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Oasis – DEFINITELY MAYBE DELUXE EDITION

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MUSIC Music Reviews 102553Zigaretten und Alkohol: Jubiläumsausgabe eines Brit-Pop-Meilensteins.

Schon im Alten Testament erschlug Kain seinen Bruder Abel. Nicht ganz so drastisch, aber nicht minder spannungsreich gestaltet sich das brüderliche Beziehungsgeflecht im Pop- und Rock-Kontext. Ray und Dave Davies von The Kinks dienen stets als prägnantes Beispiel für ausgeprägten Bruderzwist. Aus jüngerer Zeit seien die Brüder Caleb, Jared und Nathan Followill von Kings Of Leon genannt. In denkbar unguter Erinnerung geblieben sind selbstverständlich auch Noel und Liam Gallagher. An deren permanenten Zankereien scheiterte 2009 wohl endgültig jene Formation, die 1994 mit ihrem Debüt DEFINITELY MAYBE den Brit-Pop einmal komplett runderneuerte: Oasis. Markiert der Erstling doch den Beginn einer kochenden Leidenschaft dies- und jenseits des Atlantiks. Denn tatsächlich gelang es der Truppe aus Manchester lange Jahre nach der Glanzzeit der British Beat Invasion in den Swinging Sixties auf Anhieb, auch beim amerikanischen Plattenkäufer vom Debüt rund eine Millionen Exemplare abzusetzen. Wer zum Auftakt so rotzfrech behauptet, sich heute Nacht wie ein ›Rock And Roll Star‹ zu fühlen, in ›Cigarettes And Alcohol‹ ungeniert ›Get It On‹ von T. Rex zitiert und sich auch noch herausnimmt, das Song-Schlusslicht ›Married With Children‹ nach einer legendären US-Sitcom (Eine schrecklich nette Familie) zu betiteln, der hat wahrlich Respekt verdient. Zum 20. Jubiläum ließen sich aus Archiven bislang ungehobene Schätze zutage fördern, die als reichhaltige Beigaben nun die beiden zusätzlichen CDs der DELUXE EDITION füllen: CD Nummer zwei fährt 16 Tracks, Scheibe Nummer drei gar 17 Tracks auf. Darunter finden sich Demos, B-Seiten, Akustikversionen, Konzertmitschnitte sowie weitere Kuriositäten.

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