Robben Ford – INTO THE SUN

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Robben Ford – INTO THE SUN

robben ford into the sunGelungenes Understatement.

Der 63-Jährige ist ein alter Hase im Geschäft und kooperierte in seiner langen Karriere mit so unterschiedlichen Künstlern wie Kiss, Barbra Streisand und Ricky Lee Jones. Auch auf seinem neuesten Werk sind einige Musikerkollegen zu hören, die man nicht auf Anhieb mit ihm in Verbindung bringen würde: Warren Haynes von Gov’t Mule zum Beispiel oder Southern Rocker Tyler Bryant. Das Ergebnis? Eine schillernde Melange aus Blues, Pop, Jazz, dezentem Funk, New-Orleans-Zutaten und einer großen Prise Understatement. Es braucht eine Weile, bis einem aufgeht, wie raffiniert auf INTO THE SUN mit Sounds und Rhythmen gespielt wird. Mal fühlt man sich an Johnny Guitar Watson erinnert, mal an Little Feat. Beim vierten Hören schließlich erhält man ein Gefühl für den Nuancenreichtum, den Ford in zunächst unspektakulär wirkende Songs wie ›Rainbow Cover‹ und ›So Long 4 U‹ tröpfeln lässt. Schließlich aber öffnen sich die Tracks und nehmen einen mit ihrer akkuraten Lässigkeit gefangen. Kredenzt, in elffacher Dosis, wird ein heißes Gebräu, das wie eine Droge wirkt. Perlende Gitarrensoli und ein zurückhaltender Gesang – fast schon hinterhältig weiß Robben Ford den Hörer zu bestricken. Wenn dann zum Abschluss ›Stone Cold Heaven‹ aus den Boxen blubbert, ist man weich in den Knien und schüttelt sich, weil das alles so großartig, konzentriert und uneitel ist.

© classicrock.net

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