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BOB MOULD – Schneller ist leichter

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Auf seinem ausgezeichneten neuen Album BEAUTY & RUIN sinniert Alternative-Rock-Pionier Bob Mould über das Thema Verlust und die Tücken des Älterwerdens, kehrt musikalisch allerdings endgültig zu der Rasanz seiner alten Bands Hüsker Dü und Sugar zurück.

Bob MouldBob Mould geht es blendend. Anstatt seine deutschen Promotermine mit einem hektischen Tagestrip nach Berlin abzuhaken, hat sich der 53-jährige Amerikaner gleich für ein verlängertes Wochenende in der Hauptstadt einquartiert, das Frühlingswetter genossen und den Zoo besucht, „um mit den Tieren zu sprechen“, wie er augenzwinkernd sagt. Jetzt sitzt der frühere Frontmann von Hüsker Dü und Sugar in einem Kreuzberger Plattenfirmenbüro und lässt seine letzten, nicht nur kommerziell immens erfolgreichen Jahre Revue passieren. Denn seine Autobiografie „See A Little Light“ („Die Lesereise dazu war großartig, weil ich dabei so viel direkten Kontakt zu meinem Publikum hatte wie seit meiner Solo-Akustik-Tour 1991 nicht mehr.“) und das zu seinen Ehren veranstaltete Tribute-Konzert in Los Angeles, bei dem ihm Künstler wie Dave Grohl, Ryan Adams, The Hold Steadys Craig Finn, No Age oder Spoons Britt Daniel die Ehre erwiesen („Es gibt nichts Schöneres, als Menschen, die du respektierst, deine Songs für dich singen zu hören!“), machten ihm erst so richtig bewusst, wie sehr Fans und Musikerkollegen sein Gesamtwerk als Alternative-Rock-Wegbereiter schätzen, ja verehren. Sein vor zwei Jahren erschienenes, allenthalben hochgelobtes Album SILVER AGE und die folgende Welttournee sollten deshalb eigentlich das sein, was Mould selbst „eine Ehrenrunde“ nennt. Doch dann schlug das Schicksal zu: Im Oktober 2012 verstarb sein Vater, der ihn einst zur Musik gebracht hatte. „Darauf kannst du dich mit nichts vorbereiten“, sagt er rückblickend. „Du liest davon in Büchern, siehst es in Filmen und hörst andere Menschen davon sprechen, aber bis du es selbst erlebst, bleibt es etwas völlig Abstraktes.“

Die Erfahrung hat tiefe Spuren bei Mould hinterlassen und sich auch auf sein neues Album BEAUTY & RUIN niedergeschlagen. Vor allem mit ›The War‹ versucht er, den Schmerz zu verarbeiten, und knüpft dabei nahtlos an Hüsker Düs ›Hardly Getting Over It‹ von 1986 an. Um diesen zentralen Song herum entstand ein viergeteiltes Werk mit konzeptionellem Überbau. An drei Songs zum Thema Verlust schließen sich drei reflektierende Nummern an, bevor sich drei Stücke mit Akzeptanz befassen und den Weg frei machen für die letzten drei Lieder mit Blick auf die Zukunft. „Es beginnt ziemlich düster und endet versöhnlich“, erklärt Mould den Aufbau. „Dahinter steckt kein Konzept wie etwa bei QUADROPHENIA, aber der Rahmen der vier Akte hat mir geholfen, die Geschichte voranzutreiben.“ Zur Seite standen ihm auch dieses Mal wieder Bassist Jason Narducy und Drummer Jon Wurster, mit denen Mould nun fast schon so lange zusammenarbeitet wie einst mit Hüsker Dü, und die bei BEAUTY & RUIN mehr Freiräume hatten als je zuvor. „Die Texte stammen nach wie vor allein von mir, aber wenn ich heute Demos aufnehme, sind sie viel weniger detailliert, weil ich weiß, dass Jason und Jon ohnehin noch bessere Ideen haben werden“, lobt er seine Mistreiter. Dass sich unter den neuen Songs gleich eine ganze Reihe Lieder befinden, die mit ihrem halsbrecherischen Tempo an die frühen Tage von Hüsker Dü erinnern, möchte Mould dagegen nicht überbewerten. „Langsam zu spielen verlangt nach viel mehr Präzision, und es gibt viel mehr Raum für Fehler“, erklärt er lachend. „Schnell zu spielen ist schlicht und ergreifend leichter!“

Massive – FULL THROTTLE

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massiveHier gibt es nur ein Gas: Vollgas

Mit Massive haben wir eine weitere australische Vollgasband geschenkt bekommen. ABER: Diese vier Rocker klingen – anders als viele ihrer Kollegen – nicht nach den Nationalhelden AC/DC.

Massive, die eine um vier zusätzliche Songs (zwei Bonus-Eigenkompositionen sowie zwei Cover) aufgepumpte Version ihres Debüts FULL THROTTLE veröffentlichen, vereinen die australische Dampfmaschinen-Mentalität mit klassischen Rock-Elementen und einer siffigen Sleaze-Rock-à-la-APPETITE-FOR-DESTRUCTION-GN’R-Attitüde. Dass sich Massive stark zu Guns N‘ Roses hingezogen fühlen, zeigt sich auf FULL THROTTLE in mannigfachen Formen. So fühlt man sich beispielsweise beim Anfangs-Riff von ›Lacey‹ schwer an ›Move To The City‹ erinnert, und die Power-Ballade ›Ghost‹ könnte ohne Probleme auch auf Slashs selbstbetitelten Soloalbum zu finden sein.

Das alles klingt so echt, ungeschminkt und erfrischend abwechslungsreich (›Dancefloor‹ imitiert brachial einen Dance-Beat, ›Now Or Never‹ ist eine schmissige Mitschnipp-Rock’n’Roll-Nummer und ›Best Of Both Worlds‹ endet mit riesigem Piano- und Gospel-Sound), dass sie es sich sogar erlauben können, AC/DC und Aerosmith zu covern und diese Lieder auf ihre Platte zu packen, ohne majestätsbeleidigend zu werden.

Nachtrag: Johnny Winters Tod offiziell bestätigt

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Johnny WinterNachdem seit heute Morgen vermehrt Gerüchte über den angeblichen Tod von Blueslegende Johnny Winter im Internet kursierten (wir berichteten), kam nun ein trauriges Statement von dessen Label.

Diese Pressemitteilung von Megaforce / Membran erreichte soeben die Redaktion von CLASSIC ROCK:

Der legendäre Bluesmusiker Johnny Winter ist am 16. Juli 2014 in seinem Hotelzimmer in der Schweiz verstorben. Winter, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, war noch zu Beginn des Monats auf Festivals in Europa aufgetreten. Nähere Informationen zur Todesursache sind nicht bekannt. Seine Frau, Familie und Bandmitglieder trauern um den Verlust des bekannten texanischen Gitarristen.

Die Stationen der Karriere Johnny Winters sind in die Musikgeschichte eingegangen. Winters Plattenvertrag mit Columbia galt Ende der sechziger Jahre als der größte seiner Art. Johnny Winter war stets umgeben von den größten Künstlern, von seinem Auftritt beim Woodstock Festival hin zum gemeinsamen Auftritt im Madison Square Garden mit Janis Joplin und Auftritt mit Jimi Hendrix – Hendrix am Bass, sein Freund John Lennon schrieb ihm zu Ehren ›Rock And Roll People‹. Er hat die Karrieren seiner Helden John Lee Hooker und Muddy Waters wiederbelebt, indem er ihre mit dem Grammy ausgezeichneten Comeback-Alben produziert hat. Der Dokumentarfilm „Johnny Winter: Down and Dirty“ von Greg Olliver („Lemmy“) feierte dieses Jahr beim SXSW-Festival in Austin Premiere und wurde von der Kritik bejubelt.

Erst vor kurzem hatte Winter noch die Veröffentlichung seines neuen Albums STEP BACK über Megaforce Records / Membran bekannt gegeben, das am 05. September erscheint, und Features von Künstlern wie Eric Clapton, Brian Setzer, Joe Perry, Joe Bonamassa und anderen enthält. Das Album folgt seiner letzten CD ROOTS von 2011, und wird posthum erscheinen.

Die Stones nach Europa-Tour mit Dankes-Video an die Fans

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1472836_10152097317288287_2003639999_nThe Rolling Stones am Ende ihrer Europa-Tournee…

14 Shows brachten die Rolling Stones auf ihrer „ON FIRE“ Europa-Tour in fast zwei Monaten hinter sich. Dabei waren sie mehr als 24.000 Kilometer unterwegs und haben über 782.000 Fans mit glücklichen Gesichtern zurückgelassen.

Bei jenen bedanken sie sich nun mit folgendem Video, in dem sie ihren Roadtrip Revue passieren lassen:

Auch CLASSIC ROCK gehört zu den Glücklichen, die dabei waren. Eine Live-Review zum Berliner Konzert der Rolling Stones könnt ihr in unserem nächsten Heft lesen, das ab 14. August im Handel ist.

Gerüchte um Tod von Blueslegende

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Johnny WinterLaut mehreren Quellen soll Blueslegende Johnny Winter in den frühen Morgenstunden in Zürich während seiner Europa-Tour verstorben sein.

Jenda Derringer, Ehefrau von Winters jahrelangem Bandkollegen Rick Derringer, veröffentlichte vor eingen Stunden folgenden Post auf ihrer Facebook-Seite:

 

Weitere Quellen im Umfeld des Musikers bestätigten diese Aussage. Laut diesen soll Winter heute Nacht in Zürich verstorben sein. Genaue Details sind jedoch noch nicht bekannt.

Musiker zeigen sich bestürzt. Wie Scott Holiday von den Rival Sons:

 

Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Neuer Song aus kommendem Album im Stream

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TomPetty_SamJonesTom Petty & The Heartbreakers haben den Song ›Fault Lines‹ aus ihrer kommenden Platte veröffentlicht. Hört hier den Stream:

Das neue Album HYPNOTIC EYE erscheint am 25. Juli. CLASSIC ROCK verrät euch jetzt schon, wie es klingt. HIER geht es zur Review.

Tom Petty & The Heartbreakers – HYPNOTIC EYE

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Petty, TomEr ist wieder da!

Schon mit den ersten, beinahe AC/DC-artigen Takten von ›American Plan B‹ ist klar, dass bei Tom Petty die Zeiten des MOJO-Blues endgültig vorbei sind. Komischerweise erneut fast parallel zu Herrn Springsteen entdeckt der andere große amerikanische Geschichtenerzähler die Härte und den Charme der frühen Tage. Wir sind also wieder in den 70ern. Gut so. ›Faultlines‹ beginnt fast wie die Lemonheads-Version von ›Mrs. Robinson‹, bevor Mike Campbell dem Song eine ähnliche Magie wie einst ›Boys Of Summer‹ verleiht. Die Coolness von ›Full Grown Boy‹ und ›Sins Of My Youth‹ kann nur eine Band so rüberbringen, ›Power Drunk‹ besitzt trotz seiner Langsamkeit eine lang nicht mehr gehörte Heavyness, ›All You Can Carry‹ und ›You Get Me High‹ sind Riffrocker besten Kalibers, ›Burnt Town Town‹ klingt nach ZZ Top und ›Shadow People‹ ist ein würdiger, atmosphärischer Abschluss alter Schule.

Wer Tom Petty und seine Heartbreakers nach den letzten, altersmilden Werken bereits abgeschrieben hatte, wird hier mehr als positiv überrascht sein. Mit Abstand ist HYPNOTIC EYE das beste Petty-Album seit INTO THE GREAT WHITE OPEN von 1991. Wurde auch Zeit. Und Eddie Vedder hatte natürlich Recht: Petty-Songs sind per se Klassiker.

Alan Parsons & Ian Anderson: Zwei Herren rocken München

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Ian Anderson.(Jethro Tull)Am gestrigen Dienstag standen gleich zwei Großkaliber des CLASSIC ROCK auf der Bühne der Musik-Arena auf dem Münchner Tollwood. Für drei Stunden teilten sich Jethro Tull-Front-Flöter Ian Anderson und Alan Parsons dort brüderlich die Bühne.

Die Doppel-Headlinershow beginnt pünktlich um 19:00 Uhr in dem restlos gefüllten, riesigen Zelt. Ein überraschend (demografisch) bunt gemischtes Publikum drängt sich eng an eng, als zuerst Ian Anderson in bekannter Rattenfänger-Manier zu einem knapp eineinhalb-stündigen Set ansetzt. Angekündigt ist eine Best-Of-Auswahl und dieses Versprechen hält Anderson. Unterstützt von einer relativ jungen und perfekt ineinandergreifenden Band bietet er vorwiegend Klassiker aus Jethro Tull-Zeiten. Anderson scherzt und verzichtet auch in seinem 67. Lebensjahr nicht darauf, tasmanisch über die Bretter zu teufeln und auch sein einbeiniger Stand ist noch immer stabil.
Mit Nummern wie ›Too Old To Rock’n’Roll: Too Young To Die‹ und ›Songs From The Wood‹ packt Anderson Teile des Publikums so sehr, dass man sogar einige der gestandenen Rockfans tranceartig in der Musik davon tauchen sieht. Beschlossen wird Andersons auftritt mit einer imposanten, knapp acht-minütigen Fassung des obligatorischen ›Locomotive Breath‹

Seht hier Ian Andersons Finale ›Locomotive Breath‹ live auf dem Tollwood-Festival 2014:
Knapp acht Minuten dauerte Ian Andersons Schlussstück ›Locomotive Breath‹.

 

Savoy Hotel - Exklusiver FototerminNachdem die Zuschauer sich in der Umbaupause im Freien vom schwülen Klima in der Musik-Arena erholt haben, ist die Zeit für Alan Parsons und sein Live Project gekommen. Der legendäre Toningenieur (Beatles, Pink Floyd) und seine hochqualifizierten Musiker überzeugen an diesem Abend vollkommen. Wesentlich lebendiger und weniger mechanisch wirkt die Show, als man dies vielleicht erwarten könnte. Auch Parsons‘ Set setzt sich aus Best-Of-Stücken zusammen. So bietet Parsons, der sich dezent an Gitarre und Keyboard im Hintergrund hält, den mitsingenden Fans eine hitlastige Liste an Songs: Das von Parsons wie auch Anderson gleichermaßen entrückte Publikum bekommt neben einer Auswahl aus dem 1980er Album THE TURN OF A FRIENDLY CARD natürlich auch ›Eye In The Sky‹ und ›The Raven‹ geboten. So ließ dieser Abend nichts – außer dem tragischerweise 2009 verstorbenen Eric Woolfson – vermissen.

Seht hier Alan Parsons Live Project live in München mit ›Breakdown‹ und ›Raven‹: