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Marianne Faithfull im Interview: „So rebellisch waren wir nicht“

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Marianne Faithfull2Sie ist wahrscheinlich die Mutter aller Rock-Chicks! Vor drei Jahren sprach Marianne Faithfull im Interview mit CLASSIC ROCK über ihr damals neues Album und rechnete radikal mit den mystisch verklärten Sechzigern ab.

Marianne, du giltst als Aushängeschild der Swinging Sixties. Wie wild hast du es damals getrieben?
Nicht so wild, wie die Leute glauben. Und das meine ich ernst. Schließlich habe ich mittlerweile einen Computer. Was bedeutet, dass ich im Internet all diese unfassbaren Sachen über mich lese. Also diese Fantasien, die andere über mich haben, und die mich einfach verblüffen. Ich will zwar hier keine Träume zerstören – aber das Meiste stimmt nicht. Ich habe z.B. nie an diesen Orgien teilgenommen. Aber: Man kann die Leute nicht daran hindern, das zu denken.

Es scheint eine Menge Verklärung im Spiel zu sein…
Ja, sie werden fürchterlich glamourisiert. Und das Tragische ist, dass die heutigen Kids gar nicht die Möglichkeit haben, etwas Ähnliches zu erleben. Sei es wegen Aids oder was-auch-immer. Sie können nie so ein freies Sexualleben haben wie wir damals.

Wobei es gesellschaftlich aber auch nichts mehr gibt, gegen das man rebellieren müsste, oder?
Wahrscheinlich nicht. Aber um ehrlich zu sein: So rebellisch waren wir auch nicht. Was genau das Problem mit den Sechzigern ist: Es ging um lange Haare und Drogen. Das war alles. Wir hätten ein paar gute Sachen machen können. Haben wir aber nicht. Insofern war es eine riesige Zeitverschwendung. Und ich bin immer noch dabei, das aufzuholen – weil ich ja besonders verschwenderisch war.

Laut deiner Autobiografie hast du vor allem Drogen genommen, weil es dir Vergnügen bereitet hat…
Das hat es damals auch. Obwohl ich gar nicht mehr weiß, warum ich damit angefangen habe. Aber ich muss eine Art Leere oder einen Mangel an etwas gespürt haben. Wobei ich das mittlerweile ganz anders sehe.

Intime Frage: Hältst du Mick Jagger, mit dem du von 1966-70 liiert warst, immer noch für attraktiv?
Oh, ein bisschen schon. (lacht) Ja, ich schätze, er ist ganz okay.

Oder stehst du inzwischen mehr auf Keith Richards?
Ich liebe Keith! Das tue ich wirklich. Aber ich denke, ich würde mich immer wieder für Mick entscheiden.

Obwohl Keith den „wärmeren“ Charakter hat?
Ja, er ist herzlicher. Und wer weiß: Hätte ich mich damals für ihn entschieden, vielleicht wäre in meinem Leben einiges anders gelaufen. Vielleicht aber auch nicht!

Die 50 besten Alben 2017: Platz 20-11

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neil young 2012So ein Jahr ist doch immer wieder ungreifbar schnell an einem vorbeigezogen. Damit bei den unzähligen Geschehnissen dieser schnelllebigen Zeit wenigstens ein musikalischer Eindruck in unserem Bewusstsein zu verbleiben vermag, hat sich die CLASSIC ROCK-Redaktion noch einmal der vielen hundert Veröffentlichungen der vergangenen 365 Tage angenommen, um deren 50 herausragende Vertreter zu küren. Hier geht es weiter mit Plätzen 20-11…


20 Sam Outlaw
TENDERHEART
Thirty Tigers/Alive
Country von der West Coast. Der Schlüssel, wenn man einen beliebten altbekannten Sound aufgreift ist, dass man ihn nicht einfach nur nachahmen darf. Auf dem zweiten Album des 35-jährigen Kaliforniers Sam Outlaw hat man nie das Gefühl, dass der Songwriter seinen Seventies-Laurel Canyon-Country nicht mit Haut und Haar fühlt, verkörpert und lebt. Das Erbe von Gram Parsons ist in guten Händen.
Anspieltipp: ›Dry In The Sun‹


19 Walter Trout
WE’RE ALL IN THIS TOGETHER
Mascot/Rough Trade
Und jetzt alle zusammen: Die Freude, seine Lebererkrankung überlebt zu haben, teilt Walter Trout auf diesem Werk mit 1a-Blues-Prominenz der Sorte Charlie Musselwhite, Robben Ford, Edgar Winter, Joe Bonamassa und John Mayall. Noch mehr Namedropping gefällig? Okay: Kenny Wayne Shepherd, Sonny Landreth und Warren Haynes sind auch dabei. Unter anderem. Eine runde Allstar-Sause für Blues-Fans.
Anspieltipp: ›Ain’t Goin’ Back‹


18 The Afghan Whigs
IN SPADES
Sub Pop
Ego, Pathos, ein Geist zwischen Genie und Wahnsinn: Greg Dulli ist noch immer jene strahlende Persönlichkeit, als die er einst die Afghan Whigs in die Herzen all jener Indie-Intellektuellen führte, die den Soul in seinen schwülen Erotica-Dramen spüren konnten. Allein seine Sprache, sein Ausdruck, sein Repertoire haben inzwischen eine Reife erlangt, die ein Album wie IN SPADES zu einem wahren Spektakel geraten lassen. Wahre Grandezza!
Anspieltipp: ›Demon In Profile‹


17 Lukas Nelson & The Promise Of The Real
LUKAS NELSON & THE PROMISE OF THE REAL
Concord/Universal
Kinder-Country? Der Nachwuchs bringt sich jedenfalls erneut in Stellung: Willies Sohn liefert mit familientypisch knarziger Stimme rustikale Rocker wie ›Four Letter Word‹ und ›Die Alone‹, vernachlässigt aber auch nicht den Country-Aspekt. ›Breath Of My Baby‹ ist eine herzergreifende Ballade inklusive weinender Steel-Guitar, die Working-Class-Moritat ›Runnin’ Shine‹ handelt vom Überleben unter widrigen Umständen.
Anspieltipp: ›Set Me Down On A Cloud‹


16 Steven Wilson
TO THE BONE
Caroline/Universal
Steven Wilson habe den Pop für sich entdeckt, hieß es im Vorfeld zu dieser Veröffentlichung. Doch keine Angst – der unangefochtene Herrscher über den neuen Prog macht natürlich nicht auf platten Mainstream-Mist. Stattdessen hat er seine komplexen Klanggebilde einfach ein kleines bisschen abgespeckt, um den Melodien noch mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Das Ergebnis ist keine Radiomucke, sondern erneut schlicht und einfach grandiose Musik.
Anspieltipp: ›Pariah‹


15 The War On Drugs
A DEEPER UNDERSTANDING
Atlantic/Warner
Niemand versteht es zurzeit besser, seinen Kummer in überlebensgroße, schillernde Rocksongs zu verwandeln als Adam Granduciel. Als raffiniertem Studiotüftler gelingt es ihm mit seiner glänzend eingespielten Band dazu perfekt, die Soundästhetik der 80er in die heutige Zeit zu transportieren. Das ganze Album ist von einer emotionalen Dringlichkeit, die ihresgleichen sucht. „Is it cold without my love?“ Wir wollen es hoffen.
Anspieltipp: ›Pain‹


14 The Chris Robinson Brotherhood
BAREFOOT IN THE HEAD
Megaforce
Natürlicherweise entfacht Chris Robinsons Stimme eine brennende Sehnsucht nach den guten alten Black Crowes, aber auch mit seinem jüngeren Projekt schafft es der Musiker, hippiesken Blues- und Countryrock ins Jetzt zu retten und luftige Songs mit Hang zu größter kompositorischer Offenheit zu produzieren. „Barfuß im Kopf“, genau nach diesem sommerlich-befreiten Geisteszustand klingt die Bruderschaft hier.
Anspieltipp: ›Behold The Seer‹

Little Steven SOULFIRE
13 Little Steven
SOULFIRE
Universal
Nachdem er zuletzt vermehrt als Schauspieler unterwegs war, ist der charismatische Spring­steen-Gitarrist als Solokünstler Little Steven zurück – 18 Jahre nach seinem letzten Album. Und er fährt groß auf! SOULFIRE ist eine umwerfende Soulrock-Party, mit Bläserfanfaren, Background-Chören, Streicherschmalz und bombastischem Drumsound. Hemmungslos romantisch und nostalgisch – und ein Riesenspaß.
Anspieltipp: ›Some Things Just Don’t Change‹

a life of agony
12 Life Of Agony
A PLACE WHERE THERE’S NO PAIN
Napalm/Universal
Bei wenigen Bands passiert in einer zwölfjährigen Pause zwischen Platten so viel wie hier. Aus Frontmann wird Frontfrau, vor allem aber wird aus einem vermeintlichen Nostalgie-Act eine wiederauferstandene Macht von einer Kraft, wie sie seit dem legendären Debüt RIVER RUNS RED von 1993 nicht mehr zu spüren war. Mit diesem Meisterwerk brauten die New Yorker einen süchtig machenden Cocktail aus Melodie, Wucht, nackter Emotion und unwiderstehlichem Groove, der noch lange wirken wird.
Anspieltipp: ›Meet My Maker‹

Neil Young The Visitor
11 Neil Young
THE VISITOR
Reprise/Warner
Zum dritten Mal hat sich der Kanadier mit Promise Of The Real, der Band um Willie Nelsons Sohn Lukas, zusammengetan. Und nie klang das Ergebnis besser. In den wuchtigen Rocknummern des Albums ist die junge Truppe mittlerweile ein würdiger Ersatz für Crazy Horse, und auch die ruhigeren Stücke meistert sie mit souveräner Gelassenheit. Young selbst gelingen einige seiner eingängigsten Songs der letzten Jahre.
Anspieltipp: ›Almost Always‹

Hier nochmal die Plätze 21-30 sehen…

Die 50 besten Alben 2017: Platz 30-21

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So ein Jahr ist doch immer wieder ungreifbar schnell an einem vorbeigezogen. Damit bei den unzähligen Geschehnissen dieser schnelllebigen Zeit wenigstens ein musikalischer Eindruck in unserem Bewusstsein zu verbleiben vermag, hat sich die CLASSIC ROCK-Redaktion noch einmal der vielen hundert Veröffentlichungen der vergangenen 365 Tage angenommen, um deren 50 herausragende Vertreter zu küren. Hier geht es weiter mit den Plätzen 30-21….


30 Rex Brown
SMOKE ON THIS
Eone/SPV
Mit seinem ersten Soloalbum überraschte Rex Brown nicht schlecht: Der Pantera-Mann ist der Beweis, dass auch in Metal-Bassistenfingern zentnerschwere Schweine-Rock-Riffs und feine Akustik-Hook-Lines stecken können.
Anspieltipp: ›Get Yourself Alright‹

villains
29 Queens Of The Stone Age
VILLAINS
Matador/Warner
Sir Homme, Genie der postmodernen Popkultur, klingt auf seinem Schurkenstreich VILLAINS ein weiteres Mal völlig nach QOTSA und doch ganz anders. Große Songs mit indifferentem Gesang kommen nur bei Josh so cool.
Anspieltipp: ›Feet Don’t Fail Me‹


28 Dan Auerbach
WAITING ON A SONG
NONESUCH/WARNER
Der Garagen-Blues-Rock seiner Stammkapelle The Black Keys spielt hier keine Rolle, statt dessen gibt es charmanten Retro-Pop mit allerlei stilistischen Anleihen bei Soul, Rock’n’Roll und Easy Listening.
Anspieltipp: ›Waiting On A Song‹


27 U2
SONGS OF EXPERIENCE
Island/Universal
Der Albumtitel stimmt. Die Iren wissen einfach, was sie tun. Auf ihrem 14. Werk schlagen sie die Coldplays und Editors dieser Welt souverän mit den eigenen Waffen, als wollten sie fragen: „Wer hat’s erfunden?“
Anspieltipp: ›The Blackout‹


26 Black Star Riders
HEAVY FIRE
Nuclear Blast/Warner
Die Black Star Riders machen auch mit diesen elf neuen Songs ihrem ehemaligen Namen Thin Lizzy alle Ehre. Ohne sich selbst kopieren zu müssen, beinhaltet HEAVY FIRE einige der schwersten Rock-Geschütze des Jahres.
Anspieltipp: ›Dancing With The Wrong Girl‹


25 Van Morrison
ROLL WITH THE PUNCHES
Caroline/Universal
„Van the Man“ in Blueslaune. Fünf der Songs hat Morrison selbst geschrieben, dazu covert er Helden wie Sam Cooke, Bo Diddley und Little Walter. Als Gastmusiker/-sänger treten Chris Farlowe, Georgie Fame und Jeff Beck auf.
Anspieltipp: ›Bring It On Home To Me‹


24 Cheap Trick
WE’RE ALL RIGHT
Universal
Cheap Trick müssen nicht mehr nur auf vergangene Erfolge zurückblicken. Jetzt zeigen sie sich zum zweiten Mal in zwei Jahren von der lange nicht mehr so gut aufgelegten und rock’n’rollig vielseitigen Power-Pop-Seite!
Anspieltipp: ›You Got It Going On‹


23 Bob Seger
I KNEW YOU WHEN
Capitol/Universal
Rockkracher oder lieber hymnische Balladen? Der US-Songwriter hat wie immer beides im Angebot. Gewidmet ist die Platte dem verstorbenen Freund Glenn Frey, dazu werden Lou Reed und Leonard Cohen gecovert.
Anspieltipp: ›I Knew You When‹

alice cooper paranormal
22 Alice Cooper
PARANORMAL
Earmusic/Edel
Der Maestro der Düsternis ist zurück und wir sind immer noch unwürdig! Nach sechsjähriger Pause veröffentlicht Alice Cooper endlich sein 27. (!) Studioalbum und macht daraus gleich mal zusammen mit Kumpel und Produzent Bob Ezrin einen Doppeldecker inklusive Live-Material seiner Hits. Mit 69 Jahren klingt die Legende heute frisch wie eh und je. Und nein, das steht nicht in Widerspruch zu dem 70er-Jahre-Lüftchen, das einem beim Hörerlebnis von PARANORMAL ab und an um die Nase weht. Besagtes „Eau de Oldschool“ äußert sich mal in geradlinigen Rocknummern wie dem groovenden ›Dynamite Road‹ oder dem funky ›Dead Flies‹, dann wieder in verträumt-floydesken Überraschungstüten wie dem abschließenden ›The Sound Of A‹. Lumpen lassen hat sich Cooper weder beim Umfang seines jüngsten Werks noch bei den darauf musizierenden Gästen: Ganz nebenbei rekrutierte er mal eben Roger Glover von Deep Purple, Billy Gibbons – der ›Fallen In Love‹ seinen unverkennbaren Bluesgitarren-Stempel aufdrückt – oder Larry Mullen Jr. von U2, der einige der Songs im Studio eintrommelte. Der Grundtenor der Platte gestaltet sich so, wie man es vom Begründer des Schockrocks erwartet: Schaurig-schön mit viel Grusel und wie immer von einem ausdrucksstarken Augenzwinkern begleitet. Die Erzählmotive erstrecken sich von freund­schaftlichen Beziehungen zwischen Mensch und Ghul über tödliche Abmachungen mit dem Leibhaftigen persönlich bis hin zur Story eines exzentrischen Transgender-Mannes in ›Genuine American Girl‹. Dieser Song, der nicht nur wegen des Themas an die New York Dolls (übrigens: auch ›Private Public Breakdown‹ versprüht diesen rotzigen Glamvibe) erinnert, eröffnet die zweite Hälfte von PARANORMAL und glänzt durch seinen großartigen Entste­hungskontext: Besagter Mitwipp-Track sowie das folgende ›You And All Of Your Friends‹ wurden von den Originalmitgliedern der Alice-Cooper-Band eingespielt und zählt zu den coolsten Stücke auf PARANORMAL. Ob deswegen vielleicht bald die Reunion-Glocken läuten?
Anspieltipp: ›Genuine American Girl‹
(Jacqueline Floßmann)


21 Kadavar
ROUGH TIMES
Nuclear Blast/Warner
Kadavar sind auf dem besten Weg, ein echt nachhaltiger Rockact zu werden: Auf ROUGH TIMES klotzen sie verstärkt mit Bass, Schlagzeug und hyperwuchtigem Sound, der das Genick auf Dauer ganz schön stark belastet.
Anspieltipp: ›Into The Wormhole‹

Hier könnt ihr nochmal die Plätze 31-40 ansehen…

Die 50 besten Alben 2017: Platz 40-31

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So ein Jahr ist doch immer wieder ungreifbar schnell an einem vorbeigezogen. Damit bei den unzähligen Geschehnissen dieser schnelllebigen Zeit wenigstens ein musikalischer Eindruck in unserem Bewusstsein zu verbleiben vermag, hat sich die CLASSIC ROCK-Redaktion noch einmal der vielen hundert Veröffentlichungen der vergangenen 365 Tage angenommen, um deren 50 herausragende Vertreter zu küren. Hier geht es weiter mit den Plätzen 40-31…


40 Marilyn Manson
HEAVEN UPSIDE DOWN
Caroline/Universal
Vor ein paar Jahren schon fast abgeschrieben, setzt der Dorn in der Seite des konservativen Amerika nach THE PALE EMPEROR seine kreative Wiedergeburt eindrucksvoll fort. So kraftvoll klang Brian Warner seit einer Ewigkeit nicht mehr!
Anspieltipp: ›SAY10‹


39 Tyler Bryant & The Shakedown
TYLER BRYANT & THE SHAKEDOWN
Snakefarm/Spinefarm
Junge Musikerherzen, die sich dem vielschichtigen Hardrock verschrieben haben. Tyler Bryant klingt mal modern nach Audioslave, mal retro-affin nach Black Crowes und kreiert ein rundum rundes Rock’n’Roll-Debüt.
Anspieltipp: ›Weak And Weepin’‹


38 Deep Purple
Earmusic/Edel
Ein Deep-Purple-Werk ist immer ein Rockalbum von Bedeutung. Mit der auf INFINITE dargebotenen Spielfreude schlagen die Herren zudem der Endlichkeit ein Schnippchen und machen Hoffnung auf weitere Zugaben der in Stein Gemeißelten.
Anspieltipp: ›All I Got Is You‹


37 Chris Stapleton
FROM A ROOM: VOLUME 1
Mercury/Universal
Mit TRAVELLER wurde der Country-Urwurz zum US-Millionenseller. Auf dem Nachfolger zeigt Chris Stapleton, dass er trotzdem weiter gegen den Mainstream schwimmt: live eingespielt, fast keine Promo, nur Country-Soul pur.
Anspieltipp: ›Second One To Know‹

Gregg Allman SOUTHERN BLOOD
36 Gregg Allman
Southern Blood
Universal
„You and I both know this river will flow to an end“ – so beginnt das letzte Album von Allman Brother Gregg. Im Mai verloren wir die Legende an den Krebs. Greggs bewegendes Abschiedswerk ist ein würdiger Grabstein.
Anspieltipp: ›Dry In The Sun‹

The Night Flight Orchestra AMBER GALACTIC
35 The Night Flight Orchestra
AMBER GALACTIC
Nuclear Blast/Warner
Retro mal von der anderen Sorte: Nicht von den 70ern wird hier frech abgekupfert, sondern mit großen Refrains, Synthie- und Disco-Elementen tanzbarer AOR im 80er-Flair heraufbeschworen. Echte Ohrwurmgefahr!
Anspieltipp: ›Midnight Flyer‹

sky trails
34 David Crosby
SKY TRAILS
BMG/Warner
Auf seine alten Tage erlebt der Folk-Rock-Haudegen einen kreativen Schub nach dem anderen: SKY TRAILS ist sein drittes Album binnen vier Jahren und für Westcoast-Pop-Liebhaber zweifellos ein Fest.
Anspieltipp: ›Somebody Home‹

Ray Davies AMERICANA
33 Ray Davies
AMERICANA
Columbia/Sony
Seine nicht immer einfache, aber doch tiefgehende Beziehung zu Amerika inspirierte den Kinks-Sänger zu seiner ersten Soloplatte mit neuen Songs seit zehn Jahren.
Das Pendant zur gleichnamigen Autobiografie.
Anspieltipp: ›The Invaders‹


32 Foo Fighters
CONCRETE AND GOLD
Sony
Mit ihrem kreativ an­­spruchvollsten Langspieler seit Jahren loten die Foo Fighters ihr dynamisches Spek­trum neu aus und schaffen ihren bislang breitesten Spagat von Experimentfreude bis Eingängigkeit.
Anspieltipp: ›La Dee Da‹

Robert Plant Album Carry Fire
31 Robert Plant
CARRY FIRE
Matador/Warner
Hippiesk und horizonterweiternd. Ganz unter dem Stern seiner weltmusikalischen Vorlieben steht auch Robert Plants CARRY FIRE und eint sein einzigartiges Stimmspektrum mit ganz großer Sanftheit.
Anspieltipp: ›The Mayqueen‹… oder nein: ›Dance With You Tonight‹

Hier nochmal die Plätze 41-50 sehen…

Metallica: Alles Gute, Lars Ulrich!

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Lars Ulrich von Metallica wird heute 54 Jahre alt. Zur Feier des Tages zeigt CLASSIC ROCK eine schöne „Ähm“-Compilation des Schlagzeugers.

Happy Birthday, Lars Ulrich. Der Drummer von Metallica wird heute 54 Jahre alt.
Nachdem der Däne Ende der 70er Jahre mit seiner Familie in die Staaten gezogen war, hängte er seine angehende Profi-Tenniskarriere an den Nagel, um sich fortan härterer Musik zu widmen.

Im Jahr 1981 traf er auf James Hetfield und gründete mit ihm zusammen eine der ersten Thrash Metal-Bands überhaupt. Bis heute zählen Metallica zu den Giganten im Heavy Business und formen zusammen mit ihren Kollegen von Megadeth, Slayer und Anthrax die „Big Four Of Thrash Metal“.

Neben seinem Platz hinter dem Drumkit bei Metallica ist Lars Urlrich auch für seine kommunikative Art bekannt. Berühmt geworden ist er vor allem für seine häufigen „Ähms“ in Interviews und Gesprächen. Deshalb gibt es heute eine Zusammenstellung der schönsten „Um“-Momente des Geburtstagskindes zu sehen.

Lars Ulrichs „Ums“:

Die 50 besten Alben 2017: Platz 50-41

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bitersSo ein Jahr ist doch immer wieder ungreifbar schnell an einem vorbeigezogen, und wie es scheint, bestand dieses 2017 aus ganz besonders flinken zwölf Monaten. Damit bei den unzähligen Geschehnissen dieser schnelllebigen Zeit wenigstens ein musikalischer Eindruck in unserem Bewusstsein zu verbleiben vermag, hat sich die CLASSIC ROCK-Redaktion noch einmal der vielen hundert Veröffentlichungen der vergangenen 365 Tage angenommen, um deren 50 herausragende Vertreter zu küren.

Steel Panther - Lower The Bar
50 Steel Panther
LOWER THE BAR
Kobalt/Rough Trade
Wesentlich niveauloser oder -voller als sonst präsentieren sich die Panther hier auch nicht, dafür aber gewohnt lustig: Bis auf wenige ungewohnte Klänge übernehmen Schweinkram und haariger Partyrock das Zepter.
Anspieltipp: ›Poontang Boomerang‹

Europe - Walk The Earth
49 Europe
WALK THE EARTH
Silver Lining/Warner
Eine Zeitreise für Eskapisten – und zwar in jene Ära, als Rockmusiker grundsätzlich aussahen wie detonierte Königspudel. Die dazu passenden Hardrock-Hymnen sind bei Europe natürlich eine Selbstverständlichkeit.
Anspieltipp: ›Haze‹

Thunder - Rip It Up
48 Thunder
RIP IT UP
Earmusic/Edel
Kompetent eingesetzte Soul-Einflüsse bringen Thunder auf ihrer elften Platte mit klassischen Hardrock-Riffs in Verbindung und machen RIP IT UP zum gern gehörten Gast im Player.
Anspieltipp: ›Rip It Up‹

Biters - THE FUTURE AIN'T WHAT IT USED TO BE
47 Biters
THE FUTURE AIN’T WHAT IT USED TO BE
Earache Records
Eingängiger Feelgood-Rock’n’Roll, gespickt mit dreckigen Riffs und mannigfaltigen Hommagen an Größen wie etwa Marc Bolan. Die adrette Bandoptik dürfte dazu besonders das weibliche Publikum begeistern.
Anspieltipp: ›Vulture City‹


46 Appice
SINISTER
Steamhammer/SPV
Die Schlagzeug-Brüder Appice (ja ja, zwei Drummer in einer Band) gründen eine klassische Allstar-Truppe und liefern modern klingenden Altherren-Hardrock. Grundsolide und oft partytauglich.
Anspieltipp: ›Monsters and Heroes‹

Ten Years After - A Sting In The Tale
45 Ten Years After
A STING IN THE TALE
Butler/H’Art
Mit Gitarrist Marcus Bonfanti und Bassist Colin Hodgkinson haben die Ur-Mitglieder Chick Churchill und Ric Lee zwei wunderbare Neuzugänge engagiert – die dem Anspruch dieser Band absolut gerecht werden.
Anspieltipp: ›Miss Constable‹

Ronnie Monstrose - 10X10
44 Ronnie Montrose
10 X 10
Rhino/Warner
Ein tragischer Akteur der Rockgeschichte bekommt die letzte Ehre erwiesen. Stars wie Glenn Hughes, Sammy Hagar und Brad Whitford vollendeten gemeinsam mit diesen zehn – von ihm nicht mehr fertiggestellten – Songs das Lebenswerk von Montrose.
Anspieltipp: ›Still Singin‘ With The Band‹

Nickelback - FEED THE MACHINE
43 Nickelback
FEED THE MACHINE
BMG Rights/Warner
Ihre Multiplatin-Zeiten scheinen endgültig vorbei zu sein, aber das hält die Kanadier nicht davon ab, nach wie vor catchy-knackigen Al­­ternative Rock mit einem diesmal ziemlich wuchtigen Einschlag abzuliefern. Fuck the haters!
Anspieltipp: ›Coin For The Ferryman‹

Chris Rea - ROADSONGS FOR LOVERS
42 Chris Rea
ROADSONGS FOR LOVERS
BMG/Warner
Mit rauchig-heiserer Stimme, die jedem Chanson-Sänger perfekt zu Gesicht stünde, oszilliert Rea zwischen Pop, Blues, Ballade und Americana. Gewohnt entspannt, bisweilen aber auch ungewohnt düster.
Anspieltipp: ›Angel Of Love‹

The Cadillac Three - LEGACY
41 The Cadillac Three
LEGACY
Universal
Ja, Nashville ist wirklich der Nabel der Rockwelt geworden. Diese drei Herren begeisterten anno 2017 mit ei­­nem erfrischenden Album voller Hits, die genau das richtige Mischungsverhältnis aus Southern Rock, Pop, Country und einem Quäntchen Heavy gefunden haben.
Anspieltipp: ›Tennessee‹

The Weight im Interview: Das Zünglein an der Waage?

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The WeightOptimistisch werfen die Österreicher von The Weight ihr selbstbetiteltes Debüt in die Waagschale des
Retro-Rock und wollen so wieder mehr Balance in dessen verschobenes Gleichgewicht bringen.

Treffen sich drei Vorarlberger und ein Burgenländer in Wien…Was nach dem faden Anfang eines noch faderen Witzes klingt, ist in Wirklichkeit der Beginn einer vielversprechenden (Band-)Ge­­schichte. Bestens gelaunt plaudert Sänger und Organist Tobias über The Weight und bedient sich dabei einer nur sanft dialektal getönten Sprache, sodass sich die Befürchtungen der Autorin bezüglich möglicher Verständnisbarrieren (Vorarlbergerisch ist eine ganz eigene Angelegenheit) als völlig unbegründet erwiesen.

Doch genug des Dialekts und zurück zur Band: 2014 fanden sich die vier Mitglieder in ihrer aktuellen Formation in Wien zusammen und veröffentlichten noch im selben Jahr die EP KEEP TURNING. Das erste Studioalbum folgte 2017 nach fast dreijähriger Veröffentlichungspause. Tachiniert (für Piefkes: gefaulenzt) hätte das Quartett in dieser Zeit jedoch keineswegs: Zu Verzögerungen führte unter anderem der etwas holprige Aufnahmeprozess des Debüts. Erst als sich The Weight einvernehmlich von ihrem damaligen Produzenten trennten und in ihr Homestudio zurückkehrten, kam wieder reibungsloser Flow in das Vorhaben: „Das waren einfach unterschiedliche musikalische Auffassungen. Letzten Endes eine Geschmacksfrage und eine Frage der Arbeitstechnik.“

Ohne Einflüsse von Außen vollendete die Band schließlich ihr Album: „Wir hatten komplette Narrenfreiheit. Das war eine super Erfahrung.“ Nachhaltig bestärkt von diesem positiven Erlebnis wurde entschieden, auch in Puncto Veröffentlichung und Vertrieb auf größtmögliche Freiheit zu setzen und das eigene Label „Heavy Rhythm’n’Roll Records“ zu gründen. Der Name spricht für sich. Wie viele andere Bands aktuell setzen auch The Weight auf die Schiene des Retro Rock. Ihre Liebe zur musikalischen Vielfalt der 60er und 70er sowie Ikonen wie The Who würde ihnen gar keine andere Wahl lassen.

Das verdeutlicht auch das aufwändige Video zur Single ›Trouble‹, das in Form einer Schnitzeljagd einmal quer durch den Acker der wichtigsten Albumcover der Rock’n’Roll-Historie pflügt. So positiv der Frontmann die Beliebtheit von Retro Rock einerseits bewertet – schließlich beschert diese Tendenz auch seiner Band Aufmerksamkeit – so stört er sich andererseits auch an Ungleichgewichten innerhalb der Szene: „Oft wird auf den Stil sehr viel Wert gelegt: Man bemüht sich darum, entsprechend gekleidet zu sein, einen spezifischen Sound zu erreichen, sich eine Attitüde zuzulegen, die dem Bild eines ‚Retro-Rockers‘ entspricht. Das hat seine Berechtigung, aber manchmal finde ich das ein wenig oberflächlich.“

An erster Stelle stehe schließlich ganz klar die Musik: „Am Ende geht es einfach um gute Songs und darum, diese so zu interpretieren, dass sie bei den Menschen ankommen.“ Genau das haben sich The Weight schon immer zu Herzen genommen. Inwiefern sie damit das Zünglein an der Waagschale des nostalgischen Rock’n’Roll markieren können, bleibt abzuwarten.

Die bandinterne Basis jedenfalls scheint zu stimmen: „George Harrison hat einmal über die Beatles gesagt – ich weiß, Vergleiche mit den Beatles sind immer schwierig (lacht) – das Taxi konnte nicht losfahren, bis alle vier im Auto gesessen sind. Und so ist es bei uns auch. Ich möchte keinen meiner Bandkollegen missen.“ In einer solch harmonischen Vereinigung ist für Querelen und Diva-Allüren natürlich kein Platz… „zumindest noch nicht“, lacht der Sänger.

Video der Woche: Motörhead mit ›Ace Of Spades‹ in München

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Motörhead mit 'Ace Of Spades' in München 2015.Im November 2015 spielten Motörhead zum letzten Mal in München. Das ‚Video der Woche‘ zeigt sie bei der dortigen Performance ihres Klassikers ›Ace Of Spades‹.

Kilmister- statt Christuskind: Heute wäre Lemmy 72 Jahre alt geworden. Der Motörhead-Frontmann verstarb vor zwei Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Am 20. und 21. November 2015 gaben sich Motörhead zum letzten Mal im Münchener Zenith die Ehre. Zwar sah Lemmy damals gezeichnet aus, sein kurz darauf folgender Tod war dennoch ein riesiger Schock für die Rockwelt.

Zum Geburtstag des Rock’n’Roll-Archetypen gibt es im ‚Video der Woche‘ heute einen Ausschnitt der München-Show zu sehen: Die folgende Darbietung des größten aller Motörhead-Klassiker stammt von der DVD CLEAN YOUR CLOCK.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein Hoch auf Lemmy Kilmister!

Motörhead mit ›Ace Of Spades‹ in München: