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CLASSIC ROCK präsentiert: Das blacksheep Festival

Das schwarze Schaf unter den Festivals? Nicht ganz. Die blacksheep Kulturinitiative hat das Tier als Namensgeber für ihr Projekt gewählt, um zu verdeutlichen, dass sie anders ist und aus der uniformen Masse heraussticht. Somit drückt sie dem Begriff ganz bewusst einen positiven Stempel der Individualität auf und verbreitet klar die Botschaft: Anderssein ist wünschenswert! Das unterstreicht der bunt zusammengewürfelte Haufen aus Kulturinteressierten auch mit seinem gleichnamigen Festival im Schlosspark des malerischen Dörfchens Bonfeld in Baden-Württemberg.

Besagtes Event hält den Verein ordentlich auf Trab und sorgt für viel Beschäftigung während des ganzen Jahres. Ein gemeinsames Projekt, das die Talente und Fähigkeiten aller Mitglieder gleichsam fordert, fördert und benötigt. Und was hier so charmant als idealistisches Eiland gedacht wurde, funktioniert auch in der Realität wunderbar. Das beweist das inzwischen zum achten Mal stattfindende blacksheep Festival jedes Jahr aufs Neue. Diesmal wird die schöne Festivität zwischen dem 22. und 24. Juni stattfinden und in den drei Tagen alle Anwesenden mit tollen Künstler*innen auf drei Bühnen und heimeliger Atmosphäre begeistern. Mit an Bord sind diesmal insgesamt 17 Bands, darunter Bosse, Tom Gregory, Suzi Quatro, die X Ambassadors und The Hooters. Julian Pfoertner, Zweitplatzierter bei „The Voice of Germany 2022“, eröffnet das Festival am 22. Juni um 18.30 Uhr. Acts wie Steiner & Madlaina, BenJRose, bölter., Baskery oder Philine Sonny verleihen dem Fest eine junge Note, Gruppen wie Fiddler’s Green, Ten Years After oder The Great Crusades bieten auch etwas Liebhaber*innen reiferer Musik.

Ivy Gold im Interview: Just do it!

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Das hochkarätig und international besetzte Band-Projekt Ivy Gold veröffentlicht seinen zweiten Longplayer. Wir sprachen mit dem musikalischen Mastermind der Gruppe, Gitarrist Sebastian Eder, und der mit einer wunderbaren, ebenso kraftvollen wie emotionalen Stimme gesegneten Sängerin Manou über BROKEN SILENCE.

Was erwartet die Fans mit eurem neuen Album?
Sebastian: Wir lieben und leben darauf einfach den Spirit des Blues, der Rockmusik und den Groove des Funk. Es war mir schon immer wichtig, vielseitig zu sein, denn nur so bleiben ein Song
oder eine Platte über längere Zeit interessant. Wie toll ist es denn, wenn man selbst nach mehrmaligem Hören immer wieder andere Nuancen in einer Passage heraushört?

Habt ihr irgendetwas grundlegend anders gemacht als beim Vorgänger?
Manou: Eigentlich kaum. Ein Unterschied ist aber vielleicht das recht aufwendige Recording der
Chöre. Wir hatten dieses Mal richtig gute Sängerinnen im Studio und konnten mit ihnen noch mehr auf die Interpretation und den Ausdruck achten. Lieder wie ›Sacred Heart‹ oder ›No Ordinary Woman‹ sind supergenial und durch diese Chöre noch lebendiger geworden. Für ein Projekt mit so vielbeschäftigten Leuten wie eurem Drummer Tal Bergman (Billy Idol, Joe Bonamassa, Smith/Kotzen) ist es schon bemerkenswert, dass sämtliche Mitglieder vom letzten Mal wieder dabei sind.

War es schwierig euch zeitlich alle unter einen Hut zu bekommen?

Sebastian: Nein, gar nicht. Sowohl beim Vorgänger SIX DUSYT WINDS als auch bei BROKEN
SILENCE hat die ganze Truppe direkt nach dem Hören der vorproduzierten Stücke zugesagt. Sie waren offenbar alle supermotiviert, neue Tracks aufzunehmen. Manou: Wir haben die Vorproduktion hier in Deutschland gemacht und uns natürlich mit den anderen abgesprochen, was deren Zeitpläne in den USA und UK betrifft. Aber alle drei sind so extrem professionell, dass zehn Lieder für sie ein Klacks sind.

Manou, kannst du uns noch kurz schildern, worum es bei einigen der Stücke textlich geht?
Manou: Der Titelsong ›Broken Silence‹ erzählt vom Suchen und Finden der Wahrheit in unserem
Leben. Die Energie der Musik an sich hat mich in diese Richtung geführt – darüber schreiben zu wollen, wie ich eigentlich selbst in meinem Leben nach diesen Dingen gesucht habe. Es geht darum, für sich selbst einzu- stehen, auch mal den Mund aufzumachen, wenn einem etwas nicht passt. ›Got What I Need‹ ist dagegen ein richtiger Fun-Song. Er erzählt davon, wie cool und aufregend es sein kann, neue Wege zu gehen – einfach mal raus aus den alten Mustern, ausbrechen aus gewohnten Strukturen und seine Träume leben, egal was andere denken oder sagen. Neues wagen, aber auch zufrieden und happy sein mit dem, der man ist, und damit, was man hat. Just do it!

AC/DC: Brian Johnson singt überraschend mit Sam Fender

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Als Sam Fender am 10. Juni im St. James Park in Newcastle auftrat, ließ es sich sein Landsmann Brian Johnson von AC/DC nicht nehmen und folgte ihm für die Performance von zwei Songs auf die Bühne. Gemeinsam gaben die zwei ›Back In Black‹ und ›You Shook Me All Night Long‹ vor 50.000 Menschen zum Besten.

Der Auftritt markierte Brian Johnsons ersten Bühnenmoment seit seinem Mitwirken beim Tribut-Konzert im Gedenken an den verstorbenen Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins letztes Jahr im Wembley Stadion.

Video der Woche: 38 Special mit ›Caught Up In You‹

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Zum 71. Geburtstag von Donnie Van Zant blicken wir heute auf die goldenen Zeiten seiner Band 38 Special zurück, die der Bruder von Lynyrd Skynyrds Ronnie Van Zant 1975 in Jacksonville, Florida mit seinen Mitstreitern gründete. 1982 koppelte die Truppe ihren Song ›Caught Up In You‹ als erste Single vom Album SPECIAL FORCES aus und stieg in die Top Ten der amerikanischen Charts ein.

Wir gratulieren Donnie Van Zant zum 71. und drehen zu seinem Ehrentag 38 Special extra laut auf!

In der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK lest ihr ein brandneues Interview mit Donnie Van Zant über 38 Special. CLASSIC ROCK #121 erscheint am 15. Juni.

Israel Nash: Neue Single ›Ozarker‹

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Am 20. Oktober erscheint das neue Album von Israel Nash mit dem Titel OZARKER. Die Musik darauf erinnert an den Heartland-Rock, mit dem Nash aufgewachsen ist – Petty, Springsteen, Seger -, mit überlebensgroßen Gitarren und hymnischen Melodien, und die Texte sind ähnlich filmisch, sie zeichnen fesselnde Porträts von alltäglichen Männern und Frauen, die ihr Bestes tun, um mit Würde und Selbstachtung zurechtzukommen.

„Ich glaube, der Grund für den Fortbestand des klassischen Rock’n’Roll aus dem Landesinneren ist, dass er Themen berührt, die wir alle so tief empfinden: Sehnsucht, Kampf, Verpflichtung, Flucht“, sagt Nash. „Als Künstler strebe ich immer danach, so viele Menschen wie möglich zu berühren, und das ist es, was diese Musik für mich immer repräsentiert hat.“ Den Titeltrack der Platte hat Nash bereits jetzt als erste Single ausgekoppelt.

Nash wollte mehr über seine Vorfahren erfahren und wandte sich an seine Mutter, die seitenweise ihre Erinnerungen an Generationen von Ozarkern niederschrieb. Anstatt das Album zu Hause in seinem Studio zu schreiben, zog Nash ins nahe gelegene Wimberley, Texas, wo er ein Haus am Blanco River mietete und sich mit nur einer Gitarre, einem alten Casio-Keyboard, einem alten Schlagzeug und einem Vierspur-Tonbandgerät an die Arbeit machte.

Jason Isbell: WEATHERVANES

Grandioses Americana-Album des Singer-Storytellers

Man mag sich bei einem Songwriter wie Jason Isbell, der seit Mitte der 00er-Jahre solide im Geschäft ist, mal solo, mal mit seiner Band The 400 Unit, fragen: Kann dieser mit einem Grammy dekorierte Vollprofi noch für eine echte Überraschung sorgen? Und dann läuft ›Deathwish‹, der erste Song des neuen Albums WEATHERVANES – und man ist von den Socken. Isbell selbst hat im Vorfeld davor gewarnt, dass diese Lieder inhaltlich Grenzen ausloten, und dann fällt er hier direkt mit der Tür ins Haus: „Did you ever love a woman with a deathwish?/Something in her eyes like flippin’ off a light switch/Everybody dies but you’ve gotta have reason to carry on.“ Isbell singt diese Zeilen mit größtmöglicher Dringlichkeit, nicht wie ein Singer-Songwriter, der schon alles gesehen hat und nun routiniert darüber berichtet. Sondern wie jemand, dem das Schicksal seiner Protagonisten wirklich nahegeht. Isbell erzählt von Menschen, denen die Kraft fehlt. Von Paaren, die sich auseinandergelebt haben. Von den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Und vom ›King Of Oklahoma‹, als der sich der Held des gleichnamigen Songs gefühlt hat. Wer die USA verstehen will, muss Jason Isbell hören – und diese Platte gehört zu seinen besten.

9 von 10 Punkten

Jason Isbell & The 400 Unit
WEATHERVANES

SOUTHEASTERN/THIRTY TIGERS/MEMBRAN

Extreme: SIX

Genre-Hopping par excellence

15 Jahre sind seit dem letzten Studioalbum SAUDADES DE ROCK ins Land gezogen, nun endlich haben sich Gitarrenwunder Nuno Bettencourt, Sänger Gary Cherone und Co. zu neuen Extreme-Songs hinreißen lassen. 13 Stück sind es insgesamt auf dem neuen SIX, 13 Tracks, die eine riesige Bandbreite abdecken – von Extremes klassischen Funk-Metal-Wurzeln und Akustik-Schönheiten über 80er-Glam bis hin zu modernem Metal und Industrial. Da wäre der Opener ›Rise‹ zu nennen, der mit einem aggressiven Riff loslegt, um dann in einen sehr modern anmutenden Chorus á la Imagine Dragons auszubrechen. Wie eine etwas verzwirbelte Version von Mötley Crües ›Girls, Girls, Girls‹ klingt das eingängig stampfende ›Banshee‹. Im schönen ›Other Side Of The Rainbow‹ werden ganz klar und doch elegant ›Hole Hearted‹-Energien, in ›Hurricane‹ ›More Than Words‹-Vibes, gechannelt. ›Rebel‹ ist eine treibende Hard-Rock-Nummer mit ›Whole Lotta Love‹-artigem Geschrei am Ende, Electronic-Anleihen machen Songs wie ›Thicker Than Blood‹ zu modernen Industrial-Rock-Nummern á la Manson. Auf SIX werden zahlreiche Strömungen vereint, die allzu modernen Auswüchse dürften wohl Geschmackssache sein, der Rest ist ziemlich schlüssig und gelungen. Einzig und allein die Nummer ›Beautiful Girls‹ – ein wirklich nicht nachvollziehbarer Versuch, sich an seichten Radio-Strand-Pop und eine wohl gut gemeinte, aber nicht sehr geglückte, Botschaft anzubiedern – wirkt völlig fehl am Platz und mag so überhaupt nicht zu den sonst auf SIX ausgeloteten Genres passen.

8 von 10 Punkten

Extreme/SIX/EARMUSIC/EDEL

Samling: Neues Video zur Single ›Pappa‹

Am 6. Oktober erscheint das neue Album von Samling beim Berliner Label „Robotor Records“, das die Band Kadavar gegründet hat. Eigentlich hatten sich Samling nach ihrem dritten Album aus dem Jahr 2015 getrennt, die kommende vierte Platte markiert also nicht nur die Ankunft neuer Musik, sondern auch das Comeback von Samling.

Als ersten Vorgeschmack gibt es nun eine neue Single mit dem Titel ›Pappa‹ inklusive Video zu hören und zu sehen. In dem Song verwebt die Schwedische Band Psychedelic, Pop und sanfte Melodien, die von türkischer Folk Music beeinflusst sind.