Happy Birthday Kate Bush! Die britische Rock-Virtuosin feiert heute ihren 65. Geburtstag.
Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Rockkünstler bereits mit der ersten Single an der Spitze der Charts landet. Kate Bush ist dies mit ›Wuthering Heights‹ gelungen. Der von Emily Brontës gleichnamigem Roman inspirierte Song wurde am 20. Januar 1978 veröffentlicht. Drei Wochen später erlangte er Platz 1 der UK-Single-Charts.
Zu ›Wuthering Heights‹ wurden zwei Musikvideos gedreht. In Version 1 (der Indoor-Version) tanzt Bush in einem weißen Kleid in einem dunklen Raum. In der 2. Version (der Outdoor-Version) tanzt sie die selbe Choreographie in einem roten Kleid in einem verwunschen wirkenden Waldstück. Das rote Kleid wurde zu einem von Bushs Markenzeichen.
Vor 49 Jahren starb Cass Elliot, Mitbegründerin von The Mamas And The Papas. Ein kurzer Blick auf das Leben der Sängerin.
Nicht ganz Club 27, aber auch Cass Elliot starb jung und wurde nur 33 Jahre alt. Obwohl Gerüchte kursierten, sie wäre an einem Schinkensandwich erstickt, war es tatsächlich eine Herzinsuffizienz, der zu ihrem leider verfrühten Tode führte. Durch Drogenabhängigkeit war ihr Herz bereits geschädigt, als sie am 29. Juli 1974 in der Wohnung des befreundeten Harry Nilsson starb.
Am bekanntesten war Elliot für ihr Mitwirken bei The Mamas And The Papas, doch nach der Trennung der Band hatte sie auch solo Erfolge. Besonders wichtig war es ihr dabei, ihr Image als Mama Cass zurückzulassen. So war ein Konzertmitschnitt ihrer Solotour beispielsweise mit „Don’t Call Me Mama Anymore“ benannt.
Prägend für die Flower-Power-Bewegung waren The Mamas And The Papas in den 60ern, obwohl die Band sich bereits 1968 auflöste, um 1971 mit einer Reunion ein weiteres Album aufzunehmen, was jedoch nicht an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen konnte.
Steve Morse wird 69 Jahre alt. Seit 1994 ist der Gitarrist bei Deep Purple an Bord und einer der ganz Großen im Genre. 2022 verkündete Morse seinen Ausstieg, da er für seine krebskranke Frau da sein möchte.
Steve Morse zählt mit zu den talentiertesten Gitarristen in der Rockmusik. Wunderknabe Steve Howe erklärt in unserem Feature „Die 100 besten Gitarristen aller Zeiten“, worin das Besondere am Spiel seines Kollegen liegt:
„In den Achtzigern fiel mir das Album WHAT IF von den Dixie Dregs in die Hände. Anders als so viele überproduzierte Platten aus diesem Jahrzehnt hatte Produzent Ken Scott WHAT IF einen sehr organischen Klang gegeben. Rod Morgenstein, ihr Drummer, schien von einem anderen Stern zu kommen, aber Steve Morse war nicht minder inspirierend. Im „Guitar Player“ wurde er fünf Jahre lang zum besten Gitarristen des Jahres gekürt – gleich nachdem ich die gleiche Auszeichnung bekommen hatte. Er erzählte mir später, dass ich ihn beeinflusst hätte – was natürlich mehr als schmeichelhaft war. Steve ist keiner der Jungs, die glauben, die Geschichte der E-Gitarre hätte mit Jimmy Page angefangen. Er hat (genau wie ich) einen historischen Ansatz und versucht, aus der Geschichte des Instruments zu lernen.
Es war also kein Wunder, dass wir gute Freunde wurden – und ich auf dem Dixie Dregs-Album INDUSTRY STANDARD aus dem Jahr 1982 mitspielen durfte. Und die Chemie zwischen uns ist so stark, dass es eines Tages sicher noch ein weiteres gemeinsames Projekt geben wird.“
Am 13. Oktober erscheint MIDNIGHT JUNCTION, das neue Album von Eric Sardinas. Eine erste Single hat der Blues-Rocker schon heute veröffentlicht, ›Long Shot‹ heißt das erdige Stück mit Sllide-Gitarre.
Auf dem neuen Album wird Eric Sardinas von einer exzellenten Rhythmusgruppe begleitet, bestehend aus Chris Frazier (Whitesnake, Foreigner) am Schlagzeug, Koko Powell (Lenny Kravitz, Sheila E) an der Bassgitarre, David Schulz (The Goo Goo Dolls, Bo Diddley) an den Tasten und an der Orgel, und als ganz besonderen Gast die Blues-Mundharmonika-Legende Charlie Musselwhite. Produziert wurde die Platte von Matt Gruber.
Stilistisch eindeutig festgelegt haben sich Sevendust auch im 29. Jahr ihrer Karriere nicht. Wie schon auf den bisherigen Veröffentlichungen mischt die Band aus Atlanta, Georgia auf ihrem neuesten Album Heavy Metal mit Rock, Grunge/Post-Alternative mit Industrial. Dieses ruppige Sound-Konglomerat birgt massenhaft ultrafette Gitarrenriffs über brachialen Drum-Attacken und treibt Frontmann Lajon Witherspoon unaufhörlich an, seine zumeist eingängigen Refrains mit sperrigen Strophen zu torpedieren. Ein Erfolgsrezept, das sich wie ein roter Faden durch sämtliche Scheiben zieht und die millionenschweren Verkäufe erklärt. Kein Wunder also, dass Sevendust das Selbstbewusstsein besitzen, TRUTH KILLER mit dem ungewöhnlichsten, da ruhigsten Song zu starten und ihren Fans damit kurzzeitig ein großes Fragezeichen auf die Stirn zu brennen. Allerdings nur kurzzeitig, denn bereits ab dem direkt folgenden Titeltrack ist die Sevendust-Welt wieder so, wie man sie kennt: erbarmungslos heavy, aber gleichzeitig filigran und clever arrangiert.
Am 27. Juli 1986 traten Queen im Budapester Népstadion in Ungarn vor 80.000 Fans auf. Das Besondere an diesem Auftritt: Queen waren eine der wenigen westlichen Bands, die zu Zeiten des kalten Krieges ein Konzert im damaligen Ostblock spielten. Das gesamte Konzert wurde aufgezeichnet, der Mitschnitt davon unter dem Titel „Hungarian Rhapsody: Queen live in Budapest“ veröffentlicht.
Geschlagene 15 Jahre hat man – zumindest albumtechnisch – nichts von Extreme gehört, da tauchen sie plötzlich wieder mit einem neuen Werk auf: SIX. Stücke wie ›Rise‹, ›#Rebel‹, ›Banshee‹, ›X Out‹ oder ›Other Side Of The Rainbow‹ zeigen die Leidenschaft, Energie und Vielseitigkeit der Band aus Boston, deren Karriere seit der Gründung Mitte der 80er alles andere als linear verlief und geprägt war von Highlights und Kreativpausen. Von 1996 bis 1998 sang Gary Cherone als Nachfolger von Sammy Hagar in „Festanstellung“ bei Van Halen, ohne Extreme jedoch aufzulösen. Jetzt ist er mit Top-Gitarrero Nuno Bettencourt wieder gemeinsam am Start …
Gary, Glückwunsch zu SIX! Aber warum warst du so kurz vor Release noch als Sänger mit dem Joe Perry Project in den USA unterwegs?
Die Tour war schon länger geplant. Ich spiele ja immer mal wieder mit Joe. Es ist jedes Mal ein surrealer Moment, wenn ich neben ihm auf der Bühne stehen darf. Er fragte mich sogar, welche Aerosmith-Songs ich gerne singen würde. Ich meinte, ›S.O.S. (Too Bad)‹, ›Lick And A Promise‹ einfach alle von den ersten sechs Alben, die ich schon mit 14 als Fan mitgesungen habe. Aerosmith waren immer meine Favorites. Und als ich Nuno kennenlernte, war mein erster Gedanke: Hey, der Typ sieht ja original aus wie Joe Perry. (lacht) Heute sind wir mit Joe und Steven Tyler befreundet …
Wie Aerosmith stammen auch Extreme aus Boston. Spielt eure Herkunft eine Rolle in puncto Sound?
Eine gewichtige. Boston ist eine Hafenstadt, eine Malocherstadt, die Leute sind bodenständiger und direkter als in hippen Metropolen wie L.A. Oder New York. Boston hat eine vielfältige Musikhistorie – mit unterschiedlichen Bands wie Aerosmith, Boston, The Cars, J. Geils Band, aber auch den Dropkick Murphys, Godsmack und Extreme. Alle haben wir einen eigenen Sound und Stil kreiert. Der Extreme-Sound ist ein Mix aus allem, vergleichbar mit dem schmutzigen Hafenwasser, das alles Mögliche zusammenspült. (lacht)
Duff McKagan hat heute sein drittes Studioalbum mit dem Titel LIGHTHOUSE angekündigt und den gleichnamigen Titeltrack als ersten Vorgeschmack veröffentlicht. Die Platte des Guns N’ Roses-Bassisten erscheint am 20. Oktober.
Im Juni hatte McKagan bereits den Titeltrack der Platte veröffentlicht, nun folgt eine weitere Single namens ›I Saw God On 10th Street‹. Der Track ist eine gesellschaftskritische Punknummer, der Künstler dazu: „Ich stelle mir Gott als einen alten Mann mit weißem Bart und Haar vor, der an einer Straßenwand in der Stadt lehnt.Der oberste Richter von uns allen. Er ist verärgert, kneift seine Augen zusammen, weil er das, was er sieht, nicht sehen will, und spuckt immer wieder auf die Straße, ohne sich darum zu kümmern, wer in der Nähe sein könnte. Der Schöpfer. Gott. Allah, Shiva … oder wer auch immer. Ich glaube, ich sehe ihn manchmal drüben in der 10th St., die Hände zu Fäusten geballt und die Zehen zusammengekrümmt und angespannt.“