einem relativ vernünftigen Grund an…
Ja, aber es hat jetzt ungefähr 1,5 Jahre gedauert und war unfassbar teuer. Weißt du… wahrscheinlich wirst du so etwas von jemand anderes nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nur noch Leute, die wirklich die Fähigkeiten, die Motivation und den Willen haben, ziehen so etwas durch. Einfach wegen der unfassbaren Kosten. Finanziell gesehen würde dir kein Manager dieser Erde dazu raten, so etwas durchzuziehen. Heutzutage nicht mehr. Das ist traurig.

Naja, aber ich bin mir sicher, deine Fans sind ziemlich froh darüber, den Film endlich sehen zu können. Live performst du ja simultan zum Film auf der Leinwand hinter dir. Wie schwer oder leicht ist das?
Ach, nicht schwer. Man muss sich halt gut vorbereiten. Da gibt es einfach viele technische Dinge zu beachten, das interessiert jetzt aber bestimmt keinen. Es steckt einfach sehr viel Vorbereitungsarbeit in diesem Projekt. Ich bin kein Filmemacher, das ist nicht mein Beruf. Ich würde das niemals wiederholen wollen, ich bin echt froh, dass es vorbei ist. Eine weitere Last, die von meinen Schulter fällt. Ich war in Kontakt mit fünf Typen, die über den ganzen Erdball verstreut waren. Alle arbeiteten an dem Film und ich sollte das alles koordinieren. Also, mindestens einmal oder zweimal die Woche musste ich mit allen kommunizieren, mir Schnipsel und Ausschnitte zeigen lassen und so Zeug: Wie gefällt dir dies, wie findest du jenes? Und einer dieser Typen stellt mir eine Frage, um sich vorstellen zu können, woran ein anderer Typ auf der anderen Seite der Erde gerade arbeitet und ich versuche irgendwie, ihnen die Antworten zu liefern. Puh, also wie ich schon sagte: Ich bin kein Filmemacher, also… das war echt Sisyphosarbeit. Ich war irgendwann an einem Punkt, wo ich nur noch meinte: Kommt schon, schneidet es einfach zusammen und zeigt es mir. Und sie aber dann so: Ja, aber wie willst du es denn genau haben? Das ist, wie wenn fünf verschiedene Köche eine Mahlzeit zubereiten, aber jeder von ihnen nur an einem kleinen Bruchteil arbeiten und du versuchst, das alles zu koordinieren, hast sowas aber vorher noch nie gemacht.

Hört sich kompliziert an!
Ja, du brauchst echt Geduld, sagen wir mal so. Oh und nebenbei habe ich natürlich auch noch dieses kleine Ding namens Album aufgenommen.

Ein neues?
Naja, den Soundtrack eben. Wir haben das ja alles neu aufgenommen.

Achja, klar. Mein Fehler, ich Idiot. Sorry. (lacht)
Ja, das lief ja alles gleichzeitig ab. Ich hatte quasi meinen Job tagsüber und nebenbei wollten diese Typen noch ständig Antworten und Anweisungen von mir.

Da warst du ja ziemlich beschäftigt. Was würdest du sagen: Wie sehr warst du in den kreativen Prozess des Filmmachens involviert?
Naja, ich war anwesend bei jeder Szene, die gedreht wurde. Ich war da, als wir angefangen haben. Ich habe genau darüber vor zwei Nächten nachgedacht: Gab es eigentlich irgendeinen Moment, bei dem ich nicht anwesend war? Und ich denke, nein. Ich meine, ich war sogar da, als wir die Schauspieler gecastet haben. Ich habe alles final abgesegnet. Also, am Ende des Tages war ich wirklich in jeden einzelnen Prozess involviert.

Aber du bleibst lieber Musiker. Aus dir wird definitiv kein Filmemacher?
Ja, genau. Das weiß ich jetzt sicher. Ich habe mir oft Filme angeschaut und die Leute dahinter echt bewundert. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit da dahinter steckt. Aber ich will das nie wieder machen. Ich geh echt lieber für 10 Euro ins Kino und schau mir da einen Film an.(lacht)

Okay! (lacht) Wie schätzt du die Lage bisher ein: Wissen deine Fans das zu schätzen, was sie da sehen?
Das kann ich so nicht sagen. Es scheint so. Wir haben diese Show bisher 50 Mal gespielt und es gab keinen einzigen Abend ohne Standing Ovations. Also, daran gemessen… Weißt du, ich surfe nicht auf Social Media Webseiten herum oder solches Zeug. Ich mache das altmodisch: Was sehe ich, wenn ich auf der Bühne stehe und den Leuten ins Gesicht schaue? Ich denke, so kann man immer noch am Besten beurteilen: Es ist in Echtzeit, es ist ein echter Moment, wenn du den Ausdruck auf ihren Gesichtern und in ihren Augen siehst. Und weißt du, es ist nicht ungewöhnlich, dass Leute Tränen in den Augen haben oder sowas. Und das ist mein Anhaltspunkt. Aber wie bei jeder anderen Platte auch dauert es ein bisschen, bis man die finale Analyse abschließen kann. Aber bisher würde ich vorsichtig behaupten, es läuft ganz gut.

Irgendwo steht geschrieben, dass über 100 Stunden an Filmmaterial vorhanden sind.
Ja, wir haben echt ziemlich viel gedreht.

Der Film dauert eine Stunde. Was passiert mit den übrigen 99 Stunden?
Naja, wir haben das benutzt, was wir gebraucht haben. Die Musik gibt die Story vor, du kannst nicht mehr Film reinpressen, wie das Album lang ist. Naja, es macht keinen Sinn, den Rest irgendwie zu verwerten. Wenn ein Song fünf Minuten dauert, kannst du kein Visual dazu gestalten, das sechs Minuten dauert.

Irgendeine „Outtake“-DVD oder so?
Nein. Ich meine, schau her. Zum Beispiel was wir für ›The Invisible Boy‹ gedreht haben, es würde einfach keinen Sinn machen, das irgendwo anders reinzuschneiden. Du wirst es ja heute Abend sehen – ich gehe mal davon aus, dass du dableibst – dass das alles nur so Sinn macht.

Ich dachte auch eher an eine Art Bonus-DVD oder so. Aber egal. (lacht) Wenn du heute zurückblickst: Wie beurteilst du THE CRIMSON IDOL von deinem heutigen Standpunkt aus? Viele Fans und Kritiker halten die Platte schließlich immer noch für dein Meisterwerk.
Das ist schwierig, denn es gibt eins, das du irgendwann kapierst, wenn du selbst Platten machst: Du wirst dein eigenes Album nie zum ersten mal hören. Denk nur mal daran, wo du warst, als du deine Lieblingsplatte zum ersten mal gehört hast. Du erinnerst dich bestimmt an das Gefühl, das diese Musik bei dir hinterlassen hat, als der letzte Song aufgehört hat. Naja, dem Künstler selbst bleibt diese Erfahrung verwehrt. (Pause) Wurdest du betrogen? Nein, denn es sind viele Dinge während der Aufnahmen passiert, wirklich spezielle Momente, die der Rest der Welt nie erfahren wird. Und du wünschtest dir, die anderen könnten das auch erfahren, du hättest gerne, dass sie auch dagewesen wären, wenn etwas Besonderes passiert ist. Das ist irgendwie echt vielschichtig. Aber ich weiche ein gerade deiner Frage aus. Es ist schwierig: Wenn du etwas geleistet hast, das wertgeschätzt wird – ich denke, das ist der richtige Begriff – dann ist es nicht leicht, dazu noch etwas zu sagen. Ähm, ich schätze mal, ich kann es so ganz gut beschreiben: Nachdem ich die Platte fertig gestellt hatte, habe ich sie circa ein Jahr lang nicht mehr angehört. Ich mache das immer so, wenn Platten fertig sind, weil ich natürlich nicht objektiv sein kann. Und ich erinnere mich daran, wie ich nach einem Jahr mal wieder reingehört habe und ein Gefühl extremer Furcht von mir Besitz ergriff. Ich hatte echt Angst, denn ich dachte damals: Wie um alles in der Welt habe ich das hinbekommen? Und noch wichtiger: Wie kann ich das nochmal schaffen? Ich denke, so kann ich die Frage vielleicht am besten beantworten.

Video der Woche: The Beach Boys ›California Dreamin’‹

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Stolze 80 Jahre wird Al Jardine heute alt. Wir feiern mit dem Gitarristen/Sänger der Beach Boys mit unserem Video der Woche.

Als der in Peru geborene Al Jardine Ende der 50er Jahre Brian Wilson in Kalifornien kennenlernte, hatte er sicher keine Ahnung, dass diese Begegnung sein Leben – und die Musikwelt – nachhaltig prägen sollte. Seit 1961 ist Jardine – mit ein paar kurzen Unterbrechungen – ein Teil der Beach Boys, die er vor allem mit seinem Falsett-Gesang bereichert.

Die Beach Boys schrieben mit dutzenden Songs Musikgeschichte, zollten aber auch vielen Künstlern durch Coverversionen Tribut. ›California Dreamin’‹ – eine sehr gelungene Version des Hits von The Mamas And The Papas – nahmen sie 1986 für ihr Greatest-Hits-Album MADE IN U.S.A. auf. Aktuell erlebt der Song dank der Serie „Stranger Things“ (ebenso wie ›Running Up That Hill‹ von Kate Bush und ›Master Of Puppets‹ von Metallica) ein Revival.

Gilbert O‘ Sullivan: Die Magie der Melodie

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Mit seinen vergangenen zwei Alben hat Gilbert O’Sullivan nach Jahrzehnten den Weg zurück in die Charts gefunden – und das ohne Zugeständnisse an moderne Sounds. Er sei einfach ein Getriebener, weswegen der britische Singer/Songwriter auch seine neue Platte so genannt hat: DRIVEN.

„Was mich antreibt, ist die Liebe zur Musik, zum Songwriting“, erzählt der Künstler, nachdem ihn seine Tochter ans Telefon geholt hat für das Gespräch mit CLASSIC ROCK. „Ich versuche immer, eine gute Melodie und einen
guten Text zu schreiben. Das ist etwas, was ich glücklicherweise nie verloren habe.“ In der Tat sind es diese sofort wiederkennbaren und elegant eingängigen Melodien, die auch DRIVEN auszeichnen und die angenehm an seine 70er-Hits wie ›Clair‹, ›Matrimony‹, ›Get Down‹ oder ›Alone Again (Naturally)‹ erinnern. Dass die Songs dennoch zeitgenössisch – oder besser: zeitlos – klingen, mag auch am neuen Produzenten Andy Wright (Simply Red) gelegen haben, der noch stärker als auf den Vorgängeralben des Sängers einen Live-im-Studio-Ansatz favorisiert hat. „Wir haben extrem wenige Overdubs gemacht, sogar die meisten Gitarrensoli sind live“, betont O’Sullivan. Er habe nichts gegen moderne Produktionsweisen, aber er mache einfach das, was sich für ihn natürlich anfühle. „Für mich ist etwa ein echtes Schlagzeug wichtig, da es oft das gewisse Etwas in die Gleichung einbringt. Bei aktueller Popmusik wie etwa der von Ed Sheeran hört man meistens Drum Machines,
auch das Radio will keine echten Drums mehr“, klagt er. Zudem war es Andy Wright, der den Kontakt zu Mick Hucknall von Simply Red hergestellt hat, der nun beim Song ›Let Bygones Be Bygones‹ mitsingt – ein höchst aktueller Titel darüber, dass man auch andere Standpunkte gelten lassen und nicht eskalieren solle, wie der Ire erläutert.

Geschäftlich ist er indes ein Realist: „Ich bin nun 75 Jahre alt, der Markt für mich ist nicht mehr so groß. Man wird kategorisiert, dass man zu alt oder nicht mehr interessant genug sei.“ Umso mehr freut er sich, dass er zuletzt wieder erfolgreich war, und verweist in dem Zusammenhang auch auf das Geld, das sein Label BMG in die Werbung investiert habe. 2019 war er für Duo-Shows mit seinem Gitarristen in Deutschland, Ende des
Jahres oder 2023 will er zurückkehren, nachdem er gerade Shows in Japan und just davor in den USA gespielt hat. „Ich bin 2018 das erste Mal seit über 30 Jahren wieder in New York aufgetreten. Das war großartig.“ Deswegen denkt er noch lange nicht ans Aufhören. „Mir geht es darum, Dinge nach vorn zu bringen. Ich liebe mein Handwerk und dass ich immer wieder noch eine Platte aufnehmen darf.“ Und er kommt noch einmal auf die Magie einer starken Melodie zurück: „All diese Songs aus dem frühen 20. Jahrhundert von Rodgers/Hammerstein, Cole Porter oder Jerome Kern haben mich inspiriert. Nicht der Klang, aber die Melodien. Genauso war die englische Music-Hall-Tradition ein Einfluss. Das hört man auf dem neuen Album etwa bei ›Don’t Get Under Each Other’s Skin‹. Ich besitze viele CDs mit all diesen frühen Music-Hall-Songs. Man muss die damaligen Arrangements ignorieren, aber eine starke Melodie wird sich immer durchsetzen.“ So findet er auch, dass einige seiner Zeitgenossen wie etwa Paul Simon zwar immer noch großartige Texte schreiben könnten, aber eher auf Sounds setzten anstatt auf Melodien. Deswegen bekräftigt er: „Solange ich noch gute Melodien f inde, gibt es für mich keinen Grund, aufzuhören.“

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Megadeth – THE SICK, THE DYING … AND THE DEAD!

„Album Nummer 16 ist eine Kampfansage in alle Richtungen. An die Kritiker, die in ihm immer noch den gekränkten, neidenden Ex-Metallica-Gitarristen sehen. An böse Zungen, die den 60-Jährigen zum gealterten Thrasher stilisieren, dem langsam die Luft ausgeht. An alle Zweifler und Nörgler…“

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King Buffalo – REGENERATOR

„Das Trio aus Rochester, New York, präsentiert sich auf REGENERATOR mehr denn je als selbstbewusste Band, die ihren Platz im Heavy-Psych-Prog-Kosmos gefunden hat.“

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Mike Tramp – FOR FØRSTE GANG

„Für Tramp ist diese LP jedoch nicht nur sprachlich, sondern auch kompositorisch komplettes Neuland. Mike tauschte nämlich während der Songwritingphase kurzerhand seine geliebten Akustikgitarren gegen ein Piano aus.“

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Blind Guardian – THE GOD MACHINE

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Mike Tramp: FOR FØRSTE GANG

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Muttersprache

FOR FØRSTE GANG ist Mike Tramps erstes dänisches Album in seiner mittlerweile 44-jährigen Karriere. Für Tramp ist diese LP jedoch nicht nur sprachlich, sondern auch kompositorisch komplettes Neuland. Mike tauschte nämlich während der Songwritingphase kurzerhand seine geliebten Akustikgitarren gegen ein Piano aus. Durch diese krasse Änderung seiner angestammten Vorgehensweise sind Stücke entstanden, die sich zwar immer noch zu 100 % nach Mike Tramp anhören, aber einen komplett neuen Ansatz verfolgen. FOR FØRSTE GANG ist poppiger und beschwingter als die letzten Tramp-Solo-Werke. An manchen Stellen geht er dann aber doch seiner Vorliebe für bittersüße und melancholische Melodielinien und Texte (wenn man sich die Lyrics als Nicht-Däne rudimentär übersetzt) der vorangegangenen zwölf Studioscheiben nach. Damit schlägt
der ehemalige White-Lion-Frontmann gekonnt die Brücke zwischen seinem Backkatalog und dem mit
FOR FØRSTE GANG aufgeschlagenen, neuen Kapitel der Tramp-Historie.

7 von 10 Punkten

Mike Tramp
FOR FØRSTE GANG
TARGET RECORDS/SPV

mike tramp for forste gang