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Start Blog Seite 185

Stryper: THE FINAL BATTLE

Die letzte Schlacht der Bienenkrieger?

Stryper zu rezensieren ist – frei nach RATT – ein „Dirty Job – aber irgendjemand muss ihn übernehmen“. Der Schreiber dieser Zeilen hatte wegen einer augenzwinkernden Kritik zu NO MORE HELL TO PAY (2013) sogar einen Stalker am Hals (kein Witz!). Also auf zu neuen Abenteuern mit Michael Sweet & Co.! Gleich im Opener, der passenderweise den Titel ›Transgression‹ trägt, begrüßt Sweet den mutigen Hörer mit einem 15 Sekunden langen, durch Mark und Bein schallenden Kreischen. Selbst Meistern des Fachs wie King Diamond oder Lizzy Borden dürfte dieses vokale Inferno die Schamesröte ins Gesicht treiben. In solchen Momenten fragt man sich ernsthaft, warum Michael derart übertreibt. Textlich schlägt der singende Gitarrist ohne Gnade in die von allen vorangegangenen Stryper-LPs gewohnte Kerbe. Auf Manowar’schem Niveau prasseln christliche „Malen nach Zahlen“-Plattitüden inflationär aus den Boxen. Das macht alles keinen Spaß und wird nur durch die technisch tadellos dargebotene Instrumentierung vor dem Totalausfall gerettet.

5 von 10 Punkten

Stryper
THE FINAL BATTLE
FRONTIERS/SOULFOOD

Simple Minds: DIRECTIONS OF THE HEART

Stimmig und tight

Im vergangenen Sommer standen für sie mehr als 80 Konzerte im Rahmen der „40 Years Of Hits“-Tour 2022 auf dem Plan. Allerdings können die Simple Minds im nächsten Jahr schon das 45. Jubiläum feiern, denn die Schulfreunde Jim Kerr (Gesang) und Charlie Burchill (Gitarre) fanden sich bereits 1978 unter dem heutigen Namen zusammen, den sie im Text des Bowie-Songs ›The Jean Genie‹ fanden. Nun erscheint mit DIRECTION OF THE HEART das 18. Studioalbum der Schotten. Und die neun „Elektro-Rock“-Songs mit „Wohlfühl-Charakter“ (Kerr) sind wieder allesamt kleine, echte Simple-Minds-Hymnen geworden. ›Vision Thing‹, eine Hommage an Kerrs Vater, wurde schon live präsentiert, bei ›Human Traffic‹ wirkte Russell Mael (Sparks) mit, ›The Walls Came Down‹ ist eine Coverversion des 83er-Hits von The Call. Highlight ist die treibende, melodische Nummer ›First You Jump‹. Der Titelsong ›Direction Of The Heart‹ ist interessanterweise nur auf der Deluxe Edition zu finden, die darüber hinaus lediglich einen weiteren Song bietet. Kerr und Burchill spielten die Tracks in ihrer Wahlheimat Sizilien ein. Bassist Ged Grimes, Schlagzeugerin Cherisse Osei und Sängerin Sarah Brown nahmen ihre Parts in London auf, Mael sowie Songwriter Gary Clark arbeiteten in ihren Homestudios. Alle Einzelteile wurden dann in den
Hamburger Chameleon Studios zum großen Ganzen zusammengefügt und von Andy Wright (u. a. Massive Attack) und Gavin Goldberg (u. a. Simply Red) produziert. Trotz des pandemiebedingten arbeitsprozessualen Flickenteppichs ist DIRECTION OF THE HEART ein stimmiges und tightes Album geworden, das zu den besseren
Werken der Simple Minds gehört.

7 von 10 Punkten

Simple Minds
DIRECTION OF THE HEART
BMG RIGHTS/WARNER

Sahg: BORN DEMON

Begleitmusik zur Apokalypse

Zum Trio mögen Sahg vielleicht geschrumpft sein, der Wucht ihres Sounds hat diese erneute Line-up-Veränderung jedoch keinen Abbruch getan. Auf ihrem sechsten Longplayer konzentriert sich das norwegische Heavy-Metal-Gespann wieder etwas mehr auf den Kern des Genres und zementiert zehn neue Tracks ohne große Spielereien oder überraschende Klangausflüge in ihren Katalog. Sahg haben ihr Soundspektrum filtriert und die Essenz auf BORN DEMON gebannt. Hier werden rasante Riffs, eingängige Melodien, eine große Portion Okkultismus, norwegische Dunkelheit und kundige Arrangements zu einer betörenden und gleichzeitig unheilvoll tönenden Mischung vereint. Gleich der galoppierende Opener ›Fall Into The Fire‹ mit großem Refrain stimmt auf den klassischen Grundtenor der Platte ein, der Titeltrack gebärt sich als fieses Doom-Monster mit ruhig-melodiösem Vers und mächtigem Choral am Ende, der bedrohlich walzende Abschluss der Platte, ›Destroyer Of The Earth‹, liefert den perfekten Soundtrack zur vielleicht nahenden Apokalypse. Wenn die sich so anhört, geht die Welt
wenigstens mit passender Begleitmusik unter.

8 von 10 Punkten

Sahg
BORN DEMON
DRAKKAR/SOULFOOD

Sahg Born Demon

The New Roses: SWEET POION

Liegt Wiesbaden in Amerika?

Erneut legen die Wiesbadener The New Roses ein Album vor, das amerikanischer rockt als so manche US-Scheibe. Abgesehen von Bob Seger oder Bon Jovi vielleicht, aber aus diesen Ecken hört man ja gerade eher weniger. Angefangen vom starken Auftakt ›My Kinda Crazy‹ über diverse Highway- und Harmonie-Hämmer und die obligatorische Powerschnulze bis hin zum abschließenden Mainstreamer ›The Veins Of This Town‹ klingt alles nach Stars & Stripes. Und wer meint, er hätte schon alle klassischen Rock-Riffs gehört, wird hier immer wieder überrascht. Irgendwie kommen einem die wirkungsvollen Akkorde zwar bekannt vor, aber man kann nicht genau sagen, woher. Timmy Roughs raue und röchelnde Stimme erinnert leicht an bekannte Raspel-Röhren wie die von Spike von den Quireboys oder Steve Lee (RIP) von Gotthard, wirkt aber mit den starken Strukturen der neuen Songs dann doch unvergleichlich. Und passt perfekt zu den einfachen, aber effektiven Kompositionen, von denen
The New Roses auf SWEET POISON gleich ganze elf auffahren. Alle dabei rockig, reizvoll und eingängig. Schmutzigen und schmissigen American-Rock bekommt derzeit kaum jemand so stark und stimmig hin wie diese deutsche Band aus Wiesbaden.

7 von 10 Punkten

The New Roses
SWEET POISON
NAPALM/UNIVERSAL

The New Roses Sweet Poison

Meat Loaf: BAT OUT OF HELL

Exzellente Hommage an die Eisenhower-Ära: Du nimmst mir das Wort aus dem Mund!

Zufälle gibt es! Als Meat Loaf erst auf der Theaterbühne, dann im 1974 verfilmten Rock-Grusical THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW die Rolle des ungestümen Motorrad-Lederrockers Eddie gab, ahnte er noch nicht, dass er wenige Jahre später mit einer zumindest musikalisch verwandten Satire Verkaufsrekorde brechen würde: Diffizil den Zeitgeist der Eisenhower-Ära in der amerikanischen Provinz beschwört und verklärt das seither weltweit über 34 Millionen Mal verkaufte und von Todd Rundgren stilecht in frei nach Produzentenlegende Phil Spectors gigantomanischem Wall-Of-Sound konzipierte Elaborat BAT OUT OF HELL. Aufgezeichnet in den Bearsville Studios von Woodstock mit illustren Gästen wie Rundgrens Formation Utopia, Edgar Winter am Saxofon, Vokalistin Ellen Foley sowie Pianist Roy Bittan und Schlagzeuger Max Weinberg, beides Mitglieder von Springsteens E Street Band.

Seinen Weg in die Verkaufsregale findet das angeblich schon seit 1972 von Meat Loaf und Komponist Jim Steinman in der Mache befindliche Werk, das immerhin zwei Sequels und eine Menge Gerichtsverfahren nach sich ziehen wird, erst fünf Jahre später. Im Punk-Revolutionsjahr floriert die gleichermaßen an Teenager-Melodramen wie ›Leader Of The Pack‹ des Girl-Trios The Shangri-La’s und Bruce Springsteens Meilenstein BORN TO RUN ausgerichtete Klangnostalgie von ›You Took The Words Right Out Of My Mouth‹, ›Paradise By The Dashboard Light‹ oder ›All Revved Up With No Place To Go‹ wie geschnitten Brot. Steinmans Faible für Richard Wagners opulente Schwelgereien verdanken ›Heaven Can Wait‹ und ›For Crying Out Loud‹ ihre Inspiration. Vor allem das jüngere Publikum in den USA amüsiert sich köstlich über jene Satire, die Amerikas verklemmte Sexualmoral, elitäres Gehabe der Reichen und grenzenlosen Patriotismus auf die Schippe nimmt. Doch nicht nur die Fifties-Hommage wirkt als Erfolgskatalysator. Firmiert doch das Konzept der „Fledermaus aus der Hölle“ in Highschool-Kreisen seinerzeit auch als urkomische „Entjungferungs-Operette“.

Def Leppard: Deutschland-Shows mit Mötley Crüe

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Nach ihrer großen Stadion-Tournee durch die Staaten kommen Def Leppard und Mötley Crüe 2023 nun auch noch im Rahmen ihrer anstehenden „The World“-Tour Deutschland. Das potente Glam-Line-Up wird im Mai und im Juni in Mönchengladbach, München und Hannover gastieren.

by Anton Corbijn

„Nachdem wir mit unserer gigantischen Sommertournee durch die USA und Kanada in diesem Jahr endlich wieder auf Tour gehen konnten, sind wir mehr als begeistert, im kommenden Jahr mit dieser fantastischen Show in vielen Städten der Welt auftreten zu können, mit dem Europa-Auftakt in Sheffield, wo vor 45 Jahren für uns alles begann. Wir freuen uns wahnsinnig darauf, euch bald wiederzusehen!“, so Joe Elliott von Def Leppard.

Mötley Crüe zur geplanten Welttournee:„Es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht, diesen Sommer im Rahmen der Stadiontour in Nordamerika zu spielen, und jetzt brennen wir darauf, die Show mit The WORLD Tour 2023 auch in anderen Teilen der Welt zu präsentieren. Crüeheads in Lateinamerika und Europa: Macht euch bereit! Denn als nächstes seid ihr dran, und wir können es kaum erwarten, euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen„.

Poison und Joan Jett & The Blackhearts, die die beiden Bands in den USA begleiteten, sind allem Anschein nach leider nicht von der Partie. Der allgemeine Vorverkauf startet am 28. Oktober 2022.

24/7 Diva Heaven: Neues Live-Video zu ›Death To‹

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Heute veröffentlichen 24/7 Diva Heaven ein neues Live-Video zu ihrem Song ›Death To‹. Der punkige Track stammt vom Debütalbum STRESS des energiegeladenen Berliner Trios, das Live-Material wurde im September 2021 im Astra Kulturhaus in der Hauptstadt gefilmt.

24/7 Diva Heaven hier live erleben:

26.10.22 Leipzig, Werk 2
28.10.22 Düsseldorf, R25 – Kulturschlachthof
29.10.22 Dortmund, Piano w/ DAILY THOMPSON
30.10.22 Bielefeld, Forum w/ THE PIGHOUNDS  
31.10.22 Mannheim, Altes Volksbad  
02.11.22 Darmstadt, 806qm  
03.11.22 Stuttgart, Merlin
04.11.22 Nürnberg, Club Stereo w/ ISOSOCPE  
02.12.22 Hamburg, Further Festival
17.12.22 Köln, Luxor

Rival Sons: Neue Single und Albumankündigung

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Am 10. März 2023 bringen die Rival Sons ihr neues Album raus. DARKFIGHTER wird das siebe Studiowerk der Band, gleichzeitig der Nachfolger zu FERAL ROOTS aus dem Jahr 2019, heißen. Eine erste Single namens ›Nobody Wants To Die‹ gibt es bereits zu hören, der dazugehörige Clip ist ein in cinematischem Western-Stil gehaltener, wilder Ritt.

Wunderstimme und Frontmann Jay Buchanan zum Inhalt der Single: „Du lebst dein Leben in dem stetigen Wissen, dass das Damoklesschwert an einem seidenen Faden über deinem Kopf baumelt. Du bist dir der eigenen Vergänglichkeit zwar bewusst, aber kannst auch nicht ständig daran denken – sonst drehst du durch. Für ein paar Jahre habe ich in einem Bestattungsinstitut gearbeitet und die Leichenwagen gefahren. Es gab Tage, da war ich bei drei Beerdigungen dabei. Manchmal waren sie menschenüberlaufen, manchmal waren da nur ich, ein Priester und ein Loch im Boden. Am Ende spielt es keine Rolle, wer du bist; der Tod holt uns irgendwann alle ein. Daran muss ich bei diesem Song denken, weil er für mich wie das Verfolgen dieses unausweichlichen Weges klingt.“