Am Sonntag, den 24. April 2022, startete die Auktion, bei der Rammstein-Sänger Till Lindemann ein Bild des Erfurter Künstlers Marc Jung versteigert. Nachdem so im März bereits 14.500 € gesammelt wurden, engagiert sich das Duo nun erneut. Der komplette Erlös kommt einer Hilfsorganisation zugute, die Menschen in der Ukraine unterstützt.
Gebote werden per E-Mail an info@charity-tl.berlin entgegen genommen. Zehn Tage lang haben Bietende die Möglichkeit, das Kunstwerk von Marc Jung zu ersteigern. Das Bild ist 61 x 88 cm groß.
Randy Rand ist verstorben. Das teilte die Band Autograph über ihre Social-Media-Kanäle mit. „In tiefer Trauer müssen wir heute den unerwarteten Tod unseres geliebten Freundes und Gründungsmitglieds von Autograph, Randy Rand, verkünden. Zum Zeitpunkt seines Todes war Randy umgeben von seiner großen Liebe, Regina Rand, und seiner Familie.“
1984 gründete Bassist Randy Rand zusammen mit Steve Lynch, Steve Plunkett, Steve Isham und Keni Richards die Band Autograph. Weil die Truppe gut mit David Lee Roth befreundet war, durfte sie einige Shows im Vorprogramm von Van Halen spielen. Auf ihrem Debütalbum SIGN IN PLEASE befand sich ihr großer Hit namens ›Turn Up The Radio‹, der in heavy rotation bei MTV lief.
Der Gitarrist von Thunder über ein „fast perfektes“ Hardrockalbum
Ich weiß noch genau, an welchem Fleck in der Saxon Tavern in Bellingham in Süd-London ich an einem Freitagabend 1976 stand, als ich zum ersten Mal ›Space Station #5‹ hörte. Da musste ich sofort wissen, wer das war. Am nächsten Tag versuchte ich, das Album zu kaufen, aber in meiner Gegend konnte ich es nirgends finden, also fuhr ich mit dem Zug in die Stadt und fand in einem kleinen Laden in Soho ein Exemplar. Das spielte ich dann zu Tode. Nichts darauf ist selbstgefällig, es sind einfach nur Blues-angehauchter Gesang, große Gitarren, fettes Schlagzeug und, natürlich am wichtigsten, Songs, die einem im Gedächtnis bleiben. Vom Opener ›Rock The Nation‹ bis zum Ende des abschließenden ›Make It Last‹ lässt die Platte einfach nie nach. Sie ist auf die Fresse und unkompliziert, und sie verbreitet gute Stimmung – wie das alle guten Rock’n’Roll-Alben tun sollten. Es ist eines der wichtigsten und prägendsten Hardrockwerke der 70er. Montrose schlugen damit eine Brücke vom Bluesrock der 70er – Zeppelin, Free, Humble Pie usw. – zu dem, was in den 80ern folgen sollte, etwa Van Halen. Große Anerkennung verdient dabei der Produzent Ted Templeman, der Montrose einen fast dreidimensionalen „Live“-Klang verlieh, wie es ihn zuvor nie gegeben hatte. Dieses Album ist fast perfekter Hardrock. Wer geradlinigen, unprätentiösen Hardrock schätzt und das noch nicht in seiner Sammlung stehen hat, sollte sich schämen!
Lange hat die US Folk-Rock-Band Midlake aus Texas nichts von sich hören lassen. Satte achte Jahre sind seit dem letzten Album ANTIPHON vergangen. Zuvor musste das Sextett noch den Abgang seines Sängers und Hauptsongwriters Tim Smith kompensieren, der die Truppe inmitten der Aufnahmen zu ebenjenem ANTIPHON verließ. Nach seinem Weggang übernahm der Gitarrist und Background-Sänger Eric Pulido den Platz von Smith und die Band begann von vorne.
Die Zeit danach wird von Pulido als „bewusst gewählte, unbestimmt lange Pause“ eingestuft. „Die Band war in einem ungesunden Zustand und wir wollten uns anderen Dingen widmen. Wir sind mit musikalischen Projekten wie BNQT [ein Verbund von Pulido und weiteren Midlake-Mitgliedern zusammen mit Ben Bridwell von Band Of Horses, Alex Kapranos von Franz Ferdinand, Fran Healy von Travis und Jason Lytle von Grandaddy im Stile der Traveling Wilburys] und unseren jeweiligen Soloalben [Pulido firmiert hier unter dem Namen E.B. The Younger] aktiv geblieben, aber einige von uns haben auch Familien gegründet und das ist ein ,Happening‘ für sich.“ 2019 hat sich die Band (vervollständigt durch McKenzie Smith, Scott Lee, Eric Nichelson, Jesse Chandler und Joey McClellan) dann wieder zusammengefunden. „Der Silberstreif an der Pandemie war, dass wir in Denton festsaßen und nirgendwo hingehen oder etwas unternehmen konnten. Wir konnten uns ohne große Ablenkung auf das Schreiben und Aufnehmen konzentrieren und die letzten zwei Jahre haben mehr als genug Futter für Inspiration gegeben.“
Erstmals arbeiteten Midlake auch mit einem externen Produzenten. „McKenzie hatte schon ausgiebig mit John Congleton [St. Vincent, Sharon Van Etton, Regina Spector] zu tun gehabt, so dass wir mit seiner Arbeit und seiner Arbeitsweise sehr vertraut waren. Es war mit Sicherheit eine neue Erfahrung, aber eine, die wir begrüßen, weil wir die Produktion loslassen und einfach als Band spielen und singen konnten. Wir sind jetzt besser aufeinander eingestimmt, fühlen uns wohler und sind selbstbewusster als je zuvor.“ Dem leider verstorbenen Vater von Jesse Chandler (Dave Chandler) ist es zu verdanken, dass es das neue Album FOR THE SAKE OF BETHEL WOODS überhaupt gibt. „Dem Text zum Song ›Bethel Woods‹ diente ein Dokumentarfilm über das Woodstock-Festival, das Jesses Vater besuchte, als er 16 Jahre alt war. Das Albumcover zeigt eine künstlerische Wiedergabe eines Videostandbildes direkt nach dem Auftritt von Country Joe McDonald, auf dem Dave inmitten des Chaos zu sehen ist, wie er ruhig und friedlich vor sich hin starrt. Ich hatte das Gefühl, dass das, was er da ausstrahlt, perfekt zu dem Song passt, da es die Zeit und den Ort dieses Moments widerspiegelt“, erläutert Pulido.
Chandler Sr. erschien Chandler Jr. in einem Traum und sagte: ‚Hey, Jesse, du musst die Band wieder zusammenbringen‘. „Ich habe das nicht auf die leichte Schulter genommen, auch wenn wir in der Band bereits das Gefühl hatten, dass wir als Freunde wieder gemeinsam Musik machen sollten. Aber der Traum war eine schöne Darstellung dieser Absicht.“ Verlust und Hoffnung, Isolation und Gemeinschaft, Aufhören und neue Ziele. Diese zeitlosen und einschneidenden Themen ziehen sich durch FOR THE SAKE OF BETHEL WOODS. Haben Midlake versucht, daraus etwas Konzeptuelles zu machen? „Auf jeden Fall. Wir wissen, dass jeder diese zeitlosen Gefühle durchlebt, aber jetzt mehr denn je. Wir haben beschlossen, sie zu umarmen, während wir uns vorwärts bewegen.“
Noch in diesem Jahr soll das neue Journey-Album FREEDOM veröffentlicht werden. Die Platte wird 15 Songs enthalten. Eine neue Single namens ›You Got The Best Of Me‹ wurde jetzt ausgekoppelt.
Der in Greenville, South Carolina, aufgewachsene Southern-Rock-Liebhaber Marcus King hat eine neue Single veröffentlicht. ›Hard Working Man‹ ist ein erster Vorgeschmack auf das neue und zweite Solo-Album des Künstlers, das am 26. August erscheint.
Produziert wurde die Platte von Dan Auerbach (u.a. The Black Keys), sie erscheint über American Records/Republic Records.
Für kurze Zeit sind Creedence Clearwater Revival gegen Ende der 1960er Jahre die größte Band in Amerika – sie funktionieren wie die New-Hollywood-Version der Beatles. Denn sie singen nicht über Love, Peace und Happiness, sondern über die Schwierigkeiten im Vietnamkrieg, decken Lügen innerhalb der Nixon-Ära auf und geben sich als das proletarische Gewissen der amerikanischen Arbeiter. Und so gehören so unterschiedliche Fraktionen wie Hippies, einfache Malocher aus dem mittleren Westen und Popkulturkritiker mit Beatnik-Abitur gleichermaßen zu ihren Anhängern. Während sich Bob Dylan oder The Band immer mehr zu Folk und Country hingezogen fühlen, wird der unbestechliche Rock’n’Roll von Creedence zu einer Art Herzschlag der Nation. Irgendwie ist es eine Art Americana, zu der man tanzen, Bier trinken und mitgröhlen kann. Denn die Songs, die John Fogerty schreibt, sind so präzise und direkt angelegt, dass jede Cover-Band sie ohne viel zu üben direkt spielen kann. Ein weiteres Faszinosum von CCR sind die Texte. Wie moderne Kinderbuch-Plots sind sie durchtränkt von moralischer Klarheit, Mitgefühl und Stärke, ohne dabei falsche patriotische Untertöne zu transportieren.
John Fogerty ist nicht nur der Hauptsongwriter, sondern gleichzeitig auch Sound-Architekt und Manager des Quartetts. Nach damaligen Maßstäben war er ungewöhnlich ehrgeizig was die Belange von CCR angeht. Drogen spielen für ihn nur eine marginale Rolle, hin und wieder raucht er etwas Pot, aber nicht oft. „Ich hatte mir ein eigenes Regelwerk auferlegt: Nimm keine Drogen, wenn wir im Studio aufnehmen – und keine, wenn wir live spielen.“ Grateful Dead und Jefferson Airplane sagten immer, dass sie nie erfolgreich sein wollten – auf Fogerty wirkt das falsch. „Zum einen war ich mir nicht sicher, ob ich ihnen das glauben sollte. Und zum anderen: Warum sollte ich mir all diese Mühe mit unseren Songs und den dazugehörigen Aufnahmen machen, damit am Ende nur meine Mutter ein Exemplar davon kauft? Ich wollte den größtmöglichen Erfolg – und es war mir nicht peinlich, dass ich dafür sehr ehrgeizig war.“ Das letzte CCR-Album, MARDI GRAS, entsteht unter erheblichem Druck und zählt für viele zum Tiefpunkt der Band. Auch die Brüder Tom und John Fogerty entzweit ein dauerhafter Schwelbrand, bis Tom im Streit im Februar 1971 die Band verlässt – und MARDI GRAS nur in Trio-Besetzung aufgenommen wird.
Creedence Clearwater Revival schuldeten laut Vertrag ihrer Plattenfirma im Verlauf von sieben Jahren 180 Songs. Fogerty schreibt dazu in seiner Biografie: „Im Jahr 1969, dem besten für die Band, haben wir drei Hit-Alben aufgenommen. Das waren in der Summe aber insgesamt nur 26 Songs. Unsere Plattenfirma Fantasy Records hatte uns reingelegt. Sie hatten mich nicht nur um ein Vermögen gebracht, ich war auch zukünftig noch an das Label gefesselt. Ich war ein Sklave.“ Der Weggang von Tom bringt eine neue Dynamik in die Band, plötzlich fordern Stu Cook und Doug Clifford mehr Mitspracherecht. Als Clifford und Cook gefordert sind, zwei Drittel des Materials des MARDI GRAS-Albums selbst zu liefern, entzündet sich der nächste Streit. Fogerty weigert sich, die Vocals oder Arrangements zu Cooks und Cliffords Liedern beizutragen, mit Ausnahme von seinem Gitarrenspiel. Viele Songs sind mau, bis auf die drei Kompositionen von Fogerty (vor allem ›Someday Never Comes‹ ragt dabei heraus). Diese Album ist das schwächste der CCR-Bandgeschichte, John Fogerty bezeichnet es noch heute als „Pferdemist“.
So entwickelt sich das Ende der Band zu einer verqueren Zeit in Schutt und Asche. Streit und Klagen mischen sich mit Anfeindungen, unschönen Worten und Verleumdungen zu einer Endlosschleife, die sich tatsächlich über mehrere Jahrzehnte hinzieht. Ein trauriger Höhepunkt folgt im Jahr 1993: John Fogerty weigert sich, bei der Aufnahme von CCR in die Rock And Roll Hall Of Fame mit seinen früheren Kollegen Stu Cook und Doug Clifford aufzutreten. Sein Bruder Tom war nach einer Operation am Rücken im September 1990 verstorben und konnte nicht mehr zwischen den unglücklich verkanteten Streithähnen vermitteln.
Wir gratulieren: Heute feiert Faith-No-More-Bassist Billy Gould seinen 59. Geburtstag.
Erschienen ist ›Midlife Crisis‹ als erste Single von Faith No Mores erfolgreichstem Album ANGEL DUST im Jahr 1992. Textlich dreht sich der Song gar nicht so sehr um eine klassische Midlife Crisis, da Patton selbst einst sagte, dass er keine Ahnung habe, wie sich so etwas anfühle. Es ginge eher darum, „sehr emotional zu sein, sich auf seine Gefühle zu fixieren und diese oft sogar selbst zu manipulieren und sich einzubilden.“
Seinen Namen bekam der Song erst spät, der Arbeitstitel lautete „Madonna“ – so fand man den Song anfangs auch auf den Setlists. „Ja, in gewisser Weise handelt der Song von Madonna“, sagte Patton mal in einem Interview. „Er entstand in einer Zeit, in der ich permanent mit ihrem Bild im Fernsehen und in Zeitschriften bombardiert wurde. Und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass sie ein Problem hatte. Sie wirkte für mich immer verzweifelter.“
Nun aber Happy Birthday Billy Gould und viel Spaß mit unserem Video der Woche: