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Formosa: BITTERSWEET

Heavy Melodic Rock

Formosa aus Essen bewegen sich seit 2016 auf dem Radar der deutschen Melodic-Rockszene und bringen nun mit BITTERSWEET eine Platte heraus, auf die sie – eigenen Angaben zufolge – mehr als stolz sind. Wahrscheinlich nicht nur, weil die Truppe die Scheibe nach einigem Hin- und Her nun doch in Eigenregie auf ihrem Label METALMOSA veröffentlicht, sondern sicherlich auch, weil das Songwriting der jungen Band immer mehr ausreift. BITTERSWEET bietet zehn äußerst klassisch betitelte Tracks aus einem Guss und mit gesteigerter Härte, die vor allem live viele „Fäuste in die Luft“-Momente, z.B. bei ›Horns Up‹ oder dem Mötley-Crüe-ähnlichen ›Fight The Fire‹, liefern dürften. Die Arrangements sind absolut solide, das Tempo schön zügig, die Melodien schnell eingängig – für Fans von Bands wie Kissin‘ Dynamite, mit denen Formosa gerade erst tourten, bestimmt ein Schmankerl. Die stimmliche Performance, die punktuell entfernt an Vince Neil erinnert, ist eventuell Geschmackssache, doch in diesem Kontext lässt sich abseits jeglicher persönlicher Präferenzen eines feststellen: Lieber gut polarisiert, als im Nichts verschwunden.

6 von 10 Punkten

Formosa/BITTERSWEET/METALMOSA

Texas Hippie Coalition: THE NAME LIVES ON

Mächtig groovender Rock aus Texas

Mit Pantera-Power, aber mehr Gefühl und Southern-Groove zeigt sich die Texas Hippie Coalition auf THE NAME LIVES ON. Hier wird mächtig – und mächtig bärtig – gerockt, ganz im Stil von Zakk Wylde. Der Gesang von Big Dad Ritch ist gritty und grantig, heavy und hymnisch. Die Gruppe nennt ihren im besten Sinne schmutzigen Sound denn auch „Red Dirt Metal“. Bei den wuchtigen Krachern der Texaner fühlt man sich direkt zu einem Monster-Truck-Rennen versetzt. Oder inmitten harter Kerle in einer Schwarzbrennerei in den südlichen Sümpfen. Immer wieder kommen rebellische Gitarrenfiguren durch. Songs wie ›Built For The Road‹ oder ›Scream‹ machen mächtig Druck. Der Sound ist gewaltig, aber nicht gewalttätig, auch wenn man musikalisch und metaphorisch garantiert keiner Barschlägerei aus dem Weg geht. Ein cooler Mix aus Lynyrd Skynyrd, Black Label Society, Kid Rock und Crowbar, so ungefähr zumindest. Gitarren, Guns (im übertragenen Sinn) und Grooves. Red Dirt Metal? Trifft den Sound der Texaner perfekt.

7 von 10 Punkten

Texas Hippie Coalition/THE NAME LIVES ON/MNRK HEAVY/SPV

Flashback: GET A GRIP von Aerosmith erscheint

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Am 20. April 1993 veröffentlichten Aerosmith GET A GRIP. Vier Jahre zuvor war die Bostoner Band mit PUMP auf dem Höhepunkt ihres Erfolges angelangt. Nicht viele Truppen hätten es da wahrscheinlich geschafft, unter diesem Druck ein so grandioses Album wie GET A GRIP zu veröffentlichen. Denn auch wenn viele Kritiker*innen PUMP deutlich vorziehen, so war GET A GRIP 1993 mit dem ikonischen Coverartwork mit dem gepiercten Kuh-Euter kommerziell höchst erfolgreich.

Dass zahlreiche Songs mit Hitpotential auf der Scheibe versammelt waren, verdankte die Band vor allem Songwritern wie Des­mond Child, Jim Vallance, Mark Hudson, Richie Supa, Taylor Rhodes, Jack Blades und Tommy Shaw, allesamt Koryphäen der durchgestylten Songwriter-Kunst. Insgesamt sieben Singles koppelten Aerosmith von GET A GRIP AUS, Tracks wie ›Cryin’‹, ›Livin On The Edge‹, ›Amazing‹ und ›Crazy‹ verrichten einen ausgezeichneten Job in den Charts, die zugehörigen Videos liefen bei MTV in Heavy Rotation.

Außerdem debütierte das Album erstmalig für Aerosmith auf Rang 1 der US-Charts und zählt mit seinen Verkäufen bis heute als das bestverkaufte Aerosmith-Album.

Extreme: Zwei neue Musikvideos

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Am 9. Juni veröffentlichen Extreme ihr neues Album SIX, das erste Album mit Originalmaterial seit ihrem letzten Werk SAUDADES DE ROCK aus dem Jahr 2008. Nach einer ersten Single namens ›Rise‹ hauen Nunno Bettencourt, Gary Cherone und Co. nun gleich zwei neue Singles inklusive Musikvideos auf einen Streich raus.

›Banshee‹ präsentiert sich als L.A.-geschwängerter Glam-Metal-Stampfer, der an Songs wie ›Girls, Girls, Girls‹ von Mötley Crüe erinnert:







›Rebel‹ entpuppt sich als straighte Rocknummer mit ›Whole Lotta Love‹-artigem Geschrei am Ende:

Foo Fighters: Neues Album BUT HERE WE ARE

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Heute haben die Foo Fighters ihr neues Album BUT HERE WE ARE angekündigt, das am 2. Juni erscheinen wird. Bis vor kurzem war nicht einmal klar, ob die Foo Fighters nach dem schmerzhaften Verlust von Drummer Taylor Hawkins überhaupt weitermachen würden. Dann kündigte die Band vor wenigen Monaten erste Live-Dates an.

Eine erste Single mit dem Titel ›Rescued‹ haben die Foo Fighters um Chef Dave Grohl gerade eben veröffentlicht. Das von Greg Kurstin produzierte Album markiert einen neuen Abschnitt in der Historie der Foo Fighters und wird sich klanglich, laut einer Mitteilung auf ihrer Homepage, an das Debüt der Band aus dem Jahr 1995 anlehnen.

Verdena: Live in Deutschland!

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Kürzlich standen sie noch im ausverkauften Palazzo dello Sport in Rom auf der Bühne und nun kommen sie für vier Konzerte auch nach Deutschland und in die Schweiz – die ikonische Italienische Band Verdena. Mit ihrem jüngsten Album VOLEVO MAGIA (erschienen bei Capitol Records Italy/Universal) im Gepäck wird das italienische Trio, bestehend aus Alberto Ferrari, Luca Ferrari and Roberta Sammarelli, das Publikum hierzulande verzaubern.

Das exklusive Interview mit Verdena lest ihr in der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK, ab dem 11. Mai überall am Kiosk.

Verdena hier live erleben:

24.04. München, Backstage
25.04.  Berlin, Hole
26.04.  Köln, MTC (300)
01.05. CH – Zürich, Papiersaal

Roger Waters: „Wir kommen trotzdem nach Frankfurt“

Roger Waters hat sich zu dem Konzertverbot geäußert, dass die Stadt Frankfurt über ihn verhängt hat. Eigentlich hätte Waters am 28. Mai im Zuge seiner „This Is Not A Drill“-Tournee in der Festhalle auftreten sollen, doch die Stadt hatte das Konzert aufgrund Waters „wiederholt anti-israelischen Verhaltens“ abgesagt.

Jetzt reagiert Waters auf Social Media auf die Absage und meint, er werde trotzdem nach Frankfurt kommen und auftreten. Wörtlich postete er unter einem Foto von Sophie Scholls Grab: „Das tut eh nicht viel zur Sache! Wir kommen trotzdem! Weil Menschenrechte wichtig sind! Weil Redefreiheit wichtig ist! Ja! Frankfurter Stadtrat, wir erinnern uns an die Kristallnacht! Wie Sophie Scholl standen unsere Väter an der Seite dieser dreitausend jüdischen Männer und heute stehen wir an der Seite der Palästinenser. Wir kommen nach Frankfurt, am 28. Mai! Liebe, R.“

Die Aussage spielt auf die Rolle der Festhalle in der Reichsprogromnacht an, da hier im Jahr 1938 etwa 3000 jüdische Männer nach den Progromen bis zu ihrer folgenden Deportation eingesperrt wurden.

Chris Cornell: Posthume Veröffentlichung von sieben Songs

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Vor seinem Tod im Jahr 2017 hatte Chris Cornell sieben neue Songs in seinem Homestudio in Florida eingesungen. Um eben jene Gesangsspuren stritten sich lange Zeit seine Band Soundgarden und seine Witwe Vicky Cornell vor Gericht, jetzt kam es zu einer außergerichtlichen Einigung.

Soundgarden haben nun die offizielle Erlaubnis, die Lieder mit Chris Cornell am Gesang zu veröffentlichen. Wann es das neue Material zu hören geben wird, steht bisher noch nicht fest.