Herrlich normal, diese neue Soulpop-Rockband aus Toronto/Kanada! Ihr R&B-Sound geht sofort in die Beine, ein Debüt ohne Durchhänger mit zehn ausgefeilten Rock/Pop-Tracks. Tragende Säule ist der ausdrucksstarke Gesang von Alia Logan. Sie verzichtet auf stimmliche Akrobatik im Stil von Whitney Houston und singt stattdessen wunderbar entspannt, warm und gemütlich. Ihre vier Kollegen sind mittleren Alters und traumhaft eingespielt. Highlights: Der gelungene Rock-Auftakt ›Old Shack By The Highway‹ und der atmosphärische Schleicher ›Like You‹. Wer neben Blues auch Soul mag, bitte vormerken!
Bonsai Kitten touren demnächst wieder ausgiebig durch Deutschland. Seit 2005 spielt die Berliner Band um ihre stimmstarke Frontfrau Tiger Lilly Marleen emsig in den Clubs und Hallen der Republik. Musikalisch hat sich der Stil des Quartetts über die Jahre vom Punk-A-Billy über Punkrock zu Metal mit Prog- und Blueseinflüssen entwickelt. Sängerin Marleen hat ihre Band mit Metal- Schlagzeuger Marc „Reign“ Reinke (ex-Destruction), Bluesrock-Gitarrist André „Wally“ Wahlhäuser und Marcus „Spoxx“ Schütze am 3-Saiter-Bass neu aufgestellt.
Hört hier die brandneue Single „I Love That You Hate Me“ von Bonsai Kitten:
Am 30. August veröffentlichen Bonsai Kitten ihr neues Album LET IT BURN, das sie dann auf der anstehenden Tournee auch live präsentieren werden. Tickets für die Konzerte gibt es hier: www.Bonsai-Kitten.de/On-Tour
Bonsai Kitten live erleben:
12.07. Berlin – Nemo 30.08. Hameln – Pflasterfest (Radio Aktiv Bühne) 06.09. Hamburg – Monkeys Club 07.09. Fehmarn Festival – Insel Fehmarn 11.09. Düsseldorf – Pitcher 12.09. Hagen (im T-Wald) – Zum Stock 13.09. Rüsselsheim – Das Rind 14.09. München – Schlachthof 19.09. Hannover – Subkultur 20.09. Essen – Don’t Panic 21.09. Erfurt – Ilvers Club 26.09. Frankfurt – Ponyhof 27.09. Bielefeld – Kanal 21 (Live-TV Übertragung) 04.10. Braunschweig – KUFA Haus 05.10. Regensburg – Tiki Beat
1977 wurden Fischer-Z von John Watts gegründet, als er noch Psychologie studierte und in der Psychiatrie als Arzt im Praktikum arbeitete. Mit dem Album RED SKIES OVER PARADISE (1981) gelang ihnen dank mehrerer Hitsingles wie ›Marliese‹, ›Berlin‹ oder ›Cruise Missiles‹ der kommerzielle Durchbruch. In den letzten 45 Jahren teilten sie sich mit so unterschiedlichen Musikern wie James Brown, The Police, Dire Straits, Bob Marley, The Stranglers und Peter Gabriel die Bühne. Mit TRIPTYCH liegt nun ihre mittlerweile 14. Studioplatte vor.
John, wie hast du damals mit Fischer-Z angefangen? Wir kamen aus dem Zeitalter des Post-Punk und der New Wave und sahen uns ein bisschen als Kunststudenten-Punks, weil wir sehr mit Design, Kunst und artifiziellen Lyrics verdrahtet waren. Ich meine, Captain Beefheart und seine Gang funktionierten in meinem Bewusstsein viel eher wie eine Punkband, weil sie Dinge machten, die sehr anders waren. Wir vermengten die Energie des Punk mit vielen Melodien. Was dazu führte, dass die Leute sich mit unserer Musik befassen wollten. Bands wie Velvet Underground oder XTC fühlte ich mich zum Beispiel inhaltlich und gedanklich sehr nahe.
Würdest du sagen, dass die 1980er-Jahre das wichtigste Jahrzehnt für Fischer-Z waren? Klar, ich liebe die 1980er – keine Frage. Und wenn ich in meinen Gedanken krame, kann ich das auch echt genießen. Aber als Künstler probierst du immer, den berühmten Schritt nach vorne zu gehen. Wenn wir heute auftreten, spielen wir natürlich auch die Klassiker von früher, denn das wollen die Leute ja auch hören. Dazu bringen wir neue und experimentelle Akzente mit. Früher habe ich The Clash dafür bewundert, wie sehr sie ihre Songs aus allen möglichen Einflüssen gespeist haben – allein wie sie mit Reggae umgegangen sind, absolut fantastisch. Ich versuche, mich zu öffnen und alles aufzunehmen, was um mich herum passiert. Ich würde sagen, dass ich aus einer Anti-Establishment-Haltung Rock’n’Roll mache.
Ich musste bei eurem neuen Album ein paarmal an die Band Big Country denken. Wer hat dich musikalisch beeinflusst? Ich denke, wenn man anfängt, sich als Heranwachsender im Großraum Musik zurechtzufinden, dann wird man von verschiedenen Dingen beeinflusst. Ich war begeistert von Leuten, die in ihrer kleinen Welt irgendwie anders als die anderen waren. Das fing bei kauzigem Blues an, ging weiter mit obskuren Jazz-Sängerinnen bis hin zu völlig unbekanntem Avantgarde-Zeug, das John Peel in seiner Radioshow spielte. Aber irgendwann stellst du fest, dass du dich zu oft um deine eigene Achse drehst.
Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen? Wenn du so viel Musik gemacht hast wie ich, ist der größte Einfluss auf das, was du in deinem stillen Kämmerlein herstellst, nun mal dein eigenes Werk. Mittlerweile habe ich, wenn man meine Solo-Platten und Nebenprojekte mitzählt, für 28 Alben Lieder geschrieben. Manches davon ist ganz okay, manches vielleicht nicht ganz so gut. Auf TRIPTYCH habe ich drei verschiedene Grundthemen − persönliche, politische und psychologische Stücke. Es gibt also diesen inhaltlichen roten Faden, der sich durchzieht und an ein Triptychon erinnert. Meine Stimme klingt immer noch ziemlich gleich, das ist unser Markenzeichen − auch wenn ich es in meinem etwas betagten Alter nicht mehr schaffe, die ganz hohen Töne genauso zu treffen wie noch vor 40 Jahren. Meine Gruppe ist inzwischen ganz familiär aufgestellt, meine Tochter Leila singt mit mir zusammen, das Schlagzeug bedient mein Stiefsohn Jamie. Die gesamte Platte haben wir übrigens in Südfrankreich aufgenommen.
In deinen Texten bist du immer noch wütend und böse … Das muss ich auch sein. So ist zum Beispiel ›Amoral Vacuum‹ entstanden, als ich mich länger mit Boris Johnson beschäftigt hatte. Er ist ein Karrierist ohne jeden moralischen Kompass. Gerade den Menschen im Norden von England ist schon so oft ein viel besseres Leben versprochen worden, doch das haben sie nicht bekommen. Im Gegenteil – von Jahr zu Jahr erleben sie noch mehr Kürzungen im Sozialbereich. Aber es geht auf dem neuen Album auch um andere Geschichten, in ›Sensual Beings‹ geht es um den biochemischen Prozess, durch den Depressionen entstehen. Ich habe eine Zeit lang Psychologie studiert − und auch wenn das schon über vier Jahrzehnte her ist, interessiert es mich noch immer.
Wie empfindest du den Brexit? Ach, hör mir auf − der Brexit ist für mich ein ständiger Schmerz. Ich habe ganz große Probleme damit. Ein Teil meiner geschäftlichen Beziehungen wird von Hamburg aus gesteuert − und ich kann jetzt nicht mehr einfach nach Deutschland reisen. Ich brauche dazu ein offizielles Visum, es ist teuer und beinhaltet viel behördlichen Papierkram, dazu eine Menge Zeit und Nerven. Vorher, als die Briten noch Teil der Europäischen Union waren, war es egal, ob ich nach Barcelona, München oder Oslo reiste. Heute ist alles kompliziert. Und diese Komplexität hat sich in die Politik übertragen. Die Linke und die gesellschaftliche Mitte können sich nicht mehr einigen, und am Ende profitieren die Rechten davon. Es ist einfach nur noch grausam.
Was glaubst du, wie es mit der Rolle von Europa weitergeht? Die Geschichte hat uns schon immer gezeigt, dass militärische und wirtschaftliche Macht zusammenpassen müssen, sonst funktioniert es einfach nicht. Wenn etwa Deutschland als großer wirtschaftlicher Motor ins Stocken gerät, dann läuft halt vieles schief in der EU. Ich habe eine sehr hohe Meinung über die Rolle Deutschlands innerhalb Europas – doch dazu bräuchte es Politiker wie Helmut Schmidt, den ich für einen der größten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts halte. Aber solche Politiker gibt es heute nicht mehr. Die EU steckt in einer Sackgasse – und es ist sehr schwer, da wieder herauszukommen.
Das klingt nicht gerade optimistisch … Es ist absolut verrückt, dass Großbritannien sich nun außerhalb der EU bewegt. Der stärkste Teil Europas war in meinem Bewusstsein die Dreifaltigkeit von Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Nicht umsonst habe ich TRIPTYCH als Titel für unser Album gewählt.
Hört hier eine emotionale Coverversion von Aerosmiths ›Dream On‹ von Miss Velvet.
Miss Velvet ist eine Rockkünstlerin aus Los Angeles. Vor kurzem hat sie eine Coverversion von Aerosmiths ›Dream On‹ veröffentlicht. Ihre reduzierte und doch enorm kraftvolle Adaption des Klassikers, erstmals veröffentlicht 1973 auf dem selbstbetitelten Debüt von Aerosmith, hat die Sängerin im legendären Club Troubadour in West Hollywood aufgenommen. Unterstützt wird sie dabei von Akustikgitarre, Cello und einem Chor.
Hört hier Miss Velvets Adaption von ›Dream On‹:
In einem Statement begründet die Künstlerin ihre Songauswahl folgendermaßen: „›Dream On‹ war immer der Inbegriff einer zeitlosen Ballade und hat meine Welt als Sängerin für immer geprägt. Steven Tylers Performance bei diesem Song hat mein Leben als Sängerin verändert. Wenn ich seine Stimme höre, ist sie geschlechtsübergreifend; sie wurde für mich zu einer Offenbarung. Die Band Aerosmith, der Text, seine Stimme und die Melodie haben in mir verfestigt, was man mit Musik gleichzeitig auf einer intimen und spirituellen Ebene fühlen kann.“
Ihr Solodebüt TRAVELER hat Miss Velvet im Jahr 2023 veröffentlicht. Mit ihrem Schaffen verwischt sie die Grenzen zwischen den Rollen eines Rockstars, einer künstlerischen Entdeckerin und einer jungen Mutter – das Ergebnis ist ein starker musikalischer Output, der roh und doch facettenreich klingt. 2024 wird Miss Velvet eine neue LP veröffentlichen.
Hört hier den neuen Song ›Back With A Bang‹ von Kissin‘ Dynamite!
Am 5. Juli erscheint das neue Album BACK WITH A BANG von Kissin‘ Dynamite. Als letzten Vorgeschmack auf die neue Platte veröffentlicht die Band jetzt den Titeltrack ›Back With A Bang‹. Die Band selbst über die kommende LP: „Wir sind wieder da – und zwar mit einem großen Knall! Wir sind schließlich keine Band verkopfter Konzepte, deshalb kommen wir mit ›Back With A Bang‹ lieber direkt zur Sache. Unsere Mission? Arena-Rock allererster Güte. Unsere Fans erwartet ein Kissin‘ Dynamite- Album in Reinform: Gereift, ehrlich und intensiv!“
03. Juli 1969: Rolling Stones-Gitarrist Brian Jones ertrinkt mit 27 in seinem Pool.
Am 8. Juni 1969 erhält Brian Jones, Gitarrist und Gründer der Rolling Stones, ungebetenen Besuch auf seinem Landsitz Cotchford Farm in Hartfield, East Sussex. Mick Jagger, Keith Richards und Charlie Watts kommen mit einer Hiobsbotschaft: Weil Jones aufgrund diverser Drogendelikte keine Arbeitserlaubnis für die geplante Herbsttournee in den USA erhält, übernimmt Gitarrist Mick Taylor seinen Platz.
Wenige Wochen später stirbt der asthmakranke Jones, trotz Anwesenheit seiner schwedischen Freundin Anna Wohlin, Maurerchef Frank Thorogood und Janet Lawson, Freundin von Stones-Chauffeur Tom Keylock, in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli auf dem Grund seines Swimming Pools einen einsamen Tod. So lautete zumindest die offizielle Verlautbarung.
Jahre später dann die brisante Wende durch Tom Keylock: Angeblich gesteht Thorogood ihm kurz vor seinem Tod 1993, dass er Brian auf dem Gewissen habe, weil Jones ihn an jenem Tage gefeuert hatte. 2008 gibt Janet Lawson, wenige Monate vor ihrem Krebstod, Daily-Mail-Reporter Scott Jones nach fast 40-jährigem Schweigen eine mehr oder minder identische Aussage zu Protokoll. Ein Jahr später soll der Fall dank neuer Beweise offiziell wiedereröffnet werden – doch nichts geschieht. 2013 Jahr schließt sich Anna Wohlin gegenüber Daily Mirror-Reporterin Rachael Bletchly den Aussagen von Keylock und Lawson an. Offiziell bestätigt ist Thorogoods Schuld aber nach wie vor nicht. (Erstveröffentlichung 2017)
Was geschah mit Brian Jones? Diese Frage stellen wir uns auch in unserer aktuellen Ausgabe und beleuchten die Hintergründe zum mysteriösen Tod des Rolling-Stones-Gründers. Jetzt hier versandkostenfrei bestellen: CLASSIC ROCK #131
Hört hier die brandneue Single ›Lazy Sod‹ vom kommenden Album „=1“ von Deep Purple!
Am 19. Juli ist es soweit und das neue Album „=1“ von Deep Purple erscheint. Als weiteren Vorgeschmack auf die neue Platte, auf der Deep Purple immer wieder den Spirit ihrer Glanzzeiten channeln und elegant ins Hier und Jetzt versetzen, gibt es heute die dritte Single namens ›Lazy Sod‹ zu hören. Darin erklärt der Ich-Erzähler, wie sein Haus in Flammen steht und er trotz dieser Katastrophe seinen Arsch nicht hochbekommt. Eine metaphorische Anspielung auf den menschlichen Umgang mit Themen wie dem Klimawandel.
Im großen Titelstory-Interview für die aktuelle Ausgabe von CLASSIC ROCK meinte Sänger Ian Gillan zum Begriff des ›Lazy Sod‹ [fauler Sack]: „Ein Journalist fragte mich mal: „Wie viele Songs hast du bisher geschrieben?“ So vor zwanzig Jahren waren es etwa 500 und ich dachte, das ist schon was. Doch dann sah ich eine Dokumentation über Dolly Parton, in der sie erklärt, dass sie um die 5000 Songs geschrieben hat. Daraufhin meinte der Journalist zu mir: „Das macht dich wohl zum ›Lazy Sod‹!“ Dieses Narrativ habe ich angewendet auf eine Situation, in der das eigene Haus in Flammen steht, man jedoch nicht aus dem Bett kommt. Ein Symbolbild. Im Traum geht dann die Sprinkleranlage an und flutet das Haus. Daraufhin muss ich für mich und meine schwarze Katze eine Arche bauen.“
Deep Purple mit ›Lazy Sod‹:
In der aktuellen Ausgabe lest ihr unsere große Titelstory über Deep Purple, unsere Interviews mit Frontmann Ian Gillan, Drummer Ian Paice und „den Neuen“ an der Gitarre, Simon McBride. Jetzt hier versandkostenfrei online bestellen: CLASSIC ROCK #131
Beim amerikanischen Radiosender SiriusXM hat Alice Cooper jetzt ein neues Format ins Leben gerufen. Zusammen mit Profigolfer Rocco Mediate spricht der Schockrocker in seiner Sendung „Rolling the Rock with Alice Cooper and Rocco Mediate“ über seine größte Leidenschaft neben der Musik, das Golfen.
Cooper hat ein Handicap von 4 und spielt sechs Tage die Woche, auch auf Tour. Mediate war bereits Zweitplatzierter bei den „US Open“ und spielt jetzt auf der „PGA Tour Champions“-Tour. Er ist nicht nur mit Alice, sondern auch mit Rush-Gitarrist Alex Lifeson befreundet und spielte mit ihm in einer Golf-Folge „Playing Lessons From The Pros“.