0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 1150

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

0

RZ_X-Men-ZIV_Poster_Launch_neu_1400Es ist natürlich ein Stück weit eine Kampfansage: Nachdem Fox Mitte der 90er vom knapp am Bankrott entlangschrammenden Marvel die Filmrechte für das Superhelden-Universum der X-Men erwarb, hatte der Verlag in den letzten Jahren aus der Not eine Tugend gemacht. Galten die X-Men zusammen mit Spider-Man lange Zeit als die erfolgreichsten Comictitel von Marvel, während die Avengers eher in der zweiten Reihe der Mittelmäßigkeit Platz nahmen, formte man mit der Marvel-Filmreihe einen Franchisegiganten, der wenig Zewifel an den Ambitionen des Comic-Riesen ließ: Die Filmwelten so miteinander zu verschränken, dass sie sich gegenseitig befruchteten. Während die Avengers durchstarteten, schienen die einst so viel erfolgreicheren X-Männer und -Frauen auf der Stelle zu treten – eher lustlos die Soloauftritte von Wolverine, etwas zerfahren die Abenteuer der ersten X-Men-Klasse in „X-Men: Erste Entscheidung“. Neue Ideen mussten her, was im Falle der Mutantenwelt kein Problem darstellte, schließlich lieferten Autoren wie Chris Claremont, Warren Ellis und Ed Brubaker über Jahrzehnte hinweg großartige Vorlagen, derer man sich bedienen konnte. Eine der berühmtesten X-Men-Geschichten überhaupt dient nun als Ausgangspunkt des neuesten X-Men-Films, der zumindest von der Verschränkung seiner Welten her den Avengers nacheifert: Die Helden der ersten X-Men-Trilogie treffen dank Zeitreise und zur Verhinderung eines Mutantengenozids auf ihre Alter Egos aus der Vergangenheit, um den Lauf der Geschichte zu beeinflussen. Was für den Fan bedeutet: Eine namhafte Besetzung, die sich wie die Gästeliste zur exklusiven Oscar-Party liest, eine gekonnte Verschränkung der alten X-Men-Welten mit der neuen Generation sowie ein Actionfaktor, bei dem selbst James Cameron schwindelig würde.

Vibravoid – MINDDRUGS

ST1001Die volle Dröhnung.

Sie sind der Inbegriff eines Insidertipps: Praktisch unbemerkt von der großen, weiten Welt da draußen, die glaubt, ein etwas ausgefallenerer Radiohead-Track sei das Maximum an Avantgarde. Aber in ihrer kleinen, feinen Szene sind sie unanfechtbare Könige. Ihr Backkatalog ist so unübersichtlich wie der von Motorpsycho, ihre Musik lässt sich in keinerlei Korsett zwängen. Dafür liebt man sie, und diese Liebe geben sie nun zurück in Form einer wahrhaft opulent ausgestatteten Remastered-Version ihres 2011er-Albums MINDDRUGS, die – vor allem als Doppelvinyl – hingebungsvoll gestaltet ist, Bonus noch und nöcher draufpackt und natürlich immer noch als Meisterwerk des Acid-Rock gelten darf. Selbst die allmächtigen Hawkwind würden sich vor diesem Album ehrfurchtsvoll in den Staub werfen und in freudiger Erwartung eines LSD-Flashbacks schon mal die Freizeit-Zwangsjacke rausholen. Soll nachher keiner sagen, er sei nicht gewarnt worden…

Tyrannosaurus Rex – A BEARD OF STARS DELUXE EDITION

T-REX+_Beard+of+Stars_+DeluxeDer Karrieredurchbruch: Als Tyrannosaurus Rex zu T. Rex mutieren.

Umwegen über den Zeitraum von einer Dekade. Zwei Übergangsalben – in der Neuauflage jeweils auf Doppel-CD-Format erweiterte DELUXE EDITIONEN mit zahllosen Alternativversionen, Out-Takes und Demofassungen – demonstrieren die Transformation vom esoterischen Folk-Hippie-Poeten zum Federboa bekränzten King Of Glam Rock. Nach drei Folk-Akustik-Werken mit Wurzeln im Keltenmythos und der Antike, vollzieht sich mit A BEARD OF STARS allmählich eine Wende. Zusätzlich unterfüttert durch die Premiere von Mickey Finn, der den geschassten Ur-Perkussionisten Steve Took ersetzt. Erstmals seit kurzer Mitgliedschaft bei der Freak-Beat-Combo John’s Children im Jahr 1967 setzt Bolan auf 14 selbstkomponierten Songs dezent eine E-Gitarre ein. Ebenso exemplarisch für die Hinwendung zu eingängigeren Songformeln wie prophetisch für die glorreiche Zukunft steht die Single-Auskopplung ›By The Light Of A Magical Moon‹ mit hinzu gemischter Publikumshysterie aus der Konserve. Kürzere Verse, knackigere Hooks und ohrwurmige Refrains kennzeichnen ›Woodland Bop‹, ›Fist Heart Mighty Dawn Dart‹, ›Pavilions Of Sun‹, ›Great Horse‹ und ›Dragon’s Ear‹ in ihrer verwunschenen, tief im vormittelalterlichen Großbritannien verankerten Poesie. ›Organ Blues‹ hypnotisiert mit Harmonium und Tabla. Im finalen ›Elemental Child‹ fährt Bolan unter Hochspannung mittels Overdubs von Gibson Les Paul und Fender Stratocaster die Krallen aus, schließt Verzerrer mit Wah-Wah in Reihe – sein von Ehefrau June Child im Frühjahr organisierter Workshop bei Eric Clapton trägt Früchte. Noch stromlinienförmiger geriert sich im Dezember 1970 T. REX. Nicht nur der verkürzte Bandname dient als Indikator für den nahen Durchbruch. Auch die in zwei Versionen als Bonus beigefügte UK-Top-2-Single ›Ride A White Swan‹ kündet vom baldigen Aufstieg. Bolan rockt vehement auf ›Jewel‹ und ›Is It Love?‹, etwas verhaltener in ›The Visit‹ und ›Childe‹. Tolkien-Folk halten ›The Time Of Love Is Now‹, ›Root Of Star‹ und ›Suneye‹ parat. Mit Neueinspielungen von zwei Frühaufnahmen schließt sich der Kreis: ›The Wizard‹, Bolans erste Single von 1965, kommt hier in exzessiver Überlänge. Knapp und knackig hingegen ›One Inch Rock‹, eine weitere 45er von 1968. Ebenfalls integriert ist die Urversion der zwar geplanten, jedoch zu Lebzeiten Bolans nie vollzogenen ›The Children Of Rarn Suite‹.

Rick Springfield – COMIC BOOK HEROES / WORKING CLASS DOG / SUCCESS HASN’T SPOILED ME YET / LIVING IN OZ / TAO

Layout 1Australischer Pin-Up-Boy avanciert zum US-Karriereüberflieger.

Als Rick Springfield erstmals 1972 den Titel einer deutschen Jugendpostille zierte, war er 23 Lenze jung und verzeichnete mit ›Speak To The Sky‹ seinen ersten Top-Ten-Hit im heimatlichen Australien. Doch dauerte es einen Umzug in die USA und eine ganze Dekade, bis der Sänger, Gitarrist, Komponist und Schauspieler zumindest zeitweilig auf Touren kam. In der Reihe ORIGINAL ALBUM CLASSICS sammeln sich fünf nicht chronologisch gestaffelte Alben, die seine Entwicklung hin zu Australiens Antwort auf David Cassidy zum Rock-Beau in den 80er Jahren illustrieren: Schon in den USA entsteht 1973 COMIC BOOK HEROES. Orchestrierter Pop-Rock (›I’m Your Superman‹, ›The Liar‹, ›Bad Boy‹) reiht sich an ebenso üppig arrangierten Folk (›Weep No More‹, ›Believe In Me‹, ›Misty Water Woman‹). ›Why Are You‹ kombiniert Prog-Rock, Gospel und Musical. Von wesentlich markanterer Machart zeigt sich 1981 WORKING CLASS DOG, das sich in drei Millionen Exemplaren verkaufen ließ. Die Singleauskopplung ›Jessie’s Girl‹ platziert sich in der Billboard Hot 100 auf der Pole Position, wird im Jahr darauf mit einem Grammy prämiert. ›I’ve Done Everything For You‹ und ›Love Is Alright Tonight‹ ziehen nicht ganz so erfolgreich nach. Weniger Superlativen offeriert 1982 der ironisch betitelte Nachfolger SUCCESS HASN’T SPOILT ME YET. ›Don’t Talk To Strangers‹, ›What Kind Of Fool I Am‹ und ›I Get Excited‹ fungieren als Album-Anreize. ›Kristina‹ entpuppt sich als Remake von Bachman-Turner Overdrives ›Jamaica‹. LIVING IN OZ, eine Anspielung auf Springfields Heimatland, setzt 1983 zeitgemäß vermehrt auf den Einsatz von Elektronik: ›Human Touch‹ und das für einen Grammy nominierte ›Affair Of The Heart‹ charten. Als Streichercouplet grüßt ›Like Father, Like Son‹. TAO von 1985 betreibt noch eindringlicher Anleihen bei Wave und Synthie-Pop. Zu ›Celebrate Youth‹ und ›Dance The World Away‹ schüttelt man auch hierzulande die asymmetrische Popperfrisur. Wie ein Relikt aus ferner Zeit klingt das finale ›My Father’s Chair‹, großes Balladenkino ohne opulente Digitaltechnik.

Pantera – FAR BEYOND DRIVEN

81IZIx7v4vL._SL1500_Meisterwerk in neuem Gewand.

Viel muss man eigentlich über dieses Meisterwerk des amerikanischen Thrash-Metal nicht mehr sagen. Bei seinem Erscheinen 1994 waren Pantera die Erfolgsleiter schon sehr weit nach oben geklettert. Ihr großer Durchbruch geschah 1990 mit ihrem fünften Album COWBOYS FROM HELL (von Fans oft als das „offizielle“ Debüt der Band bezeichnet), VULGAR DISPLAY OF POWER (1992) katapultierte die Amerikaner noch weiter nach oben. Mit FAR BEYOND DRIVEN erzielten Pantera schließlich ihren ersten und leider einzigen Nummer-Eins-Erfolg in den US-amerikanischen Albumcharts. Jetzt, 20 Jahre später, erscheint dieser Meilenstein in einer schicken Jubiläumsausgabe mit zwei CDs. Das remasterte Album selbst hat auch zwei Dekaden später nichts von seiner Wucht und revolutionären Power verloren. Die zwölf Songs stampfen, donnern und krachen. Ein wahrer Schatz ist jedoch die Bonus-Disc, die einen Live-Mitschnitt aus Donington von 1994 enthält. Neben Songs aus FAR BEYOND DIVEN enthält er auch Bühnenversionen ihrer großen Hits ›Walk‹ und ›This Love‹ aus VULGAR DISPLAY OF POWER. Eine grandiose Soundqualität vervollständigt das Live-Gefühl. Zu erwähnen sei auch noch das liebevoll gestaltete Booklet mit der Geschichte des Albums, Fotos der Band und faksimilierten Bühnenpässen.

Oasis – DEFINITELY MAYBE DELUXE EDITION

MUSIC Music Reviews 102553Zigaretten und Alkohol: Jubiläumsausgabe eines Brit-Pop-Meilensteins.

Schon im Alten Testament erschlug Kain seinen Bruder Abel. Nicht ganz so drastisch, aber nicht minder spannungsreich gestaltet sich das brüderliche Beziehungsgeflecht im Pop- und Rock-Kontext. Ray und Dave Davies von The Kinks dienen stets als prägnantes Beispiel für ausgeprägten Bruderzwist. Aus jüngerer Zeit seien die Brüder Caleb, Jared und Nathan Followill von Kings Of Leon genannt. In denkbar unguter Erinnerung geblieben sind selbstverständlich auch Noel und Liam Gallagher. An deren permanenten Zankereien scheiterte 2009 wohl endgültig jene Formation, die 1994 mit ihrem Debüt DEFINITELY MAYBE den Brit-Pop einmal komplett runderneuerte: Oasis. Markiert der Erstling doch den Beginn einer kochenden Leidenschaft dies- und jenseits des Atlantiks. Denn tatsächlich gelang es der Truppe aus Manchester lange Jahre nach der Glanzzeit der British Beat Invasion in den Swinging Sixties auf Anhieb, auch beim amerikanischen Plattenkäufer vom Debüt rund eine Millionen Exemplare abzusetzen. Wer zum Auftakt so rotzfrech behauptet, sich heute Nacht wie ein ›Rock And Roll Star‹ zu fühlen, in ›Cigarettes And Alcohol‹ ungeniert ›Get It On‹ von T. Rex zitiert und sich auch noch herausnimmt, das Song-Schlusslicht ›Married With Children‹ nach einer legendären US-Sitcom (Eine schrecklich nette Familie) zu betiteln, der hat wahrlich Respekt verdient. Zum 20. Jubiläum ließen sich aus Archiven bislang ungehobene Schätze zutage fördern, die als reichhaltige Beigaben nun die beiden zusätzlichen CDs der DELUXE EDITION füllen: CD Nummer zwei fährt 16 Tracks, Scheibe Nummer drei gar 17 Tracks auf. Darunter finden sich Demos, B-Seiten, Akustikversionen, Konzertmitschnitte sowie weitere Kuriositäten.

Dead Moon – IN THE GRAVEYARD / UNKNOWN PASSAGE / DEFIANCE

DeadMoonInTheGraveyardCDToter Mond über Portland: CD-Triple der Lo-Fi-Kulthelden.

Grenzenloser Enthusiasmus, brennende Leidenschaft, disziplinierter Durchhaltewille und eine stoische Do-It-Yourself-Mentalität kennzeichnen den Werdegang der wüsten Garagen-Punk-Formation Dead Moon. In etwa zeitgleich gestartet wie die wenig später berühmten Kollegen aus Seattle (u.a. Nirvana, Soundgarden), blieb dem Trio aus Portland, Oregon, in seiner knapp 20-jährigen Existenz lediglich Kultstatus vorbehalten. Dabei sah anfänglich alles recht rosig aus: Weniger als ein Jahr nach Gründung winkte 1988 schon ein Plattenvertrag beim hippen Tombstone-Label. Noch im gleichen Jahr präsentierten Vokalist und Sänger Fred Cole, Bassistin Kathleen „Toody“ Conner (die spätere Mrs. Cole) sowie Schlagzeuger Andrew Loomis das patente Lo-Fi-Debüt IN THE GRAVEYARD: Als Wiedergänger von The 13th Floor Elevators empfehlen sich Dead Moon im Titelsong. Brachiale Interpretationen von Pop- und Rock-Klassikern wie ›Can’t Help Falling in Love‹, ›Parchment Farm‹ und ›Hey Joe‹ sind ganz nach dem Geschmack jener Generation, die Kurt Cobain vereehrt. Auch Selbstgezimmertes von Fred Cole leistet Überzeugungsarbeit: ›Dead In The Saddle‹ gefällt sich als atmosphärischer Cowboy-Song, ›I Hate The Blues‹ als gebrochenes Protestmanifest. Schon ein Jahr später folgt das durchweg mit eigenem Material konzipierte UNKNOWN PASSAGE: ›Dead Moon Night‹, ›I’m Wise‹ und ›My Time Has Come‹ demonstrieren eindrucksvoll den Ansatz, mittels Indie-Hymnen den Durchbruch zu forcieren. Bevor das Triumvirat von Tombstone Records zu Music Maniac wechselt, zündet DEFIANCE: Dead Moon starten vollmundig mit ›Milk Cow Blues‹ – ein R&B-Standard, an dem sich schon Generationen abgearbeitet haben. Der Slow-Blues ›Dagger Moon‹ und die Cramps-Hommage ›Walking On My Grave‹ lassen das Indie-Herz einmal mehr höher schlagen.

Led Zeppelin – LED ZEPPELIN I / LED ZEPPELIN II / LED ZEPPELIN III

Led Zep I_Deluxe_BoxWhole Lotta Zep: fulminanter Auftakt zur kompletten Neuauflage der Albumklassiker.

Als die Kollektionen BOXED SET 1 & 2 mit vergleichsweise spärlicher Auslese an bislang Unveröffentlichtem erschienen, behauptete Jimmy Page in Interviews stets, die Archive seien nun völlig geleert. Wenig später strafte er sich selbst Lügen, als mit BBC SESSIONS und HOW THE WEST WAS WON eine ganze Palette an Archivraritäten erstmals den Weg in die Läden fand. Jeder aufgeklärte Led-Zeppelinist wusste ohnehin, dass sich zahlreiche Konzert- und Studio-Bootlegs weltweit in Umlauf befanden. Da verwundert es keineswegs, dass die einmal mehr von Mr. Page nagelneu autorisierte Remaster-Kollektion von Led Zeps ersten drei Studiowerken – jeweils erhältlich als STANDARD (1 CD), DELUXE EDITION (2 CD), SUPER DELUXE BOX ( 2 CD & Vinyl), SINGLE VINYL und DELUXE VINYL – mit jeder Menge zusätzlichem Material bestückt wurde. LED ZEPPELIN I, das innovative Debüt vom Januar 1969, vereint schon sämtliche Tugenden des Quartetts: Kraftvoller bis rasanter Hard Rock (›Good Times, Bad Times‹, ›Communication Breakdown‹) paart sich wunderbar mit Balladeskem im Akustikgewand (›Babe I’m Gonna Leave You‹, ›Your Time Is Gonna Come‹) und urwüchsigen Blues-Adaptionen (›You Shook Me‹, ›I Can’t Quit You Baby‹). Psychedelisch Angehauchtes in Zeitlupe wie das Yardbirds-Überbleibsel ›Dazed And Confused‹ und die akustische Bert-Jansch-Hommage ›Black Mountain Side‹ zeigen ebenfalls virtuose Raffinesse. Als Zugabe gibt es den Konzertmitschnitt aus dem Pariser Olympia vom 10. Oktober 1969. Die Fortsetzung folgt neun Monate später mit dem internationalen Durchbruchswerk LED ZEPPELIN II, das in der Neuauflage mit zusätzlichem Work-In-Progess-Material und Unveröffentlichtem glänzt: Der Opener ›Whole Lotta Love‹, abgeleitet aus Willie Dixons ›You Need Loving‹, empfiehlt sich als Heavy-Metal-Prototyp. Auch für ›Bring It On Home‹ zeichnet ursprünglich Dixon verantwortlich, während ›The Lemon Song‹ auf Chester Burnett alias Howlin’ Wolf zurückgeht. Facettenreich zwischen Folk, Blues und Rock oszillieren ›What Is And What Should Never Be‹, ›Thank You‹ und ›Ramble On‹. ›Heartbreaker‹ und ›Living Loving Maid (She’s Just A Woman)‹ rocken derbe bis wüst. Aufhorchen lässt auch Schlagzeuger Bonhams Soloparadestück ›Moby Dick‹. Für den Nachfolger LED ZEPPELIN III intensiviert die Truppe den Akustikanteil – mag der knochentrockene Riff-Rocker ›Immigrant Song‹ zum Start zunächst auch auf die gewohnt harte Gangart verweisen. ›Friends‹ hypnotisiert im orchestralem Fernost-Gewand, als keltisch infiziert präsentiert sich das Traditional ›Gallows Pole‹, als Country grüßt ›Tangerine‹, und ›That’s The Way‹ tönt nach endlosen Autofahrten durch die Südstaaten der USA. Pub-Folk zum Fußstampfen offeriert ›Bron-Y-Aur Stomp‹. Zum Finale wird – wie zuvor schon vor bei Bert Jansch – abermals einem Kollegen Reverenz erwiesen: ›Hats Off To (Roy) Harper‹. Auch der Blues kommt mit ›Since I’ve Been Loving You‹ nicht zu kurz. Auf der Zusatz-CD finden sich weitere unveröffentlichte Studio-Fundstücke.