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Powerwolf: Kündigen THE MONUMENTAL MASS – A CINEMATIC METAL EVENT an

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Ende 2021 veranstalteten die deutschen Metaller von Powerwolf ein riesiges Streaming-Event, dessen Mitschnitt nun am 8. Juli dieses Jahres auf DVD, BluRay und weiteren Formaten erscheinen wird.

Damals wurde für jeden performten Song ein eigenes Bühnenbild entworfen. Alle Showeffekte, Schauspieler*innen und Locations wirkten Hand in Hand miteinander und brachten eine ganz neue Facette in das Medium Livemusik. Die cineastischen Bilder kann man sich ab Juli zuhause im eigenen Wohnzimmer zu Gemüte führen.

Noisolution: Geburtstagsparty am 8. und 9. April

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Eigentlich wollte das Label NOISOLUTION 2020 seinen 25. Geburtstag feiern. Nach mehrmaligen pandemiebedingten Verschiebungen findet die Party jetzt zwei Jahre später statt, wird deshalb aber nicht weniger gebührend ablaufen. Eher im Gegenteil.

Allen Widrigkeiten zum Trotze wird am 8. und 9. April im Roadrunner’s Paradise in Berlin Mitte ein tolles Line-Up mit Label-Freund*innen aufgefahren, um 27 Jahre Liebe zum Underground zu feiern. Am Freitag spielen Isoscope, 24/7 Diva Heaven und Rotor auf. Am Samstag stehen Kaskadeur, The Pighounds und Silvershark auf der Bühne. An den Abenden werden außerdem Spenden gesammelt, um Flüchtenden aus der Ukraine zu helfen.

AC/DC: „Die Band, die die Welt als AC/DC kennt“

Ende September erschütterten die Neuigkeiten um ein neues AC/DC-Album die Musikwelt. Dass Angus Young, Brian Johnson, Cliff Williams, Stevie Young und Phil Rudd nochmal zusammenarbeiten würden, schien bis zuletzt alles andere als sicher. CLASSIC ROCK skizziert den steinigen Weg hin zu POWER UP nach und sprach mit Angus Young über die Entstehung der neuen Platte.

Als AC/DC am 20. September 2016 die letzte Show ihrer ROCK OR BUST-Welttournee spielten, zog Angus Young am Ende von ›For Those About To Rock‹ einen sichtlich überraschten Cliff Williams nach vorne, um ihm einen letzten gebührenden und erstmals in der Geschichte der Band nur für ihn bestimmten Applaus zu bescheren. Nur wenige Wochen zuvor hatte Williams nach 43 Jahren seinen Ausstieg aus AC/DC angekündigt und diese Entscheidung schließlich mit einem offiziellen Video-Statement untermauert. In Selbigem versicherte der Bassist, dass sein Weggang nichts mit dem Fehlen von Malcolm Young, Brian Johnson oder Phil Rudd zu tun habe, sondern dass er schlichtweg nicht mehr touren und lieber Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Im Anschluss an diese traurige und verwirrende Neuigkeit von 2016 kehrte erst einmal Ruhe ein um die größte Rockband der Welt. Seit 2014 offengelegt wurde, dass Malcolm Young an Demenz litt, hatte sich ohnehin schon ein dunkler Schatten über AC/DC gelegt. Vor allem Angus kam in dieser Zeit schwermütig rüber, in Interviews wirkte er zerstreut und sehr ernst. Der herumalbernde Schuljunge, der auch in fortgeschrittenem Alter noch auf jede Frage eine ulkige Antwort zu geben wusste, schien von Gram und Sorgen verschüttet.

›Ride On‹

2017 war ein dunkles Jahr für Angus Young. Am 22. Oktober machte die Nachricht von George Youngs Tod die Runde. Der ältere Bruder von Malcolm und Angus hatte sich nach seiner eigenen Karriere mit den Easybeats eine erfolgreiche Produzenten-Existenz aufgebaut und sich dabei unter anderem auf die
Musik seiner Geschwister konzentriert. Ein schwerer Schlag also für die Young-Familie, der nur wenige Wochen später von einer weiteren Schreckensnachricht abgelöst werden sollte: Am 18. November war Malcolm Young nach mehreren Jahren schwerer Demenz im Alter von nur 64 Jahren gestorben. Ein Ruck ging an diesem Tag durch die Musikwelt und schnell hatte sich rund um den Erdball ein Konsens darüber gebildet, dass der Rock’ n ’Roll einen der besten Rhythmusgitarr isten überhaupt verloren hatte. Die Bilder von der Beerdigung sind bis heute nur schwer zu ertragen. Eingebrannt hat sich die Szene, wie ein deutlich gezeichneter Angus Young in Sydney aus der St. Mary’s Cathedral heraustritt und die brutale Last seines Verlustes auf den gekrümmten Schultern trägt. Was unter den dramatischen Bildern fast unterging, war die Tatsache, dass sowohl Brian Johnson als auch Cliff Williams und sogar Phil Rudd vor Ort waren, um ihrem ehemaligen Bandchef die letzte Ehre zu erweisen. Wie sich einige Jahre später herausstellen wird, sollte dieses Treffen den Grundstein dafür legen, dass AC/DC heute wieder gemeinsame Sache machen.


›Rock’n’Roll Singer‹

Bezüglich eines neuen Albums traten erstmals 2017 Gerüchtefetzen an die Öffentlichkeit. Fans weltweit horchten auf, als Brian Johnson im August beim Reading Festival einen unerwarteten Gastauftritt bei Muse antrat und zusammen mit der Band ›Back In Black‹ zum Besten gab. Eine gelungene Überraschung, schließlich stand da niemand Geringeres als Brian Johnson live auf einer riesengroßen Bühne. Inmitten enormer Lautstärke. Hatte er etwa einen Weg gefunden, um seine Ohren vor weiterem Hörverlust zu bewahren und wieder normal aufzutreten? Ungefähr zur selben Zeit behauptete Angry Anderson von Rose Tattoo, Angus Young im April 2016 bei seinem Auftritt mit Guns N’ Roses auf dem Coachella-Festival getroffen und über eine neue Platte gesprochen zu haben. Auf seine Frage hin, ob Axl von nun an in der Band wäre, hatte Angus Young damals angeblich mit einem eindeutigen „Ja“ geantwortet. — AC/DC-Experte und Verfasser der Bandbiografie „AC/DC – Maximum Rock’n’Roll“, Murray Engleheart, bekräftigte dieses Gerücht mit Nachdruck.

›Caught With Your Pants Down‹

Abgesehen von der Sänger-Problematik standen nach Malcolm Youngs Tod andere Fragen im Vordergrund. Viele munkelten, dass es das nun gewesen wäre mit AC/DC, andere wiederum meinten, die Band sollte sich nach diesem Schicksalsschlag verabschieden, statt den Schlussstrich unnötig in die Länge zu ziehen. Am Ende lag die Entscheidung alleine bei Angus und der hielt sich an Mals Worte, der ihm die Aufgabe auferlegt hatte, weiterzumachen.

Im August 2018 knipste ein gewiefter Fotograf den Raucherbalkon der Warehouse Studios in Vancouver ab und hielt fest, wie Stevie Young, Brian Johnson und Phil Rudd miteinander plauderten. Kein Zufall, so viel war klar. Als wenig später auch noch Bilder von Angus Young und dem doch eigentlich pensionierten Cliff Williams auftauchten, war es schon fast Gewissheit, dass AC/DC da gerade in ihrem Lieblingsstudio der letzten Jahre ein neues Süppchen brauten.

›Dog Eat Dog‹

Im Februar 2019 sorgte der amerikanische Radiomoderator Eddie Trunk für Schlagzeilen, als er behauptete, aus „sehr, sehr verlässlicher Quelle“ zu wissen, dass ein neues Album fertig sei. Und auch Mike Fraser, langjähriger Toningenieur von AC/DC, bestätigte in einem Interview mit „MMML 52“ im März,
dass die Band im Studio war, „um etwas zu tun“. Auf die Frage hin, ob Brian Johnson wieder das Mikrofon übernommen habe, antwortete er lachend: „Ich denke schon“. Im Juli desselben Jahres schlug dann plötzlich der US-Radiosender „V100“ Alarm und erklärte, dass AC/DC noch in den nächsten Monaten auf Tour gehen würden. Selbst wenn AC/DC für Ende 2019 Pläne gehabt hätten, wären diese wohl wieder abgeblasen worden, denn leider verstarb im November 2019 Margaret Horsburgh, geborene Young, und ließ Angus somit als einziges von insgesamt fünf Geschwistern zurück.

Knapp zwei Jahre nach dem Foto-Fauxpas in Kanada meldete sich schließlich Chris Slade zu Wort. Slade hatte Rudd schon mehrmals ersetzt, so auch auf der ROCK OR BUST Tournee. Im Juni 2020 bemerkte der Drummer in einem Interview mit „Sonic Perspectives“: „Über AC/DC wird es immer Gerüchte geben. Die einzige Person, die weiß, was passieren wird, ist Angus. Aber es wird nicht in diesem Jahr geschehen. Das kann ich tatsächlich so behaupten. Es wird nicht 2020 passieren“. Nicht nur bezüglich interner Entscheidungen lag Slade absolut falsch, auch bezüglich seines eigenen Status innerhalb der Band schien er nur unzureichend informiert. Im selben Interview betonte er nämlich zum wiederholten Mal, wie viel Lust auf eine Tour oder ein Album mit AC/DC er doch hätte. Seine Aussagen klangen nicht so, als wäre er offiziell darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass seine Dienste an Bord der schottischaustralisch-britischen Dampfwalze nicht mehr gebraucht wurden. Ob Chris Slade wirklich aus der Band hinausignoriert wurde oder ob die ursprüngliche Ansage einfach nur „Chris, du spielst die ROCK OR BUST Tour“ lautete und der Rest somit als geklärt betrachtet wurde, darüber kann man nur spekulieren.

Im Juli 2020 gab Experte Snider ungefragt seinen Senf dazu und schwärmte gegenüber „ABC News Radio“ vom kommenden Album: „Das wird ein Wunder der Technologie. Die ursprüngliche Band wird für ein weiteres Album wiedervereint. Es wird wunderschön und herzzerreißend zugleich. Denn nichts währt ewig. Das ist das letzte mögliche ‚Noch einmal‘.“ Niemand wusste, aus welcher Quelle Mr. Snider sein Insiderwissen bezog, jedoch vergaß man seine Kommentare eh schnell, als am 18. September auf der AC/DC Website plötzlich einige Bilder der Band – versehentlich oder aus purer Berechnung heraus – geleakt wurden, die Angus Young, Stevie Young, Brian Johnson, Cliff Williams und Phil Rudd wiedervereint und in rotes Licht getaucht zeigten. Nach nur wenigen Minuten war der Spuk vorbei und die Bilder von der Homepage verschwunden. Doch der Rock’n’Roll-Train war nun endgültig wieder ins Rollen gekommen …

›There’s Gonna Be Some Rockin’‹

Am 28. September posteten AC/DC auf ihren Social-Media-Kanälen das Bild eines neonroten Blitzes und traten mit dieser kleinen Tat eine donnernde Lawine los. Schon am nächsten Tag ging ein Teaser viral, der Nahaufnahmen eines ebenfalls rot leuchtenden AC/DC-Schriftzugs zeigte. Als Überschrift stand der Hashtag #pwrup geschrieben und die URL der offiziellen Website wurde von acdc.com in pwrup.acdc.com geändert. Die vielleicht am besten geölte Marketing-Maschinerie der Musikgeschichte der letzten Dekaden war angelaufen und zermalmte mal eben die Vorhaben aller anderen Bands und Künstler in diesem Jahr. Am 30. September erschien ein aktuelles Bandfoto in Schwarzweiß, das Angus, Stevie, Brian, Cliff und Phil unter der Überschrift „Are you ready? #pwrup“ zeigte. Nur wenige Stunden später erschien am 1. Oktober der Teaser zur ersten Singleauskopplung ›Shot In The Dark‹. Am 5. Oktober legte die Band ein zweites Teaser-Video nach, in dem der Veröffentlichungstermin von ›Shot In The Dark‹ bekanntgegeben wurde. Nur zwei Tage später tönte die neue Single aus den Boxen aller möglichen Privathaushalte und Radiostationen und noch am selben Tag wurde endlich offiziell verlautbart, dass POWER UP am 13. November das Licht der Welt erblicken sollte.

›Back In Business‹

Wie man heute weiß, wurden die zwölf neuen Tracks tatsächlich 2018 in den Warehouse Studios in Vancouver aufgenommen. Brendan O’Brien zeigte sich hauptverantwortlich für die Produktion und auch Toningenieur Mike Fraser war wieder mit von der Partie. Fraser zufolge dauerten die Aufnahmen in Kanada um die sechs Wochen, drei weitere Wochen wurde das Album in Los Angeles gemischt und gemastert. Tonspuren von Malcolm Young sind darauf nicht zu hören, jedoch wurden alle Songideen gemeinsam von den Brüdern erarbeitet, als Malcolm noch arbeitsfähig war. So wie BACK IN BLACK damals ein Tribut an den verstorbenen Bon Scott darstellte, so ist POWER UP nun, genau 40 Jahre später, eine demütige Verneigung vor dem einzig wahren Malcolm Young.

Foo Fighters: Welttournee abgesagt

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Wie bereits von vielen vermutet, sagen die Foo Fighters ihre aktuelle laufende Welttournee, darunter eine Show in Berlin, ab. Grund hierfür ist der tragische und unerwartete Tod von Schlagzeuger Taylor Hawkins.

„Vor dem Hintergrund des erschütternden Verlustes unserers Bruders Taylor Hawkins bestätigen die Foo Fighters hiermit, dass alle kommenden Tourdtermine abgesagt sind. Das tut uns sehr Leid und auch wir sind enttäuscht, dass wir euch nicht wie geplant treffen können. Aber jetzt ist die Zeit, um zu trauern, zu heilen, unsere Liebsten eng um uns zu scharen und all die gute Musik und die schönen Erinnerungen, die wir gemeinsam machen durften, zu wertschätzen.“ So steht es im offiziellen Statement der Band geschrieben.

The Quireboys: Trennen sich von Frontmann Spike

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Vor wenigen Stunden gaben die Quireboys auf Social Media bekannt, dass sie sich von ihrem Frontmann und Gründungsmitglied Spike trennen. Man werde zu fünft mit allen weiteren Mitgliedern des aktuellen Line-Ups weitermachen, so heißt es in dem Post.

Spike reagierte online folgendermaßen auf diese Nachricht: „Nur, um das klarzustellen. Ich habe einen Brief von dreien meiner Bandmitglieder bekommen, der mich darüber in Kenntnis setzte, dass es nicht mehr erwünscht ist, dass ich mit ihnen singe oder performe.“ Ein ausführlicheres Statement soll in den kommenden Tagen folgen.

Im „neuen“ Line-Up sind Gitarrist und Sänger Guy Griffin, Keyboarder Keith Weir, Gitarrist Paul Guerin, Schlagzeuger Pip Mailing und Bassist Nick Mailing.

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fquireboys%2Fposts%2F512817540206153&show_text=true&width=500

Arthur Brown: Neues Album LONG LONG ROAD

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Am 24. Juni feiert Arthur Brown seinen 80. Geburtstags. Zur Feier seines Ehrentages veröffentlicht der Künstler an diesem Tag sein neues Album LONG LONG ROAD.

Den Titeltrack der Platte gibt es bereits jetzt als ersten Vorgeschmack zu hören. Ein Visual-Clip begleitet die Single.

Arthur Brown über sein neues Werk: „Sowohl das Album als auch dieser Song habe ich in enger Zusammenarbeit mit Rik Patten geschrieben, einem guten Freund und großartigen Musiker. Während wir an ‚Long Long Road‘ arbeiteten, geschahen rund um den Globus viele beunruhigende Dinge – so, wie sie auch jetzt wieder passieren. Rik und ich hatten das Gefühl, wir sollten die Menschheit bitten, auf den Verlauf der Geschichte unseres Planeten zurückzublicken und zu sehen, wie gefährlich und doch gleichzeitig voller Verheißungen alles menschliche Leben ist. Wir alle sind auf diesem für uns langen, langen Weg unterwegs, der in Wahrheit jedoch niemals endet. Es scheint so, als ob wir alle sowohl Dunkelheit als auch Licht in uns tragen. In entscheidenden Momenten kommt aus tiefen neuronale Bahnen die Dunkelheit hervor, um das Licht zu löschen. Der Song ‚Long Long Road‘ handelt von der Hoffnung und von der Liebe. Das Lied ist  eine Hymne, die uns daran erinnert, dass wir konkrete Entscheidungen treffen können, die unseren Weg beeinflussen. Wir bestimmen, wie wir uns verhalten, welche Geschichten wir uns anhören und was wir uns selbst erzählen. Letztlich sind wir es, die handeln und uns zu dem Mensch machen, der wir sind. Die Frage ist, ob wir als Menschen in diesem ewigen Augenblick, wenn wir auf das große Ganze blicken, als ob es das erste Mal wäre, zu einer Lebensgemeinschaft finden, die in Liebe miteinander verbunden ist?“

Tracklist
1. Gas Tanks
2. Coffin Confession
3. Going Down
4. Once I Had Illusions (Part 1)
5. I Like Games
6. Shining Brightness
7. The Blues and Messing Round
8. Long Long Road
9. Once I Had Illusions (Part 2)

Meilensteine: WEREN’T BORN A MAN von Dana Gillespie

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29. März 1974: Die Kult-LP WEREN’T BORN A MAN, produziert von David Bowie und Mick Ronson, erscheint

Aufmerksamkeit erzielte Richenda Antoinette de Winterstein Gillespie, Jahrgang 1949 und zweite Tochter von Hans Henry Winterstein Gillespie, einem Londonder Radiologen mit österreichischen Wurzeln, schon früh: 1962 belegte sie beim British Junior Water Skiing den ersten Rang. Im Zuge der British Beat Invasion und der US-Folk-Beat-Wave kam die künstlerische Erweckung, es folgten die teils selbstkomponierten Alben FOOLISH SEASONS (1968) und BOX OF SURPRISES (1969). In jener Phase kannte sie schon einige Jahre einen Künstlerkollegen, der zumindest eine Zeit lang maßgeblich ihre Karriere mitprägen sollte: Als 15-Jährige lernte sie Mitte der 60er während einer Soundcheck-Pause im Londoner Marquee Club den zwei Jahre älteren David Bowie kennen und lieben. Als zweites Standbein wählte Dana die Schauspielerei, agierte in Kinofilmen (u.a.„The Lost Continent“, „Mahler“) und gehörte im Londoner West End zu den Originalbesetzungen der Rock-Musicals „Catch My Soul“, „Jesus Christ Superstar“ und „Mardi Gras A Musical“. Als David Bowie 1970/71 von Manager Ken Pitt zur Agentur Main-Man Management von Tony Defries wechselte, nahm der auch Dana unter seine Fittiche. Eine Promo-LP für die Tonträgerindustrie und Verlage enthielt je zur Hälfte Songs von Bowie und
Gillespie. Dieses Material, darunter die Gillespie-Kompositionen ›Lavender Hill‹, ›Mother, Don’t Be Frightened‹ sowie die von ihr gesungene Urversion des Bowie-Klassikers ›Andy Warhol‹ führten zu zwei Alben für MainMan. Unter der Ägide von Bowie und seiner rechten Hand Mick Ronson entstand das RCA-Debüt WEREN’T BORN A MAN. Aufgezeichnet 1972/73, stand das Album erst im März 1974 in spektakulärem Cover – eine in knapper Korsage gehüllte Dana – in den Regalen. Zu den von der Promo-LP bekannten Songs addierten sich das suitenhaft orchestrierte Pop-Oratorium ›Stardom Road Part 1 & 2‹, die hymnische R’n’B-Gospel-Ode ›Dizzy Heights‹ sowie der mit einem ohrwurmartigen Funk-Groove ausgestattete Titelsong. Die Nachfolge-LP, AIN’T GONNA PLAY NO SECOND FIDDLE, zeigte im November 1974 mit Selbstkomponiertem eine stilistisch noch breiter aufgestellte Künstlerin.

Plattensammler: Perry Farrell

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Der Kopf von Jane’s Addiction und Porno For Pyros über die Platten, Künstler*innen und
Gigs, die bleibenden Eindruck bei ihm hinterließen.

In seinen Bands Jane’s Addiction und Porno For Pyros brachte Farrell die 90er mit einer faszinierenden Kombination aus einzigartigem, kunstvollen Alternative Rock, einer schillernden, exaltierten Bühnenpräsenz und
einer leicht bedrohlichen Aura zum Strahlen. Heute sprüht der Gründer des Lollapalooza-Festivals, der wesentlich jünger als 63 aussieht, nur so vor Energie. „Wir schreiben mehr Songs als je zuvor“, sagt er. „Viele Kollaborationen, Wiedersehen mit alten Bandmitgliedern. Wir haben viel Spaß. Jeden Monat veröffentlichen wir einen neuen Track. Ich schreibe ein Stück und lasse es dann remixen, sodass meine Leidenschaft für Gitarrenbands und die für Elektronik bedient werden. Das ist sehr schön.“ Der perfekte Zeitpunkt also,
um ihn auf ein Leben in der Musik zurückblicken zu lassen.

DIE ERSTE MUSIK, AN DIE ICH MICH ERINNERN KANN
Der erste Song, an den ich mich erinnere und den ich immer mitsang, wenn ich ihn hörte, war ›My Boy Lollipop‹ von Millie Small. Das habe ich geliebt. Die Leute drückten ihre Gefühle damals so charmant aus. Es war simpel, aber perfekt. So wunderschön.

DER ERSTE SONG, DEN ICH LIVE GESPIELT HABE
Vor meiner ersten Band Psi Com war ich ein Bowie-Imitator. ›Ziggy Stardust‹ war das erste Lied, das ich je vor Publikum darbot. Ich durfte ihn auch mal kennenlernen, aber ich baute immer wieder Mist und verriet seine Adresse und Telefonnummer. Einmal vergaß ich mein Handy in einer Limousine, die mich zum Flughafen brachte, und dann bekam er plötzlich eine SMS, die nicht von mir war. Aber ich hatte die Chance, es wieder gutzumachen. Tony Visconti stellte in New York eine Tribute-Show auf die Beine und bat mich, mitzumachen. Ich dachte, dass wir dann abhängen könnten und alles ver- geben und vergessen wäre, aber leider starb Bowie zwei Wochen davor. Er war einer meiner Helden.


DAS BESTE ALBUM ALLER ZEITEN
Das könnte Strawinsky sein oder ZIGGY STARDUST, oder vielleicht Led Zeppelin, die Beatles. Es könnte auch Jane’s Addiction sein! Oder Frank Zappa oder etwas von Brian Eno. The Who, die Stones, Jimi Hendrix. Und Joy Division. Leider nimmt man sich heute beim Musikmachen nicht mehr die Zeit wie früher.

DER SÄNGER
Ich fand Sly Stone sehr inspirierend. Meine Schwester liebte Soul und Funk, also hatte sie die Greatest Hits von Sly And The Family Stone. Wenn ich als DJ Sly And The Family Stone auflegte, fiel mir immer auf, dass sie einfach den besten Vibe hatten. Ihnen verdanke ich es, dass all diese Mädchen zu mir nach Hause kommen und feiern wollten.

DIE BESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE
RITUAL [DE LO HABITUAL]. Aber ich würde auch THE GLITZ, THE GLAMOUR nennen, das jüngste Box-set. Das ist so schön und so hochwertig gemacht. Alles, von der Verpackung bis hin zu der hervorragenden Qualität des Vinyls. Ich habe mit diesem britischen Künstler namens Zoltar daran gearbeitet. Sein Großvater war der britische Premierminister Harold Macmillan [von 1957 bis 1963]. Es beinhaltet auch Memoiren in Bildern und wir haben es sogar mit Tony Visconti in Surround Sound abgemischt.

DER GITARRENHELD
George Harrison steht an erster Stelle. Aber Dave Navarro ist einer der größten Gitarristen. Das wusste ich schon, als er zum ersten Mal zu mir nach Hause kam und seine Gitarre einstöpselte.

DER SONGWRITER
Die Texte von Iggy Pop waren überraschenderweise wie Straßen-Haikus. Er sang: „Can I come over tonight, can I come over? That’s right“. Idiotisch, aber genial!

Iggy Pop


DIE HYMNE
Ich habe diesen einen Song, den wir gemacht haben, ›Love Feedback‹, und im Refrain heißt es: „We got it, love feedback, oh, back and forth it goes between us“. Das ist eine gute Hymne, denn sie erinnert mich immer daran, meiner Frau, der Welt und meinen Kindern Liebe zu geben. Wenn man das Leben immer mit Liebe begießt, kommt sie zu einem zurück. Der Song ist auch auf THE GLITZ, THE GLAMOUR.

DIE UNTERBEWERTETSTE BAND ALLER ZEITEN
Jane’s Addiction und Porno For Pyros! Das liegt daran, dass ich verrückt wurde und sie in ihrem Zenit auflöste. Da verließ ich mich auf meinen Instinkt, und ich wollte damals unbedingt von diesen Jungs wegkommen und mein eigenes Ding machen. Aber das war ein großartiges Projekt, und vielleicht wäre es auch nicht mehr besser geworden. Heute sehe ich mich jedoch um und denke: „Verdammt, ich hätte auf dem Gebiet produktiver sein sollen.“

DER SONG, DER MICH ZUM WEINEN BRINGT
›You Can’t Put Your Arms Around A Memory‹ von Johnny Thunders. Ich habe eine Schwäche für ihn und Leute, die hoffnungslose Junkies sind. Er schrieb den Song spät in seinem Leben, etwa ein Jahr, bevor er starb. Im Wesentlichen sagt er darin, dass es nutzlos ist, über all seine Fehler nachzudenken, denn das bringt nichts. Oder schönen Erinnerungen hinterherzuhängen, weil man dann nur traurig wird, dass sie vergangen sind, also sollte man auch das bleiben lassen. Man hört in seiner Darbietung, wie traurig er war, denn er hatte schwer zu kämpfen. Das bringt mich zum Weinen.


MEIN SAMSTAGABEND/PARTYSONG

(singt) „Saturday night’s alright for fighting, Saturday night’s alright“ Elton John ist so überdreht und provokativ, das hat eine gute Stimmung und macht Spaß.


DER SONG, DER BEI MEINER BEERDIGUNG GESPIELT WERDEN SOLL

Wie wär’s mit ›Come Together‹ [von den Beatles]? (singt) „Come together, right now, over me.“