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Gewinnspiel: Jetzt Tickets für das Dark Star Orchestra ergattern

Ein Muss für alle Deadheads: Dark Star Orchestra lassen den Geist von Grateful Dead wiederaufleben und das seit über 20 Jahren. Das siebenköpfige musikalische Kollektiv aus den Staaten lässt die Zuschauenden tief eintauchen in die Klangwelt von Jerry Garcia und Co.!

Hier das Dark Star Orchestra live erleben:

18.09. Köln, Live Music Hall 

19.09. Frankfurt, Batschkapp

20.09. Berlin, Astra Kulturhaus

22.09. München, Muffathalle

Pro Stadt verlost CLASSIC ROCK 2×2 Freikarten. Jetzt mitmachen und gewinnen!

[contact-form-7 id=“132763″ title=“Dead Star Orchestra Tickets“]

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im aktuellen CLASSIC ROCK Magazine

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Titelstory: Black Sabbath – 50 Jahre VOL 4

Auf einer endlosen Piste aus feinstem Pulverschnee rauschten Black Sabbath im Mai 1972 ihrem vierten Album entgegen, fest entschlossen, es der arroganten Musikpresse zu zeigen, die immer noch nicht die volle musikalische Klasse der Doom-Götter anerkennen wollte. Dreh- und Angelpunkt bei der Produktion von VOL. 4: Tony Iommi, der im Studio regelrecht zum Besessenen mutierte.

CLASSIC ROCK #113 jetzt hier versandkostenfrei bestellen.


Ozzy Osbourne: Glückszahl 13

Black Sabbath Ozzy Osbourne live

Ein halbes Jahrhundert später schließt sich der Kreis, der Riff-Gott Iommi gibt sich auf dem neuesten Longplayer seines einstigen Sabbath-Weggefährten Ozzy Osbourne ein Stelldichein. CLASSIC ROCK schlägt einen Bogen von VOL. 4 zu PATIENT NUMBER 9.

Gary Moore: Freiheitsdrang nach Thin Lizzy

Im Juni 1979 verließ Thin-Lizzy-Gitarrist Gary Moore auf spektakuläre Art und Weise – mitten auf Tour – die Band. In unserem exklusiven Buchausschnitt aus „Gary Moore: Die offizielle Biografie“ blicken wir zurück auf seine unmittelbare Post-Lizzy-Phase und die Gründung seiner neuen Band: G-Force.

Status Quo: Mehr als Selbstbefriedigung

by Tina Korhonen

Grund für die unbefangene Plauderei mit Francis Rossi ist eine neue Compilation namens QUO’ING IN – THE BEST OF THE NOUGHTIES, mit der vor allem Status Quos Schaffen der letzten zwei Dekaden gehuldigt werden soll.
Neben der Platte selbst spricht der 73-jährige Quo-Kopf über die Pandemie, den Brexit, die Möglichkeit eines neuen Studioalbums, Pasta, Selbstbefriedigung und das Alter der Autorin des Interviews.

Joe Strummer: the only man that matters

2022 jährt sich der Todestag des legendären Joe Strummer zum 20. Mal. Sein 70. Geburtstag wäre am 21. August gewesen. John Graham Mellor, wie Strummer mit bürgerlichem Namen hieß, wurde in Ankara in der Türkei geboren. Der 22.12.2002 ist ein Sonntag, Strummer war in seinem Wohnort Bloomfield spazieren. Als er nach Hause kommt, setzt er sich in einen Sessel, um zu lesen – und wacht nie wieder auf. Gestorben mit gerade einmal 50 Jahren, an einem nie diagnostizierten, angeborenen Herzfehler, in einer äußerst produktiven Phase seines Lebens.

Außerdem im Heft: Iron Maiden, The Afghan Whigs, Graham Nash, The Dead Daisies, Marco Mendoza und viele mehr…

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Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Charley Crockett, Gunner & Smith, Bywater Call, Tommy McLain und vielen mehr.

Werkschau: Lynyrd Skynyrd

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Mehr als nur einmal standen Lynyrd Skynyrd im Lauf ihrer über 40-jährigen Karriere an der Grenze zwischen ewigen Jagdgründen und musikalischer Unvergänglichkeit. „Das legendäre Flair von Lynyrd Skynyrd wird auch noch zu spüren sein, wenn ihre Mitglieder bereits nicht mehr leben“, erklärte ihr Bassist Leon Wilkeson. Inzwischen weilt auch Wilkeson nicht mehr unter uns, seine Prognose aber scheint wahr zu werden: Diese Band ist eine Legende.

Unverzichtbar

Nuthin’ Fancy (1975)


Selbst wenn das Album keinen Hit à la ›Freebird‹ oder ›Sweet Home Alabama‹ enthält, streifen Lynyrd Skynyrd hier die künstlerische Vollkommenheit. NUTHIN‘ FANCY bietet sowohl handfeste Rocknummern (›Satur­­day Night Special‹ oder ›Whiskey Rock’n’ Roller‹) als auch saftige Blues’n’Country-Nummern, in denen ihr Fronter Ronnie Van Zant mit urwüchsigem Humor und rauem Stimmkolorit Geschich­­ten von Freiheit und Abenteuern erzählt. Als ihm das Fell besonders stark juckt, lobpreist er den deftigen Umgang mit Frauen. Ein Auszug aus ›On The Hunt‹: „In those two things you must take pride, that‘s a horse and a woman, yeah, well, both of them you ride.“

One More From The Road (1976)

Lynyrd Skynyrd One More From The Road


Gitarrist Ed King verlässt die Gruppe nach NUTHIN’ FANCY, für ihn spielt auf dem Live-Opus ONE MORE FROM THE ROAD der nicht minder versierte Steve Gaines. Die Presse attestiert der Band und ihrem im Juli 1976 im „Fabulous Fox Theatre“ in Atlanta aufgenommenen Album eine „beachtliche Technik und Rock-Qualität“ und lobt die ungeheure Vitalität, mit der Lynyrd Skynyrd in ihren Konzerten das Publikum faszinieren. Das grandiose Bühnendokument avanciert zum meistverkauften Album der Südstaatenrocker und erreicht Platin-Status. Lynyrd Skynyrds Motto: keine Gimmicks, dafür aber 100 Prozent Rock’n’Roll.

Wunderbar

Pronounced Leh-nerd Skin-erd (1973)


Lynyrd Skynyrd erweisen sich für ihre Plattenfirma als Glücksgriff. Mit dem von Al Kooper produzierten Erstwerk PRONOUNCED LEH-NERD SKIN-NERD, für das die Band nur 9.000 US-Dollar Vor­­schuss bekommt, landen sie ein Top-30-Album (inkl. Gold-Aus­zeichnung). Darauf enthalten: der fast zehnminütige Klassiker ›Free­­bird‹. Die Hommage für den im Oktober 1971 bei einem Motor­­radunfall tödlich verunglückten Duane Allman wird Skynyrds erster Hit. Speziell dieser Song offenbart mit seinem bluesigen Gesang und der furiosen (Lead-)Arbeit der drei Gitarristen gleich alle Stärken der Band.

Second Helping (1974)


Mit SECOND HELPING, dem zweiten Studioalbum, gelingt Lynyrd Skynyrd der Durchbruch, die Single ›Sweet Home Ala­bama‹ avanciert zur Südstaaten-Hymne. Mit den berühmten Textzeilen „Well, I heard Mr. Young sing about her, I heard ole Neil put her down, well, I hope Neil Young will remember, a southern man don’t need him around anyhow“ beantwortet Sänger Ronnie Van Zant auf bissige Weise Youngs ›Southern Man‹, in dem dieser es wagt, den amerikanischen Süden zu kritisieren. Die Single erreicht Platz acht der US-Charts, das Album Rang zwölf (und erreicht in der Folge erneut Goldstatus).

Twenty (1997)


Im Herbst 1997 veröffentlichen Lynyrd Skynyrd mit TWENTY ein in vielerlei Hinsicht programmatisches Album, auf dem sie musikalisch und thematisch den im Herbst 1977 beim Flug­zeugab­sturz ums Leben gekommenen Bandkollegen und Freun­den Respekt zollen. TWENTY bietet Südstaaten-Rock in seiner ursprünglichsten Form und kann mit dem magischen ›Voodoo Lake‹, der Road-Hymne ›Home Is Where The Heart Is‹ und dem selbstbewussten Opener ›We Ain’t Much Different‹ zwei Höhe­punkte ausweisen. Zudem beinhaltet ›Travelin’ Man‹ neben Vocals von Johnny Van Zant auch alte Aufnahmen von Ronnie.

Gimme Back My Bullets (1976)


Skynyrd schaffen das vierte Gold-Album in Folge und sind auf dem Zenit ihres kommerziellen Erfolges. Obwohl auf dem Album mit ›Searching‹ und ›Cry For The Bad Man‹ zwei weitere Hymnen zu finden sind, kann auch der erfahrene Pro­duzent Tom Dowd erste Ermü­dungs­erschei­nungen nicht vollends ausbügeln. Sänger Ronnie Van Zandt erklärt zudem: „Die Haifische des Showbusiness’ sind hinter uns her. Aber wir verstecken uns in den Sümpfen und warten ab, bis wir noch besser sind.“ Dass ausgerechnet die Sümpfe Lynyrd Skynyrd drei Jahre später zum Verhängnis werden, ist bittere Ironie des Schicksals.

Anhörbar

Street Survivors (1977)


Die Versuchungen des Rockstar-Lebens haben Lynyrd Skynyrd im Griff: Die Musiker erinnern sich heute kaum mehr an die schwierige Produktion von STREET SURVIVORS, das unmittelbar vor dem Flugzeugabsturz veröffentlicht wird. Bassist Leon Wilkeson: „Wir tranken Whisky, prügelten uns des Öfteren und flogen hochkant aus den Hotels.“ Nach einem dieser Exzesse trägt Drummer Artimus Pyle einen Gipsverband am rechten Arm und kann seinen Part zu ›I Never Dreamed‹ nicht mehr alleine einspielen. Also teilen die Musiker in der Strophe die Schlagzeug-Pas­­sagen auf: Pyle spielt Congas, Steve Gaines über­­nimmt die Becken und Billy Powell die Hi-Hat.

Edge Of Forever (1999)


Kurz vor dem Jahrtausendwechsel setzen Lynyrd Skynyrd ihre Karriere laut und kraftvoll fort. War der Vorgänger noch eine unverkennbare Reminiszenz an vergangene Tage, verortet EDGE OF FOREVER die Band unmissverständlich im Hier und Jetzt. Einmal mehr frönen Lynyrd Skynyrd ihrem Faible für Country Rock und setzen stärker als zu­­letzt auch auf Grassroots-Ein­flüsse. Die aktuelle Bandbesetzung inklusive ihrer beiden talentierten Neuzugänge an den Gitarren, nämlich Rickey Med­locke (Ex- Blackfoot) und Hughie Tho­masson (Ex-Outlaws), profitiert vor allem in den Vereinigten Staaten von der damaligen Renaissance der Rockmusik.

God & Guns (2009)


Obwohl von Lynyrd Skynyrds Ur­­besetzung nur noch Gitarrist Gary Rossington dabei ist – allein 2009 hat die Band gleich zwei Mitglieder verloren –, verändert sich der Sound nicht gravierend. Das liegt zum einem an Sänger Johnny Van Zant, dessen raue Stimme die Tradition der Gruppe perfekt repräsentiert. Zudem lassen sich Lynyrd Skynyrd auch auf dem neuen Album keinen Deut von ihrem urwüchsigen Songwriting abbringen. Zwischen Slide-Gitarre, Trucker-Anek­doten und rauem Charme schimmert die Südstaaten-Romantik, die man in dieser Konsequenz nur noch bei den Allman Brothers vorfindet, nicht nur leicht durch, sondern dominiert die neuen Songs.

Sonderbar

Christmas Time Again (2000)


Anstatt weiter an der Southernrock-Historie zu feilen, irritieren Lynyrd Skynyrd im Winter 2000 mit einer halbgaren Sammlung vermeintlich stimmungsvoller Weih­nachtslied-meets-Rock-Schmonzetten. Zudem kommt es zur Ko­­operation mit 38 Special (›Halle­­lujah, It’s Christ­mas Time‹) und der Charlie Daniels Band (›Santa Claus Is Coming Home‹). Auch nicht viel besser. Genauso peinlich: Das Artwork inkl. Weih­nachts­mann, der einen Geschenke-Pickup steuert. Zwar überbrückt das Album den Zeitraum EDGE OF FOREVER (1999) und VICIOUS CYCLE (2003), doch eine richtige Pause wäre sinnvoller gewesen.

Ozzy Osbourne: Seine Performance bei der Halftime Show (SoFi Stadium)

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Am 8. September spielte Ozzy Osbourne im SoFi Stadium in Los Angeles ein kurzes Set in der Halbzeit des Saison-Eröffnungsspiels der Rams gegen die Buffalo Bills.

Ozzy performte ›Patient Number 9‹, den Titeltrack seines brandneuen Albums, sowie seinen Hit ›Crazy Train‹, bei dem ihm sein langjähriger Gitarrist Zakk Wylde auf die Bühne folgte. Ein offizieller Mitschnitt dieser kleinen Show wurde jetzt auf dem Youtube-Kanal von Ozzy Osbourne veröffentlicht.

CLASSIC ROCK präsentiert: Status Quo, Uriah Heep u.v.m. live!

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THE AFGHAN WHIGS
fkpscorpio.com
Im Sommer sorgen die Afghan Whigs für unvergessliche Konzerterlebnisse. Eine zusätzliche Show im Oktober in München hat die Gruppe um Mastermind Greg Dulli zudem angekündigt.

28.10. München, Freiheitshalle

BAND OF HORSES
fkpscorpio.com
Mit ihrem hoffnungsvollen neuen Album THINGS ARE GREAT im Gepäck, spielen die amerikanischen Indie-Rocker drei Gigs hierzulande.

03.11. Köln, Kantine
12.11. Berlin, Astra Kulturhaus
13.11. Hamburg, Uebel & Gefährlich

T.G. COPPERFIELD

tgcopperfield.com

Der Oberpfälzer Cowboy mit Hang zu Bluesrock und Americana tourt 2022 durch die Lande.

03.11. Würzburg, Keller Z87
05.11. Köln, Torburg
03.12. Lauchhammer, Real Music Club

FISCHER-Z

assconcerts.com

John Watts ist schon seit übe 40 Jahren mit seiner Band FISCHER-Z im Geschäft. In seiner erfolgreichen Karriere hat der Rockmusiker über zwei Mio. Alben verkauft. Die Live-Shows sind dabei immer noch ein politisches und leidenschaftliches Erlebnis.

09.11. Stuttgart, Im Wizemann

10.11. Osnabrück, Rosenhof

11.11. Köln, Die Kantine

14.11. Berlin, Columbia Theater

Meine erste Liebe LET THERE BE ROCK (AC/DC) von Dave Mustaine

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Der Megadeth-Frontmann über den unbestrittenen Klassiker. „Als Teenager lebte ich in Huntington Beach, Kalifornien, und da war dieses Mädchen namens Cindy, das im Plattenladen arbeitete. Ich verkaufte Gras,
aber bei ihr tauschte ich es gegen Platten. So entdeckte ich AC/DC. Als ich das Album zum ersten Mal auflegte, sah ich mir die Rückseite der Hülle an und dachte: „Was ist mit der Lippe von diesem Typen los?“ Doch dann hörte ich die Musik und mein Leben … veränderte sich komplett! Es klang für mich irgendwie falsch, als wäre es zu nah an meinem Gesicht. Die meisten Platten umgeben einen, aber die da war genau hier [spreizt die Hand vor seiner Nase]. Das war …beunruhigend. Ich erinnere mich an alles, von dieser ersten Millisekunde an, diesem kleinen Knistern vor „Ga-dun-GAR!“ auf ›Go Down‹, bis zum letzten Gitarrenklang am Ende von ›Whole Lotta Rosie‹. Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal den Song ›Let There Be Rock‹ hörten und nicht verstand, was „schmaltz“ bedeutete. Und ich dachte, dieser Typ namens Bon Scott klingt, als hätte er Erdnussbutter am Gaumen kleben. Doch ich fing an, diese Band wirklich zu lieben, und sammelte alles, was ich in die Finger bekommen konnte. Bon war einer meiner Helden, ich war wirklich traurig, als er starb. Ich liebe und respektiere AC/DC auch heute noch. Ich weiß, dass Brian [Johnson] ein absoluter Star ist, aber für mich war es seitdem nicht mehr dasselbe. Gott sei Dank für AC/DC. Eine grandiose Band!

Ozzy Osbourne: Neues Video zu ›One Of Those Days‹

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Letzte Woche erschien PATIENT NUMBER 9, das neue Studioalbum von Ozzy Osbourne. Kurz nach der Veröffentlichung gibt es jetzt ein neues Video zum Song ›One Of Those Days‹, bei dem Ozzy mit Eric Clapton kollaboriert.

In einem Interview mit unseren britischen Kollegen von CLASSIC ROCK erzählte Ozzy Osbourne, dass Clapton anfangs mit der Textzeile „One of those days that I don’t believe in Jesus“ ein Problem hatte. Ozzy versuchte daraufhin, eine Alternative zu finden, doch nichts hörte sich wirklich sinnig an, also blieb der Prince of Darkness bei seiner ursprünglichen Idee und erklärte Eric Clapton: „Das ist ja kein Anti-Jesus-Song. Es geht um diese Tage, an denen alles schief geht und man verrückt wird bei dem Versuch, dies zu reparieren.“

Das letzte Wort: Joe Perry (Aerosmith)

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aerosmithAerosmith-Gitarrist Joe Perry (2. v.r.) über Drogen, Ebola und seine Wiedergeburt als Schweinswal.

Wenn Steven Tyler die Lippen von Aerosmith ist, dann war Joe Perry schon immer die Eier. Geboren am 10. September 1950 in Massachusetts, war der Gitarrist der Schlüssel zum Durchbruch der Bostoner Mitte der 70er. Die verruchte Breitbeinigkeit seines Lead-Stils veranlasste seinen Nachfahren im Geiste Slash von Guns N‘ Roses dazu, ihn als „einen der großen Wham-Bam-Gitarristen“ zu bezeichnen. Dass diese allen nur erdenklichen Freuden nicht abgeneigte Band chaotische Zeiten durchmachte, ist bekannt, aber Perry überlebte sie unbeschadet, ist seit Mitte der 80er nüchtern, führt eine langjährige Ehe und blickte zurück durch den Nebel, um eine überraschend klarsichtige Autobiografie zu schreiben.

Welcher Teil deiner Autobiografie fiel dir am schwersten zu schreiben?
Die schweren Zeiten noch mal zu durchleben. Und dann die Entscheidung zu treffen, ob ich sie mit reinbringen soll oder nicht. Du weißt schon, will ich meine schmutzige Wäsche waschen? Am schwierigsten war es, über die Jahre zu schreiben, als unser Manager [Tim Collins] bei uns war. Wir wurden nüchtern und sahen den Erfolg…und währenddessen versuchte er, das Ganze zu torpedieren.

Was ist deine größte Angst?
Dass sie die ganze Ebola-Sache falsch angehen. Die [Grippe-]Pandemie von 1918 tötete mehr Menschen als der Erste Weltkrieg, und das Potenzial dafür steht gerade vor der Tür. Ich mache mir Sorgen um meine Familie und meine Enkelkinder, und ich bin mir nicht sicher, ob die Politiker das weit genug oben auf ihrer Liste stehen haben.

Erinnerst du dich daran, pleite zu sein?
Oh yeah. Dieses Gefühl wirst du nie wieder los, selbst nachdem du es geschafft hast und Geld kein Problem mehr ist. Wenn das Finanzamt dir eine Nachricht an die Haustür heftet, dass du in zwei Wochen ausziehen musst…ich erinnere mich gut an diese Zeiten.

Wo stehst du politisch?
Lass es mich so sagen: Ich liebe Amerika. Ich liebe die Kultur. Ich liebe die Freiheit, für die es steht. Aber ich liebe nicht die Politik. Ich finde nicht, dass die Leute so vertreten werden, wie das der Fall sein sollte. So viele der Dinge, die Amerika so großartig gemacht haben, werden nun von den Politikern mit Füßen getreten. Politik ist ein Geschäft. Das Erste, was sie tun, wenn sie ein Amt erreichen, ist herauszufinden, wie sie wiedergewählt werden.

„Ich wäre gerne entweder irgendein Raubvogel oder eine Art von Wal, vielleicht ein Schweins- oder Killerwal.“

Was hättest du gerne als deine letzte Mahlzeit?
Ich mag Hummer sehr gerne. Chili mit Hummer ist wirklich lecker. In Massachusetts gibt es einen Laden, der Hummerbrötchen macht, also würde ich mich wohl dafür entscheiden. Aber ich habe noch lange nicht vor, meine letzte Mahlzeit zu essen.

Sollte es die Reinkarnation wirklich geben, als was verdienst du, wiedergeboren zu werden?
Ich wäre gerne entweder irgendein Raubvogel oder eine Art von Wal, vielleicht ein Schweins- oder Killerwal. Ich denke, die sind viel intelligenter, als wir es ihnen zugestehen. Sie können kommunizieren, sie haben eine richtige Gesellschaft. Sie sind viel fortschrittlicher in ihrer Umwelt als wir.

Findest du, dass Aerosmith je ein schlechtes Album gemacht haben?
Meiner Meinung ist DONE WITH MIRRORS unsere uninspirierteste Platte. Aber ich habe gehört, dass sie Fans wirklich gefällt, also werde ich nicht dastehen und ihnen sagen: „Nein, sie ist scheiße“. Wir mussten diese Platte machen, um zur nächsten zu gelangen, also erfüllte sie ihren Zweck. Ich finde nur nicht, dass sie denselben Maßstäben standhält wie einige andere Werke von uns.

Wie warst du in der Schule?
Ich war ein ziemlicher Einzelgänger. Ich war kein Klugscheißer und habe keinen Ärger gemacht. Ich begriff ziemlich schnell, dass je weniger Lärm du machst, desto weniger ziehst du Aufmerksamkeit auf dich. Also konnte ich losziehen und tun, was ich wollte, und solange ich nicht auffiel, ließ man mich in Ruhe. Ich wusste schon von Anfang an, dass ich nicht in dieser Stadt bleiben würde. Ich meine, es ist eine wunderschöne kleine Stadt…aber ich wusste einfach, dass da draußen etwas auf mich wartete.

Was war deine größte Geldverschwendung?
Ich habe wohl mehr Geld für Kleidung ausgegeben, als ich sollte. Aber warum soll man für Geld arbeiten, wenn man es dann nicht ausgibt? Ich meine, von außen betrachtet könnte man sagen, dass es Verschwendung ist, Geld für Drogen auszugeben, aber das wollte ich nun mal zu der Zeit. Steven hat Dinge gesagt wie: „Ich habe 64 Millionen Dollar für Drogen ausgegeben“. Es ist absolut nicht möglich, soviel Geld für Drogen auszugeben und immer noch am Leben zu sein. Das gibt eine gute Schlagzeile, aber tatsächlich war das wahrscheinlich ein kleiner Teil von dem, wofür wir unser Geld ausgaben.

Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Ich denke, es besteht darin, realistisch zu sein bezüglich dessen, was man hat, was man einbringen kann. Erfolg ist, das zu finden, was du wirklich zu tun liebst. Wenn du davon leben kannst, das zu tun, was du liebst, ist das für mich Erfolg. Egal welchen Job du machst, wenn du das Gefühl hast, etwas erreicht und die Welt an diesem Tag ein kleines bisschen besser gemacht zu haben, ist das alles, worauf du hoffen kannst. Und das sorgt für ein erfülltes Leben.

Was ist der schlimmste körperliche Schmerz, den du je gespürt hast?
Als ich mich [2009] am rechten Knie verletzt habe. Die meiste Zeit war es nur nervig, aber gegen Ende, als ich es ersetzen lassen musste, gab es Zeiten, in denen es einfach nur eine Qual war. Aber ich musste trotzdem auf die Bühne gehen und die beste Show liefern, die ich liefern konnte. Dann die Therapie danach…das war überraschend schmerzhaft.

Wie willst du, dass man sich an dich erinnert?
Als guter Vater, der sich um seine Frau und Kinder gekümmert hat. Danach als guter Entertainer. Dass die Leute aus unseren Shows kamen und sich ein bisschen besser fühlten.