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AC/DC: Sollen 2024 zwei Konzerte in München geben

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Bereits seit längerem brodeln die Gerüchte um eine 2024 in München stattfindende AC/DC-Show, jetzt hat der Oberbürgermeister der Stadt diese Gerüchte in einer Stadtratsitzung bestätigt und so eine große Welle an Spekulationen über eine Welttournee losgetreten, die eigentlich noch geheim gehalten werden sollte. Laut Berichten der Süddeutschen Zeitung sollen AC/DC im Juni 2024 gleich zweimal im Olympiastadion spielen.

Geddy Lee: Über das „schlechteste“ Album von Rush

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In einem jüngsten Interview mit Louder sprach Geddy Lee über seine Einflüsse, den Backkatalog von Rush und darüber, welches das wohl schlechteste Album ist, das er und seine Bandkollegen jemals gemacht haben. „Da fällt mir sofort CARESS OF STEEL ein. Doch ich kenne so viele Fans, die diese Platte lieben. Dafür hat PRESTO viele Fans enttäuscht, das Songwriting war etwas flach.“

Baroness: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche

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STONE ist deutlich psychedelischer, streckenweise auch folkiger geworden als alles, was die Sludge-Rocker Baroness bisher abgeliefert haben. Trotzdem ist die Scheibe natürlich auch wieder verdammt heavy. Wir sprachen mit Sänger, Gitarrist und Cover-Illustrator John Baizley über die Entstehung des neuen Longplayers.

„Wir haben die Platte live aufgenommen – mit allen vier Mitgliedern in einem Raum. Und zwar jeden Track direkt nachdem wir ihn fertig geschrieben hatten“, beginnt das Band-Mastermind unser Gespräch. „Schon als wir uns 2019 daran machten GOLD & GREY einzuspielen, wusste ich, dass wir damit ein künstlerisches Kapitel schließen würden. Insofern passte es dann auch, bei diesem Album komplett neue Wege zu gehen“, erklärt John Baizley. „Wir erfüllten uns einen Wunsch, den ich seit Abschluss der Sessions zu unserem Debüt hegte: Wir haben uns selbst produziert. Wenn du ein Studio mietest und einen Producer sowie einen Toningenieur bezahlst, willst und kannst du keine Zeit verschwenden. Du musst zusehen, dass du fertig wirst, weil sonst alles immer teurer wird.“ Für Experimente, die natürlich auch mal schieflaufen können, sei dann einfach kein Raum. „Genau das ist es aber, was ich immer wollte – herumprobieren und sehen, was bei dem einen oder anderen vielleicht etwas abseitigen spontanen Einfall herauskommt. Also haben wir dieses Mal im Vorfeld beschlossen, alles selbst zu machen. Mit unserem eigenen Equipment. Die einzigen Kosten, die anfielen, waren die für die Hütte in den Bergen, die wir dafür gemietet hatten. Es war wunderbar und genau so kreativ und kollaborativ, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.“

„Ein entscheidender Faktor war auch, dass es dieses Mal keinen Besetzungswechsel gab“, erklärt Baizley. „Es ist tatsächlich das erste Mal in zwei Dekaden Baroness, dass wir mit einem bestehenden Line-up ein zweites Album aufnehmen konnten. Bisher hat es immer irgendwelche Aus- und Einstiege gegeben, bevor es dazu kam. Neue Leute mussten eingearbeitet werden. Man wusste nicht, ob und wie sie im Studio funktionierten, ob wir in einer solch intensiven Situation menschlich miteinander klarkommen würden und so weiter. Also sind wir auf Nummer sicher gegangen. Dank der Arbeit an GOLD & GREY und der folgenden Tournee war diesmal klar, dass wir harmonierten und aufeinander zählen konnten. Das ist wichtig. Denn wir hatten ja niemanden dabei, der gegebenenfalls einschreiten oder sonst wie zwischen uns vermitteln konnte. Wir waren da oben nur zu viert – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für einen kompletten Monat.“ Als die Grundgerüste der Stücke standen, machte sich Gitarristin Gina Gleason zu Hause daran, ihre Soli auszuarbeiten, während Baizley eigentlich Texte schreiben wollte.

„Ich war allerdings wie blockiert. Wir hatten all diese großartige Musik aufgenommen, doch mir fielen keine substanziellen Worte dazu ein“, durchlebt er noch einmal kurz die Verzweiflung, dieser wochenlang spürte. „Ich hatte keine Ahnung woran es lag. Es war zum Verrücktwerden. Ich hockte herum und bekam einfach nichts zustande. Nicht einmal in Bezug auf mein anderes Betätigungsfeld, die Malerei, ging etwas – ich war völlig ratlos.“ Das alles passierte noch während des Lockdowns, wie er sich erinnert. „Zum ersten Mal, seit die Gruppe existierte, saß ich länger als ein paar Tage zu Hause herum. Sonst hatten wir ja immer entweder Studiotermine oder aber Tourneen auf der Agenda. Doch nun gab es
nichts davon. Irgendwann dämmerte mir, dass es daran liegen musste. Und tatsächlich: Nachdem wir endlich wieder unsere ersten Shows spielten, klappte es dann auch mit dem Texten. Ich bin ein Mensch, der mit anderen interagieren will und muss. Im Vakuum geht bei mir offenbar gar nichts.“

Ozzy Osbourne: Ozzfest-Doku soll endlich erscheinen

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Nach zwei Jahrzehnten Wartezeit hat Sharon Osbourne nun endlich grünes Licht für die Dokumentation „We Sold Our Soul For Rock’n’Roll“ gegeben. Der Film wurde im Jahr 1999 während des „Ozzfests“ gedreht und zeigt Auftritte von Black Sabbath, Slipknot, Rob Zombie, System Of A Down und mehr.

Gedreht wurde das Zeitdokument von Regisseurin Penelope Spheeris, die u.a. für die Regie des Kultstreifen „Wayne’s World“ verantwortlich zeichnete. Jetzt soll Ozzys Ehefrau Sharon Osbourne endlich der Veröffentlichung zugestimmt haben. Ozzy Osbourne selbst teilte in einem jüngsten Interview mit dem britischen Metal Hammer mit, dass er an einem neuen Album arbeite und 2024 auch wieder live auf der Bühne stehen möchte.

Kiss: Letzte Show wird live übertragen

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Am 2. Dezember spielen Kiss ihre allerletzte Show im Madison Square Garden in New York. Wer keine Tickets für das Spektakel ergattert hat, kann das Konzert nun entspannt im heimischen Wohnzimmer verfolgen. Gegen eine Gebühr von 14,99$ kann man die Show auf ppv.com anschauen.

Duff McKagan: Wünscht sich Kollaboration mit Bob Dylan

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Als Duff McKagan 2019 sein Album TENDERNESS veröffentlichte, wurde der Singer/Songwriter und Bassist von Guns N‘ Roses von niemand Geringerem als Bob Dylan höchstpersönlich für seinen Song ›Chip Away‹ gelobt. Im Interview zu seinem aktuellen Album LIGHTHOUSE verriet uns McKagan: „Ich weiß noch, dass es an einem Dienstagabend war. Plötzlich bekam ich ständig Nachrichten von Freunden auf der ganzen Welt. Sogar Axl meldete sich bei mir und meinte: ‚Dude, hast du das gesehen?‘ Für die Musik, die ich schreibe, ist das wohl die größte Ehre, die einem zuteil werden kann. Ich kenne ihn nicht persönlich, der Mann ist schließlich Bob Dylan. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll.“

Im Interview mit unseren britischen Kollegen von CLASSIC ROCK verriet er außerdem, wie er damals auf Dylans Lob reagierte: „Ich schickte ihm eine Deluxe-Version von TENDERNESS mit einer handgeschriebenen Karte, auf der zu lesen war: ‚Vielen Dank für deine lieben Worte, hier ist mein Album. Und falls du jemals gemeinsam einen Song schreiben möchtest…“

Lest jetzt unser großes Interview mit Duff McKagan in der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK. Hier versandkostenfrei bestellen.

Video der Woche: Motörhead ›Ace Of Spades‹

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Heute gedenken wir einem der tierischsten Drummer der Rockwelt: Phil Taylor, alias Filthy Animal. Der ehemalige Schlagzeuger von Motöthead verstarb heute vor acht Jahren.

„We are Motörhead, and we play Rock’n’Roll“ – das war die Devise der Band um Lemmy Kilmister, ein Satz, der stellvertretend für alles steht, was diese Gruppe ausmachte. Der wohl berühmteste Song des Trios ist ›Ace Of Spades‹ aus ihrem gleichnamigen Album von 1980.

Der Text des Songs kann als eine Allegorie auf das Leben gesehen werden – wenn auch auf eher banale Weise. Kilmister sagte einmal dazu: „Ich benutzte Glücksspiel-Metaphern, größtenteils Karten und Würfel. Wenn es um Glücksspiel geht, stehe ich eigentlich mehr auf Spielautomaten, aber man kann nicht wirklich über rotierende Früchte und herunter kommende Rädchen singen. Das meiste in dem Song dreht sich um Poker.“

Und während ›Ace Of Spades‹ immer noch einer der Favoriten der Fans ist, war Lemmy dem Song nach einer gewissen Zeit meist überdrüssig: „Um ehrlich zu sein, obwohl ›Ace Of Spades‹ ein guter Song ist, hängt er mir inzwischen zum Hals raus. Zwei Jahrzehnte später denken die Leute, wenn sie an Motörhead denken, an ›Ace Of Spades‹. Wissen Sie, wir sind nach dem Album nicht zu Salzsäulen erstarrt. Wir hatten seither noch ein paar gute Veröffentlichungen. Aber die Fans wollen es hören, also spielen wir es immer noch jeden Abend. Was mich betrifft, ich habe genug von dem Song.“

Control Room Heroes: Mutt Lange – wie ein scheues Reh

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Nein, Robert „ Mutt“ Lange legt keinen gesteigerten Wert auf ein extrovertiertes Promileben im Fokus der Öffentlichkeit. Er lässt offenbar lieber seine Arbeit sprechen. Darunter BACK IN BLACK ,das drittmeistverkaufte Album dieses Planeten.

Robert „Mutt“ Lange ist der lebende Beweis dafür, dass die Begeisterung für Rock’n’Roll auch in der Diaspora prächtig gedeihen und sogar spätere Superstars hervorbringen kann. Geboren 1948 in Nord-Rhodesien (dem heutigen Sambia) und aufgewachsen im südafrikanischen Durban, gründete der Sohn eines Bergbauingenieurs mit 21 Jahren seine erste Band namens Sound Reason.

Die agierte zwar nicht übermäßig erfolgreich, was leider auch auf seine Nachfolge-Combo Hocus zutraf, doch der Grundstein war zumindest gelegt. Robert Lange traf daraufhin drei richtige Entscheidungen: Er siedelte Anfang der 70er-Jahre nach Großbritannien über, hängte seine Karriere als Bühnenkünstler an den Nagel und verlegte sich stattdessen auf die Musikproduktion. Mit Künstlern wie Kevin Coyne, Graham Parker und der Band City Boy, deren Alben er ab 1976 betreute, generierte er erste Aufmerksamkeit, das von ihm produzierte Debütalbum der Boomtown Rats enthielt dann mit ›Lookin’ After No. 1‹ einen wahrhaft prophetischen Titel: Die Single ›Rat Trap‹ vom Nachfolgewerk A TONIC FOR THE TROOPS landete tatsächlich auf Platz 1 der britischen Charts und markierte damit Langes Durchbruch.

Der Lockenkopf aus dem fernen Afrika war nun also endgültig in Londons Musikszene angekommen, was natürlich weitere lukrative Aufträge nach sich zog – und nicht irgendwelche. Seit 1979 und HIGHWAY TO HELL für AC/DC tätig, verantwortete er auch deren absoluten Megaseller BACK IN BLACK, darüber hinaus Foreigners 4 mit den Welthits ›Juke Box Hero‹ und ›Urgent‹, PYROMANIA und HYSTERIA von Def Leppard sowie Bryan Adams’ WAKING UP THE NEIGHBOURS. Unter anderem, wohlgemerkt, denn Lange, seit den 80er-Jahren gewiss einer der Großmeister des radiotauglichen Mainstream-Rock, offenbarte stets auch eine Affinität zum hochkommerziellen Pop, was altgediente AC/DC-Fans durchaus ein wenig irritierend finden durften.

Er produzierte etwa Alben oder einzelne Stücke von und für Celine Dion, Lady Gaga, die Backstreet Boys und Britney Spears. Die offensichtliche Absenz von musikalischen Berührungsängsten steht dabei in krassem Gegensatz zu Langes öffentlichem Auftreten, oder besser gesagt: seiner mittlerweile konsequenten Nicht-Existenz. Der Mann, der 17 Jahre lang mit der Country-Pop-Sängerin Shania Twain verheiratet war, fünf Grammy-Awards einsacken durfte und als überzeugter Vegetarier sowie Abstinenzler gilt, macht sich nämlich seit vielen Jahren ziemlich rar. Robert „Mutt“ Lange meidet Inter-
views, lässt sich ungern fotografieren und verbringt heute die meiste Zeit zurückgezogen in seinem Domizil am Genfer See. Es sei ihm vergönnt. Und wer zum Schluss noch unbedingt wissen will, was das „Mutt“ in seinem Namen bedeutet: „Köter“, ein Spitzname, der ihm seit Kindheitstagen anhaftet. Also doch kein Reh.