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In Memoriam: Wilko Johnson

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Wilko Johnson ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Das wurde vor kurzem auf den Social-Media-Kanälen des Musikers bekannt gebeben. Johnson war in den 70er Jahren mit seiner Band Dr. Feelgood bekannt geworden, einer energiegeladenen Pub-Rock-Truppe, die zwischen Rhyhtm N‘ Blues und Punk anzusiedeln war. Johnson entwickelte einen eigenen Gitarrenstil, er spielte ohne Plektrum und orientierte sich bei seiner Spielweise an Künstlern wie Bo Diddley oder Mick Green von Johnny Kidd And The Pirates. 1977 verließ er Dr. Feelgood.

In den Jahrzehnten danach gründete Johnson die Band Solid Senders, trat den Blockheads, Ian Durys Band, bei, ließ die Wilco Johnson Band aufleben, diente als Live-Gitarrist bei den Stranglers.

In den ersten beiden Staffeln von „Game Of Thrones“ mimte Johnson den Henker Ilyn Payne. 2013 war bei ihm dann Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden und er verließ die Serie aufgrund der Krankheit. 2014 gab er bekannt, dass er nach einer Operation krebsfrei sei. 2017 veröffentlichte Johnson seine Autobiografie mit dem Titel „Das Leben geht weiter“. Am 21. November 2022 verstarb der Musiker im Alter von 75 Jahren.

AC/DC: Phil Rudd versteigert Habseligkeiten für Krebshilfe

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AC/DC-Drummer Phil Rudd versteigert zahlreiche Habseligkeiten und Equipment seiner Karriere, um Geld für die „New Zealand Breast Cancer Foundation“, eine Stiftung zur Brustkrebshilfe, zu sammeln. In einem Interview gab Rudd zu Protokoll, dass er Dinge wie Drumsticks, die er bei AC/DC verwendete, Gemälde sowie eines seiner vielen Sportautos stiften wolle. Grund hierfür ist seine gute Freundin Toni Wilson, die an metastasiertem Brustkrebs in Stadium IV leidet und laut Rudd vielleicht das Ende des Jahres nicht mehr erleben wird.

Gegenüber der Stuff meinte der Schlagzeuger teilweise in Tränen aufgelöst: „Das ist meine Art, damit umzugehen, denke ich. Es ist nur eine kleine Geste, aber ich wollte etwas tun, um zu helfen. Ich würde meinen ganzen Besitz aufgeben, alles in ein großes Feuer werfen, wenn das Toni nur mehr Zeit geben würde. Sie ist die Liebe meines Lebens. Meine beste Freundin.“ Weitere Details über Rudds Versteigerung sind noch nicht bekannt.

Über seine Zukunft mit AC/DC meinte der Drummer, der beim jüngsten Auftritt der Band beim „Power Trip Festival“ in Kalifornien nicht dabei war: „Ich freue mich darauf, künftig wieder mit ihnen spielen zu dürfen… weiterzurocken.“

Bluesrock für die Ewigkeit: The Allman Brothers Band mit ›Whipping Post‹

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Der Bluesrock ist im Wesentlichen das Herz des Rock’n’Roll. Seit Albert King und Andere die Musik ihrer Ahnen mit Strom und Lautstärke aufbohrten, ist er ein wichtiger Teil des Vokabulars eines jeden Rockliebhabers. Wo Vieles in der Versenkung verschwand, hat sich Blues-rock als Subgenre durchgesetzt und immer wieder neu erfunden. Manchmal mag er einem langweilig oder gar spießig erscheinen – vor allem, wenn Künstler ihn zu einem glatten, puristischen Lehrstück degradieren. Deshalb sollten wir uns wieder daran erinnern, welch großen Reichtum musikalischer Schätze er uns zu bieten hat.

The Allman Brothers Band, ›Whipping Post‹, 1969

1969 wagten sich die Brothers live erstmals aus ihrer Südstaaten-Heimat hinaus und brauchten unbedingt Material für ihr Debütalbum. Gregg Allman hätte zu keinem besseren Zeitpunkt auf seine Songwriting-Goldader stoßen können.

Kaum ein Song brachte das Thema Ärger mit Frauen je besser auf den Punkt als dieser, auf dem der Sänger eine Teufelin ins Visier nimmt, die „all mein Geld nahm und mein Auto schrottete.“ Doch der Text war zweitrangig – das Wichtigste hier war der süchtig machende, hymnische Groove, den die Allman Brothers auf LIVE AT FILLMORE EAST von 1971 auf ganzen 23 Minuten in die Länge gejammt wurde.

Unsere Story über die Wurzeln des Southern Rock und die Allman Brothers, erzählt von Billy Gibbons, findet ihr hier.

Wishbone Ash: Pioniere mit Legendenstatus

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Eigentlich waren Wishbone Ash immer eine Band für Liebhaber. Kommerzielle Überflieger wie Led Zeppelin oder Deep Purple waren sie nie. „Ich denke“, so sagte mal Iron Maidens Vordenker Steve Harris, „wenn jemand unser frühes musikalisches Werk verstehen will, muss er sich nur ARGUS von Wishbone Ash anhören.“

Eine Platte, die funktioniert wie ein Handbuch für Harmonie- und Twin-Gitarren-Handwerk. Musiker von Thin Lizzy über Judas Priest bis zu Big Country und den Dire Straits haben dieses Hardrock-Meisterwerk hinreichend studiert. Heute ist Andy Powell das letzte verbleibende Ur-Mitglied der Rocker. „Ich wollte eigentlich immer in Bands spielen“, erzählt er. Schon im Alter von 14 Jahren darf er 1964 mit seiner Schülergruppe das Vorprogramm von The Who bestreiten. „Wir kauften uns hautenge Shirts und legten ungestüm los. Ich war komplett beeindruckt von The Who. Pete Townsend trug schon damals seine berühmte Union-Jack-Jacke. Darin sah er echt unfassbar gut aus.“ Bis auf ein paar Jobs, bei denen Andy als Heranwachsender in einer Milchfabrik oder als Fish-and-Chips-Verkäufer arbeitet, lebt er immer von der Musik. Powell: „Geld und Musik – das sind seit Jahrzehnten die wichtigsten Bestandteile in meinem Leben. Und da gibt es natürlich Konflikte, wenn du mal Durststrecken hast.“ In jungen Jahren hatte die Gruppe aber ordentliche Nehmerqualitäten – und vielleicht auch etwas Glück.

1970 sind Wishbone Ash Opener von Deep Purple. Ritchie Blackmore spielt während eines Soundchecks in Dunstable mit dem jungen Andy Powell, spricht aber als schräger Kauz die ganze Zeit kein Wort mit dem Kollegen von Wishbone Ash. „Er spielte ein Lick auf der Gitarre“, erinnert sich Powell. „Ich merkte mir die Tonart – und plötzlich jammten wir. Unser Zusammenspiel wirkte schon irgendwie magisch.“ Blackmore empfiehlt Wishbone Ash weiter an Derek Lawrence, der die ersten drei Platten von Deep Purple produziert hat – und so bekommt das Quartett um Powell den ersten Plattenvertrag bei Decca/MCA. „Blackmore hatte so einen unfassbar großen Einfluss auf unsere Karriere. Viele Jahre später traf ich ihn mal, als er bei einem Fußballturnier in Westport mitspielte, einer Kleinstadt in Connecticut. Er trat dort mit einer Hobby-Mannschaft an – und die meisten anderen Spieler waren seine Roadies oder Roadcrew-Mitarbeiter. An jenem Tag habe ich mich offiziell für seine Schützenhilfe bedankt.“

Anfang der 70er-Jahre zieht es Powells Gruppe dann nach London, wo sie probieren, Fuß zu fassen. „Das gestaltete sich schwierig. Ich zog damals in ein schäbiges Apartment in der Nähe von Camden Town, zusammen mit unserem zweiten Gitarristen Ted Turner. Ich vergesse nie, wie uns meine Eltern dort besuchten. Meine Mutter brach in Tränen aus und mein Vater scherzte, dass er uns mal den Kammerjäger vorbeischicken würde. Wir lebten völlig mittellos am äußersten Existenzminimum, aber auch diese Episode haben wir überstanden.“ Für manchen Hardrock-Liebhaber gelten Wishbone Ash neben Rainbow als die innovativste Rockformation der 70er, weil sie Heavy-Rock, Folk-Melodien und epische Improvisationen mit jazzig-swingendem Einschlag zu einer ganz eigenen Melange formten. Nicht umsonst beginnt ihr aktuelles Live-Album LIVE DATES LIVE denn auch mit drei Tracks von ARGUS (1972): ›The King Will Come‹, ›Warrior‹ und ›Throw Down The Sword‹. „Als Tontechniker bei ARGUS fungierte die spätere Produzenten-Legende Martin Birch. Er war wie wir ein großer Anhänger von Fleetwood Mac – weil sie so ein feines Gespür dafür hatten, wie man traditionellen Blues modern und zeitlos spielt. Birch verstand, wo wir musikalisch hinwollten und hat uns im Studio mit all seiner Kraft in unserer Vision unterstützt.“ Das Konzept der mehrstimmigen Twin-Gitarren wurde auf ARGUS zum Markenzeichen mit Ewigkeitsanspruch – auf LIVE DATES LIVE ist diese Essenz jetzt wieder zum Greifen nah.

Video der Woche: AC/DC ›Back In Black‹

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RIP Malcolm Young… der musikalische Kopf von AC/DC verstarb heute vor sechs Jahren an den Folgen seiner Demenz-Erkrankung.

AC/DC sind seit ihrer Gründung 1973 eine unzertsörbare Rock’n’Roll-Maschine. Auch den Verlust von wichtigen Mitgliedern haben die Australier immer wieder überstanden. Der letzte große Verlust war der Tod ihres musikalischen Anführeres Malcolm Young, der heute vor sechs Jahren an den Folgen seiner Demenz-Erkrankung verstarb.

1980 mussten sich AC/DC nach dem Tod ihres Sängers Bon Scott in rasantem Tempo neu erfinden. Ihr Album BACK IN BLACK wurde bereits fünf Monate später veröffentlicht. Ihr neuer Sänger Brian Johnson füllte die riesigen Fußstapfen, die ihm Scott hinterlassen hatte, überraschend gut aus. Bis heute ist BACK IN BLACK nach Michael Jacksons THRILLER das zweitmeistverkaufte Album aller Zeiten. Im Bereich Hard Rock steht es unangefochten auf Platz 1.

Der Titeltrack ist einer der bekanntesten Songs von AC/DC – eröffnet von einem unverwechselbaren Gitarrenriff von Malcolm Young. RIP.

The Rolling Stones: Remix von ›Mess It Up‹

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Nach der Veröffentlichung ihres neuen, gefeierten Albums HACKNEY DIAMONDS gibt es jetzt einen Remix von ›Mess It Up‹ von den Rolling Stones. Für die Fusion von Rock’n’Roll und Electro sorgt GRAMMY-Gewinner Purple Disco Machine. Ein Lyric-Video begleitet den Remix.

The Kinks: Ray Davies hat „viele unfertige Songs“ herumliegen

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In einem jüngsten Interview mit Ray Davies gab dieser zu Protokoll, dass er etwa 20 unfertige Songs auf Halde liegen hat, zu denen auch sein Bruder Dave Davies sowie Drummer Mick Avory beigetragen haben. „Es gibt zwei oder drei Lieder, die ich fertigstellen möchte. Und wenn sie fertig sind, werde ich das ganze Ding zusammenstellen.“; so Ray Davies gegenüber NME.

In der Geschichte der Kinks hat es schon viele Gerüchte um eine mögliche Reunion gegeben, doch meistens wurden solche Hoffnungen durch die schwierige Beziehung zwischen den beiden Davies-Brüdern zerschlagen. Ob man diese neuen, unfertigen Songs, von denen Ray Davies jüngst sprach, jemals hören wird, ist daher aktuell nicht absehbar.

Heute erscheint THE JOURNEY – PART 2, der zweite Teil der Jubiläumsanthologie der Kinks. Darauf finden sich Singles, B-Seiten, Albumtracks und sechs neue Ray Davies-Mixe inklusive drei bislang unveröffentlichten Live-Auftritten aus dem New Victoria Theatre in London, aus dem Jahr 1975.

W.A.S.P.: „Es ist doch nur verdammter Rock’n’Roll“

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Gehetzt von selbsternannten Hütern der unverdorbenen Jugend, verfolgt von religiösen Gruppen und angeschossen, hätten W.A.S.P. aufgeben können. Doch nach 40 Jahren „sind wir immer noch hier“, wie Bandboss Blackie Lawless sagt. „Und ich bin mir sicher, dass einige Leute darüber nicht sehr glücklich sind.“ Anlässlich des neuen Box-Sets THE 7 SAVAGE 1984-1992 blickt Lawless auf die Historie seiner Band zurück:

Blackie Lawless wusste, dass die Dinge aus dem Ruder gelaufen waren, als jemand versuchte, ihn zu töten. Es war 1985 und das Mastermind hinter den kontroversen Schockrockern W.A.S.P. war Amerikas neuester Lieblings-Buhmann. Warum die puritanische Rechte so großen Anstoß an Lawless und seiner Band nahm, ist nicht wirklich klar. Vielleicht lag es daran, dass ihr Name angeblich für „we are sexual perverts“ stand. Oder dass ihre erste Single ›Animal (Fuck Like A Beast‹ eine lechzende Ode an den Sex war, auf deren Cover Lawless’ Schritt in Nahaufnahme zu sehen ist, bedeckt von einem lächerlichen Kreissägen-Lenden-schurz. Es könnten aber auch ihre berüchtigten Konzerte gewesen sein, bei denen Oben-ohne-Models an Gerüste gefesselt waren und der Frontmann rohes Fleisch ins Publikum warf. Aber wer weiß … Doch zurück zu diesem angeblichen Mordversuch.

Lawless hatte damals ein Haus in den Hollywood Hills, umgeben von Büschen und Gestrüpp. An jenem Tag schlenderte er mit seinen 1,94 nach draußen und sah 30 oder 40 Meter entfernt irgendeinen Typen, der ihn beobachtete. Als er bemerkte, dass Blackie ihn gesehen hatte, sprang er ins Gebüsch. „Seltsam“, dachte sich Blackie, als er in einen 1967er Jaguar E-Type stieg, den ihm seine Verrufenheit gekauft hatte, und ihn anließ, um ins Studio zu fahren, wo W.A.S.P.gerade ihr zweites Album THE LAST COMMAND aufnahmen. Als er auf den Freeway fuhr, wurde es jedoch brenzlig. Als die Tachonadel 55 Meilen [88 km/h] erreichte, löste sich eines seiner Vorderräder und rollte vor ihm weg. Der Wagen begann, über alle vier Spuren zu schleudern, und während Lawless mit dem Lenkrad kämpfte, sah er im Rückspiegel, dass ein Schwerlastwagen auf ihn zu donnerte. „Das war’s“, dachte er, „genau hier werde ich sterben.“ Doch das tat er nicht. Er trat auf die Bremse, der Trucker trat auf die Bremse, überall war Rauch, und nach ein paar panischen Sekunden kam der Jaguar zum Stillstand, ebenso wie – wundersamerweise – der Lkw. Der Abstand zwischen den beiden betrug nur wenige Meter. Als Blackie Lawless den Wagen dann in eine Werkst att zu einem Mechaniker brachte, den er kannte, servierte der ihm die schockierende Nachricht: „Die Räder wurden sabotiert. Du solltest tot sein“. Heute, fast vier Jahrzehnte später, blickt Lawless entspannt auf diesen vermutlichen Anschlag auf sein Leben zurück: „Ich würde sagen, die meisten Fans sahen das, was wir machten, als radikal. Vielleicht zehn Prozent erkannten den Humor darin. Doch die ältere Generation betrachtete uns als etwas absolut Gefährliches und fand, dass man uns aufhalten musste.“

Hier geht’s zum neuen Boxset von W.A.S.P.: https://madfish.lnk.to/WASP_The_7_Savage

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