Rock in der Krise (Teil 11): Frauen im Rock

Im Symphonic Rock und Metal sind umwerfende Gothic-Ladies wie Tarja Turunen (Ex-Nightwish) oder Sharon den Adel, Sängerin der niederländischen Symph-Rock-Veteranen Within Temptation, gar tonangebend. In Europa treten Frauen so in den theatralischen oder ex-tremeren Randbereichen dieses Genres verstärkt auf den Plan, von den symphonisch-dramatischen Eternal Dream bis zu den dreckig-rockigeren Crucified Barbara.

„Wenn man den Erfolg eines Genres betrachtet, etwa Rock, läuft es darauf hinaus, zu wem man aufblicken kann“, so den Adel. „In Europa gibt es eine ganze Reihe von Rockbands mit Frontfrauen. Aber weil sie in so einem ‚Nischen‘-Bereich agieren, nimmt nicht jeder Notiz von ihnen. Rock im Allgemeinen ist im Radio nicht mehr sehr präsent. In Amerika ist es sogar noch schlimmer. Evanescence schafften es, aber für andere solche Bands ist es schwer, außer sie machen Pop oder Country.“

Hin und wieder ist es natürlich auch einfach bloß simple, unverblümte Ignoranz, die sich auf die Position von Frauen im Rock und in der Musik generell auswirkt. Letztes Jahr schrieb Lauren Mayberry, Sängerin von Chvrches, in einem Blog für den Guardian über die schockierenden sexistischen Beleidigungen, denen sie sich im Internet ausgesetzt sah. Es war eine ernüchternde Bestätigung der „Feiglingskultur“, die durch soziale Netzwerke und Online-Foren gesät wurde und uns die Freiheit gibt, alle möglichen gedankenlosen Boshaftigkeiten zum Ausdruck zu bringen, ohne jemals eine Reaktion von Angesicht zu Angesicht befürchten zu müssen.

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