0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 36

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats: SOUTH OF HERE

Mal melodiöse, mal eher sperrige Americana mit mancher Überraschung

Das Erfolgsdiagramm beschreibt eine Zickzack-Kurve: Auf Hit-Alben (wie dem Debüt) folgen bei Nathaniel Rateliff und seinen getreuen Begleitern von den Night Sweats meist eher weniger erfolgreiche Werke. Mit THE FUTURE von 2021 erlitt man sogar böse Schiffbruch. SOUTH OF HERE soll es jetzt wieder richten – und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn die elf unter der Regie von Brad Cook (Bon Iver) in Texas aufgenommenen Tracks halten ein Füllhorn an interessanten Einfällen parat Für den Auftakt sorgt das vielleicht gefälligste Stück: ›David And Goliath‹ erinnert mit seinen simplen, aber eingängigen Fender-Rhodes-Akkorden, der hübschen Gesangsmelodie und den gepflegten Saxofon-Linien sogar an die guten, alten Supertramp. Ein Volltreffer! Aber auch ein Titel, der in die Irre führt. Denn so melodisch-gefällig geht es im weiteren Verlauf von SOUTH OF HERE nur noch selten zu. Meist rühren der charismatische, aus St. Louis stammende Sänger und seine soliden Sidemen ein spezielles Americana-Gebräu an – mit Stax-typischen Bläser-Arrangements (›Get Used To The Night‹), sperrigen Folkrock-Tönen (›Remember I Was A Dancer‹) und introvertierter Singer/ Songwriter-Kunst (›Center Of Me‹) als Zutaten. Wer sich eine Mischung aus Billy Joel, Hirth Martinez und Dr. John vorstellen kann, weiß, wo es bei SOUTH OF HERE lang geht.

8 von 10 Punkten

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats
SOUTH OF HERE
CONCORD/UNIVERSAL

Johnny Cash: SONGWRITER

Unveröffentlichte Lieder der Country-Ikone

Johnny Cash ist Kult! Der wegen seiner schwarzen Outfits und des gleichnamigen Songs „Man in Black“ genannte Künstler wird gerade auch von jüngeren Musikfans verehrt. Sein Konterfei ist oft auf Shirts zu sehen, besonders beliebt: das Motiv mit dem Mittelfinger. Eben den reckt SONGWRITER musikalischem Mittelmaß entgegen. Die elf bis dato unveröffentlichten und auf Demos von 1993 basierenden Lieder zeigen einmal mehr die Genialität der Country-Legende. Sohn John Carter Cash hat die verschollenen Schätze entdeckt und die Rohversionen zusammen mit Gästen, die teilweise noch selbst mit Cash musiziert haben, aufpoliert. Aber nicht auf Hochglanz, sondern eher matt und mit Patina. Und so erinnern die Stücke durchaus an glorreiche Taten wie ›A Boy Named Sue‹ und ähnliche Kaliber. Neben den großen Harmonien blitzt immer wieder auch Humor auf. Und Cashs Talent für bildhaftes Storytelling. ›She Sang Sweet Baby Jane‹ im Lullaby-Stil lässt einen intensiv an der Geschichte der Protagonistin teilhaben und ›Have You Ever Been To Little Rock‹ erinnert an den Country-Klassiker ›Games People Play‹ von Joe South. Dennoch lassen das markante Timbre und die pointierte Instrumentierung die vorliegenden Kompositionen typisch nach Cash klingen. Gerade der Bass und die Akustikgitarre führen wunderbar durch die Erzählungen und unterstützen den Gesang perfekt. Fazit: Starke Lieder und überzeugendes Storytelling von einer amerikanischen Ikone.

7 von 10 Punkten

Johnny Cash
SONGWRITER
MERCURY NASHVILLE/UNIVERSAL

Uncle Acid and the Deadbeats: Acht Fäuste für ein neues Album

0

Uncle Acid and the Deadbeats aus Cambridge sind berühmt berüchtigt für ihren Sound, der nach den frühen Black Sabbath oder Pentagram klingt – gewürzt mit einem Schuss Alice Cooper und einer Prise The Kinks. Seit 2010 veröffentlichte die Band um Kevin Starrs fünf starke Platten – nun überraschen uns die Briten mit einem völlig andersartigen Konzeptalbum. NELL‘ ORA BLU ist eine Mischung aus Krimi-Hörspiel und Soundtrack aus dem Italien der späten Sixties. Doch damit nicht genug: Die Dialoge werden von echten Italo- Kinolegenden gesprochen, darunter Franco Nero. (Text: Philip Opitz)

Kev, euer neues Konzeptwerk erinnert an die Soundtracks von italienischen Thrillern aus den späten 60er- und frühen 70er-Jahren. Es scheint fast so, als wolltet ihr mit dem Album den Vibe heraufbeschwören, der Bands wie Black Sabbath zu ihrer Musik inspirierte.
Absolut, ich meine, Black Sabbath haben ihren Namen ja sogar aus einem italienischen Horrorfilm. Ich glaube, dass diese exotischen
Filme die Inspiration für viele Psychedelic- und Rockbands boten. Deshalb haben wir auch die Dialoge bewusst auf Italienisch einsprechen lassen, damit man als Zuhörer wirklich nur die Stimmung und die Ästhetik auf sich wirken lassen kann – außer man spricht natürlich Italienisch! (lacht)

Diese sogenannten Poliziotteschi-Filme aus Italien sind inspiriert von US-Thrillern wie „Bullitt“ mit Steve McQueen oder den Film-Noir-Krimis aus Frankreich wie „Außer Atem“ mit Jean-Paul Belmondo. Oft enden sie in einer tragischen No-Win-Situation für alle Parteien. Meist liefern die Soundtracks dieser Spätprogramm-Filme noch eine ganz eigene unterbewusste Note, die ungewisse Stimmung des Morgengrauens, oder?
Absolut, ich wollte genau diese Atmosphäre schaffen. Deshalb geschieht auch der Mord in meiner Geschichte in der blauen Stunde, also kurz vor Sonnenaufgang, und die Platte trägt den Titel NELL’ ORA BLU (deutsch: Zur blauen Stunde). Es ist noch Nacht, und entweder eskaliert alles noch weiter oder der neue Morgen bringt eine Besserung der Situation. Von dieser Spannung leben viele Krimis aus dieser Zeit. Allerdings habe ich mir extra keine der damaligen Soundtracks angehört, um nicht versehentlich etwas zu kopieren.

Wie hast du es geschafft, den legendären Franco Nero als Hauptdarsteller beziehungsweise Hauptsprecher zu engagieren?
Das war ganz einfach: Ich habe sein Management über seine Website angeschrieben und er zeigte sich sofort begeistert. Natürlich habe ichihm nicht gleich gesagt, dass seine Rolle in dem Hörspiel den Tod findet. Aber ich glaube, er ahnte es! (lacht)

Der Sound des Albums ist auch weniger rockig als sonst, wie bist du das angegangen?
Die Gitarren spielte ich über einen Fender-Tweed-Deluxe-Verstärker ein, den ich sonst nie verwende. Als Haupteffekt für Gesang und
Gitarre verwendete ich jede Menge Hall, was ich sonst auch nie tue, sowie ein altes Echoplex-Hallgerät, das früher Neil Young gehörte.

Werdet ihr das Album mit Uncle Acid and The Deadbeats live spielen?
Lee Dorian, ein wirklich cooler und sehr künstlerisch denkender Typ von unserer Plattenfirma, möchte es uns in kleinen Theatersälen aufführen lassen, obwohl wir meinten, dass wir auf Tour lieber unser reguläres Set spielen. Wahrscheinlich wird es also eine Mini-Tour für NELL’ ORA BLU geben, mit etwa fünf Terminen in Europa, und dann wieder eine reguläre Tour mit mehr Daten und unserem gewöhnlichen Material. Schön, wenn die Plattenfirma mal mehr wagt als die Musiker – meist ist es ja andersherum.

Es klingt, als wäre die Platte dein persönliches PET SOUNDS geworden – hast du es im Alleingang geschrieben und aufgenommen?
Haha, das ist ein guter Vergleich. Vielen Dank! Das Album entstand größtenteils noch in den Jahren 2020 und 2021 während der Lockdowns. Daher nahm ich den Großteil tatsächlich im Alleingang auf, denn Justin und ich leben zwar im UK, aber ein ganzes Stück auseinander, John wiederum lebt in den USA und Vaughan in Kanada.

Ein weiterer Vergleich: Quentin Tarantino schrieb im Lockdown das Buch „Once Upon A Time In Hollywood“ als nachträglichen Roman zu seinem Film von 2019 – normalerweise geschieht das ja auch andersrum. In dem Film wird oft Bezug auf italienische Filme genommen. Hast du hier auch Inspiration gefunden?
Das ist ein wunderbarer Vergleich, da ich ja den Soundtrack für einen Film geschrieben habe, den es gar nicht gibt. Darüber hinaus erzählt Tarantino ja auch fiktive Geschichten aus vergangenen Zeiten, bei denen er den Vibe jener Tage minutiös erkundet. Auch verwendete er die Musik vieler italienischer Filmkomponisten, wie Fabio Frizzi oder Nora Orlandi in den „Kill Bill“-Filmen. Tatsächlich habe ich für das Artwork von NELL’ ORA BLU den gleichen italienischen Poster-Designer engagiert, der die ganzen fiktiven Filmplakate in „Once Upon A Time In Hollywood“ entworfen hat. Sein Name ist Renato Casaro.

Meilensteine: FREAK OUT! erscheint

27.06.1966: Die Doppel-LP FREAK OUT! von den Mothers of Inventions erscheint

Als 1948 in den USA mit der Vinyl-LP (12 Inch & 33 RPM) ein neues Tonträgerformat eingeführt wurde, bot das für den Hörer ungeahnte Dimensionen: Anstatt lediglich zwei Songs, wie auf dem Vorgängerformat Schellackplatte (10 Inch & 78 RPM), bot die Langspielplatte prinzipiell ein Vielfaches an Spielzeit. Zwar ließen sich im Jazz und in der Klassik alsbald LPs im Format Double, Triple, Quadruple und Quintuple absetzen, aber Pop und Rock blieben lange außen vor. Erst im popkulturellen Innovationsjahr 1966, als etablierte Solisten und Bands sowie eine junge Musikergeneration das Stilspektrum extrem verbreiterten und neue Genres wie Psychedelik, Soul und Progressive-Rock auftauchten, erschienen die beiden ersten Doppel-LPs. Zumal die bis dato eher stiefmütterlich behandelte LP, die oft nur eine Aneinanderreihung von Singles und B-Seiten mit einigen weiteren Liedern war, nun de extrem lukrativen Singles-Markt den Rang streitig machte. Unbändiger Experimentierwille gepaart mit durchdachten Konzepten hob die LP auf eine höhere künstlerische Ebene. Zum ersten Popkünstler mit Doppel-LP-Status avancierte Bob Dylan. BLONDE ON BLONDE im Ausklappcover, erschienen am 20. Juni 1966, bot 14 Tracks mit einer Laufzeit von 72:37 Minuten. Mit knapp über einer Stunde Spielzeit nahm sich FREAK OUT! vom 27. Juni 1966, das Debüt von Frank Zappa und seinen Mothers Of Invention, zwar moderater aus, aber der eklektizistische Inhalt samt verwegenem Ausklappcover toppte dann alles. Auch mit 14 Tracks gesegnet, fanden sich zwei Lieder in Überlänge: ›Help, I‘m A Rock (Suite In Three Movements)‹ (8:37) und ›The Return Of The Son Of Monster Magnet (Unfinished Ballet In Two Tableaux)‹ (12:22).

Ozzy Osbourne: „Schnupft das Zeug bloß nicht!“

0

Die Firma Death Dust hat mit Ozzy Osbourne einen mehr als glaubwürdigen Zeugen für ihre Werbebotschaft gefunden….

Death Dust ist ein Produkt der Firma Liquid Death. Das Pulver wird mit Wasser vermischt und so, laut Hersteller, zu einem Elektrolyt-Drink. Da sich unter diversen Werbefilmen des Unternehmens zahlreiche Kommentare befinden, die vorschlagen, das Pulver zu schnupfen, hat Liquid Death jetzt die perfekte Antwort auf diese (oft ironischen) Aussagen gefunden.

In einem neuen Spot mischen sich zwei anständige Jugendliche gerade Death Dust, als niemand Geringeres als Ozzy Osbourne höchstpersönlich vorbeikommt und aus einer Limousine heraus zu ihnen spricht. „Schnupft das Zeug bloß nicht“, ruft Ozzy den unschuldigen Teenagern zu. „Was immer ihr tut, versucht bloß nicht, zu freebasen!“, führt er weiter aus, ergänzt: „Und spritzt euch das Zeug niemals!“ Und setzt schließlich noch einen drauf: „Und denkt nicht mal an Boofing, ihr kleinen Perverslinge!“ [Boofing beschreibt eine Praxis, bei der Drogen mithilfe einer Spritze (ohne Nadel) in den Anus eingeführt werden. Anm. d. Red.]

Na, Ozzy muss es ja wissen…

Rod Stewart: Live in der Barclay Arena, Hamburg (20.06.)

0

Am 20. Juni spielte Sir Rod Stewart zwei Stunden lang in der Hamburger Barclay Arena. Bei seiner Coverversion von Robert Palmers „Addicted To Love“ folgten Stewart, ganz im Stile des ikonischen Originalvideos zum Song, fünf Damen in schwarzen Outfits mit Instrumenten auf die Bühne. Wie im Video spielten die Frauen die Instrumente nicht, drei von ihnen übernahmen die Backing-Vocals. Unser Fotograf Frank C. Dünnhaupt war vor Ort und hat die Show für euch festgehalten.

[slideshow_deploy id=’145571′]

Toto: Live am Tollwood in München (24.06)

Eine laue Sommernacht voller Toto-Virtuosität

Bereits um 17:45 Uhr ist Einlass in das Musik-Zelt am Münchener Tollwood-Festival. Die Band The Effect, mit Sprösslingen von Steve Lukather und Phil Collins an Bord, eröffnet den Abend. Die energiegeladene Truppe ist als Support mit auf der „Dogz Of Oz“-Tour, hat erst vor wenigen Wochen die Single ›If Could Have Been You‹ zusammen mit Steve Perry (ehemals Journey) veröffentlicht und ebnet den Weg für Toto, die überpünktlich um 19:50 Uhr die Bühne betreten und ziemlich exakt zwei Stunden spielen. Bereits beim ersten Versuch, das restlos ausverkaufte Zelt an diesem Sommerabend zu betreten, schlägt einem eine solche Hitze entgegen, dass man sich lieber in der Nähe der Sauerstoff-spendenden Türen ganz am Rand platziert. Es ist stickig, es ist heiß, die Menschen schwitzen. Vor allem den Musikern auf der Bühne dürften die zusätzlichen Scheinwerfer ein extra Feuer unter dem Hintern machen, doch Steve Lukather denkt nicht mal dran, sein Sakko während der Show abzulegen. Und auch Joseph Williams – der mit seinem neuen Style (lange Haare, Hut, Sonnenbrille, schwarze Weste und Schmuckbehang) aussieht, als würde er demnächst bei Lynyrd Skynyrd anheuern – behält Schal und Weste tapfer vom ersten ›Girl Goodbye‹ bis zum letzten ›Africa‹ an.

Man könnte meinen, dass solche Temperaturzustände nicht nur auf den Kreislauf, sondern auch auf die Stimmung schlagen, doch letztere ist an jenem Montagabend in München nicht nur stabil, sondern ausgezeichnet. Das Publikum zelebriert diese außergewöhnliche Musiknacht, es feiert die Ausnahmemusiker auf der Bühne, welche die Songs in außerordentlicher Qualität darbieten. Alles andere wäre wahrscheinlich auch nur schwer zu akzeptieren. Es gibt Bands in der Historie der Rockgeschichte, denen verzeiht man ein paar Unsauberkeiten. Bei einer Gruppe wie Toto jedoch, wo jeder Song von den Profis aller Profis auf allerhöchstem Niveau erschaffen wurde, wäre es wohl schwieriger, sich damit abzufinden. Gott sei Dank kann man derartige Gedankenspiele an diesem Abend gleich wieder zu den Akten legen, liefert die Band doch ein wahres musikalisches Feuerwerk ab. Der Gesamtsound ist wundervoll, der Gitarrensound von Ikone Lukather im Speziellen zum Niederknien, die Stimme von Joseph Williams noch voll da und die mehrstimmigen Background-Vocals aller Beteiligten klingen zusammen wirklich allererste Sahne.

https://www.youtube.com/watch?v=GLW4VPHC_Ew

Neben den zahlreichen Solo-Einlagen und den größten Hits sind es vor allem auch die beiden Coverversionen, die im Publikum für Bewegung sorgen. Einmal wäre da die von Hendrix-Fan Steve Lukather wundervoll dargebotene Version von ›Little Wing‹, bei der er an diesem Abend an Jeff Beck erinnert, der am Tag der Show Geburtstag gehabt hätte und für seine Adaption dieses Hendrix-Songs bekannt war. Das andere Cover ist eine nicht minder wunderbare Version von ›With A Little Help From My Friends‹, dessen mehrstimmiger Chorus so kraftvoll und emotionsgeladen von der Bühne herunterweht, dass sich trotz der Temperaturen im Zelt eine Instant-Gänsehaut über den ganzen Körper zieht. Ein weiteres Highlight der zwei Toto-Stunden: Die Bandvorstellung, bei der ein bestens gelaunter Steve Lukather kurz seine wahnsinnig talentierten Kollegen in den Mittelpunkt stellt. Da wäre der großartige Greg Phillinganes an den Keys, der bereits mit Künstlern wie Stevie Wonder, Quincy Jones oder Michael Jackson gearbeitet hat, den Lukather mit 19 Jahren in Hollywood kennengelernt hatte. Außerdem der neue Mann an den Keyboards, Dennis Atlas, der mit wehendem Haar hinter ihm auf der Bühne steht. Drummer Shannon Forrest, der – „haben wir heute Swifties im Publikum?“ – bereits für Popstar Taylor Swift gearbeitet hat. Bass-Ass John Pierce, den Lukather „kennt, seit wir Föten waren“ und der seit 1994 bei Huey Lewis & The News spielt. Der begnadete Multiinstrumentalist und Sänger Warren Ham, laut Lukather „das Schweizer Taschenmesser der Musik“ an Percussion, Saxophon, Tambourine und Gesang und natürlich Sänger Joseph Williams, der z.B. im Disney-Klassiker „König der Löwen“ als Singstimme des erwachsenen Simba mitwirkte und u.a. ›Hakuna Matata‹ gesungen hat – was die Band sogleich kurz anspielt.

Am Ende der lustigen Vorstellrunde erweist Joseph Williams seinem Kollegen Steve Lukather die Ehre und erzählt lachend, dass im Jahr 1957 ein UFO in New Mexio abgestürzt wäre und das Ergebnis jenes außerirdischen Unfalls nun heute neben ihm auf der Bühne stehe. Und ja, ein wenig extraterrestrisch wirkt es schon, dass Steve Lukather auf über 1500 Alben Gitarre spielte – teilweise 25 Sessions pro Woche absolvierte – daneben noch eine eigene Weltkarriere mit Toto hatte und trotz seiner Alkohol- und Drogeneskapaden vergangener Dekaden heute immer noch wie eine eins auf der Bühne steht und mit viel Witz, Charme und unvergleichlicher Virtuosität zu unterhalten weiß. Mit einer Kollektiv-Darbietung von ›Africa‹ zusammen mit der Vorband, geht dieser grandiose Abend zu Ende und man kann dieser aktuellen Inkarnation von Toto nur den Beifall zollen, den sie sich für ihre musikalische Leistung redlich verdient hat.

Deep Purple: Live beim „Summerside Festival“ (Grenchen, 20.06.)

Am 20. Juni spielten unsere aktuellen Titel-Helden Deep Purple live beim „Summerside Festival“ in Grenchen in der Schweiz. Unser Fotograf Björn Trotzki war vor Ort und hat die Show für euch festgehalten. Beim Konzert hat die Band bereits Songs von ihrem kommenden Album „=1“ gespielt, z.B. die erste Singleauskopplung mit dem Titel ›Portable Door‹.

So sah es bei Deep Purple in Grenchen aus:

[slideshow_deploy id=’145511′]

In der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK sprachen wir mit Ian Gillan, Ian Paice und Simon McBride von Deep Purple über das neue Album und die Langlebigkeit ihrer Band. Jetzt hier versandkostenfrei bestellen: CLASSIC ROCK #131