Duff McKagan hat heute sein drittes Studioalbum mit dem Titel LIGHTHOUSE angekündigt und den gleichnamigen Titeltrack als ersten Vorgeschmack veröffentlicht. Die Platte des Guns N‘ Roses-Bassisten erscheint am 20. Oktober.
2019 zog Duff McKagan in sein eigenes Aufnahmestudio, was ihm die lang ersehnte Möglichkeit gab, „endlich Songs weiterzuentwickeln, die ich vielleicht in der Nacht zuvor geschrieben habe, oder an alten Riffs von vor Jahren weiterzuarbeiten. Das ist eine große Sache für mich.“ Er verbrachte einen Großteil der folgenden zwei Jahre damit, mit seinem langjährigen Produzenten/Kollaborateur Martin Feveyear (Mark Lanegan, Brandi Carlile) an einer Reihe von sehr persönlichen neuen Songs zu arbeiten.
Die niederländische Band DeWolff hat einen neuen Weltrekord aufgestellt. Das Trio brauchte genau 2 Stunden 59 Minuten und 38 Sekunden, um einen Song auf Vinyl aufzunehmen, zu pressen und zu verkaufen.
Um Jack Whites Top-Zeit zu unterbieten, der für dasselbe Vorhaben im Jahr 2014 3 Stunden, 55 Minuten und 12 Sekunden brauchte, nahmen DeWolff ihren zwanzigminütigen Song ›Rosita‹ vom jüngsten Album LOVE, DEATH & INBETWEEN auf und verkauften diese geschichtsträchtige Version schließlich als ›Rosita Rapida‹ auf Vinyl.
In einem kleinen Video-Zusammenschnitt wurde das Geschehen zusammengefasst:
DeWolff kann man im Juli zusammen mit The Picturebooks und Mother’s Cake im Zuge der Velvet Rock Sessions live erleben.
13.06.1970: The Stooges liefern beim Midsummer Rock Cincinnati Pop Festival vor TV-Kameras einen spektakulären Auftritt.
Als Danny Fields, PR-Manager vom US-Label Elektra, 1968 von New York nach Detroit reiste, um dort die Formation MC5 unter Vertrag zu nehmen, ahnte er nicht, dass er auf diesem Trip zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen sollte: The Stooges, die Little-Brother-Band von MC5, erhielten ebenfalls einen Vertrag mit allerdings wesentlich geringerem Vorschuss. Zwar halten auch MC5 bis heute einen gewissen Kultstatus, jedoch blieb es den in Sachen Erfolg von Elektra geringer eingeschätzten Stooges vor- behalten, sich als Proto-Punk-Pioniere ins kollektive Pop-Bewusstsein einzubrennen. Mit einer exorbitanten Aura performt Frontmann Iggy Pop alias James Osterberg bis in die Gegenwart vor ausverkauften Hallen. Eine spektakuläre Performance mit Schockpotenzial zog Iggy Stooge, wie er sich damals noch nannte, auch am 13. Juni 1970 beim Midsummer Rock Festival im Crosley Field von Cincinnati, Ohio ab. WLWT- TV, ein lokaler TV- und Radiosender, schnitt audiovisuell mit, aber bei der Ausstrahlung im August 1970 umfasste die 90-minütige Doku lediglich The Stooges, Alice Cooper, Traffic, Mountain, and Grand Funk Railroad. Bob Seger, Mott The Hoople, Ten Years After, Bloodrock, Brownsville Station und einige andere Gruppen blieben außen vor.
Jedenfalls geriet der manische Stooges-Dröhnauftritt massiv, mit erstauntem Blick kommentiert vom 58-jährigen TV-Talkshow-Host Jack Lescoulie. Iggy im urigen Fashion-Style – nackter Oberkörper, rotes Hundehalsband, silberne Satindamenhandschuhe bis zu den Ellbogen, zerrissene Jeans und Lederstiefel – zelebrierte eindringlich jedes Wort in seinem Sprechgesang. Um ihn herum tobten sich Gitarrist Ron Asheton, sein Bruder Scott am Schlagzeug, Bassist Dave Alexander und Saxofon-Neuzugang Steve Mackay durch u. a. ›TV Eye‹, ›I Feel Alright‹ und ›1970‹. Als Höhepunkt sprang Iggy gleich mehrmals ins Publikum, sang zwar weiter, blieb aber eine Weile unsichtbar. Eine Gruppe hob ihn schließlich auf ihre Schultern. Minutenlang posierte er im Stehen, schnitt Grimassen, röhrte wie ein waidwunder Hirsch, schmierte sich schließlich mit Peanutbutter den Oberkörper ein und feuerte den Rest ins Publikum. Ein wahrlich ikonischer Moment.
Im Interview bei „Today“ von BBC 4 hat Paul McCartney jüngst offenbart, dass er den finalen Beatles-Song geschrieben hat – und mithilfen von Künstlicher Intelligenz die Stimme und Lyrik von John Lennon reproduziert hat.
Mithilfe von Peter Jackson und dessen Know-How im Bereich KI wurde John Lennons Stimme von einer alten Demo-Kassette extrahiert, so dass McCartney die Einzelspur nutzen konnte, um ein „bereits fertig geschriebens Musikstück zu komplettieren.“ Gerüchten zufolge soll es sich dabei um den bisher ungehörten Lennon-Song ›Now And Then‹ handeln, doch McCartney hat das Rätsel bisher nicht aufgelöst.
Zum Thema KI meine McCartney: „Irgendwie ist es beängstigend, aber auch aufregend, weil die Zukunft nun mal so aussehen wird. Wir müssen nur schauen, wohin uns das führt.“
Am 16. Juni erscheint das neue Album IN TIMES NEW ROMAN… von Queens Of The Stone Age. In einem Interview mit dem Revolver Magazine erklärte der streitbare Künstler vor kurzem, dass er 2022 mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wurde. Aktuell erhole er sich noch von einer erfolgreichen Operation.
Die Diagnose traf Homme hart in einer Zeit, in der er und seine Exfrau Brody Dalle durch eine mehr als turbulente, unübersichtlliche Trennung gingen, inklusive Sorgerechtsstreit über die gemeinsamen Kinder. „In den letzten Jahren war ich viel in Therapie, doch am Ende des Tages weiß ich schon, wie ich vorgehen muss. Ich muss weitermachen mit der Religion, die ich für mich nutze – Musik.“
Das schwarze Schaf unter den Festivals? Nicht ganz. Die blacksheep Kulturinitiative hat das Tier als Namensgeber für ihr Projekt gewählt, um zu verdeutlichen, dass sie anders ist und aus der uniformen Masse heraussticht. Somit drückt sie dem Begriff ganz bewusst einen positiven Stempel der Individualität auf und verbreitet klar die Botschaft: Anderssein ist wünschenswert! Das unterstreicht der bunt zusammengewürfelte Haufen aus Kulturinteressierten auch mit seinem gleichnamigen Festival im Schlosspark des malerischen Dörfchens Bonfeld in Baden-Württemberg.
Besagtes Event hält den Verein ordentlich auf Trab und sorgt für viel Beschäftigung während des ganzen Jahres. Ein gemeinsames Projekt, das die Talente und Fähigkeiten aller Mitglieder gleichsam fordert, fördert und benötigt. Und was hier so charmant als idealistisches Eiland gedacht wurde, funktioniert auch in der Realität wunderbar. Das beweist das inzwischen zum achten Mal stattfindende blacksheep Festival jedes Jahr aufs Neue. Diesmal wird die schöne Festivität zwischen dem 22. und 24. Juni stattfinden und in den drei Tagen alle Anwesenden mit tollen Künstler*innen auf drei Bühnen und heimeliger Atmosphäre begeistern. Mit an Bord sind diesmal insgesamt 17 Bands, darunter Bosse, Tom Gregory, Suzi Quatro, die X Ambassadors und The Hooters. Julian Pfoertner, Zweitplatzierter bei „The Voice of Germany 2022“, eröffnet das Festival am 22. Juni um 18.30 Uhr. Acts wie Steiner & Madlaina, BenJRose, bölter., Baskery oder Philine Sonny verleihen dem Fest eine junge Note, Gruppen wie Fiddler’s Green, Ten Years After oder The Great Crusades bieten auch etwas Liebhaber*innen reiferer Musik.
Das hochkarätig und international besetzte Band-Projekt Ivy Gold veröffentlicht seinen zweiten Longplayer. Wir sprachen mit dem musikalischen Mastermind der Gruppe, Gitarrist Sebastian Eder, und der mit einer wunderbaren, ebenso kraftvollen wie emotionalen Stimme gesegneten Sängerin Manou über BROKEN SILENCE.
Was erwartet die Fans mit eurem neuen Album? Sebastian: Wir lieben und leben darauf einfach den Spirit des Blues, der Rockmusik und den Groove des Funk. Es war mir schon immer wichtig, vielseitig zu sein, denn nur so bleiben ein Song oder eine Platte über längere Zeit interessant. Wie toll ist es denn, wenn man selbst nach mehrmaligem Hören immer wieder andere Nuancen in einer Passage heraushört?
Habt ihr irgendetwas grundlegend anders gemacht als beim Vorgänger? Manou: Eigentlich kaum. Ein Unterschied ist aber vielleicht das recht aufwendige Recording der Chöre. Wir hatten dieses Mal richtig gute Sängerinnen im Studio und konnten mit ihnen noch mehr auf die Interpretation und den Ausdruck achten. Lieder wie ›Sacred Heart‹ oder ›No Ordinary Woman‹ sind supergenial und durch diese Chöre noch lebendiger geworden. Für ein Projekt mit so vielbeschäftigten Leuten wie eurem Drummer Tal Bergman (Billy Idol, Joe Bonamassa, Smith/Kotzen) ist es schon bemerkenswert, dass sämtliche Mitglieder vom letzten Mal wieder dabei sind.
War es schwierig euch zeitlich alle unter einen Hut zu bekommen?
Sebastian: Nein, gar nicht. Sowohl beim Vorgänger SIX DUSYT WINDS als auch bei BROKEN SILENCE hat die ganze Truppe direkt nach dem Hören der vorproduzierten Stücke zugesagt. Sie waren offenbar alle supermotiviert, neue Tracks aufzunehmen. Manou: Wir haben die Vorproduktion hier in Deutschland gemacht und uns natürlich mit den anderen abgesprochen, was deren Zeitpläne in den USA und UK betrifft. Aber alle drei sind so extrem professionell, dass zehn Lieder für sie ein Klacks sind.
Manou, kannst du uns noch kurz schildern, worum es bei einigen der Stücke textlich geht? Manou: Der Titelsong ›Broken Silence‹ erzählt vom Suchen und Finden der Wahrheit in unserem Leben. Die Energie der Musik an sich hat mich in diese Richtung geführt – darüber schreiben zu wollen, wie ich eigentlich selbst in meinem Leben nach diesen Dingen gesucht habe. Es geht darum, für sich selbst einzu- stehen, auch mal den Mund aufzumachen, wenn einem etwas nicht passt. ›Got What I Need‹ ist dagegen ein richtiger Fun-Song. Er erzählt davon, wie cool und aufregend es sein kann, neue Wege zu gehen – einfach mal raus aus den alten Mustern, ausbrechen aus gewohnten Strukturen und seine Träume leben, egal was andere denken oder sagen. Neues wagen, aber auch zufrieden und happy sein mit dem, der man ist, und damit, was man hat. Just do it!
Als Sam Fender am 10. Juni im St. James Park in Newcastle auftrat, ließ es sich sein Landsmann Brian Johnson von AC/DC nicht nehmen und folgte ihm für die Performance von zwei Songs auf die Bühne. Gemeinsam gaben die zwei ›Back In Black‹ und ›You Shook Me All Night Long‹ vor 50.000 Menschen zum Besten.
Der Auftritt markierte Brian Johnsons ersten Bühnenmoment seit seinem Mitwirken beim Tribut-Konzert im Gedenken an den verstorbenen Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins letztes Jahr im Wembley Stadion.