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Anthrax: Europa-Shows wegen hoher Kosten abgesagt

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Ihre 20 geplanten Shows in Europa haben Anthrax kürzlich abgesagt. Eigentlich wollten die amerikanischen Thrasher ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. Laut Bassist Frank Bello liegt die Entscheidung zur Absage daran, dass sich die Kosten aufgrund des Krisen-Klimas in Europas so stark erhöht haben.

„Als ich mir die Zahlen ansah, waren sie dreimal so hoch wie damals, als wir die Tour geplant hatten. Wir wären mit riesigem Verlust nachhause gegangen. Ein bisschen Verlust ist immer drin, hauptsache du kannst für deine Fans spielen, aber so — wir hätten echt eine Weile damit zu kämpfen gehabt. Das hätte keinen Sinn gemacht.“

Lediglich die angesetzten Shows im UK werden Anthrax wie geplant spielen.

Kiss: Zusatzshows in Deutschland angekündigt

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Zu ihrer fortwährenden „End Of The Road“-Abschlusstournee haben Kiss nun erneut Tourtermine in Deutschland hinzugefügt. Aufgrund großer Ticket-Nachfrage machen die Legenden 2023 mit ihrer spektakulären Show in München, Dresden, Berlin, Mannheim und Köln Halt. Der allgemeine Vorverkauf startet am 18. November 2022.

Kiss End Of The Road

Status Quo: Francis Rossi im Interview

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„Mehr als Selbstbefriedigung“

„Ach, ich bin ungern unpünktlich, aber ich rede nun mal gerne viel, das wirst du gleich merken!“, mit diesen Worten begrüßt einen ein gut gelaunter Francis Rossi mit 15 minütiger Verspätung am Telefon, noch ehe man sich auch nur namentlich vorstellen kann. Grund für die unbefangene Plauderei ist eine neue Compilation namens QUO’ING IN – THE BEST OF THE NOUGHTIES, mit der vor allem Status Quos Schaffen der letzten zwei Dekaden gehuldigt werden soll. Neben der Platte selbst spricht der 73 jährige Quo-Kopf über die Pandemie, den Brexit, die Möglichkeit eines neuen Studioalbums, Pasta, Selbstbefriedigung und das Alter der Autorin dieses Interviews.

Wie hat dich die Pandemie beeinflusst?

Vor der Pandemie, auch als Rick noch lebte, waren wir ständig im Arbeitsmodus. Doch in den letzten Jahren gewöhnte ich mich daran, alles etwas langsamer anzugehen. Ich löste Kreuzworträtsel, hörte mal für eine Weile mit dem Sport auf – als es dann hieß, dass wir wieder auf die Bühne können, dachte ich nur: ‚Oh, fuck!‘ Es hat etwas gedauert, bis ich wieder drin war, mir alle Parts merken konnte und gut durchhielt. Es hat viel mit deiner körperlichen Verfassung zu tun, wie gut du in einer Band wie Status Quo spielst – viel Energie, hohes Tempo! Diesen Sommer habe ich wirklich Gas gegeben, ich schwimme oft und mache einige Übungen, auch wenn meine Knie kaputt sind. Zurück zu sein, mit der Band zu spielen, vor Leuten aufzutreten – nach all dieser Scheiße wie der Pandemie, dem fucking Brexit oder jetzt dem Krieg – macht mich zutiefst dankbar. Rein körperlich gesehen würde ich mir jedoch zehn Jahre weniger auf dem Buckel wünschen.

Achja, der Brexit…

Ich sag dir, was der Brexit und die Pandemie mit mir gemacht haben. Ich habe noch mehr Pasta als sonst gegessen. Wusstest du, dass Mussolini während des zweiten Weltkrieges auf den Trichter kam, dass Pasta die Italiener träge macht? Also propagierte er Risotto, weil er mehr Reis unter die Leute bringen wollte. Ich bleibe trotzdem bei der Pasta. Und nehme den Reis noch dazu. Scheiß drauf. (lacht)

Magst du den Gedanken, dass durch all diese Krisen hindurch Status Quo seit Jahrzehnten eine Konstante darstellt?

Wenn du das so sagst, klingt es nach einem schönen Kompliment. Doch von einer geschäftlichen Perspektive aus betrachtet ist das anders. Wir sind nie groß in Amerika rausgekommen, dieser Markt fehlt uns komplett. Hätten wir Erfolg in den Staaten gehabt, wären wir dort zwischendurch bestimmt mal zwei Jahre auf Tour gewesen, was uns wiederum hier bei uns gefragter gemacht hätte. Die meisten Leute denken sich: ‚Ach, die kommen nächstes Jahr doch eh wieder.‘ Das ist nicht die beste Strategie, um viele Tickets zu verkaufen. Trotzdem freuen mich deine Worte sehr.

Dieses Gefühl von Beständigkeit empfinde ich als angenehm. Da ist man als Fan dankbar.

Jetzt wo du es so ausdrückst, fällt mir auf, dass das viel wichtiger ist als das Business. Doch so funktioniert das Leben, alles steht in Relation zueinander, Höhen und Tiefen. Man kann diese Relativität spannend finden, ich hingegen empfinde sie als frustrierend. Ich suche nach dem Absoluten. Stell dir doch nur mal vor, alle wären sich endlich mal einig. Diesen verdammten Idioten in Russland gäbe es dann wahrscheinlich gar nicht!

Apropos Idiot in Russland und Chaos auf der Welt: Bist du optimistisch, was die Menschheit betrifft?

Man sagt mir oft nach, ich würde negativ denken. Aber eigentlich möchte ich wirklich an das Gute glauben, daran, dass die Menschen lieber in Frieden miteinander leben wollen. Die beschissene Wahrheit aber: es gibt Leute da draußen, die das nicht wollen. Genauso wie es ja auch tatsächlich Menschen gibt, die sich nichts aus Musik machen. Die hören einfach keine Musik, die mögen das nicht, das musst du dir mal vorstellen. Wie seltsam ist das denn? Die schalten das Radio nicht aus, die schalten es erst gar nicht ein! Um nochmal auf den Brexit zurückzukommen: Ich finde es seltsam, dass wir die EU verlassen haben. Was zur Hölle stimmt denn nicht mit den Leuten? Warum möchte man denn nicht zusammenhalten? Ein riesiger Fehler. Auch von den Menschen – zu denen auch ich zähle – die es nicht zur Wahl geschafft hatten, weil sie dachten: ‚Ach, das ist eine sichere Sache, das wird nicht passieren.‘ Wie sehr wir uns getäuscht haben! Was für ein Fehler! Die Briten beschweren sich, dass sie sich von der EU nichts vorschreiben lassen wollen, dabei sollten sie aktuell definitiv lieber halb Westminster ausblenden. Ach Gott, es kann frustrierend sein. Wie bei den Schotten würde ich mir gerade einen zweiten Volksentscheids wünschen, aber wie demokratisch das dann wiederum ist – ich weiß es nicht. Aber genug über Politik gesprochen, es geht hier ja eigentlich um etwas anderes! (lacht)

The Dead Daisies: Ruhelos

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RADIANCE läutet nach dem famosen HOLY GROUND (2021) eine neue Ära in der Geschichte der Dead Daisies ein. CLASSIC ROCK sprach mit Leadgitarrist und Komponist Doug Aldrich im Detail über die kreative Verbindung zwischen ihm und Glenn Hughes (Gesang, Bass), die ursprünglichen Pläne für die aktuelle LP und den temporären Line-up-Wechsel bei ihren letzten Europa-Gigs.

Doug, du bist gerade nach einer über zweieinhalbmonatigen Europatour nach Los Angeles zurückgekehrt und stürzst dich umgehend in die Promotion eures neuen Albums RADIANCE.
Wir setzen uns selbst gerne ein bisschen unter Druck. Deswegen ist es auch genau das richtige Ding, mit dem Rückenwind dieser fantastischen Shows das nächste Kapitel der Dead Daisies aufzuschlagen. RADIANCE wäre ohne diesen stetigen inneren Push sicher nicht die LP geworden, die sie jetzt ist. In der Retrospektive hat HOLY GROUND (2021) unsere persönliche Messlatte extrem hoch gehängt. Deswegen sind wir mit der Prämisse an RADIANCE gegangen, autark vom Vorgänger klingende Stücke zu schreiben, die trotzdem alle Daisies Trademarks beinhalten. Glenn Hughes und ich haben uns während der letztjährigen, pandemiebedingten Konzertpause zu regelmäßigen Songwritingsessions verabredet. Das später titelgebende ›Radiance‹ war das erste Lied auf der Habenseite. Glenns unglaublich cooler, mit einer positiven Message versehener Text und mein Heavy Riff sind eine ganz eigene Hausnummer. Im Fahrwasser dieses Tracks gab es sogar Überlegungen, ein komplettes Konzeptalbum um die Nummer zu komponieren.

Warum ist diese Idee nicht weiter verfolgt worden?
Im Laufe der Sessions ist uns das Stück in seiner Urform soundmäßig doch etwas zu düster im Daisies-Kontext vorgekommen. Zum Glück haben wir von ›Radiance‹ postwendend ein richtig gutes Demo angefertigt, um es mit etwas Abstand nochmal auf uns wirken zu lassen. Auf HOLY GROUND hatten Hughes und ich schon mit ›My Fate‹ einen neuen Härtegrade erreicht. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, die Strukturen von ›Radiance‹ mit einem melodischeren Chorus und ein paar helleren Akkorden umzuschreiben. Der Vibe des Songs war ab diesem Zeitpunkt prädestiniert für eine Vorabsingle – frisch und trotzdem vertraut. Währenddessen ist der vage Plan des Konzeptalbums unter den Tisch gefallen.

Wie seid ihr weiter vorgegangen?
Wir haben uns den Stilmix von HOLY GROUND nochmal in Ruhe angehört und beispielsweise bemerkt, dass wir keinen straighten Rocker für diese LP aufgenommen haben. Diese Feststellung war die Initialzündung für ›Shine On‹, der zusammen mit ›Radiance‹ die Marschrichtung für die kommenden Stücke vorgegeben hat. HOLY GROUND ist in seiner Gesamtheit sehr groovig, RADIANCE hingegen geradlinig und direkt. Nachdem die Grundstrukturen der Instrumentierung fertig waren, hat sich Glenn an seine Lyrics gesetzt. Was ich an seinen Texten sehr bemerkenswert finde ist der Fakt, dass er stets Spielraum für Interpretationen zulässt.

Auf RADIANCE sind zehn singletaugliche Songs gelandet. Wie viele Lieder habt ihr insgesamt geschrieben?
Am Ende der Sessions waren 25 Stücke fertig. Aus ihnen haben wir dann die 15 knackigsten ausgewählt. Davon sind dann noch mal zwei der Schere zum Opfer gefallen und am Ende wurden 13 Lieder komplett aufgenommen. Das finale RADIANCE ist 50 Prozent Hughes und 50 Prozent Aldrich, garniert mit coolen Riffs von [Gitarrist und Bandgründer] David Lowy. In meinem Fall ist es so, dass ich zehn Riffs benötige, um eines für die Daises herauszufiltern. Das soll jetzt nicht heißen, dass die neun anderen Schrott sind. Ich schicke diese Zehnerpacks an Glenn und er pickt sich die Riffs raus, die seine Kreativität kitzeln. Es ist enorm wichtig, dass du deinen Sänger inspirierst. Wenn er bei einem Einfall, den du selbst verdammt cool findest, nichts fühlt, wird er unmöglich später auf der Bühne die Verbindung von Song und Publikum herstellen können.

Was passiert mit den drei nicht auf RADIANCE gelandeten Liedern?
Das Song-Trio werden wir auf jeden Fall veröffentlichen. Eine Nummer davon trägt den Titel ›The Healer‹ – ein totaler Knaller, langsam und richtig heavy. Dann gibt es noch die Powerballade ›Let It Set You Free‹ und ein Cover von Fleetwood Macs ›Oh Well‹. Aktuell ist der Plan, dass wir sie als EP mit ein paar Liveversionen der RADIANCESingles im Zeitraum unserer anstehenden USA Tour
nach dem Release von RADIANCE heraus bringen.

Verschnaufpausen scheinen bei euch im Moment nicht auf der Agenda zu stehen.
Ich sehe den Interviewmarathon zu RADIANCE als Ruhephase zwischen den Touren an. Seit ungefähr fünf Tagen bin ich wieder hier in L.A., spiele etwas Gitarre, verbringe Zeit mit der Familie und führe Gespräche wie das mit CLASSIC ROCK. Am 2. September treffe ich mich wieder mit der Band, bevor es am 7. mit den Shows losgeht.

Die Dead Daisies haben sich in den letzten Jahren von einem All-Star-Projekt zu einer Band mit konstantem Kern entwickelt.
Gerade jetzt mit der Rückkehr von unserem Schlagzeuger Brian Tichy [u. a. Billy Idol, Foreigner, Whitesnake] ist dieses Gefüge noch enger geworden. Brians Spiel hat viel zum Gesamtsound von RADIANCE beigetragen. Er spielt so unglaublich tight und heavy. Ganz nebenbei ist er nicht nur ein guter Freund, sondern auch mein absoluter Lieblingsdrummer. Er spielt in seiner Freizeit selbst Gitarre und kann sich deswegen so gut in meine Lage versetzen. Dazu kommt David Lowys aggressiver Rhythmus auf den sechs Saiten. Er drückt damit dem Fundament jedes Songs seinen Stempel auf. Bei uns gibt es zwar immerRaum für Veränderungen, aber die aktuelle Konstellation wird meinem Gefühl nach für lange Zeit bestehen.

Apropos Veränderungen: In Europa ist Glenn Hughes während eures Runs mit Judas Priest positiv auf COVID-19 getestet worden. Kurzerhand sind für ihn Dino Jelusick (u. a. Dirty Shirley, Whitesnake) am Mikro und Yogi Lonich (u. a. Buckcherry) am Bass eingesprungen.
Wir waren so verdammt dankbar, dass die Zwei den Job ohne Probe so super erledigt haben. Glenn ist ja bekanntlich ein paar Jahre älter als der Rest der Band und wir wollten seine Gesundheit keinesfalls gefährden. Als es passiert ist, hatten wir noch sechs Shows in der EU auf unserem Tourplan. In so einem Moment steht zwar die Sicherheit deines Kollegen an erster Stelle, auf der anderen Seite wollten wir unsere Fans nicht enttäuschen und die Konzerte absagen. Plötzlich hatte Brian den Geistesblitz, dass Whitesnake ihre restlichen Konzerte gecancelt haben und Dino ein möglicher Kandidat für den vakanten Sängerposten wäre. Und da ist mir sofort Yogi eingefallen. Er und Jelusick sind Freunde und leben beide in Kroatien. So ist eins zum anderen gekommen und unsere Gigs waren gerettet.

Foreigner: Geben Abschiedstour bekannt

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Feels like the last time? Foreigner gaben vor kurzem ihre Abschieds-Welttournee bekannt. Im Rahmen derselbigen wird die Band 2023 umfassend durch die USA touren und dann bis 2024 weitere Shows spielen. Auch Gründungsmitglied Mick Jones wird – wahrscheinlich in begrenztem Rahmen – mit von der Partie sein. Zuletzt fiel er oft krankheitsbedingt aus, bzw. kam nur für ein, zwei Zugaben zur Band auf die Bühne.

„Vor vielen Jahren schrieb ich einen Song namens ›Feels Like The First Time‹ und heute kündigen wir eine letzte Welttournee an“, so Mick Jones. „Wir werden eine Show präsentieren, die denselben Enthusiasmus versprüht wie unsere ersten Auftritte. Die Tour wird kommenden Sommer in Amerika starten, wir hoffen, an jedem Ort zu spielen, an dem wir in den letzten Jahren waren.“

Sänger Kelly Hansen dazu: „Die Zeit ist reif. In den letzten 18 Jahren lebten wir mehr oder weniger auf der Straße. Wir haben immer unser Bestes gegeben und wir haben vor, genauso abzutreten. Foreigner hat einen brillanten und anspruchsvollen Katalog an Songs und ich weigere mich, diesen Songs weniger zu geben als sie verdienen. Also steigen wir aus, solange wir noch stark sind. Ich möchte deutlich machen, wie dankbar wir unserem Publikum weltweit sind, das diese Band unterstützt hat. Ich bin mir sicher, dass es mal Gelegenheiten geben wird, wo wir eine kleine Showeinlage hinlegen, aber ich denke, die Zeit ist reif für uns, ohne Tourneen zu leben. Danke euch allen!“

Mit folgendem Video-Clip kündigten Foreigner ihren Abschied an:

Nickelback: GET ROLLIN‘

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Mal wieder Hardrock für die Massen. Und warum auch nicht?

Wegen der unverschämten Eingängigkeit ihrer Rocksongs und der Tendenz zu schmalzigen Country- Balladen haben die Kanadier im Laufe der Jahr(zehnt)e einiges an Kritik und sogar Häme einstecken müssen. Frontmann Chad Kroeger wird sich deshalb wohl kaum in den Schlaf weinen, sondern eher müde lächeln. Speziell dann, wenn er auf seinen Kontostand schaut, oder auf die sich im Keller seines gigantischen Herrenhauses stapelnden Gold- und Platinauszeichnungen für über 50 Millionen verkaufte Alben.

Von letzteren dürften für GET ROLLIN’ nahezu sicher noch ein paar weitere dazukommen, macht der Vierer doch exakt so weiter, wie er es seit dem großen Durchbruch mit SILVER SIDE UP (2001) praktiziert: mit einem clever ausgewogenen Mix aus zackigen, mächtig groovenden Heavy-Tracks (›San Quentin‹, ›Vegas Bomb‹), ohrwurmverdächtigen Radio-Rockern (›High Time‹, ›Steel Still Rusts‹) und Breitwandschleichern à la ›Does Heaven Even Know You’re Missing?‹. Ja, es stimmt: Das Ganze wirkt auch hier streckenweise fast schon zynisch kalkuliert. Aber – verdammt! – es funktioniert! Der Fuß wippt unwillkürlich mit und die Refrains fräsen sich unwiderstehlich in die Gehirnwindungen. Kroeger weiß eben genau, was er tut.

7 von 10 Punkten

Nickelback
GET ROLLIN’
BMG RIGHTS/WARNER

Nickelback: Nehmen sich laut Chad Kroeger selbst nicht ernst

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Seit Jahrzehnten sind Nickelback Zielscheibe von Musikerwitzen und Memes in der Rock- und Metalszene. In einem jüngsten Interview mit WRIF sprach Frontmann Chad Kroeger über dieses Phänomen und legte eine überraschend selbstironische Attitüde an den Tag.

„Als wir die Textzeile „You look so much cuter with something in your mouth“ [2008] aufnahmen, habt ihr diesen Song im Radio gespielt. Ich finde, das ist zum totlachen und jeder, der denkt, dass wir diese Band komplett ernst nehmen, ist zum totlachen. Wir sind einfach nur vier Knalltüten, die sich fragen: „Könnt ihr euch vorstellen, dass sie das wirklich im Radio spielen?“ Und dann spielt ihr es im Radio!“, erklärte Chad Kroeger laut Metal Injection in besagtem Interview.

Weiter erklärt Kroeger: „Ich denke, dass diese Band Jahre lang falsch repräsentiert wurde. Wenn wir Fotos machen, machen wir meistens nur Quatsch. Da kommen all diese lustigen Bilder raus, wo wir uns einfach nur den Arsch ablachen. Am Ende ist es dann immer so. Der Fotograf sagt so etwas wie „Okay Jungs, jetzt nochmal ein bisschen Haltung“. Das machen wir und genau dieses Bild wird dann jedes Mal verwendet. Nach dem Motto: „Schau dir diese Idioten an, wie sie sich selbst zu ernst nehmen“ und das repräsentiert die Band einfach schrecklich falsch.“

Skid Row: Im Interview

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Sie sind zurück, mit einem neuen, bekannten Frontmann. Skid-Row-Gitarrist Dave „Snake“ Sabo sprach mit Classic Rock über ihr neues Album THE GANG’S ALL HERE, dem ersten mit Sänger Erik Grönwall, ehemals bei H.e.a.t.

Von außen betrachtet erscheint der Rauswurf von ZP Theart, der acht Jahre in der Band war, und der Einstieg von Erik Grönwall wie ein fliegender Wechsel. Wieviel Zeit ist tatsächlich vergangen?
(lacht) Erik lernte die Band tatsächlich erst vier Tage vor seinem ersten Gig mit uns kennen, am ersten Abend unseres Engagements mit den Scorpions in Las Vegas letzten Februar. Wir gaben ihm den Job dreieinhalb Wochen davor. Ich weiß, das klingt verrückt, aber da hatte er schon den Großteil seiner Parts für das Album aufgenommen.

Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein.
Ja, genau. Aber das Arbeitsethos dieses Kerls ist unglaublich. Er ist so kreativ.

Wie lange hatten Skid Row Erik schon auf dem Schirm gehabt?
Wir wussten schon länger von ihm. Wir hatten seine Audition [bei „Swedish Idol“] von 2009 mit ›18 And Life‹ mitbekommen, die sehr beeindruckend war. Und etwa zu der Zeit, als Rachel [Bolan, Bassist] und ich darüber nachdachten, unseren Sänger auszuwechseln, hörten wir seine zweite Version von ›18 And Life‹. Und da dachten wir: „Heilige Scheiße!“ Also schickten wir ihm ein paar Songs, zu denen er singen sollte, und sie kamen innerhalb von 24 Stunden zurück. Alle wussten sofort, dass das der Gamechanger war. Diese Darbietungen waren auf einem ganz anderen Level.

Wie war es, mit dem Grammy-prämierten Produzenten Nick Raskulinecz an THE GANG’S ALL HERE zu arbeiten?
Nick ist unglaublich. Er forderte uns dazu heraus, anders als sonst zu arbeiten. Er dekonstruierte jeden Song. Und weil er schon mit Rush, Alice In Chains, Halestorm, den Foo Fighters und Mastodon gearbeitet hatte, um
nur einige zu nennen, vertrauten wir ihm. Er brachte uns zur ursprünglichen Essenz von Skid Row zurück, und das funktionierte.

Wie meinst du das?
Nick sagte aus heiterem Himmel Sachen wie: „Okay, ich mag diesen Part sehr. Aber versucht beim nächsten, etwas in der Art der zweiten Strophe von ›Big Guns‹ [vom selbstbetitelten Debütalbum der Band] abzuliefern“. Das riss uns aus gewohnten Mustern heraus, wir öffneten uns vollständig und das klappte bestens.

Wurde das neue Album nicht mit dem Gesang von ZP Theart aufgenommen, bevor Erik einstieg?
Wir machten drei oder vier Songs mit ZP, bevor uns klar wurde, dass wir eine Veränderung brauchten. Er ist ein großartiger Sänger und ein wirklich guter Typ, es gab keinerlei Animositäten, aber wir entwickelten uns in
entgegengesetzte Richtungen.

Als ihr über einen anderen Sänger nachgedacht habt, kam da jemals der Name des ersten Skid-Row-Frontmanns, Sebastian Bach, auf?
Nein. Und du bist nicht der Erste, der diese Frage stellt. Aber er war zu keinem Zeitpunkt Teil unserer Überlegungen. Das haben wir schon sehr lange hinter uns.

Für dich besteht also keinerlei Chance, dass Sebastian jemals zu Skid Row zurückkehren könnte?
In dem Punkt sind wir uns absolut sicher. Wir sind mehr fokussiert darauf, mit Erik – oder wer auch immer es gewesen wäre – nach vorne zu blicken statt zurück.

Auf THE GANG’S ALL HERE gelingt es hervorragend, den klassischen Skid-Row-Sound einzufangen. Was wird Erik deiner Meinung nach in das nächste Album einbringen, bei dem er vollends involviert sein wird?
Ich sehe seine Energie und wie positiv er ist, also weiß ich, dass er beim Songwriting in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. H.e.a.t sind eine wirklich gute Band. Es geht immer darum, die bestmögliche Platte zu
machen, und nicht darum, welche Namen in den Credits stehen.

Wie fühlt es sich an, nach eineinhalb Jahren Zwangspause wieder auf der Bühne zu stehen?
Ich könnte nicht glücklicher sein. Die Isolation wirkte sich auf alle unterschiedlich aus. Für mich war es eine Achterbahnfahrt. In den ersten beiden Wochen genoss ich es, einfach nur zu entspannen, aber dann schadete es meiner Kreativität. Ich versuchte, zu schreiben, aber ich konnte es einfach nicht, obwohl es mir dann letztlich zum Glück doch wieder gelang. Bei unserer ersten Show im Februar fühlte es sich die ersten fünf Minuten unfassbar surreal an, doch dann kam alles wieder zurück. Gott sei Dank!

Ihr seid nun mit den Special Guests Winger und Phil X, dem aktuellen Gitarristen von Bon Jovi, unterwegs. Ihr kennt Kip Winger und Phil vermutlich recht gut, oder?
Phil ist phänomenal, und Kip ist ein wirklich toller Typ. Er ist ein Überlebenskünstler und natürlich ein überragender Musiker. Sie bringen ein starkes Gesamtpaket zu den Shows. Phil ist einer meiner absoluten Lieblingsgitarristen.

Es muss sehr aufregend sein, mit einem so starken Album zurückzukommen.
Dude, ich kann es nicht erwarten, dass die Leute uns mit Erik sehen. Das ist eine völlig neue, andere Maschine als früher. Da ist eine Energie, die über die Jahre vielleicht etwas verloren gegangen war, wenn auch nur ein
bisschen. Wir haben einen neuen Sänger, und er hat eine frischen, neuen Vibe in die Band gebracht. Ich bin begeistert von dem, was wir mit ihm erschaffen haben und was vor uns liegt.