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Start Blog Seite 53

Kris Barras Band: HALO EFFECT

Muskulös und melodisch

War der frühere Mixed-Martial-Arts-Profi Kris Barras zu Beginn seiner Karriere eher bluesrockig unterwegs, geht er es auf HALO EFFECT modern rockend an, und zwar gleichzeitig mächtig und melodisch. Schon genial wie groovy und groß Nummern wie der Opener ›Hourglass‹ oder ›With You‹ aufgehen. Cool und durchaus chartstauglich. HALO EFFECT kann mit den Releases vergleichbarer Alternative-Acts wie Alter Bridge oder 3 Doors Down locker mithalten. Auch mit Papa Roach in gewissen Momenten. Die Kris Barras Band hat zeitgemäße Power, Pop-Appeal und Hitpotential – kraftvoller Gesang und starke Chöre machen ein Stück wie ›Fall To Fly‹ wirklich ansprechend. Das anschließende ›Waste Away‹ zeigt die Stärken im schnelleren Bereich. Wäre das Stück noch brutaler, könnte man es glatt als Metalcore durchgehen lassen. Vieles ist also eine Spur größer, oder wie Barras sagt: „Diesmal haben wir alles auf 11 hochgedreht und aufgemotzt.“ Wäre eine Überraschung, wenn das Teil nicht in irgendwelchen Charts – Rock, Alternative oder Mainstream – landen würde.

7 von 10 Punkte

Kris Barras Band
HALO EFFECT
EARACHE/EDEL

Freddy And The Phantoms: HEATHEN GOSPELS

Dänischer Bluesrock im orgellastigen Retro-Outfit

Diesen Dänen ist nicht zu trauen: Freddy And The Phantoms heißt die Band – klingt vom Namen her nach Schmalztolle, Petticoat und altem Rock’n’Roll. Auf den Promofotos macht das Quartett allerdings einen auf Country: Stetson, Bärte, Fransenjacken. Und dann betiteln sie ihr – bereits sechstes – Album auch noch HEATHEN GOSPELS. Heidnische Kirchengesänge, frei übersetzt. Die Verwirrung wird aber erst so richtig rund, hört man in die Platte rein: Denn vom guten, alten Rock’n’Roll ist nichts, von Country eher wenig und von Gospel schon gar nichts auszumachen. Dafür serviert der verschmitzte Dänen-Happen reichlich bluesigen Rock, nach alter Rezeptur angerührt. Weil eine Orgel neben der Gitarre das auffälligste Instrument im Arrangement ist, erinnern Freddy And The Phantoms immer wieder an Deep Purple – gleich im Opener ›Heart Is A Highway‹ und noch mehr im knochentrockenen ›Blues Trap‹. Geht es wie bei ›Blood‹ doch mal auf Country-Kurs, fühlt man sich schnell an Jon Bon Jovis 90er-Hit ›Blaze Of Glory‹ erinnert. Nicht übel, aber sehr old-fashioned – und um einen Tick zu brav.

5 von 10 Punkten

Freddy And The Phantoms
HEATHEN GOSPELS
TARGET

Was machen eigentlich: Demon?

In Anlehnung an die Textzeile „Don’t you know it’s the night of the demon“ aus dem 1981er-Hit ›Night Of The Demon‹ der britischen Metaller Demon wird man auf deren Homepage mit „Don’t you know it’s the site of the demon“ begrüßt. Hier erfährt man einiges über die Band, die maßgeblich zur NWOBHM beigetragen hat. Die Biografie ist laut dem aktuellen Drummer Neil Ogden „so ziemlich auf dem neuesten Stand“. „Trotzdem“ verrät der Brite noch ein paar Updates. Aber zuerst zur Geschichte! Demon werden 1979 von Sänger Dave Hill und Gitarrist Malcom Spooner gegründet. Nach einer Vervollständigung des Line-ups, das in den Folgejahren häufig wechselt, kommt 1981 – im selben Jahr veröffentlichen Def Leppard HIGH’N’DRY – NIGHT OF THE DEMON auf den Markt. Die Blütezeit der New Wave of British Heavy Metal wird also mitgenommen. Das Debüt kommt gut an und das anschließende THE UNEXPECTED GUEST wird zum größten Erfolg in der Demon-History. Mit den Follow-ups wird man mal progressiver und mal politischer, kann den Success der Anfänge aber nicht wiederholen. 1984 stirbt Gitarrist und Gründer Spooner und lässt Hill, der heute das letzte verbliebene Original ist, zurück.

Hill, der die Bühne schon mal mit dämonischer Schwarz-weiß-Schminke betritt, macht weiter. Mit einem festen Keyboarder und Platten wie HEART OF A STORM und TAKING THE WORLD BY STORM in den 80ern sowie HOLD ON TO THE DREAM und BLOW OUT in den 90ern. Letzteres von 1992 ist der vorläufige Abgesang und die Gruppe löst sich auf. Neun Jahre später holt sich Oberdämon Hill neue Musiker an Bord und reformiert die einst einflussreiche Formation. Seitdem sind drei weitere Longplayer erschienen, die zwar kritischen Maßstäben standhalten, kommerziellen hingegen weniger. Live ist man vorrangig auf Festivals wie dem Sweden Rock und dem Bang Your Head unterwegs, absolviert 2005 aber auch eine kleine Tour zusammen mit Magnum-Sänger Bob Catley. Zum 35-jährigen Jubiläum von THE UNEXPECTED GUEST wird das Album 2018 in voller Länge auf einer UK-Tour gespielt. Auch 2023 standen einige Shows auf der Agenda, wobei ein texanisches Event für Demon aufgrund von Visaproblemen ausfallen musste. Neue Termine sind noch nicht final avisiert, aber dafür tut sich was an der Recordingfront, wie Drummer Ogden erzählt: „Wir haben bei Frontiers Records für die nächste Veröffentlichung unterschrieben. Eine großartige Firma für uns, da sie einen weltweiten Vertrieb haben. Das Album soll Anfang dieses Jahres erscheinen.“ Promoten will man das neue Teil natürlich unbedingt und hat auch schon ein Festival in Frankreich im Auge. Zudem hofft die Band, auch nach Deutschland zu kommen. Neil Ogden: „Die Platte ist eine unserer stärksten seit vielen Jahren und wir sind sehr stolz darauf.“ Sein Wort in Gottes oder vielmehr Demons Ohr.

Blackberry Smoke: Die Schönheit des Schulterzuckens

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Umweltkatastrophen, Chaos, Hass und Hetze … die Turbulenzen unserer Zeit lassen auch Blackberry-Smoke-Frontmann Charlie Starr nicht kalt. Seine Antwort: eine weitere wunderbare Platte aus Southern/Country/Folk/Americana-Rock, die sich mit ernsten Themen befasst, aber vor allem die wunderbare, herzerwärmende, freudvolle und heilsame Magie der Musik beschwört. Denn, wie er im Zoom-Gespräch lapidar kommentiert, was soll man auch sonst tun?

Hallo Charlie, wie läuft’s in Atlanta?
Das kann ich dir in diesem Moment gar nicht sagen, denn ich bin gerade in London! Wir spielen diese Woche zwei kleine Pop-up-Gigs hier.

Und ihr habt in den Staaten gerade eine kurze Akustiktournee absolviert, die offenbar sehr schön war …
Ja, zwei Wochen akustische Musik im Schnee. Das Wetter bei uns in den USA war ja in letzter Zeit ziemlich brutal, also war das durchaus eine Herausforderung, aber wir haben es alle unbeschadet überstanden und alle hatten eine gute Zeit.

Bei unserem letzten Gespräch im Frühling 2021 war es gerade wieder möglich geworden, Konzerte zu geben, und ihr hattet einige Shows mit Social-Distancing-Maßnahmen in den ebenfalls recht kühlen Tennessee Mountains gespielt.
Ja, ich erinnere mich, das war damals auch nicht einfach.

Und wie ist es euch seither ergangen?
Ziemlich gut, wir machen einfach unser Ding …

Wobei damals ja noch nicht abzusehen war, ob ihr je wieder richtig „euer Ding machen“ könnt.
Das stimmt. Was für eine verrückte Zeit! Und Covid ist ja noch lange nicht vorbei. Erst vor ein paar Tagen fragte ich mich auch wieder, ob ich es habe. Und mein Dad, der gerade 78 geworden ist, hatte es erst kürzlich wieder. Zum Glück war es nur wie eine Erkältung für ihn, aber das ist nun etwas, mit dem wir einfach werden leben müssen. Eine weitere Krankheit, die wir eben der Liste hinzufügen müssen. Es ist jetzt ein Teil der Gesellschaft, wie ein vielleicht nicht so innig geliebtes Familienmitglied.

Und warst du zufrieden, wie das Album YOU HEAR GEORGIA dann gelaufen ist?
Es ging bei der Platte ja teilweise darum, dass die Menschen, sowohl in den USA als auch international, einige falsche Vorstellungen von eurer Heimat haben.

Denkst du, es ist euch gelungen, einigen die Augen zu öffnen und vielleicht manche dieser Ansichten zu korrigieren?
Die Platte wurde sehr wohlwollend aufgenommen und wir hatten einen guten Lauf damit. Aber ob es uns gelungen ist, Leute dazu zu bringen, ihre Meinung zu überdenken? Wahrscheinlich nicht. Wir haben ja heutzutage alle diese Dinger in der Tasche [hält sein Smartphone vor die Kamera], und jeder bildet sich seine eigene Meinung, wie er kann, wann er kann und zu was auch immer er kann. Aber ich weiß nicht, ob es wirklich mein oder unser Ziel war, irgendjemand von irgendetwas zu überzeugen. Klar, das war die Inspiration hinter dem Song ›You Hear Georgia‹. Aber letztlich ging es mir nicht so sehr darum, die Meinung der Leute zu ändern, sondern einfach nur darum, meine eigene zum Ausdruck zu bringen.

Aber es muss doch ziemlich frustrierend sein, immer wieder mit solchen Vorurteilen konfrontiert zu werden.
Ja, natürlich ist es das. Aber das ist doch heutzutage überall so, auf der ganzen Welt. Und bei uns in Amerika gibt es mittlerweile sehr viele Menschen, die gar nicht mehr stolz darauf sind, Amerikaner*innen zu sein. Es gibt einfach so viele Probleme, so viel Leid. Das sprechen wir auch in unserem neuen Stück ›Dig A Hole‹ an. Darin geht es im Wesentlichen darum, zu sagen: Okay, wir haben alle nur eine sehr begrenzte Zeit, die wir auf diesem Planeten verbringen und genießen dürfen. Macht es da wirklich Sinn, sich ständig den Kopf darüber zu zerbrechen, was andere darüber denken, was für ein Mensch man ist oder zu sein versucht? Der Text ist wie ein Zwiegespräch, in dem gefragt wird: Was bist du? Was versuchst du, zu erreichen? Eine Yin-Yang-Situation. Aber es ist nun mal eben nicht so, dass es nur die eine oder die andere Wahl gibt. Da sind immer mehr als zwei Optionen, aber die Social-Media-Denke zielt genau darauf ab. Wenn du nicht auf dieser Seite stehst, stehst du auf der anderen! Das hat die Gesellschaft unglaublich polarisiert. Und klar, ich bin ja auch mitschuldig. Hier sitze ich mit all meinen fucking Geräten. Ich liebe ja auch die Information, die man mit ihnen bekommen kann, aber ich bin den ständigen Kampf leid. Ich bin so müde davon, zu sehen, wie Leute einander unablässig fertigmachen. Dabei gibt es doch so viel mehr, über das man sich Gedanken machen könnte. Wenn man wirklich das Leben betrachtet und Bilanz zieht, erkennt man doch das, was wirklich wichtig ist. Aber so viele Menschen schaffen das nicht, weil sie zu beschäftigt damit sind, sich darüber aufzuregen, was andere denken. Dafür habe ich keine Zeit. In meinen 20ern war ich vielleicht auch noch so drauf, aber heute sage ich mir nur noch: Ich mag das hier und mir ist scheißegal, was irgendjemand anders davon hält.

Darüber sprachen wir auch schon vor drei Jahren. Damals sagtest du, vielleicht stolpern wir so zur Erleuchtung.
Leider scheinen wir heute eher noch weiter davon entfernt zu sein. An dem grundlegenden Problem hat sich jedenfalls nichts geändert. Alles, was man tun kann, ist doch, das wertzuschätzen was einem lieb und teuer ist. Und natürlich werden auch da die Meinungen auseinandergehen, was das sein mag …

Noch mal zurück zu 2021. Du sagtest, das Material auf YOU HEAR GEORGIA sei größtenteils vor der Pandemie fertig gewesen, aber wie so viele hattest du damals nichts zu tun und schriebst mehr Songs denn je. Sind das nun die Stücke, die wir auf dem neuen BE RIGHT HERE hören?
(zögert) Hmmm, ja, wahrscheinlich. Da müsste ich jetzt ehrlich gesagt noch mal genau nachsehen. Ich schreibe eben nun mal ständig Lieder, denn ich liebe den ganzen Prozess einfach, die Gitarre in die Hand zu nehmen und zu sehen, wie eine Idee sich dann langsam zu einem fertigen Stück entfaltet. Aber es gab auch noch Material, das wir beim letzten Mal nicht arrangiert haben. Von den Aufnahmen war aber nichts mehr übrig, denn wir haben immer dieselbe Methode, das ist der Modus Operandi unseres Produzenten Dave Cobb – er mag es nicht, Zeit zu verschwenden, also sagt er: „Wir suchen gleich am Anfang die zehn Nummern aus, die aufs Album kommen, und nehmen sie auf, sonst nichts.“ Aber ich denke, das kommt eh mit dem Alter, man lernt einfach mit der Zeit, was funktioniert und was nicht. Ich weiß, dass nicht jeder Track großartig ist, sie sind nicht alle „mein Baby“, auch wenn sie mir natürlich alle etwas bedeuten. Aber was mir gefällt, muss nicht zwangsweise auch Dave oder dem Rest der Band gefallen. Wir sind da sehr demokratisch, es wird nichts ausgewählt, mit dem nicht alle zufrieden sind. Das ist eine gute Herangehensweise, um sich ein dickes Fell zuzulegen. Aber das gilt ja ohnehin für das Songwriting an sich, die ganze Erfahrung, ob die Leute etwas mögen oder nicht, das ist ja alles völlig subjektiv. Aber es macht mir Spaß und ich könnte nicht leben, ohne das zu machen.

Jedenfalls habt ihr auch für BE RIGHT HERE wieder eine tolle Auswahl getroffen. Besonders ragt dabei das bittersüße ›Azalea‹ heraus, das so schön wie bewegend ist.
Oh vielen Dank, das ist auch der Lieblingssong meiner Frau und meines ältesten Sohnes. Ich weiß noch, wie ich die ersten Zeilen vor mich hinsang, mit dieser kleinen Gitarrenmelodie, und plötzlich rief sie aus dem Nebenzimmer: „I love it!“ Darin geht es darum, seinen Kinder nahe zu sein, ohne sie zu erdrücken.

Was war die Inspiration dahinter?
Einfach, unsere Kinder aufwachsen zu sehen, sowohl bei mir als auch bei meinem Freund Travis Meadows, mit dem ich an den Texten arbeite. Irgendwann wird einem klar, dass sie schon richtig ausgewachsene Menschen sind, aber ich sehe mir meinen Ältesten an und denke, „hey, du bist noch immer mein kleiner Racker“. Was für eine interessante Existenz das doch ist.

Immerhin war das wohl etwas Positives an der Pandemie, mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu können, als das bei dir normalerweise der Fall ist.
Ja, sicher, das war ein angenehmer Nebeneffekt, denn ich blieb ja ein ganzes Jahr lang zu Hause. Für meinen Kleinsten machte es das dann aber auch wiederum schwerer, denn er war noch so jung, dass er in der Zeit wieder vergessen hat, wie es vorher war, und sich daran gewöhnt hatte, mich ständig um sich zu haben. Als wir dann wieder mehr unterwegs waren, fand er das ziemlich hart. „Was, du bist jetzt WIE lange weg?“ Aber das verging zum Glück bald wieder, und es dauerte nicht lang, bis es nur noch hieß: „Dad, bring mir was mit!“ Schön, dass er die Sonnenseite des Ganzen sieht.

Was eine gute Überleitung zu einem weiteren Highlight ist, ›The Other Side Of The Light‹, in dem es heißt: „Mach dir keine Sorgen über die Dunkelheit, sie ist nur die andere Seite des Lichts.“ Es ist nicht immer leicht, sich das vor Augen zu halten.
Ja, auf jeden Fall. Es passiert so leicht, dass man sich nur auf die Schattenseiten konzentriert und endlos wiederkäut, wie schlimm alles ist. Die Inspiration dahinter war, dass ich im Sommer in den Nachrichten sah, wie Kalifornien in Flammen stand. Das scheint mittlerweile jeden Sommer so zu sein, und da erzählte jemand, wie es war, als das Feuer immer näher kam … Ich habe auch einen Freund, Butch Walker, der schon zweimal dort sein Haus durch diese Brände verloren hat. Er ist nun nach Tennessee gezogen. Und in Kanada war es noch viel schlimmer! Wir waren dort auf Tour, und obwohl wir uns einige hundert Meilen von den Brandgebieten entfernt aufhielten, fiel es mir schwer, zu singen, weil die Luftverschmutzung einfach so furchtbar war. Selbst in Michigan und Wisconsin gab es Warnungen deswegen, und sogar in New York gab es ja ein paar Tage, in denen der Himmel unheimlich lila war und man kaum atmen konnte. Und fast genauso beunruhigend ist, dass die meisten Menschen das einfach völlig apathisch hinnehmen.

Die Botschaft des Albums, im Moment zu leben und das zu schätzen und genießen, was man hat, kann da fast schon fatalistisch erscheinen …
Nun, so ist das sicher nicht gemeint, aber es stimmt schon, die meisten fühlen sich angesichts solcher Ereignisse einfach hilflos und gehen eben trotzdem zur Arbeit, weil sie es müssen. Da muss man erst recht versuchen, die guten Dinge und Momente wahrzunehmen, die man hat, denn was soll man sonst tun?

Wie dem auch sei, es gelingt euch nach wie vor wunderbar, die schiere Freude des Rock’n’Roll zu transportieren, und das mit einer einzigartigen Wärme, die euch seit jeher auszeichnet.
Vielen Dank! Wir tun unser Bestes …

Dann freuen wir uns schon mal auf September, wenn ihr wieder in unseren Breiten vorbeischaut.
Wir uns auch. Ein großes Danke an euch alle, wir lieben Deutschland!

Twisted Sister: Die Reunion lockt …

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In einem Interview im Rahmen des „The Hook Rocks!“-Podcasts hat Dee Snider über die Möglichkeit einer Twisted-Sister-Reunion gesprochen. Die Band hatte sich nach einer Abschiedstournee im Jahr 2016 eigentlich offiziell und endgültig aufgelöst. In diesem Zusammenhang war es Frontmann Dee Snider, bekannt für seine große Klappe, der immer wieder darauf hinwies, dass Twisted Sister sich wirklich aufgelöst hatten und nicht nur strategisch pausierten, um dann mit einer Reunion-Tour mehr Kohle rauszuschlagen. Mit diesen Worten kritisierte er auch zahlreiche seiner Kollegen, schließlich sind derartige Trennungs- und Wiedervereinigungsgeschichten in der Historie der Rockmusik keine Seltenheit. (Man denkt in diesem Kontext an Bands wie die Scorpions, Mötley Crüe und viele mehr).

Doch scheinbar werden die Angebote nun zu gut, um sie noch länger ablehnen zu können, wie Snider verrät. „Wir haben jetzt acht Jahre lang nicht gespielt, hatten keine Absicht, zurückzukommen. Aber – mein Vater sagt immer: ‚Alles, was vor dem Wort ‚aber‘ kommt, ist Blödsinn‘ – aber irgendwann muss man sagen: ‚Wie kann ich dazu nein sagen?‘ Sind wir schon soweit? Nein! Nähern wir uns dem? Ja!“

Humble Pie: ›I Don’t Need No Doctor‹ feat. The Black Berries

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Auf dem Youtube-Kanal von „Midnight Special“ wurde ein neuer Mitschnitt von Humble Pie veröffentlicht. Die Sendung wurde von 1972 bis 1981 in den Staaten ausgestrahlt, auf der Youtube-Seite werden regelmäßig Performances zahlreicher Musikschaffender von damals ausgestrahlt.

Jetzt gibt es eine neue Performance von Humble Pie zu sehen. Zusammen mit The Black Berries, einem Trio aus talentierten Sängerinnen, die damals regelmäßig Stars wie Ringo Starr und Co. bei Studioaufnahmen unterstützten, gibt die Band eine feurige Version von ›I Don’t Need No Doctor‹, im Original von Ray Charles, zum Besten.

Gegründet hatten sich The Black Berries übrigens, nachdem Steve Marriott von Humble Pie Sängerin Vanetta Fields gefragt hatte, ob sie auf einem Humble-Pie-Album singen wolle. Für dieses Vorhaben akquirierte sie zwei weitere Sängerinnen und formierte mit ihnen The Black Berries.

Metallica: Covern Elton Johns ›Funeral For A Friend/Love Lies Bleeding‹

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Auf ihren Social-Media-Kanälen haben Metallica kürzlich einen Ausschnitt ihrer Coverversion von Elton Johns ›Funeral For A Friend/Love Lies Bleeding‹, dem Opener von GOODBYE YELLOW BRICK ROAD, gepostet. Die Performance fand im Rahmen der diesjährigen Verleihung des „Gershwin Prize for Popular Song“ statt. Der Preis zeichnet Musikschaffende für ihre Lebenswerke aus. In diesem Jahr wurde die Karriere und das Vermächtnis von Elton John und seinem Songwriting-Partner, Bernie Taubin, geehrt.

Metallica dazu: „Sir Elton John half uns 2021 mit ›Nothing Else Matters‹ auf THE METALLICA BLACKLIST, heute Abend erwidern wir diesen Gefallen.“

In unserem Metallica-Sonderheft lest ihr auf 148 Seiten alles über die Bandgeschichte der Thrash-Legenden. Jetzt hier versandkostenfrei bestellen: Metallica Sonderheft.

Led Zeppelin: Bisher ungesehenes Live-Material veröffentlicht

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Bisher ungesehenes Live-Material eines Led-Zeppelin-Gigs aus dem Jahr 1975 ist online aufgetaucht. Der Videoclip zeigt 51 Minuten eines Konzerts, das die Band in eben jenem Jahr am 6. Februar im „Montreal Forum“ in Kanada spielte. Die Aufnahmen stammen von Fotograf Jim Kelly, auch unter dem Pesudonym Speedy bekannt.

Jetzt wurde dieser historische Publikums-Mitschnitt auf dem Youtube-Kanal „Speedy’s Films“ veröffentlicht. Der Kanal wurde posthum von Speedys Freund Rob Gronfors gegründet, um die Arbeit von Jim „Speedy“ Kelly zu würdigen. Die 51 Minuten sind wackelig, dunkel und von minderer Soundqualität – trotzdem stellen sie ein wunderbares historisches Dokument dar.