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Start Blog Seite 1215

BEASTMILK – Die Macht des Willens

Beastmilk 2013a

Da ist er. Der nächste Hype, das nächste okkulte Rockding, das es mühelos in die Feuilletons schaffen wird. Und bevor sich jetzt wieder alle aufregen: Das alles ist keinesfalls unverdient. Was Beastmilk auf CLIMAX bieten, ist höchster Genuss. Okkult ja, retro durchaus auch, aber eben anders als die unüberschaubaren Nachahmer der okkulten Zunft. Beastmilk sind neu. Echt. Scheinen aus der Zeit gefallen in ihrer Verehrung für New Model Army und Joy Division, Danzig und The Cure. Klingen dabei so überzeugend, dass sich unweigerlich die Frage stellt, was hier noch Musik und was Instinkt ist. „Beastmilk ist durch atavistischen Instinkt bedingte Musik“, erklärt Gitarrist Goatspeed. Das ist aber auch schon das Höchste der Gefühle, der finnische Haufen ist nicht für seine Redseligkeit bekannt. Er lässt seine Musik sprechen. Und die treibt all jenen Freudentränen in die Augen, die auf Gitarrennebel, hallenden Gesang, hektisch-ekstatische oder verzweifelt nachtröpfelnde Melodien zwischen Post Punk, Gothic Rock und Doom stehen. „Die Musik und die Optik entsprechen genau dem, was wir sagen wollen. Etwas anderes käme für uns nicht in Frage.“

Das sorgt für das paradoxe Kunststück, dass man CLIMAX zwar die musikalischen Vorbilder anhört, aber dennoch jederzeit nur an Beastmilk denkt. „Das menschliche Gehirn sucht Trost in bekannten Strukturen“, meint der Gitarrist. „Dennoch gilt auch für uns: Die Vergangenheit spielt eine ebenso große Rolle wie die Zukunft.“ Gegensätze wie diese bestimmen dieses erstaunliche Debüt. „Wir besingen die Gegenüberstellung von Tod und Liebe. Liebe bezieht ihre Stärke einzig und allein aus der Ahnung des Todes. Und der Tod erhält seine Bedeutung wiederum allein durch die Liebe – durch diese schreckliche Spannung eines Liebenden, der weiß, dass ihn jeder Kuss näher an den Tod heranführt.“ Ihre Musik entsteht in einem isolierten Prozess, wie der Gitarrist offenbart: „Die unterbewusste Verbindung zwischen uns macht es überflüssig, über die Stücke zu sprechen. Sie entstehen von ganz alleine.“ Das klingt nach Magie. Goatspeed nickt: „Uns leitet der Austausch zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos. Unsere Umgebung spiegelt unser Inneres – wer das erkennt, wird immer den richtigen Weg finden.““

Björn Springorum

Live: Queensryche und Quireboys

Queensryche @ Joachim Kling (1)QUEENSRYCHE
BEST-OF-BREITSEITE AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Die Seattle-Rocker Queensrÿche wollten klarstellen, dass sie die Besitzansprüche am Bandnamen musikalisch besser vertreten als Ex-Sirene Geoff Tate, mit dem man bekanntermaßen einen Rechtsstreit über Namen, Songs etc. führt. Aber ist es dann wirklich von Nöten, dass man vier (!!!) Vorbands bei diesen Shows platzierte? Immerhin mussten so ca. 450 Fans in der Rockfabrik einen musikalischen Metal-Rundumschlag in Form von Vanish (sturer Teutonen- Metal), Ivanhoe (angeproggter Heavy Metal), Alpha Tiger (souveräner, erfrischender Achtziger-Metal) sowie Freedom Call (melodischer Metal) erdulden. Doch Queensrÿche ließen sich nicht lumpen. Schon der Einstieg nahm einem schlicht den Atem: ein furioses, knalliges ›Queen Of The Reich‹. Bekanntermaßen einer der fundamentalen Songs der Band, der für den späteren Erfolg der Truppe steht. Fast ansatzlos übergehend in ›Speak‹ und ein direkt angedocktes ›Walk In The Shadows‹. Man hatte die Fans umgehend auf sei- ner Seite, diese Triple Attack ließ keine Zweifel: Die Band war heiß! Spielsicher und enorm druckvoll lieferten die Amis eine Art Best-Of Set, bei dem zwar aufgrund lediglich 90 Minuten Spielzeit noch Wünsche offen blieben, aber diese eineinhalb Stunden nutzten Queensrÿche mit einer tollen Performance aus. Allen voran Ex-Crimson-Glory-Sänger und Neuzugang Todd La Torre, der nicht nur gesanglich Überragendes leistete, sondern auch durch eine positive Ausstrahlung den Gesamteindruck des Quintetts enorm anhob. La Torres Gesangsperformance war das eigentlich Unglaubliche an diesem Abend, das einen Mr. Tate schnell vergessen ließ. Gerade sehr altes Material in Form von ›Child Of Fire‹, ›Roads Of Madness‹ und ›The Warning‹ ist die Stärke der Band, dementsprechend massiv und druckvoll wurde dies wiedergeben. La Torre ackerte und bewegte sich unablässig auf der Bühne zwischen den Gitarristen, die ihm den ganzen Bühnenraum überließen. Vom aktuellen, selbstbetitelten Album lieferte man vier Songs am Stück in der Mitte des Sets, die leider etwas die Stimmung drückten, obwohl sie musikalisch ebenfalls anspruchsvoll sind. Aber die wahren Höhepunkte waren neben den schon erwähnten Klassikern weitere Knaller wie ›The Needle Lies‹, ›Empire‹, ›Jet City Woman‹ sowie ein unfassbar krachendes und showschließendes ›Take Hold Of The Flame‹. Eine grandiose Zeitreise durch die frühe Diskografie Queensrÿches, bei der man bewusst nur auf die genreprägenden Alben setzte. Und genau das wollten die Fans hören.

Text:
Jürgen Tschamler

THE QUIREBOYS
WO WAREN DENN ALLE?

The Quireboys haben es an diesem Montag in der Frankenmetropole nicht einfach: Erst springt ihre Vorgruppe Hollywood Burnouts einfach so und ohne offizielle Absage von der Show ab und zusätzlich offenbart sich ein Problem, das viele Konzerte zum Wochenstart in Nürnberg mit sich bringen: das Fernbleiben der Rock‘n‘Roller. Mit circa 100 Fans ist der Hirsch nur zu einem Achtel gefüllt. Umso mehr muss Gitarrist Guy Griffin & Co. der Einsatz an diesem Abend angerechnet werden, denn aufgrund dieser Umstände bekommt das anwesende Publikum quasi eine Privatshow der englischen Edelrocker. Mit einem stetigen Lächeln und ohne Alkohol, sondern mit einem Wässerchen bewaffnet, begrüßt Spike er hat tatsächlich dem Rot- wein abgeschworen seine Gäste. Überlange und überschwängliche Ansagen schenkt sich der Gentleman aus London er geht an diesem Abend lieber nach dem Aerosmith‘schen Prinzip der Toxic Twins vor: „Let The Music Do The Talking!“ Mit einer famos zusammengestellten Setlist aus allen Epochen (mit Hauptaugenmerk auf den neuesten Streich BEAUTIFUL CURSE) der Quireboys bleiben keine Wünsche offen. Der zeitlose Rock, den die Band seit ihrem Debüt A LITTLE BIT OF WHAT YOU FANCY so geschmackvoll auf die Bretter zaubert, hätte es wirklich verdient, von Tausenden in einer Arena gehört zu werden. Als Spike urplötzlich wieder das Nichterscheinen seines Support Acts einfällt, lässt er sich doch zu einer verschmitzten, mit englischem Sarkasmus versetzten Aussage hinreisen: „Who were they?! The Hollywood Somethings? We are The Quireboys and this is Rock‘n‘Roll!“ Der charismatische Sänger erntet dafür tosenden Applaus und lässt mit einem feinen Zugabenblock den mehr als gelungenen Konzertabend ausklingen.

Text:
Chris Franzkowiak

Live: Fleetwood Mac und The Temperance Movement

Fleetwood MacFINGERPICKING & GÄNSEHAUT

Fünf Jahre sind seit der HITS UNLEASHED TOUR ins Land gezogen. Damals blieb vielen Deutschen aufgrund der Tatsache, dass es nur eine Show in Berlin gab, nichts anderes übrig, als sich ein Venue im Ausland zu suchen. Im Herbst 2013 gestaltet sich die Lage um Welten fanfreundlicher: drei in der Republik geographisch perfekt verteilte Auftritte, die jedoch erwartungsgemäß weit im Vorfeld ebenfalls ausverkauft waren. Am zweiten Abend der Tour in Stuttgart ist es beim Betreten der Halle ungewöhnlich still. Dies ist wohl der vor Spannung geladenen Luft geschuldet. Als Stevie Nicks, Lindsey Buckingham, John McVie und Mick Fleetwood um kurz nach 20.00 Uhr die Bühne betreten, ernten sie nur höflichen Applaus. Dies ändert sich schlagartig mit den ersten Tönen von ›Second Hand News‹, dem Opener des über 40.000.000 mal verkauften Meisterwerks RUMOURS. Um das Momentum nicht verebben zu lassen, schießt der blendend gelaunte Vierer (inkl. Backing Band) mit ›The Chain‹ und dem Überhit ›Dreams‹ scharf nach. Dass es sich bei der heutigen Show nicht um eine Nostalgieveranstaltung handelt, macht Buckingham mit seiner ekstatischen Performance des auf der neuen, digitalen E.P. EXTENDED PLAY vertretenen Stücks ›Sad Angel‹ mehr als klar. Während man ihn bei seinem einzigartigen Gitarrenspiel beobachtet, mag man nicht glauben, dass er der jüngste der vier Macs gerade 64 Jahre alt wurde. Lindsey verlässt selbst bei den Soloparts seiner Kollegen nicht die Bühne und sitzt samt Gitarre im Schneidersitz am Bühnenrand. Das Yin zu Buckinghams Yang steht in Form von Stevie Nicks auf seiner Rechten. Nicks ist DIE Grand Dame des Rock‘n‘Roll: ihr mit Tüchern, Ketten und Schals verzierter Mikroständer, ihre erhabenen Blicke und Bewegungen sprechen eine ganz eigene Sprache. Als ihr Solohit ›Stand Back‹ intoniert wird, bricht die sprichwörtliche Anarchie in der Schleyer-Halle los. Massen an Fans stürmen tanzend Richtung Bühne und feiern Stevies Song als ob es keinen Morgen gäbe. Das sichtlich verdutzte Sicherheitspersonal lässt aufgrund des friedlichen Treibens Güte walten. Nach dem obligatorischen ›Go Your Own Way‹ und vier Zugaben entlassen Nicks, Buckingham und Fleetwood ihr Publikum mit herzergreifenden Reden, während sich John McVie mit einem Lächeln von der Bühne schleicht.

Text:
Chris Franzkowiak

Live: Cosby Stills & Nash sowie Classic Rock Roadshow

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crosby, stills, nash

COSBY STILLS & NASH
DAS LEGENDÄRE TRIO TRIFFT AUCH DIE HOHEN TÖNE

Das Publikum hält spürbar den Atem an, als CSN unbekümmert hereinschlendern und die selbstbewusste und entspannte Aura von langjährigen Kameraden verströmen, die da weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Und nach etwa drei Akkorden des passenden ›Carry On‹ treffen sie die Harmonien perfekt, die Menge atmet aus und es wird klar, dass der heutige Abend der letzte dieser UK-Tour und somit vielleicht das letzte Mal, dass diese Herren auf britischem Boden zu sehen sein werden ein besonderer wird.

Bald folgt eine gelassene, countryfiziertere Version von ›Marrakesh Express‹, mit der Crosby den Eindruck
maximalen Gechilltseins noch mal unterstreicht. Wo er ein Buddha-ähnliches Leuchten ausstrahlt, ist Stephen Stills am anderen Bühnenende das Yang zu seinem Yin. Körperlich unruhiger, mit leichten Zuckbewegungen und Ausfallschritten, die er direkt in sein Gitarrenspiel leitet, demonstriert das erste ernsthafte Solo des Abends (›Long Time Gone‹) seinen abgewetzten, präzisen, tigh- ten, aber lässigen Stil auf beeindruckende Art und Weise. Auf ›Southern Cross‹ übertrifft er sich dann umgehend selbst.

Mit bis zu vier Gitarren, sechs Stimmen, der Rhythmussektion, einem Hammond-Spieler und Keyboards, die zu jedem Zeitpunkt Teil des Mixes sein können, dreht sich alles um Schichten. Unter den Höhepunkten des zweiten Teils (CSN spielen drei Stunden) finden sich ›Treetop Flyer‹, das eine so enthusiastische Reaktion hervorruft, dass Crosby und Nash sichtbar berührt sind und auf dem kristallklaren ›Guinnevere‹ umso intensiver spielen.

Manchmal offenbart sich dabei eine Eindringlichkeit und Nachdenklichkeit. Nash sinniert darüber, wie er erstmals 1962 in diesem Saal auftrat, und seither sind definitiv viele Jahre vergangen sein Stück ›Golden Days‹ hätte nicht von einem Jüngeren geschrieben werden können. Was sich nicht verändert hat, ist die ursprüngliche Positivität dieser Laurel-Canyon-Zeiten. Und wenn ›Our House‹ langsamer und gewichtiger klingt als das luftige Original, scheint es nur passend. Auch ›Almost Cut My Hair‹ hat eine Kraft und eine Wut, die vorher nicht so spürbar waren.

Der Abend wird lang nach der Sperrstunde mit dem wuchtigen, ausgejammten ›Wooden Ships‹ und dem vollständigen ›Suite: Judy Blue Eyes‹ beschlossen, und sollte es wirklich ihr Schwanengesang in Großbritannien gewesen sein, dann war es ein großartiger.

Text:
Tim Batcup

CR26 / Seite 120 / Live: Cosby Stills & Nash sowie Classic Rock Roadshow

CLASSIC ROCK ROADSHOW
DAS IST CLASSIC ROCK

Die Classic Rock Roadshow ist zu Gast an der Spree, mit dem White Trash hat sie sich einen der angesagtesten Clubs der Hauptstadt ausgesucht. Hier gibt es nicht nur Burger, Bier & Rock’n’Roll, hier kann man sich auch tätowieren lassen. Durch Glasfenster können die Konzertbesucher beobachten, wie das Tattoo Formen annimmt und hören wie die Nadeln sirren. Auf der Bühne eröffnen derweil The New Roses den Abend mit ihrem starken Southern Rock. Dabei bewegen sich die Jungs aus dem Rheingau zwischen zwei Generationen des Südstaatenrocks, sie haben Einflüsse von Bands der 70er wie etwa 38 Special und Blackfoot sowie auch Kapellen der 90er in der Nachfolge von Black Crowes und Georgia Satellites. Das Quintett um Fronter Timmy Rough präsentiert die Höhepunkte ihrer EP THE NEW ROSES und des Albumdebüts WITHOUT A TRACE. Dabei gefallen nicht nur die ausgereiften Rockhymnen, die sofort ins Blut gehen, sondern auch ihre routinierte Präsentation. Mit dem knackigen ›Medicine Man‹ beenden die fünf Hoffnungsträger eine glänzende Show.

Es folgt das Trio Birth Of Joy, das sich ganz den Hippie-Klängen der 70er widmet. Neben einer Hammond Orgel erklingen eine psychedlische Gitarre und ein wirbelndes Schlagzeug. Die drei Holländer bedienen sich bei Psychedelic, Blues und Rock’n’Roll, ihr nostalgischer Klangcocktail erinnert an Größen wie MC5, Doors, Can und Pink Floyd. Mal lassen sie in ausgedehnten Jams die Zügel schießen, dann wieder spielen sie dichten Blues’n’Boogie. Mit ihrem individuellen Sound beweisen Birth Of Joy, dass Psychedelic Rock auferstanden und bei bester Laune ist.

Die dritte Combo im Bunde sind The Sheepdogs aus Kanada. Die fünf Musiker präsentieren lange Mähnen und buschige Bärte. Ganz in der Tradition und Sprache der Hippies bedanken sie sich „bei unseren Brüder The New Roses und Birth Of Joy für ihre seelenvollen Auftritte“. Die „Schäferhunde“ intonieren einen lockeren 70er Rock, der an Little Feat und Allman Brothers erinnert. Ihre Songs sind ausgedehnt und bieten sämtlichen Mit- gliedern Raum für Improvisationen. Je länger der Gig dauert, desto mehr werden The Sheepdogs zu einer Jam-Band, was so manchen Besucher dazu anregt, verträumt die Augen zu schließen und im Groove der dahin fließenden Musikströme zu tanzen. Unterm Strich ein spannender Abend, der verschiedene Seiten des aktuellen Classic Rock präsentierte und demonstrierte, wie viel es in dieser Szene zu entdecken gibt.

Text:
Henning Richter

Games: WWE 2k14

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WWE 2K14

Playstation 3 / X Box 360
WWE 2k14
Spektakulärer Spaß: 30 Jahre WWE-Geschichte in einem Spiel.

Gegenüber ihrem bereits hervorragen- den Vorgänger WWE 13 bietet die Wrestling-Simulation WWE 2K14 zahlreiche Verbesserungen. Schon auf den ersten Blick hinterlassen abermals flüssigere (Sportler/Zuschauer-)Animationen, neue Effekte und Kameraeinstellungen einen noch realistischeren Eindruck. Auch die Spielmechanik hinter der fernsehreif präsentierten Fassade sorgt für erhöhte Authentizität und dynamischere Kämpfe. So passen die Wrestler/innen ihre Aktionen den jeweiligen Gegnern präziser denn je an und profitieren von erweiterten Bewegungsabläufen: Die mit vereinfachter Steuerung, einer übersichtlicheren Menüführung und einem umfangreichen Cha- rakter-Editor veredelte Software erlaubt exaktere (An-)Griffe bestimmter Körperpartien sowie besseres Abblocken von Kombinationsattacken und gibt stark angeschlagenen Wrestlern die Möglichkeit, das Blatt in scheinbar ausweglosen Situationen wider Erwarten zu ihren Gunsten zu wenden. Gleichzeitig beschränkt das gesteigerte Maß an Spielgeschwindigkeit und künstlicher Intelligenz die Möglichkeit, sich Vorteile durch ständiges Wiederholen ein und derselben Taktik zu verschaffen.

Dass in diversen Einzel-/Mehrspieler-Varianten neben eigens kreierten Protagonisten prominente WWE-Gesichter in den Ring klettern, ist Ehrensache. Das absolute WWE 2K14-Sahnehäubchen stellt die neu entwickelte Einzelspie- ler-Kampagne dar: Im selbsterklärenden „30 Years To WrestleMania“-Modus spielen Benutzer unzählige Ereignisse aus über drei Dekaden WWE-Geschichte nach – Original-Akteure, -Arenen, -Kommentatoren, -Einmarschrituale und Videomitschnitte inklusive.

Zu den über 80 authentisch animierten WWE-Legenden zählen unter anderem Dwayne „The Rock“ Johnson, Hulk Hogan, The Undertaker, Bret Hart, Shawn Michaels, Triple H, Randy Orton, Edge, John Cena, Ric Flair, „Macho Man“ Randy Savage, Stone Cold Steve Austin, Sgt. Slaughter oder Fozzy-Sänger Chris Jericho.

Kein Wunder, dass WWE 2K14 mit solch einem Aufgebot ohne Ende rockt!

Filme: The Lords of Salem

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lords of salemDie Idee ist so simpel wie genial, lediglich die Frage auf, wieso jemand nicht schon sehr viel früher darauf gekommen ist: Rockchick Heidi (Sheri Moon Zombie) ist Moderatorin eines alternativen Radiosenders und erhält per Post eine mysteriöse Platte zugesandt, auf der sich — ganz dem urbanen Mythos über die satanischen Motive der Heavy-Metal-Musik entsprechend — diabolische Botschaften verstecken. Vermengt mit dem Motiv der Hexenumtriebe von Salem wird daraus eine ungewöhnliche, da explizit amerikanische Horrorerfahrung. Denn vermutet Heidi zunächst hinter dem mysteriösen Vinly ein virale Marketingkampagne, löst der Song bei ihr ganz im Gegensatz zu ihren männlichen DJ-Kollegen Beklemmungen aus, während er die weibliche Zuhörerschaft auf eigenartige Weise in den Bann zieht. Bisher glänzte Gitarrenschreck und Horror-Auteur Rob Zombie in seinem filmischen Schaffen nicht gerade durch hintergründige Feinheiten. Sein Erfolgsrezept beschränkte sich in seinen bisherigen vier Filmen meist doch auf besonders drastische Härte bei den Gewaltdarstellungen, die Nuancen eines gemächlichen atmosphärischen Aufbaus schienen Herrn Zombies fremd. Für seinen Satansrocker-Schocker versucht sich Zombie nun an einem neuen Ansatz, der den Meistern des surrealen Grauens wie Dario Argento, David Lynch und Jadoworsky näher steht als den Gore-Gurus der neuen Terrorschule: Eher Genreexperiment als kaltblütiger Horror, eher Fingerübung des Makabren als kalkulierte Geisterbahnfahrt des Schreckens. Sicher nicht jedermanns Sache, für Freunde des ungewöhnlichen Horrorfilms aber defintiv eine Entdeckung.

Kino: Inside Llewyn Davis

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inside llewyn davis

Inside Llewyn Davis

Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Coen Gebrüder ein Faible für Verlierertypen jeglicher Art haben. Dankenswerterweise zeigen sie in ihrem ersten Film seit dem Westernremake „True Grit“ erneut jenen untrüglichen Sinn für trockenen bis schwarzen Humor, der jedem noch so tragischen Schicksal absurd komische Seiten abgewinnt. Auch Titelheld Llewyn Davis (Oscar Isaac) ist einer dieser aus- geprägten Coen-Pechvögel, die sich durch ihre allzu menschlichen Schwächen selbst ein Bein stellen. Eigentlich hat Davis nämlich die beste Ausgangslage, um im New York der frühen sechziger Erfolge feiern zu können. Als Teil der Folkszene von Greenwich Village arbeiten Davis und seine Musikerkollegen auf den großen Durchbruch hin, die Chancen stehen — so weiß der Kenner von Musikgeschichte und Szene bereits — ausgesprochen gut: Nur wenige Monate später löst Bob Dylan den großen Folk-Hype aus, das Genre prägt die erste Hälfte der sechziger Jahre massgeblich. Davis Chance, Teil des großen Folk-Sturms zu werden, stehen aber nicht besonders gut, denn ein akuter Mangel jeglichen Charismas, ein quecksilbriges Gemüt mit cholerischen Zügen und der Hang zur Misanthropie machen Davis zum nicht gerade angenehmsten Zeitgenossen. Die Audienz bei Managerguru Grossman im fernen Chicago soll Davis Karriere nun aber den nötigen Schub ver- leihen. Wenn alles gut geht. Offensichtlich auf der Autobiographie des beinahe vergessenen Folk-Helden Dave Van Ronk basierend, ist „Inside Llewyn Davis“ dank schauspielerischen Genialitäten, atmosphärischer Tristesse und augenzwinkernder Tragikomik einer der sorten- reinsten Coen-Filme und im kommenden Oscar- Rennen garantiert gleich mehrfach vertreten.

CDS`s: Bula Quo

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BULA QUO
Klamauk-Krimi im Urlaubsparadies.

Francis Rossi und Rick Parfitt sind lustige Gesellen. Das ist kein Geheimniss. Das sie zudem viel Selbstironie besitzen, zeigten die Status-Quo-Mitglieder auch in vielen Lebenslagen. Nun wagten die beiden einen Abstecher ins Filmgeschäft. „Die Idee, einen richtigen Film zu drehen, schwirrt uns schon seit Jahren im Kopf herum. Jetzt haben wir es endlich geschafft und sind überglücklich. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. ‚Bula Quo’ ist eine Action-Komödie gefüllt mit Spannung und Slapstick“, schwärmt Rossi. Die beiden Status Quos spielen sich selbst. Gerade mit der Band auf Welttournee, landen sie zusammen mit ihrem Manager Simon auf den Fidschis. Nach einem Auftritt im Lautoka-Stadion versuchen die Musiker der lästigen Presse zu entkommen und landen dabei in einer zwielichtigen Hafenbar. Ein paar Cocktails später nehmen sie zufällig einen Mord mit ihrem Handy auf. Eine haarsträubende und lebensgeffährliche Jagd mitten im Urlaubsparadies beginnt. Wer hier einen wirklich ernsthaften Kriminalstreifen sucht, der wird enttäuscht werden. Wer jedoch Lust auf eine lustige Crime-Comedy mit viel Selbstironie, Spannung und Status-Quo-Musik hat, findet hier genau das Richtige.

Text:
Simone Bösch