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Peter Gabriel: Neue Single ›Playing For Time‹

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Vor kurzem veröffentlichte Peter Gabriel seine neuen Singles ›Panopticom‹ und ›The Court‹. Die Tracks waren erste Auskopplungen seines kommenden Albums I/O. Heute erscheint mit ›Playing For Time‹ eine weitere neue Nummer.

„›Playing For Time‹ ist ein Song, an dem ich schon lange arbeite und den ich bereits ohne Lyrics live gespielt habe. Einigen Leuten wird er also bekannt vorkommen“, so Gabriel. „Es ist ein wichtiger Song für mich. Er handelt von Zeit, Sterblichkeit und Erinnerungen – der Idee, dass jeder von uns einen Planeten voll von Erinnerungen hat, die im Gehirn verborgen sind. Es ist ein eher persönliches Stück darüber, wie man Erinnerungen sammelt und ob wir Gefangene der Zeit sind oder ob das etwas ist, das uns tatsächlich befreien kann. Ich denke, es ist gut, sich dahingehend selbst herauszufordern, interessante und gewagte Erfahrungen zu machen, weil man reichhaltigere Erinnerungen hat, von denen man zehren kann, wenn man mein Alter erreicht hat. Jede einschneidende Erfahrung, durch die du gehst, wird dich auch etwas lehren.“

2023 kann man Peter Gabriel an folgenden Terminen live erleben:

26.05. Berlin, Waldbühne

28.05. München, Königsplatz

10.06. Köln, Lanxess Arena

12.06. Hamburg, Barclays Arena

13.06. Frankfurt, Festhalle

Gary Rossington: So trauert die Rockwelt

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Gary Rossington, Gründungsmitglied von Lynyrd Skynyrd, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Das teilte die Band am 6. März 2023 auf Social Media mit.

Seitdem melden sich zahlreiche Kollegen des Gitarristen zu Wort und zollen Rossington Tribut. Billy Gibbons von ZZ Top erzählte in einem Interview mit dem Rolling Stone: „Gary Rossingtons Tod ist wirklich schlimm für uns, da wir unzählige Stunden gemeinsam auf Tourneen und dazwischen verbrachten. Wir verhalfen Lynyrd Skynyrd in ihren Anfängen 1972 zu einem Support-Slot bei einer ZZ-Top-Show in South Carolina. Damals enstand eine anhaltende Freundschaft. Garys außergewöhnliche Fähigkeiten als Gitarrist waren nichts weniger als inspirierend. Das mag wie ein altes Klischee klingen, jemand einen „survivor“ zu nennen, aber in diesem Fall ist es wahr. Gary war der letzte seiner Art, wir werden ihn sehr vermissen.“

Charlie Starr von Blackberry Smoke sagt: „Gary war ein sehr geschmackvoller Gitarrist. Ich bin mir sicher, dass die meisten Skynyrd-Fans unterscheiden können, wer was spielt. Sie alle klangen so verschieden, Ed King, Allen Collins und Rossington. Gary war eher der „Slowhand“ Typ. Er spielte keine angeberischen Solos. Wenn man sich „Free Bird“ anhört, klingt sein Spiel, als würde ein Vogel singen. Gary verstand, was sein Job war: Hier ist der Song, hier ist Ronnie Van Zant mit diesen unglaublichen Lyrics, also sollte meine Gitarre auch zu euch singen.“

Auf Instagram postete Metallicas James Hetfield ein Foto von Rossington und sich mit der Unterüberschrift: „RIP Bruder Gary. Danke dafür, dass du mir mit deinem Gitarrenspiel und deinem Songwriting in einer meiner Lieblingsbands, Lynyrd Skynyrd, so viel Freude gemacht hast.“

Peter Frampton schrieb: „Das kann nicht sein! Mein Herz bricht beim Gedanken an Dale Rossington und die ganze Skynyrd-Familie. Seit unseren ersten gemeinsamen Touren in den 70ern sind wir Freunde. Wir werden dich vermissen, mein Freund. RIP, Gary Rossington.“

Paul Rodgers postete: „Gestern haben wir unseren musikalischen Bruder Gary Rossington verloren, einen Mann, den wir alle liebten. In Gedanken sind wir bei seiner Liebsten Dale, seiner Familie und seinen vielen Freunden und Fans. Ich fühle mich wie betäubt, das hier schmerzt sehr.“

Auch Bret Michaels von Poison, Joe Bonamassa, Kenny Wayne Shepherd und viele mehr fanden rührende Worte, um Gary Rossington zu ehren.

Meilensteine: Das Debüt von Mountain erscheint

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07.03.1970: Die US-Band Mountain präsentiert ihr Debüt CLIMBING!

Mit der 1964 in Long Island formierten Gruppe The Vagrants mischten die Gebrüder Leslie und Larry West moderat im großen Pool der von Rhythm‘n‘Blues und British Beat Invasion gespeisten US-Garagen-Beat-Bands mit. Als im fernen London mit den psychedelischen Power-Bluesrock-Trios Cream und The Jimi Hendrix Experience die nächste Stufe in der Popkultur-Progression zündete, fühlte sich auch der 1946 in Manhattan als Leslie Abel Weinstein geborene Gitarrenvirtuose, Vokalist und Komponist inspiriert, etwas Gleichwertiges auf die Beine zu stellen. Wie es der Zufall wollte, gerieten The Vagrants in jener Phase an den Produzenten, Songwriter, Sänger und Multiinstrumentalisten Felix A. Pappalardi. Von der zweiten LP DISRAELI GEARS (1967) an produzierte, arrangierte und gelegentlich co-komponierte Pappalardi die rasch zu Welterfolg aufgestiegenen Cream. Erste Schritte seitens West unter dem Bandnamen Leslie West Mountain, im Gespann mit Norman Landsberg (Keyboards, Bass) und Ken Janick (Drums), lehnte der penible Pappalardi jedoch rundweg ab, entschied sich dann aber doch, Wests Solodebüt MOUNTAIN (1969) mit sich selbst am Bass und Norman D. Smart am Schlagzeug zu produzieren. In der Besetzung mit West, Pappalardi, Smart und Keyboarder Steve Knight nahm die Truppe im August 1969 am Woodstock Festival teil, fand aber im Kinofilm nicht statt. Kurz danach gab Smart seine Trommelstöcke an Corky Laing ab. Ab da entwickelte sich das Soloprojekt zur authentischen Bandeinheit – die wegen ihres derben Bluesrock-Heavy-Metals medial rasch als „Louder Version Of Cream“ etikettiert wurde. CLIMBING!, zwischen Ende 1969 und März 1970 im New Yorker Record Plant Studio mit Pappalardi als Produzenten aufge- zeichnet, hielt, was Wests Soloscheibe versprach: Der knackig rockige Opener ›Mississippi Queen‹ platzierte sich ebenso in den US Billboard Charts (#21) wie der vergoldete Longplayer (#17) mit weiteren selbstkomponierten Perlen wie ›The Laird‹, ›Silver Paper‹, ›For Yasgur‘s Farm‹, ›Never In My Life‹ sowie der superben Coverversion ›Theme For An Imaginary Western‹ von Jack Bruce. Wie auch der Nachfolger NANTUCKET SLEIGHRIDE (1971) zählt CLIMBING! zu den LP-Pionierklassikern des Golden Age Of Progressive Hardrock und Heavy Metal.

Das letzte Wort: Walter Trout

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Nach einer Lebertransplantation 2014 musste Walter Trout erst wieder sprechen, laufen und Gitarre spielen lernen und dachte, er würde vielleicht nie wieder auf der Bühne stehen. Zum Glück konnte er ab 2015 doch wieder touren und spielte zuletzt auch in Deutschland.

Dein erster Gig nach dem Lockdown war eine Social-Distancing Show in Amsterdam …

Wir spielten zwei Abende in meiner Lieblingshalle auf der ganzen Welt, dem Paradiso. Statt 1.600 durften nur 250 Zuschauer kommen. Nach 20 Monaten ohne Auftritte war ich besorgt, dass ich vielleicht vergessen hätte, wie das geht, aber mein Hirn funktionierte wunderbar und es war eine tolle Erfahrung.

Was hast du in der Quarantäne über dich selbst gelernt?
Ich musste daran arbeiten, nicht in tiefe Depressionen zu stürzen. Ich ging online und recherchierte die Technik des Sweep-Picking von Yngwie Malmsteen, bevor mir klar wurde, dass ich gar nicht so spielen will. (lacht) Es geht nicht darum, technisch zu beeindrucken, sondern darum, mit Gefühl
und Seele zu spielen.

Es gibt ja Leute, die behaupten, Covid wäre erfunden.
Das ist unerträglich, tragisch und lächerlich. Die Leute hier in Amerika demonstrieren dafür, das Leben wieder zu öffnen, aber sie tun nicht das, was sie tun sollten – eine Maske tragen.

Nach deiner Lebertransplantation bist du vermutlich extrem anfällig für jede Art von Virus. Macht dich das vorsichtiger als die meisten Musiker?
Das muss ich sein, denn nach einer Organtransplantation musst du für den Rest deines Lebens Immunsuppressiva nehmen. Die meisten Menschen bekommen zwei oder drei Impfungen und sind zu 98 % sicher. Ich hatte drei und bin zu 20 % sicher. Aber ich war gerade zwei Wochen in den USA auf Tour, wobei die Band immer in einer Blase blieb. Angesichts meiner Situation war das ein kalkuliertes Risiko, doch es bewies, dass das Touren noch möglich ist, auch wenn ich es vermisst habe, die Fans zu treffen.

Dein ehemaliger Chef, John Mayall, gab unlängst bekannt, dass er nicht mehr außerhalb seines Heimatstaates Kalifornien touren werde. Wie hast du diese Nachricht auf genommen?
Es ist das Ende einer Ära. John ist wie ein Ersatzvater für mich. Ich habe großes Glück, dass meine Band im Dezember sechs Shows mit ihm spielen durfte, die als seine Abschiedskonzerte beworben wurden.

Kannst du dir vorstellen, die Gitarre an den Nagel zu hängen?
Ich will es nicht. Ich würde das gerne machen, bis ich abkratze, und wenn das nicht geht, ziehe
ich mich vielleicht in eine Ecke zurück und sterbe einfach

Lynyrd Skynyrd: Gary Rossington mit 71 verstorben

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Gary Rossington, Gründungsmitglied von Lynyrd Skynyrd, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Das teilte die Band auf Social Media mit.

Auf Facebook schrieben Skynyrd: „In tiefer Trauer müssen wir heute mitteilen, dass wir unseren Bruder, Freund, Songwriter, Gitarristen und unser Familienmitglied Gary Rossington verloren haben. Gary ist nun mit seinen Skynyrd-Brüdern im Himmel und spielt dort wunderbar weiter, wie er es immer tut.“

Rossington hatte 1977 den tragischen Flugzeugabsturz überlebt, bei dem seine Kollegen Ronnie Van Zant, Steve Gaines und weitere Fluginsassen ums Leben kamen.

Red Hot Chili Peppers: BLOOD SUGAR SEX MAGIK

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Anfangs wusste Anthony Kiedis nicht, ob er wirklich für BLOOD SUGAR SEX MAGIK mit dem berühmt berüchtigten Rick Rubin zusammenarbeiten wollte. Er hatte das Gefühl, dass es ein Problem mit der Chemie geben könnte. „Wir wussten einfach nicht, ob er gut zu uns passen würde mit seinem ganzen Slayer-Zeug und den Ziegenköpfen von Danzig und so“, erzählte Kiedis und nahm Bezug auf Rubins vorherige Arbeiten. „Aber es stellte sich heraus, dass er ein sehr offener und angenehmer Typ war.“

Mit vier Alben im Gepäck, hatte das Ende der 80er Jahre für die Chilis in kommerziellem Erfolg gemündet: MOTHER’S MILK von 1989 wurde zu ihrem bis dato größten Verkaufsschlager. Auf der anderen Seite bekamen sie es jedoch knüppeldick ab: Gründungsmitglied und Gitarrist Hillel Slovak starb an einer Überdosis Heroin und warf die Band damit in eine Krise, während Drummer Jack Irons aufhörte und die anderen für den Tod seines Freundes verantwortlich machte. Kiedis ging ins Exil nach Mexico, um clean zu werden. Ihm war klar, dass es genauso gut ihn anstelle von Slovak hätte treffen können. Als er wieder nach Los Angeles zurückkehrte, war gerade Michael „Flea“ Balzarys Tochter Clara zur Welt gekommen. Voller Freude und Trauer machten sich Flea und Kiedis daran, die Band wiederaufzubauen.

Eines Tages begleiteten sie einen fürchterlich schüchternen, 17-jährigen Gitarristen namens John Frusciante zu einer Audition für eine Band namens Thelonious Monster. Während dieser Audition fiel Flea und Kiedis plötzlich der lässige Flair dieses Jungen auf. Also beschlossen sie, ihm die Chili Peppers schmackhaft zu machen. Für die Arbeiten an BLOOD SUGAR mietete Rubin alle in einer Mansion am Laurel Canyon Boulevard ein, die 1917 gebaut worden war. Fast sieben Wochen verbrachte die Band dort in vollkommener Abschottung ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und erfreute sich eigenen Angaben zufolge an den freundlich gesinnten Geistern, die das verwilderte Anwesen bewohnten.

Das Album selbst spiegelt eine präzisere und sanftere Seite der Chili Peppers wider. ›I Could Have Lied‹ und ›Breaking The Girl‹ zeigen eine versöhnlichere Band, die sich neuen Wegen öffnet, ohne an Groove einzubüßen. Nach wie vor waren sie auch zu bombastischem, heavy Funk imstande, was das monströse ›Give It Away‹ aus Fleas Feder beweist. Doch erst mit ›Under The Bridge‹ erreichte die Band ihren kreativen und kommerziellen Zenit. Kiedis nutzt seine andauernde Liebe zu seiner Wahlheimat L.A., personifiziert selbige („I drive on her streets, cos she’s my companion“) und reflektiert von dieser Basis aus schließlich seine schlimmen Zeiten als Heroinabhängiger.

Der Überhit von BLOOD SUGAR SEX MAGIK verkaufte sich bis heute mehr als 13 Millionen Mal. Am Anfang eines höchst fruchtbaren neuen Zeitalters für die Rockmusik war das die Platte, die den Weg für eine neue Generation an Eigenbrötlern geebnet hat. Der Großteil an Funk Metal, Nu Metal und Rap-Rock kann auf dieses bahnbrechende Album zurückgeführt werden. „Sie alle waren damals durch die Drogen wirklich am Ende“, erzählte Rick Rubin dem Rolling Stone, als man ihn auf die frühere Phase der Chili Peppers ansprach. „Als ich sie dann für BLOOD SUGAR wiedertraf, waren sie eine andere Band. Sie hatten sich im Griff und waren bereit, etwas Gutes abzuliefern.“

(Texte: Paul Elliott, Rich Hobson, Jon Hotten, Rob Hughes, Emma Johnston, Dave Ling, Everett True, Philip Widing, Henry Yates)

Plattensammler: Jay Buchanan (Rival Sons)

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Der Frontmann der Rival Sons über die Acts, Platten und
Gigs, die sein Leben nachhaltig prägten.

Für Jay Buchanan, Spross einer musikalischen Familie und Solokünstler, bevor er 2009 bei den Rival Sons einstieg, ist Singen nicht nur etwas, das er eben tut. Die Pandemie, so sagt er, habe das bestätigt: „Auf einem so elementaren Niveau singen und schreien zu können, und dieser emotionale Aderlass, der mit der Fähigkeit einhergeht, all diese Frequenzen mit meinem Körper zu erzeugen … dass mir das weggenommen wurde, war ein großer Weckruf. Mir wurde klar, dass ich singen muss. Ich MUSS das wirklich tun. Es ist Teil meines Wesens.“ Seit wir das letzte Mal von den Rival Sons hörten, ist er erneut Vater geworden, von Nashville zurück nach Kalifornien gezogen und hat am nächsten Album der Band gearbeitet. DARKFIGHTER, so kündigten die Rival Sons unlängst an, erscheint im März.

DIE ERSTE MUSIK, AN DIE ICH MICH ERINNERN KANN
Meine Mutter, die im Haus Joni Mitchell sang, wahrscheinlich etwas von BLUE, und mein Dad, der Gitarre spielte. In diesen frühen Jahren, bevor die Religion meine Eltern erfasste, gab es bei uns viele Partys, Jamsessions, viel Lachen und Spaß. Ihr gesamter Freundeskreis machte auch Musik, und alle hatten ebenfalls Kinder in unserem Alter. Die Kinder waren dann also immer in einem
Schlafzimmer und spielten, und die Eltern sagten: „Ihr müsst jetzt schlafen gehen“, aber wir konnten diese Livemusik durch die Wand hören. Das war einfach der Klang des Lebens. Ich glaubte, alle Menschen seien Musiker.

DIE ERSTE MUSIK, DIE ICH (ALS GITARRIST) LIVE SPIELTE
Als ich etwa 13 war, fand ich mich in einer Punkband wieder. Ich liebte Punk nicht unbedingt, aber
ich wollte live Musik spielen und alle wollten damals nur Punk und Powerakkorde und hohes Tempo, all diese jugendliche Energie. Also war ich in dieser Band namens Loud House. Die anderen waren alle mindestens fünf, sechs Jahre älter als ich. So wuchs ich wahrscheinlich schneller auf, als es gut für mich war, aber das passierte eben.

DER ERSTE SONG, DEN ICH LIVE ALS FRONTMANN SANG
Als Nächstes war ich dann Sänger einer weiteren Punkband und unsere erste Show war bei einer großen Party im Garten eines Hauses. Ich glaube, wir spielten ›You Really Got Me‹ von The Kinks.

DAS BESTE ALBUM ALLER ZEITEN
KIND OF BLUE von Miles Davis. Das ist ein so zugängliches, erlesenes und minimalistisches Album, vor allem für ihn. Das war wie Sterneküche, die ohne eine lange Zutatenliste auskommt. Und es brachte vielen Menschen den Jazz nah. Du hast Gäste? Leg KIND OF BLUE auf. Du willst alleine einen Joint rauchen, einfach entspannen und ein Bad nehmen oder was auch immer? KIND OF BLUE. KIND OF BLUE lässt alles ein bisschen weniger chaotisch wirken.

DER SÄNGER
Für seine honigsüße Stimme, Ray Charles. Doch der großartigste Rocksänger aller Zeiten ist wohl Little Richard. Es gibt für mich einfach niemanden, der ihm auch nur nahe kommt. Seine Stimme
kann einem Angst machen. Sie klingt wie brechende Knochen. Sie klingt wie jemand, der um sein Leben schreit, oder aus Verlangen.



DER SONGWRITER
Ich denke nicht, dass irgendjemand Leonard Cohen übertreffen kann. Er konnte ein paar Zeilen singen und dann eine letzte Wendung abliefern, die einfach so wunderschön war. Wie in ›Famous Blue Raincoat‹, wo er mit seinem Freund redet, der mit seiner Frau geschlafen hat, und sagt: „Thanks, for the trouble you took from her eyes/I thought I was there for good, so I never tried“.
Aber es gibt noch viele weitere.

DER GITARRENHELD
Jimi Hendrix. Ich stand nie besonders auf diese Revolverheld-Gitarrengötter – ich spielte schon in einem frühen Alter Gitarre, aber sah sie immer als ein gutes Instrument für Ensembles. Was ich so an Jimi Hendrix liebe, ist sein Songwriting und woher er kam, im Erschaffen dieser Landschaften nicht nur mit der Gitarre, sondern dieser Produktion, und die Band war so fantastisch. Ich weiß noch, wie ich AXIS: BOLD AS LOVE hörte und dachte: „Das ist einfach ein anderes Universum.“



DIE BESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE

Wahrscheinlich ein Soloalbum, das ich 2007 oder so gemacht habe. Es wurde nie veröffentlicht. Es heißt LOCUSTS AND WILD HONEY. Daneben würde ich FERAL ROOTS von der Band nennen. Ich denke, das ist künstlerisch unsere größte Leistung. Wir nahmen uns Zeit dafür und ich glaube, das hört man.

MEIN GUILTY PLEASURE
ABBA. Die Sparsamkeit der Hooks, die Produktion und das Songwriting, das ist Wahnsinn. SUPER
TROUPER ist unfassbar. Kitschig, aber so gut.

DIE BESTE COVERVERSION

Was Joe Cocker aus ›With A Little Help From My Friends‹ machte, ist so viel besser als das Original. Da muss man gar nicht nachdenken.

DER SONG, DER MICH ZUM WEINEN BRINGT
Das Titelstück von ALL THE ROADRUNNING von Mark Knopfler und Emmylou Harris. An einem Punkt in meinem Leben, wahrscheinlich in meinen spätern 20ern, kam ich von einer Solotournee durch die USA und Australien zurück, bei der ich für Super-Popacts eröffnet hatte. Diese Band löste ich auf, ich kehrte nach Kalifornien zurück, fing an, auf dem Bau zu arbeiten und abends in meinem Studio. So erfand ich meinen Songwriting-Stil komplett neu. Ich hörte im Auto auf dem Weg zur Baustelle Musik und dann kam dieser Song und machte mich einfach nur fertig: „If it’s all for nothing, all the roadrunning’s been in vain“. Ich wusste, wie weit ich gekommen war und wie viel Arbeit ich hineingesteckt hatte, und fragte mich, ob ich je da sein werde, wo ich sein muss. Aber dann dachte ich: „Ich muss weitermachen.“

MEIN SAMSTAGABEND/PARTYSONG
Um im Stimmung zu kommen, wahrscheinlich ›I Want To Take You Higher‹ von Sly & The Family Stone. Der Song ist reinstes Adrenalin auf die beste Art und Weise.



DER SONG, DER BEI MEINER BEERDIGUNG LAUFEN SOLL
Jemand wie Merle Travis. ›Dark As A Dungeon‹. Die Botschaft darin ist: „Verschwende dein Leben nicht damit, zu jagen und Besitz anzuhäufen.“ Verbringe dein Leben damit, zu existieren, you know?

https://youtube.com/watch?v=-FPmSLzsbdM

Video der Woche: The Band mit ›I Shall Be Released‹

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Am 04. März 1986 nahm sich Richard Manuel von The Band während einer Tournee das Leben. Im Gedenken an den Multiinstrumentalisten blicken wir heute auf das spektakuläre „The Last Waltz“ Konzert von The Band zurück. Hierfür versammelte die Truppe an Thanksgiving 1976 im Winterland, San Francisco zahlreiche Stars, um ihr Abschiedskonzert zu zelebrieren.

Während der fünfstündigen Show, die 1978 als Album und Konzertfilm erschien, waren u.a. Muddy Waters, Bob Dylan, Neil Young, Joni Mitchell und viele mehr mit von der Partie. Ein Highlight des Abend war die legendäre Kollektiv-Performance des Dylan-Songs ›I Shall Be Released‹: