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Walking Papers: Hamburg, Logo

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walking_papers_final-2Besuch vom Superstar

Das Hamburger Logo hat Schlagseite. Wäre es ein Schiff, es würde untergehen. Zu Gast ist die Band Walking Papers, in der neben Sänger Jeff Angell, Keyboarder Benjamin Anderson (beide The Missionary Position) und Schlagzeuger Barrett Martin (Screaming Trees) auch Ex-Guns-N’-Roses-Bassist Duff McKagan spielt. Vor ihm haben sich die meisten der knapp 200 Besucher aufgebaut, ehrfürchtig blicken sie ihn an. Zugegeben, die Songs von Walking Papers sind keine Offenbarung. Aber sie vereinen alle Spielarten des Rock. Mit kratziger Stimme röhrt Angell zu düsterem Blues und brutalem Rock, aber da sind auch poppig angehauchte Balladen mit einer kleinen Note Country oder etwas Funk. Zwischendurch versinkt die Band in langen Instrumental-Parts. „Fucking Rock’n’Roll“, ruft ein Besucher. Duff grinst. Wenn er wollte, er könnte in jeder Band spielen. Aber er will diese, das merkt man an diesem Abend zweifellos.

THE WALKING DEAD (dt. Version)

WalkingDeadDramaturgisch dichter Überlebenskampf.

Die auf der gleichnamigen Comicbuch-reihe von Robert Kirkman und Tony Moore basierende Fernsehserie THE WALKING DEAD erfreut sich riesiger Beliebtheit. In fünf Episoden unterteilt, rückt das Survival-Adventure THE WALKING DEAD nicht die TV-Charaktere, sondern neue Protagonisten in den Mittelpunkt. Die Hauptrolle übernimmt Lee Everett: Im Lauf eines fehlgeschlagenen Gefängnistransports erlangt der verurteilte Mörder seine Freiheit zurück und lernt die achtjährige Clementine kennen. Fortan hat der einstige Professor alle Hände voll zu tun, sich und das Mädchen heil durch das von Untoten verseuchte Georgia zu bringen.

Konträr zu anderen Point-And-Click-Adventures ist THE WALKING DEAD keinesfalls als Puzzle-Aneinanderreihung konzipiert. Der Fokus liegt auf freier Charakterentwicklung und der Beeinflussung der spannenden, wendungsreichen Geschichte: Jede Verhaltensweise in Dialogen, jede Aktion, jede Entscheidung bedeutet mitunter schwerwiegende Konsequenzen, verändert das weitere Geschehen und das Schicksal der Akteure maßgeblich.

Quick-Time-Sequenzen, an den Original-Comics orientierte Grafik und angsteinflößende Klänge geben dem packend erzählten, von moralischen Zwiespalten geprägten Überlebenskampf den letzten Schliff.

FAST & FURIOUS: SHOWDOWN

untitledSchnell und wild: Mit Vollgas um die ganze Welt.

In Justin Lins Hollywood-Blockbuster FAST & FURIOUS 6 lassen Vin Diesel, Paul Walker und Dwayne Johnson derzeit wieder mächtig die Reifen quietschen. FAST & FURIOUS: SHOWDOWN bietet die Möglichkeit, es den muskelbepackten Schauspielern mit den schweren rechten Füßen gleichzutun: In dem Rennspiel messen sich Benutzer vor Kulissen in aller Welt mit computergesteuerten oder menschlichen Gegnern.

Dass die Wettstreits nicht mit abgewrackten Karosserien, sondern den PS-stärksten, teuersten und schicksten Boliden der Gegenwart ausgetragen werden, versteht sich von selbst. Für zusätzliche Motivation sorgen Online-Ranglisten sowie die Möglichkeit, die Autos mit Hilfe eines riesigen Zubehörsortiments nach eigenen Vorlieben zu modifizieren. Auch der Koop-Modus präsentiert sich abwechslungsreich: Hier knattern zwei Spieler als Team über die Rennstrecke und steuern neben Fahrern wahlweise auch Schützen, Taktiker oder Daredevils.

Knackige Sprüche, wummernde Motorengeräusche und in den Bleifuß zielende Musikuntermalung runden das rasante Spektakel ab und stellen sicher: In Sachen Adrenalinausschüttung steht FAST & FURIOUS: SHOWDOWN seinem Leinwandvorbild in nichts nach.

DREAM PINBALL 3D II

DreamPinball3DIIJoe Cocker hatte Recht: „The best things in life are the simple things.“

Mathematik-ähnliche Partituren sind in oberflächlichen Zeiten so wertvoll wie Arthaus-Filme und komplexe, Interaktivitätsgrenzen erweiternde Videospiele. Manchmal jedoch fesseln einfache Zeitvertreibe immer noch am langfristigsten.

Dazu gehören neben Geradeaus-Rock’n’Roll und Popcorn-Kino auch Flipper-Nächte in geselliger Runde. Schlaue Sperrstundengegner frönen dieser Leidenschaft mit platz- und krachsparender Software. Ganz besonders, wenn sie so umfangreich ausfällt wie DREAM PINBALL 3D II: Neben verschiedenen Modi becirct die für ein bis vier Spieler konzipierte Kugelhatz mit acht grafisch sowie akustisch authentisch programmierten Tischen, verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Kameraperspektiven, freischaltbaren Minispielen, einer neuen Zeitlupenfunktion und verbesserter Physik selbst vehemente Flipperhasser.

Angefangen bei verzögerungsfreier Steuerung über flüssige Bewegungen aus diversen Materialien gefertigter Kugeln bis zu quittierenden Vibrationen bei Querschlägern und Tischremplern spielt sich DREAM PINBALL 3D II so realistisch, wie sich ein virtueller Flipper 2013 nur spielen kann.

Gangster Squad

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de-5051890147134-coverVor die Wahl gestellt, das Rad ganz neu zu erfinden oder einfach nur ein paar funkelnde neue Speichen einzuziehen, hat sich Regisseur Ruben Fleischer („Zombieland“) für letzteres entschieden. Denn wirklich neue Aspekte des klassischen Gangsterfilms kann er der wahren Geschichte um Mafia-Boss Mickey (Sean Penn), der die Macht im Los Angeles der späten Vierziger an sich reißt, nicht abgewinnen. Das Festhalten an Genrekonventionen muss aber nichts Schlechtes heißen, denn in Sachen handfester Action hat „Gangster Squad“ einiges zu bieten. Die Hommage an Klassiker wie „Die Unbestechlichen“ und „Scarface“ ist offensichtlich, wenn Josh Brolin als dekorierter Kriegsheld und ehrenwerter Polizist sein Expertenteam zusammenstellt, um einen urbanen Guerillakrieg gegen Mickeys Organisation zu führen. Dabei steht eher Actionwucht als Finesse im Vordergrund, was aber wie gesagt nicht zum Nachteil gereichen soll. Den schalen Nachgeschmack einer verschwendeten Gelegenheit trägt man nach dem Filmgenuss in Hinblick auf die namhaften Darsteller dennoch auf der Zunge.

Halo 4 – Forward Unto Dawn

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Halo4Eine seltsame Situation, die derzeit im Niemandsland zwischen Videospielen und Film herrscht. Beide Seiten würden so gerne von Prestige und Marktmacht des jeweils anderen profitieren, gelingen mag dies aber partout nicht: Mäßige Games-Verfilmungen auf der einen Seite, unterdurchschnittliche Spielversionen erfolgreicher Filme auf der anderen. Einen interessanten Mittelweg ging dabei die schwindelerregend erfolgreiche „Halo“-Reihe. Im Vorfeld zur Veröffentlichung des vierten Teils stimmte man die zahlreichen Fans mit fünf Mini-Episoden auf das kommende Spektakel ein, die Realverfilmung bot so etwas wie den Vorgeschmack auf die jahrelang angedachte, aber schließlich auf Eis gelegte Block-busteradaption des Game-Hits. Ort der Handlung ist eine Kadettenakademie des Militärs, die aus heiterem Himmel von außerirdischen Aggressoren angegriffen wird. Die insgesamt 75 Minuten im Universum des Master Chief sehen zwar brillant aus und bieten reichlich Action und Drama. Mit etwas arg flachen Charakteren und einem brustklopfenden Pathos, das auch gut in jedes Rekrutierungvideo der amerikanischen Streitkräfte passen würde, hat „Forward Unto Dawn“ sein Ziel aber leider verfehlt.

Killing Them Softly

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Killing_them_softly_DVD_Standard_887654476296_2DGenrekino eilt vor allem in Deutschland der Ruf voraus, den Unterhaltungsaspekt in den Vordergrund zu stellen, tiefschürfende Erkenntnisse gewinnt man dieser Meinung nach nur selten aus Horror- oder Gangsterkino. Regisseur Andrew Dominick scheint vor diesem Hintergrund zur Überkompensation zu neigen. Anders lässt es sich kaum erklären, wieso er seine Mafia-Mär mit Querverweisen auf die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation der Vereinigten Staaten überfrachtet: Aus sämtlichen TV-Geräten und Radios dröhnen die Debatten des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes von 2008, die Finanzkrise entfaltet soeben ihre volle Wucht, während Mafiascherge Jackie (Brad Pitt) die Verant-wortlichen eines Raubes zur Verantwortung zieht. Dabei werden Verdächtige weichgeprügelt und Konkurrenten eingeschüchtert, schließlich gilt es nach dem gewagten Überfall, die Unangreifbarkeit des organisierten Verbrechens mit Nachdruck einzubläuen und das Vertrauen in ein versagendes System wiederherzustellen. Dieses Vorhaben gelingt mit Jackies eiskalter Effizienz auch ausnehmend gut. Die Vermählung von plumpem politischem Kommentar und hartem Crime-Kino zeigt sich allerdings weit weniger geglückt.

Before Midnight

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BFM.PH_A4_RZ.inddDa treffen sie sich also nun zum dritten Mal: Ethan Hawke und Julie Delpy in der Bestandsaufnahme zweier Leben. Im Jahr 1995 lies Regisseur Richard Linklater seine Hauptprotagonisten Jesse und Celine in „Before Sunrise“ das erste Mal als junge Erwachsene aufeinandertreffen: Eine Zufallsbekanntschaft im Zug, es funkt, man verbringt die Nacht im Dauergespräch über Liebe, Leben und Zukunftswünsche, bevor man sich am nächsten Morgen trennt. Neun Jahre später treffen sich beide in Paris in „Before Sunset“ wieder. Die Fäden von einst werden von beiden sofort aufgegriffen, die Entscheidungen der letzten Jahre reflektiert. Nun sind wieder neun Jahre vergangen, die erneute Bestandsaufnahme überrascht: Jesse und Celine sind mittlerweile ein Paar zwischen Kindern, Beruf und Alltag. Eine romantische Nacht soll den gemeinsamen Urlaub abrunden, doch im Beziehungsgebälk knirscht es gewaltig, ein klärendes Gespräch folgt. Brillant in seinen pointierten Beobachtungen über das Erwachsenwerden ist der dritte „Before“-Film ein wunderbares Wiedersehen mit den beiden Figuren. Besonders dann, wenn deren Gespräche auch die letzten 18 Jahren des eigenen Lebens einrahmen.