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Start Blog Seite 215

Guns N‘ Roses: Show in Glasgow abgesagt

Nachdem Guns N‘ Roses in den letzten Tagen zwei verkürzte Sets in London zum Besten gegeben hatten, wurde ihre heutige Show in Glasgow nun spontan abgesagt. Grund hierfür ist Frontmann Axl Rose, der Probleme mit den Stimmbändern hat. Ob das anstehende Konzert kommenden Freitag in München davon beeinflusst wird, ist bisher nicht klar.

Motor Sister: Mit der Muttermilch aufgesogen

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Den Namen Scott Ian verbinden wir mit Anthrax und S.O.D., klar. Mit Motor Sister hat der New Yorker seit Silvester 2013 außerdem eine waschechte Rock’n’Roll-Truppe am Start. Am 6. Mai erscheint mit GET OFF das zweite Album der Band.

Hi Scott! Mit Motor Sister wandelt ihr auf den Pfaden der kalifornischen Bluesrocker Mother Superior, deren ehemaliger Sänger Jim Wilson nun eurer Frontmann ist. Wie bist du zum ersten Mal auf Mother Superior aufmerksam geworden?
Durch meinen Kumpel Nils, der in Los Angeles als Fotograf arbeitet. Ich war damals in seinem Studio. Das muss 1996 oder 1997 gewesen sein. Dort habe ich die Band zum ersten Mal gehört und fand sie ziemlich cool. Ich fragte ihn, wer das sei, und er sagte mir, dass das Mother Superior aus Los Angeles sind. Er hat mir die CD gebrannt und ich wurde zum Fan.

Der erste und eigentlich einzige Gig von Motor Sister fand am 31. Dezember 2013 statt, also an deinem 50. Geburtstag. Wann hast du gemerkt, dass das keine einmalige Sache ist, sondern ein längerfristiges Projekt?
Das war irgendwie immer klar. Metal Blade Records fragte uns gleich nach der Show, ob wir ein Album rausbringen möchten, und natürlich wollten wir das. Als wir damit fertig waren, sprachen wir darüber, dass es großartig wäre, auch eigene Songs zu schreiben, statt bloß Stücke von Mother Superior zu covern. Das hat etwa 2017 oder 2018 angefangen. Da hat mir Jim die ersten Demos geschickt. Du arbeitest bei Motor Sister nicht nur mit Jim zusammen, sondern auch mit deiner Frau Pearl, die gemeinsam mit ihm singt.

Wie fühlt es sich für dich an, mit deiner Frau zusammenzuarbeiten?
Die Tatsache, dass wir gemeinsam in einer Band spielen und das tun, was wir am meisten lieben, ist großartig. Ich war immer mal mit ihrer Band Pearl auf Tour, ob als Gitarrist oder als Tourmanager. Aber das war etwas anderes, weil das ihr Ding war. Ich freue mich natürlich, wenn ich dort dabei sein kann, aber bei Motor Sister sind wir wirklich in derselben Band und das ist toll.

Wie sind Schlagzeuger John Tempesta und Bassist Joey Vera dazugestoßen?
Zuerst haben wir Jim gefragt, denn wenn er nicht gewollt hätte, hätten wir das Projekt abgeblasen. Danach habe ich John und Joey vorgeschlagen. Joey und Jim kannten sich sogar schon.

Was verbirgt sich hinter dem Albumtitel GET OFF?
Darauf ist Pearl gekommen. Ich weiß nicht, was genau sie gelesen hat, aber es handelt sich bei „Get off“ um einen Ausdruck, den Biker benutzen. Er bedeutet, dass man schnell vom Motorrad abspringt, bevor man
einen Unfall baut. Ich hatte noch nie davon gehört, aber inhaltlich ergibt es Sinn, denn auf der Platte geht es um eine Beziehung von Jim, aus der er ausgestiegen ist, bevor er größeren Schaden nehmen konnte.

Was habt ihr nach der Albumveröffentlichung vor?
Wir würden gerne auf Tour gehen, aber sind ja alle auch in anderen Bands, also ist das schwierig. Wir spielen eine Show in Los Angeles und auf ein paar Festivals, aber langfristig würde ich gerne überall hin, wenigstens einmal, damit die Leute uns sehen können. (Text: Timon Menge)

Joan Jett: „Rock’n’Roll und Girls– das ging früher gar nicht!“

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Nach fast sechs Jahrzehnten Karriere zeigt sich Rock-Ikone Joan Jett jetzt erstmals von ihrer akustischen Seite. CHANGE UP heißt ihr neues Album, auf dem sie zusammen mit ihrer Band The Blackhearts einige ihrer größten Hits unplugged spielt. Ein Filmprojekt brachte die allseits respektierte Rockerin, die schon Mitte der 70er mit The Runaways Geschichte schrieb, per Zufall auf die Idee. Hier spricht sie darüber …

Put another dime in the jukebox, baby!“ – allerdings nicht für den grandiosen und weltberühmten Cover-Hit ›I Love Rock’n’Roll‹, aus dem diese Zeile stammt, sondern für die Songs aus CHANGE UP, dem brandneuen
Akustikalbum, das Joan Jett jetzt vorlegt. Ohne elektrische Verstärkung hat man die unverwüstliche 63-Jährige bislang noch nie gehört. Und, große Überraschung: Ihr berühmtester Signature-Tune ist auf dem neuen Werk gar nicht enthalten …

Joan, nun mischst du seit bald 50 Jahren im Rockbiz mit – aber erst jetzt greifst du zur Akustikgitarre. Was inspirierte dich zu dieser Idee?
Das war indirekt meine Doku „Bad Reputation“. 2018 drehten wir einen Film über mein Leben, meine Karriere und die Blackhearts. Bei der Premiere bat man uns, im Kino aufzutreten und ein paar Songs zu performen. Das ging aus technischen Gründen aber nur akustisch. Erst war ich von dieser Vorstellung nicht begeistert, eher sehr skeptisch. Aber dann probierten wir es einfach aus und es klang deutlich besser als gedacht. Ich war überrascht, wie gut Songs wie ›Victim Of Circumstance‹, ›Crimson And Clover‹ oder ›You’re Too Possessive‹ funktionierten. Und das war der Ursprung für die Akustikplatte. Wir werden nun auch einige Akustikstücke in unsere Liveshows integrieren. Vielleicht wird es künftig ja auch mal komplette Unplugged-Konzerte geben.

MTV startete die gleichnamige Reihe bereits Anfang der 90er mit Aerosmith, Paul McCartney, R.E.M. und Pearl Jam …
… und ich gehörte zu den Ersten, bei denen sie anfragten. Aber für mich kam das nicht infrage, damals zumindest.

Warum eigentlich nicht?
Weil Rock’n’Roll für mich immer schon ein rein elektrisches Ding war. Ich stehe nun mal auf E-Gitarren. Das hat wohl auch mit meiner Vergangenheit zu tun.

Du meinst sicher deinen Gitarrenlehrer. Es heißt, er wollte dir in jungen Jahren nur Folksongs beibringen …
Genau! Er brachte mir auf der Akustikgitarre Lieder wie ›On Top Of Old Smokey‹ bei, ein harmloses Folk-Traditional. Rock’n’Roll zu spielen war für Girls damals ein totales Tabu, das gehörte sich nicht und war ausschließlich Jungs vorbehalten. Ich habe das nie verstanden. Aber später bekamen wir das dann auch bei
den Runaways zu spüren. Amerika reagierte sehr verhalten auf uns, und die Kritiker nahmen uns überhaupt nicht ernst. In Europa und Japan hingegen wurden wir umso mehr gefeiert. Aber Amerika war wohl noch nicht bereit für eine Rockband, die aus fünf selbstbewussten Girls bestand, ja, Amerika hatte Angst vor uns! Dabei wollte ich nur so sein wie die Rolling Stones und mich wild auf der Bühne austoben.

Apropos wild austoben und selbstbewusst: Du sollst dem großen Chuck Berry mal eine verpasst haben!
Ja, unwissentlich. Das war vor einem Konzert in St. Louis, bei dem wir beide auftraten, wenn ich mich recht erinnere. Chuck und ich kamen eigentlich immer gut miteinander klar. Aber da gab es eine Situation: Ich stand mitten auf dem Parkplatz des Stadions, als mich plötzlich jemand von hinten packte und umarmte. Es war nicht mal ein sexueller Übergriff, eher ein Spaß, aber ich habe mich sofort losgerissen und instinktiv zugeschlagen, ohne zu sehen, wer das war. Es war Chuck Berry, und er war erstaunt. Und ich dann auch …

Zurück zur Musik: Warum fehlt denn nun ›I Love Rock’n’Roll‹, dein wichtigster Song, auf dem neuen Album?
Wir haben die Nummer natürlich auch akustisch aufgenommen, aber es war letztlich meine persönliche Entscheidung, sie nicht auf das Album zu packen. Ich liebe den Song und spiele ihn gerne, nach wie vor. Aber ich wollte den Fokus mal auf die anderen Lieder legen, nicht nur auf dieses eine, das man immer von mir erwartet. Das sind ja auch alles großartige Stücke, musikalisch wie textlich. Bei den Konzerten wird ›I Love
Rock’n’Roll‹ aber natürlich nicht fehlen.

The Runaways haben in den 70ern als erste All-Girl-Rockband Geschichte geschrieben, du wurdest für viele Musikerinnen zum Vorbild. 2010 erschien der Film „The Runaways“ mit Kristen Stewart („Twilight“) als Joan Jett. Fühltest du dich gut getroffen?
Ja, der Film beschreibt uns und die Zeit in den 70s wirklich gut und authentisch. Ich war Executive Producerin des Projektes und habe Kristen im Vorfeld öfter getroffen. Sie hat ihre Sache wirklich sehr gut gemacht. Ich war schwer beeindruckt von ihrer Arbeitsmoral und Disziplin. Sie hat auf jedes Detail geachtet, um authentisch rüberzukommen.

Wie etwa deine Kollegin Chrissie Hynde engagierst auch du dich seit einiger Zeit neben deiner Karriere aktiv bei PETA für den Tier-und Umweltschutz …
Das Thema liegt mir sehr am Herzen. Ich lebe seit Jahren vegetarisch und mein Ziel ist es, komplett vegan zu werden. Das ist gut für die Tiere und für die Umwelt. Ich liebe Tiere und unterstütze auch die Organisation Farm Sanctuary in Kalifornien und New York. Das sind Farmen, auf denen geschundene Tiere gerettet, gepflegt und aufgepäppelt werden. Ich war gerade dort zu Besuch, eine schöne Erfahrung. Besonders als ich auf meine Namensvetterin traf, Joan, das Hausschwein, mir zu Ehren benannt. (lacht) Zu Hause bin ich natürlich auch
aktiv, da halten mich Felicia und Cleopatra, meine beiden Katzen, auf Trab.

Kürzlich bist du nach langer Zeit und pandemiebedingter Pause wieder live aufgetreten bei einem Festival in Brookhaven bei Atlanta, Georgia …
Ja, endlich, die erste Show seit ewigen Zeiten. Es hat Spaß gemacht, aber der Gig wurde auch von der traurigen Nachricht von Taylor Hawkins’ Tod überschattet. Ich war schockiert, er war ein guter Freund. Wir sind mit den Foo Fighters mal durch Südamerika getourt, hatten viel Zeit miteinander verbracht, viel gelacht. Taylor war einfach wunderbar. Ich habe ihm beim Konzert dann meinen Song ›Fragile‹ gewidmet. Ein furchtbarer Verlust für alle, besonders natürlich für die Familie und die Band.

Macht einem so ein Schicksalsschlag die eigene Sterblichkeit wieder bewusster?

Ich denke eigentlich die ganze Zeit an den Tod, denn er gehört nun mal zum Leben. Erst durch den Tod bekommt das Leben eine Bedeutung. Ich will keine Angst vorm Tod haben. Aber keiner weiß, wie es am Ende
kommt …

Thunder: Wer rastet, der rostet…

… und rostig sind diese Männer noch lange nicht! Fast glaubt man es kaum, als einem das neue und – wieder
einmal – großartige Thunder-Album auf den Schreibtisch flattert, schließlich hatten Luke Morley, Danny
Bowes und Co. doch erst vor zwölf Monaten die letzte Studioplatte veröffentlicht. Um diesem Output-
Mysterium auf den Grund zu gehen, wurde also kurzerhand Hauptsongwriter Luke Morley angerufen, der
CLASSIC ROCK gut gelaunt die Hintergründe zu DOPAMINE erläuterte und zudem einen Erklärungsversuch
zu der Frage ablieferte, warum seine Band irgendwie immer besser wird.

Wie ist es bitte möglich, dass ihr nur ein Jahr nach ALL THE RIGHT NOISES schon die nächste Platte herausbringt?
Eine verständliche Frage. (lacht) Nach dem letzten Album ist aufgrund der Pandemie nicht viel passiert, nach zwei Monaten Herumsitzen dachte ich mir also: „Da kann ich genauso gut weiterschreiben“.

Dann ist DOPAMINE auch noch ein Doppelalbum …
Das war nicht geplant, doch wir hatten sehr viel Material, haben alles aufgenommen und dann angefangen, zu kürzen. Normalerweise suchen wir uns die besten elf Songs raus, doch diesmal war die Qualität der Lieder durchgehend hoch, wir hatten ein paar interessante Stilmixe einfließen lassen, vieles erstmals ausprobiert, also dachten wir: „Scheiß drauf!!“

Auch auf DOPAMINE gibt es einiges an Sozialkritik zu hören. Erzähl mir doch etwas zum Titel des Albums.
Durch COVID bot sich mir eine gute Gelegenheit, um einen genauen Blick auf die Welt zu werfen. Diese Social-Media-Geschichte hat mich schon öfter beschäftigt, egal wohin du gehst, überall machen die Menschen Selfies von sich. Da habe ich mich gefragt, ob ihnen vielleicht irgendetwas fehlt. Das Cover-Artwork spiegelt diese Entwicklung wider. Man sieht zwei Mädels, die in einer Clubtoilette ein Selfie aufnehmen und dabei so von sich selbst eingenommen sind, dass ihnen das Einhorn hinter ihnen gar nicht auffällt. Dieses Gefühl, dass alle Menschen alles nur noch durch ihre Handys erleben, empfinde ich als sehr seltsam.

Wenn ich mir unsere aus den Fugen geratene Zeit so anschaue, verstehe ich, dass man sich in ein Paralleluniversum flüchten möchte …
Klar, aber auch wenn die Welt gerade ein riesiger Scheißhaufen ist, gibt es immer noch so viele wundervolle Dinge darin, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Ich glaube, dass es gefährlich ist, in einer virtuellen Welt zu leben. Je älter man wird, desto stärker wird einem bewusst, dass Zeit enorm wertvoll ist. Also sollte man sie besser nicht verschwenden.

Du bist wahrscheinlich sehr froh, ohne Smartphones aufgewachsen zu sein, oder?
Oh ja, darauf kannst du Gift nehmen! Wenn ich an meine Teenager-Zeit und an Bands wie Led Zeppelin zurückdenke: Die haben keine Interviews gegeben. Der einzige Zugang, den man zu ihnen hatte, waren ihre Alben und Gigs. Dieses ständige Posten von Mittagessen und Hunden, das ist doch saulangweilig. Das hat nur
dazu geführt, dass alle jetzt wissen, dass Musiker genauso langweilig sind wie andere Menschen. (lacht) Das Mysterium ging verloren.

Trotz der düsteren Vibes sind auch Gute-Laune-Hits auf DOPAMINE. Würdest du dich als Optimisten oder Pessimisten bezeichnen?
Als Realisten.


Das sagen eigentlich nur Pessimisten von sich, das weiß ich aus eigener Erfahrung!
Alle von uns oszillieren doch zwischen Glücksgefühlen und leicht depressiven Verstimmungen. Ich denke, man muss manchmal einfach gut zu sich sein, gewisse Dinge genießen. Es ist ja auch ein Track namens ›Big Pink Supermoon‹ auf dem Album. Der handelt davon, dass es nicht wichtig ist, wo du dich gerade befindest, sondern mit wem du unterwegs bist. Wir als Menschen brauchen soziale Interaktion.

Ein Song fällt ein wenig raus. ›Just A Grifter‹ klingt nach schummrigen Pariser Gassen …
Definitiv ein interessantes Lied. Textlich geht es um Boris Johnson, nicht mein Lieblingsmensch. Ich fand auch, dass die Akkordfolge einen Pariser Vibe hatten, und dachte mir, dass es cool wäre, eine Violine zu integrieren. Ich schickte Patrick Gale von den Mother’s Boys den Track und meinte: „Spiel einfach irgendwas mit deiner Fiedel drüber, denk nicht zu viel nach“. Und es war einfach perfekt. Als wir dann ins Studio gingen, versuchten wir es noch mit einem Akkordeon, was sofort super passte. Da sind nun zwei Instrumente zu hören, die wir noch nie zuvor benutzt haben.

Ich bin jetzt 30 und kannte eher die Hits von Thunder. Seit ich bei CLASSIC ROCK arbeite, habe ich angefangen, eure jüngeren Alben zu hören, und bin ehrlich begeistert. Wie macht ihr das, wo sich viele eurer Altersgenossen schwer tun, Musik zu fabrizieren, die sich mit ihrem Erbe messen kann?
Wahrscheinlich ist das Geheimnis einfach harte Arbeit. Das ist ein Handwerk, das man respektieren muss. Viele Bands mit langen Karrieren haben irgendwann aufgehört, sich allzu viel um ihre Alben zu kümmern. Die veröffentlichen eine Platte, damit sie einen Grund für eine Tour haben. Oder sie machen immer wieder dasselbe Album. Wir haben hingegen gerne das Gefühl, uns nach vorne zu bewegen, sind immer auf der
Suche nach neuen Wegen, um uns auszudrücken. Meine Lieblingsbands sind die Beatles, Led Zeppelin und Queen, weil sie nie auf der Stelle traten. Manchmal triffst du in diesem Prozess eben genau ins Schwarze, manchmal auch richtig daneben. Nur weil ich 61 Jahre alt bin, sehe ich nicht ein, dass ich keine guten Alben mehr machen kann. In mir ist immer noch ein 18-jähriger Teenager, der die letzte Platte überbieten will. Klar gibt es immer Menschen, die sagen, nur BACKSTREET SYMPHONY war super. Das ist definitiv ein sehr gutes Album für Jungs, die in ihren 20ern waren. Aber wir sind jetzt nun mal in unseren 60ern, wir müssen das in unserem Output reflektieren, ich kann nicht immer noch Songs darüber schreiben, wie ich Mädchen nachjage.

In jüngsten Interviews stelle ich gerne die Frage, was gutes Songwriting ausmacht. Was ist deine Antwort darauf?
Für mich ist das Wichtigste, dass man ehrlich mit sich selbst ist. Dabei ist es egal, ob man Musiker ist oder Maler oder Autor. Wenn du etwas mit Menschen teilst, sei ehrlich, denn das einzige an deiner Kunst ist schließlich deine persönliche Sicht auf die Welt. Gleichzeitig möchte man, dass sich andere damit identifizieren können. Das ist die Crux: Es ist eine persönliche Angelegenheit, aber andere sollen es mögen. Man sollte einfach die eigenen Gefühle ausdrücken und somit hoffentlich eine Brücke zu anderen Menschen bauen.

Werdet ihr mit DOPAMINE nun endlich ordentlich touren können?
Gute Frage, im Mai steht eine UK-Tour an, aber die Setlist zusammenzustellen wird eine Qual, weil wir quasi zwei Alben promoten. Außerdem werden viele im Publikum die Hits hören wollen, es wird also spannend, da eine gute Balance zu finden.

Dann hoffen wir, dass das alles nach Plan läuft.
Unbedingt, ich muss außerdem dringend wieder nach Deutschland, es ist schon zu lange her, dass ich das letzte Mal wirklich gutes Bier getrunken habe.

Jim Morrison: When the music’s over

Vor 51 Jahren starb mit Jim Morrison eine Ikone der klassischen Rock-Ära, die – trotz kurzer Karriere – bis heute erstaunlich tiefe Spuren hinterlassen hat. Warum eigentlich?

Das erste Mal, als ich an Jim Morrisons Grab stand, schrieben wir das Jahr 1983. Auf dem Friedhof Père Lachaise wiesen ein paar gemalte Pfeile und das Wort „Jim“ den Weg, das Grab selbst zierten Bierdosen, Zigaretten und verschwommene Liebesbriefe in Cellophan. Eine ruhige, friedliche Stimmung. Ein Friedhof eben, wenn auch ein sehr schöner. Einige Jahre später, Oliver Stones Film „The Doors“ war kurz zuvor erschienen, bot sich ein anderes Szenario: Ein Friedhofsbediensteter wies uns schon am Eingang mit der Frage „Jihm Mörrisohn?“ den Weg, er hatte offenbar zielsicher erkannt, dass wir nicht primär wegen Honoré de Balzac oder Oscar Wilde gekommen waren.

Am Grab tummelte sich eine lebensfrohe italienische Schulklasse, wobei nicht alle Pubertierenden der Ruhestätte von James Douglas Morrison mit der gebotenen Pietät begegneten. Ständig drängten weitere Touristen nach. Die könnten Eintritt verlangen, dachte ich. Zeit zum Rückzug. Zu glauben, es hätte nur an Oliver Stone gelegen, dass sich 16-jährige Teenies auf Klassenfahrt für einen toten Sänger interessierten, ist allerdings ein Trugschluss. Morrison hatte ja nicht nur einen Teil seiner Altersgenossen fasziniert, sondern eben auch einen Zuspätgeborenen wie mich, der an seinem Todestag im Sommer 1971 vermutlich im Sandkasten gebuddelt hat und nach der „Familie Feuerstein“ ins Bett musste, während in Paris die Tragödie ihren Lauf nahm. Weitere Generationen folgten eben, und selbst heute scheint es junge Menschen zu geben, die sich von ihm – und den Doors – magisch angezogen fühlen.

Picture: Los Angeles, 1968, Henry Diltz

Warum eigentlich? Nun, Jim Morrison sah ziemlich gut aus. Ein Posterboy. Aber das wäre eine extrem oberflächliche Erklärung. So oberflächlich, dass es weh tut. Zielführender: Wer die Rockmusik für sich entdeckt, egal in welchem Jahrzehnt, spürt womöglich auf Anhieb, dass diese Band anders war als der Rest. Die mäandernde Orgel, die leichte, fast jazzige Rhythmik, ein Gitarrist, der Blues und Flamenco spielte. Und natürlich diese warme Baritonstimme, die schmeicheln konnte – und brüllen. „Some are born for sweet delight“, sang sie, und weiter: „Some are born for the endless night“. Apocalypse, now! Natürlich gab es schon in der Frühzeit der Rockmusik Sänger mit eher düsteren Sujets, nur waren das entweder verkappte Spaßvögel wie Screamin’ JayHawkins, die auf der Gruselwelle surften, oder Drama-Queens wie The Shangri-Las, bei denen Tod und Verderben stets in sirupsüßem Kitsch ertränkt wurden.

Jim Morrison, der mit seiner Band ausgerechnet kurz vor dem fröhlich-unbeschwerten „Summer of Love“ aufgetaucht war, agierte wesentlich tiefgründiger, melancholischer und zu gegebener Zeit auch subversiver, unberechenbarer und gefährlicher als irgendwelche Knallchargen, die über ›Jack The Ripper‹ sangen. Erschien es ernst zu meinen, no bullshit, und das wiederum spürte im Idealfall auch das Publikum. Es war immerhin ein völlig neuer Tonfall in der noch jungen Rockmusik, konkret: die Geburt des Gothic-Rock. Darüber, ob Morrison ein großer Dichter gewesen sei, kann man sicher streiten, ein großartiger Songtexter war er auf jeden Fall. Einer, der kraftvolle Bilder und rätselhafte, ambivalente, mitunter gar bedrohliche Stimmungen transportieren konnte; der belesen genug war, um auf Homer, Arthur Rimbaud oder Irlands dionysische Prediger des Exzesses zurückgreifen zu können.

Ein mutmaßlich intellektueller Rockmusiker, was zu seinen Lebzeiten – trotz John Lennon und Bob Dylan – noch als Widerspruch in sich galt. Und heute, 50 Jahre später? Ist die Welt eine andere, Rebellen, ob im Rock, Rap oder Reggae, kamen und gingen. Dass Morrisons kompromisslos hedonistische Outlaw-Attitüde bei selbsterklärten Nonkonformisten noch immer verfangen kann, ist nicht wirklich überraschend. Einziges Problem: Es hat leider nichts Heldenhaft-Glamouröses an sich, mit 27 Jahren aufgrund selbstzerstörerischer Alkohol- und Drogenexzesse in einer Badewanne zu verrecken. Aber selbst dieser eklatante Widerspruch war dem Mythos bislang offenbar nicht abträglich.

Am 08. Juni 2021 bei Harper Design erschienen: Das fast 600 Seiten umfassende Buch „The Collected Works Of Jim Morrison“.

Video der Woche: Bay City Rollers ›Keep On Dancing‹

Zum heutigen Todestag von Bassist Alan Longmuir von den Bay City Rollers blicken wir auf das Jahr 1975 zurück, als die schottische Pop-Gruppe einen fulminanten Fernseh-Auftritt absolvierte.

Die Performance ihres Songs ›Keep On Dancing‹ wird von lautem Gejohle begleitet, so laut kreischen die Mädchen und Frauen, erfüllt mit ausufernder „Rollermania“, ihren Idolen zu. Zwischen den weiblichen Fans von Sweet und den Bay City Rollers verhärteten sich – angefacht durch zahlreiche Teenie-Magazine – die Fronten damals enorm, in den meisten Fällen musste man sich als Fan für eine der Bands entscheiden und dieser dann hingebungsvoll folgen.

Nach außen waren die Bay City Rollers immer die unbefleckten Posterboys, glattgebügelte Pop-Sternchen – ganz anders als ihre Rockerkollegen von Bands wie Slade oder Sweet – doch hinter den Kulissen trugen sich auch hier düstere Ereignisse zu. So versuchte Alan Longmuir tragischerweise, sich umzubringen und verließ nach seinem Suizidversuch im Jahr 1976 die Band erst einmal.

1978 verließ Sänger Les McKeown vorerst die Band, um sich seiner Solokarriere zu widmen. Seitdem konnten die Bay City Rollers nie mehr an alte Erfolge anknüpfen.

The Jimi Hendrix Experience: Könnt ihr mich sehen?

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ARE YOU EXPERIENCED, das Debütalbum der Jimi Hendrix Experience, wurde in sechs turbulenten Monaten in London zusammengesetzt. Dieser zukünftige Klassiker und Beweis für sein Genie brachte Jimi auf den Weg zum Superstarruhm.

ARE YOU EXPERIENCED ist eines der größten Alben überhaupt. In den elf Songs der Originalversion und den drei Singles und B-Seiten, die ihr vorausgingen, verflocht und manipulierte Jimi Hendrix – der Mann, dessen Vision und Talent sie sowohl vorantrieben als auch von allem unterschieden, was es sonst noch gab – Gitarrenakkorde, Riffs, Soli und unzählige Effekte auf eine Art und Weise, die den Klang, Stil und die ganze Substanz der Populärmusik revolutionierte.

Weniger allgemein anerkannt sind seine Fähigkeiten als Sänger und Songwriter, der einen wachen Intellekt und eine poetische Vorstellungskraft auf Worte, Melodien und die rhythmischen Komponenten seiner Kompositionen anwandte, die kein bisschen weniger kunstvoll waren als sein Gitarrenspiel. Heute, nachdem wir über 50 Jahre lang die gesamte Bandbreite seines technischen Könnens studieren und verarbeiten konnten, gibt es jede Menge Gitarristen, die seinen Stil nachahmen können, manchmal mit unheimlicher Präzision. Doch bislang ist es noch niemandem gelungen, den einzigartigen Charakter seines Gesangsstils zu imitieren oder dem schlauen Humor oder dem panoramahaften Charakter seiner Texte nahezukommen.

Oft komplett übergangen wird dagegen die einmalige Chemie zwischen Hendrix und den anderen beiden Musikern, die dieses unglaubliche Album erschufen: Schlagzeuger Mitch Mitchell und Bassist Noel Redding. Im Fall von Hendrix und Mitchell präsentierte ARE YOU EXPERIENCED der Welt eine wahrhaft außergewöhnliche musikalische Symbiose, am besten zu hören auf Tracks wie ›Manic Depression‹, ›Love Or Confusion‹, ›I Don’t Live Today‹. Der Gitarrist und der Drummer hielten bis zu Hendrix’ Tod vier Jahre später in London ein musikalisches Verhältnis von grandioser Kreativität und Empathie aufrecht – und danach hatte Mitchell nie wieder ein ernsthaftes Engagement. Echte Waffenbrüder.

ARE YOU EXPERIENCED war der Moment, in dem alles ins Rollen kam. Manche sagen sogar, es sei das Rock-Äquivalent des Urknalls – eine Explosion von Ideen und Innovationen, die in einem Augenblick eine völlig neue Welt musikalischer Möglichkeiten erschuf. Mag sein. Aber das wahre Wunder an diesem Album ist, dass es überhaupt geschrieben und aufgenommen wurde. Zusammengestöpselt in kurzen Studioaufenthalten während der Lücken in einem gnadenlosen Terminkalender aus Reise, Konzerten, Fernseh- und Radioauftritten, war es eine kaleidoskopische Sammlung von Ideen und Darbietungen, die sehr spontan entwickelt und eingefangen wurden.

Hendrix schrieb die Songs in großer Eile, hauptsächlich in der Wohnung in London, die er sich mit seinem Manager und Produzenten Chas Chandler teilte, aber oft kritzelte er auch backstage auf Tour auf Zettel. Aufgenommen wurden sie auf einem einfachen Vierspur-Tonbandgerät in Mono, in verschiedenen Studios, je nachdem, was gerade verfügbar und von ihrem mageren Budget bezahlbar war. Gespielt wurden sie dann ohne richtige Proben, ganz zu schweigen von Demos, die vorher angefertigt worden wären, um Mitchell, Redding oder sogar Hendrix selbst darauf vorzubereiten. Die Planung des Albums war in der Tat so unorganisiert, dass Hendrix als Songwriter erst wirklich tätig wurde, als er umgehend eine B-Seite für die erste Single aufnehmen musste: ›Hey Joe‹, eine obskure Coverversion einer alten Bluesnummer ungewissen Ursprungs. Hendrix’ erster Vorschlag für die B-Seite war ein Cover des Soulstandards ›Land Of 1.000 Dances‹, kurz zuvor ein Hit in den USA für Wilson Pickett. Ich sagte: ,Auf gar keinen Fall!‘“, erinnert sich Chandler. „Ich bat ihn, sich noch am gleichen Abend hinzusetzen und einen neuen Song zu schreiben. So entstand ›Stone Free‹, sein allererstes Lied für die Experience.“

She Rocks: Debbie Harry

Debbie Harry: Blonde Ambitionen. „Eine Frau in der Rockmusik zu sein, war sehr Punk“, sagt die Sängerin von Blondie. Nach mehr als 40 Jahren im Geschäft ist sie noch immer ein Vorbild – und unterstützt junge weibliche Talente.

Debbie Harry wurde zur selben Zeit groß wie The Slits, die Raincoats oder X-Ray Spex, doch heute arbeitet sie mit neuen Stars wie Sia und Charli XCX auf POLLINATOR, dem elften Blondie-Album, zusammen. Hellwach wie eh und je erzählt sie mit ihren 77 Jahren von ihrer Vergangenheit und Gegenwart.

Fühlte sich der Punk wie eine befreiende Zeit an, um eine Frau in der Rockmusik zu sein?
Ich hatte eigentlich gar nicht die Zeit, viel darüber nachzudenken. Ich musste mich damit abfinden, dass ich diskriminiert wurde, denn Mädchen in Rockbands waren in diesem Maße noch nicht vollkommen akzeptiert. Aber in gewisser Weise war es gleichzeitig sehr Rock’n’Roll und sehr Punk, dass man das als Mädchen machte. Absolut Punk.

Gab es vor dem Punk Vorbilder, die dich dazu inspirierten, es ihnen gleich­zutun? Joan Baez, Janis Joplin, Joni Mitchell, Joan Jett…
Sie alle. Ich hörte alles und jeden. Als echtes Babe und echte Ikonoklastin war wohl Janis Joplin die, die mir am meisten zugesprochen hat. Aber in musikalischer Hinsicht war ich auch sehr von den R&B-Girl-Groups beeinflusst. Das war eine Kombination von Dingen, nicht nur ein be­­stimmtes Element. Ich würde es hassen, so engstirnig zu sein.

Du hast deinerseits Pop-Ladys wie Madonna und Lady Gaga beeinflusst, ebenso Rockerinnen wie Courtney Love und Hayley Paramore.
[Bescheiden] Sie hatten ja keine große Auswahl, also hatte ich da wohl Glück.

Hast du dich auf dem Höhepunkt der Blondiemania mächtig gefühlt?
Wir hatten eine sehr gute, dramatische, sehr schnelle, furchtlose Laufbahn. Im Wesentlichen wurden wir aus einer Kanone geschossen, und als wir dann bei [dem Label] Chrysalis landeten, war es nur noch Album-Tour-Album-Tour-Single-Single-Single-Single. Sieben Jahre lang nonstop. Das war mit ein Grund, dass Blondie 1981 explodierten, oder implodierten. In diesen sieben Jahren arbeiteten wir wie verrückt. Das war sehr stressig, und man hat viel Druck auf uns ausgeübt. Das ist schon lustig, denn heute wartet man mindestens zwei, drei Jahre zwischen den Alben.

Blondie sind eine von wenigen Bands aus dieser Zeit, die auch vier Jahrzehnte später noch Top-5-Alben landen. Worauf führst du diese Langlebigkeit zurück?
Ich möchte nur ungern sagen, dass es Glück ist, denn es war mehr als das. Aber wer weiß, warum das alles so funktioniert hat? Das tat es aber, und wir waren smart genug, um Chancen zu ergreifen. Manchmal bieten sie sich einem und man sieht weg. Rückblickend sagt man dann: „Mann, das hätte klappen können.“ Wir hatten das Glück, bereit dafür zu sein. Es gab riesige Probleme – rechtliche, vertragliche –, die sich uns in den Weg stellten, aber wir fanden zum Glück die richtigen Leute zur richtigen Zeit.

Blondie brachten die kunstvolle US-New-Yorker Avantgarde nach Europa. Das war wie ein Besuch von Außerirdischen.
Ha! Nun, das ist doch gut. Her mit den Aliens! [Reißt sich wieder zusammen und spricht wieder über Blondies Langlebigkeit] Ich weiß es nicht. Die Geschmäcker haben sich gewissermaßen ausgeweitet. Das Publikum ist heute viel besser informiert und smarter, wir haben Zugriff auf so viel Musik. Ich denke, viele dieser alten Definitionen über das Altern und Altersgruppen und was für Musik die Leute hören… das hat abgenommen.

Wie anders ist das Leben auf Tour für Blondie heute im Vergleich zu den Hochzeiten der 70er und 80er?
Ha! Nun, ich denke, ich werde nicht mehr so viel herumhüpfen wie damals. Aber es gibt Momente, in denen ich mich sehr inspiriert fühle. Das macht mir sehr viel Spaß. Ich denke sehr oft darüber nach, wie viel Glück ich habe. So frustrierend es manchmal auch werden kann, wenn wir auf die Bühne gehen und spielen, ist es letztlich immer noch, na ja, magisch. Dafür muss ich immer dankbar sein.

Chrissie Hynde sagte mal: „Männer in Bands sind Pussies.“ Stimmst du dem zu?
[Lacht] Na ja…Ich weiß nicht, wie sie das meint. Vielleicht ist das auch gut so.

Hast du genauso viel mit Sia und Charli XCX gemeinsam wie mit Patti Smith? Du scheinst mühelos zwischen den Äras zu navigieren.
Ein Stück Musik ist für mich ein Stück Musik. Es steht für sich selbst. Es impliziert nicht sehr viel. Wenn es mir gefällt, ist der ganze Rest egal. Wenn ich also ein Stück von Charli XCX oder Sia bekomme, denke ich: „Wow, das ist toll.“ Ich erfahre erst später, von wem es ist.

Sind jüngere Musiker nervös, wenn sie dich treffen?
Das kommt auf die Person an. Ich bin da genauso. Wenn ich Leute treffe, die ich bewundere und deren Fan ich bin, fehlen mir manchmal die Worte. Ich denke, das passiert uns wohl allen.

Bei wem verschlug es dir die Sprache?
David Bowie [auf Iggy Pops THE IDIOT-Tour 1977 mit Blondie als Vorgruppe] machte mich wohl etwas sprachlos. Aber bei Schauspielern passiert mir das öfter als bei Musikern.

1977 waren Blondie mit Television auf Tour, während die Talking Heads mit den Ramones als Doppel-Headliner unterwegs waren. Hätte das nicht umgekehrt sein sollen?
Da hast du wohl in gewisser Weise Recht. Aber das war eins der Dinge an der New Yorker CBGB-Szene. In mancherlei Hinsicht war sie sehr homogen, weil all diese radikal verschiedenartigen Bands aus diesem kleinen Kosmos und dieser kurzen Phase kamen. Das ist schon ziemlich bemerkenswert, wenn man darüber nachdenkt.