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Start Blog Seite 388

The Dead Daises – HOLY GROUND!

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Wechsel erfolgreich!

Sängerwechsel bei etablierten Bands sind ja immer so eine Sache. Bei Judas Priest und Iron
Maiden
hat es eher weniger, aber bei Van Halen seinerzeit ziemlich gut funktioniert. Und bei den Dead
Daisies
? Da ist John Corabi bekanntermaßen ja Geschichte, aber mit Glenn Hughes wurde auf HOLY GROUND ein würdiger Ersatz gefunden. HOLY GROOVE wäre so gesehen auch ein guter Albumtitel gewesen, denn mit Hughes am Mikro und Bass groovt die Band noch wuchtiger, als sie das ohnehin schon getan hat.

Während Corabi eher für den Sleaze zuständig war, bringt „The Voice Of Rock“ den für ihn typischen Soul mit. Trotz der Power und Prominenz ist HOLY GROUND alles andere als eine One-Man-Show, sondern vielmehr eine starke und stimmige Teamleistung. Die Gitarristen Doug Aldrich und David Lowy dürfen sich ebenso austoben wie Dean Castronovo am Schlagzeug. Wobei es keiner zu sehr übertreibt und alle gemeinsam in klasse Songs und großen Refrains immer zusammenfinden. Vom hymnischen über den spirituellen bis hin zum klassischen und straighten Hardrock hat das Quartett den Dreh raus.

So schütteln die Herren auch schon mal ein irres, an The Who erinnerndes Intro einfach locker aus dem Ärmel. Und auch dem Humble-Pie-Cover ›30 Days In The Hole‹ hört man den Spaß und die neue Stärke der Daisies an.

The Dead Daisies / HOLY GROUND / SPITFIRE/SPV

Die skurrilsten Cover: WOLF von Wolf (1999)

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Man darf unterstellen, dass die Mitglieder von Wolf, einer Metal-Band aus dem schwedischen Örebro, in etwa wussten, wie ihr Namensgeber aussieht. Einerseits, weil dort oben Exemplare dieser Gattung bis heute in freier Wildbahn existieren. Persönliche Begegnungen mochten vielleicht schon um 1999 eher selten gewesen sein, waren aber auch nicht vollkommen auszuschließen. Andererseits, weil an der Grenze zum 21. Jahrhundert zumindest Bilder von echten Wölfen auch jenen Menschen geläufig gewesen sein dürften, die den Biologieunterricht konsequent geschwänzt oder nie einen Zoo besucht hatten.

Waren die Mitglieder des Wolfsrudels denn ganz ohne jene einschlägigen und reich illustrierten Gute-NachtGeschichten aufgewachsen, in denen etwa ein gewisses Rotkäppchen traumatisierende Erfahrungen im Umgang mit Canis lupus sammelt? Tragisch! Noch tragischer: Als ihr Debütalbum
erschien, hat ihnen offenbar niemand gesteckt, dass sie aus Gründen der Stringenz entweder etwas zumindest halbwegs Wolfsähnliches aufs Artwork packen, oder ihren Bandnamen gleich in Mandrill
ändern sollten, damit die Sache rund wird. Der schweizerische Illustrator Hans Arnold hatte nämlich eine affige Bestie in wollenem Mantel erschaffen, deren Klaue in fünf grimmigen Vogelköpfen endet – so weit, so gut, so schrecklich!

Doch ein mutierter Primat ist eben ein mutierter Primat und kein Wolf, obwohl letzteres in weißen Versalien darüber steht. Ist diese Anmerkung jetzt kleinlich? Phantasielos? Entgeht dem Autor gar „die feine Ironie“ dieser Bild-Text-Kombination oder „das bewusste Konterkarieren bourgeoiser Erwartungshaltungen“? Gut möglich. Dann hätte es aber auch ein satanisches Eichhörnchen getan. Oder jene Kuh, metalmäßig modifiziert, die auf Pink Floyds ATOM HEART MOTHER so interessiert guckt.
Auch schon egal, Hauptsache Tier. Der Wolf! Die Kuh! Das Lamm! Auf der grünen Wie-hi-se! Hurz!

Was machen eigentlich Mud?

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Wie jedes Jahr zu Weihnachten läuft viel zu oft ›Last Christmas‹ im Radio. Eine willkommene Abwechslung dazu bietet unter anderem ›Lonely This Christmas‹ von Mud, das 1976 die britischen Hitparaden anführte und sich dort 20 Wochen hielt. Dazu Gitarrist Rob Davis in einem Interview von 2014: „›Lonely This Christmas‹ verkaufte an einem gewissen Punkt 90.000 Platten pro Tag. Wir wurden bei Konzerten immer gebeten, es zu spielen – egal zu welcher Jahreszeit“.

Bekannt ist die von den vier Schulfreunden Les Gray, Dave Mount, Ray Stiles und Rob Davis 1966 im englischen Carshalton gegründete Truppe allerdings nicht für den Doo-Wop-artigen Feiertagsklassiker, sondern in erster Linie für Glam-Rock-Stampfer wie ›Dyna-Mite‹, ›L-L-Lucy‹ und vor allem ›Tiger Feet‹ aus den 70er-Jahren. Zu Beginn ihrer Karriere schlugen sie sich mehr schlecht als recht in den britischen Clubs durch, bevor 1972 der erste Plattenvertrag anstand. Bis 1976 landeten dann satte elf Songs in den britischen und fünf Titel in den deutschen Charts. Zum Ende des Jahrzehnts lief es weniger gut. Mud lösten sich auf. In den 80ern machte Sänger Gray, der mit seiner Version von ›A Groovy Kind Of Love‹1977 einen Solo-Erfolg verbuchen konnte und immer wieder mit Elvis-Nummern in Erscheinung trat, unter dem Namen Les Grays Mud weiter.

https://youtube.com/watch?v=fQTvsM9_Vck

Allerdings ohne nennenswerten Erfolg. 2004 starb er an Krebs, zwei Jahre später folgte ihm Schlagzeuger Dave Mount. Mount hatte sich seit dem Ende von Mud komplett aus der Musik verabschiedet. Bassist Stiles ist seit 1986 festes Mitglied bei den Hollies und spielt nebenbei bis heute zusammen mit seiner Frau Anne und HolliesKollege Steve Lauri in der Band Taboo. Aber auch mit Mud-Buddy Rob Davis tritt er noch gelegentlich in TV-Shows und bei Konzerten auf – nach einigen Shows 2015 auch zwei Jahre später im legendären Half Moon Pub in London.

Im Vorprogramm spielten Vambo mit Stiles’ Sohn Jack als Sänger. Rob Davis, der seinerzeit an vielen Mud-Songs beteiligt war, hat sich inzwischen verstärkt aufs Songwriting verlegt und erzielt regelmäßig substanzielle Erfolge. So zeichnete er 2001 als Co-Autor mitverantwor tlich für Kylie Minogues ›Can’t Get You Out Of My Mind‹. Für die Kylie-Nummer ›Come Into My World‹ gab es 2004 sogar einen Grammy. 2009 komponierte er u. a. ›One Foot Boy‹ für den libanesisch-britischen Sänger Mika. Auf ihre gemeinsame Zeit mit Mud schauen sowohl Davis als auch Stiles gerne zurück. So gerne, dass man zuletzt 2019 wieder mit Mud-Songs – darunter auch ›Lonely This Christmas‹ – im The Cavern Freehouse in London auftrat. Mal sehen, was das neue Jahr und das nächste Weihnachtsfest so bringen …

Aus unserer aktuellen Ausgabe #96. Jetzt hier bestellen…

Kiss: Grenzenlos superlativ!!!

Als die „hottest band in the world“ 2018 ihre Abschiedstournee bekannt gab, war der Aufschrei nicht sonderlich groß. Dass Paul Stanley und Gene Simmons nicht bis in noch höheres Alter in hochhackigen Monsterschühchen und bleischwerer Comic-Panzer-Ausrüstung über die Bühne hüpfen können würden, dürfte absehbar gewesen sein. Deshalb starteten Kiss im Januar 2019 schließlich unter großem Brimborium ihre (noch größere, noch geilere) Abschiedstour in Vancouver, Kanada, Die Folge: Tausende begeisterte Fans auf der einen Seite, mindestens jedoch genau so viele enttäuschte Anhänger auf der anderen. Was war geschehen? Nun, erstens vermisst der prototypische Kiss-Army-Legionär ehemalige Mitglieder wie Ace Frehley auf der Bühne, zweitens lassen Videoaufnahmen diverser Konzerte relativ darauf schließen, dass auf der angeblich größten aller Tour-Produktionen auf akustischer Ebene etwas geschummelt wird.

Begriffe wie „Lip-Syncing“ und „Backing Tracks“ spuken seither durchs Internet und haben eine emotionale Diskussion unter Fans und Stars wie Nikki Sixx losgetreten. Vor allem vor dem Hintergrund eines Interviews mit Gene Simmons, in dem er vor wenigen Jahren ordentlich vom Leder zog über Bands, die Spuren vom Band während ihrer Shows laufen lassen, brennt dieses Thema unter den Nägeln. Ist das noch „You wanted the best, you got the best“? Wir fragten den etwas müde wirkenden Paul Stanley im knappen Telefoninterview…


Mal von den Proben abgesehen: Wie hast du dich auf deine letzte Welttournee vorbereitet?
Die Proben waren echt anders: Wir haben Monate damit zugebracht. Wir wollten alles auf ein neues Niveau heben, angefangen bei der musikalischen Leistung. Unsere Show sollte die Komplexeste und Explosivste überhaupt werden, trotzdem ist am Ende das Außenrum nur so gut wie die Musik. Dazu ist es natürlich nicht verkehrt, wenn man etwas trainiert, um körperlich fit zu sein. „Kiss-Sein“ ist sehr anstrengend.

Als ihr über die Abschiedstour gesprochen habt, habt ihr da nie an ein „Unmasking 2.0“ gedacht? So könnte man noch ein paar Jahre weitermachen…
Nein, von hier aus kann man nicht mehr rückwärts gehen. Besser wird’s nicht mehr und wir wollen genau auf diesem Level abtreten. Wir haben uns den Arsch abgearbeitet, um das ultimative Kiss-Paket abzuliefern.

Es gibt ja die These, dass Kiss vielleicht die erste „ewige Band“ auf Erden werden könnten, weil ihre Charaktere wichtiger sind als die Typen hinter dem Make-up…
Na ja, wir haben bisher jede Regel gebrochen, die es gibt. Deshalb wäre das gewiss eine Möglichkeit. Es wird immer eine Notwendigkeit für die Existenz von Kiss geben. Ich glaube stark daran, dass die Band und ihre Überzeugung, dem Publikum 100 Prozent zu liefern, über den einzelnen Mitgliedern steht.

Wenn dem so wäre, dann wären bei Kiss keine großen Egos involviert. Das wiederum passt nicht zum Bild, das man zum Beispiel von Gene Simmons hat.
Ich denke, dass am Ende der Stolz auf die Band und darauf, etwas Zeitloses geschaffen zu haben, weit über solche Gefühle hinaus geht. Das unterscheidet uns – wieder einmal – von jeder anderen Gruppe. Wir sind nicht wie andere Bands. Die sind durch ihre eigenen Grenzen limitiert. Wir haben keine.

Vor Kurzem ging eure Abschiedstournee in Vancouver los. Seitdem kursieren allerlei Gerüchte über Lip-Synching und Backing Tracks. Möchtest du das kommentieren?
Ach, das ist alles so unterbelichtet, dass ich meine Zeit nicht damit vergeuden möchte. Ich beschäftige mich lieber mit den 20.000 Menschen, die von uns jeden Abend völlig weggeblasen werden. Ich beachte diese Meckertanten gar nicht. Das ist wahrscheinlich sehr ärgerlich für sie.

Kürzlich kam es zu einem emotionalen verbalen Austausch zwischen Ace und Gene. Sind damit alle Aussichten auf eine punktuelle Reunion mit Ace und Peter endgültig passé?
Ach Gott, schau! (genervt) Wir leben nicht in der Vergangenheit. Ich habe bereits angemerkt, dass jedes ehemalige Mitglied bzw. Gründungsmitglied – je nachdem wie wichtig einem diese Begriffe sind – uns mal kurz begleiten kann. Dafür stehen unsere Türen gewiss offen.

Na ja, man müsste die Leute wohl eher aktiv einladen…
Der Gedanke daran, dass jemand so in der Vergangenheit hängen geblieben ist, dass er auf eine Reunion besteht, ist absurd. Das wird nicht passieren! Diese Band besteht in diesem aktuellen Line-up seit 18 Jahren. Es würde mir also ehrlich gesagt ziemlich verrückt (lacht) erscheinen, das zu tun.

Ist die KISStory ein Protobeispiel für den „American Dream“?
Also… das ist eine gute Frage. Sicherlich sind wir ein Produkt des amerikanischen Traums. Gene und ich sind Migranten, die nicht unbedingt freiwillig in dieses Land kamen. Meine Mutter musste vor den Nazis fliehen. Was für ein Start! Sie kam hierher als Flüchtling, aber auch wegen der Möglichkeiten. Sicherlich sind wir alle ein Produkt dieser Chancen: Chancen, die es für alle gibt, die dafür arbeiten wollen. Man muss was für seinen Erfolg tun, das ist nicht immer einfach und auch nicht für jeden gleich anstrengend. Aber die Wahrheit ist und bleibt: Der Erfolg kann dein werden, es ist nur eine Frage des Willens und der Opferbereitschaft.

Denkst du schon daran, wie du das Erbe von Kiss verwalten wirst?
Das ist noch etwas weit weg. Außerdem haben wir einen Schatten geworfen und gleichzeitig einen Lichtstrahl entsendet, der Jahrzehnte überdauern wird. Ich muss das Erbe nicht verwalten, es trägt sich von selbst

Greta Van Fleet: Neues Live-Video zur Single ›Age Of Man‹

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Von ihrer jüngsten Single ›Age Of Man‹ haben Greta Van Fleet jetzt eine Live-Version inklusive Video veröffentlicht. Darin zeigen sich die erfolgreichen Jungspunde ganz selbstbewusst und ganz in weiß auf der Bühne.

Der Song ist vom kommenden Album THE BATTLE AT GARDEN’S GATE, das am 16. April erscheinen wird.

The Besnard Lakes: Hier Tickets für Online-Konzert gewinnen

Am 29. Januar veröffentlichen The Besnard Lakes ihr neues Album THE BESNARD LAKES ARE THE LAST OF THE GREAT THUNDERSTORM WARNINGS. Eine neue Single namens ›Our Heads, Our Hearts On Fire Again‹ hat die kanadische Indie-Truppe soeben herausgebracht, außerdem sind für den 5. Februar, den 6. März und den 3. April Livestream-Konzerte angekündigt.

Für diese drei Shows verlosen wir insgesamt drei Tickets. Jede der Eintrittskarten ist für alle drei Konzerte gültig.

Jetzt teilnehmen:

[contact-form-7 id=“99505″ title=“The Besnard Lakes Ticket VL“]

(Teilnahmeschluss ist der 28.01.2021)

Foo Fighters: Neues Video zur Single ›Waiting On A War‹

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Vor wenigen Tagen haben die Foo Fighters ihre neue Single ›Waiting On A War‹ herausgebracht, jetzt legen Dave Grohl und Co. noch ein passendes Video zum Song nach. Das Lied stammt vom kommenden neuen Album MEDICINE AT MIDNIGHT, das am 05. Februar erscheint.

Electric Boys: Neues Album im Anmarsch

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Am 30. April bringen die Electric Boys ihr neues Studioalbum raus. UPS!DE DOWN wird das gute Stück heißen. Es ist das bisher siebte Werk im Kanon der schwedischen Band um Sänger Conny Bloom.

Auf dem Nachfolger zum letzten THE GHOST WARD DIARIES setzen sich die Electric Boys teilweise mit den zahlreichen Gesichtern und Folgen der Pandemie auseinander und loten dabei musikalisch die gesamte Bandbreite ihrer Vorbilder, von den Beatles über Hendrix bis zu den Sisters Of Mercy, aus.