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The Rolling Stones: Remix von ›Mess It Up‹

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Nach der Veröffentlichung ihres neuen, gefeierten Albums HACKNEY DIAMONDS gibt es jetzt einen Remix von ›Mess It Up‹ von den Rolling Stones. Für die Fusion von Rock’n’Roll und Electro sorgt GRAMMY-Gewinner Purple Disco Machine. Ein Lyric-Video begleitet den Remix.

The Kinks: Ray Davies hat „viele unfertige Songs“ herumliegen

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In einem jüngsten Interview mit Ray Davies gab dieser zu Protokoll, dass er etwa 20 unfertige Songs auf Halde liegen hat, zu denen auch sein Bruder Dave Davies sowie Drummer Mick Avory beigetragen haben. „Es gibt zwei oder drei Lieder, die ich fertigstellen möchte. Und wenn sie fertig sind, werde ich das ganze Ding zusammenstellen.“; so Ray Davies gegenüber NME.

In der Geschichte der Kinks hat es schon viele Gerüchte um eine mögliche Reunion gegeben, doch meistens wurden solche Hoffnungen durch die schwierige Beziehung zwischen den beiden Davies-Brüdern zerschlagen. Ob man diese neuen, unfertigen Songs, von denen Ray Davies jüngst sprach, jemals hören wird, ist daher aktuell nicht absehbar.

Heute erscheint THE JOURNEY – PART 2, der zweite Teil der Jubiläumsanthologie der Kinks. Darauf finden sich Singles, B-Seiten, Albumtracks und sechs neue Ray Davies-Mixe inklusive drei bislang unveröffentlichten Live-Auftritten aus dem New Victoria Theatre in London, aus dem Jahr 1975.

W.A.S.P.: „Es ist doch nur verdammter Rock’n’Roll“

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Gehetzt von selbsternannten Hütern der unverdorbenen Jugend, verfolgt von religiösen Gruppen und angeschossen, hätten W.A.S.P. aufgeben können. Doch nach 40 Jahren „sind wir immer noch hier“, wie Bandboss Blackie Lawless sagt. „Und ich bin mir sicher, dass einige Leute darüber nicht sehr glücklich sind.“ Anlässlich des neuen Box-Sets THE 7 SAVAGE 1984-1992 blickt Lawless auf die Historie seiner Band zurück:

Blackie Lawless wusste, dass die Dinge aus dem Ruder gelaufen waren, als jemand versuchte, ihn zu töten. Es war 1985 und das Mastermind hinter den kontroversen Schockrockern W.A.S.P. war Amerikas neuester Lieblings-Buhmann. Warum die puritanische Rechte so großen Anstoß an Lawless und seiner Band nahm, ist nicht wirklich klar. Vielleicht lag es daran, dass ihr Name angeblich für „we are sexual perverts“ stand. Oder dass ihre erste Single ›Animal (Fuck Like A Beast‹ eine lechzende Ode an den Sex war, auf deren Cover Lawless’ Schritt in Nahaufnahme zu sehen ist, bedeckt von einem lächerlichen Kreissägen-Lenden-schurz. Es könnten aber auch ihre berüchtigten Konzerte gewesen sein, bei denen Oben-ohne-Models an Gerüste gefesselt waren und der Frontmann rohes Fleisch ins Publikum warf. Aber wer weiß … Doch zurück zu diesem angeblichen Mordversuch.

Lawless hatte damals ein Haus in den Hollywood Hills, umgeben von Büschen und Gestrüpp. An jenem Tag schlenderte er mit seinen 1,94 nach draußen und sah 30 oder 40 Meter entfernt irgendeinen Typen, der ihn beobachtete. Als er bemerkte, dass Blackie ihn gesehen hatte, sprang er ins Gebüsch. „Seltsam“, dachte sich Blackie, als er in einen 1967er Jaguar E-Type stieg, den ihm seine Verrufenheit gekauft hatte, und ihn anließ, um ins Studio zu fahren, wo W.A.S.P.gerade ihr zweites Album THE LAST COMMAND aufnahmen. Als er auf den Freeway fuhr, wurde es jedoch brenzlig. Als die Tachonadel 55 Meilen [88 km/h] erreichte, löste sich eines seiner Vorderräder und rollte vor ihm weg. Der Wagen begann, über alle vier Spuren zu schleudern, und während Lawless mit dem Lenkrad kämpfte, sah er im Rückspiegel, dass ein Schwerlastwagen auf ihn zu donnerte. „Das war’s“, dachte er, „genau hier werde ich sterben.“ Doch das tat er nicht. Er trat auf die Bremse, der Trucker trat auf die Bremse, überall war Rauch, und nach ein paar panischen Sekunden kam der Jaguar zum Stillstand, ebenso wie – wundersamerweise – der Lkw. Der Abstand zwischen den beiden betrug nur wenige Meter. Als Blackie Lawless den Wagen dann in eine Werkst att zu einem Mechaniker brachte, den er kannte, servierte der ihm die schockierende Nachricht: „Die Räder wurden sabotiert. Du solltest tot sein“. Heute, fast vier Jahrzehnte später, blickt Lawless entspannt auf diesen vermutlichen Anschlag auf sein Leben zurück: „Ich würde sagen, die meisten Fans sahen das, was wir machten, als radikal. Vielleicht zehn Prozent erkannten den Humor darin. Doch die ältere Generation betrachtete uns als etwas absolut Gefährliches und fand, dass man uns aufhalten musste.“

Hier geht’s zum neuen Boxset von W.A.S.P.: https://madfish.lnk.to/WASP_The_7_Savage

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Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine

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Titelstory: 50 Jahre HELLO! – Status Quo über ihren Albumklassiker

„Zur Zeit von HELLO! konnte uns niemand das Wasser reichen, wir waren die Band der Stunde“,
hielt Rick Parfitt ein Jahr vor seinem Tod fest. „Nette Platte“, sagt Francis Rossi dagegen lapidar. Prägnanter könnte man die gegensätzlichen Charaktere der beiden Bandchefs nicht zusammenfassen. Fest steht: Das Album, das heuer 50 wird, bescherte Status Quo ihre erste Nummer eins – der Weg zur Karriere als Botschafter des Boogie-Rock war bereitet. In unserer Titelstory kommen tatsächlich alle Beteiligten von damals ein letztes Mal gesammelt zu Wort. Dazu gibt’s ein Interview mit Rossi –
unterhaltsam und ungeschminkt wie immer.

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Rod Stewart: „Was ich dich schon immer fragen wollte, Rod…“

Sir Rod Stewart erzählt im Zwiegespräch mit unserem Gastautor Bryan Adams von seiner
Musik, dem Leben auf Tour, den Schwierigkeiten, bei der Jeff Beck Group bezahlt zu werden,
seiner Leidenschaft für Modelleisenbahnen, seinem „großen Glück“ und mehr.

W.A.S.P.: „Es ist doch nur verdammter Rock’n’Roll“

Gehetzt von selbsternannten Hütern der unverdorbenen Jugend, verfolgt von religiösen Gruppen und angeschossen, hätten W.A.S.P. aufgeben können. Doch nach 40 Jahren „sind wir immer noch hier“,
wie Bandboss Blackie Lawless sagt. „Und ich bin mir sicher, dass einige Leute darüber nicht sehr glücklich sind.“

WASP Winged Assassins

Elton John: Folge dem Traumtänzer

Im Dezember 1973 beendete Elton John eine triumphale Tournee durch Großbritannien. Diese 13 Shows setzten einem unglaublichen Jahr die Krone auf, in dem sein Album GOODBYE YELLOW BRICK ROAD mit reichlich Stil seinen Status als globaler Superstar untermauerte.

The Struts: „Is this the real life?

Es gab wilde Nächte, schlechte Entscheidungen, das Hochstapler-Syndrom und vieles
mehr, doch The Struts hörten nie auf, die Größten und Besten sein zu wollen.

Außerdem in dieser Ausgabe: U2, AC/DC, Fleetwood Mac, Thunder, Cher und viele mehr!

Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK – jetzt versandkostenfrei online bestellen: CLASSIC ROCK #125

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Uncle Lucius, Todd Snider, Dirty Sound Magnet, The Sonic Brewery und mehr!

C2C: Das Country To Country kehrt zurück!

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Für alle Fans von Country und Americana ist das kommende „Country To Country“ Festival in Berlin ein absolutes Muss. Nach drei Jahren Pause findet das größte Country-Musikfestival Europas 2024 nun endlich wieder in der „Verti Music Hall“ und auf den Tagesbühnen rund um den Mercedes-Platz statt und huldigt diesem vielleicht amerikanischsten aller Genres. Zahlreiche Künstler und Künstlerinnen, Bands, Stars und Newcomer werden an dem Wochenende im März auf der Bühne stehen und täglich fast 12 Stunden Live-Musik für das Publikum abliefern. Am Samstag kann man im Hauptprogramm Stephen Wilson Jr. Lauschen – der Singer/Songwriter aus Indiana bezeichnet seine Mischung aus Grunge, Country und Indie als „Death Cab For Country“.

Alana Springsteen by Clilyx Mason

Energiegeladenen Rock’n’Roll im Stile von George Strait oder Elvis Presley gibt es von Drake Milligan aus Texas zu hören, Jackson Dean singt sich mit seiner rauen Stimme in die Herzen der Anwesenden, die junge Lauren Alaina verzaubert das Publikum mit ihrer einzigartigen Stimme und Old Dominion fegen mit ihrer Mischung aus Country, Rock, Soul und Pop als Headliner über die Bühne. Am Sonntag teilen sich Randall King, der von Pandora und Country Now als „Country Artist To Watch 2022“ betitelte Künstler, die 21-jährige Alaina Springsteen und Mainact Brad Paisley, einer der berühmtesten Country-Exporte Nashvilles mit zahlreichen Auszeichnungen und Nominierungen, die Bühne in der Verti Music Hall. Außerdem zu bestaunen gibt es die Tournee-Reihe „Introducing Nashville“, in deren Rahmen aktuelle Künstler und Künstlerinnen aus Nashville ihre Songs und die dazugehörigen Geschichten vorstellen. Kuratiert und präsentiert wird diese Show von der „Country Music Association“. Als große Überraschung wird es 2024 außerdem eine fünfte Performance auf der großen Bühne des „Country To Country“ geben.

Country To Country 2024:

02.03.24 Berlin, Verti Music Hall

03.03.24 Berlin, Verti Music Hall

Sammy Hagar: Lädt David Lee Roth zu sich auf Tour ein

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Sammy Hagar lädt David Lee Roth und Alex Van Halen dazu ein, 2024 mit ihm auf Tour zu gehen. Schließlich wolle der Red Rocker nächstes Jahr seine Setlist mit zahlreichen Van-Halen-Songs spicken. In einem Interview mit Radiolegende Howard Stern meinte Hagar:

„Es ist an der Zeit, niemand sonst kümmert sich darum. Wenn Dave auf Tour geht, kann er mein Zeug nicht singen. Aber wir könnten einige frühe Van-Halen-Nummern spielen. Damit hätte ich kein Problem, ich habe diese Lieder ja auch gesungen, als ich in Van Halen war. Das soll eine Feier von Van Halen sein und wir sind die einzigen, die das tun können.“

Hagar wird mit seiner Band The Circle auftreten, dabei sind Van-Halen-Bassist Michael Anthony, außerdem wird Joe Satriani auf der kommenden Tour Gitarre spielen.

W.A.S.P. : THE 7 SAVAGE 1984-1992

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Ausgestoßene und Außenseiter

Die Karriere von W.A.S.P. und Frontmann Blackie Lawless war stets geprägt von Kuriositäten und Skandalen. Von stetigen Besetzungswechseln und zwischenzeitlichen Auflösungen. Aber auch von guten (W.A.S.P.) bis extrem tollen Alben (THE HEADLESS CHILDREN, THE CRIMSON IDOL). Doch der Reihe nach. Schon im Vorfeld des Debüts (das entweder W.A.S.P., WINGED ASSASSINS oder I WANNA BE SOMEBODY [8 Punkte] heißt) kracht es zwischen Label und Band, als Erstgenanntes den Schwanz einzieht und den Opener ›Animal (Fuck Like A Beast)‹ ob des kontroversen Titels von der Platte verbannt. W.A.S.P. wird dennoch zu einem Erfolg, dank ›I Wanna Be Somebody, ›L.O.V.E. Machine‹ und der Ballade ›Sleeping (In The Fire)‹. Auch THE LAST COMMAND (6) und insbesondere die Hit-Singles ›Blind In Texas‹ und ›Wild Child‹ kommen an – das Werk wird mit Platin ausgezeichnet. INSIDE THE ELECTRIC CIRCUS (5) gerät indes nicht sonderlich gut – eine recht dröge Angelegenheit. Lawless wechselt hier zur Rhythmus-Gitarre, den Bass übernimmt dafür Johnny Rod, der zuvor bei King Kobra aktiv war. THE HEADLESS CHILDREN (9) wird anschließend zum Triumph – W.A.S.P. und Lawless sind erwachsen geworden und hauen einen echten Klassiker raus. Fast jeder Track ein Gewinner: der opulente und bombastische Opener ›The Heritic (The Lost Child)‹, das nicht minder dramatische ›The Headless Children‹, das Who-Cover ›The Real Me‹, das üppige ›Thunderhead‹ und die Hit-Ballade ›Forever Free‹. ›Mean Man‹ ist Gitarrist Chris Holmes gewidmet, der hier zunächst seinen letzten Aufritt in der Gruppe hat – die Drums spielt Frankie Banali von Quiet Riot, der Steve Riley ersetzt, und Ken Hensley (ehemals Uriah Heep) bedient die Tasten. Noch ambitionierter ist THE CRIMSON IDOL (9).

Nach zwischenzeitlicher Auflösung ist es zunächst als Solo-Debüt von Lawless angedacht (es braucht drei Jahre in der Fertigstellung), bevor sich die Band reformiert – mit nur noch zwei Mann an Bord. Bob Kulick (ehemals Balance) spielt Lead-Gitarre, Lawless übernimmt Bass und Rhythmus-Gitarren. QUADROPHENIA und TOMMY von The Who standen hier Pate – THE CRIMSON IDOL ist eine Rockoper, die die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines fiktiven Rockstars namens Jonathan Steel erzählt. Besser wurden W.A.S.P. nie wieder. Interessant dürfte für den Die-Hard-Fan auch die TRACKS & B-SIDES-LP (8) sein, auf der sich ein ganzer Haufen an Raritäten findet, darunter die erste W.A.S.P.-Single ›Animal (Fuck Like A Beast)‹ samt dazugehöriger Flipside ›Show No Mercy‹. Dazu gesellen sich etliche Coverversionen (›Locomotive Breath‹ von Jethro Tull, ›Mississippi Queen‹ von Mountain, ›Paint It Black‹ von den Rolling Stones und ›When The Levee Breaks‹ von Led Zeppelin), aber auch rare Originale wie ›Savage‹, ›Flesh & Fire‹, ›D.B. Blues‹, ›For Whom The Bell Tolls‹, das großartige ›Lake Of Fools‹ und ›War Cry‹. Erwähnt sei auch LIVE…IN THE RAW (6) von 1987 – ein Live-Mitschnitt der INSIDE THE ELECTRIC CIRCUS-Tour, der um den Studiotrack ›Scream Until You Like It‹ (aus „Ghoulies II“) ergänzt wurde und zwei weitere Stücke enthält, die es lediglich hier gibt (›The Manimal‹ und ›Harder Faster‹). Es war der Abschluss der ersten W.A.S.P.-Phase und der Abschied von Drummer Riley, der im Anschluss ins Team L.A. Guns wechselt. Alle Alben wurden nun im Half-Speed-Verfahren neu gemastert, es gibt ein 60-seitiges Booklet, Poster und ein nummeriertes Zertifikat in Form einer Kreissäge. Kompiliert unter fleißiger Mitarbeit von Meister Gesetzlos persönlich, ist THE 7 SAVAGE verpackt in einen dicken Schuber, der mit rotem Kunstleder überzogen wurde.

8 von 10 Punkten

W.A.S.P.
THE 7 SAVAGE 1984-1992
MADFISH/EDEL

Black Stone Cherry: Kentucky kann’s!

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2001 in Edmonton im US-Bundesstaat Kentucky gegründet, haben sich Black Stone Cherry längst zu einer eigenständigen und verlässlichen Größe in Sachen Hardrock mit Southern-Schlagseite entwickelt. Auch dem neuen Werk SCREAMIN‘ AT THE SKY hört man an, dass es nicht in Buxtehude aufgenommen wurde. Wo, wie und wann, verrät Gitarrist und Sänger Ben Wells.

Wie würdest du den Sound des neuen Albums beschreiben?
Es ist unser bisher härtestes, aber auch transparentestes. Textlich haben wir uns etwas zurückgenommen und nur das gesagt, was wir für nötig hielten. Ich denke, dass die Leute das zu schätzen wissen und sich damit identifizieren können. Musikalisch ist es sehr direkt.

15 Lieder sind eine ganze Menge. Hattet ihr ein kreatives Hoch?
Hatten wir! Es ist ein neues Kapitel für uns und wir wollten, dass alles musikalisch frisch ist. Wir haben sozusagen nicht aus dem Vollen geschöpft, sondern fast die ganze Platte auf Tour geschrieben und die Energie der Live-Auftritte ins Komponieren gesteckt.

Soweit ich das beurteilen kann, klingen die Stücke alle unterschiedlich? In ›Nervous‹ etwa passiert eine Menge.
Ja. ›Nervous‹ ist ein großartiges Beispiel, weil es diesen typischen Black-Stone-Cherry-Vibe hat. Die Riffs, das Schlagzeug. Aber es gibt auch Ebbe und Flut, mit der Dynamik in der Strophe und der Melodie.

Wolltet ihr mit ›When The Pain Comes‹ im Anschluss eine gewisse Ruhe reinbringen?
Ich denke, wir wollen immer, dass jeder Song einen Vibe hat, um seine eigene Geschichte zu erzählen. Hier geht es darum, sich dem zu stellen, was einen im Leben verletzen kann, und vorwärts- zugehen. Wir versuchen immer, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, auch wenn wir über ernste Dinge sprechen.

Wie wichtig ist die Reihenfolge?
Ein Album malt ein Bild. Wir glauben immer noch an das umfassende Hörerlebnis einer Platte, also ist es wichtig, die Lieder in einer bestimmten Reihenfolge anzuordnen.

›Raindrops On A Rose‹ ist ein auffallend schöner Titel. Eingängig und lyrisch auch sehr poetisch …
Dankeschön. Chris und unser Techniker Jordan Westfall haben ihn geschrieben. Sie haben leider beide in den letzten Jahren ihre Väter verloren, deshalb ist es ein persönliches Stück für sie, ein wun- derschöner Tribut.

Apropos Texte, wie viel Arbeit steckt in der Musik und wie viel in den Texten?
Die Musik stand für uns zu 95 Prozent immer an erster Stelle. Sobald ein Riff steht, überlegen wir uns, wohin es textlich gehen soll. Es fühlt sich ganz natürlich an, dass wir zuerst die Musik schreiben.

Gibt es ein gemeinsames Thema?
Falls das so ist, dann geht es darum, loszulassen, was einen stört, und weiterzumachen. Manchmal ist es gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben und neu anzufangen. Es ist in Ordnung, sich Zeit zu nehmen, sich zurückzulehnen und zu lächeln. Die Dinge ins rechte Licht zu rücken.

Ihr habt im Plaza Theater in Glasgow, Kentucky, aufgenommen?
Ja, es hat so viel Spaß gemacht! Wir spielen schon seit Jahren in diesem Theater für unsere Wohltätigkeitsshows in unserer Heimatstadt und wir haben uns immer gefragt, wie es wohl wäre, dort Musik aufzunehmen. Es ist so gut geworden und es war eine surreale Erfahrung, dort drinnen zu sein, obwohl es leer war und man nur den Klang des Schlagzeugs und der Gitarren hörte.

Für wie lange hattet ihr das Theater gemietet?
Wir haben es in zwei Teile aufgeteilt, uns zuerst im Juni letzten Jahres für eine Woche oder so eingemietet und noch einmal nach Weihnachten, um es fertigzustellen.

War das nicht furchtbar teuer?
Die Stadt Glasgow, Kentucky und das Plaza Theater waren sehr froh, uns zu haben!

Habt ihr die Nacht im Theater verbracht oder seid ihr abends nach Hause gegangen?
Wir konnten nach Hause. Das war eine weitere tolle Sache, da wir alle so nah wohnen.

Hat diese Erfahrung die Gruppe noch näher zusammengebracht, als es eine „normale“
Studioaufnahme hätte tun können?

Wir standen uns schon immer ziemlich nahe, egal in welchem Studio. Wir sind alle sehr praktisch veranlagt.

Wie macht sich euer neuer Bassist Steve Jewell Jr.?
Er ist fantastisch! Unglaublich talentiert und er hat ein Herz für die Musik. Wir sind glücklich, ihn bei uns zu haben! Er hat eine ganz neue Energie und Liebe in unser Spiel gebracht!

Hat das Stück ›Not Afraid‹ eine psychologische Bedeutung?
Es kann bedeuten, was immer du willst, dass es bedeutet. Für uns geht es darum, ehrlich, offen und transparent zu sein.

›Here’s To The Hopeless‹ … Ein eher motivierender oder resignierender Gedanke?
Einer meiner Lieblingssongs auf der Platte und einer, von dem ich hoffe, dass er vielen Menschen helfen, sie ermutigen und inspirieren wird! Ich denke, seine Botschaft ist unglaublich stark.

War ›What’s Love‹ von Tina Turner von langer Hand geplant oder entstand das Cover
spontan nach ihrem Tod?

Wir hatten nicht wirklich die Absicht, dieses Stück zu veröffentlichen. Wir haben es im Juni 2022 aufgenommen und wussten, dass es ein hervorragender Bonustrack sein würde. Nach dem bedauerlichen Tod von Tina Turner haben wir uns entschlossen, es als Tribut an sie herauszubringen und unseren Teil der Einnahmen an eine Wohltätigkeitsorganisation gegen häusliche Gewalt zu spenden.

›Have You Ever Been Lonely‹ ist ein toller Abschluss.
Danke. Das ist eigentlich ein Bonustrack, der nicht auf der eigentlichen Veröffentlichung drauf ist. Ein fantastisches Stück mit einer tollen Botschaft.

Wisst ihr schon, welche der neuen Lieder im Live-Set landen werden?
Hoffentlich alle! Bis jetzt haben wir ›Out Of Pocket‹, ›Nervous‹ und ›Screamin’ At The Sky‹ gespielt.

Wird es wieder deutsche Termine geben? Deutschland liebt euch, auch wenn eure Platten hier nicht ganz so hoch die Charts raufgehen wie in eurem Heimatland oder auch in England.
Ja! Und wir LIEBEN Deutschland. Jedes Mal, wenn wir dort auftreten, läuft es besser und besser und die Leidenschaft unserer Fans für die Musik ist wirklich inspirierend. Es wird nie langweilig.

Apropos Charts. Habt ihr irgendwelche Erwartungen an das neue Werk?
Wir hoffen einfach, dass die Leute es am Ende des Tages genießen. Wenn dieses Album jemanden inspiriert, jemanden rettet, jemanden dazu bringt, sich zu verlieben, eine Band zu gründen, positiv im Leben voranzukommen, dann ist es das, worum es geht!