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Leslie West: 22.10.1945 – 23.12.2020

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Leslie West: 22.10.1945 – 23.12.2020

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Er machte sich seinen Namen Anfang der 70er mit Mountain und wurde als Gitarrist von vielen seiner Zeitgenossen gelobt. Jeff Beck beschrieb ihn einst gar als den „größten lebenden Gitarristen der Welt“.

Am bekanntesten ist der Hit ›Mississippi Queen‹ von 1970, den so verschiedenartige Künstler wie Ozzy Osbourne und Bachman-Turner-Overdrive gecovert haben. Mountain gehörten zu den Entdeckungen des Woodstock-Festivals 1969 und wurden dann zu einem der größten Acts der frühen 70er. Ihr wuchtiger, dreckiger Blues wurde zudem zur Blaupause für den Heavy Metal. Rockstar-Extravaganzen, Drogen und außer Kontrolle geratene Egos führten dann nach nur drei Alben zur Auflösung der Band. Das letzte war FLOWES OF EVIL von 1971.

Daraufhin rief West mit Mountain-Schlagzeuger Corky Laing und Ex-Cream-Bassist/Sänger Jack Bruce das Powertrio West, Bruce & Laing ins Leben. Geboren als Leslie Weinstein, begann Wests Musiklaufbahn mit seinem Einstieg bei den Long-Island-Rock’n’Soulern The Vagrants, nachdem er sich mit den Geldgeschenken von seiner Bar Mitzvah eine E-Gitarre zugelegt hatte. Produziert wurden sie von Felix Pappalardi, der 1967 auch DISRAELI GEARS von Cream betreut hatte. Pappalardi produzierte dann 1969 das Solodebüt MOUNTAIN und wurde schließlich zum Bassisten der gleichnamigen Band.

Als sie bei Record Plant aufnahmen, stattete ihnen Jimi Hendrix einen Besuch ab. „Jimi sagte, er liebe das Riff auf ›Never In My Life‹. So eine Anerkennung gab mir das Gefühl, der heiße Scheiß zu sein – ich hörte auf, mit all meinen Freunden zu reden“, scherzte West später. Mit dem Erfolg von ›Mississippi Queen‹ gingen Mountain durch die Decke. Ihre Formel war simpel: eine Mischung aus Kraft und Subtilität, verpackt in reduzierter Form. „Ich spielte nicht schnell, ich benutzte nur den ersten und dritten Finger auf dem Fingerbrett“, sagte West 2011. „Ich wollte den besten, größten Klang und ein Vibrato wie jemand, der in einem 100-köpfigen Orchester Geige spielt.“

In Großbritannien brannten sich Mountain unwissentlich ins Bewusstsein eines großen Publikums, als ein kleiner, aber kraftvoller Sample des Titelstücks ihres zweiten Albums NANTUCKET SLEIGHRIDE zur Titelmelodie der beliebten Polit-Talkshow „Weekend World“ wurde. Die Band wusste nichts davon, bis sie 1985 in Knebworth Park als Vorgruppe der jüngst wieder vereinten Deep Purple auftrat. „100.000 Zuschauer flippten bei ›Nantucket Sleighride‹ völlig aus und mir war schleierhaft, woher sie das überhaupt kannten“, staunte West noch Jahre später. Über die Jahre er wachten Mountain immer wieder mal zum Leben, mit West als Kurator und meistens mit Laing im Schlepptau.

Ab den 70ern war Leslie abhängig von Heroin, Morphin und Kokain, doch ab 1986 bekam er die Sucht in den Griff. „Statt mich über 28 Tage zu entgiften, tat ich das über mehrere Jahre hinweg, indem ich die Dosis so minimal reduzierte, dass es keine Symptome verursachte“, erzählte er 2014. „Später wurde
mir dann klar, dass ich nur noch so winzige Mengen nahm, dass es wohl wie ein Placebo war.“ 2009 bediente sich Johnny Winters Manager Paul Nelson derselben Methode, um ihn von seiner Sucht zu befreien. Nelson fuhr die tägliche Dosis seines Bosses schrittweise herunter, bis, so West, „Johnny ihn fragte, wieviel Methadon er denn nehmen würde, und Paul antwortete: ‚gar keins. Du bist seit Monaten clean‘. Johnny war unglaublich dankbar.“

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