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Das letzte Wort: Nikki Sixx im Interview

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Nikki Sixx InterviewEr ist der Godfather des Sleaze Rock, sprang dem Tod von der Schippe und ist seit über vier Dekaden dauerkreativ im Musikbiz unterwegs. Während Mötley Crüe den letzten Teil ihrer „The End“-Abschiedstour spielten, werkelte er mit SIXX:A.M. an einem imposanten Doppelalbum, knackte mit seiner neuen Band erstmals die deutschen Albumcharts und blickt mit CLASSIC ROCK zurück auf den Beginn seines zweiten Frühlings nach Mötley Crüe.

Nikki, nach dem Ende von Mötley Crüe ging es für dich völlig nahtlos mit SIXX:A.M. weiter und euer Album PRAYERS FOR THE DAMNED VOL. 1 war die erste Scheibe von dir, DJ ASHBA und James Michael, die in die deutschen Media Control Charts einstieg. Ist die Bundesrepublik dadurch für euch zu einem Schlüsselmarkt aufgestiegen?
Sowas ist natürlich immer eine aufregende Sache! 2016 standen damit einhergehend die ersten Deutschlandshows auf dem Tourplan und ich konnte ein weiteres Mal in eurem schönen Land spielen. Die BRD gefällt mir schon von jeher gut und die Fans gehen hier immer super ab. In die ersten SIXX:A.M.-Konzerte auf eurem Boden steckten wir im Vorfeld eine Menge Herzblut im Proberaum, denn bei diesen Premierenvorstellungen (der erste Gig fand während Rock Im Park 2016 statt – Anm.d.A.) wollten wir nichts dem Zufall überlassen. Für mich sind solche Gelegenheiten auch immer eine coole Sache – gerade während der Festivalsaison. Da gibt es viele Leute, die dich davor nicht auf dem Schirm hatten und einfach von Bühne zu Bühne gehen, um zu schauen, wer gerade spielt. Wenn du sie dann mit deinem Auftritt umhaust, hast du neue Fans hinzugewonnen und siehst sie höchstwahrscheinlich beim nächsten Abstecher im Publikum stehen.

PRAYERS FOR THE BLESSED VOL. 2 folgte sieben Monate später und chartete ebenfalls in Deutschland. Beide Scheiben entstanden während der Zeit, als du noch mit der Crüe um den Globus tourtest.
DJ, James und ich sind über die Jahre hinweg echt zu einem verdammt gut eingespielten Team zusammengewachsen. Wir nutzten die Tage, an denen wir in derselben Stadt waren, oder schickten uns übers Netz Songdateien zu. Unser Trio ist inzwischen so eine enge Einheit, dass die Arbeitsabläufe wie von selbst von der Hand gehen. Natürlich brauchten wir bei einem Projekt dieser Größenordnung einen strikten Fokus, wo die Reise hingehen sollte. Zukünftig gibt es für uns ja nur noch SIXX:A.M., was die Sache erheblich erleichtert. Seit Ende 2016 befinden wir uns in der Songwritingphase für den Nachfolger von PRAYERS FOR THE BLESSED VOL. 2.

Schon vor der Veröffentlichung von PRAYERS FOR THE BLESSED VOL. 2 wurde im Internet vom Heavy-Metal-Teil euer Fanbase kon­trovers über die enthaltene Harry-Nilsson-Coverversion ›Without You‹ diskutiert.
Puh, ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Die Geschichte, wie es zu unserer Version kam, beginnt mit einem Jetlag in Polen. Ich saß im Flugzeug, sah mir einen Film an und knackte dabei weg. Als ich wieder aufwachte, lief auf einmal dieser Song… klar kennt so ziemlich jeder dieses Stück. Nebenbei bemerkt waren Harry und ich Freunde. Mir ging das Lied nach dieser Begebenheit nicht mehr aus dem Kopf und ich spielte es irgendwann Michael und ASHBA vor und fragte sie nach ihrer Meinung. DJ fand die Akkordstruktur und die Melodie richtig cool. Später fügte James hinzu, dass ihn der Text und der ganze Vibe an unsere Kompositionen erinnert, und schlug vor, zuhause in L.A. eine Version davon aufzunehmen, die man etwa als Bonustrack verwenden könnte. Als das Label den fertig ge­­mischten Song hörte, hieß es, dass es unbedingt mit aufs Album müsse. Insgesamt gab es darauf eigentlich nur gute Reaktionen.

„Wenn du in diesem Biz ein gewisses Level erreicht hast, könntest du dir wie im Supermarkt deine Bandmitglieder aussuchen – sowas funktioniert zwar auf dem Papier, in der Realität aber nur in den seltensten Fällen. Bei der Crüe gab es diese Vermischung der Elemente.“

Wie unterscheidet sich eigentlich für dich auf einem persönlichen Level die Zusammenarbeit mit deinen Bandkollegen bei SIXX:A.M. und damals bei Mötley Crüe?
Ich hatte schon immer das große Glück, mit vielen verschiedenen Musikern zusammenzuarbeiten. Um gemeinsam kreativ zu werden, braucht es zwischenmenschliche Chemie… die lässt sich nunmal nicht erzwingen. Wenn du in diesem Biz ein gewisses Level erreicht hast, könntest du dir wie im Supermarkt deine Bandmitglieder aussuchen – sowas funktioniert zwar auf dem Papier, in der Realität aber nur in den seltensten Fällen. Bei der Crüe gab es diese Vermischung der Elemente. Die Musik und der Lifestyle, der daraus resultierte besaß diesen Funken Magie, den du nicht erzwingen beziehungsweise einfach so wieder aus der Schublade holen kannst.
Genau dieser Zauber umgab auch SIXX:A.M. von Beginn an. Keiner von uns ging leichtfertig an dieses Projekt. Wir wollten ebenfalls tunlichst vermeiden, irgendeine etablierte „Erfolgsformel“ aufs Neue anzuwenden. Bei unserem Trio geht es eher darum, spannende Musik nach dem „Watch It Go“-Prinzip ohne hinderliche Einschränkungen zu kreieren. So wie es am Ende klingt, so klingt es eben! Dieses Gefühl, dass sich ein Sound, ein Text und später ein ganzer Song oder ein fertiges Album auf diese natürliche Weise entwickelt, ist etwas Wunderbares.

DJ ASHBA, James Michael und du wart auch die treibende Kraft hinter dem letzten Mötley-Crüe-Studioalbum SAINTS OF LOS ANGELES (2008). Wie habt ihr es damals geschafft, den Crüe-Vibe noch einmal so authentisch wiederzubeleben?
Was viele Leute nicht wissen: Die Scheibe war eigentlich als Soundtrack zur Verfilmung zu „The Dirt“ geplant. Dann gab es das allseits bekannte Hickhack mit der Filmfirma und wir saßen mit dieser LP da, die danach schrie, Teil von etwas Großem zu sein. Kurzerhand entschlossen wir, die Songs als reguläre Mötley-Veröffentlichung auf den Markt zu bringen. Im Rückblick bin ich verdammt glücklich, dass es die finale Crüe-Platte wurde.

Queen: ›Bohemian Rhapsody‹ meistgestreamter Song des 20. Jahrhunderts

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Queen mit Freddie MercuryLaut Universal Music ist ›Bohemian Rhapsody‹ der meistgestreamte Song aus dem 20. Jahrhundert und damit in dieser Hinsicht auch der erfolgreichste Rockklassiker aller Zeiten.

Es gibt viele Rekorde in der Musikgeschichte: Die erfolgreichsten Alben, die größten Tourneen, die meistverkauften Singles etc. In einer Kategorie liegen Queen ab sofort ganz vorne, das zumindest hat Universal jetzt verkündet.

So sei ›Bohemian Rhapsody‹, 1975 veröffentlicht, bis heute mehr als „1,6 Milliarden Mal global auf allen wichtigen Streaming-Plattformen“ aufgerufen worden und damit „der meistgestreamte Song aus dem 20. Jahrhunderts und der meistgestreamte Rockklassiker aller Zeiten“.

Das dürfte nicht zuletzt auch dem aktuellen Hype um den neuen Queen-Film zu verdanken sein, der ja eben auch, genau, „Bohemian Rhapsody” heißt.

„Massive Fuck Up“: Neil Young ist not amused über Hyde-Park-Show

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Neil Young PressefotoEigentlich soll Neil Young im Juli neben Bob Dylan als Headliner des „British Summer Time“-Festivals auftreten. Ob es tatsächlich dazu kommt, scheint gerade ungewiss.

Seit Ende November ist bekannt, dass Neil Young und Bob Dylan als Headliner des „British Summer Time“-Festivals in Londons Hyde Park gebucht sind. Beide sollen am 12. Juli spielen.

Jetzt sieht es aber so aus, als könnte Young den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machen. Auf seiner Homepage bezeichnete der Songwriter die Festival-Planungen als „massive fuck up“.

Warum? Zunächst stört Young sich daran, dass die Abonnenten seiner Archive-Seite nicht vor der öffentlichen Bekanntmachung informiert worden sind. „Ich dachte noch über das Poster-Artwork nach und wollte sicher gehen, dass ich mit allen Details der Show einverstanden bin. Dann ließ jemand ganz plötzlich die Bombe platzen. Die Tickets gingen in den Verkauf, das Ganze wurde angekündigt, und alles ohne mein Wissen.“

Außerdem ist der Kanadier mit dem Sponsor Barclays nicht glücklich. „Das funktioniert nicht für mich“, so Young. „Ich glaube an die Wissenschaft. Ich sorge mich wegen der Klima-Krise und bin zutiefst beunruhigt wegen ihrer massiven globalen Auswirkungen auf die Zukunft meiner schönen Enkelkinder.“

Der Hintergrund: Die britische Großbank Barclays wurde von Umweltschützern wegen ihrer Finanzierung von Öl-Pipelines kritisiert.

Wie es jetzt weitergeht in Sachen „British Summer Time“ und Neil Young, steht noch nicht fest. Zwar hat der Musiker nicht mit einem Rückzug vom Festival gedroht, allerdings wünscht er sich einen anderen Sponsor.

LED ZEPPELIN by Led Zeppelin

Cover Led Zeppelin by Led Zeppelin

Nostalgiewälzer.

Ich glaube, dass am Ende der ersten Nummer jedem von uns diese unvergleichliche musikalische Verbindung klar war.“ Diese Worte von Jimmy Page eröffnen den 400 Seiten schweren Bildband, der zu Ehren des 50. Jubiläums der vielleicht größten Rockband aller Zeiten angefertigt und von allen noch lebenden Mitgliedern supervidiert wurde. Mit Ehrerbietung streicht man über die Leinenstoffhaptik des violetten Covers, fühlt die goldenen Lettern der vier mysteriösen Zeichen und öffnet langsam die Pforte ins Universum von Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham.

Ein kurzer Prolog je­­der dieser Legenden erscheint, bevor bekanntes und nie gesehenes, privates Fotomaterial sowie di­­verse Zitate und Erklärungen die unterschiedlichen Schaffensabschnitte der Gruppe chronologisch il­­lustrieren. Neben den schweißgebadeten Live-Fotos machen vor allem die Bilderfülle und die ab­­seitigen Momentaufnahmen dieses Buch so se­­henswert: Die vier Jungspunde in Bombay, ein verträumter Robert Plant – sich wohl unbeobachtet fühlend – am Beckenrand des Hotelpools aus dem Wasser auftauchend oder John Paul Jones, wie er im Privatjet freudestrahlend das Piano bedient. Der Tod Bonhams und das gleichzeitige Ende Led Zep­pelins werden nur sehr subtil und höchst unspektakulär abgehandelt: Eine farblose Doppelseite zeigt die offizielle Pressemitteilung über die Auflösung der Band, die am 4. Dezember 1980 von Atlantic Records herausgegeben wurde. Als letztes Kapitel schließt die Reunion in London von 2007 das Buch. Und die Worte von John Paul Jones: „Es ging immer um die Musik, zu jeder Zeit.“

LED ZEPPELIN
Von Led Zeppelin
Reel Art Press

8 von 10 Punken

CLASSIC ROCK präsentiert: Foreigner, Toto, Suzi Quatro u.v.m. live!

Wishbone Ash 2018TOUR DES MONATS: WISHBONE ASH
assconcerts.com
Auch nach einer über 45-jährien Bandkarriere schrecken Wishbone Ash nicht vor ausgiebigen Tourneen zurück. Da sollte es jeder Fan schaffen, die Urgesteine live zu erleben.

12.01. Dortmund, Piano
13.01. Nürnberg, Hirsch
15.01. A-Wien, Reigen
16.01. München, Ampère
17.01. Freiburg, Jazzhaus
18.01. CH-Rubigen, Mühle Hunziken
19.01. CH-Zug, Chollerhalle
21.01. CH-Pratteln, Z7
22.01. Reichenbach, Die Halle
23.01. Augsburg, Spectrum
24.01. Karlsruhe, Substage
25.01. Barby, Zum Rautenkranz
26.01. Hannover, Blues Garage
28.01. Hamburg, Fabrik
03.02. Berlin, Frannz Club
04.02. Bonn, Harmonie
05.02. Osnabrück, Rosenhof
06.02. Krefeld, Kulturfabrik
07.02. Aschaffenburg, Colos Saal

THE ANALOGUES perform THE WHITE ALBUM
wizpro.com
Die Analogues gelten als eine der besten Beatles-Tribute-Bands überhaupt und bringen das weiße Album vom ersten bis zum letzten Song live auf die Bühne.

20.03. Berlin, Huxleys
21.03. Hamburg, Mehr! Theater
22.03. Bremen, Metropol Theater
26.03. Hannover, Theater am Aegi
27.03. Köln, E-Werk
28.03. Essen, Colosseum Theater
29.03. Stuttgart, Theaterhaus T1
10.04. Offenbach, Capitol Theater
11.04. Freiburg, Konzerthaus
12.04. München, Circus Krone

DON AIREY
hammerl-kommunikation.de
Der Deep Purple-Keyboarder kommt mit einem Querschnitt aus seiner langen Karriere, in der er auch mit Ozzy Osbourne, Gary Moore, Rainbow und Whitesnake spielte, auf die Bühne.

09.03. Neuruppin, Kulturhaus
13.03. Hamburg, Knust
21.03. Bensheim, Musiktheater Rex
22.03. Nürnberg, Hirsch

THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW
fkpscorpio.com
Den Spirit von Pink Floyd authentisch und hautnah erleben können. Das garantiert die Australian Pink Floyd Show nun schon seit 30 Jahren.

02.03. Hannover, Swiss Life Hall
03.03. Hamburg, Barclaycard Arena
04.03. Bremen, Halle 7
05.03. Berlin, Tempodrom
07.03. München, Zenith
08.03. Würzburg, S. Oliver Arena
10.03. Münster, Halle Münsterland
11.03. Hof, Freiheitshalle
12.03. Göttingen, Lokhalle
13.03. Nürnberg, Meistersingerhalle
15.03. Kempten, Big Box
16.03. Regensburg, Donau Arena
18.03. Stuttgart, Porsche Arena
19.03. Mannheim, SAP Arena
20.03. Suhl, CCS
22.03. Trier, Arena
23.03. Oberhausen, König Pilsener Arena
25.03. Köln, Lanxess Arena
26.03. Freiburg, Sick Arena
28.03. Rostock, Stadthalle
29.03. Magdeburg, GETEC Arena
30.03. Frankfurt, Jahrhunderthalle
31.03. Frankfurt, Jahrhunderthalle

BIG COUNTRY
bigcountry.co.uk
Die schottischen New Wave-Größen werden zum 35. Jubiläum ihres Albums STEETOWN selbiges live auf die Bühne bringen und natürlich auch ihre größten Hits spielen.

15.03. Nürnberg, The Cult
16.03. Freiburg, Jazzhaus
17.03. Karlsruhe, Tollhaus
18.03. München, Backstage
21.03. Worpswede, Music Hall
22.03. Berlin, Frannz Club
25.03. Bonn, Harmonie

BUCKCHERRY
contrapromotion.com
Dreckig, laut, sexy: Die Neo-Sleazer von Buckcherry bringen jede Party zum Kochen!

19.02. Bochum, Zeche
20.02. Hamburg, Markthalle
24.02. Saarbrücken, Garage

ERIK COHEN
starkult.de
Als „New Wave Of German Rockmusic“ bezeichnet der Kieler Solokünstler Daniel Geiger alias Erik Cohen seine dunklen Klänge. Wie sich das wohl anhören mag, kann an folgenden Terminen ausgecheckt werden:

14.03. Hamburg, Hafenklang
15.03. Münster, Café Sputnik
16.03. Saarbrücken, Kleiner Klub
06.04. Kiel, Orange Club

ALICE COOPER
hammerl-kommunikation.de
Der Meister höchstpersönlich lässt sich wieder nach Deutschland bitten. Willkommen, Sir Schockrock!

11.09. Mannheim, SAP Arena
13.09. Berlin, Max-Schmeling-Halle
18.09. Stuttgart, Porsche-Arena
23.09. Hamburg, Barclaycard Arena
30.09. Leipzig, Arena
01.10. München, Olympiahalle

D/TROIT
fkpscorpio.com
Mal was anderes gefällig? D/troit spielen aufregenden Soul und Funk und verwandeln so jede Konzertlocation in eine Tanzparty.

06.02. Bremen, Lila Eule
07.02. Köln, Artheater
08.02. München, Kranhalle
09.02. Schorndorf (Stuttgart), Mannufaktur
20.02. Hamburg, Mojo Club
21.02. Hannover, Mephisto
22.02. Dresden, Groove Station
23.02. Berlin, BiNuu

ALEJANDRO ESCOVEDO
starkult.de
Einer der wichtigen Pioniere des Rock- und Singer/Songwriter-Genres bespielt im Frühjahr so manche Bühne.

24.04. Berlin, Quasimodo
25.04. Frankfurt, Brotfabrik
27.04. Zürich, El Lokal
03.05. Geislingen, Rätsche

Video der Woche: Pantera mit ›Walk‹

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Pantera WalkZum heutigen Todestag von Dimebag Darrell widmen wir Pantera unser ‚Video der Woche‘.

Am 08. Dezember 2004 wurde Darrel Lance Abbott, besser bekannt als Dimebag Darrel, während einer Show seiner Band Damageplan auf der Bühne erschossen. Seine größten Erfolge verzeichnete der Gitarrist mit seiner Metalband Pantera, die sich im Jahr 2003 auflöste.

In Gedenken an Dimebag gibt es hier das Video zu ›Walk‹ vom Album VULGAR DISPLAY OF POWER von 1992 zu sehen.

Tom Waits – Toms wildes Jahr

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Photo of Tom WAITSPseudo-Jazz vom Mülltonnen-Sinatra: Vor gut 35 Jahren befand sich Tom Waits in der kreativen Sackgasse. Rettung nahte mit SWORDFISHTROMBONES, einer stolzen Absage an die Kommerzialität. Das Album, angefüllt mit bizarren Geschichten und selbstgebauten Instrumenten, brachte ihn zurück ins Geschehen.

Tom Waits, 33 Jahre alt, hatte keine Lust mehr. Und zwar darauf, als ewiger Beatnik-Penner wahrgenommen zu werden, der im „Tropicana Motel“ in L.A. lebt und Pseudo-Jazz-Alben veröffentlicht, die ausschließlich davon handeln – nun ja -, im „Tropicana Motel“ in L.A. zu leben. Mit SWORDFISHTROMBONES erfand sich das Nachtschattengewächs radikal neu und befreite sich nicht nur vom „Tropicana“, sondern auch von allerlei Krücken, die ihn seit seinem Karrierebeginn ein Jahrzehnt zuvor gestützt hatten: Manager Herb Cohen, Produzent Bones Howe und nicht zuletzt der Plattenfirma Elektra/Asylum.

>Ich erinnere mich an den leichten Schock, als kurz nach Waits’ extravagantem Soundtrack zu Francis Ford Coppolas Großproduktion „One From The Heart“ (deutscher Verleihtitel: „Einer mit Herz“) das neue Werk SWORDFISHTROMBONES erschien. Wie, fragten wir uns, kann ein Mann innerhalb eines Jahres zwei derart unterschiedliche Alben veröffentlichen? Zugegeben: Rock-Kritiker mit Ohren konnten bereits auf ONE FROM THE HEART subtile Fingerzeige heraushören, die in Waits’ Zukunft wiesen. Sowohl ›Circus Girl‹, als auch ›You Can’t Unring A Bell‹ ragten heraus aus dieser Sammlung schöner Balladen. Wenn man Waits’ Werk weiter zurückverfolgte, konnte man auch ›Red Shoes By The Drugstore‹ vom 1978er-Album BLUE VALENTINE als frühen Vorläufer des wilderen und rhythmisch primitiveren Stils von SWORDFISHTROMBONES erkennen. HEARTATTACK AND VINE nahm bereits 1980 den ruppigen R&B zwischen Howlin’ Wolf und Captain Beefheart vorweg, der sich auf SWORDFISHTROMBONES mit ›Gin Soaked Boy‹ und ›16 Shells From A Thirty-Ought-Six‹ Bahn brechen sollte.

Waits zweifelte seit einiger Zeit an der Richtung, die er mit THE HEART OF SATURDAY NIGHT (1974) und NIGHTHAWKS AT THE DINNER (1975) eingeschlagen hatte. Tatsächlich brauchte es jedoch eine junge Frau namens Kathleen Brennan – Drehbuch-Redakteurin bei „One From The Heart“ und kurz darauf Waits’ Ehefrau -, um seiner Metamorphose den nötigen Schub zu verpassen. „Kathleen begann damit, mir seltsame Musik vorzuspielen“, erzählte Waits später, „sie sagte zu mir: ‚Du kannst dieses und jenes nehmen und alles zusammenrühren, denn es gibt einen Punkt, wo sich all diese Elemente überlappen.’.“ Nichtsdestotrotz missbilligten viele Brennans Einfluss auf ihren Ehemann, die Unterstellung lautete, sie habe genau wie Yoko Ono einen Keil zwischen ihren Mann und sein früheres Werk getrieben, und zwar einzig aus dem Grund, seine Karriere besser kontrollieren zu können. „Sie sonderte ihn von allen ab“, meint Bones Howe, fügt aber schnell hinzu: „Ich hege ihr gegenüber keine schlechten Gefühle, denn ich glaube fest daran, dass sie sein Leben gerettet hat. Sie gab ihm Stärke, als er Stärke brauchte.“ Waits, der ihr den Song ›Jersey Girl‹ widmete, wird konkreter: „Ich bin am Leben wegen ihr. Ich war am Arsch. Ein Süchtiger. Ich hätte es nie geschafft.“

Als sie ihren Sommerurlaub 1982 in Irland verbrachten, wo Kathleens Cousins lebten, wurde ihr Einfluss auf seine neuen Werke deutlich spürbar. Es spielt keine Rolle, ob es wirklich stimmt, dass nahezu alle Stücke von SWORDFISHTROMBONES, thematisch zusammenhängend wie eine Suite, in einer einzigen Nacht auf der Emerald Island entstanden sind. Wesentlich wichtiger ist, dass Waits mit ihnen Neuland betrat: Statt wie bisher auf Nummer sicher zu gehen und die Stücke um Stimmungen, Charaktere oder Pianoakkorde herum zu bauen, waren es jetzt visuelle Bilder, die er vertonte – und die seinen bisherigen Barmusik-Rahmen drastisch sprengten.

›Shore Leave‹, ein frühes Demo, das Waits im April 1982 Joe Smith von Elektra-Asylum vorspielte, war die lebhafte Darstellung eines heimwehkranken Mannes, der in Hongkong verloren geht. ›Dave The Butcher‹ indes, ein gruseliges Orgel-Instrumental, war von einem lokalen Hackmesserschwinger in Irland inspiriert. Diese Songs versuchten, in die Köpfe ihrer Protagonisten vorzustoßen, man könnte fast sagen: in ihre Seelen. „Ich versuchte Musik zu finden“, erzählte Waits 1999, „die zu den Charakteren passte, von denen die Songs handelten. Die eben nicht so tut, als würde jeder den gleichen Anzug tragen.“

Nicht nur für Smith war diese Musik, für die es praktisch kein Vorbild gab, ein Buch mit sieben Siegeln, auch die Labelbosse von Elektra-Asylum reagierten ratlos und genehmigten, dass Waits sein kommendes Werk in den berühmten Sunset Sound Studios in Hollywood aufnehmen und selbst produzieren dürfe. Vom anfänglichen Prestige-Status, den Waits bei Asylum genossen hatte, war nicht mehr allzu viel übrig. „Tom und Kathleen beschlossen, es besser selbst zu produzieren“, erzählt Smith, „und ich hatte wenig Lust darüber zu streiten, denn ich war der Meinung, dass es ohnehin keinen Produzenten gab, der ihn mit diesen Songs auf 300.000 verkaufte Alben bringen würde. Zudem hielt ich es für einen Fehler, dass er sich von Bones getrennt hatte.“

Waits, umgeben von allerlei Musen, ging nun daran, seine neuen Songs in kühne Klänge zu verpacken. An seiner Seite: Kathleen, die laut Waits „diese Platte eigentlich co-produziert hat, obwohl sie nie einen Credit erhielt“. Schlagzeuger Stephen Hodges erinnert sich: „Er hatte mich in der James Harman Band gehört. Irgendwie kam der Kontakt zustande, also ging ich in die Amigo Studios in Nord-Hollywood und spielte ein bisschen. Ein Percussionist war dort, und ich glaube auch Bassist Larry Taylor. Dann riefen sie mich noch mal an und wir begannen mit der Arbeit im Sunset Sound Studio. Da waren Victor Feldman und Larry, Gitarrist Fred Tackett und die Bläser Joe Romano und Randy Aldcroft. Eine kleine, feine Mannschaft.“

Die damals neuesten Technologien, verantwortlich dafür, dass Popmusik zunehmend seelenlos klang, kamen nicht zum Einsatz, dafür tauchten Waits und seine Komplizen mit einer LKW-Ladung Instrumente auf, die in der Rockmusik bislang bestenfalls Nebenrollen gespielt hatten: Marimbas, Afro-Trommeln, balinesische Percussion, Dampforgeln, Glasharmonikas. Einen großen Einfluss auf Waits übte damals der exzentrische Hobo-Komponist Harry Partch aus, der so bizarre Instrumente wie den „Kürbisbaum“ und die „Cloud Chamber Bowls“ erfunden hatte. Waits hatte ihn schon seit einigen Jahren auf dem Schirm, bei einem Konzert des Partch Ensembles 1978 (Partch selbst war bereits 1974 verstorben) sprach er mit Ensemblemitglied Randy Hoffman über die „Cloud Chamber Bowls“ (einen Holzrahmen, in dem verschieden klingende Glasschüsseln aufgehängt sind, Anm. d. Übers.). „Er war davon fasziniert“, erinnert sich Hoffman, „ich sehe ihn vor mir, wie er auf meine Brust hämmert und sagt: ‚Das trifft dich genau hier!’.“ Besonders angetan war Waits von den diversen Marimbas, die Partch erfunden und gebaut hatte. Die vibraphonartigen Klänge dieser Instrumente waren gleichermaßen exotisch und seltsam – und Welten entfernt von der Jazz- und R&B-Instrumentierung, auf die er sich so lange verlassen hatte. Meister der Marimba war Victor Feldman, der Klavier, Vibraphon und Percussion für so ziemlich jeden von Woody Herman bis Steely Dan gespielt hatte. „Er war der große Zampano bei den SWORDFISH-Sessions“, erinnert sich Stephen Hodges. „Als wir ›In The Neighborhood‹ einspielten, arrangierte er die kompletten Bläsersätze.

Feldmans Marimbas waren die Hauptzutat bei ›Shore Leave‹, ergänzt um die sogar noch obskureren Aunglongs (Metallröhren in einem Holzrahmen, ähnlich Tubular Bells, Anm. d Übers.), die von Francis Thumm gespielt wurden, einem alten Freund von Waits aus San Diego. Kontrapunkte setzten die schartigen Gitarren- und Banjo-Einwürfe von Fred Tackett sowie ein überraschend harmonisch klingender Stuhl, der über den Studiofußboden geschleift wurde. „Fred musste ständig neue Saiten aufziehen“, erinnert sich Hodges, „denn er sollte seine Gitarre mit seinem Autoschlüssel spielen, weshalb sie dauernd rissen.“

Tacketts verstümmeltes South-Side-Chicago-Solo in ›Gin Soaked Boy‹ ist einer der Höhepunkte des Albums, doch beim tranceartigen, vom rasselnden Tamburin befeuerten ›Down, Down, Down‹ wurde er von Carlos Guitarlos ersetzt, dem Teilzeitgitarristen der wüsten R&B-Combo Top Jimmy And The Rhythm Pigs. „Tom rief mich an und sagte: ‚Ich bin im Studio, komm vorbei’“, erinnert sich Guitarlos. „Im Studio gab es nur ein wenig Schlagzeugbegleitung, ganz dezent, weil Victor diese jazzige Hintergrund-Snare spielte. Ich fand, dass sie wirklich abgingen, obwohl noch kein Gesang dabei war. Ich spielte und spielte, und irgendwann sagte Tom: ‚Das ist okay, aber noch nicht ganz richtig.’ Also stimmten wir eine Saite etwas tiefer, damit der Sound flacher wurde.“

Stephen Hodges erinnert sich daran, dass Waits im Studio „eher ruhig“ war, aber doch Autorität ausstrahlte. Er liebte die Art und Weise, wie Waits den Musikern der Reihe nach vorbrummte, was sie spielen sollten.

Ozzy Osbourne: Keinen Bock auf Weihnachten

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Ozzy OsbourneÜberraschung: Ozzy Osbourne kann Weihnachten nicht ausstehen.

Wer hätte das erwartet? Dem Fürst der Finsternis geht fu**ing Weihnachten am Allerwertesten vorbei. Das Fest sei lediglich etwas für „Shoppingsüchtige und Kinder“.

Deswegen beschäftige sich Ozzy Osbourne lieber mit den Vorbereitungen für eine spezielle Edition des Ozzfests, das am 31. Dezember 2018 in Los Angeles stattfinden wird.