Bei Youtube ist ein knapp einstündiges Interview mit Angus Young aus dem Jahr 1983 aufgetaucht. Damals wurde der legendäre AC/DC-Gitarrist im Oktober 1983 von Jas Obrecht in San Francisco für das „Guitar Player Magazin“ interviewt.
In dem Gespräch spricht Angus Young über das Verhältnis zu seinen Brüdern Malcolm und George, erklärt, wie das Songwriting seiner Band aussieht, erklärt, das Malcolm Young sogar bei seinen Solovorschlägen ein Veto-Recht besitzt, spricht über seine Gibson SG und Marshall Verstärker und verrät, wie wenig Ahnung er von Musiktheorie hat und welche AC/DC-Songs er am liebsten hat. Außerdem sprechen Angus und Jas über Youngs fulminante Bühnenpräsenz und das Geheimnis hinter seinem irren Energielevel („ich esse keine Pizza!“).
Am 27. Oktober erscheint das neue Dokken-Album HEAVEN COMES DOWN. Als ersten Vorgeschmack auf die 13. Studioplatte von Dokken gibt es jetzt eine erste Single mit dem Titel Fugitive. „“Die Lyriks haben mich durch die momentan unsichere Welt angefasst. Es ist ein Up-Tempo Rocker, wie einige andere auf dem Album ebenso. Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft mit unserer Welt macht darum bin ich einen Schritt zurückgegangen und schaue erst einmal zu , wie es sich alles entfaltet … ja, auch ich bin, wie viele andere, ein Flüchtling vom Leben geworden. Daher der Titel!”, so Don Dokken.
Außerdem macht der Künstler macht eines ganz klar: er ist unglaublich begeistert von der neuen Platte und gespannt auf die Zukunft. Die Vergangenheit möchte der Musiker endlich ruhen lassen:
„Ich bin es leid, immer wieder zu hören, es gab Streit und wie war das und dies …..es geht nur um die neue Platte mit meiner neuen Band und nichts anderes. Es war ein langer Prozess aber am Ende des Tages sehen wir das Licht am Ende des Tunnels.„
Am 4. März 1977 traten Heart in der damals beliebten Fernsehsendung „The Midnight Special“ erstmals im TV auf. Nachdem Heart 1975 ihr Debüt DREAMBOAT ANNIE veröffentlicht hatten, stand im Mai 1977 der Nachfolger LITTLE QUEEN an.
Bei ihrem Auftritt bei „The Midnight Special“ spielte die Band trotzdem nur Songs vom Erstling, namentlich ›Magic Man‹, ›Dreamboat Annie‹, ›Crazy On You‹ und ›White Lightning And Wine‹. Zu sehen gibt es jetzt auf dem neuen Youtube-Kanal von Midnight Special die knisternde Performance von ›Crazy On You‹, mit dem wunderbaren Akustikgitarrenintro von Nancy Wilson.
Es gibt nicht mehr viele Metal-Acts auf diesem Planeten, die mit der Ankündigung eines Albums den Mainstream hinter dem Ofen hervorlocken können. Doch wenn die mächtigen Iron Maiden beschließen, einen neuen Longplayer auf die Menschheit loszulassen, dann läuft das Internet kurzzeitig über und die Welt scheint – wenigstens für ein paar Sekunden – wieder so in Ordnung wie zu der Zeit, als laute Gitarrenmusik den Ton angab und Metal und Rock’n’Roll die Welt regierten. CLASSIC ROCK beleuchtet die Hintergründe der vertonten Kampfansage namens SENJUTSU und spricht exklusiv mit der „Air Raid Siren“ alias Bruce Dickinson über die Entstehungsgeschichte der Platte, kaputte Körperteile und den Hype um seine wiedererlangte, lange Matte.
Sie haben es einem nicht unbedingt leicht gemacht mit der Ankündigung ihres brandneuen Studioalbums SENJUTSU. Gleich einer kniffligen Schnitzeljagd ließen Iron Maiden in den letzten Monaten, ja eigentlich Jahren, immer mal wieder den ein oder anderen Brotkrumen an Hinweisen fallen, bis kombinierfreudige Fans schließlich im Juni 2021 relativ sicher davon ausgehen konnten, demnächst das 17. Werk ihrer Vorbilder in Händen halten zu dürfen. Doch eines nach dem anderen.
Ende des Jahres 2019 berichtete Kevin Shirley, der seit BRAVE NEW WORLD (2000) jedes Album von Iron Maiden produziert hat, auf Social Media vom Tod seines Bruders und erwähnte in diesem Kontext einen Studioaufenthalt in Paris. „Ich verließ meine Familie, um die nächsten drei Monate in Paris an einem Projekt zu arbeiten, das ich zwar nicht benennen darf, das aber trotzdem nicht allzu geheim ist. Als ich damit fertig war, schlackerten mir die Ohren vor Lautstärke.“ Da Bruce Dickinson einen Wohnsitz in Paris sein eigen nennt und das letzte Maiden-Album, THE BOOK OF SOULS von 2015, ebenfalls in den Guillaume Tell Studios in der Stadt der Liebe produziert worden war, begann zu diesem Zeitpunkt bereits das Brodeln in der Gerüchteküche.
Belshazzar’s Feast
Knapp eineinhalb Jahre später sitzt Bruce Dickinson in einem Zoom-Call, um über Iron Maidens verschobenen Auftritt beim Download-Festival im Jahr 2022, sowie seine Teilnahme am „Heavy Metal Truants“ Radrennen für einen guten Zweck zu sprechen. Mit verschmitzter Miene erklärt der Frontmann der Interviewerin: „Ich weiß ja schon mehr als du darüber, was in dem Zeitraum zwischen jetzt und dem Festival passieren wird. Viele Dinge werden geschehen und ich glaube, die Leute werden ziemlich zufrieden sein.“ Mehr ließ sich Dickinson an jenem 25. Mai 2021 trotz charmanter Versuche von Seiten der Fragestellerin nicht entlocken und setzte stattdessen eine ulkige Plüschbrille mit Hasenöhrchen auf, um schnell von dem heißen Thema abzulenken. Am Wochenende des 18. Junis fand schließlich ein Pilotversuch des Download Festivals statt, in dessen Rahmen eine pandemiegerechte Durchführung von Konzerten getestet werden sollte. An besagter Versuchsfestivität wurden Flyer gefunden, die ein gewisses „Belshezzar’s Feast“ ankündigten. Auf den Flyern stand ebenfalls „Live forever“, „man or beast“ und „heaven or hell“ geschrieben, genauso wie die Zahlenkombination 15/07 und XVII – also die Zahl 17 in römischen Ziffern. Zudem öffnete der Singer/Songwriter und ausgemachte Maiden-Fan Frank Turner während eines Interviews beim Festival den Reißverschluss seines Pullovers und enthüllte ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Belshazzar’s Feast“ und den Umrissen einer Festung, als der Fragesteller ihn auf Iron Maiden ansprach. Nach einiger Dechiffrierarbeit mutmaßten Fans und Presse ab diesem Zeitpunkt, dass Iron Maiden am 15. Juli ihr 17. Studioalbum veröffentlichen oder wenigstens ankündigen würden.
Am Rande des besagten Flyers war übrigens auch die Email-Adresse belshazzarsfeast@hotmail.com abgebildet, die einem auf Anfrage ein Akronym als Antwort schickte, dessen Anfangsbuchstaben das Kürzel „WOTW“ ergaben. Da die biblische Geschichte um das Gastmahl des Belsazar aus dem Buche Daniel im Alten Testament zugleich von der geisterhaften Schrift an der Wand – zu englisch „the writing on the wall“ – erzählt, verschärften die Konturen um Iron Maidens Vorhaben sich zunehmend und man mutmaßte, dass die kommende Platte ebenso heißen würde. Das „WOTW“-Kürzel wurde zudem auf den Plakaten für die auf 2022 verschobenen Konzerte der „Legacy Of The Beast“ Tour sowie auf dem ursprünglichen Cover für NIGHTS OF THE DEAD, LEGACY OF THE BEAST: LIVE IN MEXICO CITY von 2020 gesichtet. Wie sich im Nachhinein herausstellte, handelte es sich bei letzterem um ein großes Versehen, das von Bruce Dickinsons Lebensgefährtin entdeckt wurde und dem Camp Iron Maiden große Sorgen bereitete. Vom Artwork konnte der Fehler noch entfernt werden, die beiliegenden Plakate der Vinyl-Edition jedoch enthielten das „WOTW“-Kürzel nach wie vor. Hatten sich Maiden etwa durch dieses unbedachte Missgeschick nach all der Geheimniskrämerei versehentlich verraten? Nicht wirklich, wie sich retrospektiv herausstellte, denn schließlich macht ein kontextloses „WOTW“ – trotz seiner in diesem Zusammenhang mehr als ironischen Symbolkraft – noch keine konkrete Pressemeldung.
Brexit Of The Beast
Ende Juni gab Bruce Dickinson der Journalistin Kate Burley von Sky News ein Interview, in dem er sich – als bekennender Befürworter des Brexit – über die vielen Hürden echauffierte, die einer tourenden Band durch den Austritt des UKs aus der EU beschert würden. Was neben seinen von vielen Seiten belächelten Aussagen vor allem auffiel, war das schwarze Shirt, das unter seinem Jeanshemd hervorlugte und den Blick freigab auf den halben Schriftzug „Shazz Feast“, was von scharfen Beobachtern völlig korrekt als jenes Motiv identifiziert wurde, das wenig zuvor auf dem Download-Pilot-Festival kursiert war. Auf neues Material angesprochen, meinte Bruce Dickinson lediglich: „Der Hinweis liegt direkt vor euren Augen.“ Wenige Tage später geisterte plötzlich ein Song namens ›Writing On The Wall‹ im Internet, dessen Coverartwork Maskottchen Eddie als Hauptprotagonisten des Rembrant-Gemäldes „Das Gastmahl des Belsazar“ zeigte. Selbiges Lied wurde auf einem Youtube-Kanal namens „Daniel Belshazzar“ bereitgestellt und wirbelte einiges an Verwirrung auf: War hier eine dreiste Copycat auf den Mystery-Zug aufgesprungen, um das Rätselraten als Sprungbrett zur Follower-Vermehrung zu nutzen oder aber trieben Iron Maiden selbst hier ein perfides Spielchen? Wie sich schnell herausstellte, stammte der Song von einer italienischen Band namens Black Phantom und hatte nichts mit der offiziellen Taktik der Metal-Legenden zu tun. Die nämlich veröffentlichten am 9. Juli einen kurzen Videoclip, in dem Bruce Dickinson von einer Theater-Loge herabruft: „July the 15th. Rain or shine, heaven or hell, man or beast. You’re all invited to Belshazzar’s Feast. But your mum can’t come.“ Vorgetragen wurde diese augenzwinkernde Botschaft in jenem „Belshazzar’s Feast“-Shirt, dessen Aufdruck man im Interview mit Sky News zuletzt nur halb zu Gesicht bekommen hatte.
The Writing On The Wall
Am 15. Juli entlud sich die angestaute Spannung endlich und zwar in einem knapp sechseinhalb Minuten langen Track aus der Feder von Smith und Dickinson namens ›The Writing On The Wall‹. Die Nummer mit leichtem Western- bzw. Southern-Rock-Flair stürzte Maiden-Fans weltweit in Grundsatzdiskussionen bezüglich Qualität und Daseinsberechtigung ihrer Lieblingsband. Episch an dem Track ist vor allem das animierte Video, für dessen Storyboard ebenfalls Bruce Dickinson verantwortlich ist. Eingeleitet von dem „Belshazzar’s Feast“-Flyer wird hier eine Welt kurz vor der Apokalypse gezeigt. Die Landschaft ist wüst, die Sonne versengt erbarmungslos jegliches Leben, es gibt weder Wasser noch Öl noch Hoffnung. Karikierte Großmächte werden von ihren ausgemergelten Untergebenen in Richtung der Festung gezogen, wo das so groß angekündigte „Belshazzar’s Feast“ stattfinden soll. Ein vermummter Wanderer sowie vier Gestalten mit Umhängen und Motorrädern begeben sich ebenfalls in Richtung der ominösen Festung, in deren Inneren eine apokalyptische Feier tobt, die vom „Vampirkönig“, wie Dickinson die teufelsähnliche Gestalt nennt, abgehalten wird. Der vermummte Wanderer unterbricht die Zusammenkunft, verwandelt sich äußerst spektakulär in Samurai-Eddie – die jüngste Inkarnation des berühmtesten aller Metal-Maskottchen, welche auch das neue Albumcover ziert – und lässt die vier Gestalten alias apokalyptische Reiter auf ihren Motorrädern los. Selbige verkörpern jeweils einen Eddie von vergangenen Artworks und legen die Party plus Außenwelt in Schutt und Asche. Samurai-Eddie schnappt sich unterdessen ein in vitro gezüchtetes Menschenpaar alias Adam und Eva und fährt mit ihnen als Schöpfer einer neuen Welt dem Untergang davon. Mit einem bösen Grinsen im Gesicht wirft er dem Paar symbolträchtig einen verführerisch rot glänzenden Apfel zu, welchen jene sogleich mit inbrünstigen Küssen und Bissen ablecken und verspeisen. Alle Bibelstellen (wie das Gastmahl des Belsazar, die Erzählung von der Apokalypse, die Geschichte von Adam und Eva, die Plagen, die Gott über Ägypten schickt oder der Auszug aus Ägypten) herauszufiltern, die im Video zu ›The Writing On The Wall‹ zitiert werden ist vielleicht genauso schwierig, wie alle Anspielungen auf den Iron-Maiden-Kosmos herauszulesen. Neben der Grundgeschichte, die von der menschlichen Hybris und Fehlbarkeit erzählt – vom Irrsinn, den nahenden Untergang trotz eindeutiger Zeichen zu ignorieren – tragen vor allem jene mannigfaltigen Details dazu bei, dass man sich das Video mehrmals ansehen muss, um alle Hinweise zusammenzutragen. Wie Bruce Dickinson in einem Interview mit Kerrang! zugab, wurde er von Rammsteins Video zum Song ›Deutschland‹ zu diesem vielschichtigen Aufbau des Storyboards inspiriert.
Zusätzlich zu unserem regulären Heft, das zehnmal im Jahr erscheint, gibt es von CLASSIC ROCK inzwischen sieben Special Editions. Fünf davon beschäftigen sich je auf 148 Seiten mit der Historie einer großen Rockband (AC/DC, Rush, Iron Maiden, Jethro Tull, Metallica), eines davon mit der Geschichte des Heavy Metal und eines davon bietet 1000 knifflige Fragen für Musik-Ratefüchse. Lesestoff satt für alle Rockfans!
Auf 148 Seiten blickt CLASSIC ROCK detailliert auf die letzten 40 Jahre der Metal-Legenden zurück, reist von den Anfängen der ehrgeizigen Jungmusiker bis zu ihren aktuellen Erfolgen. Alle Schaffensperioden werden betrachtet. Zeitzeugen und Wegbegleiter kommen ebenso zu Wort wie alle aktuellen und ehemaligen Bandmitglieder. Dabei sprechen sie schonungslos über Ängste, Zwänge, Dämonen, kreative und persönliche Krisen und interne Konflikte. Zusätzlich gibt es einen ausführlichen Nachruf auf den Ausnahmebassisten Cliff Burton, die Entstehungsgeschichte des Thrash Metal, bombastische Tourstories und alles Wissenswerte zur neuen Platte 72 SEASONS.
Wie tief geht euer Fachwissen über Kiss, AC/DC, Queen oder Metallica? Wisst ihr alles über Progrock, Grunge, Punk oder Hair Metal? Wie gut sind eure Kenntnisse über die einzelnen Jahrzehnte von den 60ern bis heute? Erkennt ihr Songs anhand kurzer Textauszüge oder Musiker nur an ihren Tattoos? Könnt ihr zwischen echten Fakten und Fake News unterscheiden? Testet euer Wissen in unserem ultimativen Rock’n’Roll Quiz-Magazin.
Auf ganzen 148 Seiten beleuchten wir die Anfänge der Folk-Prog-Veteranen, blicken noch einmal detailliert zurück auf die musikalischen Highlights AQUALUNG (allein in den USA erreichte es Dreifachplatin) und THICK AS A BRICK (ihrem ersten US-Nummer-1-Album) und betrachten die Band im Wandel der Dekaden. Neben Interviews und Features aus den Archiven und vielen Specials zu allen Epochen der Tull-Historie hält dieses Sonderheft zwei weitere, ganz besondere Perlen bereit: Ian Anderson hat für uns ganz tief in seinem Bildarchiv gegraben und rares Fotomaterial an die Oberfläche gezaubert.
CLASSIC ROCK beleuchtet auf 148 Seiten die gesamte Geschichte der Metal-Legenden: von den ersten Schritten in Londoner Clubs über die ersten beiden Alben mit Sänger Paul Di’Anno bis hin zum Einstieg Bruce Dickinsons, dessen einzigartige Stimme Iron Maiden mit THE NUMBER OF THE BEAST schließlich zum ganz großen Durchbruch verhalf. Wir nehmen jedes Album unter die Lupe, sprachen mit allen Beteiligten, betrachten jede Phase, die Höhen und Tiefen – die Trennung von Smith und Dickinson in den 90er Jahren – die Reunion zum Album BRAVE NEW WORLD, die größten Tourneen, die besten Songs – einfach alles!Anlässlich des jüngsten Albums SENJUTSU haben wir natürlich auch exklusiv mit der “Air Raid Siren” alias Bruce Dickinson höchstpersönlich gesprochen.
Rush waren nicht sexy, Rush waren komplex. Rush waren anders. Und vor allem waren Rush brillant. Für alle Nerds, Fans, Liebhaber und die, die es noch werden wollen, präsentiert CLASSIC ROCK am 05. Mai „Rush – Das Sonderheft“ mit der ganzen erstaunlichen Geschichte hinter der Ausnahmeband. Auf 148 Seiten wird jede Etappe in der Karriere des Trios eingehend beleuchtet: von den frühesten Anfängen bis zu ihrer letzten Show im Jahr 2015 in Los Angeles. Wir zollen dem unvergessenen Neil Peart Tribut, präsentieren euch Tiefeninterviews mit allen Bandmitgliedern und lassen Stars und Kenner die 40 besten Rush-Songs auswählen.
Auf dem Olymp der Rockmusik tummeln sich einige grandiose Musiker, doch eine Band thront unangefochten an der Spitze: Mit ihrer authentischen Art dominieren AC/DC seit über 45 Jahren die alternative Musikszene. Keiner anderen Band ist es bisher gelungen, eine solch unumstößliche Rock’n’ Roll-Formel in Stein zu meißeln und ohne Ermüdungserscheinungen den Widrigkeiten des Lebens und des Business zu trotzen. In einer exklusiven Interview-Sammlung mit seltenen Bildern und detaillierten Hintergrundberichten wird die ganze Geschichte dieser einzigartigen Karriere auf 148 Seiten beleuchtet, von den ersten Schritten auf glitzernden Plateau-Stiefeln im Jahr 1973, über die einzigartige Young’sche Brüder-Symbiose bis hin zum verdienten Status als größte Rockband aller Zeiten. Bei all den historischen Ereignissen soll natürlich die Gegenwart nicht ausgeklammert werden und so liefert CLASSIC ROCK auch Interviews zum jüngsten Album PWR/UP mit Angus Young und Brian Johnson.
In unserem Sonderheft „The Story Of Metal“ beleuchten wir die Entstehungsgeschichte des harten Rockmusik-Genres und gehen dabei zurück bis ins Jahr 1964 zu Bands wie Cream und Steppenwolf, nehmen die Rolle von Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath ins Visier, betrachten frühen Proto-Metal und die gesamte Metal-Entwicklung bis ins Jahr 1986.
Am 5. August 1992 starb Porcaro unerwartet an den Folgen einer Arterienverkalkung. Er wurde nur 38 Jahre alt. Er wurde am 10. August im Forest Lawn Memorial Park in den Hollywood Hills beigesetzt. Unter den 1500 Trauergästen befanden sich auch Eddie Van Halen, Don Henley und Madonna.
In Gedenken widmen wir diesem Ausnahmeschlagzeuger einen von Totos größen Hits: ›Hold The Line‹:
Anfang dieses Jahres war Joey Tempest mit „Rock Meets Classic“ unterwegs, aktuell arbeitet er an einem neuen Album mit seiner Band Europe. Zwischendurch hat sich der Frontmann die Zeit genommen, uns fünf seiner liebsten Platten zu verraten.
Sie hat sich in den letzten Jahren den Ruf als eine der packendsten und unberechenbarsten Blues-Musikerinnen der Welt erspielt, er hat mit Country-Legenden wie Johnny Cash oder Waylon Jennings gearbeitet – mit DEATH WISH BLUES legen Samantha Fish und Jesse Dayton nun gemeinsam ein gefährlich gutes Debüt vor.
Wir kennen uns schon eine gefühlte Ewigkeit“, beschreibt Samantha Fish die Entstehungsgeschichte zu ihrem ersten Album mit Jesse Dayton, der vor der Zusammenarbeit mit der 34-jährigen Sängerin und Gitarristin bereits mit diversen Country-Ikonen von Johnny Cash bis Willie Nelson gearbeitet und außerdem noch Soundtracks für die Horrorstreifen von Grusel-Rocker Rob Zombie beigesteuert hat. „Ich suchte nach jemandem für ein gemeinsames Projekt mit einer ganz besonderen Ästhetik und einem ganz besonderen Style. Als Jesse wieder in New Orleans auftrat, haben wir nach der Show die ganze Nacht miteinander abgehangen und Ideen ausgetauscht. Mir war sofort klar, dass er der perfekte Mann wäre und auch er war direkt Feuer und Flamme.“ Ein kreativer Funke, der nur wenig später zur gemeinsamen Longplay-Premiere mit dem verwegenen Titel DEATH WISH BLUES geführt hat, auf dem das Duo seine ganz eigene, hochexplosive Vision des Blues zelebriert: Zwölf kraftvoll krachige Tracks lang bewegen sich Fish/Dayton geschmeidig auf einem scheinbar kilometerbreiten Grat zwischen Blues, Soul, Punk, Funk, Country und ordentlich knarzigem Rock And Roll. Mit anderen Worten: Absolut nichts für eingefleischte Puristen, wie die beiden Musiker erklären. „Wir würden uns auch nicht rausnehmen wollen, die Scheibe als reines Blues-Album zu bezeichnen. Der Blues ist nur die Basis, von der sich viele andere Musikstile mehr oder weniger ableiten“, sagt Gesangspartner und Gitarrist Jesse Dayton.
„Ich denke, wir haben auf dieser Platte unseren ganz eigenen Signature-Sound gefunden, in dem wir alle Genres miteinander verbinden, die wir lieben.“ Eingespielt wurden die Stücke in gerade mal zehn Tagen in den renommierten Applehead Studios in Woodstock/New York unter der Aufsicht von Bluesrock-Troublemaker Jon Spencer (Jon Spencer Blues Explosion, Heavy Trash, Boss Hog), der seine überdeutliche Handschrift auf DEATH WISH BLUES hinterlassen hat. „Seine Pro-duktionsweise ist wirklich einzigartig. Außerdem hat er ziemlich originelle Einfälle“, findet Samantha Fish. „Für ›Dangerous People‹ zum Beispiel haben wir ein Sample aus leeren Bierdosen und einem Kochtopf aufgenommen, aus dem er ein Drum-Loop gebastelt hat. Er hat immer wieder unsere Original-Demos in die fertigen Songs integriert und beides perfekt miteinander verschmolzen. Und nicht zuletzt hat er Facetten aus meiner Stimme herausgekitzelt, die ich nie für möglich gehalten hätte“ – wie die Sängerin auf Liedern wie dem funky Bootyshaker ›Riders‹, dem lasziven Rocker ›Rippin And Runnin‹ und dem komplett überdrehten Blues-Punk-Overkill ›Supa- dupabad‹ beweist. „Wir haben uns keine Grenzen gesetzt, sondern sämtliche Freiheiten gelassen, alles mal auszuprobieren. Die Stücke sind sehr Kopfkino-artig und sollen die Hörerinnen und Hörer mit- nehmen auf einen kleinen Roadtrip. Man könnte die Handlung als moderne Version von Bonnie und Clyde betrachten; eine augen- zwinkernde Outlaw-Lovestory. Oder vielleicht auch als unser Blues- Remake von ‚A Star Is Born‘ … Ich glaube, falls es eine echte Message auf diesem Album gibt, dann die, einfach seinem Bauchgefühl zu folgen und das zu tun, was man selbst für richtig hält.“