0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 170

Video der Woche: Motörhead ›God Save The Queen‹

0

Happy Birthday, Lemmy Kilmister! Heute wäre die Rock-Kultikone 77 Jahre alt geworden. Das wollen wir mit unserem Video der Woche feiern.

Für Rockfans war Heiligabend auch immer ein musikalisches Fest. Denn Ian Fraser Kilmister, allen besser bekannt als Lemmy, erblickte am 24. Dezember 1945 das Licht der Welt. Lemmy wurde zu Lebzeiten schnell zur Ikone und sorgte vor allem mit seinem Powertrio Motörhead für Aufsehen.

Im Jahr 2000 veröffentlichten Motörhead ihr Album WE ARE MOTÖRHEAD. Um dieses zu promoten veröffentlichten sie ›God Save The Queen‹, eine Coverversion des Sex-Pistol-Klassikers, samt ironischem Video:

Titelstory: 1979 – Motörheads BOMBER

0

Startklar: Gerade aus einem finnischen Gefängnis entlassen, kehrten Motörhead nach England zurück, weil sie einen Nachfolger zu ihrem Hitalbum OVERKILL aufnehmen mussten – und zwar schnell. BOMBER blies mit Pauken und Trompeten zum Sturm auf die Charts.

In jenem heißen Sommer 1979 standen Motörhead mächtig unter Druck. Ihr zweites Album OVERKILL war gerade ihr erstes geworden, das es in die britischen Top 30 geschafft hatte, und Lemmy hätte vor Freude in seinen schmutzigen weißen Stiefeln umherhüpfen müssen. Sie waren sogar zweimal bei „Top Of The Pops“ aufgetreten und über Nacht von „der schlechtesten Band der Welt“ (O-Ton „NME“, 1978) zur coolsten Rockgruppe des Planeten geworden. Na ja, zumindest der coolsten in Großbritannien. Doch statt zufrieden zu sein, war Lemmy nervöser denn je.

Wir saßen draußen vor einem Pub in Notting Hill am Kanal. Es war ein wunderschöner Sommerabend, doch Lemmy war verloren irgendwo in der Dunkelheit in seinem Kopf. „Es ist nicht so, dass ich jetzt mehr Geld hätte“, sagte er, als ich ihm noch mal fünf Pfund borgte (er zahlte seine Schulden übrigens immer zurück). „Wir bekommen nach wie vor alle 40 Pfund die Woche. Nur dass sie [das Label] jetzt ein neues Album noch vor Ende des Jahres wollen. Sie machen sich Sorgen, dass wir nur eine Eintagsfliege sein könnten“, grummelte er. „Ich bin seit 15 Jahren in Bands und hatte meinen ersten Hit 1972 mit Hawkwind. Doch die Plattenfirma und die Veranstalter glauben immer noch, das sei alles nur Glück gewesen – und dass es uns bald ausgehen werde. Fuck them.“

Lemmy war immer gut darin, sich kämpferisch zu geben. Doch Fakt war, dass er mit dem Rücken zur Wand stand. Der Erfolg von OVERKILL und der gleichnamigen Single hatte alle überrascht – inklusive Lemmy selbst – und nun spürte er diese Angst, die alle Helden nach ihrem ersten großen Hit empfinden, wenn von ihnen erwartet wird, dass sie einen noch besseren Nachfolger abliefern. Ich versicherte ihm, dass alles besser werden würde, wenn sie erst mal in ein paar Wochen ins Studio und an die Arbeit gehen würden. „Nun, es wird uns wohl davon abhalten, Mist zu bauen“, sagte er finster.

Er und die Band wären gerade nach drei Tagen in einem finnischen Knast nach England zurückgekehrt, wie er erklärte. Man hatte sie am Flughafen in Helsinki festgenommen, als sie nach dem Punkaroka Midnight Sun Festival nach Hause fliegen wollten. Die Festivalveranstalter hatten sich an die Polizei gewandt, nachdem sie schockiert gewesen waren von dem Schaden, den Motörhead ihrer Bühne zugefügt hatten. Lemmy hatte den Auftritt damit begonnen, dem Publikum auf Finnisch „Frieden und gute Vibes“ zu versprechen, nur um dann am Ende sämtliches Equipment auf der Bühne zu zerstören.

Doch der wahre Ärger begann, so Lemmy, als Schlagzeuger Phil „Philthy Animal“ Taylor einen Baum in eine Garderobe geworfen hatte – durch ein Fenster, das Lemmy gerade mit seiner Faust zertrümmert hatte. Dann hatte die Band besagtem Baum „ein Wikingerbegräbnis“ beschert. „Wir zündeten ihn an und schoben ihn auf den See hinaus. Es war in der Abenddämmerung und sah wirklich toll aus. Dann stiegen wir natürlich in den Bus, um zum Flughafen zu fahren, und der Fahrer beging den schrecklichen Fehler, zu sagen: ‚Ihr werdet meinen Bus nicht schmutzig machen‘. Woraufhin natürlich sofort eine Essensschlacht ausbrach… Als wir zur Zollkontrolle gelangten, sagte der Beamte: ‚Folgen Sie mir bitte in diesen Raum…‘“

Als sie nach 72 Stunden, in denen sie „wie Scheiße behandelt“ worden waren, endlich das Flugzeug nach Hause bestiegen, stürmte der Pilot den Gang entlang zu ihnen und sagte: „Ich habe von euch gehört. Ihr Typen seid eine Schande für die Gesellschaft! Wenn ihr irgendwas in meinem Flugzeug tut, sorge ich dafür, dass in Heathrow die Polizei auf euch wartet.“

Doch sobald sie in der Luft waren, schaffte es Gitarrist „Fast“ Eddie Clarke irgendwie, einen sehr großen Wodka-Orangensaft der Passagierin vor ihm in den Kragen zu schütten. „Wir dachten aber nicht, dass das so schlimm sei“, sagte Lemmy. „Doch sobald wir in Heathrow ankamen, sahen wir all diese Polizisten auf dem Rollfeld. Wir dachten: ‚Oh nein, jetzt sind wir gefickt‘. Aber stattdessen verhafteten sie den Kapitän – er war betrunken! Wenn das keine Ironie war.“

Das war Ende Juni gewesen. Bis zum Reading Festival im August hatten sie keine Auftritte gebucht, also verbrachten sie den Rest des Sommers damit, so schnell wie möglich den Nachfolger zu OVERKILL aufzunehmen.

The Last Rockstars: Japanische Supergroup mit neuer Single

0

The Last Rockstars heißt diese nicht gerade bescheiden betitelte neue Formation, die sich aus Japans bekanntesten Rockstars Yoshiki, Hyde, Sugizo und Miyavi zusammensetzt. Die nach dem Bandnamen betitelte erste Single gibt es heute schon zu hören, weitere Musik soll im Lauf von 2023 veröffentlicht werden.

Leslie West: 22.10.1945 – 23.12.2020

0

Er machte sich seinen Namen Anfang der 70er mit Mountain und wurde als Gitarrist von vielen seiner Zeitgenossen gelobt. Jeff Beck beschrieb ihn einst gar als den „größten lebenden Gitarristen der Welt“.

Am bekanntesten ist der Hit ›Mississippi Queen‹ von 1970, den so verschiedenartige Künstler wie Ozzy Osbourne und Bachman-Turner-Overdrive gecovert haben. Mountain gehörten zu den Entdeckungen des Woodstock-Festivals 1969 und wurden dann zu einem der größten Acts der frühen 70er. Ihr wuchtiger, dreckiger Blues wurde zudem zur Blaupause für den Heavy Metal. Rockstar-Extravaganzen, Drogen und außer Kontrolle geratene Egos führten dann nach nur drei Alben zur Auflösung der Band. Das letzte war FLOWES OF EVIL von 1971.

Daraufhin rief West mit Mountain-Schlagzeuger Corky Laing und Ex-Cream-Bassist/Sänger Jack Bruce das Powertrio West, Bruce & Laing ins Leben. Geboren als Leslie Weinstein, begann Wests Musiklaufbahn mit seinem Einstieg bei den Long-Island-Rock’n’Soulern The Vagrants, nachdem er sich mit den Geldgeschenken von seiner Bar Mitzvah eine E-Gitarre zugelegt hatte. Produziert wurden sie von Felix Pappalardi, der 1967 auch DISRAELI GEARS von Cream betreut hatte. Pappalardi produzierte dann 1969 das Solodebüt MOUNTAIN und wurde schließlich zum Bassisten der gleichnamigen Band.

Als sie bei Record Plant aufnahmen, stattete ihnen Jimi Hendrix einen Besuch ab. „Jimi sagte, er liebe das Riff auf ›Never In My Life‹. So eine Anerkennung gab mir das Gefühl, der heiße Scheiß zu sein – ich hörte auf, mit all meinen Freunden zu reden“, scherzte West später. Mit dem Erfolg von ›Mississippi Queen‹ gingen Mountain durch die Decke. Ihre Formel war simpel: eine Mischung aus Kraft und Subtilität, verpackt in reduzierter Form. „Ich spielte nicht schnell, ich benutzte nur den ersten und dritten Finger auf dem Fingerbrett“, sagte West 2011. „Ich wollte den besten, größten Klang und ein Vibrato wie jemand, der in einem 100-köpfigen Orchester Geige spielt.“

In Großbritannien brannten sich Mountain unwissentlich ins Bewusstsein eines großen Publikums, als ein kleiner, aber kraftvoller Sample des Titelstücks ihres zweiten Albums NANTUCKET SLEIGHRIDE zur Titelmelodie der beliebten Polit-Talkshow „Weekend World“ wurde. Die Band wusste nichts davon, bis sie 1985 in Knebworth Park als Vorgruppe der jüngst wieder vereinten Deep Purple auftrat. „100.000 Zuschauer flippten bei ›Nantucket Sleighride‹ völlig aus und mir war schleierhaft, woher sie das überhaupt kannten“, staunte West noch Jahre später. Über die Jahre er wachten Mountain immer wieder mal zum Leben, mit West als Kurator und meistens mit Laing im Schlepptau.

Ab den 70ern war Leslie abhängig von Heroin, Morphin und Kokain, doch ab 1986 bekam er die Sucht in den Griff. „Statt mich über 28 Tage zu entgiften, tat ich das über mehrere Jahre hinweg, indem ich die Dosis so minimal reduzierte, dass es keine Symptome verursachte“, erzählte er 2014. „Später wurde
mir dann klar, dass ich nur noch so winzige Mengen nahm, dass es wohl wie ein Placebo war.“ 2009 bediente sich Johnny Winters Manager Paul Nelson derselben Methode, um ihn von seiner Sucht zu befreien. Nelson fuhr die tägliche Dosis seines Bosses schrittweise herunter, bis, so West, „Johnny ihn fragte, wieviel Methadon er denn nehmen würde, und Paul antwortete: ‚gar keins. Du bist seit Monaten clean‘. Johnny war unglaublich dankbar.“

CLASSIC ROCK präsentiert: Bowie live

Am 6. April 2023 findet im Berliner Metropol eine über zweistündige Feier von David Bowie statt. Das Live-Spektakel in Form einer aufwändigen Multimediaspektakels nimmt die Gäste mit auf eine
abwechslungsreiche, zweistündige Reise durch das beeindruckende musikalische Lebenswerk und die überbordende Gedankenwelt David Bowies, der wie kaum ein anderer die internationale Popkultur geprägt hat.

Dead Star Talk: Neues Live-Video zu ›Winning Team‹

0

2022 war ein großes Jahr für Dead Star Talk. Die dänische Band veröffentlichte ihr Debütalbum TOO MUCH TOO MANY und im November ihre EP TIDES AND WAVES. Produziert wurden die beiden Scheiben von Legende Flemming Rasmussen, der bereits für Acts wie Metallica gearbeitet hat.

Im Zuge der Release-Party ihrer EP hat die Truppe zehn Tracks in Rasmussens Studio live performt. Anfang 2023 soll das hier entstandene Live-Set komplett veröffentlicht werden, schon jetzt gibt es mit der Auskopplung von ›Winning Team‹ einen ersten Vorgeschmack und gleichzeitig auch ein kleines Dankeschön für alle Fans und Unterstützende von Dead Star Talk.

Das letzte Wort: Chris Robinson

SHAKE YOUR MONEY MAKER von den Black Crowes ist inzwischen über stolze 30 Jahre alt und dieser Umstand hat mit den Anstoß dazu gegeben, dass die ewigen Streithähne Chris und Rich Robinson Ende 2019 ihr Kriegsbeil begraben und die Krähen reformiert haben. Anlässlich des Releases der Jubiläums-Edition des Meilensteins blickt Chris Robinson zurück auf die Anfänge der Black Crowes.


SHAKE YOUR MONEY MAKER ist jetzt offiziell ein Oldie. Wie fühlt sich das an?
(lacht) Ich sage mal so: Lieber ein Oldie als nichts, oder? Es ist ein bisschen seltsam, aber am Ende ist es ein großes Geschenk, dass ich seit so langer Zeit Musik machen darf und heute noch über etwas sprechen kann, das wir vor 30 Jahren erschaffen haben. Das ist ziemlich cool.

Wie denkst du 30 Jahre später über euer Debüt?
Rich und ich haben uns wieder angenähert und SHAKE YOUR MONEY MAKER war der Hauptgrund dafür. So sehr wir uns auch oft gestritten haben, bei diesem Album sind wir einer Meinung: Es ist eine ganz besondere Platte, die in einer ganz besonderen Zeit aufgenommen wurde. Auch heute noch spüre
ich jedes Fitzelchen an Leidenschaft und Liebe, das da hineingeflossen ist.

Ist die Platte gut gealtert?
Auf jeden Fall. Rückblickend war SHAKE YOUR MONEY MAKER sehr anders für diese Zeit. Es war kein Metal, kein Glam, kein Grunge. Wir mochten damals eben die Stones, AC/DC und die Faces, den Klang dieser Gitarren. Es war keine Intention dahinter, wir haben einfach nach der Musik gesucht, in der wir alles vermengen können, was wir liebten. Und das war der Rock’n’Roll. Er ist die dreckige Promenadenmischung unter den Genres. Außerdem: Wir dachten damals ja nicht, dass wir noch eine Platte machen würden, deshalb musste diese genau repräsentieren, um was es bei den Black Crowes ging.

Ich finde, SHAKE YOUR MONEYMAKER ist eines der besten Debüts der jüngeren Rockmusikgeschichte …
(lacht) Danke! Damals waren wir nicht so weit, dass wir uns selbst oder dieses Album als besonders angesehen hätten, weißt du. Das Biz war echt hart und wir waren noch unschuldige Kids. Aber irgendwie war uns schon klar, dass wir das Beste abgeliefert hatten, was wir genau zu dieser Zeit zustande bringen hätten können. Als Rich und ich ›Jealous Again‹ schrieben, war der Sound der Black Crowes geboren. Wir hatten schon vorher an Songs gearbeitet, aber mit dem Lied waren die Weichen gestellt. Danach fielen uns ›Sister Luck‹ und ›Twice As Hard‹ ein. Trotzdem kamen wir aus einem Indie-Background,
wir hätten uns niemals erträumt, dass daraus mal eine Art ikonisches Album werden würde.

Verliert man über die Jahre in dem Business an Idealismus?
Ich wurde auf jeden Fall schon mehrmals auf die Probe gestellt. Aber ich sehe das so: Ich war immer ein Außenseiter, die ganze Musik und Kunst, die wir mochten, war für Außenseiter. Wir waren nicht die coolen Kids auf dem Pausenhof. (lacht) Mit fortschreitendem Alter hat sich daran nichts geändert. Ich bin immer noch umgeben von Menschen, die anders sind. Mich inspiriert dieser Irrsinn. Mich inspiriert alles: die Bücher, die ich lese, das Essen, das ich zu mir nehme, die Menschen, die ich treffe. Das ist ein Abenteuer.

Du und Rich versteht euch nach wie vor?
Ja ja, wir verstehen uns gut und sind bereit für eine Tour, wenn das irgendwann mal wieder geht. Wir arbeiten an neuem Material, das George Drakoulias produziert. Das heißt nicht, dass wir eine neue Platte machen, aber wir schreiben und das ist echt schön.

Bob Dylan: In neuem Interview über die moderne Welt, Metallica und mehr

0

Am 19. Dezember erschien ein neues Interview, das Bob Dylan vor kurzem mit Jeff Slate vom Wall Street Journal führte. In dem Gespräch ging es vor allem um Dylans jüngste Buchveröffentlichung „The Philosophy Of Modern Song“, in diesem Zusammenhang wurden auch viele andere Themenbereiche, auch unerwartete, wie die Probleme der modernen Welt, Metallica oder Dylans Lieblingsserien angeschnitten.

So erzählt Bob Dylan beispielsweise davon, welche Künstler und Künstlerinnen er privat hört. „Ich mag beide Oasis-Brüder, Julian Casablanca, The Klaxons, Grace Potter. Metallica habe ich zweimal live gesehen, außerdem habe ich mich sehr darum bemüht, Jack White und Alex Turner live sehen zu können. Zac Deputy habe ich vor kurzem entdeckt. Eine One-Man-Show wie bei Ed Sheeran, doch er setzt sich hin beim Spielen. Ich bin ein Fan von Royal Blood, Celeste, Rag And Bone Man, Wu-Tang, Eminem, Nick Cave, Leonard Cohen – von jedem, der ein Gespür für Worte und Sprache hat, von jedem, dessen Vision parallel zu meiner verläuft.“

In diesem Zusammenhang sprechen der Interviewer und Dylan auch über die Art, wie Streaming die Musikwelt verändert, über Technologisierung und die moderne Welt, die Dylan in seinem neuen Buch stellenweise als „zu einfach“ kritisiert. Dylan dazu: „Die Erde könnte ihren eigenen Tod auskotzen, es könnte Blut regnen und wir würden das mit einem Schulterzucken abtun. Alles ist zu einfach. Nur eine Bewegung des Ringfingers, des Mittlefingers, ein kleiner Click, mehr braucht es nicht und schon sind wir da. Wir haben die Münze direkt in den Schlitz geworfen. Wir sind Pillenschlucker, Quadratköpfe, Day Tripper, die Blue Devils oder Black Mollies oder alles andere, das wir in die Finger bekommen, schlucken. Ganz zu schweigen von dem ganzen Koks und Ganja. Alles ist zu leicht, zu demokratisch. Du brauchst ein Röntgengerät, bloß um das Herz deines Gegenübers zu finden, um zu sehen, ob er überhaupt eines besitzt.“

Lest hier das ganze Interview mit Bob Dylan.