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Start Blog Seite 189

Bon Jovi: Solide Mittelklasse, soweit das Auge reicht

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Über 40 Jahre Bon Jovi, das sind rund 130 Millionen verkaufte Platten, Dutzende Top-40-Singlehits und endlose Konzert-Tourneen mit insgesamt rund 35 Millionen Besuchern. Über 40 Jahre Bon Jovi, das ist allerdings auch der nie verstummende Vorwurf, die Band setze mehr auf Image denn musikalische Substanz, und die immerwährende Frage: Warum ist diese Band nur so erfolgreich?

Trotz aller Kritiker-Anfeindungen, die Bon Jovi seit den frühesten Tagen begleiten, trotz der nicht wegzudiskutierenden Tatsache, dass ihre größten Hits inzwischen über 20, wenn nicht gar über 25 Jahre alt sind – kommerziell ist die Band aus New Jersey immer noch eine verdammt große Nummer. Musikalisch waren sie oft angreifbar, für ihre Langlebigkeit allerdings verdienen sie Respekt. Dass Bon Jovi in den oberflächlichen 80er-Jahren einschlugen wie eine Bombe, ist nicht verwunderlich. Schließlich genügten damals oft schon eine Dose Haarspray und ein spritziges Video, um die erste Million Singles über die Ladentische gehen zu lassen. Doch warum galt für die Band nicht das Motto „Hair today, gone tomorrow“? Warum sind Bon Jovi nicht wie die meisten Acts dieser Ära längst der Vergessenheit anheimgefallen oder bestenfalls noch auf Dorf-Festivals unterwegs?

Ein Grund dafür ist, dass sie sich seit ihren frühesten Tagen immer wieder typischer Pop-Mechanismen bedient, in der Öffentlichkeit aber anfangs recht erfolgreich das Image einer (Hard-)Rock-Band kultiviert haben. Bon Jovi waren nie die wilde Rock’n’Roll-Gang, die im Teenageralter zusammenfindet, um ob der gemeinsamen Liebe zur Musik die Welt im Sturm zu erobern. Seine ersten Songs nahm John Bongiovi in den frühen 80ern als Solist mit Sessionmusikern im New Yorker Power Plant Studio auf, das praktischerweise seinem Cousin Tony Bongiovi gehörte, der zuvor schon mit den Talking Heads und den Ramones gearbeitet hatte. Erst als die Nummer ›Runaway‹ ihren Weg ins lokale Radio gefunden hatte, wurden David Rashbaum (Keyboards), Dave Sabo (Gitarre), Alec John Such (Bass) und Hector „Tico“ Torres (Schlagzeug) als Mitstreiter rekrutiert, um den Song auch live promoten zu können.

John Cougar Mellencamp: THE LONESOME JUBILEE (1987)

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Kurz bevor er das „Cougar“ aus seinem Namen strich, sicherte sich John Mellencamp seinen Platz im Pantheon der amerikanischen Arbeiterklasse-Songwritern mit THE LONESOME JUBILEE – einem Werk über den Tod, die Enttäuschung und den Wandel der Generationen. Melancholie schwebt durch ›Paper In Fire‹, ›Check It Out‹ und ›The Real Life‹, während seine Stimme wehklagend, rein und aufrichtig klingt. (Text: JH)

Zeitzeugen: „THE LONESOME JUBILEE deutet an, dass die Quelle der Traurigkeit wenigsren teilweise in uns selbst zu finden ist, oder – noch verstörender – im Wesen des Lebens selbst.“ („Rolling Stone“)

Aus: Die wahren 100 besten Alben der 80er.

Courtney Marie Andrews: LOOSE FUTURE

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Courtney tritt in die Fußstapfen von Joni Mitchell

Retro ist ja gerade extrem angesagt. Kids laufen mit Stones-T-Shirts herum, Jethro Tull und Iron Maiden füllen wieder die großen Hallen und auch in Amerika ist der Trend zum Hin nach Früher erkennbar. Auch in der Musik. Ein gutes Beispiel dafür liefert die Singer/ Songwriterin Courtney Marie Andrews. Die noch keine 32 Jahre alte Künstlerin aus Phoenix, Arizona, war bereits als 20-Jährige singende Hilfskraft bei Jimmy Eat World und – fast noch erstaunlicher – legte ihre ersten, unter Eigenregie veröffentlichten Alben bereits mit 18, 19 Jahren vor. Wir haben es hier also mit einem echten Talent, mit einer Vollblutmusikerin zu tun. Was das jetzt mit dem Retro-Ding zu tun hat? Da muss man nur den Klängen ihres neuen, bereits neunten Albums LOOSE FUTURE lauschen. Schon nach wenigen Takten glaubt man, eine junge Joni Mitchell zu hören. Ähnlich wie die Altmeisterin des gepflegten Folksongs verströmen auch die Songs von Courtney Marie Andrews subtile Zerbrechlichkeit, lassen messerscharfen Verstand erkennen und – schlummernd unter der wohlklingenden, romantisch angehauchten Harmoniedecke – eine erstaunliche Willensstärke. Anspieltipps: ›Older Now‹, ›Satellite‹ und das finale, an die Beatles erinnernde ›Me And Jerry‹. Retro kann so geil sein!

8 von 10 Punkten

Courtney Marie Andrews
LOOSE FUTURE
FAT POSSUM/MEMBRAN

Flashback: The Rolling Stones – Tumult in Frankfurt

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05./06. Oktober 1970: Wegen einer Bombendrohung und Tumulten in der Frankfurter Festhalle rücken zwei Hundertschaften der Polizei an

Unter geänderten Vorzeichen begaben sich die Rollenden Steine im September/Oktober 1970 auf Europatour. Anstatt Gründer und Namensgeber Brian Jones bediente nun der 21-jährige Virtuose Mick Taylor, einst Nachfolger von Eric Clapton und Peter Green in John Mayall’s Bluesbreakers, die Sologitarre. Taylor fügte dem nunmehr
wesentlich kompakteren Sound der Stones eine ganz spezielle Note hinzu. Bei den Konzerten am 5. und 6. Oktober 1970 in der Frankfurter Festhalle brillierte Taylor. Jungenhaft unschuldig ergänzte er das exaltiert Frontduo optimal: Mick Jagger, Sexsymbol mit schmollmundiger Androgyn-Aura, nahm im blassrosa Satinanzug samt Zylinder und Halsband den Glam-Rock-Look vorweg. Auch Keith Richards, gehüllt in Klamotten aus dem Fundus seiner Lebensabschnittsgefährtin Anita Pallenberg, strahlte. Bassist Bill Wyman, Schlagzeuger Charlie Watts, Pianist Ian Stewart, Saxofonist Bobby Keys sowie Trompeter und Posaunist Jim Price akzentuierten. Mit
Verve spielten sich die Steine an beiden Tagen jeweils etwas mehr als eine Stunde lang durch bis heute im Repertoire gebliebene Klassiker von BEGGARS BANQUET. Von Jagger mit den Worten „Frankfurt, we have two new songs for you“ angekündigt, zierten ›Brown Sugar‹ und ›Dead Flowers‹ von der seinerzeit noch unveröffentlichten LP STICKY FINGERS (1971) die Setlist.

Als am ersten Abend die brachialen Akkorde des finalen ›Street Fighting Man‹ verklangen, atmeten in drangvoller Enge sowohl das Ordnungspersonal als auch die zwei Hundertschaften der Polizei erleichtert auf, gab es doch kurz vor Konzertbeginn eine anonyme Bombendrohung. Es kam zu zig Festnahmen wegen Verstößen gegen das
Betäubungsmittelgesetz. Zudem randalierten diverse Gruppierungen, denen kein Einlass gewährt wurde, an Tor 4 und Tor 5. Steine, Flaschen und andere Gegenstände flogen auf die Polizeibeamten, außerdem zerstörten die Renitenten diverse Zugangssperren. Ein prekärer Ausnahmezustand, der auf der gesamten Europatour, die am 30. August 1970 in Malmö begann und am 9. Oktober 1970 in Amsterdam endete, leider immer wieder zur Tagesordnung gehörte.

Videopremiere: The Courettes mit ›Talking About My Baby‹

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Wild, laut und ein bisschen verrückt erklären The Courettes die Krise für beendet. Bereits treffend als weltbestes Zwei-Personen-Rock’n’Roll-Ensemble beschrieben, ist die explosive Garage-Rock-Band des brasilia-
nisch-dänischen Ehepaars Flávia und Martin Couri nun BACK IN MONO – und in den kommenden Monaten auf deutschen Bühnen praktisch allgegenwärtig.

Passend dazu erscheint heute ihr neues Video zum Song ›Talking About My Baby‹, eigenen Angaben zufolge eine „Feier [ihrer] transatlantischen Liebe.“ Der Clip versprüht wunderbare 60er-Jahre-Vibes.

Meilensteine: Alvin Stardust mit ›My Coo Ca Choo‹

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5. Oktober 1973: Alvin Stardust startet mit ›My Coo Ca Choo‹ international durch

Anfang der 70er-Jahre war der britische Vokalist Bernard William Jewry mit just 30 Lenzen bereits ein Rock’n’Roll-Relikt. Eine Dekade zuvor galt der bis dato unbekannte Freizeitsänger und Roadie der R’n’R-Kapelle Shane Fenton and The Fentones als wahrer Glückspilz. Denn urplötzlich verstarb deren erst 17 Jahre alter Sänger Johnny Theakston – unter dem Künstlernamen Shane Fenton zu Ruhm gekommen – an rheumatischem Fieber. Überglücklich nahm Jewry das Angebot an, als Shane Fenton zu fungieren, ließ sich fortan von Manager-Koryphäe Larry Parnes betreuen und agierte in einigen Kinofilmen in kleinen Rollen neben Billy Fury. Als der Erfolg aufgrund der Beat Invasion abrupt schwand, ließ Parnes seinen Schützling fallen. Bis auf ein erfolgloses Zwischenspiel als Jo Jo Elis geriet Mr. Jewry für eine Dekade aus dem Blickfeld. Ein gleichfalls in der Versenkung verschwundener Sänger namens Paul Francis Gadd alias Paul Raven gelang im Zuge des Glam-Rock-Booms als Gary Glitter eine phänomenale Reanimation.

Unter diesem Eindruck spielte im Sommer 1973 Sänger, Komponist und Produzent Peter Shelley, im Schulterschluss mit Michael Levy auch Co-Eigner des UK-Labels Magnet Records, den im Boogie-Rhythmus gehaltenen, selbstkomponierten Ohrwurm ›My Coo Ca Choo‹ ein. Als Vokalist für das Alvin Stardust getaufte Projekt schlug Jewrys Manager Hal Carter seinen Klienten vor. Gesagt, getan! Als der Song via Airplay in den britischen Charts unaufhaltsam bis in die Top 30 stieg, standen TV-Auftritte an: Peter Shelley mimte Alvin Stardust in der UK TV-Show „Lift Off With Ayshea“, machte dann aber einen Rückzieher. Für „Top Of The Pops“ musste Jewry ran. In Windeseile erhielt Alvin Stardust eine Rundumerneuerung: blauschwarz gefärbte Tolle, fette Koteletten, hautenge schwarze Lederkluft, ebensolche Handschuhe und dicke Silberringe erinnerten an zwei legendäre 50er-Jahre-Rock’n’Roller: Gene Vincent und Vince Taylor. ›My Coo Ca Choo‹ war international erfolgreich. In der Folge gelangen mit ›Jealous Mind‹, ›Red Dress‹, ›You You You‹, ›Tell Me Why‹, ›Good Love Can Never Die‹ sowie ›Sweet Cheatin’ Rita‹ weitere Charthits. Bis heute wird der 2014 mit 72 Jahren verstorbene Bernard Jewry alias Shane Fenton alias Alvin Stardust nicht nur in Großbritannien als Kultidol verehrt.

CLASSIC ROCK präsentiert: Rock The Circus live!

Bei „Rock The Circus“ werden nach dem Motto „Musik für die Augen“ Songs von AC/DC, Bon Jovi, Guns N’ Roses, Pink Floyd, Queen, den Red Hot Chili Peppers und vielen mehr von einer sechsköpfigen Rockband live gespielt und mit artistischen Höchstleistungen zu einer einzigartigen Show verwebt. Hier wird die Energie einer elektrisierenden Rockshow mit atemberaubender Zirkusartistik zu einem neuen Konzept fusioniert, das beim geneigten Publikum für so manchen Gänsehaut-Moment sorgen dürfte.

Rock The Circus 2022

Hier „Rock The Circus“ live erleben:

20.10. Bitterfeld Städtisches Kulturhaus

22.10. Greiz Vogtlandhalle

23.10. Erfurt Thüringen-halle

25.10. Suhl CCS Congress Centrum

26.10. Karlsruhe Konzerthaus

27.10. Ludwigsburg MHP-Arena

28.10. Landau Jugendstil-Festhalle

29.10. Nürtingen K3N – Stadthalle

30.10. Rosenheim KU ́KO

03.11. Nürnberg Meistersingerhalle

04.11. Erding, Stadthalle

08.11. Ingolstadt, Theater

09.11. Bayreuth, Oberfrankenhalle

10.11. Bad Kissingen, Regentenbau/Max-Littmann-Saal

11.11. Straubing, Joseph-von-Fraunhofer-Halle

12.11. Essenbach, Eskara Sport- und Kulturarena

15.11.Waldkraiburg, Haus der Kultur

17.11. Hof, Freiheitshalle/Großes Haus

18.11. Neustadt, bei Coburg Frankenhalle

28.02.23 Solingen, Theater und Konzerthaus

01.03.23 Köln, E-Werk

02.03.23 Paderborn, Paderhalle

05.03.23 Mannheim, Congress Center Rosengarten/Musensaal

08.03.23 Limburg, Josef-Kohlmeier-Halle

09.03.23 Baden-Baden, Kurhaus

11.03.23 Offenbach, Capitol

14.03.23 Beverungen, Stadthalle

15.03.23 Borken, Stadthalle Vennehof

16.03.23 Kleve, Stadthalle

17.03.23 Moers, ENNI Eventhalle

19.03.23 Siegen, Siegerlandhalle

21.03.23 Rheda-Wiedenbrück Neue Stadthalle

22.03.23 Dortmund, Westfalenhalle

25.03.23 Herford, Stadttheater

26.03.23 Rödermark, Kulturhalle

19.04.23 Biberach, Stadthalle

20.04.23 Ulm, Congress Centrum Maritim

21.04.23 Ravensburg, Oberschwabenhalle

22.04.23 Heilbronn, Festhalle Harmonie

23.04.23 Aschaffenburg, Stadthalle am Schloss

25.04.23 Korbach, Stadthalle

26.04.23 Ibbenbüren, Bürgerhaus

28.04.23 Hannover, Theater am Aegi

29.04.23 Ilsenburg, Harzland-halle

30.04.23 Wolfsburg, Congress Park

01.05.23 Dessau, Anhaltisches Theater

02.05.23 Berlin, Tempodrom

03.05.23 Lübeck, Musik- und Kongresshalle

04.05.23 Norderstedt, TriBühne

06.05.23 Peine, Stadttheater

07.05.23 Bruchhausen-Vilsen, Mensa im Schulzentrum

09.05.23 Halle (Saale), Georg-Friedrich-Händelhalle

10.05.23 Zwickau, Konzert- und Ballhaus Neue Welt

11.05.23 Dresden, Alter Schlachthof

12.05.23 Hoyerswerda, Lausitzhalle

13.05.23 Cottbus, Stadthalle

Meilensteine: Nicks und Buckingham steigen bei Fleetwood Mac ein!

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fleetwood mac promoIm Dezember 1974 war Wandel angesagt: Lindsey Buckingham und Stevie Nicks steigen bei Fleetwood Mac ein.

Gut Rat war teuer. „Wie soll es bloß weitergehen?“, sinnierte Mick Fleetwood im De­­zember 1974 bei einem Besuch in den Sound City Studios von Los Angeles. Sieben wechselvolle Jahre lagen hinter ihm, seit er inmitten des Second British Blues Boom mit Peter Green und John McVie Fleetwood Mac ge­­gründet hatte.

Dem anfangs zähen Aufstieg mit eigenwilligem Blues-Purismus war eine weltweite Hitphase (›Albatros‹, ›Man Of The World‹, ›Oh, Well‹, ›The Green Manalishi‹) gefolgt. Als im Jahresturnus erst Peter Green, danach Ur-Mitglied Jeremy Spencer und der 1968 dazugestoßene dritte Gitarrist Danny Kirwan ausstiegen, herrschte aber eine ausgeprägte Erfolgsflaute. Zwar wechselte 1970 die talentierte Sängerin und Pianistin Christine McVie von Chicken Shack in die Band ihres Gatten John über, doch Gitarrist Bob Weston und Sänger Dave Walker blieben nicht allzu lange.

Vollen Einsatz seit dem Album FUTURE GAMES (1971) zeigte zumindest der amerikanische Sänger Bob Welch. 1974 entwickelte sich für Fleetwood Mac zum Annus Horribilis: Zuerst erdreistete sich Manager Clifford Davis, eine mit unbekannten Musikern besetzte Fleetwood-Mac-Version auf Tour zu schicken, um danach im Ge­­richtssaal auf die Namensrechte zu pochen. Wenig später stand der Vertrag mit Warner Bros. auf der Kippe. Eine Verlängerung gab es nur, wenn die Briten geschlossen nach Los Angeles umziehen würden. Im September 1974 erneuerte Warner zwar den Kontrakt, aber drei Monate später schied Welch aus.

Gerade als Fleetwood in den Sound City Studios Toningenieur Keith Olsen seine Not schilderte, schlug das Schicksal zu: Olsen ließ beim Gespräch im Hintergrund das 1973er-LP-Debüt des Duos Buckingham Nicks laufen. Fleetwood horchte auf, lernte Minuten später den zufällig anwesenden Gitarristen und Sänger Lindsey Buckingham kennen. Kurz darauf offerierte er dem Nachwuchs den vakanten Posten. Buckingham sagte zu, aber nur unter der Bedingung, dass Partnerin Stevie Nicks ebenfalls engagiert würde. Silvester 1974 stiegen beide ein.

Im folgende Jahr entstand dann FLEETWOOD MAC: