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She Rocks: Die Gründermütter des Rock’n’Roll

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Tretet beiseite, Chuck Berry, Elvis und Konsorten: Diese Pionierinnen waren die Ersten, die Blues, Gospel, R&B und eine angriffslustige Attitüde verbanden und so den Rock‘n‘Roll erschufen, wie wir ihn kennen.

Wie James Brown einst sang: „This is a man’s world, but it wouldn’t be nothing without a woman…“ Diese weisen Worten treffen immer noch zu auf die von Männern dominierte Welt des Rock’n’Roll. Doch wann auch immer die bekannte Musikgeschichte hervorgekramt wird, werden Namen wie Bessie Smith, Cleo Gibson, Ida Cox, Sister Rosetta Tharpe, Memphis Minnie, Harlem Playgirls, Sippie Wallace, Big Mama Thornton, Ruth Brown oder Wanda Jackson verschwiegen oder bestenfalls im Vorbeigehen erwähnt. Schon lange bevor Chuck Berry, Elvis und ›Rock Around The Clock‹ „Rock’n’­Roll“ zum allseits bekannten Standardbegriff machten, gab es aber eine starke, beständige, matriarchalische Linie von Blues-, Gospel-, Jump- und R&B-Sängerinnen, die genauso viel zum stilistischen Kern dieser Musik beitrugen wie die Herren der Schöpfung.

Die erste Bluesplatte aller Zeiten war von einer Frau. Mamie Smiths ›Crazy Blues‹ von 1920 war ein Hit und verkaufte sich allein im ersten Monat 75.000 mal. Es war der Beginn einer kurzen, aber wichtigen Phase, in der Blues-Sängerinnen höher geschätzt wurden als ihre männlichen Gegenspieler (Smiths Song wurde von Ralph Peer produziert, der auch die Carter Family und Jimmie Rodgers entdeckte).

Columbia Records, eines der frühen Major-Labels, zahlte Stars wie Smith, Ma Rainey und Victoria Spivey einmalig 100 bis 130 Dollar pro Song, während die Männer normalerweise 20 bis 30 Dollar bekamen (Tantiemen für Künstler gab es damals noch nicht). Auf der Bühne sangen die Damen den Blues in großen Hallen von Los Angeles über St. Louis bis New York, gebucht über die TOBA (Theatre Owners Booking Association) für eine Art schwarze Varieté-Show, die in 67 am­­erikanischen Städten gastierte. Für ein schwarzes Publikum, das nach dem Ersten Weltkrieg in die Ballungsräume wie Chicago und St. Louis gezogen war, waren diese Sängerinnen, die größtenteils aus dem ländlichen Süden stammten, lebende Symbole für diese Migration und ihre Möglichkeiten.

Eine Frau, die in dieser Szene auftrat, kann man fast als Prototyp dessen bezeichnen, was wir heute einen Rock­star nennen würden. Der große Blueser Big Bill Broonzy sagte einmal über Memphis Minnie, dass sie „genauso gut spielen und singen“ könne „wie jeder Mann, denn ich je gehört habe. Sie kann eine Gitarre dazu bringen, den Blues zu weinen, stöhnen, sprechen und pfeifen“. Broonzy musste es wissen. Bei zwei Gitarrenwettbewerben in Chicago, einmal 1933, dann wieder 1949, war er Minnie unterlegen. Bei Letzterem war kein Geringerer als Muddy Waters der Juror.

1897 als Elizabeth Douglas in Algiers, Louisiana geboren, verpackte Minnie die Ge­­­­gensätze von Männern und Frauen in ein charismatisches, überlebensgroßes Ge­­samtkunstwerk. Sie war wunderschön in Chiffon-Ballkleidern mit aufwändigen Frisuren, nahm Schnupf- und Kautabak (sie konnte mitten im Song ausspucken, ohne aus dem Takt zu kommen), trank, zockte, erzählte schmutzige Witze und saß auf der Bühne oft in provokanten Posen, damit man ihre Unterwäsche se­­hen konnte.

In mageren Zeiten besserte sie ihr Einkommen angeblich durch Prostitution auf, was für einige der frühen Blueserinnen nicht ungewöhnlich war. Sie gab sich nicht mit Schwachköpfen ab, ließ sich nichts gefallen und soll angeblich sogar einem Typen den Arm abgehackt haben, der ihr blöd kommen wollte. Ein aufregender Lebenswandel, der direkt in ihre Musik floss, vom akustischen Blues der frühen 20er zu den elektrifizierten Platten, die sie in den 50ern für Checker, ein Unterlabel von Chess, aufnahm. Mit sieben hatte sie an­­gefangen, Banjo und Gitarre zu spielen, und als Teenagerin trat sie unter dem Na­­men Kid Douglas überall auf, wo es ein Publikum gab – Flussboote, Ladeneröffnungen, eine Zeitlang sogar mit dem Ring­ling Brothers Circus. Schließlich ließ sie sich in Memphis nieder, wo sie sich ihr Pseudonym zulegte.

1929 nahmen sie und ihr erster Mann, der Gitarrist Joe McCoy, ›When The Le­­vee Breaks‹ auf, einen Song, den sie ge­­meinsam über die große Mississippiflut von 1927 geschrieben hatten. Minnies Fingerpicking darauf ist beinahe übernatürlich, fast als hätte man Fats Wallers Stride-Piano durch sechs Stahlsaiten gejagt. 40 Jahre später stellten Led Zeppelin das Stück einer neuen Generation vor. Minnie und Joe hatten noch weitere Hits wie ›Hoodoo Lady‹, ›Bumble Bee Blues‹ und ›Can I Do It For You?‹, die heute sämtlich wie Blaupausen für die frühen Platten der Rolling Stones und Kinks klingen.
In den 40ern hatte Minnie mit ihrem zwei­­ten Mann Ernest „Little Son Joe“ Lawlars ihren größten Hit, das zweideutige ›Me And My Chauffeur‹ („He drives so easy, I can’t turn him down“). Minnie wandte sich elektrischen Instrumenten zu und gab ihrem Stil so mehr Kraft. 1942 beschrieb der Poet Lang­ston Hughes ihren Gitarrenklang als „die musikalische Version von elektrischen Schweißgeräten plus einem Walzwerk…mit einem Rhythmus, der so an­­steckend ist, dass die Menge laut aufschreit.“

Ringo Starr: Neues Album in Arbeit

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Ringo Starr neues AlbumVor zwei Jahren ist seine jüngste Platte erschienen, jetzt werkelt Beatles-Drummer Ringo Starr im Studio am Nachfolger.

2015 hat Ringo Starr POSTCARDS FROM PARADISE veröffentlicht, 2017 GIVE MORE LOVE. Wie es aussieht, könnte der Ex-Beatle im Zweijahresrhythmus weitermachen.

Zumindest sagte sein Sprecher jetzt gegenüber „Billboard“: „Er arbeitet seit einigen Monaten an einem neuen Album.“ Wann das letztendlich herauskommen soll, steht noch nicht fest, sicher dürfte aber sein, dass Steve Lukather als Gitarrist dabei ist.

Vor ein paar Tagen gab es ein gemeinsames Foto der beiden auf Facebook zu sehen, mit der Überschrift: „Ein weiterer großartiger Tag im Studio…“

Im August wird Ringo Starr voraussichtlich bei der Jubiläumsneuauflage des Woodstock-Festivals dabei sein. Neben Künstlern wie Santana und Arlo Guthrie soll er beim „Bethel Woods Music and Culture Festival“ in Bethel, New York auftreten.

Ringo Starr mit dem Titelsong seines jüngsten Albums:

Gary Clark Jr. im Interview: Ärger im Trump-Land

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Fremd in der Heimat: ein Gefühl, mit dem Gary Clark Jr. vertraut ist. Wir sprachen mit dem Sänger und Gitarristen aus Texas über Rassismus und Trump – aber auch über Liebe als Antwort, über seine Kinder und musikalische Vorbilder.

Interview: David Numberger

So aufgebracht war Gary Clark Jr. selten zu erleben. „Fuck you, I’m America’s son/This is where I come from“, schreit er im Titelsong seines dritten Albums THIS LAND all denen entgegen, die das anders sehen. Die Schwarze als Menschen zweiter Klasse betrachten – und ihnen am lieb­sten die Polizei auf den Hals hetzen würden. Und davon scheint es im politisch nach Rechts gerückten Amerika von heute gar nicht so we­­nige zu geben – was sich in den letzten Jahren immer wieder schlaglichtartig und auf brutale Weise in den teils tödlichen Gewalttaten, nicht zuletzt vonseiten der Polizei, gegen junge schwarze Männer manifestiert hat.

Im Video zum Song sind spielende Kinder zu sehen, inmitten rassistisch aufgeladener Symbole wie der Konföderierten-Flagge. Ein dunkelhäutiges Mädchen lässt Baumwollblüten durch ihre Finger gleiten.

Doch THIS LAND erschöpft sich nicht in Wut. In ›Feed The Babies‹ beschwört Clark Jr. die verbindende Kraft der Liebe, einen Track hat er für seine beiden Kinder geschrieben, einen für seine Frau, das Model Nicole Trunfio. Doch alles weitere erklärt er uns am besten selbst.

In deinem neuen Song ›This Land‹ singst du gegen Rassismus an. Hattest du in deiner Kindheit und Jugend in Texas mit rassistischen Angriffen zu kämpfen?
Ja, leider hatte ich damit zu tun. Und es passiert wohl sehr viel öfter, als wir gerne zugeben würden. Aber auch in meinem Erwachsenenleben sind Dinge passiert, die es schwerer machen, ein hoffnungsvoller und liebevoller Mensch zu sein. Wenn deine Einstellung nicht erwidert wird, kann das schon ein bisschen schockierend sein.

Bist du je körperlich attackiert worden?
Oh nein, nein, nichts Körperliches, das wird nicht passieren. Aber als Kind wurde man eben herumgeschubst, manche redeten mit mir auf eine Art und Weise, die mir sagen sollte, dass ich nicht auf Augenhöhe mit ihnen sei. Solche Sachen.

Wie bist du damit umgegangen?
Nun, ich habe großartige Eltern, die mir ge­­holfen haben, damit fertig zu werden. Es gibt diesen Spruch: „Sticks and stones may break your bones, but words will never hurt you.“ Und auch wenn Worte dich emotional er­­schüttern, musst du darüber hinweggehen, denn wenn du dich darin verfängst, dann ziehst du dich nur selbst nach unten, indem du das Spiel mitspielst. Mir wurde beigebracht, den Kopf oben zu behalten, weiterzumachen, mich um das zu kümmern, was ich zu tun habe, und mich von niemandem davon abhalten zu lassen.

Du singst: „Paranoid and pissed off/…/Right in the middle of Trump country.“ Hat sich denn der Rassismus, mit dem die Leute im Alltag konfrontiert werden, seit Trumps Wahl verstärkt?
Nun, ich kann nicht für jeden sprechen, ich sehe nur, was ich mit eigenen Augen sehe, aus meiner Perspektive. Aber die Leute sprechen sehr viel mehr darüber, was enttäuschend ist. Deshalb habe ich diesen Song geschrieben, über die Meldungen in den Nachrichten, dass Leute diskriminiert werden. Die ganze Sache mit Colin Kaepernick und der NFL, die ganze Polizeigewalt. Leider sehen wir solche Sachen bis heute in den News. Die Zeile über Trump dient dazu, ein Bild davon zu malen, wie es ist, in Texas zu leben, einem roten Staat (die Farbe der Republikaner, Anm.d.Red.). Als ich das Lied schrieb, sah ich mehr republikanische Fahnen und Symbole als irgendwer sonst, und es war nicht einmal die Zeit der Wahl. Das ist, wo ich bin, es ist kein politisches Sta­tement, es ist Fakt. Ich lebe mitten im Trump-Land.

„Wir bewegen uns nicht rückwärts, dazu sind die Leute zu stark und klug.“

Hast du Angst, dass viele der Dinge, die über Jahrzehnte nicht zuletzt durch die Bürgerrechtsbewegung erkämpft wurden, jetzt verloren gehen könnten?
Nein, nein, absolut nicht. Das wird nicht passieren. Wir bewegen uns nicht rückwärts, dazu sind die Leute zu stark und klug.

Also nur eine schwierige Phase?
Es braucht viel Blut, Schweiß und Tränen. Aber am Ende macht es dich stärker. Die Idee ist: Werdet eins, redet miteinander, arbeitet zusammen. Positiv bleiben und das Beste aus der Situation machen. Wir sollten auch an unsere Kinder denken, ich habe zwei davon, sie verdienen es, sicher und geschützt zu leben und ihre Möglichkeiten zu haben, genau wie jeder andere.

In der Colbert-Show hast du einen zweiten neuen Song vorgestellt: ›Feed The Babies‹. Warum diesen?
Weil er die direkte Fortsetzung von ›This Land‹ ist. Damit wir keine Lieder wie ›This Land‹ mehr schreiben müssen, müssen wir unsere Babys mit den richtigen Ideen füttern, die am besten für alle von uns sind. Liebe ist die Antwort, Liebe ist die Botschaft, wir müssen un­­seren Kleinen beibringen, zu lieben. Leider ist das bei einigen älteren Menschen, die ihnen im Weg stehen, schon zu spät. Also sollten wir den jungen Leuten beibringen, von Hautfarbe, Rasse und Religion abzusehen und jeden so zu akzeptieren, wie er ist. Wir müssen unsere Unterschiede verstehen und unsere Gemeinsamkeiten lieben. Es ist so einfach zu lieben, zumindest geht’s mir so. Das Leben ist hart, man hat Arbeit, Termine, manchmal verliert man dabei das Wesentliche aus den Augen: Liebe, Sicherheit und jedem das Gefühl zu geben, dass er wichtig ist.

›Feed The Babies‹ erinnert an die Soulmusik sozial engagierter Songwriter wie Marvin Gaye oder Curtis Mayfield. Siehst du dich in dieser Tradition?
Das ist das Zeug, mit dem ich aufgewachsen bin. Als Kind hörte ich Marvin Gaye durchs Haus singen, Stevie Wonder, Curtis Mayfield, Sly And The Family Stone, Parliament und Funkadelic. Ich mag diese Musik so sehr, sie steckt in meiner DNA und es fühlt sich vollkommen natürlich an, musikalisch in diese Richtung zu gehen. Und es macht einfach Spaß, einen schönen Soulsong über die Liebe zu singen.

›When I’m Gone‹ hast du für deine Kinder geschrieben, oder?
Ja, ganz klar, das ist für meine Babys. Wenn ich unterwegs bin oder im Studio, sehe ich sie öfter nicht, deshalb wollte ich etwas für sie machen.

Wie alt sind deine Kinder?
Vier und eins, ein Junge und ein Mädchen. Es ist hart, von ihnen getrennt zu sein, aber mei­­ne Frau und ich haben eine Abmachung ge­­troffen: nicht länger als zwei Wochen. Also entweder kommen sie mit mir mit oder ich komme zwischendurch wieder heim. Es ist mir wichtig, jetzt Teil ihres Lebens zu sein, wo sich ihr Bewusstsein entwickelt, wo sie herausfinden, wer sie sind, woher sie kommen, was ihre Community und wer ihre Familie ist. Und es ist definitiv lauter, wenn sie auf Tour dabei sind.

Hat sich dein Songwriting verändert, seit du Vater bist?
Oh ja, ganz sicher. Sonst wäre ich nicht auf Lieder wie ›When I’m Gone‹ oder ›Feed The Babies‹ gekommen. Zuvor war mein Leben viel ich-bezogener, aber wenn zwei kleine Gesichter zu dir hochschauen, was willst du da machen? Der Fokus liegt dann auf ihnen. Das hat mein Leben definitiv verändert, meine Denkweise, mein Schreiben, meine Inspiration, alles.

›Guitar Man‹ ist an deine Frau gerichtet, stimmt’s?
Oh yeah, oh yeah, oh yeah. Die Leute sagen, hinter jedem Mann steht eine stärkere Frau, und ich glaube, das ist wahr. Meine Frau hält alles zusammen und ich bin ihr dafür sehr dankbar. Ohne sie wäre es nicht möglich, das Leben zu führen, das ich führe, wirklich und ganz ehrlich.

Musikalisch ist dein neues Album breit gefächert. Es gibt natürlich Blues und Rock und Soul, aber in ›Feeling Like A Million‹ auch Reggae. Was verbindet dich damit?
Das erste Mal, als ich Bob Marleys LEGEND-Platte gehört habe, hat das mein Leben verändert. Ich dachte sogar daran, mir Dreadlocks wachsen zu lassen. Später hörte ich mir die ganze Reggae-Musik an, machte mich über Rastafari schlau. Die ganze Bewegung, die Kultur, die Leute, das alles hat mich fasziniert. Und auch, dass Liebe die Message war am Ende des Tages.

Als du angefangen hast, wurdest du als Retter des Bluesrock und neuer Jimi Hendrix gefeiert, jetzt hast du drei Alben draußen. An welchem Punkt deiner Karriere siehst du dich?
Oh, es geht mir großartig damit, wo ich gerade bin. Ich habe mehr Liebe und Unterstützung erfahren, als ich mir je erträumt hatte. Zu Beginn spielt man in Bars vor sechs Leuten und muss sechs Dollar unter sich aufteilen. Heute ist das anders, es ist fantastisch und ich kann nicht erwarten, zu sehen, was als nächstes kommt.

Dick Dale: Der „King Of The Surf Guitar“ ist tot

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Dick Dale ist totDick Dale ist am Samstag mit 81 Jahren gestorben. Sein berühmtester Song ist das in „Pulp Fiction“ eingesetzte ›Misirlou‹.

Dick Dale ist tot, er ist am Samstag (16. März) gestorben, das sagte sein Bassist Sam Bolle dem „Guardian“. Dale gilt als Pionier des Surf-Sounds und ist heute vor allem durch sein Instrumental ›Misirlou‹ von 1962 bekannt, das Quentin Tarantino 1994 im Vorspann von „Pulp Fiction“ einsetzte.

Am 4. Mai 1937 in Boston geboren, zog Dale in den 50ern mit seiner Familie nach Kalifornien, wo er sich dem Wellenreiten widmete. Anfang der 60er lieferte er mit seiner Band, den Del-Tones, den Sound dazu, für den er sein flinkes Rock’n’Roll-Gitarrenspiel mit osteuropäischen und orientalischen Einflüssen mischte.

Seine Spielart brachte Dale den Spitznamen „King of the Surf Guitar“ ein, Songs wie ›Let’s Go Trippin’‹ machte ihn zum Vorbild von Westcoast-Bands wie den Beach Boys. Zudem arbeitete er als Gitarrentester mit dem Instrumentenbauer Fender zusammen.

Dale gab bis zuletzt Konzerte, für dieses Jahr waren mehrere US-Shows geplant.

Gewinnspiel: Hier gibt’s das neue Album von Bluesrocker Gary Hoey!

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Gary Hoey GewinnspielEs ist draußen, das brandneue Album von Blues-Mann Gary Hoey. Als Gäste sind dabei: Eric Gales, Josh Smith, Lance Lopez und Hoeys Sohn Ian. Wir verlosen das NEON HIGHWAY BLUES betitelte Werk dreimal auf CD!

Hier teilnehmen:

[contact-form-7 id=“85538″ title=“Gary_Hoey_Gewinnspiel“](Teilnahmeschluss: 31. März 2019)

 

Die Songs auf NEON HIGHWAY BLUES:

1. Under The Rug (feat. Eric Gales)
2. Mercy Of Love (feat. Josh Smith)
3. Your Kind Of Love
4. Don’t Come Crying (feat. Ian Hoey)
5. Still Believe In Love
6. Almost Heaven
7. I Felt Alive
8. Waiting On The Sun
9. Damned If I Do (feat. Lance Lopez)
10. Living The Highlife
11. Neon Highway Blues

The Darkness: „Reue ist für Pussies“

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darkness 2017The Darkness haben den typischen Zyklus einer Rock‘n‘Roll-Band durchlebt: Mit ihrem Debütalbum PERMISSION TO LAND schossen sie 2003 durch die Decke. Mehrfachen Platinauszeichnungen folgten Drogen- und Alkoholexzesse, die Band brach auseinander. Mittlerweile hat sich Englands unterhaltsamste Glamrocktruppe wieder zusammengerauft.

Das Comeback erfolgte 2012 mit HOT CAKES. Drei Jahre später veröffentlichte die Band um die Brüder Justin und Dan Hawkins LAST OF OUR KIND. Die Kritiken dazu fielen aber weniger euphorisch aus als noch die Jubelarien zu Beginn ihrer Karriere. Mit PINEWOOD SMILE, seinem fünften Longplayer, will das Quintett an die erfolgreiche Anfangszeit anknüpfen. Das Schlagzeug ist seit geraumer Zeit prominent besetzt: Rufus Tiger Taylor, Sohn des Queen-Drummers Roger Taylor, ist erstmals auf Platte zu hören.

Die Zeiten des pompösen Rockstargehabes und der künstlich erzeugten Rauschzustände sind freilich vorbei. Ein nüchterner Justin Hawkins zeigt sich im CLASSIC ROCK-Interview aufgeräumt und gereift. Der Frontmann ist stolzer Vater einer dreijährigen Tochter und blickt mit anderen Augen auf die Welt. Sein schelmisches und extrovertiertes Wesen kann und will der 42-Jährige aber nicht verleugnen. Zum verabredeten Interviewtermin ist er aber zunächst nicht zu erreichen: Am Telefon geht nur die Mailbox an. Auch die Plattenfirma weiß nicht, was los ist. Eine knappe Stunde später ist Mister Hawkins dann doch in der Leitung:

Hey sorry, tut mir sehr leid wegen vorhin.

Kein Problem, das ist Rock‘n‘Roll.
Na ja, das ist nicht gerade Rock‘n‘Roll, wenn ich mein Telefon auf leise gestellt und dich total vergessen habe.

Justin, mit welcher Erwartungshaltung seid ihr an euer neues Album PINEWOOD SMILE herangegangen?
HOT CAKES war 2012 unser Comeback-Al­bum. Bei LAST OF OUR KIND hatten wir einen Besetzungswechsel und vor der Arbeit zu PINEWOOD SMILE erneut. Wir mussten uns erst mal wieder richtig sortieren. Jetzt gehen wir auf Tour und schauen mal, wie die Leute das neue Album aufnehmen.

Ihr hattet also nicht die Zielvorgabe, an eure ersten beiden sehr erfolgreichen Alben anzuknüpfen?
Ich denke schon, dass PINEWOOD SMILE mehr von den ersten beiden Alben hat als alles andere, was danach kam. Wir gehen zu dem zurück, was uns ausgezeichnet hat: großer Artrock mit albernen Texten.

Viele Bands auf Promo-Tour erzählen gerne, dass ihr neues Album eines ihrer besten, wenn nicht das beste ist. Wie würdest du das neue Werk einschätzen?
Ich glaube, es ist unser zweithalbbestes Al­­bum (lacht). Nein, ernsthaft: Wir hatten Zeit, uns von einigen Problemen der Vergangenheit zu erholen, und können voll durchstarten. Songs wie ›Japanese Prisoner Of Love‹ oder ›Solid Gold‹ sind besser als alles andere, was wir auf unserem ersten Album hatten. Natürlich ist PERMISSION TO LAND etwas ganz Spezielles, weil es unser erstes Album war. Doch mit der neuen Scheibe kommen wir schon ziemlich nah da ran.

Es ist das erste Album, auf dem Rufus Tiger Taylor (Sohn des Queen-Drummers Roger Taylor) Schlagzeug spielt. Wie ist er in die Band gekommen?
The Darkness und Queen zeichnet eine lange Freundschaft aus. Wir kennen Brian und Roger seit Jahren. Wir sollten mit ihnen 2005 im Londoner Hyde Park spielen. Das Konzert musste wegen der Bombenanschläge damals verschoben werden. Beim Nachholtermin waren wir leider verhindert. Wir suchten damals einen Schlagzeuger. Brian Mays Gitarren-Techniker hat uns Rufus empfohlen. Wir hatten ihn also schon früher auf dem Schirm. Er hat die richtige Einstellung und Ausstrahlung, er hat diese Queen-Rock-Erfahrung. Er kommt aus einer Rockfamilie und weiß genau, was es bedeutet, das Leben eines Rockmusikers zu führen. Er ist aber nicht nur ein guter Schlagzeuger, sondern auch ein total lustiger Kerl. Er passt einfach gut zu uns.

Ihr als große Queen-Fans müsst doch ge­­jubelt haben, als es geklappt hat, ihn in die Band zu holen.
Es ist irgendwie surreal gewesen. Ich sage dir was: Als er zum ersten Mal zum Vorspielen kam, habe ich mich daran erinnert, dass ich ein Tattoo mit dem Gesicht seines Vaters auf der Hand habe. Ich habe versucht, ihm meine Hand nicht zu auffällig zu zeigen. Das war mir irgendwie peinlich. Ich bin so ein großer Queen-Fan und muss mich immer noch zurückhalten, Rufus nicht mit zu vielen Fragen über seinen Vater und Queen zu nerven.

Mit Rufus ist die Band wesentlich jünger geworden und sieht jetzt auch besser aus. (Justin lacht laut.) Was hat sich noch mit ihm geändert?
Er ist ein technisch viel versierterer Drummer als alle seine Vorgänger. Er spielt sehr laut. Ich denke, er ist eine Mischung aus seinem Vater und seinem Paten Taylor Hawkins (Schlagzeuger der Foo Fighters, Anm. d. Red.). Der ist auch ein entfernter Cousin von meinem Bruder Dan und mir. Rufus bringt sehr viele moderne Elemente und frische Ideen in unsere Musik, wodurch sich auch die Arrangements etwas geändert haben. Er hat eine sehr gute Stimme und teilt sich mit mir die Lead-Vocals bei zwei Stücken. Außerdem hat ein sehr hübsches Gesicht, wie du ganz korrekt bemerkt hast.

Ich habe neulich ein Video-Interview mit euch gesehen, da kam er mir sehr schüchtern vor.
Wahrscheinlich war er müde oder hatte einen Kater. Er ist ein wahrer Rock‘n‘Roller.

Ist er vielleicht mehr Rock‘n‘Roller als Emily Dolan Davies, seine Vorgängerin am Schlagzeug?
Er ist mehr Rock‘n‘Roll als wir alle zusammen. Emily hat auf unserem letzten Album einen sehr guten Job gemacht. Ihre Erwartungen an das Tourleben unterschieden sich aber sehr von unseren. Sie hat sich mit uns auf Tour nicht wirklich wohl gefühlt. Rufus bringt einfach mehr Begeisterung mit und wirkt sich inspirierend auf uns aus.

Fortsetzung auf Seite 2…

Black Star Riders: Transformers

Thin Lizzy sind Geschichte, lang leben die Black Star Riders: Scott Gorham und Ricky Warwick über ein Erbe, das verpflichtet. Und wie es trotz neuen Namens in Ehren gehalten wird.

Um die Weihnachtszeit 1985 kam es im englischen Salisbury zu einer Begegnung von gewisser rockhistorischer Bedeutung: Scott Gorham, Gitarrist der zwei Jahre zuvor aufgelösten Band Thin Lizzy, besuchte deren inzwischen auf Solo-Pfaden wandelnden Gründer und Frontmann Phil Lynott, um auszuloten, wie ernst der es mit seinem etwas überraschenden Plan für einen Neustart meint: „Phil stand da in einem Bademantel, in Hausschuhen und mit völlig zerzausten Haaren. Er hatte einen wirren Blick und sah wirklich übel aus. Man konnte sofort erkennen, dass es ziemlich schlecht um ihn stand.“

Wie schlecht, wurde knapp zwei Wochen später deutlich. Am 4. Januar 1986 erhielt Scott Gorham die telefonische Nachricht, dass Phil Lynott im Krankenhaus einem Herzversagen erlegen war. Ein menschliches Drama und vermutlich das Aus einer Band, die seit den 70er-Jahren zur Prominenz der Rock-Szene zählte. An Beispielen von Formationen, die mit ihren Frontfiguren standen und fielen, herrscht ja kein Mangel. Das war bei den Doors und Jim Morrison so und bei Queen mit Freddy Mercury nicht anders. Was blieb von Grateful Dead nach dem Tod von Jerry Garcia? Und man stelle sich nur mal die Rolling Stones ohne Mick Jagger vor… rein theoretisch.

Auch die Gruppe Thin Lizzy stürzte dieser Tod in besagtes Dilemma. Denn bei ihr war Phil Lynott – bei allem Respekt vor dem Rest der Band – die alles überstrahlende Figur. Der Sohn einer irischen Mutter und eines Vaters aus dem südamerikanischen Guyana ragte mit seiner üppigen Jimi-Hendrix-Matte nicht nur optisch heraus. Er war der Bassist und Shouter, der jederzeit eine Hookline mit Chart-Appeal schreiben konnte. Er ertränkte seine Zerrissenheit, woher sie auch immer kam, in einem bluesgefärbten Cocktail aus Hardrock, Pop und Folk-Sounds nach eigener Mixtur. Und er besaß diese geheimnisvolle Zerbrechlichkeit, die seinen Interviews und selbst den wütendsten Texten über die Enttäuschungen von Liebe, Leben und Gesellschaft eine so schöne, melancholische Krone aufsetzen konnten. Er war der klassische und ewig unverstandene Rock’n’Roller.

Was also tun, wenn einem solch eine Galionsfigur abhanden kommt? Bei jedem neuen Album, jedem Live-Konzert und jedem alten Song schwingen für Musiker und Fans von nun an auch schmerzliche Erinnerungen mit. Die Lösung des Problems sollte für Scott Gorham, der in dieser Band seine künstlerische Bestimmung gefunden hatte, so etwas wie eine Lebensaufgabe werden. Ein Werk, in dem er jetzt ein neues Kapitel aufschlägt: Die Black Star Riders, eine Formation die neu ist, aber auf ganz gewisse Weise noch immer Phil Lynotts Einfluss atmet. Die eigenständig sein will, sich aber auf Konzertpostern ganz in „Prince-Manier“ als „the band formerly known as Thin Lizzy“ verkauft. Die laut Gorham so klingt, „wie Thin Lizzy heute klingen würden.“ Obwohl nur noch er selbst aus den alten Erfolgszeiten übrig ist. Es herrscht also Aufklärungsbedarf.

Die liefert Scott Gorham mit neuer, richtig jugendlicher Begeisterung natürlich gerne und begibt sich dafür weit zurück zu den Wurzeln: „Durch Phils Tod fühlte sich das alles auf einen Schlag so unvollendet an“, erzählt der Gitarrist. „Wir waren doch noch so voller Ideen. Thin Lizzy hatte schon so viele Leute erreicht. Durch Phils Tod bekamen wir nun plötzlich nicht mehr die Chance herauszufinden, ob es noch einmal funktionieren würde. Es wirkte wie ein Stillstand mitten in einem Prozess.“

Dieses Gefühl der Unfertigkeit sollte Scott Gorham in Zukunft nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Der Kalifornier war ja ursprünglich nach England gespült worden, weil er davon hörte, dass die Gruppe Supertramp einen Gitarristen suchte. „Ein Gitarrengrab“, wie er es heute lachend nennt, denn bei Supertramp-Patriarch Roger Hodgson mussten sich die Saiteninstrumente dem Gesamtklang unterordnen und wenn überhaupt, dann spielte der Chef die wichtigen Parts ohnehin selber. Entsprechend durfte Scott auf dem 1974er-Album CRIME OF THE CENTURY auch nur bei einem einzigen Track mitmischen, an den er sich übrigens heute, wie er behauptet, „nicht ein mal mehr erinnern kann“.

Erst als ihn also der Ruf von Thin Lizzy ereilte, bei denen Gary Moore im selben Jahr ausgestiegen war, konnte Gorham sein wahres Können zeigen. Und wie: Zusammen mit Brian Robertson drückte er der Band gleich das neue, härtere und stilbestimmende Markenzeichen mit den zwei Leadgitarren auf. Vor diesem Background flossen Lynott nun zukünftige Klassiker wie ›The Boys Are Back In Town‹, ›Jailbreak‹, ›Do Anything You Want To‹ und ›Sarah‹ umso leichter aus der Feder. Mit dem zunehmend härteren Sound schrieben Thin Lizzy ihre Erfolgsstory, die etwas unerwartet mit dem Welthit ›Whiskey In The Jar‹ im Jahre 1972 begonnen hatte, nun nahtlos weiter.

Zwar wurde Scott Gorham dabei auch in Sachen Drogen und Alkohol Lynotts gleichwertiger Partner. Trotzdem entwickelte er sich in der stets wechselvollen Geschichte der Band zu einer treibenden Kraft und ihrer zuverlässigsten Konstante: Der flatterhafte Robertson stieg aus und wieder ein, bis er dann endgültig geschasst wurde. Drummer und Mitbegründer Brian Downey zwang eine labile Gesundheit immer wieder zu Pausen. Sogar Gary Moore, Lynotts alter Kumpel aus frühester Zeit mit der Gruppe Skid Row, sprang nochmals in die Bresche. Ganz zu schweigen von jeder Menge Wechselspielchen mit Midge Ure, Mark Nauseef, Dave Flett, Snowy White und John Sykes – um nur einige zu nennen. Wer immer blieb, war der gute alte Scott Gorham. Er überdauerte sie alle und stand jetzt dennoch, nach dem tragischsten aller denkbaren Verluste, vor einem ziemlichen Trümmerhaufen.

So begann er zunächst, den Nachlass wie ein Chronist zu verwalten, indem er über viele Jahre hinweg, in ständig wechselnden Thin-Lizzy-Besetzungen, sporadische Einzelkonzerte und Festivalauftritte spielte. Parallel dazu versuchte Gorham sogar mit Freund und Autor Harry Doherty, sich in dem Buch „The Boys Are Back In Town“ die Bandgeschichte von der Seele zu schreiben. „Doch all das machte mich nicht wirklich zufrieden,“ so der Künstler, der es mit seinem sonnigen, kalifornischen Wesen auch noch im fortgeschrittenen Rock’n’Roller-Alter schafft, im klassischen „Mucker-Look“ mit langen Haaren, Sonnenbrille und Lederjacke nicht wirklich peinlich auszusehen.

Scott Gorham wirkt irgendwie zeitlos, scheint den Spagat vom Analogzeitalter zum iPhone mühelos geschafft zu haben. Und gerade deshalb wollte er es vor rund drei Jahren noch mal richtig wissen: „Ich war plötzlich wie besessen davon, meine alte Band noch einmal auferstehen zu lassen.“ Für diesen letzten Versuch zog es ihn, inzwischen längst in London lebend, wie magisch zurück auf die Irische Insel. Hier hatte ja alles begonnen, hier hatten sich Phil Lynott, Brian Downey und Gitarrist Eric Bell einst aus den Städten Belfast und Dublin zu der Band Thin Lizzy zusammengeschlossen. Hier hatten sie sich auch ihren lustigen Bandnamen – den eines weiblichen Roboters – aus einem Comic-Heft gefiltert.

„Für mich war klar, dass ich mir diesen Traum mit einem möglichst originalgetreuen Line-up erfüllen musste“, so Scott Gorham. „Deshalb lag für mich der Schlüssel bei Brian Downey.“

Video der Woche: Van Halen 2015 live mit ›Panama‹

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Wolfgang Van Halen 2015 liveVan Halen-Sprössling Wolfgang wird heute zarte 28 Jahre jung. Deshalb gibt es im ‚Video der Woche‘ einen Auftritt von 2015 zu sehen.

Wolfgang Van Halen, der Sohn von Gitarrenvirtuose Eddie Van Halen, feiert heute seinen 28. Geburtstag. Seit 2006 schwingt er in der Band seines Vaters den Bass. Im heutigen Video der Woche gibt es deshalb einen Van-Halen-Auftritt aus dem Jahr 2015 zu sehen, als die Truppe bei den Billboard Awards mit Originalsänger David Lee Roth ihren Hit ›Panama‹ performte.

Van Halen live mit ›Panama‹: